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Erfahrungsbericht Auflastung / Luftfeder beim Duc 250


Long John Silver am 16 Jul 2013 13:24:42

Da es im Forum zwar viele gute Information zum Thema Auflistung gibt, diese aber an vielen verschiedenen Stellen verstreut, wollte ich mal meine Erfahrungen zum Thema Auflasten mit Zusatzluftfeder teilen und interessierten Mitforenten an einem Ort zur Verfügung stellen.

Zur besseren Lesbarkeit mache ich nicht einen langen sondern viele kurze Einträge und eine Gliederung:

Ausgangssituation
1) Konsequenzen der Auflastung
2) Technik
2.1 Fahrwerk
2.2 Räder und Reifen
3) TÜV und Papiere
4) Bringt's was?
5) Betriebsdruck der ZLF
6) Reifendruck
7) Fahreindruck
8) Verbrauch und Tachoanzeige
9) Fazit

Ich hoffe, der eine oder andere findet die Darstellung hilfreich.

Mit den genannten Firmen verbindet mich nichts - außer natürlich meine Eigenschaft als Kunde.

Kommentare und Fragen sind ausdrücklich erwünscht, gerne auch per PN.

LJS


PS: Ich habe mich bemüht, leidlich unterhaltsam zu schreiben und trotzdem fachlich so weit wie möglich korrekt darzustellen. Das ist eine Gratwanderung und die einen wie die anderen mögen bitte Nachsicht mit mir haben.

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Long John Silver am 16 Jul 2013 13:25:22

Unser Long John ist auf einem Fiat Ducato 250 35 Light Chassis mit Fiat Tiefrahmen/Breitspurfahrwerk gebaut und mit 7,39m Länge, dem ganzen schönen Zeug drin und seinen Einzelbetten doch nicht ohne Kompromisse unter 3,5t zu halten.

Eine Achs- und Radweise Wiegung im Trimm 2 Personen + Hund für ein langes Wochenende in der Übergangszeit (also zusätzlich ein paar warme Klamotten aber noch lange nicht alles für einen dreiwöchigen Urlaub) zeigte deutlich das Zuladungslimit.

Hinterachse mit 2000 kg genau am Achslimit.
Vorderachse mit 1490 kg noch weit von den maximalen 1850 kg entfernt - kein Wunder beim Teilintegrierten.

Rechts / Links lag jeweils weniger als 3% auseinander - passt.

Aber:
Die Hinterachse ist bei aufgerödelten Fahrrädern am Limit - immerhin ist der Hebel gut 2,5m zur Achse.
Irgendwann will ich auch noch einen Hänger für die Moppeds und außerdem bin ich das Geschacher um jeden Liter Frischwasser leid...

Also begann ich mit der Idee zu spielen, die Fuhre aufzulasten. Dabei sollte in Idealfall nicht nur die Zuladung größer werden, sondern auch der Komfort. Mit den knallvoll aufgepumpten 215er CP Reifen scheppert das Besteck in der Schublade, sobald ein Staubkorn auf der Straße liegt… Mal sehen.

Long John Silver am 16 Jul 2013 13:26:12

Über 3,5t (und unter 7,5t) ist das Fahrzeug in jeder Hinsicht ein Leicht-LKW und man darf nicht mehr so sorglos fahren und stehen wie bisher.

Tempolimit 100 auf der Autobahn, 80 auf der Landstraße, Überhol- und Durchfahrtsverbote (Zeichen 277, 253 usw.) , man darf nicht mehr auf dem Gehweg parken wie ein PKW… der ADAC hat da mal was vorbereitet: --> Link

Im Ausland sieht es ähnlich aus. Tempolimits, Go-Box, Schwerlastabgabe, ggf. höhere Maut / Fährkosten usw.
Auch hier ein hübsches Papier vom ADAC: --> Link

Aber pfeif drauf!
Schneller als echte 110 bin ich nur einmal gefahren - einen langen Berg runter...
Zum überall Parken ist die Fuhre ohnehin zu groß.
Und auf das Überholverbot kann man es im Zweifel ja mal ankommen lassen.
Spätestens wenn ich noch die Moppeds ziehe, ist es sowieso vorbei mit schnell und billig (Maut).
20 Euro mehr Steuer und ab dem 7. Jahr jährlich zum TÜV ist zwar lästig, kann ich aber verschmerzen.

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Long John Silver am 16 Jul 2013 13:26:55

2.1) Fahrwerk

Ein paar Grundüberlegungen.
Da habe ich jetzt also einen Duc 250 "35 Light". Es gibt auch 30 und 33 Light nach unten und 35, 40 Heavy nach oben. Was also sind die Unterschiede?
Nach meinem Stand der Recherche (und der muss nicht vollständig sein!) ist der wesentliche Unterschied die Bremsanlage.
Die "Light" Fahrwerke stehen auf 15" Rädern, in denen kleinere Bremsscheiben Platz finden als in den "Heavy" Fahrwerken, die durch die verwendeten 16" Räder mehr Platz für größere Bremsen haben.
Ansonsten unterscheiden sich die Ausführungen durch die Auslegung der Feder- und Dämpferelemente. Also Anzahl der Blattfederlagen hinten sowie Stärke und Länge der Schraubenfedern vorne.
Oberhalb des 40H kommt dann noch der Doppelachser - aber den lassen wir mal außen vor.

2.1.1) Schnapsidee: Umbau zum "Heavy"?
Eine Bremsanlage umzubauen ist kein Hexenwerk. Habe ich bei verschiedenen Fahrzeugen mit 2 und 4 Rädern schon gemacht. Und Scheiben kosten sowieso nicht die Welt, an sehr gute gebrauchte oder sogar neue Sättel kommt man auch ohne Hypothek aufs Haus… eigentlich kein Thema. Oder?
Leider (manchmal: zum Glück) sind "moderne" Fahrzeuge mit Elektronik vollgestopft. Insbesondere die Steuerung für ABS und das bei mir vorhandene ESP finden einen Umbau von 15" auf 16" gar nicht lustig. Man müsste die komplette Steuerbox austauschen - und dafür braucht man dann doch wieder die Hypothek aufs Haus, weil Originalersatzteile - wie überall - besonders dann extrem teuer sind, wenn man sie ohne ein Fahrzeug drumherum kaufen möchte.
OK - nette Idee. Thema durch.

2.1.2) Auflastung nur auf dem Papier?
Die billigste Variante der Auflastung wäre, einen TÜVer zu finden, der einfach die zulässigen Achslasten zusammenzählt. Bei meinem Ducato 250 35Light sind das 1850kg vorne und 2000kg hinten, ergibt 3850kg. Das allerdings ist grober Unfug, insbesondere bei einer Hinterachse, die schon jetzt mit einigen Kompromissen bei der Zuladung 2000kg auf die Waage drückt. Da hilft es mir nichts, dass ich vorne statt der tatsächlichen 1490kg jetzt 350kg mehr Laden könnte.

2.1.3) Blattfedern verstärken?
Der nächste mögliche Schritt ist eine zusätzliche Federlage an der Hinterachs-Blattfeder. Das entspricht mehr oder weniger dem Serienstand der Ducato "Heavy" Chassis - mit der recht einhelligen Meinung: zu hart, zu holprig.
Dafür gibt es die Federlagen von verschiedensten Anbietern schon für relativ kleines Geld. Um die 300 Euro fürs Material, Gutachten inklusive. Hmmm. Aber wegen ein paar Kröten die Fuhre noch holpriger zu fahren…? Ich weiß nicht.

2.1.4) Zusatzluftfeder?
Also eine Zusatzluftfeder an die Hinterachse. Aber welche? Es gibt drei oder vier Anbieter, die prinzipiell das Gleiche verkaufen: Gummibälge zwischen Rahmen und Blattfeder. Die Ausführungen können 6" oder 8" sein, Einkreis oder Zweikreis. Dazu später mehr.
Allerdings gibt es nur einen Anbieter, der dazu ein Gutachten zu Erhöhung der Hinterachslast (um mehr als ein paar Kilo) liefert: Goldschmitt. 2240kg auf dem 35L Chassis. Passt!

2.1.5) Volluftfeder?
Der Vollständigkeit halber… Komplettumbau der Federung / Dämpfung auf "Reisebus" … Material ab 7000 Euro aufwärts. Einbau aufwendig. Danke, nein...

Long John Silver am 16 Jul 2013 13:27:33

2.1.6) Meine Entscheidung
Nach telefonischer Beratschlagung (sehr freundlich, sehr kundig!!) mit Goldschmitt und einigen weniger schlüssigen Interaktionen mit anderen Anbietern, fiel meine Entscheidung auf eine Goldschmitt Zweikreisanlage mit 8" Bälgen.
Die Balggröße ist für Fahrzeuge über 3,5t ausgelegt und die Zweikreisversion hat ein paar Vorteile, die mehr wert sind als die paar Euro Aufpreis zur Einkreisversion:
Zum einen neigt die Einkreisversion, bei der im Prinzip beide Bälge verbunden sind und immer den gleichen Druck haben, zum Überströmen. D.h., in langgezogenen Kurven wird die Luft von der kurvenäußeren Seite (die mehr belastet ist) zur kurveninneren Seite gedrückt. Wenn man aus der Kurve kommt, steht das Fahrzeug dann "schief", bis sich die Luftmenge wieder ausgeglichen hat. (Der Druck an sich bleibt gleich). Es gibt Überströmventile, die sind aber nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss. Zwei getrennte Kreise sind definitiv besser.
Zum anderen bietet eine Zweikreisanlage noch ein weiteres Gimmick: Man kann nicht nur - wie bei allen ZLF - das Heck heben oder senken sondern auch einseitig die Luft ablassen. Dadurch steht das Fahrzeug schief, was z.B. beim Grauwasser ablassen sehr hilfreich sein kann.

Irgendjemand hat in einem der einschlägigen Internetforen mal behauptet, bei einem verbauten Stabilisator wäre eine Zweikreisanlage überflüssig, weil der Stabilisator das ausgleichen würde. An diesen Irgendjemand: Tut er nicht. Das Ding stabilisiert, es gleicht nicht aus. Sonst würde es Ausgleicher heißen.

Long John Silver am 16 Jul 2013 13:28:11

2.2) Räder und Reifen
Jetzt wo klar ist, wie das Fahrwerk ertüchtigt werden soll, sollten die Räder das auch tragen können - logisch.

2.2.1) Reifen
Die serienmäßigen 215/70 15 Reifen haben einen Lastindex von 109, also grade mal 1020kg und das auch nur voll aufgepumpt mit 4,5bar (C) oder sogar 5,5bar (CP). Über Sinn und Unsinn von CP oder C Reifen kann man lange streiten, muss man aber nicht. C Reifen sind völlig in Ordnung.

Im CoC-Papier habe ich (wie die meisten Eurochassis 250) "ww. 225/70 15 112" stehen.
Lastindex 112 = 1120kg mal zwei gleich 2240kg bei einer Geschwindigkeitsklasse Q oder höher (160 km/h).
Conti gibt den Vanco2 sogar mit LI 115 an, wenn er als Geschwindigkeitsklasse N (140 km/h) gefahren wird.
Bei Vmax 136 in den Papieren also alles mehr als im grünen Bereich.

Entschieden habe ich mich dann aber für den Hankook Vantra - der war bei pm Testsieger und wesentlich günstiger als der Conti.

2.2.2) Felgen
Nun noch die Felgen... Bei den Dethleffs Alus bin ich mir zwar recht sicher, dass die ganz ordentlich was tragen - aber der TÜV will es genau wissen. Auf Anfrage bekam ich von Dethleffs einen Technischen Bericht zu der Felge, der die geprüfte Traglast mit 1250kg ausweist. Reichlich!

Nur für den Winter muss noch eine Stahlfelge her, die mehr kann als die Fiat 6x15 Serienfelge. Für die gibt es zwar keine Papiere aber alle Kundigen murmeln etwas von ca. 1000kg, wenn man sie fragt.
Nach etwas Sucherei habe ich dann gefunden:
Kromag 8877 ist eine 6x15 mit Traglastgutachten für 1120kg.

Long John Silver am 16 Jul 2013 13:28:48

3.1) Einbau nach Anleitung
Der Einbau der ZLF ist im Großen und Ganzen recht einfach, wenn auch etwas aufwendig, wenn man es wirklich sauber machen will. In dem Paket von GS ist - mit einer Ausnahme, nämlich einem vernünftigen Halter für den Kompressor - wirklich alles dabei, was man braucht und die Einbauanleitung ist Schritt für Schritt und mit Fotos sehr gut gelungen.

Ich habe ich mich (schweren Herzens, schließlich bin ich mit Herz und Seele Selbstschrauber) entschlossen, eine Werkstatt zu beauftragen. Ich habe einfach keine Möglichkeit, die Kiste anzuheben und - wenn nötig - dann auch mal mittendrin stehen zu lassen. Ole aus dem Nachbardorf hat mir alles reingehäkelt und auch gleich die Reifen aufgezogen. Hat er fein gemacht…

3.2) Stabilisator anpassen
Die einzige "Klippe" beim Einbau ist die Freigängigkeit des Hinterachs-Stabilisators bei Fahrwerken mit nur einer Blattfederlage.

Hier gibt es drei Möglichkeiten:
Goldschmitt bietet ein "Höherlegungskit" an , das aus zwei 20mm starken Klötzen und vier Federbriden besteht (ca. 180 Euro). Der serienmäßige Klotz hat eine Stärke von 15mm und die Originalbriden sind (zumindest bei meinem) absolut ausreichend lang. Da werde ich knickerig…

Alternativ gibt es von Goldschmitt andere Halterungen für den Federbalg, der die geforderte Freigängigkeit sicherstellt. Das sagte mir ein GS Mitarbeiter am Telefon. Nach Kosten usw. habe ich nicht gefragt, denn…

Möglichkeit drei ist die einfachste: Man kann die betreffenden Stellen am Stabilisator durch Abnehmen von Material nacharbeiten und die Befestigungsschraube kürzen. Einziger Nachteil: Die bearbeiteten Stellen müssen mit Rostschutz versehen werden und eine eventuelle erneute Montage des Stabis wird ein bisschen fummeliger. Die langen Schrauben sind eine typische Montagehilfe - 2cm Gewinde mehr kosten weniger als drei Minuten Montagezeit am Band...

3.3) TÜV und Papiere
Anschließend ging es zum TÜV (der Baurat kennt mich schon mit meinen Mopeds).

Nachdem Goldschmitt seeeehr ausführliche Unterlagen mitliefert, wo nicht nur eine ganze Menge Aufbauhersteller mit ihren e-Nummern schon aufgeführt sind sondern auch die Varianten für drei verschiedene Chassis drin sind, hatte ich ihm alles relevante angemarkert und der Schreibkram dauerte länger als die Begutachtung. Alles fein für'n Hunni!
Dann noch zur Zulassung, Papiere umschreiben und schon kann es losgehen.

Long John Silver am 16 Jul 2013 13:29:16

Jetzt, wo alles eingebaut und eingetragen ist, kommt die spannende Frage: Bringt's was?

Die Möglichkeit, mehr Zeug reinzupacken ist klar. Aber wie wirkt sich die Luftfeder und die anderen Reifen auf das Fahrverhalten aus?

Ohne die Zusatzluftfeder und mit belasteter Hinterachse ist der freie Federweg beim Duc 250 etwa 3-5cm bis der serienmäßige "Zusatzdämpfer" zwischen Rahmen und Blattfeder eingreift. Dieses Ding ist nichts als ein PU-Konus, der mehr oder weniger "progressiv" das weitere Einfedern abstützt. Das ist von Fiat konstruktiv durchaus so gewollt… (irgendwo gibt es ein Video, ich finde es nur nicht wieder)

Mit der ZLF gibt es keinen freien Federweg mehr. In jedem Lastzustand arbeitet die gesamte Federung, also die Blattfeder und die ZLF gleichmäßig.

Long John Silver am 16 Jul 2013 13:29:42

Der Betriebsdruck wird von Goldschmitt mit 1-7bar angegeben - also welchen Druck einstellen?

Ich beginne mit einem Mittelwert: 4bar
Damit kommt das Heck gute 10cm höher und die Kiste steht heftig "bergab". Schon auf den ersten Metern wird klar, daß 4bar zu viel sind. Es rumpelt fast noch schlimmer als zuvor.

Ich arbeite mich mit dem Druck langsam nach unten und drehe meine Runden über die immer gleiche Holperstrecke.

Bei 1bar erscheint mir die Hinterachse etwas schwammig und ich pendle mich auf 1,5bar ein. Das kann für andere Fahrzeuge anders ausfallen, bei mir werden bei 1,5 die meisten Stöße sanft weggebügelt, ohne dass mir die Rückmeldung von der Straße fehlt. Denn wenn es zu weich ist, steigt zwangsläufig die Seitenwindempfindlichkeit.

Long John Silver am 16 Jul 2013 13:30:09

Inzwischen ist es hinten so ruhig, dass mir die Vorderachse rumpelig erscheint.
Reifendruck geprüft: Aha, Ole hat bei der Montage den Maximaldruck von 4,5bar eingefüllt.
Leider gibt es für die Hankook kein Datenblatt aber näherungsweise dürften die Drücke für den Conti Vanco2 gleicher Größe passen.
Für eine zulässige Achslast von 1850kg sind das 3,6bar. Ich könnte noch 0,2 runter weil sich die tatsächliche Last um 1500kg abspielt, bleibe aber bei 3,6 - dann kann nichts schiefgehen.
Ähnliches gilt für die Hinterachse mit 4,5bar bei 2240kg - hier würden es für die etwas über 2t auch 4,2bar tun.

Die anschließende Runde ist dann ein vergleichsweise einziges "Gleiten"... Kleinere Wellen werden weggebügelt, größere Unebenheiten kontrolliert in den Aufbau geleitet. Längs- und vor allem Querfugen kann man nur noch hören aber kaum noch fühlen. Kein klapperndes Besteck mehr, keine klöternden Gläser... Super!

Long John Silver am 16 Jul 2013 13:30:36

Zum Wochenende wird die Fuhre dann vollgepackt (und sehr zur Freude der Chefin der Tank randvoll gefüllt) und wir fahren auf die Autobahn. Es geht ein leicht böiger Wind - aber das ist nur an den Bäumen zu erkennen. Der Wagen zieht seine Bahn wie auf Schienen. Bei allen Geschwindigkeiten.

Beim Überholen von Lastern kann man jetzt das Lenkrad im "Zweifingergriff" lassen. Außer einem sanften Wiegen tut sich nichts, wenn man aus dem Lee in den Luftstau kommt. Trotz Seitenwind.
Nur wenn uns ein größerer PKW oder Transporter überholt, spürt man dessen Staudruck ein bisschen.

Nach 70km Autobahn mit 100-110 km/h (nach GPS) kommt der Temperaturtest. Bei 23 Grad Celsius Lufttemperatur und Sonne sind alle Reifen reichlich handwarm. Perfekt!

Long John Silver am 16 Jul 2013 13:31:05

Schließlich steht noch die Frage nach dem Verbrauch aus. Obwohl das zuverlässig erst nach einigen Tankfüllungen gesagt werden kann, scheint der Verbrauch geringer geworden. Beim ersten Tank etwa 0,7 l/100km. Das heißt erstmal nichts - außer, dass der Verbrauch nicht deutlich ansteigt. Die 100km zur Messung sind übrigens tatsächlich 100km - ich habe da meine "Referenzstrecke".

Durch den größeren Abrollumfang der 225er Reifen ändert sich die Tachoanzeige und auch die Kilometerzählung (in beiden Fällen wird die Anzahl der Raddrehungen gezählt, beim Tacho noch gesetzlich verlangte Voreilung draufgeschlagen).
Wo vorher mit den 215ern der Tacho bei 100km/h 108 anzeigte sind es mit den 225ern 104 auf der Uhr.

Long John Silver am 16 Jul 2013 13:31:42

Natürlich darf man auch von einer Zusatzluftfeder keine Wunder erwarten. Aus dem Fiat Ducato mit aufgesetzter Schuhschachtel wird keine Mercedes S-Klasse. Auf den notorisch vernachlässigten Straßen im Norden und Westen der Republik sind Schlaglöcher, Querfugen, Spurrillen usw. immer noch deutlich zu spüren.

Aber die Veränderung zum Guten ist deutlich spürbar. Es schlägt nicht mehr jeder Krümel auf der Straße krachend in den Aufbau durch.

Insgesamt ist es auch leiser und entspannter geworden, im Fahrerhaus. Mehr Motorenbrummen, weniger Rollgeräusche. Weniger Seitenwindanfälligkeit, mehr Stabilität bei schlechten Straßen.
Auch die Handhabung des Gesamtfahrzeugs gefällt mir besser. Alles ist viel direkter und kontrollierbarer geworden. Das Untersteuern ist viel weniger geworden und die Annäherung an Grenzbereiche bringt konkretere Rückmeldungen.

Gut investiertes Geld!

Gast am 16 Jul 2013 14:33:04

Hoffentlich beißen sich die Auflaster nicht in den A.....wenn die PKW Maut in Deutschland kommt, dass Sie kommt denke ich ist jedem klar, der September ist nicht mehr weit.

Long John Silver am 16 Jul 2013 16:28:12

Falls die PKW-Maut wirklich kommt, kommt sie für alle unter 7,5t.
Da machen die paar Kilo über 3,5t das Kraut nicht mehr fett.

Ludmilla am 16 Jul 2013 17:17:00

Vielen Dank für deine tolle Schilderung. Habe selten eingenommen ehrlichen und profunden Artikel gelesen. danke!!!!!

klausevert am 16 Jul 2013 18:37:17

Super Bericht

MatzeEsprit7150 am 16 Jul 2013 21:15:21

Danke und Hut ab für deine Schilderung !
Sachlich, informativ und wirklich hilfreich.
...und morgen geht's zu GS :-)

Danke !

Long John Silver am 16 Jul 2013 21:30:20

Vielleicht noch ein Hinweis zur Klarstellung:

Das GS - Material ist wirklich sehr gut zu verarbeiten. Im Prinzip kann das jede KFZ-Werkstatt, die ein Womo hoch genug heben kann. Das wurde mir auch von GS telefonisch bestätigt: Einbau durch eine beliebige Fachwerkstatt ist kein Problem.

Ole Kröcher aus dem Nachbardorf hat ziemlich lange gebraucht, weil er erstens immer bestmögliche Arbeit abliefert (und sich deswegen lieber Zeit lässt) und zweitens seine Hebebühne zwar 6t hebt, aber seine Halle nicht hoch genug ist, um ein Womo auf bequeme Arbeitshöhe zu heben. Hätten wir vorher nicht so recht bedacht...

Man muss also nicht zwingend zu GS oder einer der zahlreichen Partnerwerkstätten. Allerdings sind die entsprechend geübt und ausgestattet.
Wer aber seinen Leib- und Magen-Schrauber hat - der kriegt das auch hin.

LJS

mantishrimp am 16 Jul 2013 21:33:44

Hallo,

eine Grube reicht auch, meine hat Klaus Dürrbaum --> Link eingebaut.

rolf51 am 17 Jul 2013 06:04:57

2.2.1) Reifen
Die serienmäßigen 215/70 15 Reifen haben einen Lastindex von 109, also grade mal 1020kg und das auch nur voll aufgepumpt mit 4,5bar (C) oder sogar 5,5bar (CP). Über Sinn und Unsinn von CP oder C Reifen kann man lange streiten, muss man aber nicht. C Reifen sind völlig in Ordnung.

Hallo,
top Bericht!
Eine Anmerkung zum CP. Nicht nur nach Lastindex sondern auch auf Robustheit und Standplatten achten, bei Womos im Grenzbereich sinnvoll.

Long John Silver am 17 Jul 2013 07:44:11

rolf51 hat geschrieben:...

Hallo,
top Bericht!
Eine Anmerkung zum CP. Nicht nur nach Lastindex sondern auch auf Robustheit und Standplatten achten, bei Womos im Grenzbereich sinnvoll.


Hallo Rolf,

Die Diskussion tobt gerade in einem anderen Tröt...--> Link

Meine persönliche Meinung - die ich dort auch dargelegt habe: CP Reifen sind ein Marketing Gag - aus eigener Erfahrung sind die kein bisschen besser bzgl. Standplatten.

Muss aber jeder selber wissen.

Ich habe für die Liebhaber von CP Reifen noch vier fast neue 215/70 15 Contis für Schmales abzugeben... :D schaut mal in Anzeigenmarkt --> Link über den Preis lässt sich noch reden.

LJS

Helmutk am 18 Jul 2013 22:07:41

Hallo Long John,war der Luftdruck derFederbälge bei beladenem Fahrzeug auch bei 1,5 bar? Der gesamte Beitrag ist total SUPER

Long John Silver am 19 Jul 2013 18:51:02

Hallo Helmutk,

für mein Fahrzeug und mein persönliches Fahrgefühl sind 1,5bar richtig - teilbeladen und vollbeladen (unbeladen? gibt's bei mir nicht! :D ) Ich spiele hin und wieder mit dem Druck herum, lande aber dann (bisher) immer wieder bei 1,5 als Ausgangswert.

Bei schlechten Straßen lasse ich schon mal 0,2bar ab, bei topfglatten Autobahnen gebe ich 0,2bar dazu. Aber das wird mir sicher auch bald zu langweilig und ich lasse die 1,5 als bisher besten Kompromiss.



Der passende Druck hängt m.E. von der Gewichtsverteilung und dem Überhang eines konkreten Fahrzeugs ab.
Vielleicht ist z.B. für einen sehr kurzen Alkovenaufbau 3bar besser, vielleicht auch nur 1bar. Ich weiß es nicht.

Aber mit ein bisschen "Popometer" sagt das Fahrzeug eigentlich recht deutlich, welcher Druck passt und welcher nicht.

Nur die im Gutachten und der Betriebsanleitung geforderten 1bar sollte man nicht unterschreiten. (Ich hörte von einem der las, dass ein weiterer schrieb, dass GS der Meinung wäre, im Notlauf, hypothetisch, für ein paar km zur Werkstatt, wäre auch drucklos OK...)

LJS

Long John Silver am 19 Jul 2013 18:56:03

Helmutk hat geschrieben:Hallo Long John,war der Luftdruck derFederbälge bei beladenem Fahrzeug auch bei 1,5 bar?



Ach soo - jetzet verstehe ich die Frage erst!!!

Der Balg wird unter Last aufgepumpt. Das Manometer zeigt also die Verdichtung der Luft - unabhängig woher die Verdichtung kommt (aufpumpen / Gewichtsbelastung).

Bei Bodenunebenheiten sieht man die Manometernadeln ein bisschen schwanken.

LJS

olimoli am 19 Jul 2013 23:11:21

Hi,


toller Bericht.

spiele auch schon ne Weile mit dem Gedanken, mir ne Luftfederung einzubauen.

Was kostet denn der Spaß?

Long John Silver am 20 Jul 2013 09:28:45

Der Spaß ist kostenlos und deshalb unbezahlbar...

Einen Katalog mit Preisen von Goldschmitt findet man auf deren Webseite: --> Link

LJS

brainless am 20 Jul 2013 20:08:26

Hallo LJS,

eindrucksvolle Berichterstattung, danke dafür.
In fast allem stimme ich mit dir überein - nur im wichtigsten Punkt nicht:
Wir haben uns gegen eine Zusatzluftfederung entschieden..............wir verkaufen den 3,5 Tonner und kaufen uns was zwischen 5 und 7 Tonnen. :)

Für Selbstschrauber ist die Lösung über Goldschmitt recht problemlos (wegen der Gutachten).
Wer hingegen schrauben läßt, sollte sich ein Angebot von Ing. Dürrbaum zum Vergleich holen.
Hätten wir uns für die Zusatzluftfederung entschieden, hätte Dürrbaum sie eingebaut und zwar gleich mit Rollerträger und Anhängerkupplung.


Volker :wink:

michaelhavanna am 21 Jul 2013 09:03:34

Hallo, super toller Bericht, trifft voll und ganz auf unser WM zu, und Morgen habe ich einen Termin bei GS dort wird alles eingebaut, mit Tüv.
Ich war vor 2 Wochen bei GS die haben sich das ganze Fahrzeug angeschaut, gewogen und ihre Vorschläge gemacht, ist zwar nicht gerade billig aber ich habe ein sehr gutes Gefühl bei Goldschmitt
Wir wohnen in der Nähe von Waldürnn und habe keine Möglichkeit das selbst zu machen, aber nachdem ich deinen Bericht gelesen habe freue ich mich umso mehr auf den Umbau und die Auflastung. :lol:

pipo am 21 Jul 2013 10:46:26

Super Zusammenstellung!!
Sollte man vielleicht ganz oben im Forum anheften :!:

Ludmilla am 21 Jul 2013 21:33:38

Hallo Long John
Was bringt denn nach deiner Meinung eine 4 Kanal Volluftfederung? Bekomme demnächst meinen neuen
Eura mobil Integra line auf Fiat Maxi mit 3 Ltr Fahrwerk. Bin nach deinem tollen !!! Bericht auf die Idee
gekommen. Der kostet bei Goldschmitt ca 7000 Euro. Vielleicht gibts in Düsseldorf noch paar Prozente.
Mich würde deine Meinung wirklich interessieren!!!

Ludmilla

gary32 am 22 Jul 2013 13:59:16

hallo,
habe vor ein paar Tagen mein Bekannter aus F. getroffen , mit einen neuen Wohnmobil Marke " Fleurette Wincester " auf Ducato Maxi, 180 PS und ConfortMatic.

Die X4 Volluftfederung wurde im ALKO Werk in Louhans ( F ) eingebaut, die Kosten beliefen sich auf ± 7200 €
Das Chassis lässt sich in allen Ebenen nivelieren , auch seitlich zum Entleeren von Grauwasser.
Da seine Ehefrau schwerstbehindert ist,erleichert es das Einsteigen , da dass Chassis ganz abgesenkt werden kann, nur ein Tritt genügt .

Der Franzose ist vollauf begeistert nach gefahrene 4.000 Km, hatte schon Erfahrung mit der X2 Variante, die er vor 3 Jahren auf sein Bürstner Elegance , bei Goldschmitt hatte einbauen lassen.

In der neuen ALKO Niederlassung Louhans ( F ) können Instandsetzungen vorgenommen werden.
SP vorhanden mit V/E

A+

gary32

Long John Silver am 12 Aug 2013 15:55:54

Soooo - nach ein paar Kilometerchen mal wieder eine kleine Ergänzung:


Nach der erfolgreichen Montage der Zusatzluftfeder hatte ich gelegentlich einen kleinen Druckabfall auf der Beifahrerseite.

Nix Wildes - mal 0,1bar in 24 Stunden, mal 0,2, mal gar nichts. Dann plötzlich (während dieser elend heißen Sommertage) mal 0,6bar über Nacht, am nächsten Tag wieder nur 0,2 und so weiter...

Während der Fahrt dagegen ganz und gar kein Druckabfall - nicht mal nach 10 Stunden und 800km. Nix.
Abgestellt, am nächsten Morgen 0,2 bar raus.

Immer nur auf der Beifahrerseite.
Zum Verrücktwerden!

Nach etwas Sucherei habe ich drei mögliche Fehlerquellen ins Auge gefasst:

1) Die Fittings - speziell wenn die Druckschläuche nicht mit dem richtigen Werkzeug gekürzt werden (auf keinen Fall einen Seitenschneider verwenden!) Ole schwört, dass die Schläuche mit Spezialwerkzeug abgelängt wurden. Kann's also nicht sein.

2) Die von GS verwendeten Manometer standen zumindest zeitweilig in dem Ruf nicht immer ganz dicht zu sein. (allerdings sind Berichte in dieser Richtung aus 2008 / 2009) - Bevor ich die Ausbaue und in den Wassereimer halte, erstmal Nummer 3.

3) Die Ablassventile schließen nicht vollständig - z.B. schon dann, wenn kleinste Krümel drin sind. Ich habe also die Kappen mit den Tastern abgeschraubt und die Ventile ausgeblasen und dann aus dem System durchgeblasen (Druck drauf und mit einem kleinen Schraubendreher die Stifte eindrücken - richtig mit Schwung und voll auf.)

Zusätzlich erhielt ich den Tip, die Anlage auf Maximaldruck aufzupumpen und 24 Stunden stehen zu lassen.

Das habe ich gemacht und bin am nächsten Morgen gespannt wie ein Flitzebogen an die Manometer: immer noch 7 bar auf beiden Seiten. Am Abend immer noch 7 bar...

Danach habe ich meinen Betriebsdruck von 1,5bar wieder hergestellt und schaue seit drei Tagen jeden Abend - ALLES GUT!!! Kein Druckverlust mehr.

LJS

PS: Zu den Vollluftfedern kann ich nichts sagen. Ich habe mich damit nicht beschäftigt. Für 7 Riesen fallen mir spontan ein paar andere Sachen ein...

Gast am 12 Aug 2013 17:15:41

Sehr schöner Bericht, aber etwas fehlt noch:
Die beiden Notventile mittig unter Motorhaube an dem Halteblech. Sind sehr hilfreich bei Störungen im Kompressor. Nachdem ein Freund auch andauernd Druckverluste hatte war es der Kompressor der dann elektr. ausgefallen ist. Folge: Kein aufpumpen möglich.
An der Tanke konnte aber über die Notventile der Normaldruck erreicht werden. Später Kompressor erneuert und fertig.
Übrigends schreibt GS Minimaldruck 0,5Bar. Im Stand auch 0 Bar !!!
Bei der Montage hatte der Monteur über die letzten 1,5 Std ca 6 Bar drinne. Stabil!!!
Und: Es gibt verschiedene 8" LF die den Wagen u.U. nicht schrägstellen müssen, da muss man/frau nachfragen.

Meine "Erfahrungen" sind bei leichter Beladung ca 1,5 Bar, mit Surfgerödel oben und drinne + 2 Räder um 2,2Bar.
Die HA hat dann ca 2400kg. Gesamt ca 3700kg bei FULL. Zum Glück kann aber während der Fahrt alles verändert werden lt. Popometer und Gerumpel im Wagen. Das Ding lebt eben.....
Bei GS hatte ich ca 950Teuronen gelassen incl. allen Unterlagen

pegor am 12 Aug 2013 20:15:03

Ich habe auch umgerüstet auf 8" LF und 225er Reifen sowie 3850Kg GG . LF kann man auch leicht selber einbauen, ich habe das in einer Selbsthilfewerkstatt allein auch geschafft. Nur mit dem Luftdruck der Reifen komme ich noch nicht ganz klar. Habe jetzt vorn 4,0 und hinten 4,5 drauf. Bei der letzten Autobahnfahrt wurden die hinteren Reifen merklich heisser. Allerdings waren auch ca. 32 Grad und bei der HA bin ich am Limit.

Gast am 13 Aug 2013 15:56:13

Ja 4,0 und 4,5 Bar KALT ist mein Startdruck. Aber unterwegs sind`s dann doch einige Zehntel mehr.
Gemessen etwa 4,3 vorne und 4,85Bar hinten nach 100km und warm war es auch.
Gefühlt sind aber die HR nicht überhitzt. Vorne lauwarm , hinten gut warm. Vmax bei 100km/h.

friedel4womo am 21 Aug 2013 20:22:59

Hallo Long John,
ein toller Bericht. Habe das gleiche Problem. Was für Daten stehen nun in deinem Fahrzeugschein?
Vielen Dank
Friedel

Long John Silver am 22 Aug 2013 10:31:00

Moin Friedel,

ZGG (Ziffer F.1): 3850
Achslast hinten (Ziffer 7.2): 2250

Bemerkungen (Ziffer 22): * ZU F,7,8: M. ZUSATZLUFTFEDERSYSTEM AN ACHSE 2 HERST. GOLDSCHMITT KENNZ. BALGBEFESTIGUNG 02.250-3. KENNZ.A.LUFTFEDERBALG 2C 18-195***

Alles andere ist gleich geblieben. Bedeutet aber auch, dass ich immer eine Kopie der Herstellerfreigabe für die 225er dabeihabe, weil in der ZB1 nur die 215er eingetragen sind.

LJS

suli am 22 Aug 2013 11:38:49

Erst mal vorweg: Ein super Beitrag !!!

Ich bin etwas verunsichert und habe auch keine Ahnung. Unser Contura hat hinten GS Luftfederung. Ich habe das Fahrzeug mit 4 bar übernommen und so auch gefahren. Bei der Auffahrt zu einer Fähre habe ich kurzfristig auf 8 bar erhöht - dann wieder auf 4 bar runter. Nach dem Beitrag hier scheinen aber 4 bar wesentlich zu hoch sein. Ach ja, mein Fahrzeug wiegt in beladenem Zustand auf der Hinterachse 2160 kg. Was soll ich machen? Schrittweise reduzieren und ausprobieren ?

Long John Silver am 22 Aug 2013 12:59:22

Moin Uli,

Bei einer 8 Zoll Anlage halte ich 4 Bar für sehr viel.

Aber wie ich schon schrieb, hängt das vermutlich von vielen Faktoren ab.

Ausschlaggebend ist: wie fährt sich das?

Rumpelt es in den Aufbau, ist es zu hart -> ablassen.

Steigt die Seitenwindempfindlichkeit, ist es zu weich -> aufpumpen.

"Popometer" ist angesagt. Alles über 0,5 und unter 7 Bar ist fahrwerkstechnisch OK.

LJS

mmknipser am 31 Aug 2013 22:15:32

Danke für die vielen guten Informationen zum Thema.

Ich möchte auch eine Zusatzluftfederung von GS in einen Ducato 240 eibauen lassen.mwas genau ist der Unterschied zwischen 6" und 8"-Variante? Kann man das frei wählen, gibt die bestehende Federung das vor, oder hat man bei der 8" einfach zwei Zoll mehr Federweg, liegt also mit der HA höher?

Danke.

LG

Mario

antara am 31 Aug 2013 23:30:43

Hallo zusammen!

Entweder habe ich etwas überlesen oder etwas nicht richtig verstanden. Ich habe bei meinem 244er nach Einbau der 8" Luftfederung hinten auch ein zGG von 2000 kg, vorne weiterhin 1750 kg. Reifen habe ich gewechselt auf 225/70R15C, abgenommen vom TÜV.
Da ich mich auch mit dem Gedanken einer Auflastung über 3,5 t trage, habe ich beim TÜV angerufen, ob dies ohne weiteres möglich wäre. Das wurde aber verneint, da auch weitere Faktoren wie z.B. die Bremsen entsprechend ausgelegt sein müssen. Eine Auflastung wäre nicht so einfach möglich!
Kann mir jemand sagen, was ich für eine Auflastung auf z.B. 3.750 kg noch machen muss??

Vielen Dank vorab für Eure Tipps!

frantep am 19 Aug 2014 17:48:21

Long John Silver herzlichen Dank für Deine ausführlichen Erfahrungen.
Ich werde den Bericht gut durcharbeiten und sehen, was ich verwenden kann.
aus Haltern
Franz :lol:

Gast am 26 Apr 2015 14:45:02

Hallo.

Auch von meiner Seite herzlichen Dank für deinen Bericht!
Ich denke wir fahren vom Grundriss sehr vergleichbare Wohnmobile. Deine Überlegungen zur Überlast der HA waren auch bei mir der Hauptgrund die ZLF (8" Bälge, Zweikreis) einbauen zu lassen. Auch war, im Gegensatz zu deinem WM, der Werkstattleiter vor Ort "überrascht" wie wenig Spielraum nur noch zw. Blattfeder und "Anschlagbegrenzer" war, ganz sicher keine 3-5 cm mehr. Allein von daher hat sich die Nachrüstung sicher gelohnt.
Leider stand in meinen Papieren alleinig die Reifendimension: 215/70RC15. Ergo habe ich dann gleich die Nr größer genommen, nämlich 225/65 RC16, dann aber mit ALU und Conti Vanco FourSeason.
Bisher entsprachen 100 Km/h am GPS in etwa 106-108 am Tacho. Da ich diesmal ein anderes NaVi verwendet habe, kann ich noch nichts zur jetzigen Abweichung sagen.
Wenn ich deine Beiträge richtig interpretiere hast du jedoch die 227/70 RC15. Da ich gestern lange gegoogled habe aber mir noch nicht sicher bin (habe kein Datenblatt zum Vanco FourSeason in der Dimension gefunden), komme ich aber bei meinen Rädern bei vergleichbaren Conti-Reifen und einer Achslast von v/h 1850/2240 auch auf Druck-Werte von ca. 3,5-3,75/4,5 Bar. Das ist deutlich weniger als die Herstellerempfehlung von 5,0/5,5 bei 215/70RC15.
Hat hier jemand ähnliche Erfahrung/Empfehlungen hinsichtlich des Luftdrucks bei dieser Reifenart/Dimension?

Des weiteren wurde mir bei CS empfohlen "leer" 3 und voll beladen bis 4 bar zu verwenden. Da das WM nahezu leer war für die Fahrt, habe ich es auch bei 3 Bar belassen. Beim TÜV ist er über den Rollenprüfstand fast gehüpft, und auch während der Fahrt empfand ich das als noch zu hoch. OK, die Seitenwindempfindlichkeit war deutlich besser als vorher, aber ich werde wohl LJ's Empfehlung mal folgen und bei der nächsten Fahrt, auch beladen, nicht 4 sondern eher mit 2,0-2,5 Bar fahren.

Altmaerker39638 am 26 Apr 2015 16:09:29

detmobil hat geschrieben:....Des weiteren wurde mir bei CS empfohlen "leer" 3 und voll beladen bis 4 bar zu verwenden. .. ich werde wohl LJ's Empfehlung mal folgen und bei der nächsten Fahrt, auch beladen, nicht 4 sondern eher mit 2,0-2,5 Bar fahren.

Also ich fahre, je nach Beladung (H=2400kg), zwischen 2,0-2,5 Bar meine ZLF mit 8" von GS. Da ist dann noch etwas Federungskomfort und die Straßenlage ist gut. Lt. meinen Unterlagen soll H mindestens 0,5 Bar haben und max. 4.0 Bar. Kurzzeitig kann man auf 6 Bar erhöhen, mache ich bei Fährauffahrten wegen dem langen Überhang. Joachim

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