rump
hubstuetzen
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Auf den Spuren der Familie Cizis 1, 2


haballes am 22 Jul 2013 00:24:16

Auf den Spuren der Familie Cizis

Die Italiener riecht man wieder durch den ganzen Flur....

...schimpfte meine Oma in den späten 60ern, wenn in unserem Fachwerkhaus das Ehepaar Cizis, fleißige Gastarbeiter aus Italien am Wochenende in ihrer engen Einzimmerwohnung im ersten Stock heimatlich kochten.
Man sah sie die ganze Woche über nicht, weil sie wohl von frühmorgens bis spät am Abend schafften. Begegneten sie uns mal, dann grüßte meine Oma sie natürlich freundlich und ließ erst wieder einen Spruch ab, wenn die Türe sich schloss. Alfred Tetzlaff war damals wirklich Realität.
Was immer in meiner Erinnerung bleibt, ist der zitronengelber VW Exportkäfer (man sah es an den Stoßstangen), der ein großes Faltdach und am Heck einen Gepäckträger hatte.

Im Sommer kam noch ein Dachträger drauf, das Auto wurde mit unzähligen Lederkoffern beladen und man sah die Cizis viele Wochen überhaupt nicht mehr. Meine Oma lüftete das ganze Haus und rümpfte die Nase, als eines Herbsttages der Käfer wieder genauso beladen vor der Tür stand. Das Ehepaar war fast schwarz gefärbt von der südlichen Sonne und verteilte unter allen Nachbarn Früchte, Gewürze, Gemüse, Wein, Liköre und Schnaps. Die Alkoholika wurden natürlich zu allen Gelegenheiten bei Besuchen den Gästen kredenzt, besser konnte man nicht angeben, das meiste Gemüse und viele der Früchte und Kräuter, die man nicht kannte, wurden immer kurz bevor die Müllabfuhr kam schnell zur Tonne gebracht, damit die Cizis das nicht merkten. Ich wurde zu Stillschweigen ermahnt, weil ja alle Italiener Messerstecher waren und man nie weiß, ob sie nicht auch kleine Kinder fressen. Sie waren aber immer stets freundlich zu mir und wunderten sich, das das Bambini immer vor ihnen auswich.

So war aber schon als Kind meine Neugier groß, wie es denn auf dem "Stiefel" so ausschaut. Keiner meiner Klassenkameraden war je da, alle fuhren nach Spanien, zum ? nach Jugoslawien oder an die Nordsee. Meine Eltern zog es mit ihrem NSU Prinz 4 maximal in die Lüneburger Heide.

Erst mit 14 fuhr ich mit Jugendgruppen nach Österreich und Holland, später mit 22 dann erreichte ich das erste Mal mit meiner jetzigen Frau und einem ausgebauten VW Bulli das Land, wo die Zitronen blühen. Und obwohl wir mittlerweile weit in der Welt herum gekommen sind, zieht es uns beide immer wieder magisch dort hin. Wir besuchen unsere "Stammorte", versuchen aber immer wieder auch uns loszureißen und ein neues Stück vom Stiefel zu entdecken. Und auch die Anreise von Solingen führt zu neuen Entdeckungen. So haben wir auf dem Weg schon den Elsass, die Technikmuseen und ein wenig Schweiz oder Österreich kennengelernt. Diesmal war auch wieder alles anders.

Freitagmorgen noch ein wichtiger Bankertermin für meine Firma, die ganze Woche war schon unangenehm mit Arbeit vollgepackt, abends noch das Wohnmobil und die Wohnung vorbereitet, ging es gegen halbvier dann endlich los. Erst noch zur Tanke, wo ich zum letzten Mal ein Bild auf meinem erst ein Jahr alten Rückfahrmonitor sah.
Geplant war es den Stellplatz in Amberg mal zu besuchen, aber es wären 80 Kilometer Umweg geworden und die Strapazen der Vergangenheit zehrten an meiner Aufmerksamkeit. Das hatte keinen Sinn. Wir blieben auf der Route.

Nürnberg, Kilianstrasse vor dem Volkspark gibt es einen ruhigen Übernachtungsplatz.
Gut, viele Fremdarbeiter und Rotationseuropäer nutzen diesen auch, aber auch in der Vergangenheit haben wir dort nie schlechte Erfahrungen gemacht. Die kostenfreien Toiletten und Waschräume würden wir allerdings nur unter größter Vorsicht nutzen, sie wurden ausgiebig aufgesucht und sahen am Samstagmorgen schon dementsprechend aus.
Zum Entsorgen des Abfalltanks reichte es grad, die Nacht war ruhig gewesen und der große anliegende Park war besonders gut, Muffin nochmal richtig auszuführen. Der arme Kerl hat ja nicht viel davon, stundenlang im Auto rumzuliegen.

Im anliegenden Kaufhaus Albrecht noch ein wenig Feinkost gebunkert und so ging es am späten Morgen zurück auf die Bahn in Richtung München. Rasthof Hallertau genau um die Mittagszeit, das Wohnmobil nochmal vollgepumpt, ein wenig gegessen und versucht Muffins Stoffwechsel anzuregen, aber es war einfach zu warm.

Eben mal mit dem "Kochgenie" telefoniert, daß wir in einem Stündchen sie aus ihrer Ruhe reißen, da stehen wir auch schon so was von im Stau.

Mit etwa eineinhalb Stunden Verspätung treffen wir in Trudering bei Elke und Manfred ein. Die beiden haben wir beim Forentreffen in Eschwege kennengelernt und außerdem wollten sie gerne unsere beiden Klappräder, die wir mittlerweile gegen E-Bikes ausgetauscht haben.


Es ist so ein Chaos in der Heckgarage, das es nur im Querformat darzustellen ist. :mrgreen:


Sie begrüßen uns herzlich, aber dann führen sie uns unter irgendeinem Vorwand aus dem Haus. Wir werden in eine S-Bahn verfrachtet, es geht in eine belebte Stadt, wir gehen in eine Kirche, wo der Teufel einen Fusstritt hinterlassen hat, sehen tanzende Figuren an Gebäuden, werden auf einem Markt mit Gerüchen betäubt, es geht durch ein Spezialitätenkaufhaus bis zu einer Halle wo in ohrenbetäubenden Lärm lederbehoste Bartträger mit japanischen Fotografen um die Wette trinken aus riesigen Krügen.
Wir werden in einen Bus gesteckt, es geht in eine Straßenbahn, dann in eine U-Bahn, wo Muffin das erste Mal aber streikte. Von dem U-Bahnhof die Rolltreppe, das war für uns "Dörfler" schon spektakulär, sie war extrem steil und mehrere Stockwerke hoch.
Dann hatten die beiden hinterhältig einen PKW versteckt, mit dem sie uns wieder zu sich brachten.


Neues Rathaus

Altes Rathaus












Wahrscheinlich waren sie verwundert, daß wir diese Tortur überlebt hatten, so fingen sie uns an zu mästen. Vorspeisen, Grillplatte, darunter Lamm mein absolutes Lieblingsessen.
Leckeres Bier dazu, es passte nichts mehr rein. Noch vor Mitternacht fielen wir in unsere Wohnmobilbetten und merkten gar nicht, daß wir das erste Mal keinen Fernsehempfang hatten, weil wir genau vor dem Haus standen.

Ich dachte zum Einschlafen noch ein wenig darüber nach, ob die Cizis, meine ehemaligen italienischen Nachbarn wohl auch so komfortabel geruht haben. Eher werden sie die Sitze ihres Käfers so weit wie möglich zurück gemacht haben, eingepackte Ciabatta gegessen haben und mehr oder weniger einige Stündchen geschlafen haben, um in aller Früh wieder gen Süden zu starten, nicht ohne noch Öl und Reservekanister nachzufüllen und den Luftdruck ihrer Radialreifen zu kontrollieren.

Für uns hieß es ausschlafen. Und nach einem Frühstück im Wohnmobil tranken wir mit Elke und Manfred noch einen Kaffee und verabschiedeten uns.
Die beiden haben uns in Rekordzeit einen Eindruck von München vermittelt, hatten sich mit Sicherheit als Fremdenführer ausbilden lassen, denn sie hatten zu den Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt „Insiderwissen“ und uns am Vorabend wie ein Sternekoch versorgt. Die Torte, die wir nicht mehr geschafft haben, gab es mit auf den Weg, so das wir noch beim Nachmittagskaffee unter diesen Eindrücken standen.

Es war ein supertoller Einstieg in den Urlaub und auf diesem Weg nochmal vielen Dank dafür. München muß man unbedingt anmerken, kann man in ein paar Stündchen nicht „inhalieren“, diese Stadt ist eine eigene Reise wert und ich würde hierfür mehr als nur ein verlängertes Wochenende einplanen. Wir hatten bewußt vorher kurz abgemacht, daß die Beiden uns nur einen Einstieg der Stadt präsentieren sollten, außerdem entladen sich bei bei warmen Sommerwetter die Batterien unseres Mops etwas schneller. Wobei er wirklich tapfer und auch neugierig durchgehalten hat. Wir werden uns diese Stadt bestimmt noch einmal mit mehr Zeit anschauen.

Es war wieder Mittag, der Carado rollte auf den Spuren der Cizis weiter zu den Alpen und das Wetter verschlechterte sich zusehend. Ab Österreich fing es an zu regnen und hinterm Brenner schüttete es wie aus Eimern.
Wir fuhren erstmal einen Rastplatz an und futterten die Schwarzwälderkirschtorte von Elke und Manfred, tranken Kaffee und schüttelten den Kopf über die Fernsehbilder mit den Berichten zur Jahrhundertflut, die gerade in Richtung Ostdeutschland rollte. Das war schon ein komisches Jahr. Erst ein nie enden wollender Winter, dann jetzt so etwas. Wir waren zwar problemlos zu den Alpen gekommen und haben auch keine überfluteten Orte gesehen, aber alle Gewässer waren mehr als zum Rand gefüllt. Was bei diesem Regen eigentlich auch kein Wunder war.

Seniora Cizi wird damals wohl besorgt zum Stoffschiebedach hochgeschaut haben und ab und an verstohlen mit einem karierten Küchenhandtuch gewischt haben, wenn ihr Gatte, der so stolz auf den deutschen Wagen war, sich darauf konzentrierte, durch den auf voller Stufe laufenden Scheibenwischer auf die überflutete Straße zu schauen und den tanzenden Käfer auf Spur zu halten. Ich erinner mich genau, das ich als kleiner Junge in meinem Zimmer gegen Mittag im Hochsommer absolute Dunkelheit hatte und draußen ein Meer vom Himmel fiel.

Wir derweil versuchten Muffin zu motivieren, doch einmal den völlig durchnäßten Boden zu düngen, aber nichts zu machen. Das war schon komisch diesmal. Oft ging hinter den Alpen regelrecht die Sonne auf, aber hier war der gleiche Weltuntergang, den wir in der letzten Zeit von zuhause kannten.

Am späten Sonntagnachmittag kamen wir am Gardasee an. Einschecken, Entsorgen und Wasser ziehen. Bis Donnerstagmorgen wollten wir bleiben schließlich.
Zum Glück kennen wir den Platz wie unsere Westentasche, so brauchten wir im strömenden Regen keinen Platz aussuchen, sondern stellten uns in zweiter Reihe ans Wasser.
Gegen Abend haben wir Glück. Es bleibt bewölkt, aber trocken und so gehen wir Richtung Hafen und freuen uns auf eine leckere Pizza.

Was ist das? Leere. Alles hat zu. Wir waren in den letzten Jahren im Mai hier und es tanzte der Bär. Nur ein einzelnes Ristorante, wo auch Hotelbetrieb war, das hatte auf, oder wir hätten zum Campingplatz zurück gehen müssen.
Als wir die Pizza´s auf hatten, da waren wir auch klüger, das wir besser zurück gegangen wären. Das runde Ding war lieblos gemacht und roch nicht halb so gut, wie der Innenraum des Käfer's der Cizis, wenn er lange in der Sonne gestanden hatte.






Wer weiß, was die Cizis derweil damals gemacht und gegessen haben. Mit ihrem 26 PS Käfer sind sie wahrscheinlich so weit als möglich durchgefahren, hatten die ein oder andere kleine Panne, suchten verzweifelt Tankstellen und kauften ihr Essen für unterwegs in kleinen Lebensmittelgeschäften, während mal wieder ein Reifen geflickt wurde.

Wir machten einen Fernsehabend, gingen schlafen und am nächsten Morgen war die Welt so in Ordnung, wie wir uns Italien immer vorgestellt haben. Es war warm, wir konnten die folgenden Tage draußen vor dem Wohnmobil verbringen und abends lange draußen sitzen. Die Jahre davor hatten wir hier unseren Motorroller mit (die Cizi´s hätten mit dem Kopf geschüttelt, ein Auto und eine Vespa????), diesmal aber unsere E-Bikes und den Mopsanhänger.

Wir versuchten am See von Pacengo nach Lazise zu kommen und es klappte recht gut. Wenn denn nicht einige Campingplatzbesitzer die angelegten Radwege wieder mit Kies geschüttet hätten. So war es mitunter grade mit dem Hänger sehr beschwerlich. Zurück haben wir die Hauptstrasse gewählt und waren überrascht, wie rücksichtsvoll die Italiener mittlerweile Fahrradfahrern gegenüber sind. Nicht einen Moment haben wir uns unsicher gefühlt. Es war Mittwoch, da ist in Lazise Markttag und diesen Trubel sollte sich jeder, der die Gelegenheit hat, ruhig einmal geben. Die Märkte wandern, aber Lazise hat halt den größten und meiner Meinung nach Schönsten.

Am nächsten Tag sind wir am See in die andere Richtung nach Pescheria geradelt, hier waren die Radwege für italienische Verhältnisse geradezu perfekt. Es macht richtig Spaß am See entlang zu radeln und Natur und „Dolce Vita“ zu erleben.

Derweil war auch ein Wohnmobil mit jungen Tirolern neben uns angekommen, die wohl ihren ersten Urlaub mit solch einem Teil machten. Wir hatten noch ein Stromkabel übrig und die fehlende Gasflasche war eh nicht nötig, da die Truppe nur flüssige Nahrung mit hatte, die selbstgebrannten Schnäpse aber gegen unser für sie zubereitetes Grillgut tauschten. Und auch der Lärmpegel der Tanzmusik wurde nach unseren Wünschen geregelt. Tja...wir werden alt. Aber vor 25 Jahren haben wir mit einem ähnlichen Nasenbären genau auf dieser Parzelle gestanden, unsere Kinder haben den Platz zur Verzweiflung gebracht und wir haben mit einem Berliner Pärchen, die einen damals sündhaft teuren Concorde fuhren Büchsenbier geleert, bis der Arzt kam.






So geht Werbung für Sundowner... :)


Hat was. Ohne Frage...


Ob der Ausblick aus einem Hotelbunker auch so ist?





Der Nachbar gegenüber hatte auch große Sorgen, so zog doch eine Armee von Ameisen übers Fahrerhaus hoch zum Alkoven. Der Sohnimann übte Zählen und seine Holde richtete ein Massaker an. Das Wohnmobil wurde mehrfach umparkiert, Die Keile mit Insektenpulver und Zuckerwasser umkreist und jeder Umstehende gab so seine Tipps.

Am Abend dann, der Kleine schlief im Alkoven, da gab es Anweisungen, wie man denn Insekten aus dem Alkoven hält. „Xaver...lass mal die Rollos unten. Dann kommen sie nicht rein.“
„Papa...mir ist zu warm! Da wird mir schlecht.“
„Xaver. Wenn du schläfst, dann wird dir nicht schlecht. Mach mal das Licht aus!“
„Dann will ich aber das Fenster auf haben!“
„Xaver! Schlaf jetzt!“
Papa macht heimlich das Fenster zu, die Wohnmobiltüren sind zu.
Es ist für etwa eine Viertelstunde ruhig...

Dann plötzlich Hektik, Licht an, Türen auf und die Alkovenmatratze wird draußen ausgebreitet und ausgiebig gesäubert. Xaver darf draußen rumlaufen, bis das Grüne aus seinem Gesicht gewichen ist.

Danach und auch für die folgenden Nächte darf Xaver bei offenem Fenster mit gleißendem Licht schlafen. Geht doch.


Ach, ich liebe Campingplätze. Es ist Abwechslung, man hat immer was zu gucken und trotzdem sind meist alle freundlich zueinander.

Zum Platz, dem Camping Lido in Pacengo kann man dieses Jahr wieder Positives berichten, was letztjährig nicht so war. Die Bäume wurden radikal beschnitten, was dazu führte, das nirgendwo mehr Schatten zu finden war. Und das Restaurant war mit der Bedienung völlig überfordert.

Dieses Jahr ist die Welt wieder in Ordnung. Bäume waren wieder voll mit Blättern und im Lokal herrschte freundliche Professionalität. Darüber hinaus wurde das ohnehin moderne Schwimmbad zu einem Erlebnisbad umgewandelt, was seinen Namen verdient.
Und die Preise sind trotz vieler Verbesserungen moderat geblieben.

Es ist Donnerstagmorgen, immer noch schön und sonnig. Es zieht uns weiter auf den Weg, den Spuren der Cizis zu folgen. Kurz noch in Castelnuovo im großen Supermarkt das rollende Heim mit Vorräten bunkern und auf dem Weg mit einer ordentlichen Portion Diesel füllen und es geht auf die Autostrada.
Wer noch nicht da war, am Ostufer des Gardasee's konnte man schon vor 20 Jahren große Einkaufsmärkte finden. Mittlerweile kauft es sich dort ein wie zuhause und es stehen drei Discounter nebeneinander.

Die Autostrada Richtung Mailand und Genua ist an diesem Donnerstag relativ leer und wir spulen die 370 Kilometer bequem mit einer Kaffeepause ab.



Im Bereich des Mittelmeers füllt sich die Bahn wieder, es wird hektisch, aber Tunnel wechseln sich mit dem seitlichen Blick auf's Wasser ab, was immer wieder einen besonderen Reiz ausmacht. Wir haben nur 100 PS, trotzdem fährt es sich vollkommen entspannt, die Cizis damals, die haben mit ihrem 26 PS Käfer bestimmt immer mit im Sitz geruckelt, in der Hoffnung, die Berge so besser zu schaffen.

Wir verlassen die Autostrada an der Ausfahrt San Bartalomeo, und schon nach 4 Kilometer erreichen wir nach steiler Bergabfahrt Cervo.

Unser Ziel, Camping Lino, liegt direkt gegenüber dem Bahnhof und ist so ganz leicht zu finden. Der Platz ist auf den ersten Blick so klein, das wir an der Rezeption vorbeirauschen und schon vor dem Sanitärgebäude stehen.
Aber der Sohn der Besitzerfamilie hat uns schon erblickt und begrüßt uns freundlich. Als er Muffin sieht, da ist er außer sich vor Freude, hat er doch selber einen Mops, der Charly heißt.
Er zeigt uns seine freien Plätze, holt einen Mitarbeiter und wir werden übervorsichtig behütet eingewiesen. Ich hatte ja mal eine Rückfahrkamera.... Die Besonderheit dieses Platzes ist nämlich, daß man in "Waschbox" ähnlichen Parzellen steht, die aber von Wein umrankt sind. Jeder Platz hat Frischwasser, Strom und einen Anschluß für den Satellitenreceiver, da die Schüssel hier keine Chance hat. Auch Abwasseranschlüsse sind vorhanden.




Das war der erste Teil, weil es zu spät ist, jetzt noch die unzähligen Bilder etwas zu verkleinern, so das die Forenweichware sie hier rein lässt. :mrgreen:

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Tipsel am 22 Jul 2013 01:00:20

Endlich....

:daumen2:

Gast am 22 Jul 2013 02:04:14

Hab ein fettes Grinsen im Gesicht, sehr schön!

Anzeige vom Forum


quez am 22 Jul 2013 07:03:22

Was gab es zum Frühstück? Wir wissen es nicht mehr, so gebannt waren wir beim Lesen des Reiseberichtes. Wir haben uns köstlich amüsiert. Vielen Dank! Sven, du solltest auf deinen Reisen vom wohnmobilforum gesponsert werden, dann gäbe es noch mehr von diesen Berichten.
LG von Heike und Klaus und Mops Daphne

kitally am 22 Jul 2013 07:52:26

wir haben Ostern und Weihnachten
Der Mops hat sich zu seinem Reisebericht herabgelassen. Ok einen Teilbericht
aber immerhin
:kette: :kette: :kette:

womokater am 22 Jul 2013 08:02:05

Hallo Sven, vielen Dank für den tollen Bericht. Was lange währt, wird endlich gut. Bitte lass uns nicht so lange auf die Fortsetzung warten.

eva b. am 22 Jul 2013 08:13:49

Super :gut: Das fängt schon mal sehr gut an. Dabei haben wir doch noch gar nicht Nikolaus ;D

kitally am 22 Jul 2013 08:15:29

womokater hat geschrieben:Hallo Sven, vielen Dank für den tollen Bericht. Was lange währt, wird endlich gut. Bitte lass uns nicht so lange auf die Fortsetzung warten.

das wird noch mal ein Monat :D

pipo am 22 Jul 2013 08:28:17

Die Bilder sind schon mal der Hammer.. Zum lesen komme ich aber erst heute Nachmittag, aber Schön zu sehen, dass ihr einen tollen Urlaub hattet :mrgreen:

schaetzelein am 22 Jul 2013 08:38:55

Hallo Sven,
hast du eigentlich schon mal drangedacht, deine Berichte einem Verlag vorzulegen. Du schreibst so unterhaltsam...jedes Buch wird ein "Reißer".
Vielen Dank für deine "noch" kostenlosen Reiseberichte. Den Lido hab ich mir übrigens schon im Kopf gespeichert...

Gast am 22 Jul 2013 08:47:08

Sehr geehrter Herr Sven,

mit größtem Respekt habe ich Ihren wunderbaren, netten Reisebericht gelesesen, ich freue mich schon
auf die Fortsetzung.

Mit freundlichen n aus Hamburg
Stephan

Lancelot am 22 Jul 2013 09:31:17

Es geht los ... :freude:

Irgendwie wird "Nikolaus" heuer ganz schön schwitzen .. ;D

Kochgenie am 22 Jul 2013 09:38:56

Hallo Sven,

danke für die Komplimente, haben wir doch gern gemacht :D

kitally am 22 Jul 2013 10:01:05

jedoch hat der Mops unterschlagen, was es mit dem Kontakt auf sich hatte
wie wann wo warum ist nicht eindeutig und zu unserer Zufriedenheit geklärt

Ganzalleinunterhalter am 22 Jul 2013 11:17:33

:D :D :D :D :D :D geht mir nicht mehr aus dem Gesicht - wie immer ganz toll und humorvoll geschrieben - warte schon auf die Fortsetzung :les:
:dankeschoen: :dankeschoen: :dankeschoen: :dankeschoen: :dankeschoen: :dankeschoen: :dankeschoen: :dankeschoen: :dankeschoen:

punky am 22 Jul 2013 20:56:56

Hole ihn mal hoch um Haballes daran zu erinnern, dass der größte Teil der Reise wohl noch fehlt.
Und um mein Gefallen kund zu tun.

Also Svän, hier gehts weiter und ich hätte gerne mehr Mopsgeschichten. :D

abba am 22 Jul 2013 21:21:32

Danke, danke, danke lieber Sven, dass Du mir den Nikolausabend so verschönt hast. Freue mich auf die Fortsetzung, aber bitte nicht erst an Ostern ;D

haballes am 22 Jul 2013 22:57:50

Auf den Spuren der Familie Cizis Teil 2

Wir gehen mit dem Sohn zur Rezeption, lernen außer dem Mops Charly auch Mutter und Vater Roncalli kennen, die den Platz schon in Folgegeneration führen. Wir bekommen eine Einweisung, was der Platz und die Umgebung bietet und man drückt uns einen W-LAN Zugang in die Hand. Danach geht Herr Roncalli Junior nochmal mit uns über den Platz und zeigt uns, wie man mit Magnetkarten jederzeit die Tore zum Platz und zum Strand öffnen kann und erklärt die beiden Sanitärgebäude.
Das zentrale Gebäude beinhaltet Toiletten und Waschräume, sowie Außenduschen, Hundedusche und einen Spülraum. Es ist flammneu und hypermodern mit geschmackvollem Keramik, berührungslosen Armaturen und LED Beleuchtung ausgestattet. Allenfalls den lauten, ebenfalls hochmodernen Händetrockner können wir später bemängeln.

Das andere abseits gelegene Gebäude bietet Außenspüle und Waschstellen, einen Kloausguß, Steh und klassische Toiletten, sowie Duschen für Mann, Frau und Familie.
Es hat seine besten Jahre hinter sich, aber alles funktioniert perfekt.
Immer ist alles blitzeblank und mit Klopapier versorgt.

Am Eingang gibt es ein kleines aber schönes Schwimmbad und neben Brötchenladen, alles was ein CP so bieten soll. Der Strand ist jeden Tag frisch gesandet und es stehen ausreichend Liegen und Sonnenschirme rum.
So stehen wir also das erste Mal in einer gestählten Parzelle und ich weiß nicht so recht, ob ich denn wirklich glücklich damit bin. Gut, man hat seinen schattigen Platz, der Boden aus feinem Split wurde vor unserer Ankunft geharkt und gereinigt und man kann eigentlich sicher sein, das hier kein Fremdling drüber läuft, auch ist alles liebevoll bepflanzt und mit Wein umrankt, aber es erinnert mich doch sehr an einen Pferdestall mit seinen Einstellboxen.
Allenfalls sein Gegenüber und den nächsten Nachbarn hat man im Blick und so etwas gefällt mir, der gern mal " Campingplatzleben" um sich hat überhaupt nicht. Auch ist der Platz schnurgrade und geordnet wie eine Vorstadtsiedlung.
Ich mag Plätze, wo es mal auf und ab geht, hier und dort mal Bäume stehen, so wie sie gewachsen sind und auch die Stellplätze frei angeordnet sind. Für italienische Verhältnisse ist das Ding hier einfach zu diszipliniert angelegt. Auch Kinder haben es auf diesem Platz nicht besonders leicht, sich frei und auch gefahrlos zu bewegen. Kommt ein Auto auf die Hauptwege gefahren, so ist dies recht unübersichtlich. Aus dem Grund ist Radfahren für Kinder eigentlich nicht gestattet, was die Platzleitung zum Glück aber großzügig übersieht. Hunde dürfen auch nicht an den platzeigenen Strand, was man aber verstehen kann.
Vom diesem Strand aus schaut man auch auf die hochgelegene Kirche, was besonders in der Dunkelheit einen ganz besonderen Flair ausmacht. Hätte man des Abends diesen Blick vor seinem Wohnmobil und sähe vor und neben sich fröhliche Urlauber vor ihren Campingfahrzeugen feiern, dann wär das Urlaubsgefühl am Meer perfekt.


















So aber sucht man am Abend lieber außerhalb das italienische Flair vom Mittelmeer. Links vom Platz geht es über eine Brücke, unter der allnächtens ein Froschkonzert stattfindet, Richtung San Bartolomeo und von dort auf die Strandpromenade, die sich dann einige Kilometer bis Diana Marina zieht. Immer wechseln sich Läden, Bar's, Park's, Hotels, Privatstrände und Eisdielen ab.
Aber es ist in Italien im Juni noch Vorsaison, daher ist an manchen Abenden "der Hund begraben", an anderen Tagen ist richtig was los. Viele Gebäude stehen sichtbar lange leer, die Kaugummiautomaten, Personenwaagen und "Attraktionen" vermitteln uns auf den ersten Blick den Flair der späten 70er Jahre. Wir sind etwas verunsichert, ob wir vielleicht an einem Badeort gelandet sind, der seine besten Jahre schon hinter sich hat, oder ob die wirtschaftliche Krise hier schon zugeschlagen hat. Wobei man auch nicht vergessen darf, das die salzige Meeresluft den Gebäuden außerordentlich zusetzt. So sieht man natürlich auch die Folgen von in den letzten Jahren günstig hochgezogenen Ferienbauten, die mit diesem Klima so gar nicht überleben konnten.
Aber diese recht kleinen Orte leben halt im Sommer in der Hauptsache vom Tourismus, es sind vier Campingplätze in der Nähe und einige Hotels, die sich aber in den Hauptsommermonaten erst füllen.

Außerdem wollten wir Urlaub, Wasser, Landschaft und Ruhe. So kehren wir in eine Strandbar ein und es trifft uns fast der Schlag, als wir ein Bier und einen Aperol bestellen.
Im Nu ist "Italien" an. Denn mit den beiden Kaltgetränken kommen vier Teller mit Pizzastücken, Spießchen mit Fisch, Fleisch und Käse, Oliven und Chips. Dazu noch mehrere Schalen mit Dipp's. Und das ist nicht nur die Ausnahme, in der ganzen Zeit wird uns neben den Getränken immer genug Knabberei an den Tisch gereicht.






:eek: Die schlimmste Waffe, die eine Frau fürchtet...und das im Urlaub?!


:oops: Bloß schnell weg hier... :D


Schirme bei der Arbeit.


Der Tag am Meer ist lang.


Aber irgendwann haben auch Schirme mal Feierabend. :mrgreen:


Und Wohnmobillenker auch. Obwohl der kranke Kerl schon wieder aussieht, als ob er was ausheckt. :mrgreen:







Alle sind nun müd....




Die ersten Tage nutzen wir zur Erholung. Ausgiebig frühstücken, relaxen, Edda badet im Meer, ich dagegen sitze viel mit Muffin unter der schattigen "Waschbox", den Morgen und den Abend nutzen wir für Hundespaziergänge, da kurzschnäuzige Vierbeiner in der Mittagshitze nicht belastet werden sollen. Muffin ist da auch sehr vernünftig und stellt seinen eigentlich autistisch anmutenden Tagesablauf von selbst um.



Für heut ist Schluss. Hier ist ja heißer als im Urlaub. Da nehm ich mir ´ne Flasche Bier...
Es geht bald weiter. :)

Stefan-Claudia am 22 Jul 2013 23:22:04

Prost Sven !

und wenn Du gestattest, wir haben von Cervo und St. Bartholomae noch ein paar schöne Fotos vom Herbst 2009
guggst Du hier : --> Link

Wir sind damals fast bis zur Funkstation hochgelaufen und hatten einen tollen Ausblick !

mfG Stefan

haballes am 23 Jul 2013 00:49:26

:) jetzt kann ich's ja sagen.
Wegen euch war ich da.

:sky:

Ich war fasziniert von eurem Bericht und werd ihn nun hier auffrischen.

Alle, die dort hinfahren, werden mit einem Grinsen im Gesicht wiederkommen. :D

haballes am 23 Jul 2013 19:28:38

Auf den Spuren der Familie Cizis Teil 3

Rechts vom Campingplatz geht es am Bahnhof vorbei, man sieht ein Klinikum aus Blechcontainern, was einen ermahnt hier bloß nicht krank zu werden und es geht über die Via Aurelia ein Stück am Meer vorbei und man erreicht den Fuß der Altstadt, die sich mit vielen Treppen und Gassen hoch zur Kirche schlängelt. Einige Kunstläden, Bar's und Restaurants, aber eigentlich ist es sehr ursprünglich geblieben. Die Wohnhäuser und Bewohner machen den Flair aus. Es ist sehr schön dort und trifft man auf Menschen, wird man sofort freundlich angesprochen.
Wer hier wohnt, der muß zwar Treppensteigen und weit zu seinem Parkplatz laufen, aber der Blick aus dem Fenster oder von der Terrasse ist mit Worten nicht zu beschreiben.















Ein Chipsautomat. :mrgreen: Gut, das er fest montiert war.




Gefahrguttransporter


Leckgefahr





Ein paar Tage nach dem ersten Besuch in der Altstadt hab ich mir mein E-Bike geschnappt und habe die rückwärtige serpentinenartige Anfahrt gefunden, die Autos nutzen, um dorthin zu gelangen. Die vielen alten Gebäude, die unglaublich schöne Vegitation der Blumen, Kakteen, Bäume und Pflanzen, zusammen mit dem immer wieder auftauchenden Blick aufs Meer machen eine "Stromradtour" zu einem ganz besonderen Erlebnis. Diese Gegend in Italien wird seit Jahren gerne von Radsportlern genutzt, aber mit einem E-Bike haben auch Unsportliche die Gelegenheit die Natur in Ruhe und Beschaulichkeit zu entdecken.
Und da fährt wirklich ein knatternder VW Käfer an mir vorbei, leider kein zitronengelber. Ob die Cizis hier jemals hergekommen sind? Oder vielleicht tief unten gar in Sizilien wohnten? Ich war damals zu klein, sie zu fragen. Aber für mich haben sie hier gewohnt. Die Orangen und Zitronen, die sie mitbrachten, die seh ich hier in den Bäumen. Bei den Olivenbauern stehen die gleichen Fläschchen, die sie damals mitbrachten und auch die Spirituosen kommen mir noch irgendwie bekannt vor.







"Stromradimpressionen"









In den 80ern war das mal "der" Supermarkt. :D






Ruhe

Badehektik

Apropos Oliven. In Imperia und Umgebung wird mit das beste Olivenöl produziert. Die Olive ist in der Gegend überall präsent und neben dem Tourismus eine der Haupteinnahmequellen. Schon die Ernte im letzten Quartal eines Jahres ist eine aufwendige, mühselige Angelegenheit. Es werden Netze um die Bäume ausgelegt und mit einem Kastanienstock gegen die Äste geschlagen, damit die Oliven fallen. Auch die Pressung und Filterung ist ein großer Aufwand, wo viel Handarbeit angewendet wird. Von daher ist ein Literpreis von etwa zehn Euro durchaus angemessen und man sollte stutzig werden, wenn etwa nur die Hälfte verlangt wird. Die Olivenernte in Ligurien macht trotz der überall sichtbaren Olivenbäume nur ca. 1% der Gesamternte in Italien aus.

Imperia, die "Hauptstadt" unseres Urlaubdomizils, liegt wiederum links von unserem Campingplatz etwa 12 km steil bergauf. Auf dem Weg liegt rechts hinter der Stadtgrenze von Diana Marina und vor der Einfahrt nach Imperia auch der offizielle Wohnmobilstellplatz. Ich muss gestehen, das wir ihn uns nicht angeschaut haben.

Imperia ist Hektik, es gibt viele überdachte Einkaufspassagen und einen großen Yachthafen. Sogar einen Lidl findet man hier. Für unsere E-Bikes war es kein Problem den starken Steigungen der Via Aurelia in dieser Richtung zu folgen. Obacht gilt es aber zu halten, wie sich die überholenden Autofahrer verhalten. Anders als am Gardasee wird ein E-Bike hier in der Geschwindigkeit unterschätzt und man wird oft fast gestreift, oder geschnitten.

Näher von Cervo und auch irgendwie schöner ist das Städtchen Diana Marina zwischen Cervo und Imperia. Der Ort wurde nach einem Erdbeben 1897 fast komplett neu aufgebaut und seit der letzten Jahrtausendwende boomt der Tourismus. Die Altstadt lohnt zu jeder Tageszeit und man findet hier alles Wichtige zum Leben.


Es geht bald weiter... :wink:

pipo am 24 Jul 2013 08:25:45

Einen sehr schönen Urlaub habt ihr da gemacht. Bei den Bilder bekomme ich sofort Fernweh nach Italien :love:

Allerdings haben wir Lingurien grad wegen den häufig auftauchenden "Campingboxen" bislang gemieden. Das ist für uns kein Camping.
Freue mich schon auf die Fortsetzung :ja:

Viele an Euch 2 1/4 :wink:

haballes am 24 Jul 2013 22:02:42

Auf den Spuren der Familie Cizis (Teil 4)

Einen etwas bewölkten Tag haben wir genutzt, um eine stromgedopte Tour nach Alassio zu unternehmen. Rechts vom Campingplatz, an der Altstadt Cervo mit der schönen Kirche vorbei, immer auf der Via Aurelia mit Meerblick etwa 15 Kilometer radeln und wieder ist man in einem feinem Städtchen mit Meerpromenade, mit Sehenswürdigkeiten, Geschäften und Gastronomie. Da hier der Tourimus diktiert, niemals ins erstbeste Lokal einkehren, sondern einmal die Promenade ablaufen und auf Teller schielen, was denn so drauf liegt.
Muscheln, Ventre du Tonno, Risiny, oder auch nur ein ordentlicher Burger. Es gibt alles, aber bei manchen wird es lieblos montiert oder die Preise entsprechen nicht der Menge und Qualität. Das gleiche gilt für die unzähligen Eisdielen, wo eigentlich jede auch Straßenverkauf macht. Immer mal erst gucken. Früher konnte man sich als Faustregel immer dahin hocken, wo die Einheimischen sitzen, aber seit einiger Zeit bricht auch hier ein Stück Kultur weg.
Die meisten dort wohnenden Italiener stehen mittlerweile auf Mitnahmepizzen in Pappkartons. Mein halbsizilianischer Arbeitskollege, der vor ein paar Wochen wahrscheinlich in der richtigen Heimat der Familie Cizis war, der beobachtete diesen Sittenverfall auch völlig verschreckt.
Das Wetter, ja wie ist den in Ligurien das Wetter gewesen während wir dort weilten? Durchweg so, das wir bis auf zwei tropische Nächte prima schlafen konnten und abends sehr lange draußen sitzen konnten. In den beiden heißen Nächten hätten wir uns erstmalig eine Klimaanlage im Aufbau gewünscht. Ansonsten war es auch des Mittags mit 24 Grad gut erträglich und zusammen hatten wir etwa 3 Stunden Regen.

Die zweite Woche ist ratzefatze um und der Freitag, unser Abfahrtag naht. Nicht wie gewohnt um 12:00 sondern schon um 10:00 Uhr müssen wir den Platz geräumt haben.
Da ich Donnerstag schon alles lade, ist alles halb so schlimm. Die Rechnung wird wie immer in Italien etwas teurer wie errechnet und eigenartiger Weise kann man Strom und Haustier nicht überweisen und die Quittung über die Barzahlung, die hat man dann in der Hektik der Abreise vergessen.

Gut, das meine Oma damals nie nach Italien gekommen ist, ihre Vorurteile wären vielleicht gewachsen. Andererseits hätte sie vielleicht den Kochgeruch im Hausflur mit positiven Gefühlen verbunden und auch die fremdländischen Spezialitäten nicht mehr heimlich zum Müll getragen.






:evil: Eis am Stiel???!






Die Dinger waren überall in jeder Form....ach wär ich doch nochmal klein. :lach:






Luxusgummiboot


Heckgarage




Geht's noch?

Nach kurzer Fahrt durch den Ort über eine große Brücke sind wir dann auch schon wieder auf der Autobahn Richtung Mailand. Eigentlich wollten wir wieder über Österreich zurück, eventuell am Lago di Iseo mal nächtigen, aber Edda beschließt die 10 Tagesvignette abzuschreiben und ordnet den kürzeren Weg durch die Schweiz an.
Hier haben wir dann noch unser Nahtoderlebnis, als wir erst von einem SUV geschnitten werden und sich dann ein im Recht fühlender Tanklaster vor uns setzt. Ich schaffe es noch rechtzeitig zu Bremsen, kann es mir aber nicht verkneifen beim Überholen in Höhe des Lastzugchauffeurs meinen ausgestreckten Zeigefinger ausgiebig zu betrachten.

Ansonsten geht die Fahrt zügig und staufrei Richtung Deutschland. Auch zwei Raststättenpausen, damit Muffin mal laufen kann und eine abendlichen Einkehr beim Bürger König bringen unser Zeitfenster nicht sonderlich durcheinander.
Gegen zwanzig Uhr erreichen wir den Stellplatz in .......

:mrgreen: Einen hab ich noch. Das ist nochmal den letzten Teil wert. :wink:

punky am 24 Jul 2013 22:16:07

Ich bin mir sicher, jetzt wo der LKW Fahrer weiß wo dein Mittelfinger sitzt, wird er nicht mehr so einfach das Mopsmobil überholen. 8)
Vielen Dank für die gute Nacht Geschichte. :D

kitally am 24 Jul 2013 22:23:30

15 Kilometer? ich denke eher 5 sind richtig

willst du uns Schmu vorsetzten?

und nu rück raus den letzten Teil :D

womokater am 24 Jul 2013 22:32:02

Hallo Sven, danke für Deinen schönen Bericht und die tollen Fotos.

pipo am 25 Jul 2013 08:09:37

Musstest Du unbedingt Bilder von meinem Boot posten? :roll: :wink:

kitally am 25 Jul 2013 09:17:35

bis hierhin recht witzig
allerdings möchte ich anprangern, dass Teil 4 etwas zu kurz gekommen ist.
vielleicht bringst du dich noch mit einer 4 a ein
bevor du zum Finale kommst.
Immerhin dauert es ja noch eine Weile bis zu deiner nächsten Reise

haballes am 25 Jul 2013 09:35:53

kitally hat geschrieben:Immerhin dauert es ja noch eine Weile bis zu deiner nächsten Reise


:wink: Morgen geht es auf Wochenendreise und am 23. August geht es endlich in den lang verdienten Jahresurlaub, bevor wir dann die anstrengende Herbstwoche wegfahren...
Also von mir kommen da noch ein paar Beiträge.
Wie ich obig schon einmal im Bericht auch schrob, wenn diese "Campingplatzidylle" fehlt, dann kriegt man einfach nicht genug Alltagsleben mit, gerade im Ausland, da man wegen der Sprache auch Floskeln nicht aufnimmt. So fein das dort alles aussah, diese Einstellboxen in Verbindung mit einem immer steril sauber gekehrten Platz bauen Anonymität auf. Da fehlt dann "Schreibstoff".Wir haben das jetzt einmal gemacht, auch werden wir bestimmt nochmal nach Ligurien aufbrechen, aber halt nicht mehr auf einen solchen Platz mit offenem Vollzug.
Wer aber die Ruhe und die Privatsphäre in seinem Urlaub sucht, der ist dort bestens aufgehoben und wird sich pudelwohl fühlen.

kitally am 25 Jul 2013 10:09:23

wie? schon wieder Urlaub?
ich glaub, dein Chef ist blind, taub und bekloppt :wink:

nuvamic am 25 Jul 2013 11:17:59

Martina - Svenni IST der Chef ;)

kitally am 25 Jul 2013 11:22:56

weiß ich doch :wink: darum ja

nuvamic am 25 Jul 2013 11:27:39

Asooooo... sorry, ich schieb's mal auf die verdorrten Gehirnzellen.... :oops: :oops:

abba am 25 Jul 2013 11:53:14

Sven eben Teil 2 - 4 nachgelesen, hast Du wieder spannend geschrieben und toll bebildert. Warte sehnsüchtig auf Teil 4a und das Finale. Hoffentlich bevor Du wieder in Urlaub fährst. Du kommst sonst nie hinterher!

Axo - danke für eine schöne Lesestunde! :zustimm: :blume:

kitally am 27 Jul 2013 07:49:43

Ich kram den Trööt mal wieder nach oben, weil die Fam. Cizis noch nicht zu Hause eingetroffen ist.

Ich mach mir Sorgen. Könnte ja was passiert sein unterwegs!!!

Gast am 27 Jul 2013 10:10:12

haballes hat geschrieben: Es geht bald weiter. :)
Hallo Sven, netter Reisebericht - Versprochen ist Versprochen. :D

haballes am 28 Jul 2013 19:48:29

:wink: morgen kommt der Rest. Hatte unterwegs leider kein Indernetz.

wolfherm am 28 Jul 2013 20:46:21

haballes hat geschrieben::wink: morgen kommt der Rest. Hatte unterwegs leider kein Indernetz.


Jammer nicht so. Ausrede. Offline schreiben und dann einstellen geht auch...... :D

schaetzelein am 29 Jul 2013 14:53:19

haballes hat geschrieben:Hatte unterwegs leider kein Indernetz.


wer schreibt schon im Indernetz ??? Nimm` halt das Deutschnetz...das geht immer ;D

Gast am 29 Jul 2013 15:04:23

Ist heute nicht morgen????

schaetzelein am 29 Jul 2013 15:07:17

neeee morgen ist heute :D

bonjourelfie am 29 Jul 2013 15:19:37

Immer diese Versprechungen...wann gehts denn nun endlich weiter. Immer warten ist blöd..

LGElfie, die deinen Bericht sehr schön findet

abba am 29 Jul 2013 16:56:15

Svääääännnn! Schreibst Du noch? Es ist bereits morgen spät!!!!!!

nuvamic am 29 Jul 2013 17:22:45

Vielleicht hat's bei ihm auch gehagelt?

kitally am 29 Jul 2013 17:28:16

stephan hat geschrieben:Ist heute nicht morgen????



schaetzelein hat geschrieben:neeee morgen ist heute :D


ach Mist, ich dachte gestern ist übermorgen

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Campingplätze zwischen Modena und Rimini
Suche CP in Ligurien
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt