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Tipps vom Schwedeneinsteiger für Schwedeneinsteiger


traveller69 am 23 Sep 2013 13:51:53

Unsere Schweden-Reise ging vom 14.06. bis 15.09.2013 - für uns die erste Reise nach Skandinavien und die zweite Reise im Womo überhaupt (letztes Jahr ging es im Frühsommer für drei Monate nach Südwest-Frankreich). Wir sind mit der TT-Line-Fähre von Travemünde nach Trelleborg angereist und sind im Uhrzeigesinn auf unserer Runde bis Jokkmokk / Muddus National Park gekommen, knapp über dem Polarkreis. Der Thread soll allen Schweden-Aspiranten ein paar Tipps zum Einstieg geben. Hierbei handelt es sich um meine ganz persönlichen Erfahrungen:

- Literatur:

  • Süd-Schweden und Nord-Schweden vom WOMO-Verlag
    Viele nützliche Hinweise für Übernachtungsplätze und Sehenswürdigkeiten: sehr empfehlenswert!
    Andere brauchbare Reise-Führer für WoMos habe ich nicht gefunden.

  • Straßenatlas Skandinavien 1:250.000 / 1:400.000.
    Dickes unhandlichesdliches Buch, ständige Blätterei: bedingt empfehlenswert
    Würde eher für die Detailplanung Faltkarten im gleichen Maßstab an Tankstellen/Buchläden in Schweden kaufen.

  • Baedecker Reiseführer Schweden
    Ab und an Zusatzinformationen oder andere Ziele als die Führer aus der WOMO-Reihe. Orte leider alphabethisch sortiert. Sehr gut ist die Straßenkarte

  • Rastplatzkarta
    Übersicht aller Rastplätze in Schweden. Kann man kostenlos unter --> Link (in der Suche "Rastplatzkarta" eingeben)
    oder in größeren Touristenbüros bekommen. Für die umweltgerechte Entsorgung außerhalb von Campingplätzen fast unentbehrlich!

  • Unbedingt die Touristenbüros besuchen - dort gibt es ausführliches Material und Infos zu aktuellen Veranstaltungen - für jeden
    Geschmack ist da etwas dabei.

Womo-Leben:
- Übernachten:

Offizielle Stellplätze gibt es recht wenige, meist in den Häfen und sind vor allem von Schweden sehr gut besucht. Kosten so um die 15 Euro.
Ein Campingplatz hat aber fast jedes Dorf oder findet sich auch in der abgelegenen Wildnis.
War in Frankreich noch der Campingplatz die Oase von den engen Verhältnissen der Stellplätze, habe ich Schweden kaum von ihnen Gebrauch gemacht. Ich habe fast ausschließlich frei gestanden an Plätzen, bei denen ich den Eindruck hatte, nicht zu stören. Ich habe Freiheit genossen, an einsamen Plätzen in der Natur übernachten zu können. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres! Vor allem in Nordschweden gibt es Natur und Einsamkeit für deutsche Verhältnisse im Überfluss. Wichtige Anhaltspunkte waren die Platzangaben aus den WOMO-Führern. Ansonsten musste man aber einer Seitenstraße nicht lange folgen, um ein schönes, abgelegenes Plätzchen zu finden.
Camping-Verbotshinweise habe ich auch auf das Übernachten im Wohnmobil bezogen und habe solche Plätze gemieden.

- Wasserversorgung:
Trinkwasser habe ich immer mit dem Diesel bei den Tankstellen kostenlos bekommen. Es gibt meist einen Schrank mit der Aufschrift "Luft/Vatten" in dem Wasserhahn ist. Ich habe auch schon Wasser kostenlos bekommen, ohne getankt zu haben - freundlich Fragen hat immer geholfen. Funktioniert aber nur bei Tankstellen mit Personal, Diesel ist dann dort allerdings meist etwas teurer.

- Entsorgung:
Zur ordnungsgemäßen Entsorgung habe ich die Rastplätze mit der Kennzeichnung "Latrin" angefahren. Dort kann man die Kassette und das Grauwasser (eimerweise) in einem Häuschen mit Ausguss entsorgen. Die Plätze sind auf der Rastplatzkarta verzeichnet, siehe Literatur
Den Müll sollte man trennen nach Papier, Plastik, Glas und Metal. Jede Gemeinde hält dafür entsprechende Container bereit. Für den Restmüll findet man fast überall öffentliche Eimer an Parkplätzen.

- Gas:
Ohne zu heizen bin ich in Frankreich mit zwei 11kg Flaschen in drei Monaten ausgekommen. Schweden ist etwas kühler (siehe "Klima") und hatte deswegen noch eine dritte Flasche im Gepäck, um vor Ort keine Odyssee wegen einer Flaschenfüllung starten zu müssen.
Die wesentlichen Verbraucher sind der Kühlschrank und täglich mindestens eine warme Mahlzeit. Insgesamt habe ich die Heizung 2 Stunden laufen lassen. Dann wurde auch warm geduscht. Ansonsten wurde kalt (ab-)gewaschen. Die dritte Flasche musste ich erst gegen Ende der Reise anbrechen.

- Verkehr und Straßen
Verkehr ist kaum vorhanden. Kreisel sind sehr beliebt. Durch den weitgehenden Verzicht von Ampeln wird so der Verkehrsfluss gewährleistet. Die Vorfahrt ist nicht oft mit Schildern deutlich geregelt, da muss man auch schon auf Straßenmarkierungen achten. Die meisten Schweden fahren eher defensiv, sodass das Fahren in diesem Land schon Erholung ist. Die einzigen Raser und Drängler waren norwegische Urlauber.
Im Südteil Schwedens sind die Straßen in einem hervorragenden Zustand. Das Bild ändert sich allerdings Richtung Norden. Hier setzen die langen, kalten Winter offenbar den Straßen sehr zu und teilweise ähneln sie Flickenteppichen. Im Norden kann man die Naturschönheiten in der Regel nur über Schotterpisten erreichen. Teilweise haben sie eine festgefahrene, glatte Oberfläche, aber oft hat man das Gefühl über Wellblech zu fahren oder die Straße besteht aus einer Ansammlung von Schlaglöchern. 10 Km auf einer solchen Piste zerren schon an den Nerven und ich hatte das Gefühl, mein Womo dabei um Jahre altert. Letztendlich haben sich dieser Abstecher aber immer gelohnt.

- Klima/Sonne
Richtig heiße Tage haben wir nicht erlebt, die Hitzewelle aus Deutschland blieb uns erspart. Sehr angenehm wenn man in seinem Womo nicht dahinschmilzt. Dafür war es aber auch schon richtig kalt und den ein oder anderen Morgen haben wir die Heizung angeworfen, um aus dem Bett zu kommen. Also eher mehr Pullis als T-Shirts einpacken, wenn man kein Schwede ist: Egal welche Temperaturen herrschen: Im Sommer trägt man Shorts ;-)
Dass es im Norden im Sommer nicht mehr richtig dunkel wird, hat uns schon aus dem Trab geworfen. Bis Mittnacht wird man einfach nicht müde. Damit ich überhaupt schlafen konnte, musste ich das Womo komplett verdunkeln und wir sind entsprechend schwer aus den Federn gekommen. Den Schweden scheint es ähnlich zu gehen: Bis 10:00 morgens hatte man die tollsten Attraktion für sich alleine und Museen machen meist erst um 11:00 Uhr auf.

- Essen
In den Supermärkten (meist geöffnet von 8 bis 21:00 an allen Tagen) findet man all das, was es bei uns auch gibt, aber in Variationen. Diese Besonderheiten zu schmecken gehören für mich zum Reiz einer Reise. Deswegen von zu Hause nur das nötigste mitbringen und ausprobieren, zumal die Preise sehr moderat sind.
Sehr speziell ist das Brot, meist gesüßt und in Fladenform. Aufgebacken in der Pfanne schmeckt es am besten. Leider gibt es nur wenige Bäckereien, sondern nur die Fabrikware in den Supermärkten. Brot ist für mich ein ganz wichtiges Lebensmittel und durch Nachfragen habe ich auch Hembageri gefunden, wo Sauerteigbrot handgemacht wird.
Richtige Meister sind die Schweden bei süßen Teilchen, bei denen oft Zimt, Kardamom und vieeel Butter zum Einsatz kommen. Da findet man auch in den Supermärkten extrem leckere Sachen.
Käse gibt es dort meist nur Kiloweise, überhaupt sind die Verpackungseinheiten eher an der Großfamilie ausgerichtet.
Hochwertigen Käse oder gute Salami aus Ren oder Elch gibt es in entsprechenden Spezialitätenläden. Hier lohnt es sich mal tiefer in die Tasche zu greifen.

- Geld
Eine Kreditkarte ist perfekt. Damit habe ich fast alles bis auf die Erdbeeren am Straßenrand bezahlt. Bargeld ist daher nur selten nötig.

- Hund:
Unser Hund war natürlich auch dabei. Die Einreisebestimmungen haben sich etwas gelockert. Das Tier braucht einen Heimtierausweis, eine gültige Tollwutimpfung und einen Chip oder Tätowierung.
Bei der TT-Line-Fähre dürfen Hunde für 15 Euro mitreisen. Dafür wird versteckt auf einem Deck ein kleiner Sandkasten zum Lösen geboten.
Bei der Einreise muss man den Hund beim Zoll anmelden (rote Spur). Da aber bei unserer Ankunft um 17:30 in Trelleborg kein Beamter an der Zollstation zu sehen war, sind wir weitergefahren.
Die meisten Schweden lieben Hunde und haben auch selber welche. Unser Hundefutter hatten wir zwar komplett dabei, aber auch in abgelegenen Gegenden ist einer der wichtigsten Läden eine "Hundebutik". Aber das waren auch schon die guten Seiten. In Restaurants und in den meisten anderen Gebäuden auch müssen Hunde draußen bleiben. Strände am Meer und Badeplätze an Seen sind zumindest in der Hauptsaison für Hunde gesperrt. Leider sind das aber meist die einzigen Möglichkeiten, um an die Gewässer zu kommen. Bei wenig Badebetrieb werden aber diese Regelungen von den Einheimischen meist ignoriert. Meine Bitte an die, die es gleich tun wollen: Bitte mit einem Kotbeutel die Hinterlassenschaften einsammeln! Die Schweden gehen mit gutem Beispiel voran. In größeren Städten gibt es auch Beutelspender und man kann unbesorgt über Wiesen laufen ohne in "Tretminen" zu geraten.
Vom 1.März bis zum 20.August sind Hunde generell an der Leine zu führen, um das Jungwild zu schützen. In den Nationalparks und Naturreservaten müssen die Hunde das ganze Jahr an der Leine mitgeführt werden, in den Nationalparks im hohen Norden dürfen sie überhaupt nicht mit.
Schweden haben in der Regel aber auch viel Angst vor und um ihre Hunde und führen diese fast ausschließlich überall an der Leine, Sozialkontakte unter Hunden werden vermieden, was man dann auch am neurotischen Verhalten der Hunde deutlich erkennt.
Da unser Hund aber gut erzogen ist, haben diese Einschränkungen unseren Urlaub nicht getrübt.

- Blutsauger
Tendenziell gibt es davon im Norden mehr als im Süden und an der Küste weniger als im Sumpf. Doch die Stechtiere waren in der Regel erträglich und wenn es gar zu arg wurde, hat Antibrumm zuverlässig diese Plagegeister fern gehalten. Also nur wer sehr empfindlich ist braucht die Überlegung anzustellen, ob ein Sommer in Schweden das richtige für ihn ist.
Zecken sehe ich wegen der möglichen Gefahr von Krankheitsübertragungen kritischer und in manchen Wäldern sind sie eine schlimme Plage, sodass unser Hund nach einem Spaziergang gleich dutzende in seinem Fell hatte. Deshalb empfehle ich beim Wandern stets lange, helle Hosen zu tragen und den Beinen mal ein Blick zu würdigen, wenn man hohes Gras durchquert hat. Einige Zecken haben wir so an uns absammeln können. Doch nun die gute Nachricht zum Schluss: Etwa ab der Höhe von Stockholm gibt es sie nicht mehr! Offenbar ist es ihnen dort zu kalt und ich habe es genossen sorglos durch Wiesen und Wälder zu streifen, wie ich es als Kind gewohnt war.

- Land und Leute
Bereits in Südschweden gibt es schon unheimlich viel Natur, aber mit den weiten Feldern sieht es noch sehr wie bei uns aus. Erst ab der Mitte hat für mich "mein" Schweden begonnen: Weite Hochebenen mit weidenden Rentierherden.
Die Schweden selber habe ich als eher zurückhaltend empfunden. Um das Eis zu brechen, musste schon ich den ersten Schritt tun. Da fast jeder englisch spricht, ist mir das dann auch nicht schwer gefallen. Bei aller Zurückhaltung haben die Schweden aber kein Problem, sich mal ungeniert vorzudrängeln. "Gentlemen" wird man in diesem Land eher weniger finden.
Die Schweden sind Nostalgiker. Oldtimer (vor allem Volvos und US-Autos) sind fester Bestandteil des Straßenbilds. Fast jeder Ort hat ein kleines Freilicht-Museum und viele Leute weisen mit Schildern "Loppis" darauf hin, dass es bei ihnen Trödel zu kaufen gibt.
Die Jugend auf dem Land langweilt sich wie überall. Als Zeitvertreib dient oft ein Wettbewerb wie mit aufröhrenden Motoren ihrer alten, teils aufgemotzten Autos möglichst viel Gummi auf der Straße gelassen werden kann.
Erfreulich ist aber, dass man keine Spuren von Vandalismus erkennt. Alles ist sehr sauber, gepflegt und aufgeräumt.
Es ist kein Klischee, fast alle Häuser auf dem Land sind aus Holz, rot gestrichen mit weiß abgesetzten Fenstern. Die Grundstücke sind, wenn ünerhaupt nur niedrig eingezäunt und kaum ein Privat-Schild versperrt den Weg. Ich bin zwar nicht über Grundstücke gelatscht, aber allein das erzeugt schon ein Gefühl der Freiheit.

Die Highlights unserer Reise habe ich hier zusammengefasst: --> Link

Ich mag jedenfalls das Land und die Leute!

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wolfherm am 23 Sep 2013 14:00:19

Danke. Toller Einblick für Anfänger.

rainer2 am 23 Sep 2013 14:22:41

DANKE

Anzeige vom Forum


nuvamic am 23 Sep 2013 15:45:58

Von wegen der Liebe zu Oldtimern... Mir wurde mehrfach glaubhaft berichtet, dass das mindestens AUCH damit zu tun hat, dass es in Schweden im Winter kein Salz auf den Straßen gibt. Nur Schnee... *g* Damit gibt es offenbar weit weniger Rostschäden und die Autos gehen halt nich so schnell kaputt.

udo2308 am 23 Sep 2013 17:20:58

Super geschrieben, danke.

Gast am 24 Sep 2013 21:02:28

Gaaaaaaaaaaaaaanz tolle Betriebsanleitung für schweden
lg
olly

ganderker am 25 Sep 2013 09:18:53

Vielen Dank für diese Zusammenfassung!

Das hilft mir für unser nächstjährige Reise sehr.

So liebe ich Infos!!

traveller69 am 27 Sep 2013 19:49:30

Prima, wenn ich helfen kann, ein Thema ist mir noch eingefallen, das für den ein oder anderen interessant sein könnte:

- Älg Spanning:
Wenn wir in Skandinavien sind, wollten wir auch unbedingt einen Elch in freier Wildbahn sehen und haben vor allem beim Wandern die Augen immer offen gehalten. Elchlosung und ihre Trittspuren findet man überall im/am Wald doch gesehen haben wir zunächst keinen, obwohl in Schweden 300.000 von ihnen leben sollen. Allenfalls haben wir mal etwas im Gebüsch knacken hören, aber das hätte auch alles sein können. Wahrscheinlich haben sie uns längst vor uns gesehen/gerochen und haben das Weite gesucht. Angeln und Jagen sind der Schweden liebstes Hobby und ein Viertel der Elchpopulation wird jährlich abgeschossen. Nun, da muss man sich nicht wundern, dass die Elche dem Menschen eine gewisse Argwohn an den Tag legen. Wir hatten wirklich alles versucht: unsere Wanderung auf die Abende ausgeweitet. Nachts den Wecker gestellt, um morgens um 3:00 nach ihnen Ausschau zu halten, sowohl zu Fuß, als auch mit dem Auto. Wir haben sogar an einer sehr elchträchtigen Stelle die ganze Nacht durchgewacht - nichts! Schließlich haben wir es mehr oder weniger aufgegeben. Und dann haben wir sie während der Fahrt gesehen: auf Wiesen und Feldern standen sie und haben sich dort durchgefressen. Insgesamt haben wir dann fünf an der Zahl gesehen und nun die Tipps zum Sichten:
- Im Wald hat man kaum eine Chance sich einem Elch zu nähern, also Auto fahren und den Beifahrer Ausschau halten lassen
- Die Elche kommen meist in der Dämmerung aus dem Wald, d.h. nach Sonnenuntergang fahren (nicht so einfach im Land der Mitternachtssonne)
- Im Süden nach ihnen Ausschau halten. Alle "unsere" Elche haben wir südlich von Stockholm gesehen. Im Norden findet man wenig Wiesen und noch weniger Felder und außerdem ist der Norden das Jagdrevier schlechthin und wahrscheinlich sind Elche dort noch scheuer.

Viel Glück!

alfred52 am 05 Feb 2014 15:09:58

Ich finde deinen Bericht einfach grandios und sehr lesenswert. Wir waren schon drei mal in Schweden aber deine Nordlandtyps werden wir heuer nachfahren.
Auch wir kommen nicht von Schweden los. Jedoch haben wir bereits alle westlichen Nordländer "abgegrast" und kehren immer wieder in die rauhe Natur Schwedens zurück. Der einzige Nachteil für uns ist die lange Anreise aus Österreich.
Wir wünschen uns weitere schöne Berichte von euch und grüßen aus Wien

nuvamic am 05 Feb 2014 17:23:14

Nachtrag zu Torstens Tipp: Meist hab ich erst mal haltende Autos an der Straße gesehen und DANN den Elch oder die Elche, wegen derer die Touris vor mir schon angehalten haben. Also hilft auch Touris suchen, um Elche zu sehen ;)

traveller69 am 06 Feb 2014 23:40:10

Hallo Alfred, vielen Dank für Dein Lob :)
Ich wünsche Euch viel Spaß auf der Reise und bin auf Eure Erlebnisse gespannt!

An Nuvamic: guter Tipp :wink:

Aus beruflichen Gründen wird es dieses Jahr leider eher nur ein Kurzurlaub werden, aber immerhin leben wir zur Zeit in unserem Womo, ist auch fast wie Urlaub :D

globebus2 am 03 Mär 2014 18:14:14

Toller Bericht, vielen Dank!

Wir wollen vom 20.8. - 10.9.2014 nach Schweden, da macht das Lesen richtig Laune. Wir befürchten, dass es schon mal recht kühl werden kann und fragen uns, ob es besser wäre, sich auf den Süden zu begrenzen? Wir Planen über Kopenhagen anzureisen und über Bornholm zurück zu kommen. Werden auf jeden Fall einige Highlights aufsuchen.

LG

traveller69 am 03 Mär 2014 19:31:31

Hallo,
sicherlich kommt es zu dieser Zeit im Norden schon mal zu Nachtfrost, aber tagsüber kann es sehr angenehm warm werden. Der Vorteil: mit dem Nachtfrost verschwinden die Mücken und Laub und Gräser verfärben sich herrlich.
Auch wenn manche in der Zeit zum Nordkap und zurück fahren, würde ich mich für drei Wochen ohnehin eher auf wenige Ecken beschränken und die dafür richtig kennen lernen. Vildmarksvägen und Öland sind jedenfalls zwei richtig schöne Gegenden.
Ich bin gespannt, welche Route Ihr nehmen werdet und wünsche Euch viel Spaß
Torsten

Baer26 am 03 Mai 2014 14:56:51

traveller69 hat geschrieben:[*] Rastplatzkarta
Übersicht aller Rastplätze in Schweden. Kann man kostenlos unter --> Link (in der Suche "Rastplatzkarta" eingeben)
oder in größeren Touristenbüros bekommen. Für die umweltgerechte Entsorgung außerhalb von Campingplätzen fast unentbehrlich!


hallo und erst mal vielen Dank für die Tipps,

die Karte ist leider über den Link nicht (mehr) zu erreichen. Kannst Du den Link aktualisieren?

Viele
Bär

Baer26 am 03 Mai 2014 15:07:15

2 Wochen Anfang August mit Kindern (8 und 13). Was würdest Du als Ziele empfehlen?
Unser WoMo ist 8,5m lang und recht flach auf der Straße. Wie sind die Straßenverhältnisse in Bezug auf "Hinten aufsetzen? Enge Kurven?"
Nochmal viele
Bär

Maggie am 03 Mai 2014 15:50:32

Baer26 hat geschrieben:die Karte ist leider über den Link nicht (mehr) zu erreichen. Kannst Du den Link aktualisieren?

Viele
Bär


Ich hab mal selbst gegoogelt und irgendwie landet man immer n.ur bei der Jahreszahl 2013.

Schwedentipps.se z.B.:
--> Link

Ansonsten kann man evtl. was downloaden oder vor Ort schauen.

Torsten, dies ist ein mega-toller Einsteiger-Thread. Ganz superklasse geschrieben! :top:
5 Sterne! Vielen Dank!

Ich hoffe, die Zeit bis zum Juni geht zügig rum, meine Vorfreude wächst!

traveller69 am 03 Mai 2014 20:34:54

Hallo Bär,
jedes Jahr gibt es eine neue Karte und der Link geht dann nicht mehr. Die Rastplatskartan 2014 kannst unter diesem Link nach wie vor kostenlos bestellen: --> Link

Schwedens Straßen kommen in der Regel ohne enge Kurven daher, da es keine nennenswerten Berge gibt, die man mit dem Womo befahren könnte. Oben im Norden trifft man öfters mal auf Schotterstraßen mit teilweise unangenehmen Schlaglöchern, aber auch nicht so tief, dass Gefahr durch Aufsetzen bestünde. Auf der Straße solltest Du in Schweden keinesfalls mehr Probleme haben, als in Deutschland. Höchstens beim Auffahren auf die Fähre würde ich langsam machen, wenn Ihr dann eine nehmen wollt (würde ich persönlich vorziehen, da sehr entspannte Anreise).

Bei zwei Wochen würde ich auch den Kindern zu liebe nicht zu lange Strecken machen wollen und mich auf den Süden beschränken. Deshalb würde ich die Highlights 16 (Öland) und 17 (Östlich von Ystad) unserer Reise (Bericht --> Link) empfehlen. Hier gibt es tolle Landschaften, Sandstrand und Dünen, beeindruckende prähistorische Stätten, Fossilien und Tiere, wie Hirsche und Seehunde zu entdecken (vielleicht auch ein Elch mit viel Glück ;-))

Falls das nicht für zwei Wochen reichen sollte und/oder die Kinder unbedingt Astrid Lindgren Welt besuchen möchten, könnt Ihr noch ein Stück weiter nach Norden zu Vimmerby fahren. Auf der E22 kann man leicht Kilometer machen, auch wenn es schönere Straßen in Schweden gibt.

Hallo Maggie,

vielen Dank für Dein Lob! :)
Ich wünsche Euch eine schöne Zeit in Schweden und beneide Euch, dass Ihr Eure Reise noch vor Euch habt :wink:

Maggie am 03 Mai 2014 22:23:30

Aber nur 3 Wochen und ich weiß gar nicht, wie man selektieren soll :eek: .

Ich beneide dich um so einen schönen langen Urlaub :ja: .

traveller69 am 04 Mai 2014 17:35:44

Dieses Jahr werden es berufsbedingt auch eher nur ein paar kürzere Ausflüge - danach machen wir aber dann wieder eine längere Tour :)
Es werden aber sicherlich für Euch drei schöne Wochen und ich drücke die Daumen für viel Sonnenschein und bin gespannt auf Eure Eindrücke.

etta am 04 Mai 2014 17:58:50

Hallo sehr schön geschrieben und viele Tips.Wir wollen Ende Mai nach Südschweden.Ein bißchen Bammel hab ich schon,weil man fast nur mit Karte zahlt. wie ist das denn in Restaurants kann man dort mit Bargeld zahlen?
Wir habens nicht so mit Karten.
Aber Augen zu und durch :D wenns nicht klappt fahren wir wieder nach Hause.

heidchen am 04 Mai 2014 19:01:05

etta hat geschrieben:Ein bißchen Bammel hab ich schon,weil man fast nur mit Karte zahlt. wie ist das denn in Restaurants kann man dort mit Bargeld zahlen?
Wir habens nicht so mit Karten.
Aber Augen zu und durch :D wenns nicht klappt fahren wir wieder nach Hause.


Hallo Etta,

kein Problem, Du kannst in Schweden auch alles bar bezahlen (außer tanken an reinen Automatentankstellen). Wegen Missbrauchs wurde meine Kreditkarte letztes Jahr gesperrt, mein Göga hatte seine Pin nicht dabei, und so durfte er vor dem Tanken - wenn Personal anwesend war - Bescheid sagen, dass wir bar bezahlen. Hat immer geklappt. Wünsche Euch eine tolle Tour.

etta am 04 Mai 2014 19:20:01

Danke für die Antwort,das beruhigt mich sehr.Habe die Pin für die Mastercard auch nicht mehr.

Rolf1312 am 14 Sep 2015 18:27:43

Hallo Torsten,
zunächst vielen Dank für Deine tollen Schwedentips. Wir waren jetzt 3 mal ohne Womo in Südschweden, was uns sehr gut gefallen hat und wollen 2016 zum ersten Mal mit Womo nach Schweden, um Land uns Leute besser kennenzulernen.

Noch ein Hinweis zu der hier mehrfach erwähnten Rastplatskartan:
Angeregt durch die Hinweise hier und in anderen Threats habe ich diese Karte online unter dem angegebenen Link bei Trafikverket bestellt, ich gebe zu, sicher etwas voreilig.

Die Karte habe ich sehr schnell bekommen, beigefügt war eine Rechnung über 50,00 SEK, was einem Preis von 5,39 EUR entsprach. Na gut, dachte ich, was soll's, dafür habe ich jetzt schon die Rastplatzkarte.
Als ich dann heute auf den Kontoauszug schaute, stellte ich fest, dass mir außerdem noch eine Gebühr von 10,00 EUR aufgebrummt worden ist. Eine Rückfrage bei meiner Bank ergab, dass bei einer Auslandsüberweisung bis 500,00 EUR in Fremdwährung eine Gebühr von 10,00 EUR erhoben wird. Sie soll auch angezeigt worden sein, habe ich aber wohl irgendwie übersehen.

Bleibt für mich die Erkenntnis, dass diese Rastplatzkarte mit insgesamt 15,39 EUR doch etwas überteuert ist.

Nun gut, ich bin wieder etwas schlauer und habe das ganze jetzt als Lehrgeld abgehakt. Insofern ist es sicher besser, wenn man sich diese Karte erst dann besorgt, wenn man in Schweden ist.

traveller69 am 15 Sep 2015 22:18:41

Hallo Rolf,

vielen Dank fürs Update zum Thema. Bislang wurden die Karten kostenfrei verschickt. Dann ist es wohl empfehlenswerter die Karte vor Ort bei der nächst besten Touri-Info in Schweden anzufragen.

Dann wünsche ich Euch noch viel Spaß bei den Reisevorbereitungen und gute Fahrt in 2016 in Schweden.

Viele
Torsten

matthiast4 am 16 Sep 2015 11:51:18

--> Link

Da gibts die Karte, und Porto kostet wohl SEK 40.

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