Weil ich in einer PN angesprochen wurde und weil es vielleicht einige interessiert, antworte ich hier einmal öffentlich:
Ich fahre seit 2005 elektrisch, jeden Tag zur Arbeit, ca 40km/Tag,
Mein Sohn ist während seines Studiums 3 Jahre täglich zur Uni gefahren, 65km/täglich.
Meine Frau fährt damit dann noch einkaufen (5km).
Zusätzlich fahren wir einmal in der Woche in die benachbarte Großststadt zum Tanzen (60km) und einmal/Woche in die Nachbarstadt 30km.
Von 2005 bis 2012 bin ich mit einem dreirädrigen Kabinenroller (City-El) mit 60km Reichweite täglich ganzjährlich gefahren. Als dies aufgebrochen worden war und dabei die gesammte Plexiglashaube zerstört wurde, habe ich, um ein Elektrofahrzeug auch im Urlaub nutzen zu können, letzten August einen E-Roller gekauft. (Beim Kauf des Sattelwohnmobils hatte ich schon eine Motorradbühne mit 150kg Nutzlast geordert).
Ab 2006 haben wir einen Peugeot 106 electric (90kmh bei 80km garantierter Reichweite) und ein Pedelec.
Der Peugeot dient uns als Familienfahrzeug und mit dem Roller fahre ich (bis auf bei Eis und Schnee) zur Arbeit.
Der große Diesel (Navara) dient uns nur als Motorwagen zum Trailer oder als Fahrzeug für offroad-Urlaub (z.B. Korsika). Wenn wir so mal weiter weg wollen tauschen wir mit den Kindern.
Das zur Vorgeschichte. Elektrisch fahren ist gut möglich, aber trotzdem wird das immer noch angezweifelt und ich werde als Sonderling hingestellt.
Nun zum Roller:
Emco Motorroller der 125er Klasse, 85kmh, bis 100km Reichweite (im Sommer, zu zweit, Cruisen), sonst ca. 80km.
Ladezeit 4 Stunden, Zwischenladen jederzeit möglich. Verbrauch 5KWh/100km, Absicherung 4-5A (1000W-Ladegerät)
Anschaffung: Auf der Caravanmesse in Düsseldorf Probe gefahren und bestellt. 5.000€
Wir haben ihn erstmals Ostern mit nach Paris (10 Tage) genommen und sind vom Campingplatz aus zu den Veranstaltungsorten bis zu 20km eine Strecke (war ein Tanzfestival) gefahren und nachts gegen 3.00h zurück (keine U-Bahn und kein Buss) Haben jeden Tag allein 15 Euro an U-Bahn-Karten gespart und von Paris viel mehr als sonst gesehen.
Allerdings war es noch eisig kalt, wenn wir nachts zurückfuhren.
Im Sommer waren wir 4 Wochen in Frankreich unterwegs, Lac d'Annecy, Côte d'Azur/Nizza, Lot, Dordogne. Mit dem Trailer 4690km. Den Zug-Wagen haben wir sonst nicht benutzt, vor Ort nur den Roller, und sind ungefähr 1000km zu zweit um unsere jeweiligen Standorte Ausflüge gefahren. Keine Parkplatzprobleme, keine Parkgebühren und oft an den Staus vorbeigeschlängelt. Einmal sind wir sogar je 60km hin und zurück gefahren, haben zwischendurch bei Freunden gegessen und geladen. Sie Saßen auf der Terrasse und erwarteten uns mit Auto. Plötzlich standen wir mit dem Roller neben ihnen und keiner hat uns kommen hören ;-)
Einen Nachteil möchte ich nicht verschweigen:
Trotz Solaranlage auf dem Dach unseres Trailers müsssen wir wieder Strom auf dem Campingplatz nehmen, weil es zu wenig Ladesäulen gibt.
Ansonsten: Leise, zu Zweit, ohne stinkende Abgase durch die französischen Landschaften zu cruisen -- einfach schön.

