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motorradtraeger
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Wohnmobil und Elektro-Roller


bernierapido am 30 Okt 2013 13:36:34

Weil ich in einer PN angesprochen wurde und weil es vielleicht einige interessiert, antworte ich hier einmal öffentlich:

Ich fahre seit 2005 elektrisch, jeden Tag zur Arbeit, ca 40km/Tag,
Mein Sohn ist während seines Studiums 3 Jahre täglich zur Uni gefahren, 65km/täglich.
Meine Frau fährt damit dann noch einkaufen (5km).
Zusätzlich fahren wir einmal in der Woche in die benachbarte Großststadt zum Tanzen (60km) und einmal/Woche in die Nachbarstadt 30km.
Von 2005 bis 2012 bin ich mit einem dreirädrigen Kabinenroller (City-El) mit 60km Reichweite täglich ganzjährlich gefahren. Als dies aufgebrochen worden war und dabei die gesammte Plexiglashaube zerstört wurde, habe ich, um ein Elektrofahrzeug auch im Urlaub nutzen zu können, letzten August einen E-Roller gekauft. (Beim Kauf des Sattelwohnmobils hatte ich schon eine Motorradbühne mit 150kg Nutzlast geordert).
Ab 2006 haben wir einen Peugeot 106 electric (90kmh bei 80km garantierter Reichweite) und ein Pedelec.
Der Peugeot dient uns als Familienfahrzeug und mit dem Roller fahre ich (bis auf bei Eis und Schnee) zur Arbeit.
Der große Diesel (Navara) dient uns nur als Motorwagen zum Trailer oder als Fahrzeug für offroad-Urlaub (z.B. Korsika). Wenn wir so mal weiter weg wollen tauschen wir mit den Kindern.
Das zur Vorgeschichte. Elektrisch fahren ist gut möglich, aber trotzdem wird das immer noch angezweifelt und ich werde als Sonderling hingestellt.

Nun zum Roller:
Emco Motorroller der 125er Klasse, 85kmh, bis 100km Reichweite (im Sommer, zu zweit, Cruisen), sonst ca. 80km.
Ladezeit 4 Stunden, Zwischenladen jederzeit möglich. Verbrauch 5KWh/100km, Absicherung 4-5A (1000W-Ladegerät)
Anschaffung: Auf der Caravanmesse in Düsseldorf Probe gefahren und bestellt. 5.000€

Wir haben ihn erstmals Ostern mit nach Paris (10 Tage) genommen und sind vom Campingplatz aus zu den Veranstaltungsorten bis zu 20km eine Strecke (war ein Tanzfestival) gefahren und nachts gegen 3.00h zurück (keine U-Bahn und kein Buss) Haben jeden Tag allein 15 Euro an U-Bahn-Karten gespart und von Paris viel mehr als sonst gesehen.
Allerdings war es noch eisig kalt, wenn wir nachts zurückfuhren.

Im Sommer waren wir 4 Wochen in Frankreich unterwegs, Lac d'Annecy, Côte d'Azur/Nizza, Lot, Dordogne. Mit dem Trailer 4690km. Den Zug-Wagen haben wir sonst nicht benutzt, vor Ort nur den Roller, und sind ungefähr 1000km zu zweit um unsere jeweiligen Standorte Ausflüge gefahren. Keine Parkplatzprobleme, keine Parkgebühren und oft an den Staus vorbeigeschlängelt. Einmal sind wir sogar je 60km hin und zurück gefahren, haben zwischendurch bei Freunden gegessen und geladen. Sie Saßen auf der Terrasse und erwarteten uns mit Auto. Plötzlich standen wir mit dem Roller neben ihnen und keiner hat uns kommen hören ;-)
Einen Nachteil möchte ich nicht verschweigen:
Trotz Solaranlage auf dem Dach unseres Trailers müsssen wir wieder Strom auf dem Campingplatz nehmen, weil es zu wenig Ladesäulen gibt.
Ansonsten: Leise, zu Zweit, ohne stinkende Abgase durch die französischen Landschaften zu cruisen -- einfach schön.

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ganderker am 30 Okt 2013 13:49:14

Hallo Bernhard,
seeehr herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort auf meine KN.

Allerdings hätte ich nun mit 5.000€ nicht gerade gerechnet. Ich habs mit Benzinmotoren leider nicht so sehr, denke auch, der E-Roller könnte leichter sein, das wäre mir allein schon einen Aufpreis wert.
Kann jemand den konkreten Aufpreis im Vergleich Benzin- zum Elektroroller bei ungefähr gleicher Hardware nennen (nur so ungefähr). Hab mich noch nicht stark mit einer Beschaffung beschäftigt, könnte mir aber vorstellen, dass der E-Roller ca. 2.000 € teurer ist?

Gast am 30 Okt 2013 13:53:44

Ich habe einen 2kW Billigroller --> Link , der macht so echte 40-50km. Den nutze ich zum einkaufen und für alle Erledigungen in der Nähe.
Es ist ein tolles Gefühl, so lautlos und gestankfrei durch die Gegend zu düsen, das kann ich dir gut nachempfinden.
Leider sind mir die 140kg zu viel fürs mitnehmen in der Heckgarage. Zudem schadet es mit nicht, wenn ich mit den e-bikes noch etwas Bewegung habe.

Ich wünsche dir viel Freude und immer noch ein paar übrige Ah für die Rückfahrt.

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ganderker am 30 Okt 2013 13:56:12

Hallo ihr zwei,
könntet ihr mir bitte eure genauen Typbezeichnungen mitteilen, damit könnte ich mir uU die Neuerfindung des Rades ersparen :)

Auf der Emcoseite gibt es einige Typen, die es sein könnten:
--> Link

bernierapido am 30 Okt 2013 13:58:32

Eine gute 125er Vespa ist auch nicht für unter 4500 zu haben (so sagte man mir).
Der Roller wiegt 130kg hat aber noch ordentlich Zuladung.
Es gibt von EMCO eine große Palette von 50ger Rollern mit herausnehmbaren und außerhalb aufladbaren Accus.
Die sind preiswerter und auch leichter. Nur für die Urlaube hätte das vielleicht gereicht aber ich fahre noch 3 Jahre täglich 17km/Strecke, auch über Bundesstraße, zur Arbeit und da sind mir 50kmh zu langsam.
Ich habe den Roller auf 4 Jahren Mietkauf mit voller Garantie und allen Kosten für Versicherung, VK incl., Wartung, Reparaturen finanziert ich zahle 160€/Moinat und spare 80€ Diesel. Ich bin in einem Jahr 7000km gefahren.
Ach ja, insgesammt kostet er dann in 4 Jahren 8000€ plus 12,50€/1000km Stromkosten

Es ist der Emco Novum S5000

Gast am 30 Okt 2013 14:20:35

Herzlichen Dank Bernhard für die interessanten Informationen. :)
Der elektrischen Mobilität gehört die Zukunft, zumindest teilweise,
besonders dann, wenn man sich den Strom selber machen kann z.B. über
Solarkollektoren.

bernierapido am 30 Okt 2013 14:55:39

Freetec 598 hat geschrieben:.... wenn man sich den Strom selber machen kann z.B. über
Solarkollektoren.


Wenn man tagsüber mit dem Wagen nicht zur Arbeit wäre und in dieser Zeit zu Hause laden könnte, wären die Accus darin der ideale Pufferspeicher für die Sonnenenergie. So müsste man in Solarzellen bei seinem Arbeitgeber investieren.
Aber ein kleines Blockheizkraftwerk zu Hause könnte den Strom erzeugen und mit der "Abfallwärme" könnt das Warmwasser/ die Heizung in deinem Haus betrieben werden.
Elektrofahrzeuge sind die Zukunft aber dazu gehört, dass man über den Tellerrand hinausblickt, die Scheuklappen ablegt und alte Pfründe über Bord wirft.
[OT]Dazu sind unsere Politiker finanziel zu sehr von der Energiewirtschaft abhängig [(OT].
Aber Tesla wird es unserer Autoindustrie und Siemens schon zeigen. Die wollen echt investieren in Ladestruktur, Verkauf und Service-Stationen.

Noch ein Zusatz zum Roller:
Ich hatte angeregt, ein regelbares Ladegerät, zumindest zweistufig dazuzugeben, damit man einfach auch auf Campingplätzen laden könne. Dagegen wurde argumentiert, dass die meisten Camper sich (vielleicht auch aus Kosten und Gewichtsgründen) für die 50er Klasse entscheiden würden, die hat Ladegeräe mit niedrigerer Leistung

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....oh mir wurde schwindelig....
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