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Gestern haben wir alles richtig gemacht. Als wir heute morgen aufwachen, regnet es ziemlich heftig.
Wir frühstücken, duschen, ent- und versorgen, und machen uns gemächliche gegen Mittag auf den Weg. Wir fahren die Lofoten dieses Mal von West nach Ost, machen in Borge halt und besichtigen das Wikingermuseum. Es ist wirklich eine coole Sache, allerdings weiss ich jetzt immer noch nicht, wo die Wikinger überall verbreitet waren und ob sie nun ein friedliches Volk oder auf Beutezüge aus waren.
Egal, uns hat es trotzdem gefallen und wir steuern nun Svolvær an, da die Fährüberfahrt dort kürzer ist wie in Moskenes. Meine Holde Kunigunde ist nicht richtig Seefest (eher überhaupt nicht, das heisst, sie kann überhaupt keinen Wellengang vertragen, aber das darf ich nicht sagen). Wir stehen in der Schlange und sind diesmal gerade das zweite Auto, das keinen Platz mehr hat. Ich habe mit dem eigentlich gerechnet, da um 16 Uhr wahrscheinlich eh am meisten diese Überfahrt nutzen wollen und wir nur knapp vorher da waren. Dann warten wir halt 5 ½ Stunden und machen es uns gemütlich.
Stimmung auf den Lofoten
Keine 5 Minuten später kommt ein deutsche Womofahrer und fragt uns, wann die nächste Fähre loslegt. Nach einem kürzeren Gespräch weiss ich von ihm, dass er sicher keine 5 Stunden wartet und dass auch eine Fähre 100km weiter von Lødingen losfährt. Der spinnt doch, so zu hetzen im Urlaub. Aus Neugierde nehme ich trotzdem die Karte hervor und schaue mir seine Reiseroute genauer an. Und ich muss sagen, er ist gar nicht der Dümmste: 99km hier fahren, auf der anderen Seite 15km einsparen, die Fährüberfahrt noch viel Kürzer (und damit auch günstiger) wie alle anderen und wenn wir gleich losfahren würden, reicht es gerade noch für die 18:30 Uhr Fähre. Das heisst wir würden etwa 5 Stunden sparen… Und hier auf dem Fährparkplatz ist es ja nicht wirklich schön.
4 Minuten 30 Sekunden später sind wir auch auf dem Weg nach Lødingen. Wir geniessen die Gegend und ich muss sagen, entweder ist die Fahrt auf den Lofoten von Å nach Guillesfjordbotn schöner wie umgekehrt, oder ich habe bessere Laune wie gestern oder trotz des heute schlechteren Wetters gefallen mir die Lofoten je länger je besser.
Die Lofoten verabschieden sich
Egal, wir kommen genau richtig und haben auf der Fähre auch noch Platz und schon wenig später sind wir wieder auf dem Festland und der E6.
Begegnung auf See
Und wieder reisst mich der Norden von Norwegen vom Hocker, Wälder, Fjorde, Seen, Berge. Das ist „mein“ Norwegen, verlassene Gegenden, keine Touristen ausser ein paar Wohnmobile, Natur. Die Einsamkeit gefällt mir irgendwie noch etwas mehr, wie nur super Natur und dafür mehr Leute.
Wir fahren, können uns wieder kaum erholen und im fast einzigen grösseren Dorf Innhavet gleich hinter dem Kreisel eine super Waschanlage für Wohnmobile! Natürlich spritze ich da unseren Knutschi ab, schäume ihn ein und poliere ihn auf Glanz. Das tut uns richtig gut! Er strahlt über beide Kotflügel und wir machen uns mit noch besserer Laune auf den Weg. 40km später biegen wir von der E6 in eine Nebenstrasse Richtung Horndal. Da finden wir sicher ein geeignetes Plätzchen zum übernachten.
Und was für eins! Direkt am Bergsee, keine 2 m entfernt, links und rechts Berge mit Schneefeldern, Am Ufer Wald. Was will man da mehr? Es gibt auf der ganzen Welt einfach nichts genialeres, wie reisen mit dem Wohnmobil! Für nichts würde ich tauschen!
Daten 328km 5:25 Std regnerisch, wolkig, 4 - 9 Grad
Hallo Rolf, ein wunderschöner Stellplatz. Morgen geht es bei uns los, meine Frau ist schon ganz unruhig. Wird wohl die Nacht unruhig schlafen. Werde versuchen unterwegs mit dem Smartphon. Dran zu bleiben.
Rentner 2011 (Peter aus Hannover)
Rofalix am 18 Jun 2014 00:59:21
Elchsafari am Polarkreis
Bei strömenden Regen fahren wir Richtung Saltstraumen. Dies ist der stärkste Gezeitenstrom der Welt, 400 Millionen Kubikmeter Wasser treiben alle 6 Stunden durch diese Enge, dadurch gibt es riesige Wasserwirbel, und das wollen wir uns nicht entgehen lassen.
Morgens informiere ich mich übers Internet, wann denn heute die interessanteste Zeit ist. Um 15:15 Uhr soll die Strömung am stärksten sein, ideal für uns. Denn so reicht es, wenn wir um 11 Uhr starten und zwischendurch noch eine Stunde für´s Einkaufen einplanen.
Im Regen verläuft die Fahrt unspektakulär, nur einmal gibt es etwas Action, als sich vor uns zwei grosse Lastenzüge in einem Tunnel kreuzen müssen. Ich gehe schon ein wenig in Deckung, als einer der beiden oben an der abgerundeten Tunneldecke so richtig entlangstreift und schon ein paar Betonbrocken auf die Strasse fallen. Wegen der Dunkelheit im Tunnel kommen wir aber nicht alles im Detail mit. Wir sind richtige Gaffer geworden ;-)
Beim Saltstraumen angekommen, regnet und windet es immer noch, und so viele Menschen wie hier habe ich nicht mal am Nordkap gesehen. Aber es sieht schon gut aus und die Kräfte des Meeres lassen sich nur erahnen.
die Strömung ist wirklich gigantisch
Wir bleiben insgesamt drei Stunden auf dem Parkplatz, zum einen, um unsere Hosen wieder zu trocknen, zum anderen um Zeit zu schinden. Denn heute wollen wir uns auf die Suche nach den Elchen machen, und da ist es besser, wenn wir so spät wie möglich fahren.
Die etwa 150km zwischen Rognan – Mo i Rana auf der E6 sehen auf der Karte aus, als ob es dort Elche haben könnte. Wir fahren also so, dass wir an unserem Tagesziel, dem Svartisen-Gletscher, erst um 24 Uhr ankommen. Wir fotografieren alles, Kühe, Schafe, Pferde, Rentiere, Wurzelstöcke, schwarze Hütten, aber keines ist ein Elch mit Geweih, obwohl wir die ganze Strecke schauen wie die Sperber.
wieder keine Elche
Na ja, ganz die Wahrheit ist es nicht, denn das Wetter hat aufgetan und die Gegend ist für uns ein Traum. Ich staune wiedermal meine Augen aus dem Kopf und geniesse wirklich jeden Kilometer. Es ist wieder eine von diesen Strecken, die man unbedingt gefahren sein muss, für uns ist es Nordfeeling pur.
Fast auf dem höchsten Punkt, ca. 700m über Meer überschreiten wir den Polarkreis gegen Süden und da muss natürlich wieder ein Foto gemacht werden. Da es schon spät ist und sehr wenige Leute (keine) dort draussen sind, platziere ich unser Knutschi direkt neben der kleinen Weltkugel und es kommt ganz alleine auf das Foto, damit wir ein Andenken haben, wie zuverlässig es uns auf der Reise geführt hat. Wir sind beide Stolz auf unser Wohnmobil.
Poolarkreisüberschreitung
Als wir gegen Mitternacht an unserm Tagesziel ankommen, haben wir einen weiteren unvergesslichen Tag in unser Gedächtnis eingebrannt.
Am Gletschersee angekommen
Daten: 362km 6:00 Std regnerisch, 4 - 8 Grad
Anzeige vom Forum
pbesch am 18 Jun 2014 07:33:05
Wunderbar, dass ihr dieser Reise trotz des Regens all diese Besonderheiten und Naturschönheiten abtrotzen könnt. Ihr werdet euch unendlich lang an alles erinnern. Dank eurem Bericht sind wir wieder mitten drin in unserer Reise und schauen jeden Tag in unserem eigenen Bericht, wo wir vor einem Jahr waren. Heute vor einem Jahr waren wir in Arvidsjaur (SE), bevor wir nach Sandsjögården zum Middsommarfest fuhren.
Rofalix am 18 Jun 2014 09:08:39
Hallo Sabrina,
wir suchen auch noch nach einem geeigneten Ort, wo wir dieses Fest feiern können. In Norwegen feiern sie glaub erst am 23. Juni. Mal schauen, wo wir dann sein werden.
aus dem Norden
Rolf und Anita
erdi am 18 Jun 2014 11:30:45
Super Bericht echt klasse! Vielen Dank das wir daran Teilhaben dürfen. Nordkap wir kommen 2015!
rolimuehlheim am 18 Jun 2014 18:05:49
Hallo Sehr schöne Tagesberichte. Besten Dank dafür. Wir waren vor 2 Jahren Mai/Juni in Norwegen oben und sind bis zu den Lofoten gefahren. Eure Bilder wecken schöne Erinnerungen an die gewaltige Natur. . Roland.
Rofalix am 18 Jun 2014 23:37:15
Wegen zu starkem Wind fährt das kleine Ausflugschiff nicht und drei Stunden im Regen wandern, um dann den Gletscher für 20m zu besteigen, wollen wir dann doch nicht. Schliesslich haben wir schon viele Hoch- und Gletschertouren in den Alpen unternommen, aber die gesamte Ausrüstung haben wir nicht hier.
Moorlandschaft vor dem Svartisengletscherparkplatz
Auf Nebenstrassen fahren wir (mist, ich muss Licht machen, ich sehe nichts mehr beim Schreiben. Ich brauche jetzt das erste mal künstliches Licht seit ca. zwei Wochen) von Korgen die 806 nach Hattfjelldal und nachher dem Fiplingvatnet-See entlang. Alles wunderschön.
Zwischendurch fahren wir einem Schild für einen Picknickplatz nach. Die Strasse, d.h. der Weg, wird immer schmaler und steiler. Ich beginne zu schwitzen und bei einem Haus mit drei Mörderhunden frage ich dann doch nach. Wir sind schon zu weit und müssen wieder umkehren. Bin ich froh, als wir wieder Asphalt unter den Rädern haben!!!
der Beginn unseres Abstechers
Hoch über dem See machen wir Pause und kochen uns ein indisches Menu a la Norwegerart vom Supermarkt. Wir haben etwas Mühe mit dem Rezept, Killing wissen wir, das dies Geflügel heisst, Fløte ist Rahm aber Rømme? Egal, das Menu wird super und wir schlagen uns die Bäche voll.
unser Menu
Nachher wollen wir noch zu einem kleinen Berggipfel hochwandern, um uns einen Überblick über die Gegend zu machen. Schon nach 400m haben wir platschnasse Füsse, alles nur Moor und Sumpf. Sieht schön aus, ist aber sehr feucht. Wir haben uns bis jetzt über all jene lustig gemacht, die hier mit Gummistiefeln wandern gehen, jetzt wissen wir warum und wir wären froh, auch welche zu haben.
Nach einer Stunde sind wir zurück und wechseln zuerst Socken und Schuhe und machen uns dann wieder auf den Weg zur E6. Und dann bei 80 km/h sehen wir ganz unverhofft zwei riesige Elche gleich neben der Strasse. Wir sind zu verdaddert, um auch nur ein Foto zu schiessen. An der nächsten Wendemöglichkeit geht’s wieder zurück, vielleicht sind sie ja noch da? Klar, beide Elche sind da und laben sich an dem Grün. Die Fotos sind im Kasten und wir glücklich. Leider haben sie keine Geweihe, aber man ist ja auch so zufrieden…
Den Snäsavatnet-See fahren wir auf der südlichen Strasse entlang, in der Hoffnung, dort ein ruhiges Plätzchen für die Nacht zu finden, was eigentlich ganz einfach ist.
Und jetzt während dem Schreiben haben wir doch tatsächlich wieder einen Sonnuntergang, theoretisch (sehen tun wir ihn wegen den Wolken nicht), der erste seit 14 Tagen. 14 Tage – 0 Nächte.
Diese Zeit war genial und echt, die Nächte waren immer taghell, nicht mal eine Dämmerung oder so. Wir brauchen nun das erste mal wieder Strom für die Beleuchtung in unserem Knutschi.
Daten: 376km 6:40 Std Fahrzeit 8 - 15 Grad, regnerisch, stark bewölkt Sonnenuntergang: 23:43 Uhr
Wir sind erst nach Mitternacht hier angekommen. Der Wind peitscht mit 70 km/h gegen unser Knutschi, mit ihm die Schneeflocken, die alles rundherum in weiss tauchen und wir stehen auf irgend einem Pass (eventuell heisst er Langsvola) in Norwegen auf 920m ü. M. Man könnte meinen, wir sind im Winter am Nordkap.
Aber – es sieht fantastisch aus hier. Alles halbdunkel, weisse Tundra, Eisbären um uns herum, Elche und Rentiere. Na ja, die Tiere fehlen, der Rest stimmt aber.
Den ganzen Nachmittag bis spät Abends haben wir bei Anett und Walter verbracht, haben so manches über Norwegen und Wohnmobile erfahren und hatten es einfach sehr schön.
Darum mache ich es heute kurz und das war es auch schon. Die Bilder von heute kommen morgen.
Gute Nacht
berny2 am 20 Jun 2014 01:14:08
Hallo Rofalix,
offensichtlich seid Ihr auf der 705 Richtung Röros unterwegs. Der Ort ist natürlich sehenswert. Probierenswert ist auch beim örtlichen Rema die Ren- bzw. Elchwurst, welche wir seinerzeit dort als lose Meterware kaufen konnten. Wünsche weiterhin Gute Fahrt. ... und danke für Eure Berichte!!
Rofalix am 20 Jun 2014 23:04:04
Tag 21, 20. Juni 2014 - Zu lang gefahren?
Am Morgen war alles weiss übertünkt, die ganze Nacht hat es stark gewindet und das Womo hat geschwankt, dennoch haben wir gut geschlafen in der kuscheligen Wärme.Das Feeling war schon genial, draussen Winter, drinnen schön warm.
auch wenn es anders aussieht, ich hatte am Morgen gute Laune
Losgefahren sind wir ohne bestimmtes Ziel, aber schon nach wenigen Kilometern habe ich die Karten studiert und den Weg zur Atlantikstrasse rausgeschrieben. Diese Strasse will ich einfach mal sehen und sooo weit sind wir ja auch nicht weg, wir müssen ja nicht mehr heute hinkommen.
Wir fahren quer durch das halbe Land, nehmen ein paar Abkürzungen, die auf der Karte immernoch sehr breit eingezeichnet sind. Allerdings stellte sich dann heraus, dass beide Abkürzungen Schotterpisten waren. Es war dann schon seltsam, eine Verkehrsschild „Ende 60“ auf einer Schotterpiste zu sehen, wie wenn wir da überhaupt je mal 60 gefahren wären…
In und nach Sundalsørga wollen wir einen Campingplatz ansteuern, um unsere Wäsche wiedermal zu waschen. Und wie es so ist, natürlich kommen jetzt keine Schilder mehr mit Campingplatz. Vorher alle paar Kilometer, jetzt nix mehr. Bis Kristianssund fahren wir, dort ist auf der Karte ein Campingplatz mit Vollausstattung eingezeichnet. Entweder finden wir ihn nicht, oder er sieht ziemlich heruntergekommen aus, so dass wir weiter fahren. Der Nächste gibt’s nicht mehr und beim übernächsten ist das Wohnmobilsymbol durchgestrichen. Langsam werde ich säuerlich, da ich nicht so weit fahren wollte. Zum Glück steuert meine holde Kunigeunde unseren Knutschi. Den überübernächsten finden wir trotz drei Runden nicht und dann beschliessen wir, wieder frei zu stehen, da gibt’s einfach keine Probleme. Just im letzten Augenblick landen wir doch noch auf einem Stell- / Campingplatz bei einem kleinen Fischergebäude. Es hat zwar keine Waschmaschine, aber ein toller Platz, wenn er dann mal fertig wird.
Wir sind aber glücklich, sehen direkt übers Meer zur Abendsonne, kochen uns was feines und ich werde noch die nächsten Tage planen, ist doch etwas einfacher, wenn man am Start schon weiss, wo man hin will.
Mensch ihr kommt rum mit Eurem Knutschi, toller Bericht und die Bilder super :gut: .
Irgendwann ja irgendwann machen wir auch mal eine grössere Tour nach Norden :ja:
Rover am 21 Jun 2014 01:22:06
Danke fürs teilhaben lassen und noch viel Spass. In 5 Wochen kommen wir auch in der Gegend vorbei ;) Wir haben Freunde dort.
tennessy am 21 Jun 2014 09:16:14
jeden tag klick ich einmal rein, um zu gucken, ob es weiter geht. schöner bericht. euch noch nen schönen urlaub :)
shoe1 am 21 Jun 2014 09:28:52
Hallo, einfach nur ein herrlicher Bericht - besser geht es fast nicht mehr - herzlichen Dank dafür und noch eine schöne Reise! lg Rupert
pbesch am 21 Jun 2014 14:54:23
Hej Rolf
Auf unserer Nordkapp-Reise war der Campingplatz in Kristiansund auch der Einzige, den ich NIE im Leben wieder anfahren würde. Absolute Katastrophe! Wir sind auf unserer Reise ja nie frei gestanden. Wir sind nicht so die "Frei-Steher". Wir haben aber immer sehr angenehme Camping-Plätze gefunden. Wünsche euch weiterhin eine gute Fahrt.
Rofalix am 21 Jun 2014 18:22:55
Tag 22
Vor dem Wegfahren besuchen wir noch die kleine Reception bei unserem Stellplatz. Dort kann man nämlich frisch gefangen Fisch kaufen der Fischer, die gerade vor dem Haus ablegen. Leider sind sie von heute noch nicht zurück und wir kaufen tiefgefrorenen Hyse (Schellfisch) von gestern, filetiert, 750gr für 35 Kronen (4.20 €). Wer sagt, Norwegen ist teuer?
Das Abendessen haben wir also eingekauft und ab geht’s zur Atlantikstrasse. Wir sind schnell dort, sie ist sehr eindrücklich aber auch sehr kurz. Ich habe mir da mehr versprochen. Sieht gut aus, muss man aber nicht unbedingt gesehen haben. Ich bin leicht enttäuscht, aber dennoch froh, hier gewesen zu sein, denn sonst hätte ich immer das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
fast das einzige spektakuläre Bild, das von der Atlantikstrasse möglich ist
Eine Ortschaft nach Molde fahren wir zu einem Caravan-Händler. Wir brauchen noch WC-Chemie. Anfangs Reise hatten wir zwei verschiedene Packungen für das WC dabei, eine blaue mit Chemie, und eine grüne ökologisch. Aber da müssen wir beide sagen, die ökologische taugt aus unserer Sicht nichts. Es riecht im WC strenger, wie wenn man nichts hinzugibt. Bei der blauen hingegen, absolut kein Geruch. Wir brauchten also nur noch die blauen, mit dem Ergebnis, dass jetzt alles aufgebraucht ist. Beim Händler funktioniert keine unsere Kreditkarten und an Norwegischen Kronen haben wir nur noch Kleingeld, das nicht reicht. Also ab zum nächsten Bancomaten. Denkste – 100km weiter finden wir endlich einen, aber da drehen wir nicht mehr um. In unserem Navi sind die POI anscheinend total veraltet, lotste er uns doch an Bancomaten, wo das Gebäude schon zerfallen und sicher kein Geldautomat mehr da war.
Navi von der Atlantikstrasse
Auf der Fahrt kommen wir noch in ein norwegisches Radrennen – Zeitfahren - und wir fahren eine zeitlang hinter diesen jungen Rennfahrern nach. Der eine oder andere hätte schon noch einen Tipp vertragen können, ihre Technik war noch nicht ganz ausgefeilt. Klar machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Ziel, um noch ein wenig Radlerluft zu schnuppern (und Geld aus dem Bancomaten zu lassen). Dabei fällt mir auf, wir haben nun den 22. Tag, also genau jeweils die Schlussetappe der Tour de France. Bin ich darum etwas ausgelaugt und sehne mich nach einem Ruhetag? Haben sich bei mir die acht TdF-Teilnahmen eingebrannt?
ich hätte gerne Tipps gegeben
Ein paar Kilometer später stehen wir bei Regen auf dem Mjelva-Campingplatz in Andalsnes und beraten uns, ob wir morgen hier einen Ruhetag machen sollen. Die Wäsche wird aber heute noch gewaschen…
Mjelva-Camping in Andalsnes
Anita hat Halsweh, ist erkältet mit Gliederschmerzen, bei mir ist es wieder am Abklingen und auch meinem etwas geschwollenen Auge geht’s wieder besser. Vielleicht ist es ja doch klüger, bei Regen einen Faulenzertag zu machen. Sonst meinen wir ja nur, dass wir noch alles schnell besichtigen müssen.
Als nächstes würde ja der Trollstigen und eine Fährenfahrt durch den Gairangerfjord anstehen, macht bei schönem Wetter aber bestimmt mehr Spass.
Den ganzen Tag hat es geschifft, wir haben unser Knutschi nicht einen Meter bewegt. Zuerst richtig ausgeschlafen, gefrühstückt mit frischen Zopf, den meine Holde gestern noch gebacken hat. Hat das lecker geschmeckt!
frischer Zopf vom eigenen Backofen
Danach habe ich gemerkt, dass es meinen Router verjaggt hat und er nicht mehr funktioniert. Also kein Internet mehr für die Allgemeinheit, bis ich wieder SAT-empfang habe. Na ja, das Camping-WLan geht zur Not, aber ich habe mich fürchterlich aufgeregt, wegen diesem kaputten Router, wo soll ich jetzt einen hernehmen? Meine Anita hat die Situation sofort erkannt, blieb ganz ruhig und sagte mir, dass in Andalsnes ein grosser Wohnmobilhändler existiert der zwischen 13 und 15 Uhr am Sonntag offen hat. Ich soll doch schnell mit dem Fahrrad dorthin, diese Chemiklo-Tabletten holen. Ich also in strömendem Regen los, diese Tabletten gekauft und auch noch zwei unzerbrechlichen Weingläser (die letzten aus Glas überlebten die Schlaglöcher hier in Norwegen nicht) und klatschnass wieder beim Knutschi angekommen. Aber, ich habe mich abreagiert und bin wieder ganz ruhig.
neue Gläser für den letzten Tropfen Wein
Danach haben wir die Planung unsere letzten 10 Tagen begonnen. Wir haben noch viel Zeit und so haben wir die in Norwegen schöne Landschaftsrouten herausgesucht und auf der Karte eingezeichnet. Danach legten wir fest, welche und wie wir diese Routen fahren. Ich bin jeweils für Abkürzungen und da ist es ganz praktisch, dass auf unserer Strassenkarte die Feldwege auch eingezeichnet sind mit den Gewichtsbeschränkungen z.B. 4 t oder 6 t oder so. Da weiss ich jeweils, dass ich nur über 4 t fahren kann, die anderen sind mir zu riskant.
am planen
Ich am planen und meine holde Kunigunde plötzlich: In der Legende der Karte steht aber, dass dieses Wanderwege sind und die Zahl jeweils die Stundenangaben sind! Nichts mit Tonnen! Ups, zum Glück habe ich meinen Engel. Also nochmals umplanen.
Tonnenangabe oder Zeitangabe?
Das Abendessen schlage ich etwas einfaches und schnelles vor und so einigen wir uns auf eine Büchse Ravioli. Allerdings merken wir, dass wir gar keinen Büchsenöffner hier haben, zum Glück bin ich ein ehemaliger Schweizer Soldat und habe mein Sackmesser hier. Die Büchse kann also doch noch geöffnet werden.
Rover am 22 Jun 2014 21:50:45
Wünsche Euch wieder besseres Wetter für Trollstigen, Geiranger und Dalsnibba - ich nehme an ihr fahrt die Strecke ? Daumen fürs Wetter sind auf jeden Fall gedrückt!
Rofalix am 22 Jun 2014 22:06:31
Hallo Rover,
klaro fahren wir das, wir wissen nur noch nicht wann. Morgen sicher Trollstigen, aber am Dienstag soll schönstes Wetter sein, und das sparen wir uns eventuell für eine Fährfahrt von Valldal nach Geiranger und dann Dalsnibba. Wir wollen ja gute Fotos präsentieren....
Rover am 22 Jun 2014 22:57:01
Gutes Wetter wünsche ich Euch für jeden Tag, aber auf dem Trollstigen ist schlecht Wetter noch eher zu verkraften wie auf dem Dalsnibba würde ich sagen. Viel Spaß auf jeden Fall. Wir sind schon ganz ungeduldig. Diese Ecke mögen wir sehr und kommen dieses Jahr endlich wieder vorbei. In 4 Wochen geht es los. Solltet ihr im Bereich Trollstigen - Geiranger auf eine junge weiblichen Touriführerin treffen, die deutsch spricht, recht klein ist und blonde Haare bis über zum Hintern hat - sprecht sie an und sagt liebe von Sina :mrgreen: Spaß beiseite: ich geniesse Eure Berichte und es steigert die Vorfreude enorm. Und wegen des Routers: Nicht ärgern - lieber den Urlaub geniessen.
berny2 am 22 Jun 2014 23:59:52
Auch ich schliesse mich den Gutefahrtwünschen an und erlaube mir noch zwei Hinweise: Über Tel. 175 bekommt man auch in englisch zuverlässige Auskünfte über die Strassenzustände. Vorteilhaft ist, wenn man gleich die Strassennummer parat hat. t ist die Abk. für timer (Stunden).
Rofalix am 23 Jun 2014 17:38:24
Es geht weiter - Trollstigen
Endlich geht es weiter. Wir sind einfach nicht geboren, um mit dem Wohnmobil zu stehen. Beide freut es, dass es heute weiter geht, auch wenn es nicht weit sein wird.
Zuerst fahren wir an die Tankstelle und tanken voll. Danach nochmals in das grosse Wohnmobilcenter um ein bisschen zu schauen, was es so in Norwegen gibt. Einkaufen und die Vorräte auffrischen muss auch noch sein und endlich fahren wir Richtung Trollstigen los.
Wir sind schnell da, machen Fotos von unten, mitte und oben. Es sieht imposant aus, auch zum Fahren ein gutes Gefühl, allerdings habe ich es mir enger vorgestellt und es ist überhaupt kein Problem. Überall Ausweichstellen und die Kehren sind breit.
sieht schon cool aus
nicht sooo eng
Oben sind wir natürlich auch noch ins Touristencenter rein, da wir ja Touristen sind. Auch die Aussichtsplattform haben wir für Fotos benützt.
Aussichtsplattform
Danach sind wir weiter Richtung Valdall gefahren. Wir wollen irgendwo wieder frei stehen diese Nacht, da wir dann morgen um 9:30 Uhr die Ausflugsfähre-Fähre über den Geiranger-Fjord nehmen wollen. Morgen ist strahlend schönes Wetter angesagt. Bis Valdall gibt es nur Campingplätze und keine Möglichkeit, frei zu stehen. Am Fjord sind wir dann links Richtung Fjørå abgebogen, durch ein Tunnel mit Höhenbegrenzung 3.1m und schon haben wir einen Stellplatz direkt am imposanten Fjord entdeckt. Zwar direkt neben der Strasse aber was macht das schon, wenn alle Viertelstunde ein Auto durchfährt.
Stellplatz am Fjord
Zum Zvieri gibt es Lachsbrötchen und Internet via Satelliten habe ich auch wieder, obwohl wir mitten in den Bergen sind. Damit haben ich nicht gerechnet….
Daten: 67km 1:45 Std 9 - 16 Grad, regnerisch, bewölkt
Wetterbericht sonnig und wolkenlos (hoffentlich stimmt das) und drei grosse Kreuzfahrtsschiffe sollen morgen im Geirangerfjord sein. Dank Internet selber herausgefunden.
Jetzt müssen wir uns nur noch überlegen, was wir heute Abend am "St. Hans Abend" machen und wie wir den feiern sollen...
Rofalix am 24 Jun 2014 21:01:49
Tag 25 - Geiranger
Was für ein Tag und was für tolle Eindrücke! Skandinavien ist einfach top! Es war heute wieder einer dieser Tage, die man einfach nicht vergessen will und kann.
Der Tag fing aber mit einer Panikattacke an. Um halb sechs bin ich erwacht, blauer Himmer und mein zweiter Gedanke: Was, wenn es kein Platz mehr auf der Fähre hat? Also sofort auf, Anita geweckt, geduscht und die 10km zum Fährhafen gerast. Uff, Glück gehabt, es stehen erst vier Wohnmobile dort, die wahrscheinlich dort übernachtet haben. Aber wenn ich die Fähre anschaue, gross ist die ja nicht wirklich. Egal, ich habe sicher noch Platz und wir haben es uns nochmals drinnen gemütlich gemacht, bis der Einkasssierer zwei Stunden später kam und wieder nur Geld für ein 7m-Wohnmobil wollte.
Am Hafen hat es 9 Spuren zum warten, die Fahrzeuge auf den ersten drei Spuren haben Platz auf der Fähre.
auf See
Die Fahrt danach dauerte 2:15 Std. und war sehr eindrücklich. Die Fahrt hat sich gelohnt und wir knipsen wacker Fotos. Zwischendurch werden dann immer wieder Lautsprecherdurchsagen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten in norwegisch, englisch und deutsch gemacht. Die Begrüssung auf Norwegisch war immer genau wie unser Dialekt zu Hause. Ich spreche also schon ein paar Brocken perfektes norwegisch. Im Fjord selber fuhren wir dann noch an zwei riesigen Kreuzfahrtschiffen vorbei, eins mit 2700 Passagieren, das andere mit 2500. Man kann sich also denken, was im Dorf Geiranger alles los war. Wir sind von der Fähre runter und sofort links hoch die Adlerstrasse bis Kurve 11. Dort werden alle Fotos gemacht, die wir so von Geirangerfjord her kennen. Die Aussicht ist gigantisch und unbedingt ein muss.
Ausblick von Kurve 11
einer der dicken Brummer
Als wir uns zwischen all den Kreuzfahrtspassagieren, die mit Bussen hinaufgekarrt wurden, sattgesehen haben, haben wir gedreht, sind wieder durchs Dorf Geiranger gefahren und auf der anderen Seite den Berg hoch, oben die Maut bezahlt für Dalsnibba und schon waren wir auf 1500m.ü.M. und haben wieder zum Fjord runtergeschaut. Diesmal war er ziemlich klein, aber die Aussicht mit all den verschneiten Bergen im Hintergrund, einfach himmlisch.
von Dalsnibba
Ursprünglich wollten wir hier oben übernachten, aber da es erst 14 Uhr war und ein reges kommen und gehen herrscht, sind wir dann schweren Herzens doch noch weiter gefahren. Zuerst runter, dann rechts durch Tunnels und dann bei Vidaseter Links die 258. Und was dann kam, hat uns grad nochmals Bauklötze staunen lassen. Eine wunderschöne Strasse, eng, viele Kurven, hoch bis zu einem Skilift der in Betrieb war und wo die Leute Ski fuhren, danach Schotterpiste durch den Breheimen Nationalpark. Was für Bilder, was für Eindrücke. Schneefelder, kitschig blaue Gletscherseen, Natur pur und wir zwischendrin auf einer schmalen Schotterpiste. Die paar Autos die kamen, konnte man immer irgendwie kreuzen und auch das entgegenkommende Wohnmobil war kein Problem. Einfach nur herrlich.
die 258
Ganz kurz vor der Zivilisation sind wir dann auf einem schönen Picknickparkplatz gelandet, wo wir übernachten werden.
Tipps: Wir haben die Fjordfahrt von Valldal nach Geiranger um 9:30 Uhr gemacht, es war super. Wer aber viel Wert auf Fotos macht, soll die 12 Uhr Fähre von Geiranger nach Valdall nehmen, da ist das Licht bedeutend besser. Der Ausblick von der Adlerstrasse auf den Fjord von Kurve 11 darf auf keinen Fall ausgelassen werden, ist ein muss. Dalsnibba ist super, aber nur, wenn man die Berge auch liebt. Der Fjord selber ist dann schon etwas klein von so weit oben. Die Strasse 258 muss gemacht werden, wenn man die Berge und die Natur liebt und auch Zeit hat.
Was soll ich heute nur wieder erzählen? Hochgebirge, Schnee, Meer, Sonne, gegrillter Fisch? Alles stimmt und alles heute erlebt.
kurz nach dem Start
Von Grotli fahren wir bei schönstem Wetter durch Tannenwälder an Seen und Flüssen entlang auf der E15 nach Lom. Unterwegs entsorgen und versorgen wir in Bismo, nach Lom biegen wir ab auf die 55, eine weitere Landschaftroute Norwegens. Die Vegetation ändert sich viertelstündlich, bis wir wieder im „Hochgebirge“ sind und die Norweger auf einer Langlaufloipe wie wild im Training sind. Mit kurzen Hosen, zum Teil nacktem Oberkörper. Einzigartig.
Danach stürzen wir uns wieder zu Tal, in der Mitte sehen wir aber einen Abzweiger nach Ardal. Schnell auf der Karte geguckt, ok, passt und diese Mautpflichtige Strasse hoch. Nur mit Kreditkarte und nicht über 10m steht unten auf einem Schild. Es war wieder herrlich, einsam, Schnee, Sonne, Wälder, zuoberst eine Schranke, Kreditkarte hinengehalten, Schranke öffnet sich. Keine Ahnung, was das jetzt gekostet hat.
fast oben
Die Abfahrt ist ziemlich steil, unten sehr enge Kurven und dann sind wir wieder am Meer. Einfach unglaublich.
Wir finden unglaublich schöne Stellplätze direkt am Wasser. Sollen wir bleiben oder Weiter? Schlussendlich fahren wir weiter, gehen in Ardalstangen einkaufen. 800 Gramm Lachs für 33 Kronen!
wäre ein sensationeller Übernachtungsplatz, wir fahren aber weiter
Es geht am Meer entlang bis Hauge, danach die nächste Landschaftsroute Norwegens wieder in die Berge Richtung Hornshytte. Es ist einfach nicht zu fassen, 30 Minuten vorher waren wir am Meer bei 23 Grad und danach sind wir im Hochgebirge über der Baumgrenze neben Schneefeldern und grillen den Lachs!
hier schlafen wir heute
Was für ein perfekter Tag. Jetzt muss die Schweiz heute Abend noch das Fussballspiel gewinnen, und alles paletti (es ist auch paletti, falls sie verlieren sollten…).
Daten: 230km 5:05 Std leicht bewölkt, 14 - 24 Grad
berny2 am 25 Jun 2014 22:31:24
Hallo Rofalix,
danke für den Bericht und die Bilder!! :) Grundsätzlich seid Ihr ja zu beneiden, und ich glaube, dass die Leser mir hier zustimmen. Schade jedoch finde ich, dass Ihr eine soooo schöne und abwechslungsreiche Strecke an nur einem Tag "gemacht" habt. Wir hätten uns dafür mindestewns zwei, eher sogar drei, Tage Zeit genommen.
shoe1 am 26 Jun 2014 08:47:01
Hallo Rofalix, einfach nur großes Kino! Es ist zwar immer schöner, wenn man ganz viel Zeit hat - aber 230 km an einem Tag finde ich jetzt nicht gerade viel und wie man aus eurem Bericht genau heraus lesen kann: Ihr genießt es!
Eure Berichte sind wirklich der absolute Wahnsinn - besonders, wenn man auch heuer zum Nordkapp hoch will ...
Noch einmal herzlichen Dank dafür.
lg und gute Reise Rupert
BurnerWil am 26 Jun 2014 08:50:49
Ein toller Bericht, der Wünsche weckt. Die Gegend steht definitiv auf unserer Wunschliste. In drei Jahren ist es soweit :D , dann haben wir viel Zeit und Skandinavien ruft Vielen Dank fürs mitnehmen, klasse
Rofalix am 26 Jun 2014 22:02:57
Tag 27 - Schöner wie Geiranger?
Wir starten zweite Hälfte vormittags auf unserer kleinen Strasse Richtung Aurland.
Zuerst steigend, dann fallend, durch Winterlandschaft mit kleinen Eisbergen in schon aufgetauten Bergseen.
Dann wird es wieder grüner und dann plötzlich um eine Kurve und wir sehen einen gewaltigen, stahlblauen Fjord unter uns. Völlig überraschend, wir sind ganz baff, natürlich sofort auf dem nächsten Parkplatz gefahren, es hat sogar eine Aussichtsplattform, und dann zuerst mal Luft anhalten und staunen. Das Fotografieren vergessen wir zu beginn völlig.
Aurlandfjord
Es ist ein Seitenarm des Sognefjord, der Aurlandfjorden. Ich behaupte mal dass er schöner, gewaltiger, blauer ist wie der Gerainerfjord. Einfach gigantisch. Und Leute oder gar Busse hat es keine hier.
Nachdem wir uns etwas erholt haben, setzen wir die Fahrt Richtung Tal fort, aber in jeder Kurve machen wir mindestens ein Foto. Unten angekommen, fahren wir 10km weiter dem Fjord entlang nach Flåm. Wir haben den Tipp bekommen, dass man mit der Flåmbahn die Räder mitnehmen kann und von der Bergstation Myrdal mit dem Velo zurückfahren sehr schön sein soll.
Beim Bahnhof angekommen, Fahrkarten gekauft (ziemlich teuer mit den Rädern, 400 Kronen pro Person). Aber die Eisenbahn hat eine volle Stunde für die 20km. Unterwegs wird aber am grossen Wasserfall Kjosfossen angehalten, wo wir dann sogar das Glück haben, die Unterweltgestalt Hulda zu sehen.
Hulda
Bei der malerischen Bergstation Myrdal kann man in die Eisenbahn nach Bergen umsteigen, wir packen unsere Räder und machen uns auf den Weg zurück ans Meer.
Bergstation Myrdal
Allerdings, die ersten vier Kilometern sind kein Schleck, steil Berg runter auf sehr groben Schotter. Keinesfalls geeignet für Freizeit-E-Bike-Rentner. Wenn man diese Kilometer aber geschafft hat, wird’s schön. Ok, es liegt eine Herde Ziegen auf der Strasse, die keinen Millimeter wegrücken, als wir anbrausen. Wir müssen mit unseren Velos den Umweg über das Gelände machen, die Strasse ist schliesslich für die Ziegen.
Etwas später laben wir uns an echten, hausgemachten norwegischen Waffeln, die zwei geschäftstüchtige junge Fräuleins am Weg verkaufen. Es hat richtig gemundet und nur einen viertel gekostet, wie an den Touristenorten. Norwegen ist teuer? Man muss nur wissen wo ;-)
Zurück in unserem Knutschi am Meer zeigt das Thermometer 31 Grad und wir zergehen fast. Wir beschliessen, wieder in die Berge zu fahren und unsere Route fortzusetzen. Zuerst geht es durch einen 25 Kilometer langen Tunnel. Wir Schweizer meinen immer, wir sind die Könige mit dem Gotthardtunnel. Hier sind die Tunnel viel länger und kein Mensch spricht davon… Und die drei Haltestellen darin sind die Wucht!
Haltestelle im Tunnel farbig beleuchtet
Wir fahren die E16 Richtung Osten, biegen nach etwas suchen in Hemsing links ab in eine Mautpflichtige Strasse für 60 Kronen. Und dann wird’s richtig steil auf der Schotterstrasse. Im zweiten, manchmal im ersten Gang und fast mit etwas durchdrehenden Rädern bei unserem Vorderradangetriebenen quälen wir uns die Strasse hoch und schwups, sind wir schon wieder ganz alleine in der Prärie. Ein Platz ist auf der Passhöhe schnell gefunden und wir brutzeln uns Poulet Geschnetzeltes, Reis an Süss-Saure-Sauce. Während dem Kochen beginnt es zu regnen, uns ist nicht mal aufgefallen, dass die Sonne weg ist. Und es ist nur noch 3 Grad!
Heute müssen wir echt gestehen, dass wir eventuell zu weit gefahren sind, das heisst, wir hatten gar keine richtige Zeit, unsere Eindrücke zu verarbeiten. Wir haben wieder so viel Tolles gesehen.
Daten: 177km 3:45 Std Fahrzeit 3 - 31 Grad, von Hitze bis abends Regen
Tag 28 - vier Wochen - Was soll ich heute schreiben?
Ich sitze hier am Tisch in unserem Knutschi und überlege, was ich schreiben soll. Ich bin irgendwie immer noch baff von Skandinavien, wie schön das ist und wie perfekt man hier frei stehen kann. Und wir die Strassen ein Erlebnis sind und und und?
kein Schnee, sondern Flechten und Moos
Heute Morgen sind wir ja wieder hoch oben über 1000m aufgewacht, 2 Grad, leichter Schneefall, der dann in Regen überging. Wieder einige Kilometer Schotterpiste bergab, bis wir wieder asphaltierte Strassen erreichen. Da bleiben wir dann grad ein wenig drauf und fahren wiedermal die E6 bis Vinstra.
zuerst die E51
Wir sehen eine LGP Tankstelle und steuern die an. Zwei Deutsche fahren sofort ihr Auto weg und sind uns behilflich. Sie wollen nur schauen, ob wir tanken können, bei ihnen hat es nicht funktioniert. Auch bei uns ist der Wurm drin und irgendwie klappt es mit der Kreditkarte nicht. Egal, wir haben noch fast die Hälfte voll und müssen eigentlich kein Gas haben. 300m weiter parkieren wir vor einem Einkaufszentrum und fahren die SAT-Schüssel aus. Ich will mal nachschauen, wie die Läden heissen, wo man Wein kaufen kann. In den Supermärkten habe wir noch nie Wein gesehen. Unsere sagenhaften zwei Liter Wein, die wir von zu Hause mitgenommen haben, sind seit längerer Zeit aufgebraucht! Im Web suchen wir dann nach einem Vinmonoplet in der Nähe. Wir hätten nur die Augen aufmachen müssen, wir stehen direkt davor! Also rein, und wir kaufen uns einen 3l-Tetrapack (321 Kronen) Gabernet Sauvignon. Wer jetzt sagt, Wein kauft man nicht im Tetrapack – wir trinken ihn ja auch aus Plastik-Gläser, also was solls (und in Flaschen wäre er noch teuerer gewesen)?
Prost
Heidal Kirke
Weiter studieren wir die Karte, wo es hingehen soll. Ich habe mal die Gegend um Gålå ins Auge gefasst, dort soll es nämlich Elche haben. Und im Web finde ich dort auch noch den „Peer Gyntvegen“, der sehr schön sein soll. Gleichzeitig suche ich auch noch nach einem freien Stellplätzchen für uns, wenn möglich in der Höhe, ganz alleine und an einem See. Google Maps spuckt an dieser Dichterstrasse nichts aus, die Satellitenkarten sind viel zu ungenau. Peter, unser deutsch-norwegischer Freund hat mir den Tipp mit der Finn.no Karte gegeben, und die ist wirklich genial. --> Link Man sieht sogar die Mittelstriche der Strassen auf der Satellitenkarte. Und bei dieser Genauigkeit ist es kein Problem, ein Plätzchen zu finden. Bin nur gespannt, wie das in Wirklichkeit aussehen wird.
Der Peer Gyntvegen ist wieder genial, nur Elche sehen wir keine. Die Strasse ist auch wieder Mautpflichtig, aber dafür hat es jeweils keine anderen Wohnmobilisten da drauf und die schönen Plätzchen sind da immer frei.
Mautstation 80 Kronen
Ich bin gespannt, wie unser Platz auf der Karte in Wirklichkeit aussieht. Es ist einmal mehr genial, aber da die Satellitenbilder so genau sind, ist das Strässchen doch echt schmal und wir passen ganz knapp noch durch. Stehen tun wir einmal mehr sensationell, aber wie wir morgen da Rückwärts wieder herauskommen, steht auf einem anderen Stern. Nach Vorwärts ist nämlich definitiv zu eng!
eng
Daten: 178km 4:15 Std Fahrzeit 2 - 13 Grad, regnerisch bis bewölkt
ihr habt uns mit euren Bildern und den amüsnaten Berichten unsere "Wartezeit" verkürzt... Wir starten Ende Juli Anfang August für ca. 5 Wochen in dieses Märchenland!
LG Richard "Zirbl" :respekt:
Rofalix am 28 Jun 2014 23:43:34
Tag 29 - Lillehammer
Anita fährt unser Knutschi problemlos rückwärts aus dem sehr schönen Freistehplatz am See zurück auf den Peer Gyntvegen, den wir 15km später verlassen.
Es regnet und der Schotterweg sieht ziemlich dreckig aus.
Wir kommen aber später gut in Lillehammer an und fahren sofort zum parkieren zu den Olympiahallen hoch. Dort sehe ich unser Knutschi, dreckig wie nach einer Ralley. Es tut mir richtig leid…
dreckig
Wir nehmen unsere Räder und kurven durch die Olympiastadt 1994. Die Fussgängerzone zu Fuss, danach runter zur Brücke, wo in der TV-Serie Lilyhammer ein Porsche mit einem Elch zur Schrott gefahren wird.
Brücke in Lillehammer
Auf dem Weg dorthin sehe ich mein heutiges Glück: Eine Waschanlage für Fahrzeuge bis 3.5m Höhe. Da werden wir heute noch anhalten. Zuerst müssen wir mit unseren Rädern aber wieder zu den Olympiahallen hochradeln. Ziemlich steil.
Mit unserem Knutschi fahren wir danach noch zu der Hoppanlegg hoch, den Skisprungschanzen. Sie sind richtig Schnuggelig, wenn man bedenkt, dass hier die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspielen stattfanden. Da war Gigantismus noch ein Fremdwort.
Die Anlage selber ist aber heute noch wirklich schön angelegt. Wir fahren mit dem Sessellift hoch und bewundern auch die norwegischen Springer, die auf den Schanzen am Trainieren sind. Der Überblick über die Stadt ist vom Sprungturm natürlich besonders schön.
erloschene Olympiaflamme
Etwas später wieder beim Knutschi, fahre ich sofort zur Waschanlage und dort geht mein ganzes Kleingeld drauf, bis wir das Knutschi einigermassen sauber haben. Ich bin zufrieden.
Danach geht’s noch ein Stück weiter Richtung Süden, bis wir in einem Wald an einem Seeufer unser Nachtplatz gefunden haben. Wenn jetzt noch ein Elch mit grossem Geweih durch den See schwimmen würde…
Daten: 175km 3:20 Std 5 - 14 Grad, regnerisch
Silvarado am 29 Jun 2014 00:27:12
Hallo Rofalix,
vielen Dank für Euren Bericht. Wir fahren begeistert mit ;-) Ich bin mir sicher, dass Ihr es auf dem Plan habt, trotzdem: In Lillehammer "Maihaugen" --> Link nicht versäumen! Ist ein Muß!
...und putzt Euer 'Knutschi' nicht zu sehr: Dreck adelt!
Weiter gute Fahrt! Klaus
pipo am 29 Jun 2014 09:33:44
Wunderschöner Livebericht :!: :ja:
Rofalix am 29 Jun 2014 23:58:14
Tag 30 - Ohne Gas und in Schweden
Als wir heute Morgen aufwachen, fröstelt es uns leicht und der Kühlschrank blinkt. Was ist da los? Einige Minuten später stelle ich konsterniert fest: Flaschen leer, kein Gas mehr.Mist, ich hab es nie mehr kontrolliert und einfach gebraucht, gekocht, geheizt. Nun nix mehr. Meine holde Kunigunde muss ohne heissen Kaffee den Tag starten. Damit sie sich aufwärmen kann, darf sie fahren.
Wir fahren los Richtung Süden, wollen bis Göteborg kommen. Wir sind schnell wieder auf unserer E6 und halten Ausschau, nach einer LPG-Tankstelle, um unser Gas zu füllen. Nach Navi hat es in Oslo so einige, aber wir sehen keine von der Autobahn aus. Dann halt schnell eine nach Oslo rausgeschrieben und angesteuert. Wir müssen dafür etwa 5km Umweg fahren, aber halb so schlimm, gefüllt sind die beiden 11KG-Flaschen dann mit 42l LPG. Jetzt weiss ich wenigstens, wieviel Liter darin platz haben.
Wir haben also 16 Tage jeden Tag gekocht oder gegrillt, dazu 13 Tage lang geheizt, warmes Wasser gemacht und den Kühlschrank gekühlt mit zwei 11kg Flaschen. Geheizt nicht eben knapp, da wir nachts immer unter 10 Grad hatten, drei Nächte nur ganz knapp über dem Gefrierpunkt.
Danach sind wir weiter Richtung Schweden und dort über die Grenze gedonnert. Nach einiger Zeit Autobahn, meint meine Göttergattin: Ist schon etwas eintönig, Nebenstrassen wären sicher interessanter. Und schwupps, nächste Ausfahrt raus und Richtung Meer gefahren.
Und was wieder für ein Dusel. Wir treffen in Fjällbacka ein, wo wir einen grossen Parkplatz sichten und unser Knutschi parken. Zu Fuss erkunden wir das herrliche Dörfchen (das wissen anscheinend auch andere Touristen). Es ist herrlich, und noch schöner ist es auf einem 74m hohen Felsen über dem Meer: Inselchen an Inselchen, einfach malerisch.
Aussicht vom Felsen
Später fahren wir dann wieder los und suchen die E6. Kaum darauf, sichten wir eine grosse Elchhinweistafel. Hier ist anscheinend ein Elchgebiet. Sofort wieder runter von der Autobahn, schliesslich geht es ja schon gegen Abend und ein paar Kilometer weiter stehen wir vor einem Gebäude mit umzäunten Wald. Es soll ein Elchpark sein, leider hat er aber schon geschlossen. Wir stehen etwas rum, wissen nicht, was machen, und plötzlich kommt der Besitzer. Er macht uns das Angebot, dass wenn wir den Eintritt bezahlen, er uns in den Wald lässt. In dem Wald hätte es 7 Elche, wovon einer mit Geweih, suchen müssen wir sie aber selber und der ganze Weg sei 2km. Er habe leider keine Zeit für eine Führung, und wenn wir keine sehen, er uns das Eintrittsgeld aber nicht mehr zurückerstattet. Der Deal steht natürlich sofort und wir marschieren mucksmäuschen still dahin. Und dann, mitten im Dickicht, sehen wir zuerst zwei Elche liegen, bis wir merken, dass da alle sieben im Unterholz sind. Wir können es kaum fassen und für uns zählt dies natürlich als wilde Elchsichtung, denn suchen mussten wir sie ja selber. Wir können uns fast nicht sattsehen und sind echt glücklich, auch wenn es vielleicht etwas getürkt ist, aber wir haben einen Elchbullen mit Geweih gesehen!
Elchbullen
Der heutige Tag hat sich schon wieder gelohnt, darum fahren wir nun auf der E6 ruhig weiter bis wir abbiegen und uns ein schönes Plätzchen suchen. Gar nicht mehr so einfach hier, schlussendlich landen wir vor Marstrand, einfach wiedermal bombastisch. Morgen werden wir da zuerst mal die unmittelbare Nachbarschaft erkunden.
Marstrand
Daten: 472km 7:00 Std Fahrzeit 6 - 16 Grad, stark bewölkt
Heute machen wir uns Richtung Heimat auf. Aber zuerst besichtigen wir noch das Dörfchen Marstrand ausgiebig, auch die Festung Carlsten. Sie ist wirklich eindrücklich, so dicke Mauern habe ich noch nirgends gesehen, auch nicht in der Schweiz mit den 1000 Burgen.
Festung Carlsten, Marstrand...
...und hier die Aussicht
Heute finden auch noch Vorläufe des Stena Match Cup statt. Dies ist anscheinend ein ziemlich wichtige Segel Regatta, darum hat es auch viele Leute im Städtchen und fast keine auf der Festung…
das Städtchen Marstrand
Nach mehr als einem schwedischen Eis machen wir uns dann auf den Weg Richtung Heimat. Wieder auf der E6 bei schönstem Wetter nach Malmö und dann über die Oresundbrücke nach Kopenhagen. Unsere Stimmung ist gut, wir geniessen das gute Wetter und die defensive Fahrweise der Skandinavier. Anita sieht wieder auf jedem Kilometer irgendetwas schönes und macht Fotos. Auch lassen wir unsere gesamte Reise in den Köpfen nochmals durchgehen, und eins ist schon mal klar: Wir müssen eine weiter Reise nur mit Schweden machen, eine zweite nur Finnland, dann nochmals eine mit Lappland, und Nordkap im Winter wäre auch mal fantastisch.
einer unserer Trolle, die uns seit den Trollstiegen begleiten
In Dänemark angekommen, fahren wir von der Autobahn und schon nach wenigen Kilometern haben wir einen kleinen abgelegenen Rastplatz gefunden, wo wir übernachten.
Oresundbrücke, schön und lange, aber teuer
Ach ja, wer Norwegen teuer findet, soll mal die Brücken zwischen Schweden und Dänemark fahren, die erste hat satte 92 € gekostet, wieviel die morgige kostet, weiss ich noch nicht, ich schaue aber gescheiter nicht nach, da schlafe ich besser.
Morgen hoffen wir, dass wir in der grösseren Umgebung von Leipzig übernachten können. Wir möchten nämlich über die neuen Bundesländer zum Bodensee fahren, hat sicher weniger Verkehr dort.
Ach ja, eine Reise nach Dänemark wird’s irgendwann auch noch geben.
Ein wunderschöner Bericht, ich habe immer auf die Fortsetzung gewartet!!
Ich freue ich das Ihr alles heile und ohne Probleme überstanden habt, ihr habt ja auch nur eine normale, saubere "Weissware" :mrgreen:
Vielen, vielen Dank für dieses tolle Reise!!
uschi-s am 01 Jul 2014 08:54:45
Schade, dass es schon dem Ende entgegengeht. Ein sehr schöner Bericht, fast jeden Tag neue Lektüre.
fralu65 am 01 Jul 2014 11:42:55
Hallo ihr Beiden,
wir waren vor 2 Wochen auch auf der Rückfahrt in Lillehammer.
Haben und die NOK´s für den Sessellift auf den Sprungturm der großen Schanze gespart.
Meine Frau wollte was für Ihre Fitness tun. Über 900 Gitterrost Treppenstufen...!
Mir hats gereicht!
Rover am 01 Jul 2014 12:59:05
Gute Heimreise und danke, dass wir mitreisen durften. Nicht nur, dass es Spass gemacht hat, nein - es steigerte die Vorfreude enorm und half bei den letzten Reiseplanungen ;) Bald geht's los ;)
georg1025 am 01 Jul 2014 20:32:35
Hallo Danke für den Tollen Bericht, wir Starten Morgen Mittag zu unserer 8 Wochen Reise in den Hohen Norden. Werden bestimmt einige Übernachtungsplätze von eurer Tour aufsuchen.
aus Bayern
Georg
fsfranky am 01 Jul 2014 23:07:36
Hallo, still und neidvoll habe ich Euch einige Wochen begleitet. Danke für die Arbeit, die Ihr Euch für uns gemacht habt. Da Ihr in die Nähe von Leipzig wollt, lade ich Euch nach Wittenberg ein. Auf dem Parkplatz an der Schwimmhalle in der Parkstraße stehen öfter mal Wohnis über Nacht. Sollte ich Euch am Abend dort stehen sehen, werfe ich für Euch den Grill an. Und wenn Ihr schon vorbei seid, wünsche ich Euch eine gute Heimreise.
wollina am 02 Jul 2014 00:12:54
Hei, hei Herr und Frau Rofalix
Ich hab gerade den ganzen Bericht in eins gelesen. Super geschrieben! Erinnerungen wurden geweckt und ein wenig Mitleid mit euch hab ich auch. Warum,? ihr musstet diese wunderbare Reise in so kurzer Zeit erfahren. Wir sind immer längere Zeit in den verschiedenen Gegenden gewesen, trotzdem auch viele Km gefahren. Wenn ihr wieder gen Norden fahrt, vergeßt die Angel nicht. Der Fisch frisch aus dem Meer, ein Gedicht. Ansonsten gute Heimfahrt!
wollina
Rofalix am 02 Jul 2014 09:45:42
Tag 31 - 1. Teil Heimfahrt
Hallo zusammen, gestern wurde es bei uns etwas spät, bis wir angekommen sind. Wir sind momentan auf dem Stellplatz Marina in Coswig - Sachsen-Anhalt. Wir fuhren, fuhren und dann um 18 Uhr mussten wir natürlich noch ein Stop machen, um den Match der Schweizer in Brasilien zu sehen. Da sie es auch noch in die Verlängerung schafften, gings halt noch etwas länger. Aber danach fuhren wir weiter und nun sitzen wir bei Traumhaften Wettter auf dem Stellplatz Coswig, direkt an einem Fluss. Fast zu schade, um weiter zu fahren.
Nähere Infos und ein weiterer Bericht, wenn wir heute Abend zu Hause sind.
Danke übrigens für all die Glückwünsche.
Ach ja, gestern haben wir den 10000km unserer Reise geschafft. Unglaublich eigentlich, ich hätte nie gedacht, dass es so einfach geht und dass es so viel werden....