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Ich trage mich mit dem Gedanken, ein E-Bike zu holen. Jedoch nicht die "normale" Variante, sondern die bei denen der Motor bis 45 km/h schiebt. Hat jemand Erfahrungen damit? Nachteile, klar, die Kosten für das Mofaschildchen. Gibt es da sonst noch was zu beachten? Helm trage ich sowieso. Interessante Frage, die ich gern ergänzen möchte: ist für so ein Fahrzeug ein Führerschein erforderlich, wenn ja, welcher? :daumen2: danke Sven Nee, Führerschein braucht man nicht wirklich, wir sind ja über 15 ...... Versicherung braucht man, also Moped/mofakennzeichen. Die Helm Frage ist viel interessanter......muss wohl letztendlich noch richterlich geklärt werden. Das zuständige Ministerium hat wohl eine Aussage gemacht, dass doch Helmpflicht wie bei Mopeds besteht (ich habe das Link gerade nicht parat). Allerdings ist das strittig, weil über 20 km/h ja ohne Treten des Fahrers nicht geht, das Ding alleine fährt ja nur 20, also keine Helmpflicht. Mit meinem Fahrrad kann ich ja auch locker über 20 fahren...... Zudem eignen sich Motorradhelme kaum zum Fahrradfahren...... Der Energiebedarf steigt mit zunehmender Geschwindigkeit mit der 3. Potenz. Du brauchst daher größere Akkus und mehr Solar auf dem Womo zum wieder Aufladen. Von 25 auf 45 km/h solltest du daher mit dem doppelten Energiebedarf rechnen. Es macht riesig Spaß mit einem S Rad zu fahren, aber für mich wiegt der Mehrspaß nicht die Nachteile auf. Das mit dem Moped-Kennzeichen hat den Vorteil, dass man für relativ wenig Geld eine Kaskoversicherung inklusive Diebstahlversicherung bekommt. Meist lassen sich die doch recht teuren S-Pedelcs nicht über die Hausrat eindecken. Fahradwege sind damit tabu. Dieter Hallo rolfblock, kleine Korrektur: Der Energiebedarf steigt 'nur' mit der 2. Potenz (sowohl Bewegungsenergie wie Luftwiderstand). Wen es interessiert, da --> Link hat sich einer ganz viel Mühe gemacht Hallo Macagi, kann Dir einen kurzen Erfahrungsbericht geben. Nachdem ich bereits seit etwa 2-Jahren damit schwanger gegangen bin, habe ich mir im Frühjahr ein Flyer-Vollblut mit Unterstützung bis 45-Km/h zugelegt. Der konkrete Grund dafür war der, dass ich 2-3 x wöchentlich ins Büro fahre und dabei 1-Strecke 30-Km beträgt (also schlappe 60-KM hin und retour). Das habe ich früher auch schon mal mit dem normalen Fahrrad gemacht, aber brauchte dann üblicherweise im Durchschnitt für eine Strecke 75-90-Min. (je nach Verkehrslage / Gegenwind etc...). Da ich aber eher selten Zeit / Lust hatte rund 3-Std. Fahrzeit zu vertrödeln, wurden die Fahrten dann immer seltener. Da ich unterwegs längere Teilstücke am Rhein entlang und über asphaltierte Feldwege habe, auf denen ich so richtig laufen lassen kann, habe ich mich bewusst für die 45-km/h Variante entschieden. Damit fahre ich im Durchschnitt 45-50-Min, wobei es dann auch fast unerheblich ist, ob ich Gegenwind habe, was früher dann je nachdem die Fahrzeit nochmals nach oben geschraubt hat. Du musst dabei natürlich entweder mit dem Nachteil leben, dass Du NICHT auf Radwegen fahren darfst, oder aber den lieben Gott einen guten Mann sein lassen und darauf pfeifen. Das wird jetzt zwar in Windeseile die üblichen Reichsbedenkenträger auf den Plan bringen, die sich hier im Forum gerne tummeln und dann mit erhobenem Zeigefinger ihr Entsetzen über dieses skandalöse Fehlverhalten kund tun, aber Du wirst vermutlich alt genug sein, um dies für Dich selbst zu entscheiden. Ich benutze grundsätzlich Radwege, halte es aber so, dass ich mich sehr defensiv verhalte und auf Radwegen / in Parkanlagen etc... grundsätzlich sehr langsam und umsichtig fahre. Eher mache ich mal einen grösseren Bogen oder fahre nur noch Schritttempo, als mit zu hoher Geschwindigkeit den Unmut anderer oder gar Risiken heraufzubeschwören. Dies mache ich für Hundebesitzer / Fußgänger / unkonzentriert herumeiernde andere Radfahrer etc.. . Ausserdem rechnet auch kein anderer Verkehrsteilnehmer mit solch schnellen Fahrrädern. Dabei schalte ich dann üblicherweise auch die Unterstützung ab und spare dann auch noch Strom dabei. Verboten bleibt es natürlich trotzdem und was die Versicherung sagt, wenn es dann trotz aller Vorsicht mal kracht, kannst Du Dir vermutlich selbst ausmalen! Kurz gesagt, fahre ich auf Radwegen eher langsamer als mit meinem normalen, nicht elektrifizierten Rad. Allerdings stelle ich auch immer wieder fest, dass mittlerweile immer mehr Radfahrer viel zu schnell in stark belebten Bereichen (Parkanlagen / Innenstädten etc.) unterwegs sind. Dies sind zum einen die Rennradfahrer, die bei uns in den Rheinauen viel zu schnell zwischen den Spaziergängern herumrasen und zum anderen verstärkt die hochbetagten E-Bike (Pedelec) Fahrer, die vorher (wenn überhaupt) auf Ihren Tiefeinsteigern nur noch im Schritttempo unterwegs waren und heute dann mit 25-Km/h durch die Gegend flitzen, aber nur noch das Reaktionsvermögen für Schritttempo haben. Da würde ich mir auch manchmal wünschen, wenn hier die Einsicht zum Fahren in angepasster Geschwindigkeit reifen würde. Wenn ich allerdings nicht die Standardstrecke von 60-KM mehrmals wöchentlich hätte und nur ein Spaß-Rad haben möchte um z.B. auf Wohnmobilreisen einen grösseren Aktionsradius zu gewinnen, würde ich Dir eher zu einer 25-Km/h Variante raten, da Du dann diese oben beschriebene Problematik nicht hast und auch üblicherweise grössere Akku-Reichweiten hast. Ausserdem meine ich zu wissen, dass auf der 45-Km/h Variante Helmpflicht besteht und bei der langsameren Version eben (wie beim Fahrrad) nicht. Mehr Spaß macht allerdings das schnelle Bike und ich fahre heute wesentlich mehr Fahrrad als früher, da viele Strecken unterm Strich auch schneller oder kaum langsamer mit dem Fahrrad zu erreichen sind. Es macht unfassbar viel Spaß mit über 40-Km/h durch die Gegend zu flitzen und Du machst damit halt richtig Strecke, weil Du auch Ruck-Zuck wieder auf dem entsprechenden Tempo bist, wenn Du mal bremsen musstest. In der Regel fahre ich immer einen Schnitt der über 30-Km/h liegt. : Frank
Das gilt für das Fahrrad, aber es kommt noch der ohmsche Verlust im Motor dazu. Doppelter Roll/Windwiderstand erfordert doppeltes Drehmoment = doppelter Strom; (plus höhere Spannung um den höheren Strom durch die ohmschen Widerstände zu treiben) und damit bis zu 4 facher ohmscher Verlust im Motor, und seiner Ansteuerung incl. Batterie. Vielen Dank fiwomo. Ich wollte auch zuhause mehr mit dem Rad fahren, und deswegen die schnellere Variante. Mit dem normalen Rad bin ich auch recht flott unterwegs, habe früher um die 30 im Schnitt gefahren, heute eher etwas weniger.... Was für einen Akku hast du drin, und wie lange hält der wirklich? Wir haben uns letzten Herbst für zwei Flyer S-Serie entschieden. 36 Volt Motor mit Unterstützung bis 45 km/h. Akku sind 15.6 AH. Das reicht für ca. 60 - 70 km. In der Schweiz wird eine Mofa Nummer mit entsprechender Deckung benötigt. Dazu besteht Fahrradhelmpflicht. Fahrradwege dürfen, nein müssen damit benutzt werden, ausser es ist ein Mofafahrverbot signalisiert. Unsere Flyer unterstützen nur wenn pedalt wird. Die Unterstützung wirkt auch nur bis ca. 36 km/h, darüber muss richtig stark getreten werden. Wir nutzen die Flyer für den Arbeitsweg je ca 30 km pro Weg. Andernfalls hätten wir uns für die langsamere Version entschieden. Es ist zu beachten, dass in ganz Europa unterschiedliche Regelungen bezüglich der schnellen E-Bikes bestehen. Mit dem langsameren E-Bike ist man eher auf der sicheren Seite, was die Nutzung analog einem Fahrrad betrifft. Mit dem Wohnmobil nehmen wir die Fahrräder in der Garage mit, mit dem VW Bus auf einem AHK Träger. Wenn Du spezifische Fragen haast, einfach schreiben. eposoft Ich habe den normalen Flyer-Vollblut Akku drin. Wüßte auch nicht, dass es andere (stärkere) gibt. Bzgl. der möglichen Distanz gibt es im Prinzip keine eindeutige Aussage, da es natürlich in starker Abhängigkeit zur tatsächlich genutzten Unterstützung und zur Fahrstrecke (Steigungen / Gegenwind etc..) steht. Da habe ich mir vor dem Kauf auch einen Kopf drüber gemacht und es dann aufgegeben, da es keine eindeutigen Aussagen gab, was ja eigentlich auch logisch ist. Man neigt aber wohl dazu für alles verbindliche Antworten zu erwarten. Zwischenzeitlich habe ich aber sogar mal einen recht aufwendigen Test gefunden, der sich weitestgehend mit meinen Erfahrungen deckt, daher hier auch ein paar Beispiele: zur Info: Fahrergewicht: ca. 100-KG + 2-Packtaschen mit Regenzeug, Ladegerät etc..., Kleidung normal = nicht eng anliegend 1: Meine Standardstrecke geht von Bonn nach Brühl/Rheinland und zurück (60-KM), überwiegend am Rhein entlang und durch Felder. Durch den Mix (freie Strecke und Stadtgebiet/Park), fahre ich dann teilweise entsprechend langsam (<25-km/h) und schalte dann auch auf ECO-Stufe runter oder ganz aus. Auf freier Strecke dann auf AUTO oder HIGH und dann rausche ich auch mit 40-45 km/h durch die Lande. Die Aufteilung langsam/schnell würde ich mal als 1/3 zu 2/3 einschätzen, wobei ich auch in den Parkanlagen (wenn ich weit genug vorausschauen kann) schneller als <25-km/h fahre. Bei dieser Tour bleibt mir nach den 30-KM noch ca. 1/4 Akkuladung übrig, so dass ich es nicht zurück schaffen würde. 2: Wenn ich überwiegend hier in Bonn herumfahre und das Rad nur für Erledigungen benutze, fahre ich ja eher mit moderater Geschwindigkeit, aber hoher Unterstützung, da ich dann i.d.R nicht verschwitzt im Supermarkt etc. ankommen möchte. Dann schaffe ich mit einer Ladung locker 50-KM 3: Zuletzt bin ich 2 x von Bonn nach Koblenz gefahren 60-KM eine Strecke) . Da ich bis dahin nur einen Akku hatte und bereits davon ausgehen konnte, die Strecke bei voller Unterstützung und überwiegend hoher Geschwindigkeit nicht mit diesem einen Akku zu schaffen, habe ich auf der Hin-Tour bewusst auf Energiesparen geachtet. Sprich, ich bin überall dort wo ich eh nicht schneller als 25-km/h fahren konnte/sollte teilweise ohne jegliche Unterstützung gefahren bzw. auf ECO. Das machte ca. 1/3 der Strecke aus. Den Rest dann aber mit überwiegend mittlerer Unterstützung, so dass meine Geschwindigkeit dann auf jeden Fall immer über 30km/h lag meistens so um 35-38 km/h. Bei Ankunft in Koblenz war der Akku dann noch ca. 1/4 voll. Auf der Rückfahrt war dann relativ schlechtes Wetter, so dass auf der Rheinstrecke kaum jemand unterwegs war und ich deutlich schneller fahren konnte, da man niemanden erschrecken / gefährden konnte. Da bin ich dann überwiegend auf mittlerer und hoher Unterstützung gefahren und nur da wo es aus Sicherheitsgründen nicht ging, dann auf ECO. Mit dieser Fahrweise bin ich dann mit den letzten 3% in der Displayanzeige zu Hause angekommen. Lange Rede wenig Sinn: Wenn Du mit maximaler Unterstützung und maximaler Geschwindigkeit ans Ziel kommen möchtest und selbst nicht gerade windschnittig gebaut bist, wirst Du meiner Einschätzung nach nicht weiter als 40KM kommen. Bei Mischbetrieb (langsam/schnell bzw. geringe/hohe Unterstützung) solltest Du mühelos 60-70KM weit kommen. Wenn Du dann noch streckenweise ganz ohne Unterstützung fährst, kannst Du das natürlich noch erheblich ausdehnen. Das Problem der Reichweite liegt ja auch darin, dass es einem schwer fällt, ohne Unterstützung zu fahren, weil es ja extrem viel Spaß macht. Es gibt nichts schöneres als aufrecht sitzend, mit Packtaschen dran, von hinten Rennradfahrer anzuklingeln und dann zu überholen. Die schauen immer völlig dämlich aus der Wäsche wenn es von hinten klingelt, da die ja überholt werden eigentlich nicht eingeplant haben. :D Im Fall des Flyer-Vollblut (aber auch anderen hochwertigen S-Pedelec) ist es ja so, dass Du ein Rad hast, welches mit extrem hochwertigen Komponenten ausgestattet ist, mit denen Du auch ohne Unterstützung locker einen 25er bis 30er Schnitt fahren kannst. Im Prinzip ist das ja ein normales Fahrrad, wenn man mal vom Mehrgewicht absieht. Du hast ja auch keinen spürbaren Widerstand durch den Antrieb, wenn Du den nicht anschaltest. Wenn ich also hier zu Hause losfahre und die Rheinauen und das Stadtgebiet Bonn durchquere, fahre ich oft ohne Unterstützung los und radele dann halt so mit rund 25-km/h herum, wenn es die Verkehrssituation erlaubt und schalte dann erst hinter Bonn auf AUTO oder HIGH. Dabei geht es mir dann auch um die körperliche Ertüchtigung, da ich ja sonst kaum treten muss. Um später >38-40 zu fahren, musst Du ja auch ordentlich mittreten. Wenn ich allerdings vorher auf AUTO oder HIGH mit 35-45-Km/h unterwegs war und dann im Stadtgebiet ankomme und die Unterstützung abschalte, kommt es mir jedes Mal so vor, als wenn meine Radlager festgerostet sein müssen oder ich starken Gegenwind habe. Das dauert dann auch ein paar Kilometer, bis man sich wieder an das normale treten gewöhnt hat und nicht mehr unter der mangelnden Unterstützung leidet. Anfangs denke ich dann immer, dass ich es so unmöglich ans Ziel schaffen kann und schiele dann immer auf den Schalter am Display. Mittlerweile habe ich mir allerdings auch einen zweiten Akku zugelegt, da ich doch öfter Strecken von 50-60 KM unter Zeitdruck fahre und dann dort vor Ort angekommen entweder keine Möglichkeit oder zu wenig Zeit zum Akku laden habe. Dann komme ich mit den beiden Akkus gut zurecht, auch wenn ich überwiegend mit voller Unterstützung fahre. Durch das E-Bike fahre ich mittlerweile 200-300KM in der Woche (eher mehr), da ich die meisten Strecken schneller als mit dem Auto erledigen und überall bis vor die Tür fahren kann. Im Bezug auf das Wohnmobil ist der grosse Vorteil, dass Du auch mal schnell einkaufen fahren kannst, wenn Du relativ weit entfernt von der Zivilisation stehst, wo ich früher dann eher nicht mit dem Fahrrad hingefahren bin. Mit dem E-Bike fährst Du morgens ggf. auch mal schnell 10-15KM zum nächsten Bäcker / Supermarkt. Natürlich kann man das auch alles mit einem normalen Fahrrad machen, aber dann halt mit einem grösseren Zeitaufwand und bei sommerlichen Temperaturen auch mit mehr Schweiß. Ich hoffe ich konnte Dir bei der Entscheidungsfindung helfen. Für mich war die Anschaffung eine der besten Investitionen, da ich mich deutlich mehr bewege und dies auch überwiegend sportlich. : Frank Cube Mtb gibt es auch als S Pedelec Vielleicht noch eine Ergänzung, da Mo gerade Mountainbikes von Cube ansprach: Da ich das Rad überwiegend innerstädtisch zum Einkaufen und Berufspendeln nutze, war mir eine Komplettausstattung mit Schutzblechen, Gepäckträger etc.. wichtig, damit ich Packtaschen etc. dran machen kann. Daher habe ich mich für eine 28"-Trekking Variante entschieden. Der Nachteil ist allerdings, dass man recht wenig Komfort hat, da die die relativ schmalen Reifen halt wenig Eigendämpfung haben, auch wenn es eine Federgabel hat. Da stellt man dann doch recht schnell fest, wie schlecht unsere Strassen und Radwege doch sind und warum die Rennradfahrer alle auf der Strasse fahren. Auch wenn ich auf Radwegen i.d.R. <25-Km/h fahre. Auf den meisten Radwegen könnte man gar nicht schneller fahren, auch wenn man wollte. Einen echten Nachteil sehe ich in meinem Fall im Bezug auf die Mitnahme am Wohnmobil, da wir einen grossen + sportlichen Hund haben, den ich gerne mit dem Fahrrad bewege und dann natürlich i.d.R. Offroad. Dazu eignet sich das recht schwere Rad mit den schmalen Reifen eher eingeschränkt, so dass wir auf längeren Touren dann zu 4-Personen fünf Räder mitnehmen, da dann auch mein Mountainbike mitkommt. In dem Fall dann 4-Räder auf den Heckträger und das E-Bike in die Heckgarage. Da habe ich dann auch schon mal überlegt, ob es nicht sich besser ein E-Bike Mountainbike geworden wäre, was dann aber im Tagesgeschäft eher nachteilig gewesen wäre. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es ja leider noch nicht. : Frank Mich würde mal interessieren, wie es mit der Stabilität und der Fahrsicherheit mit den Mofa-EBikes ist. Vor ein paar Tagen hatte ich auf dem Weg zur Arbeit erstmalig ein ca. 50 km/h schnelles Rad vor mir auf der Straße. Bedingt durch den Gegenverkehr, musste ich einige Zeit hinterherfahren und hatte den Eindruck, das der Rahmen des Rades der Geschwindigkeit und der Strassenbeschaffenheit nicht wirklich gewachsen ist, weil es einziemliches Geeiere war. Mir schien es, dass der Rahmen sich ziemlich verwunden hat. Ist das normal bei diesen Bikes? Was passiert, wenn man bei Tempo 50 eine Vollbremsung macht? Schaffen es die wahrscheinlich hydraulischen Bremsen, bei den schmalen Reifenprofilen das Rad in angemessener Distanz zum Stehen zu bringen? Mofafahrer müssen bei dieser Geschwindigkeit schon einen richtigen Helm tragen. Fühlt ihr euch mit einem Fahrradhelm noch wohl im normalen Straßenverkehr? Auf meinem Roller fahre ich freiwillig auch nie ohne Helm und wenn es auch nur zum Tennisplatz geht. Von Verwindung kann ich bei meinem Flyer nichts feststellen und auch die Bremsen sind hervorragend. Überraschenderweise bremst das auch gut mit den doch recht schmalen Reifen. Das dürfte aber bei den meisten hochpreisigen Herstellern so sein. Unabhängig davon, fahre ich auch nur mit hoher Geschwindigkeit, wenn ich ausreichend weit voraus schauen kann und die Strassenbeschaffenheit und Verkehrssituation es gestattet. Ansonsten bin ich eher mit normaler Fahrradgeschwindigkeit unterwegs, wobei man da ja auch für andere Verkehrsteilnehmer mitdenken muss. Das Problem kennt ja auch jeder Motorrad-/Rollerfahrer. Restrisiko bleibt natürlich. Zum Thema Helm: Bin auf dem normalen Rad Helmverweigerer, aber ziehe den auf dem E-Bike eigentlich immer an. Bezweifele aber, dass der bei einem richtigen Abflug viel nützt. Aber sicherlich besser als nichts. Trage den auch eher, da bei meiner hohen Stein sonst die Insekteneinschläge bei 45-km/h schmerzhafter sind :D : Frank Nochmals vielen Dank, fiwomo. Sehr viel Info, genau die richtige Info. ich habe mich noch nicht auf das Rad festgelegt. Es soll aber ein Tourenrad sein, kein Mountainbike. Marke egal, schaue gerade auf dem Gebrauchtmarkt was so was kostet. Wenn mir das wider Erwarten nicht liegt kann ich es dann mit geringem finanziellen Verlust wieder abstoßen. Ein Schweizer Rad habe ich noch nicht gesehen, von Kalkhoff gibt es wohl auch welche. Gewicht des Rades, klar, immer ein Problem. Ich muss mal schauen wie viel mein jetziges normales Rad wiegt (Corratec Fully, 28"). Übrigens fahre ich auch oft mit diesem Rad über 40 km/h, bergrunter sogar teils über 50 km/h. Jawohl, mit Einkaufskorb hintendrauf! Und viele Rennradfahrer (Amateure) bewegen sich auch in dieser Liga. Hatte auch vor einiger Zeit mal in der Stadt einen Unfall bei um die 40 km/h. Bin rechts abgebogen, bei Grün, und ein Fussgänger ging bei Rot rüber, hat meine Geschwindigkeit komplett unterschätzt. Hat ihn 3 Tage (mich einen halben Tag) im Krankenhaus gekostet.....beim Rad Lenksäule ab.... Ich denke, dass viele E-Bike Käufer gar nicht wissen, dass es auch eine schnelle Variante gibt. Könnte auch gut so sein, Senioren mit Schritttemporeaktionsvermögen bei 45...nicht gut!
:lol: Kenne "Senioren", die würden uns beiden die Ohrwaschel abfahren ... :ja: Nicht nur bei 45 km/h ... :D Klar, es gibt sehr sehr fitte Senioten!Und eben nicht so fitte. Aber darum geht eigentlich nicht. Ich habe mir mal vor einiger Zeit ein Trike von hpvelotech gegönnt --> Link Nur so als Sportgerät und zusätzliche Option in Sachen Radsport. Macht unglaublich viel Spaß, ist leider "sauteuer", aber eben noch richtige Handarbeit. Das Teil hat einen E-Motor bis 25 km/h. Da ich sehr häufig über 25 fahre hält der Akku locker >120 km. Aber trotzdem würde ich die 45 km/h Version nicht empfehlen aus 2 Gründen: 1. 45 km/h ist wirklich schnell. Obwohl ich jahrelang Rennrad gefahren bin und auch nicht besonders ängstlich bin ist es verführerisch schnell (zu schnell!) zu fahren. Nachdem es mich mehrmals in Kurven umgeworfen hat (3-Rad) habe ich den 25er Motor gewählt und es nicht bereut. 2. die 45er-Variante ist fast doppelt so teuer und der Akku hält auch nicht ewig Na das Ding sieht ja heiß aus! 45 km/h damit fühlt sich bestimmt doppelt so schnell an! Aber ich wollte eigentlich ein Zweirad haben.... ich hab noch mal nen Nacht über den Windwiderstand geschlafen. Also: Der Windwiderstand steigt mit der 2 Potenz der Geschwindigkeit. Die benötigte Leistung steigt mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit. Das bedeutet für das Pedelec z.B.: Akku 250 Wh, bei 20 km/h; 125 W Leistung, Fahrzeit 2 Stunden => Reichweite 40 km. Akku 250 Wh, bei 40 km/h; 1 kW Leistung, Fahrzeit 15 min => Reichweite 10 km. Der Akku sollte beim 45 km/h Model deutlich größer sein, als bei den 25 km/h Bikes. Hierzu kann ich berichten, wir fahren klassische 250W E-Bikes mit 36V/10AH Akku. Meine Holde radelt solo, ich habe einen relativ leichten Hundeanhänger gefüllt mit etwa 10kg Mopsfleisch. :eek: Ich schaffe mit dem Gespann etwa die Hälfte der Reichweite, die meine Holde erreicht. Um etwa 50km gesamt mit einer Akkuladung zu schaffen, da muß ich verdammt haushalten. Und wo meine Holde mit Stufe 2 am Berg an mir vorbeizieht, schleiche ich in höchster Stufe. Testweise haben wir auch die Akkus mal untereinander gewechselt, mit gleichem Effekt. Die Akkus sind das A und O der Pedelec´s. Erst recht beim S-Pedelec. Ich musste schon lachen, als ich Deinen netten Bericht las. Das liegt aber nicht nur am Mobs und am Anhänger, wir haben auch ein Rad mit einem Akku und ein Rad mit zwei Akkus. --> Link Kannst ja mal überlegen warum ...... :D Was die Leistung angeht: erlaubt sind beim S-Pedelec max 500 W, aber nicht alle schöpfen dieses Limit aus. Viele haben nur 350W...... Was den Bedarf angeht: Leute wie Jan Ullrich, also Topfahrer, schaffen Schnitte über 40 km/h im Einzelzeitfahren. Deren Output ist aber weit entfernt von einem kW, über eine Stunde Zeitfahren vielleicht die Hälfte. Der Stundenweltrekord liegt übrigens bei fast 50 km. Wenn man also davon ausgeht, dass man 500W braucht um 45 km/h zu fahren, man davon noch 150 selbst liefert, dann leistet der Motor 350W. Der typische Fahrradakku hat 10 Ah bei 36V, also 360Wh. Also hält der dieses Tempo ca 1 Stunde durch, also 45km Reichweite. Gewicht spielt natürlich eine große Rolle wenn die Strecke nicht flach ist, auch der grössere Windwiderstand eines Hundeanhängers (wir haben auch einen, uff!). Ehrlich gesagt für flache Strecken haben wir die Pedelec`s nicht direkt gekauft, dass Problem sind die Steigungen. Die hast Du aber überall, selbst in Spanien an der Küste hast Du oft 500m einen langgezogenen Berg den Du mit dem Auto nicht wahrnimmst, aber mit dem Rad sieht das anders aus. Sorry Sven, aber ich kann nicht anders. Stimmen haben es mir befohlen :twisted: Interessant wäre natürlich zu wissen, wie Viel Mopsfleisch auf Deinem Rad sitzen. Vielleicht liegt es ja gar nicht am Hundeanhänger und dem zierlichen Vierbeiner :D : Frank Ist OT, aber es waren 86,5 Kilos. Wir machten damals einen Ausflug von Mainstockheim nach Würzburg (das ist recht bergig) und ich mußte den halben Rückweg stromlos trampeln. Ich hatte dann mal die Gewichte hochgerechnet, es waren 142 Kilo Gesamtmasse. Aktuell muß das Stromrad nun 12 Kilos weniger schleppen. Respekt, da hast Du aber feste reintreten müssen. Habe mal vor Jahren mit dem normalen Trekkingrad unseren damaligen Hund (45-KG) im Hundeanhänger vom Büro nach Hause gezogen (damals 20-KM). Da ich das auf kurzer Strecke immer ganz o.k. fand, habe ich mir das dann auch problemlos zugetraut. Bis ich dann feststellte, dass Rhein-aufwärts auch tatsächlich aufwärts bedeutet. Die stetige Steigung nimmst Du mit dem normalen Rad kaum wahr. Dass dann auch noch die Windrichtung von morgens auf Nachmittags dreht, kam noch erschwerend hinzu. Habe gedacht ich verende unterwegs. : Frank
Ich habe mir das mal ausgerechnet. Es gibt hier auf der B32 aus Richtung Ravensburg kurz vor Bad Saulgau eine lange recht gerade Strecke die ich ab und zu befahre, mit dem normalen Fahrrad. Ich habe mich immer gewundert, dass ich auf dem Wege rein nach Bad Saulgau oft knapp 40 drauf habe, auf dem Weg raus aber kaum 20 schaffe. Des Rätsels Lösung hat 2 Komponenten: Wind, und Steigung. Der Wind bläst bevorzugt nach Saulgau rein, und die Strasse fällt mit einer Steigung von knapp einem Prozent! Man kann sich ausrechnen dass 1% Steigung bei 20 km/h und 120kg Gewicht (Fahrrad + Fahrer) bergauf einen Leistungsbedarf von ca 60 Watt bedeuten. Was ist das Gefälle des Rheins? Bei Bonn zeigt mir meine Topokarte 46 m an, bei Bad Honnef 49 m. Ist also nicht so viel, muß an dem Hund gelegen haben :-) Haha, oder am Gegenwind. Oder an der reichhaltigen Nachmittags-Kaffetafel :D Habe übrigens gestern noch ein wenig gestöbert, da meine Frau auch noch ein e-Bike braucht. Bin dabei über GRACE gestolpert. Die schauen auch sehr gut aus. Vor allen Dingen die Kombination: Zahnriemen / NuVinci Schaltung klingt interessant. . Frank
Hallo Frank, klingt nicht nur interessant IST es auch! Habe seit 3 Monaten so ein Teil. Toll! :razz: Jochen
Hab ich mal in einem Bericht gesehen (oder so was Ähnliches, mit großem Nummernschild) - ist aber nicht wirklich als Fahrrad zu bezeichnen, oder? Ansonsten ist besonders die erste Seite sehr nützlich, einfach mehr Optionen anklicken, und dann auswählen. Wenn man zB 45 km/h wählt und Nabenschaltung kommen die Grace Bikes (und auch noch andere mit NuVinci). Die Frage - wie immer bei solchen Seiten - ist: wie vollständig ist die Datenbasis?
53 kg Gewicht sind schon heftig! Sowas in dieser Art wäre mein Favorit: --> Link Für mich untauglich - ich wiege 99 kg! :) Was mich erstaunt sind die Preise - das geht hoch bis in die viele Tausend €. Man sollte bedenken dass man für wenig mehr einen Dacia bekommt, oder einen Citroen C1. Irgendwo stimmt da mE irgendwas nicht am Preis/Leistungsverhältnis.....die Bikes sind viel zu teuer im Vergleich zu den Autos. Hi, macagi: Das Problem sind bei den S-Pedelecs die recht geringen Stückzahlen und die vergleichsweise teure Typ-Prüfung, um eine Zulassung zu erreichen - das wirkt sich dann auch auf den Preis aus. Ich habe seit Anfang November 2013 ein S-Pedelec, und zwar von Diamant das Zouma Supreme+. Mein Akku ist 420Wh groß (offizielle Angabe), die Reichweite liegt bei meinem Fahrprofil (Arbeitsweg, ~23km, ~200hm verteilt auf mehrere kleine Anstiege) bei hochgerechneten 70km - ich hab' es bislang noch nicht geschafft, den Akku so leer zu fahren, daß die Unterstützung weg war. Ich lade jeweils abends daheim. Für die Strecke (23km) brauche ich ca. 40 Minuten, mein errechneter Verbrauch liegt dann bei knapp unter 6 Wh/km, was eben die errechneten 70km ergeben würde. Das Gewicht liegt bei ca. 23 kg, mein "Systemgewicht" liegt beim Arbeitsweg also bei um die 115kg. Zur Rechtslage: Mein Diamant ist als "Zweirädriges Kraftfahrzeug (Kleinkraftrad) mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h und Hubraum bis zu 50 cm³ oder bis zu 4 kW bei Elektromotoren" mit der EG-Fahrzeugklasse L1e eingestuft. Ohne Treten kann ich mit Daumengas-Taster bis zu 20 km/h schnell fahren. Bzgl. Radwegnutzung gilt für mich die gleiche Regelung wie ein "Mofa", d.h. innerorts kein Radweg erlaubt, es sei denn, es steht ein Schild "Mofa frei", außerorts darf ich den Radweg benutzen, kann aber auch auf der Straße fahren. Da ich schon mit dem normalen Rad genug haarige Situationen auf Radwegen innerorts erlebt habe, finde ich die Regelung eher gut - auf der Straße fühle ich mich bei den gefahrenen Geschwindigkeiten nämlich sicherer. Mit Helmpflicht oder nicht weiß ich aktuell nicht Bescheid, es scheint wohl so zu sein, daß ein Helm als notwendig erachtet wird, aufgrund der fehlenden geeigneten Helme werden wohl Fahrradhelme akzeptiert. Ich fahre aber grundsätzlich mit Helm, d.h. eine Helmpflicht wäre für mich kein Nachteil - außer es kommt jemand auf die Idee, einen Motorradhelm vorzuschreiben. Wichtig zum Thema Rechtslage: Im "Zulassungsdokument" ist sehr genau beschrieben, wie das Rad ausgestattet ist, d.h. einfach mal Lenker oder Vorbau tauschen kann ggf. zum Problem werden. Die Übersetzung (Abstufung der Zahnkränze vorne, Abstufung der Kassette hinten) ist ebenfalls fest vorgeschrieben. Ebenfalls existiert eine Reifenbindung im Hinblick auf die Breite, ich habe drei verschiedene Reifenbreiten eingetragen und darf nur Reifen mit ECE-Kennzeichnung fahren. Versicherung zahle ich so um die 70 EUR im Jahr. Ich finde das S-Pedelec (trotz der hieisigen "Überregulierung", siehe Reifenbindung...) ein gutes "Alltags-Fahrzeug", mit dem ich einiges an Autofahrten ersetzen kann. Für's Wohnmobil würde ich aber eher zu einem normalen Rad oder 25km/h-Pedelec greifen. Je nachdem, wo Du unterwegs bist, kann das Mofa-Schild z.B. im Wald ggf. zu Diskussionen fühlen, selbst wenn Du mit unter 25km/h unterwegs wärst... , Thomas
Ah ja. Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Ich glaube ich werde das normale Rad zusätzlich zum Pedelec behalten. Weiss jemand warum manche Räder auch als Gebrauchte sehr teuer (i.e. vierstellig, Kalkhoff uA) weggehen, und andere (zB Link zum eBay Artikel ) für 200 €? Klar ist der Frontantrieb auf losem Untergrund ein Nachteil, zudem ist der Akku hin (für die Spezialisten....vielleicht auch nicht). Aber trotzdem. macagi: Ich weiß jetzt nicht, welches Kalkhoff Du meinst, aber das eBay-Mofa ist halt nicht mehr wirklich Stand der Technik. Dazu noch die Kosten für einen neuen Akku, dann hast Du aber z.B. immer noch "nur" V-Brakes... bussol: zB dieses Kalkhoff: Link zum eBay Artikel Ja, Stand der Technik wird der Unterschied sein. Mittelmotor, Bremsen, vielleicht Gewicht usw. Die Spannung ist bei neueren Systemen auch 36 anstatt 24V, wobei die LiIon Akkus zwar leichter, aber nicht unbedingt haltbarer sind als die älteren NiMH Akkus. zB muss der Akku bei dem älteren Ebay Rad nicht unbedingt kaputt gewesen sein, obwohl er lange Zeit entladen war. Es gibt auch richtige Oldtimer von Hercules, 20 Jahre alt....Link zum eBay Artikel . So was würde ich mir jetzt nicht wirklich antun wollen..... |
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