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Womo mit Sicherheit eines PKW ? 1, 2


rkopka am 15 Jul 2014 16:44:21

Letztens lief mal wieder eine Sendung, bei der ein Womo Seitenauffahrunfall Crashtest gezeigt wurde. Natürlich sah das Womo (älterer Alkoven) nicht gut dabei aus. Dann kam von den gezeigten Womo Neu-Mietern (ein anderes Womo :-) ) die nicht ganz unberechtigte Frage, warum Womos nicht die gleiche Crashsicherheit wie ein PKW haben müssen.

Mir fiel dazu hauptsächlich ein, daß das Womo dann viel schwerer sein würde. Natürlich hat ein Kastenwagen hier schon mal wesentlich bessere Karten. Aber auch da dürften die hinten fahrenden schlechter als in einem PKW dran sein !? Wieviel hält so ein Kasten denn eigentlich aus ? Z.B. wenn er sich überschlägt ? Haben Reisebusse da bessere Werte ?

Die Frage: wie könnte ein aufgebautes Womo (z.B. Alkoven) aussehen, das moderne Crashtests bestehen könnte ? Wo würde man vom Gewicht landen ? Wie würden die Einschränkungen aussehen (z.B. schmalerer Innenraum wegen Verstärkungen) ? Kosten ?

RK

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Asterixwelt am 15 Jul 2014 16:52:42

Viele WOMO Hersteller wollen/müssen die 3,5 t Klasse einhalten. Da zählt jedes Kg.

gordan am 15 Jul 2014 17:30:27

rkopka hat geschrieben:Letztens lief mal wieder eine Sendung, bei der ein Womo Seitenauffahrunfall Crashtest gezeigt wurde........ Wieviel hält so ein Kasten denn eigentlich aus ? Z.B. wenn er sich überschlägt ? Haben Reisebusse da bessere Werte ? .......RK


Wenn sich Womo überschlägt bleibt nur Fahrgestell und Fahrerkabine (falls vorhanden) heil!?
Alles andere fällt total auseinander! Kastenwagen sind in diese Hinsicht am sichersten.

Gordan :hallo:

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Gast am 15 Jul 2014 17:41:35

ich denke, nur KAWAs und --> Link
können einem Mindestmaß an Sicherheitsbedürfnis genügen.
Alles andere bräuchte bei einem oder gar mehreren Überschlägen Eisenbahnschienen als Überrollbügel,
um die einwirkenden Kräfte abzuleiten bzw. um den Aufbau zerstörungsfrei zu schützen.
Ich kann, muß damit leben, das unser TI ein Mindestmaß an Schutz bietet, ein Restrisiko fährt immer mit
und davor kann man sich nur schützen, wenn man Zuhause bleibt und erst garnicht in ein WOMO steigt,
welcher Art Aufbau auch immer.

Lancelot am 15 Jul 2014 17:43:34

rkopka hat geschrieben:Die Frage: wie könnte ein aufgebautes Womo (z.B. Alkoven) aussehen, das moderne Crashtests bestehen könnte ?


Na wie ein modernes Womo eben ... :)
Da ist doch ein Basisfahrgestell mit einer geprüften Fahrerkabine drunter :ja:
Laß doch den Aufbau in tausend Fetzen sein, wichtig ist doch die Unversehrtheit der Insassen vorn drin.

Anders sieht´s bei VIs aus ... :(

rossifumi am 15 Jul 2014 17:49:26

Sicherer als normal aufgebaute WoMos sind Monocoque, sprich einschalige Hüllen (gibt's nicht nur bei Wingamm) oder mit einem Gitterrohrrahmen als Aufbau (gabs das bei Esterel)?
Bei einem "normalen" Front-Unfall, sprich nicht Überschlag, bringt eine stabile Bodengruppe wenig, wenn die Einrichtung einem mit Schwung in den Nacken fliegt.
Rossi

Frostnase am 15 Jul 2014 18:10:55

Wobei es den Wingamm bei einem Unfall/Überschlag genau so zerfleddern würde wie alle anderen WoMos auch!

Gast am 15 Jul 2014 18:37:14

Frostnase hat geschrieben:Wobei es den Wingamm bei einem Unfall/Überschlag genau so zerfleddern würde wie alle anderen WoMos auch!


Es käme auf einen Versuch an. :ja:
Wer schon mal gesehen hat, wie die Weißware zusammengetackert wird,
verliert schlagartig den Glauben an die Sicherheit eines solchen Aufbaus, für immer.
Da werden die Seitenwände auf die Bodenplatte gestellt, das Dach drauf gelegt,
hier und da noch ein paar Schrauben mehr oder weniger sinnvoll bzw. fachgerecht in die Möbel rein gedreht,
und fertig.

hafimann am 15 Jul 2014 19:17:55

Habe diese Sendung auch gesehen.
Bei diesem Test , im Auftrag einer Schweizer Versicherung, krachte ein PKW mit 80 km/h in die Seite dieses WoMo.
Klar, das Womo sah böse aus aber ich denke das dieser Crash auch jedes andere Fahrzeug so zugerichtet hätte.
Will damit nur sagen währe schlimm wenn so etwas mit nem WoMo passiert währe aber auch vermutlich bei jedem anderen "handelsüblichen" Fahrzeug genauso schlimm .Denke da wurde wieder mal Pferde scheu gemacht mit einem WoMo- Problem das zwar ein Problem sein könnte aber kein größeres als bei jedem anderen Fahrzeug .Böse Zungen könnten behaupten das dies ein Grund sein könnte die Versicherungsprämien für WoMo`s wieder mal etwas anzuheben.



Hafimann

wolfherm am 15 Jul 2014 19:26:09

Der Test ist schon sehr realitätsnah mit einem Auto aus einer vergangenen Epoche!!!!

Da hat im Test das Geld wohl nicht für ein neues Mobil mit viel mehr passiver Sicherheit gereicht. Und was sagt der Test aus? Der wurde ja noch nicht mal vergleichbar mit PKW-Tests gemacht.


Billige Effekthascherei.....

tober am 15 Jul 2014 20:03:28

Wichtig ist das die Fahrgastzelle sicher ist. Für Sitzplätze muss ja der Gurtbock entsprechend verankert sein das man nicht mitsamt des Sitzes davonfliegt. Eine Vorgabe für "Wandstabilität" gibt es wohl nicht. Es gibt aber Autos die gar kein Dach haben - nennt sich cabrio :lol: -oder nur mit Stoffverdeck :ja: Da kommt beim Überschlag halt ein Bügel ausgefahren.
Es muss nicht das ganze Fahrzeug "gepanzert" sein sondern da wo Passagiere Sitzen sollte entsprechend Sicherheit da sein.Und ein Omnibus hat von Vorn bis Hinten Sitzplätze.
Womo eher nicht :wink:

Ob jetzt ne Hecksitzgruppe ???????????

gespeert am 15 Jul 2014 20:27:04

Wenn Du ein sicheres Womo haben möchtest, mache den Führerschein DE und baue einen Bus um!!
Alternativ ein Lkw-Fahrgestell.

Aber an Verbräuche von 30l auf 100 km mußt Du Dich dann gewöhnen!!!
Ebenso an den halbjährlichen TÜV

Gast am 15 Jul 2014 20:47:50

tober hat geschrieben:Es muss nicht das ganze Fahrzeug "gepanzert" sein sondern da wo Passagiere Sitzen sollte entsprechend Sicherheit da sein.


Fehlanzeige, zum Schutz der Insassen in Wohnmobilen gibt es scheinbar keine Vorschriften...


underdog am 15 Jul 2014 21:15:53

Ein alter Alkoven klappt zusammen wie ein Kartenhaus, eigentlich sollte sowas nicht zugelassen sein. Motorrad-Gespanne sollte es auch nicht geben, Cabrios auch nicht. Eine komplett durchgerechnete Blechkarosserie muss es eigentlich schon sein, oder ein Stahlcontainer auf einem LKW.

Dennoch fahren diese alten Alkoven zuhauf herum, BJ 1988, BJ 1995, usw. die neuen Fahrzeuge dürften nicht viel besser sein.

Nur, anders gefragt, wie viele Tote und Verletzte gab es bisher wegen zusammengefalteter Wohnmobile? Das sind offenbar nur wenige, sonst wären diese Pappschachteln geradezu über Nacht verboten worden.

Ich fahre auch mit so einer Schrankwand von 1996 herum, ich kenne ein Video von einem Alkoven-Wohnmobil-Crash mit 48 km/h gegen Beton. Das Schlimme ist, es fliegen die ganzen Möbel von hinten nach vorn bis ins Führerhaus. Man wird also brav angeschnallt unter Spannplatten begraben.

--> Link

willi_chic am 15 Jul 2014 21:22:03

....kann es nicht geben

weil bei gleicher Geschwindigkeit die beim Unfall zu "vernichtende Energie" proportional dem Gewicht ist.
Ein PKW hat dementsprechende Knautschzonen, wo durch Verformumg die Aufprallenergie in Verformung umgesetzt wird, und dadurch wirkt weniger Energie auf die Insassen ein.

Ein modernes Womo der Oberklasse, z.B. wie Concorde besteht aus sehr steifem Verbundmaterial (40mm Alu-Hartschaum-Alu) das allseits zu einem stabilen und steifen Käfig zusammengeklebt wird, damit gibt es praktisch keine Knautschzonen und die Belastung im Crash auf die Insassen ist entsprechend sehr hoch, während die Integrität des Womos weitgehend erhalten bleibt.

grüße klaus

rkopka am 15 Jul 2014 21:47:44

Gibt es vielleicht jemanden vom Fach, der ein paar Ideen zu einem funktionierenden Womo hätte, oder sie zumindest bewerten kann ? Nicht was es gibt oder was es wahrscheinlich in der Zukunft geben wird, sondern wie man sicher wäre, wenn z.B. Preis und Gewicht keine Rolle spielen würden ?

- Ein massiver Rahmen. DIe Trucktrial oder Dakar LKW haben ja sowas auch.
- Wände oder Schichten außerhalb die zusammen mit einem gezielt verformbaren Rahmen Kräfte aufnehmen könnten.
- eine innere Kevlarschicht, die eindringende Trümmer abhält.
- Innenausbau, der auch hält und weich ist.
- für alle Teile mit Scharnieren z.B. Sicherheitsbänder, die sie im Notfall halten.
- Erhöhter Schutz im Bereich der Sitzplätze (auch hinten) mit seitlichen Pufferbereichen. Z.B. die Alkovenbetten weiter nach hinten gezogen um eine stabile Decke für die hinteren Plätze zu bilden.
- Die oberen Kästen (falls es überhaupt welche gibt) als Gitterrahmen zur Verstärkung.
- Airbags hinten
- hinten (und vorne) Sitze, die etwas weich montiert sind, so daß sie einen Anprall dämpfen können.
- die Teile sollten erst etwas nachgeben und Kräfte aufnehmen, dann aber halten und Schutz gewähren.

RK

Gast am 15 Jul 2014 22:24:44

willi_chic hat geschrieben:Ein modernes Womo der Oberklasse, z.B. wie Concorde besteht aus sehr steifem Verbundmaterial (40mm Alu-Hartschaum-Alu) das allseits zu einem stabilen und steifen Käfig zusammengeklebt wird, damit gibt es praktisch keine Knautschzonen
grüße klaus


Die Knautschzone liefert aber das Chassis mit Fahrerhaus beim Alkoven und so ein Concorde zerfällt nicht gleich in sämtliche Bestandteile wie so eine Holzlatten Styropor Kiste bei der man von der eigenen Kabine von hinten erschlagen wird, wir haben uns zu einer Alu-Sandwich-Alu Bauweise entschieden da diese unseres Erachtens die stabilste im Wohnmobilbau ist.

Ganzalleinunterhalter am 15 Jul 2014 22:35:32

Hab mir den Film auch gerade auf RTL Now angesehen --> Link.
Ich denke dass der Test trotz des betagten Womos immer noch die Realität zeigt > wie gefährlich das Sitzen ab der 2ten Reihe für die Mitfahrer ist. Viele der aktuell auf dem Markt befindlichen Alkoven und TI sind doch mit der gleichen Leichtbauweise gefertigt und würden nach einem solchen Crash ähnlich ramponiert aussehen.

horst_1 am 15 Jul 2014 23:20:46

rossifumi hat geschrieben:Sicherer als normal aufgebaute WoMos sind Monocoque, sprich einschalige Hüllen (gibt's nicht nur bei Wingamm) oder mit einem Gitterrohrrahmen als Aufbau (gabs das bei Esterel)?
Bei einem "normalen" Front-Unfall, sprich nicht Überschlag, bringt eine stabile Bodengruppe wenig, wenn die Einrichtung einem mit Schwung in den Nacken fliegt.
Rossi

Ja, gabs bei Esterel. Ein Kaufgrund mehr.
Horst

kintzi am 16 Jul 2014 01:13:31

Mensch,quatscht doch nicht soviel darüber, sonst werden unsere Kisten wirklich verboten.Trost ist die geringe Unfallhäufigkeit.
Einigermassen sicher sind wegen der originalen Kabine Alk.-u. Teilint. Vollintegrierte sind im Fahrerbereich wohl die lumpigsten.


Vorschlag: Heraufsetzung der 3,5to Klasse auf 4-5 to u. Stahlverstärkung in gefährdetem Bereich des Aufbaues ähnlich der Panzerung v. Sperrholzkampfflieger im 2.Weltkrieg (z.B. Mosquito). Gr.R

kiteliner am 16 Jul 2014 07:54:01

Es ist halt immer die Frage was man will! Die großen Geländewagen, also die mit dem stabilen Leiterrahmen haben früher immer so richtig schlecht in Crash-Tests abgeschnitten. Die sind zwar von außen her schön ganz geblieben, haben aber ihre Insassen getötet, weil sie sich nicht verformt haben und daher die Aufprallenergie nicht vernichtet wurde. Die gesamte Energie wurde über den Rahmen auf die Sitze auf die Personen übertragen. Die halt gewisse Beschleunigungs- und Verzögerungswerte nicht überlebt haben. Wie unser Werkstoffkunde-Dozent immer sagte, waren dann schöne Leichen, ohne äußere Verletzungen aber trotzdem tot.
Bus- und LKW-Fahrgestelle haben/hatten ein ähnliches Problem, wenn auch damals die Karosserie sicherlich stabiler war, als die eines alten WoMo mit draufgestellten Wänden. In wie weit die Inneneinrichtung sich verformt/ bewegt ist eine andere Sache. Wenn man das alles ausschließen will muss man aber sicherlich auf ein entsprechend schwere Fahrgestell/ Rahmen gehen, damit man die Möbel entsprechend massiv und die Verankerungen entsprechend stabil auslegen kann und das geht mit 3,5to sicherlich nicht, vielleicht als KaWa und dann nur ein Gaskocher drin...
Wer das will sollte entsprechend seine Fahrerlaubnis erweitern oder aber nicht mit "Leichtbau" fahren.
Bei der Bundeswehr werden für Beschaffungen die Autos mit 10G Bremsversuchen getestet, weil das die max. Beschleunigung/ Verzögerung sein kann beim Bahntransport, wenn das Fz auf dem Anhänger gegen einen Bremsklotz fährt (wenigstens laut Bw). Wenn man dann mal sieht, wie vergleichsweise leichte Geräte aus ihren recht massiv wirkenden Halterungen gerissen werden, dann sicht man ein, dass Wohneinrichtung inkl Beladung in einem Auto nicht wirklich sicher befestigt werden kann. Jedenfalls nicht so, das es völlig sicher und auch noch nutzbar, schön und möglichst leicht sein kann.
Macht euch nicht so viel Stress, genießt den urlaub!
Viele
von Thomas, der noch drei Wochen auf seinen Urlaub warten muss...

dieter2 am 16 Jul 2014 10:12:20

Wer immer mit den Gedanken an einen Unfall mit den Folgen im Womo lebt und fährt, sollte
lieber mit einen 7er BMW oder eine S-Klasse in den Süden fahren und sich dort ein Zimmer mieten :wink:

Dieter

Wickinger am 16 Jul 2014 13:43:40

Na wie ein modernes Womo eben ... :)
Da ist doch ein Basisfahrgestell mit einer geprüften Fahrerkabine drunter :ja:
Laß doch den Aufbau in tausend Fetzen sein, wichtig ist doch die Unversehrtheit der Insassen vorn drin.

Anders sieht´s bei VIs aus ... :([/quote]
Wohl nie Kinder gehabt :?: :x Die sitzen bei einer Familie ja blos hinten u. werden mit dem Aufbau abgeräumt :evil:

Lancelot am 16 Jul 2014 14:09:07

Wickinger hat geschrieben:Wohl nie Kinder gehabt :?:


Nein ... :(

eisbaerchen am 16 Jul 2014 20:54:12

rkopka hat geschrieben:Die Frage: wie könnte ein aufgebautes Womo (z.B. Alkoven) aussehen, das moderne Crashtests bestehen könnte ? Wo würde man vom Gewicht landen ? Wie würden die Einschränkungen aussehen (z.B. schmalerer Innenraum wegen Verstärkungen) ? Kosten ?

RK


Hm, wozu sich darüber Gedanken machen? Wird's nicht geben weil es entweder am Gewicht oder am Preis scheitern würde.
Es sind nun mal "Pappschachteln" und werden es auch bleiben. Das Wichtigste ist doch das Führerhaus und ich will jetzt mal
hoffen, das Fiat oder wie sie alle heissen, das ausreichend getestet haben.


Eisbaerchen :dance2: :dance2: :dance2:
Helmut

rkopka am 16 Jul 2014 22:22:59

eisbaerchen hat geschrieben:Hm, wozu sich darüber Gedanken machen? Wird's nicht geben weil es entweder am Gewicht oder am Preis scheitern würde.

Ich wollte keine Ideen, die jetzt ein Massenprodukt ergeben, sondern Ideen, die physikalisch machbar sind. Ich schrieb ja, ungeachtet von Preis und Gewicht. D.h. es geht um konstruktive Ideen, ein Gedankenspiel.
Aussagen wie "geht nicht" sind da nicht gefragt. Vielleicht machen sich manche doch gern mal Ideen.

RK

horst_1 am 16 Jul 2014 22:41:55

Hallo, leider darf ich aus dem Prospekt Esterel Aufbau nichts Kopieren ohne Urheberrechte zu verletzen. Bei dem Esterel ist der Aufbau aus hochfesten Dural Aluminium wie ein Käfig auch am Boden gebaut worden. Dieser Käfig wird mit Fahrgestell durch Nieten und Verkleben verbunden. Die Möbel werden an dem Käfig verschraubt. Erst dann kommen Dach und Seitenwände mit teilweiser zwölffacher GFK Lamierung auf diesen Käfig. Leider kann man das Produktvideo vom Bau nicht mehr im Netz sehen wegen Aufgabe der Herstellung von Esterel. Trotz Ärger über das MB Fahrgestell würde ich keinen anderen in betracht ziehen. Wir hatten davor einen Hymer S660 von 1990 und Kenner wissen was ich meine.
Horst

huegelcamper am 17 Jul 2014 11:36:36

Es git Sie schon, die sicheren Kofferaufbauten! --> Link Aber mit dem großen Fahrgestell! Unter 3,5t ist ein solch sicheres Fahrzeug nicht zu realisieren.



Stefan

Asterixwelt am 17 Jul 2014 11:47:15

Dann sieht es für einen TI gar nicht so schlecht aus.

kiteliner am 17 Jul 2014 12:35:55

Du brauchst erst einmal ein stabiles Fahrgestell, darauf einen stabilen Boden/Rahmen an dem Du den Aufbau befestigen kannst. Der Aufbau besteht auch aus einem entsprechenden Rahmen oder Elementen, die einen Schutzkäfig bilden. Weitere Gefahr für die Besatzung ist das Zeug war drinnen rumfliegt. Selbst wenn der Rahmen nicht völlig zusammenbricht, sondern sich nur verformt, werden Möbelteile/ Befestigungen abreissen. Weniger Möbel? Möbel sollten stabil gebaut und an den Rahmen/Trägern großflächig verschraubt sein, aber bei Verformung des Rahmens reißen die ab, erst recht dieses übliche funierte Spanngelumpe. Nur kurze Ablagen, schmale Schränke/Zwischenwände in Schränken, damit Schweres gar nicht erst beschleunigen und Energie aufbauen kann. Alles was schwer ist in entsprechenden Halterungen, bzw. entsprechende Ablagen für Dinge die gerne irgendwo liegen oder stehen bleiben. Getränkeflaschenhalter am Tisch oder auf der Ablage. Entsprechende Fächer für schweres Gut, am besten dicht über dem Fußboden, ist ggf. nicht Rückenschonend, aber so ein 1,5l-Sixpack Wasser tut zwar auch am Bein weh, am Kopf jedoch.... ebenso der Staubsauger..... Sowas am betsen in den Kofferraum/Garage.
Hinter den Sitzen "Schutzbauten", kann ja durchaus eine verstärkte Schrankrückwand sein, die verhindert, das Geschosse von hinten zum Fahrer/ Beifahrer/Mitfahrern durchschlagen. Entsprechende Türverriegelungen, den wenn das Auto wirklich mal abhebt wie im Film, springen die üblichen Verschlüsse auf. Oder eben wirklich eine entsprechend "geschützte" Fahrgastzelle, die komplett vom Rest des Fz getrennt ist. Ohne Möbel und "unnötige" Einbauten, ein oder zwei Verstaumöglichkeiten für Reiseproviant, Getränke usw. und dahinter dann der Wohnbereich. Dann kann man allerdings vielleicht besser WoWa fahren, sicherer ist das unter Umständen.
Viel macht es aus, ordentlich zu laden und die Ladung zu sichern, aber das fängt schon im PKW an, hochgestapeltes Gepäck, schwere Koffer ungesichert, am bestern noch oberhalb der Rückenlehne. Spielende Kinder nicht angeschnallt auf der Rückbank, Hunde auf der Hutablage......

Der Film von huegelcamper ist ja ganz nett, aber meiner Meinung nach, an der üblichen Unfallsituation vorbei. Das große Problem sehe ich an der plötzlichen Verzögerung durch Aufprall auf stehendes/ entgegenkommendes Hinderniss oder WoMo ist Hinderniss und von hinten/Seite prall etwas auf.
Der Test im Film ist sehr reißerisch, 70km/h, aber das Fz wird sauber angehoben und dann um 90° gedreht sauber auf die Seite gelegt. Er hat sich etwas zu weit gedreht aber kommt fast vollflächig auf. Da wird die Kraft ganz anders verteilt als bei einem Aufprall auf den PKW ohne diese Rampe oder Brummi von hinten. Das ist wie die Frage was tut mehr weh, der Elefant auf deinem Fuß oder die 50kg Frau mit Stilettos.

Aber, wer baut so etwas? In meinem Bus ist auch alles von den Vorbesitzern mit kleinen Möbelwinkeln an Fußboden und Dachhimmel befestigt worden. Ohne alles rauszureißen, Dachverstrebungen hinter der Verkleidung zu suchen.... kann ich da nicht viel machen. Also versuche ich die schlimmsten Stellen oder meine Neueinbauten so gut es geht zu sichern und der Rest kommt mit der Zeit oder eben garnicht. Die Passagiersitze waren Nut- und Federholzkisten mit je zwei 3,5*16 Schrauben an den Ecken am Boden festgeschraubt. Gurte gab es nicht, aber auch keine Airbag und keinen Gurt am Fahrersitz. Mittlerweile bin ich der Einzige ohne Gurt, der Rest hat mindestens mal Beckengurt.
Also: Augen auf, entspannt fahren, gut ankommen und immer eine Handbreit Kraftstoff im Tank :!:
Thomas

huegelcamper am 17 Jul 2014 12:57:53

Ich wollte den Film nur als Beispiel einstellen für stabiele Aufbauten, es gibt noch andere Crashtest, die auch eben Seitenaufprall ect. darsetellen.(komme aus dem Rettungsdienst und bei uns ist das Risiko leider doch sehr hoch für einen Crash) Bei den Rettungwagen ist es oft so, daß schwere Geräte wie EKG, Beatmungsgeräte oder Sauertsoffflaschen an den Wänden verankert sind die bei einem Unfall nicht durch die Kabine segeln dürfen! Aber auch bei den Rettungswagen besteht mitlerweile das problem des Gewichtes. Es gibt eigentlich kein Kofferaufbau mehr der unter 3,5t läuft (ausser den alten :roll: ) Oder schaut euch die AMIS Rettungswagen mit ihren Aufbauten an! Aber mit 3,5t bist du da weit entfernt. Es gibt sicher Materialien, die es ermöglichen auch Fahrzeuge bis 3,5t so sicher zu gestalten, daß Sie enen entsprechenden Crashtest aushalten ........... aber wer kann das bezahlen?

Stefan

giovannibastanza am 17 Jul 2014 14:07:29

Ein PKW mit 2 t Gesamtgewicht und 80 km/h knallt da mit einer dynamischen Wucht von ca. 500 t rein , gerade von der Seite . Genau mit 493 t . Glaubt da jemand einer Werbung , egal von welchem Hersteller, nur ein Wort , dass das halten oder schützen könnte.
Zurückhaltung und wenn es in die Philosophie passt -Gottvertrauen - , was anderes gibt es nicht.
Angsthasen ,- Unglücks-herbei-redner und Spökenkieker sollten lieber garnicht aus dem Vorgarten herausfahren .
Giovanni.

kiteliner am 17 Jul 2014 15:29:07

Stefan, war kein Vorwurf,
uns muss aber, gerade auch nach dem Posting von Giovanni klar sein, dass die Hersteller uns genau das zeigen, wo sie (meinen) besonders Punkten zu können.
Wir hatten bei uns in der Dienststelle eine Fahrerausbildung vom Hersteller auf den neu gelieferten Fahrzeugen. Da wurde uns vorgeführt, wie schön und toll dieser 13to Klotz sich im Slalom zwischen Pylonen durchfahren lässt. Da wurde die Entfernung zwischen den einzelnen Hindernissen sehr genau abgeschritten, damit auch ja die richtige Entfernung aufgebaut war - weil nämlich bei diesem Abstand alles schön glatt ging. Nicht dass das Auto wegen Eigenschwingungen aufschaukelt.....Wenn der Abstand aber ein anderer ist, sieht das u.U. nicht mehr so toll aus.
Die Physik ist nicht zu überlisten. Robust, zuverlässig und stabil mit 3,5to geht, im begrenzten Umfang! Wenn die Ingenieure sich an 5 oder 7to austoben können und auch noch ein wenig mehr Geld verbaut werden darf, sieht das wieder anders aus. Da wird natürlich gespart und Gewinnorientiert gearbeitet, andererseits kann sich auch keiner das Image eines Leichenwagens leisten.
Als ich 92 angefangen habe Kfz-Tech zu studieren wurde uns erklärt das ein PKW-Hersteller das Ergebnis einer Forschungsarbeit nicht umgesetzt hat, obwohl es durch geringe konstruktive Änderungen das Geräusch im Innenraum um etwa 4dB reduziert hat, also mehr als halbiert. Das Ganze hätte 2Pfennig pro Fz gekostet. Aber bei X00.000 Fz wäre das zu teuer gewesen. Die Aktionäre finden so etwas nicht gut.
Thomas

tober am 17 Jul 2014 15:44:24

Wenn es tatsächlich weniger ums Geld und Gewicht geht sondern darum wie sowas aussehen könnte ist das Forum hier vielleicht nicht so geeignet. 8)
Anfrage z.B. bei Action-Mobil wäre ne option. Ohne Ironie - auch bei Militärausführungen könnte man fündig werden wenn es um max. Sicherheit geht. Ansonsten wie schon hier zu Lesen war - einen modernen Reisebus zum Womo ausbauen.
Es wird nur mit "extremen" moglich sein. Extrem schwer,extrem teuer, extrem im verbrauch. Bauen lassen kann man dass :ja: muss nur zahlen wollen :D

Asterixwelt am 17 Jul 2014 16:32:19

Mit den WOMO nur defensiv reisen und auf Gott vertrauen

didje3 am 17 Jul 2014 19:32:21

Alternativ ein Lkw-Fahrgestell.
Aus diesem Grund fahre ich einen TI auf Ford, der hat einen Leiterrahmen mit Heckantrieb, und brauche mir keine Sorgen über die überladene Vorderachse machen oder die Antriebsschwäche kenne ich auch nicht, und sitze relative sicher im originalen Ford Führerhaus

Gast am 17 Jul 2014 19:58:46

Ja relativ.....
So ein Schmarren

Frostnase am 17 Jul 2014 23:31:28

Die Hoffnung stirbt zuletzt oder zeitgleich mit dem Fahrer :lol:

kiteliner am 18 Jul 2014 07:38:35

Irgendwann hat man dann aber wieder das Problem mit den schönen Leichen. Das auto hält es aus, aber der Körper der Insassen nicht. Die auftretenden Kräfte müssen irgendwo hin, das Auto kann man so bauen, dass es das aushält, dann wird es aber entweder so starr und gibt alles auf die Insassen weiter, was diese nicht aushalten oder aber so verformt, dass es dann aufgrund der Verformung auch schon bei geringen Kräften nicht mehr zu gebrauchen ist, bzw. drinnen alles losreist. Wenn man wirklich möglichst sicher sei will, muss man wohl die mobel weglassen, dann wird das alles einfacher... :?
Thomas

brainless am 19 Jul 2014 17:39:40

tober hat geschrieben: Ansonsten wie schon hier zu Lesen war - einen modernen Reisebus zum Womo ausbauen.



Wer so etwas schreibt,

beweist sein Nichtwissen von der Konstruktion moderner (und alter) Busse.
Busse habe keine Seiten- und Dachkonstruktion, die einem Überrollkäfig auch nur im entferntesten ähnelt: Das ganze Konstrukt klappt genauso zusammen wie ein Reisemobil.
Elektronische Assisitenzsysteme erhöhen heutzutage in Bussen die passive Sicherheit - die Verletzungsgefahr bei Kollisionen/Überschlägen ist ebenso hoch wie früher. Aus diesem Grund ist eine Gurtpflicht für die Passagiere auch lange diskutiert worden: Positiv beim Frontaufprall - gefährlich beim Überschlag, da die stabile Aussenschale beim Bus völlig fehlt.

Am sichersten ist ein Reisemobil mit intaktem Serien-Fahrerhaus (Alkovenaufbau), stabiler Winterabtrennung mit integrierter -ebenso stabiler- und verschließbarer Schiebetür und einer davor befindlichen Rundsitzgruppe im Aufbau.
Wenn hinten Teile der Möblierung abreißen, werden sie durch die Polsterelemente verzögert und können die Trennwand nicht mehr durchschlagen.
Das alles geht wohl kaum mit 3,5 Millionen Gramm zulässiger Gesamtmasse - unser Dickerchen hat derer 6,5 Millionen.

Wir sind Millionäre, :lol: :lol:



Volker ;-)

horst_1 am 19 Jul 2014 18:43:19

Aha, ein zwei Personen Mobil. Wie ist das mit den Mitfahrern im Alkovenaufbau?
Horst

brainless am 19 Jul 2014 22:01:54

horst_1 hat geschrieben:Aha, ein zwei Personen Mobil.




Genau!



Volker ;-)

frankiafred am 20 Jul 2014 17:32:10

Moin,
also MEIN Mobil hat zumindest Überrollbügel - 3 an der Zahl (eigentlich 4,denn im Alkoven ist auch noch einer).Nachzulesen auf der Homepage des Herstellers.
Ach ja,der Hersteller ist BORN FREE.

Fred

brainless am 21 Jul 2014 12:28:43

Hallo Fred,

wahrscheinlich beziehst Du dich auf dieses Feature:
Tubular Steel Rollbars

Das finde ich recht wenig.
Überzeugen würde mich:
Rollover Protection Structure

oder

Rollover Protection Coach

Diese Tubular Steel Rollbars hat auch jeder Omnibus, der sich beim Überschlag wie eine leere Tüte zusammenfaltet,



Volker ;-)

frankiafred am 21 Jul 2014 18:39:26

Moin brainless,
wie die Teile benannt werden weiß ich nicht.Sind recht stabil würde ich sagen.Born Free wirbt damit,dass noch nie jemand schlimm zu Schaden gekommen ist in einem RV den die gebaut haben.Ne Probe aufs Exempel mach ich lieber nicht :!:
Wenn es um die Sicherheit von Wohnmobilaufbauten geht,erwähne ich immer meine 3 (4) Überrollbügel (sofern ich etwas von diesen Threads mitbekomme).Ist ne gute Tradition bei mir.Kann ich mir nicht verkneifen - meine 3,5 (IN WORTEN DREIKOMMAFÜNF) Überrollbügel in die Diskussion zu werfen :wink: :wink: .

Fred (der mit den vielen Überrollblablabla............... :ja: )

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