Hallo liebe Freundinnen / Freunde des schönsten Hobbys der Welt!
Heute möchte ich Euch gerne meinen Reisebericht über unsere dreiwöchige Polen/Baltikum Tour hier vorstellen. Es sind doch immer wieder WoMo Fahrer dabei (zu denen ich auch gehöre) die sich gerne mal andere Meinungen und Erfahrungen anhören. Deshalb muss dass, was wir erlebt haben, nicht für alle anderen auch gelten, aber es ist ja auch eine persönliche Ansicht, die vielleicht jeder anders empfinden würde.
Tag 1
Am 28.05.2014 gegen 16:15 Uhr gehts los. Mit unseren zwei Reisemobilen fahren wir zwei Paare von Aurich aus los. Kaum waren wir eine Stunde gefahren, hatten wir auf der Autobahn zwischen Bremen und Hamburg nach einem Unfall 16 km Stau. Sind dann noch bis Lüneburg gefahren, wo der Stellplatz Sülzwiesen Rappeldicke voll war. Macht nix, nebenan der große Parkplatz war fast leer, aber trotz Verbotsschild standen dort einige Reisemobile. Wir gesellten uns also dazu und hatten die erste Nacht kostenfrei. Nach dem Abendbrot noch zwei Bier und dann gings ins Bett.
Tag 2
Gegen 10:00 Uhr Abfahrt in Lüneburg in Richtung Berlin. Gegen 16.00 Uhr kamen wir in Beskow an der Spree, nicht sehr weit von Frankfurt/Oder entfernt, an. Ein sehr schöner, nahe am Stadtkern und direkt an der Spree gelegener moderner Stellplatz mit etwa 10 Stellplätzen. Die Platzgebühr in Höhe von 13 Euro ist völlig ok, allerdings nimmt der Platzwart 50 Euro Schlüsselpfand für das wirklich tolle Sanitärgebäude. Aber auch die Stadt hat Ihren Reiz. Ein großer Einkaufsmarkt in etwa 250 m Entfernung ist auch vorhanden. Wir sind mit den Rädern in die Stadt und haben beim Griechen gut und reichlich gegessen.
Das Wetter ist hervorragend, es ist richtig laues Frühlingswetter.
Tag 3
Nach dem leckeren Frühstück,dass wir draußen in der Morgensonne genossen, sind wir gegen 09:30 Uhr die restlichen etwa 40 km bis zur polnischen Grenze gefahren.
Hier haben wir erst einmal den Dieselvorrat aufgefüllt und sind dann auf die mautpflichtige Autobahn (knapp 20 Euro bis Warschau) in Richtung Warschau, wo wir gegen 18:00 Uhr ankamen. Eine richtige Großstadt, leider auch mit dem entsprechenden Feierabendverkehr...! Und wir mussten leider einmal quer durch zu dem angepeilten ADAC Stellplatz. Der Stellplatz Lomza entpuppte sich dann aber als richtig tolle, ruhige, gut bewachte Oase am Stadtrand mit guten sanitären Einrichtungen. Allerdings kostet er auch stolze 28 Euro die Nacht. Nach dem wir uns eingerichtet hatten, sind wir im kleinen aber gut sortierten Platzrestaurant noch etwas Essen gegangen und haben ein paar Pivo dazu genossen. Die Sonne schien und wir haben noch lange draußen vor dem Wagen gesessen.
Tag 4
Gegen 09:30 Uhr ging es wieder auf die Straße aus Warschau raus (durch diverse Ampeln an Straßenbaustellen, auf denen richtig was los war, nicht so wie oft bei uns, wo weit und breit kein Mensch zu sehen ist) in Richtung Litauen, wo die Stadt Kaunas unser ertes Ziel war. Gegen 15:30 Uhr überquerten wir die Landesgrenze in der Nähe von Zuvo. Jetzt waren es noch ca. 100 km bis Kaunas, wo wie gegen 16:30 Uhr ankamen. Der Stellplatz war schnell gefunden, er liegt direkt an der Einfallstraße in die Stadt und war erst eine Woche zuvor eröffnet worden. Dieser Platz ist meiner Meinung nach wohl für die Durchreise zu empfehlen, aber nicht für einen längeren Aufenthalt. Eigentlich ganz gut gedacht, wirkt der gesamte Stellplatz eher steril wie ein Supermarktparkplatz. Jeder einzelne Stellplatz hat zwei Betonspuren / Platten, und der Platz ist dem Verkehrslärm ziemlich ausgeliefert. Aber ein tolles Küchengebäude mit drei komplett eingerichteten Küchen zum Kochen etc. Auch Grillen war kein Problem. Das Sanitärgebäude ist gut aber recht klein, dazu kommen auf der anderen Seite des Platzes noch zwei Container Toiletten. Die Nacht kostet 18 Euro. Und, was man vielleicht wissen sollte, der Platz ist bis in den letzten Winkel Video-Überwacht..!
Tag 5
Nach dem wir gestern Abend lecker gegrillt haben, ging es heute Morgen weiter gegen 09: Uhr weiter in Richtung Siauliai. Der kleine und ruhige Stellplatz Jocu Sodyba, den wir uns ausgeguckt hatten, liegt etwa 3 - 4 km nördlich der Stadt, im grünen. Einfach auf den Platz fahren, gegenüber im Haus klingeln, die 15 Euro bei der sehr netten Dame bezahlen und mit etwas Glück noch ein Stück selbst gebackenen Kuchen oder Kekse für den Kaffee bekommen..! Diese Stadt mit etwa 123000 Einwohnern liegt etwa mitten in Litauen. Eigentlich ist es eine Industriestadt, aber sie hat durchaus Ihren Charme. Aber vielleicht bin ich auch voreibgenommen, weil ich die Stadt von mehreren beruflichen Aufenthalten ganz gut kenne. Zu Zeiten des kalten Krieges lag ganz in der Nähe der Stadt der größte Militärflughafen des Ostblocks außerhalb Russlands. Dort sind seit etwa 10 Jahren auch die NATO Flugzeuge zum Schutz der NATO Außengrenze zu Russland stationiert. Es gibt eine sehr schöne Fußgängerzone und viele kleine nette Kneipen und Restaurants. Sehr zu empfehlen das "Capitanas Morganas" mitten in der Fußgängerzone. Sehr preiswert und eine sehr gute und reichhaltige, sowohl internationale als auch litauische Küche. Das Highlight und Pflicht für jeden Besucher der Stadt aber ist der "Berg der Kreuze", eine Pilgerstätte etwa 10 km nördlich der Stadt, an der Fernstraße A12, Richtung Riga. Es ist eigentlich kein Berg, sondern eher ein Hügel von etwa 10 Metern Höhe. Um die Entstehung ranken sich verschiedene Versionen. Die Geschichte dieser Stätte beginnt wohl schon im 19. Jahrhundert, um 1900 standen etwa 150, um 1940 etwa 500 Kreuze dort. Mehrfach haben die Sowjets die Kreuze platt gemacht, aber immer wieder haben die Menschen dort alles wieder aufgebaut. Heute sind es auf einer Fläche von (geschätzt) 150m x 80 m Hunderttausende, wenn nicht Millionen Kreuze aller Arten und Größen. Sie stehen und hängen um- und übereinander und täglich werden es mehr. Man kann es auf den Bildern nicht annähernd ausdrücken, was da los ist. Und man muss nicht besonders religiös sein, um dort in einen Bann gezogen zu werden. Aus aller Welt reisen die Menschen an, auch der polnische Pabst war einst dort zu Besuch.
Nach dem wir nun drei tolle Tage in Riga verbracht haben, war es an der Zeit weiter zu fahren. Wir vier hatten uns entschlossen, quer durch Lettland an die Ostsee, zum Seebad Liepaja, einer Stadt mit erwa 85000 Einwohner. Der Platz, den wir anfahren, (Verbelnieki Camping) liegt etwa 4 km außerhalb der Stadt, etwa 150 m vom Ostseestrand entfernt. Einer der schönsten Plätze überhaupt, auf dieser Tour! Eine große Wiese, von Wald umsäumt, im vorderen Bereich die Rezeption, sehr gute Gastronomie, ein Streichelzoo, ein Kinderspielplatz und überall stehen rustikale Holztische und Bänke. Der tolle Ostseestrand ist zu Fuß in 5 Minuten erreicht. Leider waren wir ja nur auf der Durchreise dort, aber der Platz ist, gerade für Leute mit Kindern, sehr zu empfehlen! Ach ja, der Platz kostet 25 Euro die Nacht. Übrigens ist Lettland seit dem 01.01.2014 Euro-Land und Litauen wird im kommenden Jahr wohl folgen. Wir hatten die große Wiese mit unseren beiden Mobilen fast für uns alleine, nur ein Russe mit einem Wohnwagen und seinen beiden Frauen! stand etwas abseits da. Am Abend kam dann noch ein junges deutsches Paar mit einem WoMo, mit denen haben wir noch gemütlich ein Bier genossen.
In der Nacht gab es noch ein Gewitter, aber am morgen hatte sich wieder alles beruhigt. Wir ließen es langsam angehen und sind so gegen 10:30 Uhr vom Platz gefahren. Jetzt ging es wieder zurück nach Litauen, in Richtung Kleipeda. Diese Stadt an der Ostsee (deutsch: Memel) war bis 1920 die nördlichste Stadt Deutschlands und hat heute etwa 160000 Einwohner. Wir sind aber nicht direkt gefahren, sondern kamen gegen 12:00 Uhr in Palanga, einem Seebad, einige Km vor Kleipeda an. Ein sehr schöner Ort mit einer tollen Promenade, mit sehr vielen Kneipen, Restaurants und sonstigen Vergnügungseinrichtungen und der mit etwa 450 m längsten Seebrücke an der Ostsee. Auch einen internationalen Flughafen gibt es hier. Tolles Sommerwetter animierte uns dazu, die Räder vom Wagen zu holen und eine ausgiebige Fahrradtour durch die Stadt und an die Ostsee zu machen. Nach dem wir im Supermarkt noch schnell unsere Vorräte an festen und flüssigen Lebensmitteln ergänzt hatten, ging es dann weiter, die paar Kilometer nach Kleipeda, wo wir direkt zum Hafen fuhren, um mit der Fähre auf die kurische Nehrung überzusetzen. Das Einchecken gegen 14:30 Uhr ging recht zügig, die Kosten betragen für ein WoMo ca. 30 Euro und die Überfahrt dauert etwa 8 Minuten. Die Nehrung ist ein etwa 100 km langer und zwischen 400 m und vier km breiter Landstreifen entlang der Ostseeküste. Drüben auf der Nehrung, die bei Kleipeda am nahesten am Festland ist, führt eine mittlerweile recht gute Straße 50 km bis nach Nida, dem größten Ferienort auf der Nehrung. Vorsicht ist geboten, weil die augenscheinlich gute Straße viele Bodenwellen und teils recht enge Kurven hat. Zwei Kilometer hinter Nida beginnt die russische Enklave Kaliningrad, die nur mit Visa zu betreten, bzw. zu befahren ist. Wenn man allerdings die Grenze dort sieht, erinnert mich das ein wenig an die frühere Zonengrenze. Mehrfache Durchfahrtsicherungssperren, totale Kameraüberwachung, Fotografierverbot usw. Aber gut, das war ja auch nicht unser Ziel, sonder der Campingplatz von Nida. Kurz vor Nida noch eine Straßenbaustelle, vor der ich meinen Motor abstellte. Als es weiter ging, sprang der Wagen an, aber oh Schreck, die rote Ladeleuchte war an und alles ander tot..! Keine Armaturenanzeigen / leuchen, kein Blinker, kein Scheibenwischer und keine Bremslichter. (Wie ich später erfuhr). Aber erst einmal kamen wir die 5 km problemlos zum Platz und checkten ein. Ein toller Platz, aber nach meiner/ unserer Meinung etwa konfus aufgeteilt. Jeder Stellplatz mit dicken Balken markiert, aber sehr eng und dann noch viele Bäume. Aber wenn man erst mal steht, passt es schon... Der Platz kostet stolze 28 Euro die Nacht. Einziger Campingplatz und Insellage eben. Um meinen technischen Defekt wollte ich mich später kümmern.
Erst einmal gab es jedenfalls eine leckere Gulaschsuppe und dann die erste Radtour, um die Umgebung zu erkunden.
Tja, nach dem wir eine erste Erkundung der Umgebung von Nida gemacht hatten, befasste ich mich mit dem Elektrik-Problem an unserem Schätzchen. Nach mehreren Stunden Sichtkontrollen von Sicherungen, Durchmessen diverser Steckverbindungen und Rücksprache mit meiner Werkstatt kamen wir zu dem Schluss, dass es das Zündschloss ist. Die nächste Fiat Werkstatt ist in Kleipeda, aber nach einem Anruf dort war klar, dass die auch keine kurzfristige Lösung hatten. Minimum 5 Tage brauchen sie, um alleine an das Ersatzteil zu kommen. Ich habe dankend abgelehnt und da wir mit zwei Mobilen fuhren, entschlossen wir uns, so weit wie möglich in Richtung Deutschland zu fahren. Meine Werkstatt hatte mir noch geraten, den Zündschlüssel im Schloss zu bewegen, oft würde sich der Fehler "regenerieren". Aber erst einmal genossen wir die drei angepeilten Tage auf der Nehrung. Eine phantastische Gegend, sehr viel Wald, mit toll angelegten Fuß- und Fahrradwegen, leicht hügelig und eine der größten Wanderdünen Europas direkt neben dem Campingplatz, keine 1000 m entfernt. Und zum Strand ist es nie weiter als 800 - 1000 m. Aber auch Nida selbst hat einiges zu bieten, u. a. einen schönen Hafen, mit vielen kleinen Buden und Restaurants. Übrigens, dort kann man unheimlich günstig hochwertige Wollklamotten und Wolldecken erwerben. Die Kosten da nur einen Bruchteil des preises in Deutschland. und ist im Vergleich zur deutschen Küste sehr preiswert. Man kann ohne Probleme dort für 4 - 6 Euro lecker essen gehen.
Alles geht einmal zu Ende und am 12. Tag unserer Reise kam die 50 km Rückfahrt zur Fähre auf das festland. Leider hatten wir uns ja keine Visa für Kaliningrad besorgt, denn dann wäre der Weg wesentlich kürzer gewesen. Und auch mein Elektrikproblem war natürlich wieder present... Wir sind also los, ohne Blinker, ohne Scheibenwischer, etc. Auf der Fähre habe ich den Wagen laufen gelassen, denn ich wollte nicht riskieren, da ohne Strom zu stehen. Gott sei Dank hat auch keiner gemeckert und so fuhren wir durch Kleipeda raus aufs Land in Richtung Polen. Immer wieder bewegte ich während der Fahrt den Schlüssel im Zündschloss auf- und ab. Und plötzlich waren alle Anzeigen wieder da! Aber nur kurz, dann wieder weg. Shit..! Doch immer öfter konnte ich nun den Fehler weg bekommen. Nur sporadisch kam der Fehler noch wieder und war dann durch leichten Zug am Schlüssel wieder weg.
Wir hatten uns noch einmal einen Platz in Litauen zum Übernachten ausgeguckt und um 14:30 Uhr Ortszeit kamen wir in Silaiciai an. Mitten im Wald gelegen, ein paar Ferienhäuser und Mobilheime und etwa 300 m entfernt, noch tiefer im Wald, der Stellplatz. Der wurde uns von einem Mann zugewiesen, der auf seinem selbstgebauten Mofa vorweg fuhr..! Wieder ein toller Platz, ganz alleine für uns, mit Strom und Wasser an jedem Platz. Allerdings waren die sanitären Anlagen unten bei den Ferienhäusern, hier am Stellplatz standen nur drei, aber saubere Dixis. Aber zum Duschen ist man einfach mit dem Rad los gefahren, kein Problem. Ganz in der Nähe ein toller großer See, wo wir erst einmal ausgiebig schwimmen waren. Allerdings haben uns am Abend die Mücken fast aufgefressen, so anhänglich waren die.
Tag 13
Nach einer ruhigen Nacht in der Einöde von Olsztyn sind wir gegen 09:00 Uhr in Richtung Danzig aufgebrochen. Fahrtzeit etwa 2,5 Stunden. Die Temperatur beträgt lt. Anzeige im WoMo 31 Grad..! Wieder eine riesige Stadt. Wir fahren den ausgesuchten Platz an und müssen feststellen, dass der noch zu ist und erst in 5 Tagen öffnet..! Wir beraten uns und beschließen, Danzig den Rücken zu kehren und nach Leba an die Küste zu fahren.
Aber kaum rollt das Wohnmobil in Richtung Stadtrand, passiert es. Ich fahre langsam über einen Bahnübergang in der Stadt und plötzlich gibt es einen riesen Knall. Alles fliegt durcheinander und als ich in Spiegel schaue, sehe ich mein Fahrrad nur noch mit der Sicherheitskette gesichert, vom Mobil runter hängen. Ein Loch direkt nach dem Übergang der Straßenbahn wurde uns zum Verhängnis. Wir waren auf einer sechsspurigen Ausfallstraße und ich bin sofort rechts ran gefahren, Warnblinker an und den Schaden begutachtet. Der Aufhängungsarm des Trägers für mein Rad war gebrochen und der gesamte Träger hatte sich um etwa 3 cm gesetzt. Gott sei Dank hatte ich noch einen Befestigungsarm in Reserve und so konnten wir die Räder wieder einigermaßen sichern. Die Laune war natürlich im A...., wie man sich denken kann..! Aber als wir dann in Leba am Platz ankamen (unsere Mitfahrer kannten den schon von einem früheren Besuch) war die gute Laune wieder da! Wieder ein schöner Platz und eine sehr nette junge Dame mit sehr guten Englischkenntnissen, die uns den Platz zeigte und gleich unaufgefordert eine Umgebungskarte verteilte. Auch ob wir (den kostenlosen) Internetanschluss nutzen wollten, fragte sie unaufgefordert. Das nenne ich Service! Przymorze 48 Camping heißt der Platz, den ich sehr empfehlen kann. Der Ort ist nicht zu klein, aber doch überschaubar und hat so etwas von Las Vegas, jedenfalls empfinde ich das so. Sehr gut zum Radfahren, wobei ein Muss die etwa 10 km entfernten riesigen Wanderdünen von Lontzkedüne, die bis etwa 50 Meter hoch sind. Die Stadt ist das Tor zum slowinzischen Nationalpark. Übrigens, es gibt sehr viele gute und preiswerte Imbisse und Restaurants in der Stadt, aber fast alle sind "Self Service". Reingehen, aussuchen, bezahlen und warten, bis die Nummer aufgerufen wird. Kleiner Tip, wenn Polnisch nicht verstanden wird, die Servicekraft bitten, es auf Englisch durchzusagen...! Ein toller Strand, eine sehr schöne Marina runden das Bild der Stadt. ab. Am zweiten unserer drei Tage hier dann das nächste "Highlight"... Kompletter Stromausfall in unserem Schätzchen..! Die 50 Ampere Hauptsicherung war, warum auch immer durchgebrannt. Da ich die nicht da hatte, mussten wir improvisieren und mit einer Stecksicherung eine Brücke basteln. Dabei hat dankenswerterweise Jakobus sehr mit Rat und Material geholfen..! Danke noch mal nach Delmenhorst!
Am 13.06. gegen 10:00 Uhr sind wir dann wieder weiter gefahren in Richtung Kolberg, wo wir gegen 13:15 Uhr eintrafen. Zwischendurch bin ich noch einen großen Landmaschinenhandel angefahren, um die immer noch fehlenden 50 Ampere Sicherungen zu ordern. Der Platz dieses mal nicht ganz so toll gelegen. Direkt in der Stadt, an einer Ausfallstraße, gegenüber Hochhäuser. Allerdings ist es trotzdem erstaunlich ruhig nachts und das Sanitärgebäude ist vom feinsten. Eine kleine Restauration gibt es auch. Hier haben wir vier uns mit einem befreundeten Paar aus Aurich verabredet, die für einen 5-tägigen Kurzurlaub hergefahren sind. Es gewitterte ein wenig und ein heftiger Regenguss kam herunter, als wir auf einer ersten Erkundungsradtour waren. Gerade noch konnten wir uns unterstellen. Gegen Abend besuchten uns unsere Freunde dann zum Kaffee. Anschließend ging es dann mit alle Mann auf den gut sortierten sog. Polenmarkt, der an der langen Promenade entlang in großen Zelten und Unterständen alles mögliche an Schuhe, Kleidung etc. zum "Schnäppchenpreis" bereit hält. Übrigens, hier gibt es ganz tolle und viele Kilometer lange Radwege entlang der Küste.
Am Abend sind wir bei einem, nach unseren deutschen Maßstäben noblen Italiener essen gewesen. Kellner mit weißen Handschuhen, Getränkekellner extra usw. Echt klasse! Und das zu Preisen wie in Deutschland in jeder normalen Pizzeria. War ein schöner Abend!
Gegen 09:15 Uhr am nächsten Morgen Abfahrt von Kolberg in Richtung Swinemünde, der Stadt auf dem polnischen Teil der Insel Usedom und unsere letzten Station vor der Wiedereinreise nach Deutschland. Es ist schon früh sehr warm und wir haben draußen gefrühstückt. Gegen 12:00 Uhr Ankunft in Swinemünde, dass wir mit der (immer noch kostenlosen!) Fähre, etwa 10 km außerhalb der Stadt an der Straße 93 nach Kasibor erreichen. Der Platz liegt direkt in der Stadt, 5 Minuten vom Stadtstrand und ebenso weit vom Hafen entfernt. Wir habe die Räder vom Wagen geholt und sind direkt zum bekannten Basar an der deutsch-polnischen Grenze gefahren, umd die letzten Mitbringsel für zu Hause einzukaufen. Am Abend haben wir sehr lecker gegrillt, noch eine Radtour in die Umgebung gemacht, u. a. zur Seefestung Westfort, eine Festungsanlage, ca. 150 Jahre alt, die auch im 2. Weltkrieg und während des kalten Krieges genutzt worden ist. Heute beherbergt es ein Museum. Sehr interessant!
Am 16.06. sind wir dann weiter gefahren an die deutsche Ostseeküste, zum Ostseebad Rerik. Vorher allerdings haben wir in Polen unsere letzten Slotys in pfandfreie Bierdosen umgetauscht..!
Um 10:10 Uhr hatte Deutschland uns wieder. Gegen 14:00 Uhr Ankunft in Rerik. Ein richtig toller Platz, mit dem wohl besten Sanitärgebäude der ganzen Reise. Einfach super! Und die Gegend dort mit der Steilküste hat was. Sehr schöne Strände, teils als ? Strand und teils sehr ruhige Ecken, wenn man es möchte. Aber auch Rerik selbst ist eine sehr schöne kleine Stadt, mit tollen Restaurants etc. direkt am Wasser, Am Abend spielt Deutschland und gewinnt 4:0. Das wurde natürlich gebührend gefeiert! Das Wetter ist super und wir fahren viel mit den Rädern auf den vielen Km Radwegen entlang der Küste. Am letzten Abend sind wir noch mal lecker Pizza essen gegangen und haben dann gemütlich ein Urlaubsabschlussbier betrunken.
18.06.2014 Um 09:30 Uhr beginnt die letzte Etappe, nämlich die Rückfahrt von Rerik nach Hause.
Es war sehr schön!!!!

