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Nordkapptour 2014 - Finnland und Norwegen 1, 2


Rover am 15 Nov 2014 20:20:11

Hallo Gemeinde,

gerne möchte ich Euch noch von unserer Sommertour im hohen Norden berichten. Nachdem wir anfangs noch vernünftig waren und "nur" nach Norwegen wollten, haben wir es dann doch getan, es aber vorher für uns behalten: wir sind über Finnland ans Nordkapp gefahren und über Norwegen zurück. Wir wussten selbst, daß dies in 3,5 Wochen mit Kind ein gewagtes Unternehmen ist und so waren wir mal lieber still. Nicht daß ihr uns gewarnt und am Ende Recht behalten hättet :lol:

Ich habe noch nie einen derartigen Reisebericht verfasst und bitte um Nachsicht... Ach und Schreibfehler dürft ihr behalten, wenn ihr sie findet. Dann wollen wir mal:

Mittwoch 23.7.2014 Südhessen - Seelen im Harz

Heute geht es los! Naja, also irgendwann... Frei nach dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ ist noch viel zu tun. Unsere Tochter hat den letzten Tag in ihrem alten Kindergarten und so schaffen wir morgens erstmal Kind, Geschenke und Kuchen in selbigen. Mein Mann düst los um noch letzte Besorgungen machen und ich fahre die letzten Hausbesuche, bevor ich meine Praxis und die Patientinnen 3,5 Wochen meinen Kolleginnen überlasse. Am nachmittag sammeln wir das Kind wieder ein und stellen fest: die Turnschuhe sind kaputt... Also noch schnell Schlappen kaufen für das Kind und dann heisst es das Wohnmobil beladen. In den letzten Tagen hatten wir so viel Arbeit, daß es auf den letzten Drücker gemacht werden muss. Egal. Wir wollen unbedingt heute noch los - endlich Urlaub! Wir wurschteln uns durch, meistern noch ein paar kleine und große Katastrophen und gegen 20 h lenken wir unseren BOB tatsächlich auf die Autobahn. Zumindest ein Stück wollen wir noch fahren und übernachten in Seesen im Harz auf dem kostenfreien Stellplatz an einer Tennishalle und fallen müde, aber voller Vorfreude in die Betten.

Donnerstag 24.7.2014 Seesen im Harz - Travemünde

Am Morgen (glücklicherweise nicht zu früh) weckt uns Lärm und wir sind umgeben von 10-15 Sonnenschein Schulbussen. Hilfe! Glücklicherweise scheinen sie sich hier nur für einen Ausflug zu sammeln und sind bald wieder weg. Wir frühstücken ganz in Ruhe und tuckern gemütlich gen Travemünde. Nach kleinerem Stau und Mittagspause kommen wir in Travemünde an. Wir wollen auf den Stellplatz am Fischereihafen. Zwar übernachten wir nicht, weil wir am späten Abend auf die Fähre fahren, aber man kann hier für 6 Euro einen Tagesstellplatz haben und ist mittendrin. Auf dem Weg wundern wir uns warum so viel los ist und dann sehen wir es: wir stolpern mitten in die Travemünder Woche! Ok... na dann ist wenigstens was los ;)
Wir stellen unseren Bob ab, und schlendern über die Travemünder Woche bis zum Strand. Natürlich nicht ohne vorher ein Niederegger-Eis genascht zu haben. Am Strand tobt das Kind durch den Sand und über den Spielplatz, fährt Karussell und wir sind absolut im Urlaubsmodus angekommen. Ich freue mich ohnehin mal wieder hier zu sein. Mit 16 habe ich meine Winterferien und mit 17 einen ganzen Sommer hier verbracht. Ein blonder Bootsbauer war der Grund und auch wenn das keinen Bestand hatte, so denke ich doch gerne an diese Zeit zurück und komme immer wieder gerne hier her. Am frühen Abend essen wir noch lecker in einem Schiffsrestaurant und machen uns dann langsam auf den Weg zum Skandinavienkai - heute nacht läuft unsere Fähre aus.



Wir sind relativ früh da und dennoch schon in einer langen Schlange. Irgendwann können wir dann einchecken und auf unsere Warteposition rollen. Wir warten, warten und warten. Wir spielen, lesen und vertreiben uns die Wartezeit. Die Kleine schläft irgendwann (glücklicherweise ;) ) ein. Irgendwann rollen die ersten Wagen in Richtung Fähre und um Mitternacht rum kommt auch das Safety Car zu uns. Juhu - los gehts. Also Motor starten und... äh... nix.... Die Kiste springt nicht an. Sofort ist aber auch klar: die Batterie ist all! Wie das denn? Scheinbar hat der Göttergatte den Schlüssel nicht ganz rum gedreht und wir haben es nicht gemerkt... Da das Radio noch an war und die Ladegeräte angeschlossen waren... Nun ja... Ein Mitarbeiter kommt geschlendert und fragt breit grinsend und feixend: „Na? Der erste Wohnmobilurlaub?“ Super... Wir schämen uns in Grund und Boden und warten demütig auf die Rückkehr des Safety Car, daß uns Starthilfe geben soll. Dieses kommt dann und der Fahrer beruhigt uns: „Das passiert fast jedes mal jemandem - ihr kommt schon auf die Fähre“. Alles klar - er gibt uns Starthilfe und wieder passiert nix. Tief entladen... Ratlose Gesichter. Mir (ja der Frau ;) ) fällt dann glücklicherweise ein, dass man doch an die Batterie unter dem Sitz müsste. Derweil kommen 2 Engländer zu uns rüber, die auf eine andere Fähre warten und fragen ob sie helfen können. Ja bitte, denn nächste Versuch ist gescheitert. Während die mittlerweile 4 Männer versuchen unseren Bob zu reanimieren stehe ich etwas hilflos davor. Und dann fällt mir etwas auf... „Äh sorry? Hallo? Ich will ja nichts sagen, aber versucht ihr nicht gerade über die Aufbaubatterie zu starten? Ihr seid auf der falschen Seite!“. Kurze Stille, dann ein schallendes englisches Lachen und die ganze Karawane zieht auf die andere Seite von Bob, reanimiert erneut und .... er springt nach kurzem Bangen an. Wir müssen alle lachen, entschuldigen und bedanken uns und folgen dem Safety Car nun endlich auf die Fähre. Mein Gott, war das peinlich. Ich hab es trotzdem nicht verschwiegen - ihr sollt ja was zu lachen haben ;) Auf der Fähre bekamen wir von einer feixenden Finnin noch ein Batterieladegerät angehängt und konnten nun endlich in unsere Kabine. Zu unserem Glück hat das Tochterkind alles verschlafen und wachte erst auf, als wir auf der Fähre waren. Also ab in die Kabine und ab ins Bett. Überraschenderweise hat mein Göttergatte eine „Suite“ nach vorn raus gebucht und ich freue mich über ein ordentliches Bett. Ziemlich groggy fallen wir in selbiges und bekommen das Auslaufen der Fähre gar nicht mehr mit.



Freitag 25.7.2014 Seetag

Als wir am frühen morgen aufwachen haben wir einen traumhaften Ausblick aufs Meer. Die Sonne strahlt und kein Wölkchen am Himmel. Wir dösen noch bis 11, gehen gemeinsam brunchen und erkunden die Fähre. Ronja spielt mit anderen Kindern und wir entspannen im Café. Es ist gemütlich und der Seetag vergeht nicht so zäh wie befürchtet. Wir schauen am frühen Abend gemeinsam einen Film auf unserem Laptop und lassen uns anschliessend das Buffet schmecken.






Samstag 26.7.2014 Helsinki - Ruutupohja

Morgens um 6 Uhr (Schiffszeit = finnische Zeit, also plus 1 Stunde) klingelt erbarmungslos der Wecker. Wir stehen auf, machen uns frisch, packen zusammen und gehen zum Frühstück. Pünktlich um 8 laufen wir bei strahlendem Sonnenschein in Helsinki ein.



Bob springt ohne Probleme an und wir können recht schnell von Bord fahren.



Wir sind in Finnland ! Wir fahren direkt Richtung Päijennä Seengebiet. So lassen wir zwar Helsinki ohne einen Besuch hinter uns, aber mit einer müden 4jährigen wäre das wohl nicht so toll und ausserdem zieht es uns in die Natur. Zwischen Vääksy und Sysmä machen wir an einem See Rast und ziehen uns erstmal sommerlicher an. Es ist um die 30 Grad, kein Wölkchen am Himmel und wir geniessen die Freiheit.



Wir können uns kaum los reissen, aber stehen bleiben geht hier direkt an der Straße auch nicht und so fahren wir weiter. Bei Konginkagas fahren wir ab Richtung Wasser und finden bei Ruutupohja einen Platz am Keitele See, wo wir stehen können.



Ein kleiner Weg führt ans felsige Ufer. Es sieht ein bisschen aus wie am Felsenmeer.





Nach dem Essen gehen wir alle nochmal ans Wasser und mein Mann angelt. Da er dies schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr getan hat, klappt es nicht ganz so gut und ausser einer gerissenen Angelschnur und einem verlorenen Kameradeckel, haben wir keine „Erfolge“ zu verzeichnen. Zum „Trost“ gibt es Nachtisch und wir versuchen zu schlafen. Es ist brutal heiss. Über 30 Grad und wir garen im eignen Saft. Da es aber scheinbar auch den Mücken zu heiss ist, verbringen wir doch noch eine relativ gute, helle, finnische Nacht.

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Rover am 15 Nov 2014 20:34:00

Weiter geht es:


Sonntag 27.7.2014 Ruutupohja - Rovaniemi

Dunkel wurde es in der Nacht ja nicht, aber zumindest kühlte es etwas ab. Nach dem Frühstück geht es wieder auf die Straße Richtung Oulu. Unterwegs tanken wir und kaufen ein. Wir kommen zügig voran. Es hat wieder über 30 Grad und unsere Tochter würde liebe schwimmen. Das sehen wir ganz genau so! Etwa 30 km hinter Oulu entdecken wir ein Schild zu einem kleinen Strand am See. Wir stehlen unser WoMo im Schatten von Birken ab und stürzen uns mit zahlreichen Finnen ins Wasser. Herrlich! Das hatten wir so kurz vorm Polarkreis nicht erwartet und wir geniessen unser finnisches Sommermärchen.







Wir verbringen den ganzen nachmittag am See und essen auch dort zu abend. Anschliessend tuckern wir noch bis Rovaniemi. Unterwegs wird die Landschaft deutlich „Lappischer“ (O-Ton meines Mannes) und wir sehen die ersten Rentiere. Eins kommt auf der Straße genau auf uns zugetrottet, bleibt stehen und schaut als wolle es sagen: Noch nie ein Rentier gesehen oder was ? ;)



In Rovaniemi parken wir kostenlos beim Weihnachtsmann, wo es auch Frischwasser gibt. Ein Regenguss vertreibt die Mücken und kühlt unseren Bob ab - wunderbar. Aufgrund des ausgiebigen Herumtobens am See, bekommen wir das Kind gut ins Bett - trotz der Aufregung morgen den Weihnachtsmann zu treffen.




Rover am 15 Nov 2014 20:58:18

Montag 28.7.2014 Rovaniemi - Moskuvaara

Am morgen weckt uns die Baustelle nebenan. Glücklicherweise nicht ganz so früh ;) Leider habe ich mir in der Nacht einen Zug geholt und habe ein steifes Genick - so läuft das fertig machen am Morgen etwas zäh. Gegen 10 gehen wir die paar Meter zum Weihnachtsmann. Ronja weiss gar nicht so recht wie ihr geschieht und macht ganz große Augen. Es geht relativ flott und schwupps - sitzen wir neben dem Weihnachtsmann. Er begrüßt uns auf deutsch, fragt woher genau wir kommen und gratuliert uns zum Gewinn der Fußballweltmeisterschaft ;) Auch wenn das natürlich alles kommerziell ist, so ist der große Finne in voller Montur, mit seiner tiefen Stimme, dem freundlichen Lachen und den Händen so groß wie Klodeckel doch eine imposante Erscheinung. Unsere Tochter ist ohnehin hin und weg und bekommt kaum einen Ton heraus. Nachdem das obligatorische Foto geschossen wurde, verabschieden wir uns von Santa und ziehen mit unserem Foto glücklich weiter.



Wir schlendern weiter und überqueren den Polarkreis, der mitten durchs Weihnachtsmanndorf geht. Ronja ist im 7. Himmel, würde aber zu gerne noch die Rentiere von Santa sehen und so besuchen wir sie. Wir füttern und streicheln die Tiere und erfahren einiges über sie. Zum Beispiel, daß nach dem Abwerfen des alten Geweihs das neue sehr schnell wächst - bis zu 2 cm am Tag. Wahnsinn.



Als wir das Kind von den Tieren weg bekommen, besuchen wir noch das Hauptpostamt des Weihnachtsmannes und schreiben in der Schreibstube Postkarten. Die totale Weihnachtsstimmung mitten im Juli ;)







Wir fahren noch das kleine Stück zum Santa Park und steigen mit unserem Kind hinab zu den Elfen. Ein großes Portal im Fels bildet den Eingang und ein riesiger Gang mit Licht- und Toneffekten führt nach unten. Schon am Kartenschalter begrüßt uns eine gute gelaunte Elfe mit Quietschstimme, was unser Kind sehr fasziniert. Wir folgen Mrs. Gingerbreads langem Schal und kommen im „Park“ an. Wir unterschreiten den Polarkreis und stehen direkt vor der „Eisprinzessin“. Wir bekommen wattierte Mäntel und folgen ihr in die Eisbar. Es ist - logischerweise - eiskalt und die kunstvoll beleuchteten Eisskulpturen sind wirklich der Hammer.





Nachdem wir eine Runde gedreht haben, geben wir die Mäntel wieder ab und machen uns auf den Weg ins Café. Die Elfenshow beginnt und wir essen eine Kleinigkeit, während das Kind mit offenem Mund die tanzenden Elfen bestaunt. Anschliessend besuchen wir die Weihnachtsbäckerei und verzieren Lebkuchen, basteln im Elf-Workshop einen Holzelf, werfen unsere Wünsche in die Trommel der Träume, fahren mit dem magischen Schlitten und besuchen die Elfenschule, die wir - natürlich! - mit Diplom abschliessen ;) Wir haben mindestens genau so viel Spaß wie unser Kind. Neben dem Diplom tragen wir nun auch alle 3 Elfenmützen auf denen „Santa believes in me“ steht und kommen uns kein bissel komisch dabei vor. Das muss der Zauber von Weihnachten sein *lach* Nachdem wir in der Eisbar noch einen heissen Kakao mit der Eisprinzessin getrunken haben, machen wir uns auf die Weiterreise. Vorher gibt es aber im Weihnachtsmanndorf noch leckere Rentierburger.



Da es noch nicht spät ist und wir alle gut drauf sind, beschliessen wir noch ein Stück zu fahren. Es ist eine angenehme Fahrt und wir sehen wieder einige Rentiere - darunter auch ein weisses. Bei Moskuvaara stellen wir uns an einen See, an dem schon ein Finne steht. Die Mücken sind recht aggressiv, aber Anti-Brumm und der nächste Regenschauer vertreiben selbige. Wir verbringen eine ruhige Nacht.




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Rover am 15 Nov 2014 21:48:42

Dienstag 29.7.2014 Moskuvaara - Tankaavara - Väylä

Wir schlafen heute etwas länger und geniessen am Morgen den Blick über den See und ein gemütliches Frühstück. Dann geht es weiter und wir fahren nach Tankavaara. Unterwegs kreuzen immer wieder Rentiere die Straße. In Tankavaara packt uns das Goldfieber und wir besuchen die Goldgräberstadt. Wir fühlen uns wie im wilden Westen und machen uns natürlich gleich auf zu den Claims. Ein deutscher Geologe, der seit Jahrzehnten seine Sommer hier verbringt, versucht uns die Technik des Goldwaschen näher zu bringen. Es ist wirklich interessant, aber ich nehme es mal vorweg: wir eignen uns nicht zu Goldwäschern und wären zu Zeiten des großen Goldrausches wohl verhungert. Gelernt haben wir aber dennoch einiges und einen riesen Spaß gehabt. Ein paar Goldflöckchen und ein Mini-Granat in einem Glasröhrchen, nebst einem Hämatit, sind unser Souvenir und der Beweis, daß wir es versucht haben.









Mit unserer Beute geht es zum WoMo, wo gerade ein Bus mit einer sächsischen Reisegruppe eintrifft - diese Damen und Herren von P. Reisen soll uns noch öfter begegnen ;)

Unterwegs:



Wir fahren weiter und finden hinter Inari, bei Väylä, an einem kleineren See einen Platz für die Nacht. Wir sitzen - obwohl es merklich kälter geworden ist - noch etwas am See, während mein Mann derweil Rouladen zubereitet. Es ist einfach nur gemütlich und Urlaub pur.




Mittwoch 30.7.2014 Väylä - Russenes

Von Väylä aus, geht es westwärts Richtung Norwegen. Das letzte Stück des Weges ist eine lange, schnurgerade Strecke, die allerdings achterbahnähnlich hinauf und hinunter führt. An den Stellen mit der meisten Neigung, reisst das Kind immer die Arme hoch und kreischt huuuiiiii. Wir haben also Spaß und sehen wieder viele Rentiere.









Da seit einigen Tagen Terrorwarnung herrscht, rechnen wir mit verschärften Grenzkontrollen, aber wir werden überhaupt nicht kontrolliert. Gut dass wir keine Terroristen sind... Wir fahren bis Karasjok und besuchen dort den Sapmi Park. Die Sachsen von P. Reisen sind auch schon da und müssen schmunzeln, als sie uns wieder erkennen. Wir schauen uns die typischen Zelte und Gebäude der Samen an und besuchen die Rentiere, die dort eingezäunt auf einer Art Koppel stehen. Ein Holländer fragt gerade, warum die Rentiere eingesperrt sind. Eine junge Frau in Tracht lächelt und antwortet ihm, dass man sie ja sonst nicht anschauen könnte. Er fragt: weil sie so scheu sind? Und sie antwortet: Nein weil sie sonst ihrem inneren Kompass folgen und Richtung Nordkapp laufen. Wir werden es noch überprüfen.





Uns beeindruckt das magische Theater. Stálobákti - der Berg der Geister. Wir erfahren nicht nur etwas über die Geschichte der Samen, sondern auch über ihre Weltanschauung. Ein Same spricht zu uns aus dem Feuer, ein Sternenhimmel wölbt sich über uns, dann das Nordlicht. Die Samen glauben, dass die Welt aus einem weissen Rentier erschaffen wurde und wir alle mit Bändern mit der Erde verbunden sind. Das Theater ist wirklich ein Erlebnis und lässt uns die Landschaft, die Menschen und Tiere noch einmal anders sehen.

Uns zieht es weiter. Das Nordkapp rückt langsam näher und zieht uns magisch an ;) Bei Lakselv halten wir an einem kleinen Strand, schlüpfen in die Gummistiefel und gehen spazieren. Zusammen mit Ronja sammeln wir Steinchen und Stöckchen und lassen uns den Wind um die Nase wehen, bevor wir weiter fahren.





Bei Russenes entdecken wir von der Straße aus einen tollen Platz direkt am Porsangerfjorden. Hier lassen wir uns nieder. Obwohl es nieselt zieht es uns ans Wasser. Die Kleine spielt mit den Steinchen und interpretiert die „Steinmännchen“ ganz neu, mein Mann angelt (diesmal beißt zumindest 1 kleiner Fisch an) und ich gehe am Ufer spazieren und finde Seeigel. Irgendwann machen wir uns ein paar Würstchen mit Kartoffelbrei und Gemüse und geniessen den Blick übers Wasser. Uns gefällt es hier und wir schlafen wie die Steine.







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Rover am 15 Nov 2014 22:53:16

Donnerstag 31.7.2014 Aussehens - Nordkapp !

Nach einer wirklich angenehmen Nacht brechen wir zügig auf. Nur schnell noch ein paar Brote geschmiert. Gefrühstückt wird während der Fahrt - wir wollen ans Nordkapp ! Auch Ronja hat sich von unserer Vorfreude anstecken lassen und so herrscht richtig gute Laune im WoMo. Unterwegs halten wir immer wieder hier und da an, um Fotos zu machen. Irgendwer schrieb hier einmal die letzte Strecke zum Nordkapp sei langweilig und öde. Ich sage dazu nur: so unterschiedlich ist die Wahrnehmung. Wir finden diese wilde Landschaft atemberaubend und wunderschön und auch unserer 4jährigen gefällt es. Sie ist bestens gelaunt, fotografiert, hält Ausschau nach weiteren Rentieren und verkündet sie möchte nächstes Jahr wieder kommen ;)







Irgendwann sind wir am Nordkapptunnelen. Nun ist es nicht mehr weit. Durch eine karge, aber um so faszinierendere Landschaft geht es weiter Richtung Nordkapp. Das Wilde dieser Gegend fasziniert uns. Unterwegs begegnen uns ganze Rentierherden und wir müssen an die junge Samin denken - ja es scheint, als zöge es sie an ;) Als wir kurz stoppen, weil das Kind mal muss, überholt uns ein Bus, aus dem wild gewunken wird. Erst stutzen wir, dann ist es uns klar: die Sachsen von P.Reisen sind auch wieder da ;)















Und dann ist es endlich soweit: wir sind da. Wir sind wirklich am Nordkapp. Wir löhnen den „Wegzoll“ und finden noch ein Plätzchen in 1. Reihe.



Zuerst gehen wir zum Denkmal der Kinder der Welt.



Es ist bewölkt, aber das ist uns gerade egal. Wir laufen zum Globus und freuen uns einfach hier zu sein. Natürlich schiessen wir auch 1-2 obligatorische Fotos.



Plötzlich hören wir ohrenbetäubenden Lärm und sehen 2 Kampfjets die direkt über das Plateau fliegen - so tief, daß man die Piloten gut sehen kann. Wir sind erschrocken und fasziniert zugleich - nur Foto macht so schnell natürlich niemand. Da gerade viel los ist und wir ja Zeit haben, beschliessen wir zuerst in die Nordkapphallen zu gehen. Wir gehen in Richtung Grotte. Auf dem Weg wird in den historischen Nischen die Geschichte des Nordkapps dargestellt, was vor allem unsere Tochter sehr fasziniert. Hier muss man nicht lesen können um der Sache zu folgen. Während meinen Mann und Ronja die St. Johannes-Kapelle nicht so interessiert, finde ich sie wunderschön und lasse mich einen Moment nieder. Ich danke, dass es mir möglich ist solche Reisen zu unternehmen und hoffe sehr, dass mir das noch lange vergönnt ist. Als Rentnerin dann vielleicht auch mit mehr Zeit ;)



Als wir weiter gehen sind wir überrascht. Wo wir die Grottenbar vermuten ist mittlerweile eine Licht und Tonshow, sowie eine kleine Ausstellung. Auch okay ;) Wir sind hungrig geworden und gehen etwas essen. Sven trinkt sein wahrscheinlich teuerstes Bier, aber heute juckt ihn das nicht. Da es immer noch recht bewölkt ist und wir heute nacht gerne ein paar Bilder machen wollen, gehen wir für ein Schläfchen ins Wohnmobil. Schliesslich haben wir Urlaub, da kann man auch mal faulenzen. Vorher allerdings winken wir noch schnell in die Webcam - schliesslich haben wir das der Oma zu hause versprochen. Es ist stürmisch, aber obwohl das ganze WoMo wackelt, schlafen wir bis zum frühen abend. Während wir zu abend essen klart es langsam auf.





Wir laufen rüber zum Globus und geniessen - fast alleine - die Abendstimmung - jetzt fast ganz ohne Wolken. Wir können in Ruhe Fotos machen (ich erspare Euch an dieser Stelle noch weitere hundert Globubsbilder ;)) und lassen den Abend entspannt ausklingen. Dann kommen die Busse und der Wahnsinn beginnt.



Davon lassen wir uns nicht irritieren und beschliessen, dass es genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist die Filmvorführung zu besuchen. Der Film ist wirklich schön gemacht und gefällt uns allen. Anschliessend schlendern wir durch den Shop, essen ein Eis und werden natürlich auch noch Mitglieder des Royal North Cape Club - wenn schon, denn schon. Wir drehen draussen noch eine Runde, während es immer voller wird. Zurück im WoMo gibt es heisse Schokolade und einen tollen Ausblick dazu. Sven stürzt sich mit der Kamera noch mal ins Gewühl um noch ein paar schöne Bilder um und nach Mitternacht zu machen.











Menschenmassen - ein Wahnsinn! Dennoch finden wir es toll und bereuen keinesfalls her gekommen zu sein. Wenn man Zeit hat, kann man hier durchaus viele schöne und ruhige Momente erleben. Touri-Rummel hin oder her - es ist etwas Besonderes und ich denke wir kommen wieder. Nachdem Ronja im Bett ist, sichern wir Bilder , schreiben Tagebuch und geniessen immer wieder den Blick nach draussen. Es ist auch nach 1.00 h sonnig, nur leicht bewölkt und fast windstill - so kann der Tag zu Ende gehen. Noch ein letztes Foto und wir fallen glücklich ins Bett.


Rover am 15 Nov 2014 23:22:59

Freitag 1.8.2014 Nordkapp - Burfjord

Nach einer kurzen Nacht (der Ausblick war doch zu faszinierend um gleich zu schlafen), brechen wir schweren Herzens auf. Ronja ist heute erstmals nicht gut drauf. Sie ist motzig, müde und will nicht frühstücken. Sich nochmal hinlegen mag sie aber auch nicht und so fahren wir los Richtung E6.

Wir verlassen das Nordkapp und sehen wieder unheimlich viele Rentiere.







Wir wollen heute bis nach Burfjord ins Arctic Fjordcamp. Nach einer Weile klagt Ronja über Bauchweh und bekommt Tee, der kurz darauf postwendend zurück kommt... Nachdem wir Kind (dem es jetzt wieder blenden geht), Sitz, Bank, Plüschtier etc. gereinigt haben, fahren wir weiter nach Alta, wo wir tanken und einkaufen. Ronja geht es deutlich besser, sie hat etwas gegessen und noch etwas geschlafen.
Am frühen Abend werden wir im Arctic FjordCamp freundlich empfangen. Wir fahren auf den Platz, stellen die Stühle raus, essen zu abend und geniessen den Blick auf den Fjord und die Kvænangen Alpen.








Samstag 2.8.2014 Arctic Fjord Camp - Faulenzertag ;)

Wir schlafen so richtig aus und brunchen dann ausgiebig vor traumhafter Kulisse - hier lässt es sich aushalten. Das Wetter ist schön und die Mückenstiche die wir kassieren, lassen sich nach der Behandlung mit so einem elektronischen Hitzestift gut ertragen. Mein Mann und meine Tochter erkunden die Gegend und brechen zum angeln auf, während ich die Zeit nutze in der Sonne zu liegen und ein Buch zu lesen. So vergeht der Tag völlig entspannt, auch wenn meine 2 kein Glück beim Angeln hatten.





Sonntag 3.8.2014 noch ein Faulenzertag

Gestern abend haben wir Sven noch das letzte Boot gesichert für heute und so ziehen Papa und Tochter nach dem Frühstück nochmals los um ihr Glück beim Angeln zu versuchen. Den ganzen Tag sind die 2 auf dem Wasser, während ich mein Buch zu Ende lese, das WoMo aufräume und ansonsten einfach nur mal nichts tue. Irgendwann kommen meine 2 zurück und neben diversen kleineren Fischen, haben sie auch einen etwa 1m langen und 8 kg schweren Dorsch gefangen und sind mächtig stolz. Gott sei Dank - man stelle sich vor der Mann hätte heute wieder nix gefangen ;) Sven filetiert den Fisch und wir fahren gemeinsam noch eine Runde auf den Fjord und bringen die Fischabfälle raus. Am Abend bereiten wir den Fisch zu - sehr lecker. Neben uns zeltet heute eine deutsche Familie mit der wir uns nett unterhalten und die Kinder spielen noch bis spät am abend gemeinsam.








Rover am 15 Nov 2014 23:48:09

Montag 4.8.2014

Am Morgen sind wir uns unschlüssig über die weitere Route. Fahren wir nach Tromsø? Fahren wir noch zum Jøkelfjord ? Oder doch Richtung Lofoten ? Wir entscheiden uns gegen die Fahrt in die Stadt und auch gegen die Fahrt zum Gletscher und möchten doch Richtung Lofoten aufbrechen. Alles geht nicht und wir sind uns ohnehin sicher, dass wir nicht zum letzten mal hier oben sind. Nachdem Ronja sich von ihren neuen Freunden losreissen kann, machen wir uns auf den Weg. Wir sehen einem Fahrtag entgegen. Ronja findet das nicht schlimm, denn sie darf einen Film anschauen. Und schon stehen wir... Der Sommer ist kurz und die einzige Straße muss geflickt werden. So steht man eine ganze Weile während gearbeitet wird und zwischendurch darf dann irgendwann wieder ein Schwung Autos durch. Es dauert gefühlte Ewigkeiten, aber irgendwann können wir weiter fahren. Die Fahrt verläuft ohne weitere Vorkommnisse. Wir halten hier und da, rasten, geniessen die Landschaft und machen ansonsten Strecke. Am Abend suchen wir uns den nächstgelegenen Campingplatz und landen bei Solbakken Camping, wo wir ver- und entsorgen können.














Rover am 16 Nov 2014 00:50:13

Dienstag 5.8.2014

Auf geht`s zur Stippvisite auf den Lofoten! Wir wollen früh los und frühstücken wieder auf der Fahrt. Unterwegs gehen wir noch einkaufen. Leider ist das Wetter nicht so toll, aber unsere Vorfreude ist noch ungebremst. Endlich sind wir an der Raftsundbrua, die seit 1998 die Inseln Austvågøy und Hinnøya verbindet und auch uns weiter auf die Lofoten bringt.





Leider wird das Wetter immer schlechter und wir sehen kaum etwas, da es stark regnet. Wir sind etwas traurig, aber wir kommen wieder. Zwischendurch scheint es etwas besser zu werden und es hört sogar auf zu regnen, nur um noch stärker wieder los zu legen...

Kurze Regenpausen:







Wir geben Gas und überlegen ob wir einfach heute noch eine Fähre zurück nehmen. Vorher fahren wir aber zum Lofotakvariet. Bei den Ottern und Robben ist gerade Fütterung und wir schmeissen schnell unser Regenzeug über um mit Ronja dabei zu zusehen. Im Anschluss gehen wir hinein und schauen uns die Becken mit einheimischen Meeresbewohnern an. Auch Skrei natürlich. Im Aquarium sehen wir auch einen Film über die Lofoten unterteilt in verschiedene Themenbreiche wie „Berge“, „Fjorde“, „Licht“, „Wetter“, „Tiere“, „Winter“ etc. Es ist eine wirklich stimmungsvoller Film, allerdings auch etwas gemein, denn wir sehen heute ja nicht viel davon ;)



Wir schlendern rüber ins Restaurant des Nyvågar Rorbuhotell und gönnen uns eine wahnsinnig leckeres Essen. Ronja bekommt ein Kräuterhuhn mit Kartoffelbrei und isst fast alles auf. Wir bestellen eine Menü. Vorspeise: regionale Spezialitäten - Walschinken, der auf der Zunge zergeht mit roter Beete, gebratener Stockfisch, ein Stück Königskrabbe, dazu Brot und Butter. Hauptspeise: Lofoten-Lamm mit Kartoffelschaum, Rotweinsauce, Spargel, Sellerie und Kohlrabi. Nachtisch: Schokoladenmousse, Sanddorneis mit Früchten und Bisquit.





So lecker, so gemütlich, so entspannt. Das hebt die Laune und so fahren wir weiter. Und hä? Was ist denn DAS ?! Am Horizont wird es heller! Wir fahren der Sonne entgegen, es regnet nicht mehr und mit jedem Kilometer klart es mehr auf und wir sehen tatsächlich mal was ! So fahren wir den ganzen nachmittag, halten hier und da, freuen uns ein Loch in den Bauch und machen Fotos. (keine Angst - ich zeige natürlich nicht alle ;))



















Spät am Abend kommen wir in Å an und sind alle einer Meinung - hier werden wir mal mehr Zeit verbringen. Wir übernachten in Å und nehmen morgen die Fähre zurück.


Rover am 16 Nov 2014 00:52:33

Es ist schon spät, daher schliesst sich unser Roadbook für heute. Fortsetzung folgt.


rapija am 16 Nov 2014 18:54:48

Hallo Rover

Vielen Dank für deinen schönen Bericht. Viel Sachen, die du beschreibst und mit Fotos "belebst", haben wir auch auf unserer Nordlandtour gesehen. Das so oft als nicht besuchenswerte Nordkapp haben wir auch angefahren. Auch wir waren von der kargen Landschaft begeistert. Uns hat es dort sehr gefallen. Die Lofoten haben wir auch in sehr guter Erinnerung. Diese werden wir sicher wiederum einmal besuchen. Einfach super schön dort!
In Finnland muss man zu dieser Jahreszeit wohl immer mit Mücken rechnen. Mich haben sie auf einer Toilette ganz schön "missbraucht"!

Herzliche und stets eine gute Fahrt!

Rover am 16 Nov 2014 22:52:26

Vielen Dank für die Rückmeldung. Der hohe Norden hat einfach seinen ganz eigenen Reiz. Mit den Mücken hatten wir insgesamt eigentlich Glück. So schlimm war es nicht.

Hier streikt leider etwas die Technik. Wenn ich den Fehler gefunden und behoben habe, folgt noch der Rest wenn ihr mögt.

soletti1 am 16 Nov 2014 23:29:17

Hallo,

also ich würde mich freuen wenn es eine Fortsetzung der Reise gäbe und bis hierhin schon mal vielen Dank für die Mühe und die tollen Bilder :ja: .

shoe1 am 17 Nov 2014 01:10:28

Hallo Rover,
freue mich ebenfalls schon auf die Fortsetzung. Es ist schön, an Hand eurer Bilder und netten Texte die Reise durch Finnland und Norwegen nach zu erleben ...

lg
Rupert

Jonah am 17 Nov 2014 01:51:20

Ein super schöner Reisebericht, ich freue mich auch schon auf die Fortsetzung. Ich habe alles mit Spannung gelesen, es war fast, als wäre ich dabei gewesen.

Trebbiano am 17 Nov 2014 14:21:24

Danke für den Bericht und die schönen Bilder, ich habe mich soeben auf einer Zeitreise in den Sommer 2013 befunden und das sehr genossen, denn zu 90 % sind wir diese Runde auch gefahren. :)

Rover am 17 Nov 2014 20:23:12

Es scheint, als würde die Technik uns wieder gehorchen und so versuche ich mich mal am Rest der Reise.


Mittwoch 6.8.2014 Moskenes - Bodø - Storvika

Am Morgen fahren wir nach Moskenes zur Fähre. Die 10.30 h Fähre ist voll, also lösen wir ein Ticket für die 14.00 h Fähre und fahren zunächst nochmal zur V/E Station. Wir stellen uns direkt wieder an der Fähre an, frühstücken in Ruhe, spielen Spiele und faulenzen bis die Fähre kommt, da das Wetter ohnehin wieder schlechter ist. Die Überfahrt ist relativ stürmisch, aber wir vertragen es glücklicherweise ganz gut. Wir sind nicht wirklich wehmütig beim Abschied, denn wir wissen: das war nur eine Vorfahrt - wir kommen ganz sicher wieder ;)





Die Zeit geht schneller rum als gedacht und wir fahren von Bodø auf die R17 nach Storvika. Unterwegs halten wir am Saltstraumen um uns den Gezeitenstrom anzusehen. Den stärksten Gezeitenstrom der Welt wohlgemerkt. Es ist faszinierend. Obwohl er gerade nicht seine ganze Kraft entfaltet schafft es ein Motorboot nicht gegen ihn an. Eine wahre Naturgewalt. Leider haben wir hier vor lauter schauen keine Bilder gemacht...
Eine wahre Schönheit ist der Küstenweg R17. Eine wirklich tolle Strecke mit wunderschönen Ecken, der wir ein ganzes Stück folgen. Selbst bei schlechte Wetter wirklich schön.











Die 17 gehört zu den norwegischen Landschaftsrouten und in Storvika ist wieder einer der typischen Rastplätze dieser Strecken. Er ist sehr schön und kreativ angelegt. Der Rastplatz Storvika liegt in einem Tal am Meer. Über eine Brücke kommt man an einen kleinen Strand, es gibt Bänke, Grillplätze und ein Volleyballfeld. Praktischerweise liegt direkt daneben ein kleiner Coop, wo wir morgen noch ein paar Kleinigkeiten besorgen können. Wir drücken uns noch etwas auf dem Platz und am Strand herum, bevor wir es uns drin gemütlich machen. Es fängt wieder an zu regnen, aber da sind wir schon auf dem Weg ins Bett.








Rover am 17 Nov 2014 21:12:28

Donnerstag 7.8.2014 Storvika - Porten til Nord-Norge

Weiter geht es auf der 17. Leider bleibt das Wetter zunächst mies. Doch wie wir es hier immer wieder erleben klart es im Laufe des Tages doch noch auf und wir folgen weiter der R 17.





Auf der Fähre von Jektsvik nach Kilboghamn überqueren wir den Polarkreis Richtung Süden. Unserer Meinung nach die falsche Richtung. Wir sind ziemlich wehmütig, aber auch glücklich über das bisher erlebte und die Tatsache, dass wir noch ein paar Tage vor uns haben. Im Anschluss folgen wir weiter der 17.





Wir fahren Fähre von Nesna und Levanger und es wird richtig sonnig und warm. Eine wirklich schöne Strecke folgt und wir halten öfter an. Auf einer Bergkuppe ist ein toller Aussichtspunkt, an dem man auf ein Felsplateau laufen kann. Natürlich machen auch wir das. Als wir gerade den Hang hinauf laufen, stehen direkt vor uns 3 Rentiere, wovon eines auch noch brav fürs Foto stehen bleibt ;) Wir verhalten uns ruhig und lassen die Tiere vorbei ziehen, bevor wir weiter gehen und bei strahlendem Sonnenschein die Aussicht geniessen.









Auch auf der Weiterfahrt erleben wir tolle Landschaft bei traumhaftem Wetter.













Am späten Abend rasten wir und essen zu abend. Ronja zieht schon Schlafklamotten an und macht es sich mit Kuscheldecke wieder im Sitz bequem. Wir wollen etwas Strecke machen und in die Nacht hinein fahren. Ronja schläft rasch ein. Wir sind sehr glücklich, dass sie die weiten Strecken so gut meistert und sich ebenso wie Mama und Papa für die Landschaft begeistern kann - hoffentlich bleibt das die nächsten Jahre so ;) Auf der Fahrt sehen wir eeeeeeendlich einen Elch! Eine Elchkuh die relativ weit weg auf einer Lichtung steht und verschwindet, bevor wir Fotos machen können. Aber immerhin. Wir haben ja schon geglaubt hier gibt es doch keine Elche ;) Wir kommen wieder auf die E6 und fahren weiter Richtung „Süden“. Es wird dunkler (das sind wir gar nicht mehr gewohnt) und neblig. Schön und gruselig zugleich.



Die Norweger haben an ihren Fahrzeugen die komplette Festbeleuchtung (inkl. Zusatzscheinwerfer) an und blenden (wenn überhaupt) sehr spät ab. Andere Länder, andere Sitten. Dennoch ist es schön in Ruhe durch die Nacht zu fahren und sich zu unterhalten, während der Nachwuchs schlummert. Gegen 1.00 h steuern wir dann den Rastplatz am Tor zu Nord-Norge an, bzw. für uns ja jetzt nach Trondelag. Ronja wacht nicht auf, als wir sie ins Bett legen und ach wir schlafen gleich ein.

Rover am 17 Nov 2014 21:48:28

Freitag 8.8.2014

Am Morgen machen wir natürlich noch Fotos, bevor es wieder auf die E6 geht.



Ronja hat heute nicht so große Lust auf langes fahren und auch wir wollen lieber etwas unternehmen. Nach einer Weile kommen wir an den Namskogan Park vorbei und beschliessen spontan hier den Tag zu verbringen und lieber wieder am Abend zu fahren, nachdem das gestern so gut geklappt hat. Ronja schiesst wie eine Flummi aus dem Auto und wir machen uns auf in den Familienpark. Am Eingang sagt man uns bei den Raubtieren sei gerade Fütterung - wir sollen uns beeilen. Also nehmen wir die Beine in die Hand und kommen nass geschwitzt (es hat gefühlte 30 Grad plus) am Bärengehege an und werden belohnt. Während einer der Bären noch gefüttert wird, plantscht ein anderer in einer Art Schwimmbecken und spielt mit einem Lappen. Für uns sieht es so aus, als versuche er sich die Füße - pardon: Tatzen - zu waschen. Ein anderer Bär richtet sich im Hintergrund zu voller Größe auf. Ein erhabenes Bild. Nachdem wir den Bären eine ganze Weile zusehen, ziehen wir weiter und meine 2 fahren erstmal ausgiebig Sommerrodelbahn. Wir essen, fahren Boot und besuchen all die anderen Tiergehege. Wir sehen Bären, Wölfe, Luchse, Elche, Rotwild, Pfaue, Strauße, Nutztiere etc. Und ein Eichhörnchen, dass sich am Meerschweinfutter bedient ;) Wir verbringen den ganzen Tag im Park und haben jede Menge Spaß.













Gegen 18.00 h gehen wir zurück zum WoMo und aus dem Augenwinkel sehe ich auf der Straße einen großen Phönix vorbei fahren und drehe mich instinktiv herum. Tatsache: auf dem Heck prangt das bekannte Logo mit den 2 Elchen. Die Reisezäpfchen! Ich winke wild, bin aber von der Straße aus nicht zu sehen, außerdem kennen wir uns ja auch gar nicht ;) Dennoch lustig das man sich über den Weg gefahren ist. Wir machen es wie gestern. Wir machen Strecke, halten zum Essen und fahren mit dem schlafenden Kind wieder in die Nacht hinein. Zuvor erleben wir aber einen unheimlich schönen Abend:







Wir fahren an Trondheim vorbei (irgendwie zieht es uns dieses Mal nicht so in die Städte) bis Oppdal und biegen auf die 70 ab. Um 1.30 fahren wir ausnahmsweise auf einen nicht zum campen gedachten Rastplatz. Wir sind müde und es ist mitten in der Nacht - so hoffen wir niemand zu belästigen. Natürlich hätten wir früher am abend auf einen Campingplatz fahren können, aber uns zieht es jetzt doch sehr. Møre og Romsdal - Rauma, genauer das Gebiet um den Trollstigen. In Isfjorden haben wir Bekannte und haben uns in diese Gegend in Fjordnorwegen verliebt. Wir waren schon mehrfach (aber noch nie mit dem Wohnmobil) hier und es fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause kommen. Um so mehr freuen wir uns auf morgen.

Rover am 17 Nov 2014 22:33:31

Samstag 9.8.2014

Nach einem Frühstück am Rastplatz geht es weiter. Heute besuchen wir unsere Bekannten und freuen uns schon total. Wir fahren bei tollstem Wetter Richtung Isfjorden. Als die 62 auf die E136 stösst, brauchen wir keine Karte und kein Navi mehr ;) „Da! Die Molde-Fähre. Wir sind bald daheim ;)“ witzeln wir. Zunächst fahren wir aber an Isfjorden vorbei, durch Åndalsnes und Richtung Trollstigen. Zwischenzeitlich bekomme ich eine Nachricht aufs Handy: „Kuchen ist fertig!“ ;)
Am Gjestegård machen wir den Platz für die Nacht klar und hüpfen noch unter die Dusche. Über die aktuelle Sauberkeit derselben möchte ich lieber nichts schreiben. Mir fällt wieder ein, warum ich sonst lieber im WoMo dusche... Egal. Jetzt sehen wir erstmal unsere Bekannten wieder. Es ist ein großes Hallo und wir begrüßen nicht nur die beiden mit ihren 2 Jungs und dem Hund - heute sind auch ihre Eltern aus Deutschland zu Besuch und wir verbringen einen wunderbaren nachmittag mit leckerem Kuchen und guten Gesprächen.



Die Kinder können sich nicht mehr so recht aneinander erinnern, aber tasten sich langsam heran. Auch der Hund ist glücklich, haben wir ihm doch seine LieblingslecGasts aus D mitgebracht. Wir bedauern, dass wir diesmal nicht so viel Zeit haben, planen aber schon das nächste Treffen ;) Auf dem Weg zurück zum Campingplatz fahren wir noch in Veblungsnes ins umgebaute RaumaSenter und kaufen ein. Zwar gibt es in der Nähe nun einen neuen Rema 1000, aber wir bevorzugen „unser“ Raumasenter, wo wir immer einkaufen. Am Abend schüttelt ein heftiger Sturm unseren Bob durch. Wir verkriechen uns im Bett und schauen noch gemeinsam einen Film - das hat auch was ;) Der Wind schaukelt uns anschliessend in den Schlaf.



Sonntag 10.8.2014 auf zum Geiranger

Wir schlafen lange und lassen es gemütlich angehen. Schliesslich ist hier ein Standtag geplant. Als wir aber den Wetterbericht checken und sehen, dass es morgen hier und auch in Geiranger regnen soll, beschliessen wir spontan doch noch heute weiter zu fahren ! Sonst haben wir vom Trollstigen nicht viel. Bevor wir den Trollstigen befahren, halten wir wie immer am Parkplatz unterhalb an der Schautafel und steigen den Trampelfpfad hinab ins Isterdal ans Wasser. Wir lieben diesen Ort und er hat kein bisschen von seinem Reiz verloren.









Nach einer Weile fahren wir dann zum x-ten mal, aber zum ersten mal mit Bob den Trollstigen hinauf. Wie immer ist es faszinierend, aber diesmal echt eng. Egal - wenn die Busse das schaffen, dann wir erst recht.





Und natürlich meistern wir die Strecke ohne Probleme. Oben angekommen gönnen wir uns ein Eis und laufen in Richtung Plattform. Die Sicht ist wunderbar und Ronja erkennt es nun auch wieder. „Mama, hier war ich schon! Da vorne kann man über dem Tal schweben!“ Naja - so ähnlich, aber sie hat recht: ein bisschen fühlt es sich so an.







Als wir weiter fahren, sehen wir das Fjell erstmals komplett Schnee- und Eisfrei. Als wir zuletzt ein paar Wochen früher hier waren, sahen wir noch die Spuren der Schneefräse und haben kleine Schneemänner gebaut. Leider erinnert sich das Kind auch daran und mault dass es heuer keinen Schnee gibt ;)



Wir fahren weiter Richtung Valldall, ein kleines Stück Fähre und auf zum Geiranger Fjord. Auch zum wiederholten mal ist der 1. Blick auf den Geiranger Fjord einfach schön.



Nach dem obligatorischen Fotohalt, fahren wir die Adlerstraße hinunter auf den Campingplatz am Fjord (Grande Hytteutleige og Camping). Wir grillen am Wasser und haben einen schönen Abend mit einem tollen Ausblick.


Anne42 am 17 Nov 2014 22:43:04

ich warte und hoffe auch auf die Fortsetzung

Rover am 17 Nov 2014 22:58:34

Schon dabei Anne ;)

Montag 11.8.2014 Geiranger - Dalsnibba - Nordberg

Wir fahren ins „Städtchen“ und kämpfen uns durch und mit Horden von Touris zum Shopping. Wir brauchen noch das ein oder andere Mitbringsel und ich möchte einen neuen Ny Form Troll. Ich stehe dazu, dass ich die richtig toll finde, obwohl ich sonst nicht für solch Nippes zu haben bin.







Mittags essen wir noch in Geiranger und gondeln dann langsam weiter.



Wir geniessen noch einmal die Aussicht vom Flydalsjuvet und fahren weiter Richtung Dalsnibba. Von oben sehen wir noch die Costa luminosa und die Arcadia im Geirangerfjord.
Schon bei unserem allerersten Norwegentrip waren wir hier oben und lieben diesen Aussichtpunkt. Heute ist es kalt und windig hier oben, aber das stört uns nicht. Wir drücken uns eine ganze Weile hier rum und schiessen natürlich auch Fotos.









Wir reissen uns los und fahren noch ein Stück auf der 15. Wir übernachten schliesslich bei Dønfoss Camping - Nordberg. Sehr nett, sehr professionell und sehr voll ;) Wir merken uns den Platz aber mal. Er ist sehr idyllisch an einem Wildwasser gelegen und hat ein Naturschwimmbecken unweit des Dønfoss Wasserfalls. Ich gestehe - heut ist es mir einfach zu frisch, aber vielleicht nächstes mal ? ;) Wir schlafen gut neben dem rauschende Wasser.




Rover am 17 Nov 2014 23:29:01

Dienstag 12.8.2014 Nordberg - Flåm

Weiter geht es Richtung Lom, wo wir uns die Stabkirche ansehen. Heute scheinen wir extrem ausgeruht uns jung auszusehen, denn wir werden nach einem Studentenausweis gefragt, was uns doch sehr zum Lachen bringt. Die Stabkirche wurde im 12. Jahrhundert errichtet und gehört zu den größten erhaltenen Stabkirchen. Mit ihren Schnitzereien, dem farbigen Altarraum und ihren zahlreichen Gemälden, ist sie wirklich sehenswert.





Nachdem wir die Kirche besichtigt haben, fahren wir weiter auf die 55 Richtung Sognefjellsveien. Es zieht sich etwas, aber irgendwann geht es bergauf ;) Die Fahrt über das Fjell ist traumhaft schön. Wir sehen Seen, Gletscherzungen und atemberaubende Landschaften. Es ist etwas diesig, aber das tut der Sache keinen Abbruch. An der Sognefjellhytta parken wir und essen ,nach einer kleinen Erkundungstour, einen deftigen Eintopf zu mittag. Das wärmt uns auf und passt zur gemütlichen Stimmung. Ronja will unbedingt Schnee anfassen und so läuft sie mit ihrem Papa zu einem Schneefeld. Das Schneefeld ist nicht groß, der Schnee pappt und es regnet, aber wir haben ein glückliches Kind. Schön wenn es dazu nur ein wenig alten Schnee braucht ;) Die Weiterfahrt ist ebenso schön und wir freuen uns über die Entscheidung hier entlang zu fahren. Auf dem Weg "Runter" wird auch das Wetter wieder besser.



















Zahlreiche Fotostopps und eine Fährüberfahrt später, kommen wir am Lærdalstunnelen an. Und so durchfahren wir (es bleibt uns ja nix anderes übrig) den längsten Straßentunnel der Welt. 24,5 Kilometer.... Etwas beklemmend ist das schon. Einzige Abwechslung bieten die 3 beleuchteten Höhlen. Imposant, aber wir sind doch froh, als er zu Ende ist.



Weiter geht es nach Flåm und es reiht sich Tunnel an Tunnel an Tunnel.... aber irgendwann landen wir dann doch in Flåm auf einem vollgestopften Campingplatz. Egal. Zum schlafen reicht es und wir wollen doch morgen Flåmbahn fahren.

Rover am 18 Nov 2014 00:15:19

Mittwoch 13.8.2014 Flåm - Bergen

Wir fahren die paar Meter nach Flåm rein, besorgen uns dort ein Bahnticket und gehen erstmal frühstücken. Natürlich bleibt auch ein Bummel durch die Nippesläden nicht aus und das Kind macht Beute. Nicht schlecht Papas kleines Mädchen zu sein ;) Als wir zur Bahn kommen, ergattern wir tatsächlich einen Fensterplatz an einem Fenster, daß sich auch öffnen lässt. Schon bald geht die Fahrt los und wir geniessen die Aussicht. Die Strecke ist einspurig, bis auf ein kleines Stück. Dort warten wir und uns kommt die bergab fahrende Bahn entgegen, so daß wir natürlich auch Fotos machen können. Das Highlight ist aber der Halt an einer Plattform am Kjossfossen. Man kann aussteigen um Bilder zu machen und plötzlich ertönt Musik. Wir tun überrascht, denn Ronja weiss ja nicht was kommt ;) Wir sagen ihr, sie muss genau hin schauen, ob sie die Huldra (weiblicher Troll, Wächterin der Wälder mit langem blonden Haar und Zauberkräften) sieht. Und tatsächlich: Da taucht sie auf! Sie tanzt vor dem Wasserfall und wir sehen ihr goldenes Haar. Doch was ist das? Sie verschwindet und taucht kurz darauf an einer ganz anderen Stelle auf. Die beiden Tänzerinnen haben das Timing etwas verpasst und wir sehen ganz kurz beide, aber für das Tochterkind ist klar: wir haben soeben ein Zauberwesen gesehen. Es mag touristischer Schnickschnack sein und echt kitschig, aber wenn Du da so stehst, in Deinem Traumurlaub, endlich Flåmbahn gefahren bist (das wollte ich als Teenie schon), dir der kraftvolle Kjossfossen Wasser ins Gesicht sprüht, die Huldra zur Musik tanzt und Du in ein Kindergesicht mit zerzaustem nassen Haar, glühenden Wangen und leuchtenden Augen schaust, dann ist das verdammt nochmal richtig schön. Auf der Weiterfahrt nach Myrdal spricht unser Kind natürlich von nichts anderem und will sofort zurück fahren und schauen ob sie noch da ist. Da wir heute ohnehin noch nach Bergen wollen/müssen, stimmen wir zu und fahren direkt wieder zurück. Das ganze Schauspiel also nochmal und es ist nicht weniger ergreifend als auf der Hinfahrt.









Zurück in Flåm, brechen wir direkt auf nach Bergen. Die Fahrt ist speziell - man kommt aus den Tunneln quasi nicht mehr raus. Am nachmittag erreichen wir Bergen und fahren ins Zentrum. Nachdem uns kurz der Kulturschock trifft (Zivilisation! So viele Menschen!!! ;)), fahren wir nach Bryggen und finden tatsächlich fußläufig einen Abstellplatz für unseren Bob. Und so schlendern wir durch Bryggen. Das muss man gesehen haben. Eng, schief, verwinkelt - irre. Lebendige Geschichte. In jedem Winkel gibt es kleine Läden zu entdecken. Das hanseatische Museum besuchen wir heute allerdings nicht mehr. Stattdessen schlendern wir zum Fischmarkt, der mindestens genau so sehenswert (riechenswert und schmeckenswert ;)) ist. Wir gönnen uns ein paar Leckereien und werden ganz schön wehmütig beim Gedanken morgen abzureisen.



















Am abend fahren wir zum Lone Camping ausserhalb Bergens. Hier gibt es auch einen Mini-Zoo und Ronja verfüttert unsere Gemüsereste an die Häschen. Während Sven die Henkersmahlzeit zubereitet. Der letzte abend auf norwegischem Boden. Aber nur für dieses Jahr ! ;)



Donnerstag 14.8.2014

Wir schlafen aus, frühstücken und packen die Tasche für die Fähre. Erst macht sich Abschiedsschmerz breit und dann Hektik. Es ist doch schon später als gedacht... Und das Terminal scheint laut Navi doch weiter weg zu sein, als wir dachten. So ein Mist. Als wir hektisch vom Platz fahren, berechnet es neu und plötzlich passt es wieder. Nun ja - zumindest sind wir nun alle wach ;) Wir stellen uns an und müssen warten - die Fähre ist später eingelaufen als geplant und so dauert es noch. Am Ende sind wir aber bei den Ersten, die auf die MS Stavangerfjord fahren und so besichtigen wir unsere Kabine, während die meisten noch Schlange stehen. Neben uns liegt ein riiieeesen Kasten - die Emerald Princess, die kurz vor uns ausläuft. Dann sind auch wir dran. Und so heisst es: Ha det bra Norge! Vi ses! (Mach`s gut Norwegen! Wir sehen uns!)



Wir machen es uns an Bord gemütlich, essen etwas, spielen und trinken Cocktails. Am Abend lassen wir uns das Commander Buffet schmecken. Die Nacht ist leider genau so unruhig wie die See, aber irgendwann finden wir alle zumindest etwas Schlaf.




Freitag 15.8.2014

Um 6.30 fallen wir aus den Betten, packen zusammen und gehen einen Happen frühstücken, während wir auf die Ankunft in Hirtshals warten. Ca. 8.30 h rollen wir von Bord und wollen alle nach Hause. Wir erklären Ronja, daß das aber eine sehr lange und langweilige Fahrt wäre, doch sie ist einverstanden. Durch Dänemark rauschen wir mehr oder weniger ohne Rast durch und machen erst in Deutschland Rast, da ohnehin Stau ist. dann regnet es auch noch. Naja, zur Not fahren wir den Rest eben doch morgen. Da tönt eine Stimmer von hinten: Nee Mama und Papa, das ziehen wir jetzt durch. Ok - so sei es. Einige Staus und Regenschauer später fahren wir um ca. 21.00 an einer Resti raus und essen Spaghetti. Wir sind stolz auf unser Kind, daß unterwegs so gut wie nicht genörgelt hat! Nach dem Essen ziehen wir ihr Schlafsachen an und kuscheln sie im Sitz in ihre Decke und sie verschläft das letzte Stück. Gegen 1.00 h nachts kommen wir zu Hause an und so endet unsere Nordkapptour 2014.







Fazit:
Ja, es ist völlig bescheuert mit einer 4 jährigen in 3,5 Wochen ca. 8.000 km (davon 2.000 Fähre) zu reisen und bis ans Nordkapp zu fahren, aber wisst ihr was?: Wir würden es immer wieder tun. Und unsere Tochter fragt uns seit der Rückkehr oft wann wir wieder dorthin reisen können. Sie scheint es geerbt zu haben, das Nordlandfieber. Natürlich wäre die Tour mit mehr Zeit noch schöner und wir haben viel ausgelassen oder für manches nicht so viel Zeit gehabt, wie wir es uns gewünscht hätten, aber erstens will ich nicht alles auf später aufschieben (wer weiss schon was morgen ist?) und zweitens war es nicht die letzte Tour in den hohen Norden und so gibt es nun einiges auf der „da fahren wir nächstes mal hin“-Liste. Oder doch wieder ans Nordkapp ..... ? ;)

berny2 am 18 Nov 2014 00:50:31

Trebbiano hat geschrieben:Danke für den Bericht und die schönen Bilder, ich habe mich soeben auf einer Zeitreise in den Sommer 2013 befunden und das sehr genossen, denn zu 90 % sind wir diese Runde auch gefahren. :)

Nicht nur Ihr... :razz:
Schliesse mich den Komplimenten an. Bei uns war es die siebenjährige Enkelin, die etwas völlig Neues miterleben durfte.

Jonah am 18 Nov 2014 02:42:05

Was für ein schöner Reisebericht, was für ein schöner Urlaub. Klasse, dass du uns dran teilhaben lässt.

haroba am 18 Nov 2014 09:43:05

Moin!

Danke für den schönen Bericht mit den vielen Bildern!
nach 2011 und 2013 müssen wir unbedingt wieder nach Norwegen!

Munterholln!

haroba

Rover am 18 Nov 2014 10:09:53

Danke - freut mich, wenn der Bericht gefällt. Für uns war es ein Traumurlaub und es zieht uns schon wieder Richtung Norden... Gut möglich, dass wir im Sommer 2015 wieder fahren ;)

Aretousa am 18 Nov 2014 10:10:53

Die wohnmobile Welt hat sich gegen mich verschworen. Erst Rupert, jetzt du, alle wollen unbedingt, dass ich nächstes Jahr nach Norden fahre, dabei stand die Planung für 2015 doch schon fast fest.
Nee, mal im Ernst. Das ist ein toller Bericht mit herrlichen Bildern und er macht Appetit darauf, sich das Ganze mal in natura anzuschauen. Vielen, vielen Dank.

Rover am 18 Nov 2014 10:15:56

Warum soll es Dir besser gegen als mir ? ;) Bei uns war Rofalix "schuld" bzw. der Tropfen, der das Fass zum überlaufen und uns zum umplanen (und umbuchen der Fähre) brachte... ;)

shoe1 am 18 Nov 2014 10:25:51

Aretousa hat geschrieben:,,, Erst Rupert, jetzt du, alle wollen unbedingt, dass ich nächstes Jahr nach Norden fahre, dabei stand die Planung für 2015 doch schon fast fest.
Nee, mal im Ernst. Das ist ein toller Bericht mit herrlichen Bildern und er macht Appetit darauf, sich das Ganze mal in natura anzuschauen. Vielen, vielen Dank.


Hallo Rover,
ebenfalls noch einmal herzlichen Dank für Deinen schönen Bericht!

... und Lena: Vielleicht trefen wir uns ja alle 2015 in Norwegen ...

lg
Rupert

kurt2 am 18 Nov 2014 10:31:53

Hallo,
sehr schöner Bericht und danke, dass Ihr uns auf eure Reise mitgenommen habt.

Bin gespannt auf die Fortsetzung.

Rover am 18 Nov 2014 10:48:55

shoe1 hat geschrieben:
... und Lena: Vielleicht trefen wir uns ja alle 2015 in Norwegen ...

lg
Rupert



Auch ne Möglichkeit ;)

Aretousa am 18 Nov 2014 12:43:47

Könnte man drüber nachdenken :ja:

nordlicht99 am 18 Nov 2014 14:51:51

Hallo

und danke für den Reisebericht. Schön.
Bei jedem Foto dachte ich irgendwie: ich will da jetzt sofort wieder hin...! das ist soooo schön.

Aber mal eine Frage: womit und wie hast Du die Fotos in den Tunneln gemacht? Unsere werden immer total verwackelt. Irgendwie kriege ich das nie richtig eingestellt...

Rover am 18 Nov 2014 15:48:51

Gerne ;) Ich würde am Liebsten auch sofort wieder los.

Zu den Fotos:
In beiden Fällen war gerade wenig bis nix los und so haben wir angehalten, die Kamera (EOS 300 D oder so...) vorne auf die Ablage gelegt und mit langer Belichtung (bzw. Automatik...) fotografiert. Wir sind leider nicht so die Foto- Profis. Manchmal klappt es - manchmal nicht. Oft knipse ich auch schnell mit dem Handy - das macht ja mittlerweile auch recht anständige Bilder für den Hausgebrauch. Ich nehme mir immer mal wieder vor einen Kurs zu machen, aber irgendwie wird das nix ;)

bonjourelfie am 18 Nov 2014 15:54:42

Hallo,

das habt ihr ganz toll gemacht, eine wunderschöne Reise und ein fabelhafter Bericht. an eure tapfere Tochter.

LGElfie

Asterixwelt am 18 Nov 2014 16:59:44

Hallo und Danke für den umfangreichen Bericht + Bilder.
Wir müssen auch mal in diese Richtung, aber wir wohnen im Süden und da ist das Mittelmeer nicht weit.

Wir sind bald Rentner u. haben dann hoffentlich viel Zeit für so eine Tour.



Michael

usareidi am 18 Nov 2014 18:11:29

Hallo Rover

Vielen Dank für den tollen Bericht. Ich freue mich bereits Uf unsere Reise nächstes Jahr. Wir wollen (können) uns 6 Wochen Zeit nehmen für ans Nordkapp und zurück

berny2 am 18 Nov 2014 18:16:59

usareidi hat geschrieben:Vielen Dank für den tollen Bericht. Ich freue mich bereits Uf unsere Reise nächstes Jahr. Wir wollen (können) uns 6 Wochen Zeit nehmen für ans Nordkapp und zurück

Bei sechs Wochen Zeit solltet Ihr einen Ausflug zum Vestkapp nicht versäumen. --> Link

PAPLE am 18 Nov 2014 18:18:43

Moin Rover,
euer sehr schöner Reisebericht und die vielen Fotos haben uns gut gefallen. Da hattet ihr eine tolle Reise.
Die Bilder wecken auch bei uns die Vorfreude auf den nächsten Sommer, denn wie schreibt ihr so schön:
"...erstens will ich nicht alles auf später aufschieben (wer weiss schon was morgen ist?) und zweitens war es nicht die letzte Tour in den hohen Norden und so gibt es nun einiges auf der „da fahren wir nächstes mal hin“-Liste..."
Mit dem Schlusswort ist eigentlich alles gesagt... :-), viel Spaß euch dabei ;-)
LG
Paple

oscar2005 am 18 Nov 2014 21:30:19

Hallo Rover ,

vielen lieben Dank für den tollen Bericht. Nun habe ich akutes Fernweh :cry:

Aber für Mai ist ein Mini-Urlaub in Norwegen geplant.
Mit der Colorline nach Oslo und über Land zurück nach Kiel..... alles in einer Woche.
Nordkap folgt später, nunn weiss ich ja, dass es dafür nicht unbedingt 5-6 Wochen braucht.
DANKE

Anne42 am 18 Nov 2014 22:22:13

Das war ein toller Bericht, wunderschöne Bilder und wirklich ein nettes liebes kleines Mädchen, vielen vielen Dank!!!!!!!!!!!!!!!!

Rover am 18 Nov 2014 23:24:27

Danke ihr Lieben ;)

Das liebe kleine Mädchen kann eine ganz schöne Kratzbürste sein, hat aber an den entscheidenden Stellen gut mitgemacht.

Reisedauer: Na 3 Monate und länger sind ein Traum, 6 Wochen der Hit, aber 3-4 machbar, wenn man bereit ist Abstriche zu machen und wieder zu kommen ;)

Martina, wann denn im Mai? Zum Nationalfeiertag? Das wär auch noch ein Ziel. Den 17.5. mit unseren Freunden feiern. Das Backen des "Kransekake" habe ich dieses Jahr schon geübt ;)





Geskro am 19 Nov 2014 00:29:47

Schöner Bericht - liest sich wie ein toller Urlaub!
Danke und viel Spaß bei der Planung für 2015 :-)

berny2 am 19 Nov 2014 00:37:08

Geskro hat geschrieben:Schöner Bericht - liest sich wie ein toller Urlaub!
Danke und viel Spaß bei der Planung für 2015 :-)

Danke, habe ich gerade gemacht (uups, bin ja garnicht angesprochen...). :)

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