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Hallo Gemeinde, 25 Jahre friedliche Revolution und Mauerfall möchte ich hier mal zum Anlass nehmen, um überhöht zu fragen, wer als Wessi bis heute noch nicht in Ost-Deutschland war. Interessant wäre, warum eigentlich nicht? Zur Vorgeschichte: Wir (Ossi) fahren jetzt die zweite Saison im Wohnmobil vornehmlich in den Westen, um diese Seite meiner gesamt Deutschen Heimat noch bessser kennenzulernen. Auf diesen Reisen werden wir auf Grund unseres Kennzeichens LRO ...wo ist das denn? immer wieder angesprochen und es stellt sich tatsächlich heraus, das es eine nicht ganz unerhebliche Anzahl an Wessis gibt, die noch nie in Ostdeutschland waren! Auf ein "Warum", konnte oder wollte uns keiner so recht antworten. Also stelle ich hier mal die Frage und freue mich auf eine Rege, faire Gesprächsrunde! hallo norman, ich war zwar schon relativ häufig dort, aber für die kurzen womo-touren, wie z.b am we scheidet es für mich aus. das liegt aber einzig dadran, dass es immer ca. 250km in eine richtung sind. aus dem gleichen grund scheidet für mich für die kurzen touren auch der entferntere süden aus. viele grüße andre Diese Wessi-Ossi -Diskussionen haben mich als Südi schon 1989/1990 angeödet. Damals wurden die Schwa#zvergleiche von der Super-Illu befeuert. Frage mich was das soll. Oder anders gefragt: Wer aus Schleswig-Holstein war noch nie in Nordrhein-Westfalen? Interessant? Ich mein ja bloß, Alf Hi Norman, mit gefällt Deine Fragestellung :) Bin Wessi und höre sehr häufig, das es Menschen gibt, die aus aus Prinzip die ehemalige Grenze nicht überschreiten. Teilweise weil sie mit Vorurteilen beladen sind, oder den Osten als nicht so attraktiv einstufen. Ich glaube allerdings, das es nur ein sehr kleiner Teil unserer Bevölkerung ist, der sich davon abhalten läßt, gen Osten zu reisen. Ich fahre gerne und häufig Richtung Osten und finde immer wieder neue Orte und Landschaften, die reizvoll sind. Alleine die Küsten, ob Ostsee oder die Haffregionen sind wunderschöne Urlaubsziele, aber auch Brandenburg, die Uckermark, der Oderbruch usw. sind immer wieder lohnenswerte Ziele. Julia Solche Leute die noch nie im Osten - wenn ich das mal so sagen darf ;-) - waren, kenne ich überhaupt nicht ! Geschwister, Verwandte, Bekannte reisten sofort nach der Wende rüber. Nicht mit dem Reisebus nach Lübbenau, sondern auf eigene Faust. Wir auch sehr gerne in den letzten 20 Jahren seit wir ein Womo haben. Immer wieder gerne! Schöne nach Rostock aus dem Schwarzwald, Loretta
:gruebel: Es gibt doch auch Leute, die noch nie in .... waren :!: Warum ? Weil´s ihnen anderswo besser gefällt, sie sich dort wohl fühlen und garnix anderes kennen lernen wollen ... Macht doch nix ! Soll halt jeder, wie er will. Gibt doch keine Pflicht, irgendwas bereisen zu müssen ... UNS gefällt´s gut in Ostdeutschland, wir empfinden es als Bereicherung der möglichen Zielgebiete :) Hallo Norman, also vorweg gesagt mußte ich grad beim Kfz-Kennzeichen LRO auch erst mal nachschauen. :) LRO = Landkreis Rostock Rostock hatte doch vorher das Kennzeichen HRO = Hansestadt Rostock. Die Übernahme der Kreise Bad Doberan und Güstrow brachte dann das Kennzeichen LRO. Na gut, man lernt nie aus. :) Zu Deiner Frage: Ich habe schon einige Regionen in den östlichen Bundesländern gesehen. Angefangen an der Ostseeküste vom Priwall über Boltenhagen, Wismar, Timmendorf auf der Insel Poel, Warnemünde, die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, dann Stralsund und die Inseln Rügen und Hiddensee weiter bis nach Greifswald mit dem netten Ort Wiek bis nach Usedom mit den Kaiserbädern Heringsdorf und Ahlbeck. Ein Bekannter aus meinem Heimatort ist vor mittlerweile 11 Jahren nach Rollwitz (bei Pasewalk) "ausgewandert". Dort habe ich ihn vor zwei Jahren besucht. In der Nähe dort ist ja Ueckermünde. Im "Binnenland" war ich schon am Schweriner See, in Brandenburg an der Havel, in Tangermünde und Magdeburg an der Elbe, in Wernigerode im Harz, im schönen Spreewald, in Bad Muskau, in Dresden und Elb-Sandstein-Gebirge und in Thüringen an verschiedenen Orten wie Oberhof und den dortigen Stauseen, Saalestausee und Pöhl. Du siehst, sooo unbekannt sind auch mir die neuen Bundesländer nicht... :) Ja, vielleicht liegt es ja daran, daß ich in etwa der "neuen Mitte" der Bundesrepublik wohne, da ist der Anreiseweg nicht soo weit... :) Herzliche an die Ostseeküste! :) Wir waren erst dieses Jahr wieder im Osten, genau gesagt Spreewald, Berlin, Potsdam etc. Für 2015 ist Dresden und dann Richtung Rügen mit weiterfahrt an der Küste Richtung HH geplant. Wir haben durch unser Hobby, nein nicht Womofahren, mittlerweile viele Freunde und Bekannte in den neuen Bundesländern. Als die Mauer noch stand habe ich mich behaarlich geweigert die Grenz zu übeschreiten, weil ich mich kenne und bestimmt bei der Kontrolle etwas falsches gesagt hätte. Bernd Ich habe zwar einen Grundsatz : "Östlich von Wien, da fahr ich nicht hin ...", Aber der Landkreis Rostock ist definitiv noch westlich von Wien. Und grade aus dem Grund, weil ich noch nicht so oft 'drüben' war, hatte es mich im September nach dort verschlagen, also mal 2-3 Wochen mit'm WoMo. Hatte sich einfach mal so v o r die Toscana geschoben .... Und ... es war schööööön dort .... Da konnten wenigstens mal die eigenen Leute etwas Geld verdienen an mir .............. 1992 haben wir zu viert eine Womo-Tour durch die (für uns) neuen Bundesländer gemacht - um sie kennenzulernen halt, weil wir von den Landschaften, den Städten etc. wenig Vorstellung hatten. Schon davor gab es mit meinen Eltern einen Kurzbesuch in Halle und Südsachsen, weil da Bekannte wohnen. Das war nach der Maueröffnung "einfach dran". Seither war ich zwar auch nochmal an einzelnen Punkten - aber ich denke eigentlich nicht mehr, ich fahre nach "drüben" oder "in die neuen Bundesländer". Ich fahr halt z.B. nach Dresden. Oder nach Erfurt oder.... So wie ich zur Expo in Hannover war oder das Ziel das Allgäu oder Sylt oder (noch nicht gemacht) die Eifel ist. Da braucht es keine Kategorie "neues/altes Bundesland" mehr. Im Zuge der 25-Jahr-Feiern wurden auch Bewohner Brandenburgs oder Meckpomms gefragt, ob sie schon mal "drüben" (in dem Fall also im Westen) waren - da gab es auch die Antwort "Nee, was soll ich denn da...." Es gibt nun mal Menschen, die keinerlei Interesse an Reisen und keine Neugier auf irgendwas außerhalb ihres Wohnortes haben. Find ich persönlich schade und ich vermute, es wirkt sich auch auf den persönlichen geistigen Horizont aus - aber ändern wird man das wohl nicht können. Wer nicht will, tut es halt nicht. Früher nicht und jetzt nicht. Vielleicht bereuen es manche, wenn sie (z.B. aus Altersgründen) nicht mehr reisen können. Aber auch dieser Gedanke wird die Einsicht wohl nicht bewirken. [quote="frankjasper8"]Hallo Norman, also vorweg gesagt mußte ich grad beim Kfz-Kennzeichen LRO auch erst mal nachschauen. :) LRO = Landkreis Rostock Rostock hatte doch vorher das Kennzeichen HRO = Hansestadt Rostock. Die Übernahme der Kreise Bad Doberan und Güstrow brachte dann das Kennzeichen LRO. Servus es gibt 2 Kennzeichen HRO und LRO .... wenn dann bitte richtig recherchieren .... :? :? :? Ich war seit dem Fall der Mauer häufiger in den neuen Bundesländern,am meisen beeindruckt hat mich allerdings meine erste Fahrt als Fahrer eines Reisebusses in die ehemalige "Ostzone",vor allem weil ich Transitverbot hatte und in der DDR unerwünschte Person war.Man hatte da ganz andere Vorstellungen von dem was es da zu sehen gab,kurz um, es war beeindruckend teils im positiven aber auch im negativen sinne,eines war aber immer positiv:Die Menschen dort und das Gefühl jetzt ist wieder zusammen was auch zusammen gehört.Was mich allerdings noch heute stört ist die Tatsache das die Herren der ehemaligen DDR Regierung nicht lebenslänglich hinter Gitter kamen,das wäre schon den Toten an der Mauer gegenüber gerecht gewesen. Arno Ich wurde in Görlitz geboren und verließ meine Heimatstadt, um im zarten Alter von drei Jahren nach Freiburg zu ziehen. Ich fühle mich also als Badener! Meine Eltern hatten sich früh getrennt und so wuchs ich im Badischen mit meiner Mutter und meinen Großeltern (mütterlich) auf. Ich habe auf diese Weise hautnah erlebt, was für Menschen "Heimweh" bedeutet. Nicht, dass meine Mutter und ihre Eltern wieder zurückziehen wollten, aber wenigsten besuchen und sehen wollten sie ihre Heimatstadt. Ich war beruflich in den 70ger Jahren im Ostblock unterwegs, auch auf der Messe Leipzig und konnte mir so ein ganz gutes Bild von den Lebensumständen in den kommunistischen Ländern machen. 1980 habe ich dann gemeinsam mit meiner Frau und meiner Mutter Görlitz besucht. Ein abschreckendes Beispiel für städtebauliche Ignoranz gegenüber der Geschichte. Die Stadt war dem Abbruch freigegeben. Nach der Wende war mein erster Ausflug nach Görlitz und in das Zittauer Gebirge, das ich aus Erzählungen meiner Großeltern so gut kannte. Seither beobachte ich auf meinen vielen Ausflügen (Mecklenburg, Usedom, Rügen, Dresden, Potsdam, Thüringen, Harz, immer wieder Görlitz) den ungeheuren Fortschritt bei der Sanierung wunderschöner Städte und Dörfer. Und freue mich immer wieder über den Fall der Mauer. Ich kann nur jeden bedauern, der, aus welchen Gründen auch immer, den Osten nicht erkundet und so einen großen Teil Deutscher Geschichte nicht kennen lernt. Erfurt und Weimar liegen vor unserer Haustüre und sind immer einen Besuch wert. In diesem Sinne, Grüß, Gerd Ja, die neuen Bundesländer! Gerne immer wieder: Ostseeküste, Rügen, die Mecklenburger Seenplatte, Berlin und Umland, Potsdam mit Brandenburg, Fürstenberg usw., usw., usw. Der Hammer war allerdings die Auskunft eines SP-Inhabers auf Usedom, "dass ich nur entsorgen könne, wenn ich mindestens drei Tage bliebe oder EUR 28,50 entlöhne". :D aus dem Süden, wir haben den Bodensee vor der Türe (20 KM) und sind sehr schnell in der Schweiz,Östereich oder Norditalien. Daher zieht es uns öfter in den Süden als in den Norden oder Osten. Letztes Jahr, in denPfingstferien sagten wir unseren Kindern, dass statt Gardasee Dresden auf dem Plan steht. Die waren gar nicht begeistert. Als wir dann nach 10 Tagen Dresden und Elbsandstein wieder zu Hause waren haben beide gesagt: Hey Papa, bis auf Dresden war der Urlaub SUPER. Städte sind noch nichts für meine beiden, aber an der Elbe Radfahren, wandern und klettern fanden die beiden schön. Vielleicht sind nächstes Jahr mal die Seen in Mecklenburg dran. Die "neuen" Bundesländer waren sofort dran, als die Mauer fiel und man dorthin reisen konnte. Es war die Neugier, wie die Menschen eingesperrt gelebt haben. Genauso haben es die Menschen aus den "neuen" Bundesländern gemacht. Sofort erst mal in den Westen, um zu schauen, wie die dort so leben. Wir waren dafür noch nie in Holland, obwohl es für uns keine 100 km sind und der Osten wesentlich weiter entfernt ist. Dieses viel gescholtene Wort von den -Blühenden Landschaften - ist Gewissheit geworden . Von Hannover sind es nur ca.100 Km bis Marienborn und dann ist man schon in einem schönen Teil der Ehm. DDR , jetzt -Neue Länder - . Ich fahre häufig Samstags , dann über Landstraßen und bin immer hin und weg . Die Straßen leer, die Gegend umwerfend und die Dörfer fast neu und ungeheuer nett wieder aufgebaut . Das war auch nötig , denn das waren zur Wende Gerümpelhaufen, die von der ... hinterlassen worden sind und nun wirklich fein aussehen und ansehenswert sind . Wenn ich dann einen Kurztrip voller Entspannung hinter mir habe , dann ist das wie ein ganzer Urlaub . Es ist jedesmal eine Entschleunigung in fast harmonischer Ruhe . Ein Gegensatz zu einer W.Großstadt . Wenn ich dann irgendwo essen gehe , kommt wohl manchmal ein Übriggebliebener vorbei, der mir die Segnungen des Sozialismus noch mal erklären will , aber soviel Witz und untergründigen Humor lasse ich mir dann nicht antun . Fahrt hin ,überzeugt euch , dass Wort ganz oben ist Wahrheit .Jedenfalls diejenigen die es bisher gemieden haben sollten schlunigst und mit offenen Augen loslegen . Es ist schön , es ist ruhig und die Menschen sind kommunikativ und freundlich . Die Meisten . Zurückgebliebene gibt es auch hier. Giovanni. Hallo Norman, ich liebe die "neuen" Bundesländer und ihre Einwohner. Ich kenne die DDR noch von Verwandschaftsbesuchen in den Sechzigern. Da war es für ein Wessikind wie mich immer eine Art Abenteuerurlaub gewesen. Seit der Grenzöffnung bin ich regelmäßig öfters im Jahr in Sachsen-Anhalt, Sachsen, MeckPomm und vor allem Thüringen. Ob mit Motorrad, Fahrrad, Auto oder Womo - es ist immer ein positives Erlebnis in jeder Beziehung. Richy ich fahr gerne in die richdich abgelegene ostzone, z.b. münchen passau, regensburg, dort gips lustige leute mir einer interessanten sprache :idea:
Wie verständigst Du Dich denn dort ? hände, füsze, weiszwürschte + weiszbier :!: Nachdem wir einmal feststellen mussten, dass es an der Küstenstrasse in MeckPomm offensichtlich mehr Parkuhren als Bäume gibt, verzichten wir gerne auf Touren dorthin. Die haben noch Parkuhren? Muss ich beim nächsten Besuch doch mal darauf achten.... :D PS: Ich fahre gerne und immer wieder dort hin..... habe Anfang der 90er meine Erfahrungen gesammelt und muss da nicht mehr hin!
Und sowas kommt aus der weiteren Umgebung der "Denker und Dichter". Pfui Deibl, schäm Dich, Du ausgeschämter windiger Hund Du windiger. Schleich di doch zua dan Wanningern und den Polts und Vallentins. Dich mecht mer da grad net leiden, du Saupreiss japanischer. :) :oops: <a href="http://www.wohnmobilforum Musste schnell noch raus, denn morgen ist die Woche der Tolle- Ranz, da geht sowas schon mal nicht mehr. Albert
Manchmal tun neue Erfahrungen gut. Liebe , Alf
ne, lass mal stecken. Ein wenig von dem Flair bekommt man schon in ganz D, somit bin ich gesättigt. Bin sehr froh, wenn viele diese Landstriche meiden. Erstens gibt's so mehr Ruhe und Frieden für uns und zweitens können unsere Mitbürger dort wahrscheinlich gut auf den einen und anderen verzichten. Richy albert, wieviele löffel hast du heute schon geschnitzt :?: :mrgreen: Verfolge diesen Thread hier mit großem Interesse heute. Es ist schon lustig was hier von einigen gepostet wird. Macht bitte weiter, ist interessanter als Fernsehen :lol:
Dem kann ich mich nur anschliessen :top: :top: Uns hat es Dresden (mehrmals besucht) und Thüringen angetan. Und den Rest versuchen wir auch noch zu schaffen :) . Eisbaerchen :dance2: :dance2: :dance2: Helmut
:top: :) Wir haben damals, anno 2011 den Kauf unseres Ostmobils zum Anlass genommen, einmal in die Zone zu reisen. :wink: --> Link Und haben es bitter bereut..... :mrgreen: Das wir das solange aufgeschoben haben. Seitdem jedes Jahr mindestens eine Woche. Ich bin gleich nach der Wende, damals noch mit dem Wohnwagen, die Ostseeküste von Travemünde nach Swinemünde abgefahren. Campingplätze sahen teilweise sehr verlassen aus. Da haben wir uns einfach hingestellt und abgewartet was passiert. Und nichts ist passiert. Kurztrips mal eben so "rüber" werden oft durch das Wohnen zur Grenznähe gemacht. Ich finde die Frage "Ost versus West" etwas hinterwäldlerisch. Diese Denke verstehe ich ehrlichgesagt nicht. Wo liegt der Sinn, was ist die Schlussfolgerung? Wir wohnen in Nordhessen in der Nähe der ehemaligen Zonengrenze. Von hier sind viele Städte und Regionen in der DDR viel schneller und einfacher erreichbar als Gebiete in Süd- oder Norddeutschland. Also fahren wir in die Zone. Das heisst aber im Umkehrschluss nicht, dass wir ein Problem mit Bayern haben! Und? Ist das jetzt gut, schlecht, egal... Zum Glück sieht man die Grenze in natura nur noch, wenn man weiss, wo sie war. In den Köpfen vieler Menschen ist die Mauer noch deutlich höher!
Genau, der Erste der es auf den Punkt bringt :mrgreen: :wink: NEIN - Ostdeutschland ist uns nicht mehr fremd. 1991 gabs die erste Wochenend-Stippvisite von Schleswig-Holstein aus nach MVP, den ersten "langen" Urlaub in Thüringen verbrachten wir 1995 dort (noch ohne WoMo). Es hat uns im Laufe der Jahre ungeheuer fasziniert, wie sich vieles (positiv) verändert hat. Inzwischen waren wir, bzw. teilweise ich alleine, mit dem Wohnmobil auch in den anderen östlichen Bundesländern unterwegs und geniessen es sehr, uns noch unbekannte Regionen zu erkunden, Land und Leute und auch die kulinarischen Spezialitäten kennen zu lernen. Wir haben gute Freunden in Thüringen und regen Kontakt zur Familie eines ehemaligen Arbeitskollegen, der zurück nach Brandenburg gezogen ist. Warum sollen wir weiß gott wohin in den Urlaub fliegen, wenn wir im eigenen Land wunderschöne Ecken zum Urlaub machen haben, die mit dem Wohnmobil problemlos erreichbar sind? Hallo, wir waren noch nicht in den neuen Bundesländern. Warum? Ganz einfach: es hat sich noch nicht ergeben. Wir wollten 2013 eine Ostseetour machen im Septemberurlaub. Von Kappeln an der Schlei bis nach Altwarp, aber das Wetter war in diesem Jahr sowas von Bescheiden dass wir dies fallen ließen und umplanten Richtung Zeeland. Sonst gibt es keinen Grund. Dieter Hallo, lebe jetzt im Südi-Land und komme aus dem Osten, war auch schon im Westen und Norden. Michael Schöner Tread. Ich lebe seit inzwischen 25 Jahren in den "neuen Bundesländern" und immer wieder bin ich von den riesigen Feldern, der geringen Besiedelung und die inzwischen zauberhaften Dörfern mit ihren Gutshäusern, Schlössern und Kirchen begeistert. Um Urlaub zu machen komme ich kaum noch in den "ehemaligen Westen". Woran es liegt??? Keine Ahnung. Unsere Ostseeküste, die Haffs und die Bodden sind einfach unvergleichlich. Natürlich kenne ich Sylt, Cuxhaven, München, Freiburg, Düsseldorf usw.. Aber da habe ich gewohnt. Also fahre ich heute nicht mehr hin, weil ich sie kenne. Einige Gegenden, wie Zittauer Gebirge, Dresden, Erfurt uvm. habe ich noch nicht erkundet. Allerdings kenne ich das "richtige Bayern" auch noch nicht. Aber dessen Sprache beherrsche ich auch nicht. Vielleicht lerne ich sie mal. Bin übrigens aus LRO oder DBR. Ist beides Land um Rostock. Markgräfin Ich grab mal den alten thread hier wieder aus. Diese Ost-West-Diskussion wird ja jetzt zum Glück immer seltener. Aber um es mal aus meiner Sicht zu schildern, um da mehr Verständnis für zu bekommen: Wir sind West-Berliner, eingemauert gewesen. Wir hatten nach dem Mauerbau nicht besonders viel Geld - Reisen in die BRD waren uns schlichtweg zu teuer, wegen der langen Anfahrt, hatten nur ein altes Auto und die Angst, in der "Zone" irgendwo hängen zu bleiben, war einfach zu groß. Und gerade die West-Berliner sind an den Grenzen behandelt worden wie der letzte Dreck. Kann ich aus heutiger Sicht irgendwie auch verstehen - da war ein großer Teil Neid dabei. Aber die "Ossis" hatten wenigstens immer etwas Umland - wir West-Berliner Kinder kannten ja nicht mal Kühe oder Felder. Alles war bebaut, es wurde immer enger, West-Berlin konnte ja nunmal nicht "wachsen" wie andere Regionen. Ich hatte so meinen Haß auf die DDR - nahm sie mir doch meine Großeltern! Sie sind an gebrochenem Herzen 1963 - zwei Jahre nach Bau der Mauer - verstorben, ohne dass ich sie nach 1961 nochmal hätte sehen dürfen. Damals gab es auch noch keine Passierscheine für West-Berliner! Für mich ein wahres Trauma, an dem ich heute noch zu knabbern habe. Aber - man muß nach vorne schauen,, nicht zurück. Die Bevölkerung konnte ja nichts dafür. Und dennoch war kurz nach der Wende ein tiefer Graben zwischen den Menschen zu spüren, der sich nur nach und nach abbaute. Westdeutsche Bundesbürger können das natürlich überhaupt nicht nachvollziehen - war für sie die DDR doch weit weg und sie hatten kaum Berührungspunkte. Aber wenn man täglich die Mauer vor Augen hatte, die zu uns gerichteten MP's, Panzer usw., dann sieht das ganz anders aus, das könnt ihr mir glauben! Wir haben auch eine Zeitlang gebraucht, unsere Aversion zu überwinden. Waren doch tiefsitzende Vorurteile abzubauen, besonders - sorry, das sag ich nicht gern, aber aus der ERfahrung an den Grenzen war das wirklich so - gegen die Sachsen. Die haben ja die meisten Grenzer gestellt und die hatten einen regelrechten Haß auf uns, haben uns an den Grenzen gepiesackt, wie sie nur konnten, um uns das Reisen durch die DDR zu verleiden. Aber dann haben wir durh unsere Hunde viele nette Menschen von dort kennengelernt und haben uns ein Herz gefaßt und haben die Gegend erkundet. Meistens sind wir nett und herzlich aufgenommen worden - mit einigen Ausnahmen, es waren durchweg ältere Menschen, wir haben es ihnen nicht übelgenommen, konnten vieles sogar verstehen. Das wird wohl erst in der nächsten oder übernächsten Generation vollends aus den Köpfen sein. In den letzten Jahren haben wir bevorzugt diese Gegenden bereist - ist ja von uns nicht so weit weg und es hat sich so vieles zum Positiven dort verändert. Ich kann es jedem nur empfehlen, sich selbst ein Bild zu machen. Natürlich gibt es Ausnahmen - wie es die aber überall gibt, besonders bei den Stellplätzen in Hochburgen des Tourismus. Dieses Jahr werden wir - nachdem wir schon das Elbsandsteingebirge, das Zittauer Gebirge, die Oberlausitz zum Teil angeschaut haben, an die Oder fahren (im Oderbruch waren wir auch schon), jetzt soll es Bad Muskau sein und die Gegend da drumrum. Wir freuen uns schon! ... mich entsetzen im Osten diese nicht blühenden Landschaften. Es gibt teilweise auch die blühenden Landschaften, die wunderschönen Gartenanlagen --> Link wörlitz oder auch --> Link Tangermünde oder auch Thüringen --> Link Reisebericht Thüringen. Sicher gibt es auch Bereiche, die noch etwas unterentwickelt sind, aber auch viele neue Ideen, moderne äußerst kreative Bauwerke. Ich fahre immer wieder gerne "rüber" ob an die Ostsee oder in andere Bereiche. Ich finde, es gibt viel zu entdecken! Julia Übrigens, die Landesgartenschau in Sachsen Anhalt --> Link findet in diesem Jahr in der Havelregion an 5 verschiedenen Standpunkten statt. Es lohnt sich, in diese Region zu fahren, es sind interessante und spannende neue Strukturen aufgebaut worden. Julia Julia, ich musz dich verbessern: es handelt sich um die BUGA (Bundesgartenschau, nur alle 10 Jahre) in 2 Bundesländern, nämlich Brandenburg u. sachsen-anhalt :ja: früher gut - heute besser! hartmut |
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