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Liebe Camper, da ich ein Wohnmobil-Neuling bin (wir hatten einen Wohnwagen, jetzt fahren wir nur noch zu zweit), bräuchte ich von Euch Hilfe. Wir überlegen, ob ein Kastenwagen oder eher ein TI für uns besser ist. Wir stehen im Moment zwischen einem Weinsberg CaraBus 541 und einem Hobby Van T 500 GFSC. Da wir gerne abseits der gut ausgebauten Straßen und auch gerne in den Bergen unterwegs sind, muss das Fahrzeug dafür tauglich sein. Unser Alltagsauto ist ein Renault Grand Espace und was mit dem zu fahren ist, würden wir auch gerne mit dem Wohnmobil fahren. Mobilität ist somit unser wichtigstes Kriterium. Wintercampen möchten wir nicht. Mehr Stauraum und Komfort bietet natürlich der TI, aber wenn der für unsere Bedürfnisse weniger geeignet ist, können wir darauf verzichten. Kleiner als einen Kastenwagen wollen wir nicht, sind aber nicht auf die beiden oben genannten Modelle festgelegt. Ich hoffe Ihr könnt uns mit Eurer Erfahrung helfen. Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten. Nichts geht über eigene Erfahrungen. Am besten einmal beides für eine Woche mieten und dann entscheiden. Laut Eurer Beschreibung würde ein Kastenwagen wohl besser passen. Aber das ist schwer von außen zu beurteilen. Wie wär es den mit einem VI. z.B. den Knaus Van I 550. Knapp 6 meter auf 2.20 breite. ... stimmt, eigene Erfahrung ist das beste. Wir werden dieses Jahr auch einen Kastenwagen mieten. Aber möglicherweise sind unsere Wünsche mit einem TI gar nicht zu machen und falls das von vorneherein klar ist, brauchen wir uns auch keinen mieten. Ich denke, die TI-Fahrer wissen, welche Straßen machbar sind. Ob Bergstraßen, welche etwas holprig, jedoch für ein Auto noch fahrbar sind, auch mit einem TI zu fahren sind. Der Knaus Van I 550 ist dem Weinsberg ähnlich, jedoch ist der Weinserg CaraBus 541 kürzer und schmäler, was uns lieber ist.
Dann kannst aber auch mit deinem Espace fahren und hinten eine Luftmatratze reinschmeissen. Du bist um 15 cm schmäler und um 60 cm kürzer. Dir fehlt aber ein Schrank, eine extra Dusche, evtl. ein drittes oder viertes 'Bett, oder als Getrenntschläfer noch praktischer und Garage für die Räder hast du auch nicht.
In Eurem Fall geht m.E. beides. Der wesentliche Unterschied sind die gut 10cm mehr Breite. Die werden in nicht mal 1 % der möglichen Fälle im Urlaub der Grund dafür sein, weshalb Ihr mit dem TI irgendwo nicht hinfahren könnt, wo ihr mit dem Kasten noch hingekommen wärd. Man sollte die Abmessungen also nicht überbewerten. Natürlich gibt es Ausnahmen. Ich denke da an einen Dethleffs Alpa. Mit dem ist die Möbilität im Vergleich zum Kasten schon etwas eingeschränkt...Aber Ti-Kasten....nee. Es ist schwierig, in der anvisierten Klasse einen Favoriten zu finden. Über die Aus- oder Aufbauqualität funktioniert es schon mal nicht. Die ist praktisch identisch. Da müsstet Ihr dann schon in die Oberkalsse der ausgebauten Kawas aufsteigen, dass dies zu einem Entscheidungskriterium werden könnte. Also bleiben nur der Grundriss, die Praktikabilität, der Komfort und der Wohlfühlfaktor als Entscheidungshilfen übrig. Und das könnt Ihr leider nur selbst leisten, da in den Punkten 10 verschiedene Mobilisten, 15 verschiedene Meinugen haben.... :mrgreen: Roman Ja, da gibt's nur eins: Auf Messen gehen, die in Frage kommenden Modelle besichtigen und am Schluss die beiden Kandidaten, welche in die engste Auswahl gekommen sind, für eine oder zwei Wochen mieten. Dann wisst Ihr mehr... Es gilt nach wie vor die alte Regel: Probieren geht über studieren! Wir hatten eigentlich auch einen Kasten in Betracht gezogen, aber nach der Besichtigung von 3 Modellen auf der Free hier in München und dann dem anschließenden Betreten unseres Orangecamp 50 war es sofort klar, dass uns der Kasten zu eng war. Und ich fahre mit unserer Orange auch in München rum, man muss zwar weiter laufen aber zur Not geht es . Wobei wir natürlich im Normalfall unseren Bus nehmen :) Für uns z.B. war ein Kriterium, dass wir in Südengland erhebliche Probleme mit unserem früheren LMC mit 2,30 m Breite hatten. Viele Orte einfach nicht passierbar, bzw. ständige Wagenwäsche durch meterhohe Büsche. Die 2,05 des Pössl sind ideal, die Länge spielt keine Rolle und da wir mehr der Typ "Vagabund" sind und nicht im klassischen Sinn campen ist uns der Abschied nach 12 Jahren "Weißware" nicht schwer gefallen. , Gerd danke für die Tipps. Für uns ist vor allem ausschlaggebend, ob wir mit dem TI auch Schotterwege fahren können, oder ob das Fahrwerk das nicht zulässt. Wir wollen das Wohnmobil nicht schrotten, weil es dafür nicht ausgelegt ist. Den Weinsberg und den Hobby haben wir beide schon gesehen, wobei uns von innen der Hobby mehr anspricht, da mehr Stauraum und auch eine größere Gemütlichkeit. Demnächst ist die CMT in Stuttgart, wo wir uns auch noch umsehen. Moin, wenn du einen pistentauglichen Kasten brauchst,dann muss du schon bei der Bestellung einiges beachten. Keine Trittstufe, 16" Fahrwerk mit Höherlegung durch andere Federn oder Luft. Beim Duc&co bleibt häufig die Trittstufe auf unebenen Fahrbahnen hängen... Der lange Radstand beim 6m Kasten,mit einem Wendekreis von 14,5m, ist auch nicht das Ware. Welche Ambitionen du mit dem neuen WOMO hast,weis ich leider nicht. Wenn es nur einfache Schotterstr. sind,da wird es mit keinem WOMO Probleme geben. Rudi Hallo, Ich fahre seit einigen Monaten einen Pössl Roadcruiser mit 6,3m Länge. Vorher hatte ich zeitweise einen Sunlight T65. Meine Erfahrung damit: Wenn Du wert darauf legst, viel zu fahren und flexibel unterwegs zu sein, bist Du mit einem KaWa meiner Meinung nach besser beraten. Wenn Du Wert drauf legst, viel Stauraum zu haben, ist der TI eindeutig der bessere. Die 10 oder 15cm mehr an Breite macht sich halt schon stauraummäßig bemerkbar. Ansonsten: Ich würde meinen Pössl gegen einen TI nicht mehr eintauschen wollen. aus dem Bergischen Land. Scotty.
Die Bedenken verstehe ich jetzt nicht ganz. Wir haben es in beiden Fällen mit Fiat Fahrwerken oder Fiat/Alko Fahrwerken zu tun. Warum soll daher ein TI eine Schotterpiste weniger gut vertragen als ein Kawa, wenn beide auf die gleiche Basis bauen ? Die CMT ist eine gute Idee. Da werdet Ihr sicher mit Eindrücken zurück kommen, die Euch bei der Entscheidung helfen. Schaut Euch vor allem die Sitzgruppen der möglichen Kandidaten genau an. In den 10 Mintuen auf der Messe, mag sie einem groß genug erscheinen. Aber man muss dort bei Regen auch mal 1-2 Tage zu bringen... :wink: Roman
Das war der Grund, uns damals einen La Strada Avanti M zugelegt zu haben. Agil wie ein PKW, immer einen Parkplatz in jeder Stadt, jede kleinste auch unbefestigte Straße oder Ort befahren, einigermaßen Bodenfreiheit, relativ hohe Zuladung, bedingt alltagstauglich, in den Bergen Power und alles an Bord, was man braucht. Auf etlichen von uns befahren Straßen möchte ich wirklich nicht mit einem klobigen WoMo unterwegs gewesen sein! Schotterpisten sind von allen Fahrzeugen zu befahren, aber sind immer blöde, in WoMos besonders ;-) Die bin ich bisher nur in Leihmobilen gefahren, nie würde ich das mit dem Eigenen machen! Bei den heutigen Papp-WoMos hatte ich immer das Gefühl, dass es sie jeden Moment zerbröseln würde. KaWas sind von Natur aus stabiler und haben eine größere Bodenfreiheit. Nachteil: Begrenztes Platzangebot... Das Wort Wohnen wird darin stark strapaziert, alleine zwei Regentage sind da schon recht nervig... Die Entscheidung liegt in der Philosophie des Reisens. Soll es agil auch mal abseits und eng gehen, steht das Wohnen im Mobil hinten an, dann einen KaWa. Hat auch das Wohnen eine Priorität, dann WoMo und das Abseits mit dem mitgeführten Gefährt erkunden :-) LG vom Mikesch
Was Bodenfreiheit angeht: Ich denke, da musst Du bei einem KaWa aber unbedingt auf die Radstandlänge achten: Bei meinem 6,3m Pössel macht das Auspuffrohr links und die elektr. Trittstufe rechts den Wagen eher "schotterpisten-untauglich". Also: Schotterpisten fahre ich mit meinem Wagen auch nicht. VG - Scotty
Moin Scotty, ich weiss nicht, ob das etwas taugt, aber die Bodenfreiheit könnte man damit auch erhöhen: --> Link Dazu noch eine Zusatzluftfederung hinten, um man gewinnt durchaus etwas Bodenfreiheit. Und natürlich auch die grösstmögliche Bereifung wählen. Das Problem ist nicht die Schotterpiste, sondern Querfugen oder Kuppen, da kann man genausogut, wenn's ungünstig kommt, auch auf einer Asphaltpiste aufsitzen. Ich habe meinen 7m-Kasten jetzt soweit "optimiert" dass mir das schon lange nicht mehr passiert ist. Es gehört auch ein wenig Übung und Erfahrung dazu, nicht aufzusitzen oder Bodenhindernisse zu berühren.
Hallo, prima, das ist doch die Lösung für Viele, die etwas gegen die übliche "Ducato steht vorne tiefer"- Krankheit machen wollen.
Ja, man soll's aber nicht übertreiben! Wenn der Duc vorne tiefer steht sieht er wenigstens nicht überladen aus! :D danke für die Antworten. Ich denke wir werden mit einem Kastenwagen anfangen. Die Bodenfreiheit ist schon ein Thema, aber unwegsameres Gelände, wie wir jetzt schon mit unserem Espace fahren, wollen wir eh nicht befahren. Auf der CMT werden wir uns dann weitere Anregungen holen und dann mal einen Kasten mieten. Meine Frau und ich standen vor der gleichen Entscheidung, allerdings war klar, dass der PKW nicht abgeschafft werde. Wir haben dann durch Mieten einen 6,0 Kawa, einen 7,4 Ti und einen 7,4 m VI getestet. Der Kawa war uns zum Wohnne zu en und mehr ein Schönwetterwohnmobil, die beiden gemieteten TI und VI zum Fahren zu lang. Entschieden und gekauft haben wir inzwischen einen 6 m VI (LMC Explorer) als Neuwagen 2014. Ein als Kawa in Betracht gezogener La Strada mit Einzelbetten wäre übrigens neu ca. 10.000 € teurer gewesen. Natürlich ist ein Kawa auf schmalen Straßen besser zu fahren; er hat aber weniger Wohnraumbreite und ist schlechter isoliert. Ein 6 m VI erschien uns ein guter Kompromiss zu sein, zumal wir 2 Betten in einem kurzen Fahrzeug haben wollten. Wenn ihr den PKW abschaffen und das Womo täglich fahren wollt, würde ich zu einem Kawa raten, dann aber wegen der Wendigkeit auch nur 5,40 m lang. Ein 6 m KaWa auf Basis des üblichen fiat Ducato hat den gleichen Radstand wie ein 6,38 m langer Ducato. Beide haben eine riesigen Wendekreis. Ein 6,38 m Ducato mit montiertem Fahrradträger kommt so gar auf ca. 6,80 m Länge. Im täglichen Umgang findet man damit kaum einen Parkplatz. Ein solcher Kawa (Pössl) wird von Verwandten gefahren. Ihr solltet durch Anmieten Eure eigenen Erfahrungen machen und erst dann ein eigenes Womo kaufen. Falls es dann ein TI oder VI werden sollte, solltet Ihr heutzutage auf einen holzfreien Aufbau achten. Moin, mein Traumkasten wäre der 5,25m kurze von DOMO, den gibt es mit verschiedenen Bettlösungen . Durch kurz und wenig,könnte dadurch auf den PKW verzichtet werden. Rudi Das Wohnmobil wird nur für den Urlaub genutzt. Momentan liebäugeln wir eher mit einem Kawa und werden uns einen solchen dieses Jahr mieten. Da wir allerdings nicht mehr wie 30.000 € investieren möchten, wird es ein gebrauchter werden. Gerne hätten wir Einzelbetten auf 5.99 m Kawa. Neu gibt es inzwischen sehr interessante Ausführungen, gebraucht sind sie eher rar - soweit ich das bis jetzt beurteilen kann. Gefunden habe ich den Adria Twin SL, welcher uns auch ganz gut gefällt. Mieten könnten wir uns in diesem Fall dann den Knaus BoxStar 600 Lifetime, der gleiche Größe und eine ähnliche Aufteilung hat - jedoch mit Raumbad, welches wir bei einem eigenen jedoch nicht möchten. Das Bad darf ruhig klein sein. Demnächst ist die CMT Stuttgart, auf welcher wir uns mal umsehen. Da wir allerdings einen gebrauchen kaufen, werden wir eher Eindrücke sammeln. Fährt einer von euch einen Adria Twin SL (5,99m)? Der DUMO sagt mir weniger zu. Die Grundrisse sind aber sehr gut. Mit Sicherheit liegt er auch höher wie 30.000 €. Herzliche Josef Die Domos liegen in der Spanne zwischen 50 und 100 näher an den hunderttausend Euro... Ich hab mir mal einen auf kurzer Sprinterbasis genauer angeschaut und würde ihn nicht zum Reisen haben wollen. Ich werfe mal die Gegenfrage in den Raum: Wenn das Fahrzeug nur zum Urlaub dienen soll , warum dann 30.000.- investieren und kaufen, anstatt im Bedarfsfall einen zu mieten, macht vermutlich unter dem Strich bei weitem weniger Folgekosten. Vom Konzept her fand ich Tikro immer ganz interessant, da sollte gebraucht was im Preisrahmen zu finden sein. Thomas Wir möchten ein besitzen, da wir öfter in den Urlaub fahren. Auch am Wochenende gehts gern weg. Den Tikra gibt es - wenn ich es richtig gesehen habe - nur als TI. Fürs erste sind wir auf der Suche nach einem Kastenwagen. ...noch ein Gedanke zu den angesprochenen Schotterpisten: Wir sind in Südafrika mit Leihmobilen (alles TI's und alle schon länger in der Vermietung) über übelste Schotterpisten gefahren. Mit etwas Vorsicht und Bedacht beim Fahren war das kein Problem. Auch den Aufbauten hat dies augenscheinlich nicht geschadet. Ich hätte da auch mit unserem Neuen kein Problem, solche Strecken zu fahren. Gefühl gehört halt dazu. Sicher kann man sein Fahrzeug auf schlechten Strecken auch "schrotten". Aber nur, wenn man dies mit Vorsatz bewerkstelligt. Dies ist meine ganz persönliche Erfahrung ÍRichy |
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