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Dichtheit und Materialien im Aufbau


DrWHO am 16 Jan 2015 08:39:13

Hallo Leute,

ich bin neu im Geschäft und habe ein paar Fragen zum Thema Dichtigkeit und Materialien die im Aufbau Anwendung finden.

1. Warum haben Womos Probleme mit der Dichtheit und Autos/Transporter nicht?

Bei meinem Vergleich habe ich schon viele Thesen aufgestellt, doch keine erscheint mir schlüssig.
Denn Regen von oben haben sie alle und auch Regendruck beim Fahren haben sie auch alle. 
Nahtstellen zur Verbindung der Fahrzeugteile haben sie auch alle gleichermaßen. 
Auch Sonne im Sommer sind alle gleich stark ausgesetzt.
Vielleicht habt ihr dazu eine Idee. 

2. Besteht mein Camper aus Holz im Aufbaugehäuse?

Mein Womo ist ein Bürstner A530 von 2006. Die Außenhaut ist aus Alu mit Lack drauf.
Im Zusammenhang mit Dichtigkeit las ich immer wieder das die Spanplatten unter der Außenhaut bei Feuchtigkeit gammeln. Ich konnte leider nicht herausfinden ob auch bei mir Holz verbaut wurde. 
Vielleicht kann mir jemand von Euch sagen, warum Holz welches gammeln kann, statt Kunststoff verbaut wird oder wurde, wenn alle Hersteller immer wider Probleme mit Dichtigkeit haben?
Macht für mich irgendwie keinen rechten Sinn.

Vielen Dank für Eure Antworten. 

Der WHO

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rolf51 am 16 Jan 2015 08:43:08

Hallo derWOH,

deine Fragen können über die Suchfunktion beantwortet werden. Es gibt darüber Seitenweise Abhandlungen.

Altmaerker39638 am 16 Jan 2015 09:20:52

DrWHO hat geschrieben:Hallo Leute,ich bin neu im Geschäft und habe ein paar Fragen zum Thema Dichtigkeit und Materialien die im Aufbau Anwendung finden.
... 2. Besteht mein Camper aus Holz im Aufbaugehäuse? Mein Womo ist ein Bürstner A530 von 2006. Die Außenhaut ist aus Alu mit Lack drauf....
Der WHO

Hallo! Die Hersteller haben Alle bis vor einigen Jahren die Caravans und Wohnmobile aus Holzaufbauten hergestellt. Schau mal im Hymermuseum den ersten Hymer an. Richtige Stellmacherarbeit! Dazu wurde auch als Dämmmaterial Styropor verwendet. Dann kam das Umdenken und der Wechsel auf Alu u.ä. als "Gerippe" und von Styropor auf Styrodur (wegen der H²O Aufnahme). Ja Fa. Bürstner hat noch bis vor 2-3 Jahren Holz in den Wohnmobilen verarbeitet.
Wenn die Übergänge dicht sind, es keinen Wasserschaden gibt und das Mobil einige Pflege bekommt, hält das auch Jahrzehnte. Auch die "Bodenplatte" war lange Zeit aus Holz und muß daher gut gepflegt werden, besonders die Kanten bzw. Steinschläge u.ä.. Joachim

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mv4 am 16 Jan 2015 09:32:00

also Spanplatten wirst du mit Sicherheit keine im Aufbau finden. (außer bei den Möbeln :D )

Gast am 16 Jan 2015 10:02:15

Hallo WHO, (hört sich an, liest sich wie die Gesundheitsorganisation)

vereinfacht ausgedrückt besteht/bestanden die meisten
"normalen" WOMOs früher aus außen Alu und innen in Ständerbauweise, Holz und Styropor.
Quasi ein fahrendes Fachwerkhaus.
Die Wände sind / waren auf der Bodenplatte angeschraubt und darauf kam die "Decke"
aus dem gleichen Material.
Dazu wurde alles auf einem Fahrgestell miteinander verschraubt/verklebt,
Möbel an die Wände geschraubt und fertig war das
Reisemobil.
Nun kann sich der geneigte Leser bestimmt vorstellen, das diese Materialien während
der Fahrt auch "gehen".
Das heißt, früher oder später gehen diese "Nähte/Verbindungen" hier und da ein wenig auseinander und schon
dringt Näße ein und läuft "innen" bis auf die Bodenplatte......
So einfach ist das.
Ausnahme: Aufbauten aus einem Stück z.B. Monocoque --> Link

bernie8 am 16 Jan 2015 10:22:00

Hallo DrWho,

wenn du wissen möchtest wie ein WoMo von "Innen" aussieht, kannst Du hier mal reinschauen:

--> Link

xbmcg am 16 Jan 2015 10:55:21

Hallo DrWHO, grüße an die TARDIS.

Kastenwagen sind ganz aus Blech gebaut, wie Autos, Bleche und Profile werden punktgeschweißt etc.

WoMo's bestehen aus unterschiedlichen Materialien, die aufeinander treffen und gegeneinander
arbeiten, hier ist eher "Leichtbauweise" und Isolation wichtig. Zur Erhöhung der Stabilität werden
die Sandwiches unterschiedlich verstärkt (Holz, Aluprofile...) man will ja später die Möbel anspaxen.

Bauartbedingt wird die Kabine bei den Alkoven oder TI WoMos auf eine Lieferwagenkabine gesetzt,
deren Vorderwagen wie ein Auto aufgebaut ist (Stahlblech) und die Übergänge werden geklebt / geschraubt
etc. Duerch die Bewegungen des Fahrzeugs und die Witterungseinflüsse (Temperaturschwankungen...)
können Spannungen entstehen und die Verbindungen undicht werden oder Risse entstehen.

Jeder Hersteller hat seine eigenen Vorlieben bei der Materialwahl.

Oft werden ALU-Sandwiche verbaut (ALU/STYRODUR/Sperrholz, ALU/Styrodur/ALU, GFK/Styrodur/GFK...)
Holzböden sind durchaus häfig anzutreffen, da man Einbauten recht einfach und stabil befestigen kann.

Die KaWa's sind ja normalerweise Transporter, die eine hohe Stabilität benötigen wegen der Beladung /
Ladungssicherung mit verstärkten Holmen usw. Außerdem kann die versteifte gewölbte Form andere Zugkräfte
(z.B. von Zurrgurten aufnehmen), als eine WoMo Aufbau.

Im WoMo's tragen die Einbauten / Schränke mit zur Versteifung bei.

Im Forum sind einige Bilder zu sehen, wo Mitglieder ihre Aufbauten gehäutet haben, um z.B. das Alu Blech
durch GFK zu ersetzen, dord sieht man recht gut die Lattengerippe im Inneren des Sandwiches.

andwein am 16 Jan 2015 18:15:25

Und 80% der Fertighäuser werden aktuell immer noch nach Skelett- oder Ständerbauweise und aus Holz erstellt!
Und die sind für längere Lebensdauer konzipiert. Holz ist ein Spitze Werkstoff (wenn man damit umgehen kann) und eine wasserdichte Außenhaut zu verlegen sollte für einen gelernten Handwerker (siehe Dachdecker und Sprengler) wirklich kein Problem sein. Wenn man es bei Womos nicht fertig bringt, hat man ungelernte Hilfsarbeiter am Band und produziert Pfusch!
So einfach ist das, meine Meinung, Andreas

Altmaerker39638 am 16 Jan 2015 18:45:17

Hallo!
at andwein :daumen2: Kann ich nur 3x unterstreichen :oops: Die ersten PKW wurden auch in Holzständerbauweise gebaut und waren dicht. Bei sauberer, ordentlicher Arbeit, d.h. "Dichtheit" und etwas Pflege der Bodenholzplatte, kann auch ein :womobus: lange halten und der Besitzer viel Spaß haben.
Joachim

Bergbewohner1 am 16 Jan 2015 19:10:40

andwein hat geschrieben:Und 80% der Fertighäuser werden aktuell immer noch nach Skelett- oder Ständerbauweise und aus Holz erstellt!
Und die sind für längere Lebensdauer konzipiert. Andreas

Mein Nachbar hat so ein Ständerhaus- Lebensdauer laut Hersteller 30 Jahre, es gibt davon acuch welche- die Undicht sind-laut TV :!:
Vom Schimmel gar nicht zureden.

Gast am 16 Jan 2015 19:37:04

Waldtroll hat geschrieben:Mein Nachbar hat so ein Ständerhaus- Lebensdauer laut Hersteller 30 Jahre, es gibt davon acuch welche- die Undicht sind-laut TV :!:
Vom Schimmel gar nicht zureden.


Ein Haus hat ganz andere physikalische Anforderungen und ist mit einem Wohnmobilaufbau überhaupt nicht vergleichbar, da dieser ständiger Bewegung ausgesetzt ist.

mantishrimp am 16 Jan 2015 19:58:18

Waldtroll hat geschrieben:Mein Nachbar hat so ein Ständerhaus- Lebensdauer laut Hersteller 30 Jahre, es gibt davon acuch welche- die Undicht sind-laut TV :!:


Tja dann hat dein Nachbar wohl ein Discounter Fertighaus gekauft, wie im Wohnmobilbereich gibt es auch im Fertighausbereich günstige Anbieter...
Meine ca 300 Fertighäuser die ich für einen der Fertighauspioniere montiert habe stehen alle noch und schimmeln auch nicht vor sich hin :D

DrWHO am 16 Jan 2015 22:03:10

:thema:

An alle: Danke für Eure tollen Erklärungen. Da ich zum Gastüv muss, werde ich auch gleich die Dichtheit meines Campers prüfen lassen.

DrWHO am 17 Jan 2015 15:53:18

Wenn ich jedoch vergleiche, zu welchen Preisen unsere Womos verkauft werden, befinden wir uns bei den Autos im Luxuswagen Segment.
Ich erwarte bei den Preisen ein hochwertiges und vor allem dichtes Fahrzeug, welches über viele Jahre funktioniert und allen Umwelteinflüssen standhält.
Mein Bürstner ist von 2006. Da erwarte ich dass hochwertige Materialien und Dichtungen zum Einsatz kommen, welche UV-Beständig, elastisch, nicht aushärten oder porös werden.

Ich bin Dpl. Ingenieur und kenne mich mit Maschinen und ihren Materialien gut aus. Da kommen Kuststoffe und Dichtungen zum Einsatz, die extremen Bedingungen ausgesetzt sind, was Feuchtigkeitseintritt, Temp. Differenzen und Haltbarkeit angeht.

Aber da gehen wohl meine Erwartungen weit auseinander.

Der Who.

andwein am 19 Jan 2015 12:52:03

Ich persönlich glaube, dass das Problem nicht an den Materialen liegt!!!
Das Problem liegt in der Verarbeitung der Materialen. Wenn eine Dichtnaht mit Dekaseal nicht vollständig durchgezogen ist, ist das kein Problem von Dekaseal.
Und wenn ein Gelcoat eines Gfk-Aufbaus in der Sonne nach einer bestimmten Zeit porös wird ist das ein Problem, das seit bestimmt 30 Jahren bekannt ist. Das wissen alle Bootsbauer und Surfer und schleifen das Topcoat von Zeit zu Zeit ab und versiegeln neu.
Das die Womo-Hersteller das nicht publizieren ist ein Thema, dass die Käufer eine Lebensdauer von 20 Jahren ohne Pflege/Revision unterstellen ist ein Problem des "mündigen Käufers".
Sorry, aber im Leben hat alles Vor- und Nachteile. Man sollte, trotz positiver Lebenseinstellung, nicht nur die Vorteile verinnerlichen, sondern auch die Nachteile!
Andreas

bernie8 am 19 Jan 2015 14:13:52

Hallo,

ich denke da auch wie der Andreas.
Unser Fahrzeug ist jetzt im 26. Jahr und absolut dicht.
Klassische Holzständerwerk / Alubeplankung. Unterwegs sehen wir diese Baujahre von LMC noch sehr häufig.
Meist ohne Probleme. Daraus schließe ich, dass die Verarbeitung damals hervorragend war.
Bei gebrauchten entscheidet natürlich immer der Einzelfall / Pflegezustand etc.
Bei GfK- Aufbauten steht die Langzeiterfahrung (Boot mal außen vor) noch aus.

Bodenseenessie am 22 Jan 2015 22:51:19

Hallo Kollege Who,

na willkommen im Club. Ich habe seit letztem Jahr ebenfalls einen Bürstner Levanto A530 und kann Dir aus einigen Messungen, Demontage von Anbauteilen und Abdichtmaßnahmen recht genau erzählen, wo meiner undicht war. Die Schwachstellen sind eigentlich bei jedem Mobil dieselben. WEnn Du mehr wissen möchtest, melde Dich.

MfG
Nessie

DrWHO am 23 Jan 2015 08:37:10

Hallo Nessie,

Würde gern mehr über Deine Erfahrungen mit dem Bürstner erfahren.
Von welchem BJ ist denn deiner?
Meiner ist in sehr gutem Zustand und ich möchte ihn auch lange nutzen, da er auch sehr teuer war.
Neben dem Camper kann ich auch kein anderes Fahrzeug halten, demnach muss er auch im Alltag mal ran.

Lg Der Who

P.S. Können uns auch gern per PN austauschen.

challenger191 am 23 Jan 2015 13:14:14

Hallo,

vielleicht sollte man das Ganze etwas relativieren. Ein Wohnmobil ist erhebliche Anschaffung und man kann für sein Geld etwas erwarten. Aber rechnet den Preis mal zurück! Bei einem 80.000 € Mobil kassiert der Staat ca. 13.000,- €. Diese Geld fließt iregendwo hin, nicht aber in das Wohnmobil.
Dann kostet den Hersteller das Fahrgestell auch etwas. Listenpreis für ein Ducato Maxi Fahrgestell (mit 4 Türen und Doppelkabine) liegt bei ca. 35.000,- €. Mengenrabatt und Änderungen verringern den Preis natürlich aber 20.000,- € netto wird man ansetzen können. Dann die zugekauften Einbauten (Heizung, Pumpen, Kühlschrank, Herd, Fenster, Dachluken, Hubbett, Remis etc.) abrechnen. Läppert sich auch zusammen! Dann kommt man in den Bereich, der vom Hersteller durch die Materialien (die zum Teil auch von Zulieferern kommen), Konstruktion und Montage beinflusst werden kann. Die MArge wird umso kleiner, je mehr Arbeitstunden aufgewendet werden müssen. Also wächst der Druck tendenziell in die Wahl günstigerer Werkstoffe und schnellerer Fertigung. Bei schnellerer Handarbeit ist ein sorgfältiges Arbeiten nicht immer sichergestellt.

Auch dürfte damit klar sein, dass der Druck bei preislich günstigeren Wohnmobilen noch größer ist, da Kosten für die Zulieferteile gleich sind.


Thomas

DrWHO am 23 Jan 2015 19:05:40

Hallo Thomas,

wenn jedoch das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr stimmt, kaufen die Teile keiner mehr.

Was natürlich sehr gut ist, ist dass die Aufbauten in Deutschland gebaut werden. Damit sind die Hersteller immer erreichbar
(auch beim Gebrauchtkauf über Dritte) und man kommt immer an Teile ran.
Im Vergleich zu Exportwaren, wo der Kundenservice auf keine Mail antwortet und auch sonst keiner erreichbar ist.
Ich fahre als Bilke eine Aprilia Shiver und weiß wo von ich rede.

Fazit: Sollte mein Bürstner Probleme durch Undichtigkeit beommen, würde ich dort beim Scheff persönlich aufschlagen.

Der WHO

didje3 am 23 Jan 2015 20:07:44

Dann kostet den Hersteller das Fahrgestell auch etwas. Listenpreis für ein Ducato Maxi Fahrgestell (mit 4 Türen und Doppelkabine) liegt bei ca. 35.000,- €. Mengenrabatt und Änderungen verringern den Preis natürlich aber 20.000,- € netto wird man ansetzen können.

Die Hymer Gruppe noch keine 15 000 ,- Euro habe ich von einem Händler
didje

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