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230V ohne Schuko? Wie macht Ihr das? 1, 2, 3


ToniPETER am 27 Jan 2015 09:29:53

Servus!

Vielen Dank für diesen Thread.
Ich habe bei mir 3 Stellplätze gemacht und bin auch dabei die Stromkabeln zu verlegen. Jetzt weis ich, was für einen, warum, und wie ich die Stecker, montieren muß.
Ich wollte nämlich normale Schukosteckdosen in den Elektrokasten verbauen.

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frajop am 27 Jan 2015 09:31:51

womo1972 hat geschrieben:Muss ich heute Abend direkt zum Winterquartier und mit dem Stromprüfer prüfen, ob am Chassis Spannung anliegt?


Wenn du dich dann sicherer fühlst, mach es. Aber nicht auf Grund der falschen Info von ritchi. Der Nulleiter darf niemals am Fahrzeug mit dem Chassis verbunden sein!


Frank

OstfrieslandBE am 27 Jan 2015 10:01:22

Und FI-Schutzschalter die nur die Phase schalten hat es nie gegeben. Sie schalten immer allpolig. Das heist 2-polig Phase und N, 4-polig 3xPhase und N. Der Schutzleiter wird nie und darf nie geschaltet werden. SCHUTZleiter eben.

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bernierapido am 27 Jan 2015 10:10:48

Klasse Information: :lol:
Bin kein Elektriker aber ich käme wohl nie auf die Idee, den Nulleiter vom Wechselstrom ans Chassis zu legen.
Ans Chassis kommt vom Wechselstrom der grün-gelbe der zum FI führt.

Früher wurde auch der Minuspol vom Gleichstrom (wie heute noch bei Kraftfahrzeugen üblich) an das Chassis gelegt.

thomas56 am 27 Jan 2015 10:33:24

OstfrieslandBE hat geschrieben:> thomas56 ist ein Adapter


es sollte von dort nicht der Strom weiter geführt werden, sondern ein Endverbraucher angeschlossen werden.

a.miertsch am 27 Jan 2015 10:53:57

Ich verwende Zuhause für den Winterpermanentanschluß schon immer die normale Schuko Trommel. Allerdings habe ich so einen kleinen Helfer im Gepäck, mit dem man prüfen kann, ob die Verdrahtung der Steckdose korrekt ist. Hat für jeden Fehler eine Leuchtenkombination. Ich hoffe, das genügt, da ich kein Elektriker bin, vertraue ich dem CE Zeichen.
Albert

andwein am 27 Jan 2015 11:02:57

weser13 hat geschrieben: hier hat kintzi die Zusammenhänge hervorragend erklärt. Danke dafür.
aus NI

Auch das mit dem Testhund, grins
Andreas

ganderker am 27 Jan 2015 11:10:37

hallo,
wenn schon die Verwendung von Schukosteckern unzulässig bzw kritisch ist, dann könnte man wie ich zumindest mittels Phasenprüfer/Prüfschraubendreher die Phase markieren (ich verwende Textilklebeband kleine Teile) an den Schukoteilen, damit dann am Ende doch zumindest elektr. alles stimmt

Ganzalleinunterhalter am 27 Jan 2015 11:23:49

Ich habe bei mir zu Hause alle Schucko-Steckdosen so verbaut / verdrahtet, dass ich immer weiß wo sich die Phase befindet. Schon wärend meiner Lehre war es Usus dass die Phase bei waagerecht verbauten rechts und bei senkrecht verbauten oben war.
Und dementsprechend habe ich auch meine Verlängerungskabel an den Steckern markiert, dass ich die Phase immer identifizieren kann, und somit auch mein Adapterkabel immer richtig angeschlossen ist.

Was bei defekten Stromkabeln in Verbindung mit Nässe passieren kann wurde letzte Woche mal wieder deutlich --> Link und --> Link

Gast am 27 Jan 2015 11:27:37

Sturm im Wasserglas!

Ausnahmsweise mach ich mal den Spiegel und zitiere mich selbst:

Durch die Mischung ist nicht mehr festgelegt welcher Pol im CEE-Stecker die Phase ist. Damit wird die CEE-Installation in ca. 50% der Fälle falsch betrieben.
Rein praktisch sollten im Mobil grundsätzlich 2-polige Schaltelemente für alle Niederspannungsgeräte verwendet werden. Dann wird erst mal keine Gefahr entstehen. Aber zulässig ist es natürlich nicht.


Damit war im dritten Post eigentlich Alles gesagt.


Die einschlägigen Normenauschüsse und Fachgremien beschäftigen sich immer mit dem technisch besten Weg. Das heist, dass beim Strom Unfälle mit Personenschäden durch geeignete Betriebsmittel sicher vermieden werden sollen. Richi hat wohl nur unsauber erklärt, vermutlich ist er ein Fachmann und hat seinen Nullleiter nicht auf dem Chassis.
Die Gefahr durch CEE-Stecker nach Schukosteckern ist eben nur bei falschen Installationen gegeben. Zum Beispiel wenn ein alter Haudegen die klassische Nullung aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts auf das Wohnmobil anwendet. Seit ungefähr 40 Jahren sind nur noch diese Stecker im gewerblichen Bereich üblich und zulässig! IEC 60309 (bis 1999 IEC 309) ist ein internationaler Standard für „Stecker, Steckdosen und Kupplungen für industrielle Anwendungen“ --> Link

Begriffe: (aus Wikipedia):

Der Stecker stellt eine höherwertige Alternative (mechanischer Schutz der Stifte, Verpolungsschutz, Stecksicherheit, besserer Stromübergang, internationale Normung, keine „Billigausführungen“) zum Schuko-Steckverbinder zur Verfügung. Er ist für eine Belastung mit 230 V/16 A (3,68 kW) spezifiziert. „Schuko“ ist dagegen nicht verpolsicher, nicht robust genug (wenn höherer Staub- und Spritzwasserschutz gefordert) und sollte nur kurzzeitig mit 16 A (maximal mögliche Dauerbelastung etwa 10 A/2,3 kW) belastet werden um eine übermäßige Erwärmung der Steckverbindung bis zur Zerstörung zu vermeiden. Für höhere 230 V Wechselspannungsstromstärken als 16 A stehen auch blaue Steckverbinder für 32 A, 63 A und 125 A zur Verfügung, diese sind jedoch selten anzutreffen.
Da die „L+N+PE,6h-Steckverbinder“ in Europa nahezu universell auf Campingplätzen zu finden sind, werden sie von einigen Personen umgangssprachig auch „Campingstecker“ oder „Caravanstecker“ genannt.

Also nochmals für die Praxis:

Schukostecker nach CEE -> zulässig für Haushalt und Hobby, keine Gefahr!
Schukostecker vor CEE -> nicht zulässig (aber funktioniert) für Gewerbe, Haushalt und Hobby, im Fehlerfalle Lebens-Gefahr! (z.B. bei Verbindung Nullleiter mit Schutzkontakt oder/und Drahtbruch in Zuleitung)

kein Verständnis habe ich für die vielen Stellplätze und CP auch in Deutschland, welche die Stromsäulen mit Schukosteckdosen anstelle CEE- Steckdosen ausrüsten. Die Betreiber dürften im Fall eines Personenschadens erhebliche Argumentationsprobleme gegenüber dem Staatsanwalt haben. Da wird gleich mal von fahrlässiger Tötung zu sprechen sein.
meine Kabeltrommel hat übrigens 2,5 mm2 und für den freundlichen CP-Nachbarn einen Stecker mit CEE.

Liebe , Alf

xbmcg am 27 Jan 2015 11:31:06

Ich hab das genau andersherum gelernt, L wie Leiter ist immer Links
Ist aber eigentlich egal, solange der Schutzleiter ordentlich beschaltet ist.

Gibt auch den Shuki von Testboy, der das genau so anzeigt und auch Verpolungen oder Fehler des Schutzleiters anzeigt.


[url]http://www.amazon.de/Testboy-TVS-3A-Steckdosenprüfgerät-2220006/dp/B00ECLIS3O/ref=sr_1_5[/url]

rkopka am 27 Jan 2015 11:37:18

diper hat geschrieben:Wenn keine Kabel hintereinander geschaltet werden dürfen, scheidet jede Kabeltrommel aus. Von der muss man ja mit einen Kabel noch ins Mobil.

Wo ist das Problem ? Sie hat halt CEE auf beiden Seiten und an der Trommel keine Dosen sondern nur ein Kabelende, wie auch z.B. bei Rasenmäherverlängerungen.

thomas56 hat geschrieben:ich habe einen Einspeisungsstecker CEE mit einer intregierten Schukosteckdose, ist das zulässig?

Wie schon (sehr kurz) geschrieben, ist das halt eine normgerechte Schukodose ohne Festlegung der Phase. Daran kannst du alles anschliessen. Nur ein Adapter auf CEE ist nicht zulässig, weil dann wieder die beschriebenen Probleme auftreten können.

Für das praktische Nichtvorhandensein solcher Probleme spricht, daß ein großer Teil der CP Verkabelungen so aussieht wie oben, mit ungeschützten Steckverbindungen... Trotzdem hört man sehr wenig (nichts ?) von Unfällen.

RK

womo1972 am 27 Jan 2015 13:22:10

Ich für meinen Teil weiß jetzt genug.

Danke Alf für die Erklärung, danke xbmcg für den Link.

Ich werde mir ein Steckdosenprüfgerät kaufen und alles ist gut.

vg

kintzi am 27 Jan 2015 13:48:19

Berichtigung: (Man sollte nicht so spät noch schreiben!)

Nicht der Nullleiter hängt am Chassis,sondern natürlich der Schutzleiter (PE) !!!!

Weiter beziehen sich die Aussagen auf die "klassische Nullung" (TN-C-Netz), welches seit 01.05.1973 nicht mehr verbaut werden darf, wurde damals vom TN-S-Netz abgelöst.
TN-C hat aber noch Bestandsschutz (!!!), so daß es genügend alte Anlagen, vor allem im Süden Europas gibt, aber auch in meinem Haus aus 1972 (bin kein Elektriker, weiß aber durch das Hauses Bescheid). Alt/TN-C-Netz: 0-Leiter/Neutralleiter u. Schutzleiter (PEN) sind im Netz (nicht im Womo , hier TN-S ) zusammen, Neu/TN-S-Netz (seit 1973!!): 0-L./N u. Schutzleiter (PE) müssen getrennt sein.
Was ist der Effekt, wenn man an TN-C-Netz hängt? Irgendwo im Netz ist N(ormalleiter) mit Schutzleiter zusammengeschaltet, über letzteren ist eine (GottseiDank) hochohmige Kopplung zum Chassis vorhanden, was dann Spannung auf Chassis bedeutet.
Bei TN-S-Netz kommt sowas nicht vor!! Da man aber nicht weiß,an welches Netz man unterwegs kommt, sollte man die Polarität der VDE
Polarität beachten. Oder man prüft das Chassis jedesmal mit Glimmlampe im elektr. Schraubendreher auf Spannung. Prüfe wegen unserem Hund sogar mit 2 Prüfer, einer könnte ja kaputt sein. :razz:

Vielen Dank an alle, die mit Recht wegen N auf Chassis gemosert haben !! Gr. Richi

andwein am 27 Jan 2015 14:51:04

xbmcg hat geschrieben:Ich hab das genau andersherum gelernt, L wie Leiter ist immer Links
Ist aber eigentlich egal, solange der Schutzleiter ordentlich beschaltet ist.

Diue Faustregel habe ich auch gelernt, aber sag das mal einen EU-Elektriker. Der zieht auch die Kabel quer über die Wand damit sie kürzer wird.
Andreas

bernierapido am 27 Jan 2015 15:07:23

Ich habe vor zwei Jahren mal in Frankreich im Haus eines Freundes einem Strippenleger geholfen, die Adern in die Leerrohre einzuziehen.
Man, was war das ein Aufwand. Die Franzosen haben uns, was das betrifft, echt überholt.
Von jeder Steckdose wurden die drei Adern bis zum Sicherungskasten gezogen und auch die Adern für die Beleuchtung wurde räumlich getrennt auf Sicherungsautomaten gelegt. Dort einen Defekt zu finden ist natürlich viel leichter.
Bei mir sind noch die Steckdosen eines Raumes und teilweise auch der Lichtstrom auf einer Sicherung.

wolf2 am 27 Jan 2015 16:12:56

Hallo zusammen,
ich sage dann mal soweit die Theorie!

So lang in der Praxis jedoch jedes elektrische Gartengerät, Rasenmäher, Heckenschere etc. oder auch jede andere Maschine wie Bohrmaschine, Säge etc. mit Schuko-Stecker und Schuko-Verlängerungskabel im nassen Garten oder sonstwo im Freien angeschlossen werden dürfen und so lange alle Arten von Kupplungen von CEE zu Schuko und umgekehrt verkauft werden dürfen, halte ich die ganze Diskussion für akademisch!

Wenn das alles so gefährlich wäre dann müsste ja längst der Gesetzgeber eingegriffen haben und die verpolbaren Schukostecker und Kupplungen wären abgeschafft!

kaiuwe am 27 Jan 2015 16:22:41

kintzi hat geschrieben:Geht aber trotzdem mit Schukostecker: 1) alle aussteigen lassen! 2) Womo anschließen 3)Womo an blanken Metall (Aluprofil o.ä) mit Spannungprüfer berühren-Wenn er nicht leuchtet, ist gut angeschlossen. Wenn er leuchtet, ist Phase auf Chassis, Schukostecker um 180° gedreht umstecken , Spannungsprüfer muß erloschen sein


Hallo,
bin jetzt etwas verwirrt :gruebel: . Ich habe mein WoMo in einer Halle mit Schukostecker stehen. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, müsste der Spannungsprüfer auf alle Fälle (je nach Einsteckrichtung) leuchten. Macht er aber nicht. Wenn ich ihn in den Schuko stecke leuchtet er auf einer Seite. Da ich auch schon mehrfach auf SP nur Schuko hatte wollt ich so auf der sicheren Seite sein.

Kai-Uwe

xbmcg am 27 Jan 2015 16:33:59

Ist eigentlich kein Problem, solange die 3 Adern getrennt ordentlich durchgereicht werden.

Das Problem ist der FI Schalter im WoMo (falls vorhanden), an dem unter Umständen L und N
am Anschluß vertauscht sind, da aber PE (Schutzleiter) in jedem Fall richtig durchgeschleift
ist, wird der FI Schalter bei Fehlerströmen immer auslösen, egal ob diese gegen den Masseleiter
oder der Phase (L-Leiter) fließen (ist so auch in der Hausinstallation).

Der Schutzleiter und Nullleiter ist in der Platzinstallation vor dem FI geerdet und damit auch
potentialfrei, insofern sind auch Geräte mit Metallgehäuse über den Schutzleiter geerdet.

Es spielt in der Praxis keine Rolle, ob in der Schukodose der Leiter links oder rechts ist, auch
den Elektrogeräten ist das egal, man kann die Schukostecker auch zu Hause jederzeit drehen.

Schutzleiter (PE) bleibt immer Schutzleiter, egal ob Schukostecker oder CEE Stecker und seine Wirkung
ist nicht eingeschränkt, ob nun andere Stecker dazwischen liegen oder nicht.

thomas56 am 27 Jan 2015 16:40:38

die neueren Schukostecker haben alle ein Loch. Ist mit dem passenden Gegenstück nicht eine Verpolung auch ausgeschlossen?

xbmcg am 27 Jan 2015 16:44:15

Es gibt Länder, die andere Steckdosen haben, wo der Schutzleiter nicht außen, sondern
über ein Mittelpin bereitgestellt wird, da die Geräte universal verkauft werden, wird dieser
Mittelkontakt mit verbaut, da spart man sich eine spezielle Ländervariante.

Phase und Masse spielen im Gerät keine Rolle, ist eh Wechselstrom. Einzig der Schutzleiter ist
wichtig, weil er den Erdungspunkt definiert und damit das neutrale Potential zur Umwelt bei
Metall-Gehäuse. Bei nicht leitenden Gehäuse (z.B. Kunststoffgehäuse) spielt der Schutzleiter
gar keine Rolle (Eurostecker mit nur 2 Adern)

Ganzalleinunterhalter am 27 Jan 2015 17:15:03

thomas56 hat geschrieben:die neueren Schukostecker haben alle ein Loch. Ist mit dem passenden Gegenstück nicht eine Verpolung auch ausgeschlossen?

betrifft die französischen

dort passen auch dann die Deutschen mit dem Loch

kintzi am 27 Jan 2015 17:20:32

Zitat:
Hallo,
bin jetzt etwas verwirrt . Ich habe mein WoMo in einer Halle mit Schukostecker stehen. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, müsste der Spannungsprüfer auf alle Fälle (je nach Einsteckrichtung) leuchten. Macht er aber nicht. Wenn ich ihn in den Schuko stecke leuchtet er auf einer Seite. Da ich auch schon mehrfach auf SP nur Schuko hatte wollt ich so auf der sicheren Seite sein.

Kai-Uwe

Hallo, Dein Unverständnis ist meine Schuld (PE gemeint u. N geschrieben!)
xbmcg hat die Frage im ersten Satz schon beantwortet: solange die 3 Leiter getrennt sind...ok, s. TN-S-Netz.
Also P(hase), (N)ullleiter u. P(E)rde = Schutzleiter getrennt. Wenn also in keiner Schuko-Stellung Glimmlampe leuchtet,liegt die moderne Nullung vor.
Wenn aber altes Netz (s. meinen 2. Beitrag), also TN-C-Netz , also PEN = Erde + Nullleiter netzseitig verbunden, kann das Chassis via Nulleiter und Verbindung zum Schutzleiter, der am Chassis hängt, Spannung kriegen. Abhilfe: Umpolen oder Chassis mit langem Erdspieß erden. Gr. Richi

xbmcg am 27 Jan 2015 17:40:48

Hallo Richi,

kann auch nichts passieren, wenn Null-Leiter und PE auf Landseite zusammengeschaltet sind, weil immer
PE auf Erde liegt und im WoMo (wenn überhaupt) der PE Anschluss an Masse gelegt wird - und somit die
Erde nach wie vor potentialfrei ist.

Ein Problem kann nur entstehen, wenn ein Unkundiger die PE Leitung im WoMo von einer "gedachten" Masse
ableitet und so für Verwirrung sorgt. Solange nur die PE-Leitung (Dicker Mittelkontakt oder Schuko PE entweder
gar nicht oder nur der PE mit der Masse des WoMos verbunden wird, kann nichts passieren. Der Null-Leiter
ist eben kein gesicherter Null-Leiter, weil er verpolt werden kann, der einzige Bezugspunkt ist der PE Leiter
und der ist immer verpolsicher ausgeführt, ob Schuko oder CEE Stecker.

weser13 am 27 Jan 2015 18:26:01

Was nun? Ist die Verwirrung nach den vielen Erklärungsversuchen größer oder ist alles klar?
Ich werde in Zukunft so verfahren wie bisher: Dort, wo die Möglichkeit besteht, nutze
ich die CEE-Steckdosen für den Strombezug und dort, wo sie nicht besteht, hole ich meinen Strom aus der Schuko-Steckdose.

aus NI

wohnmobilbenutzer am 27 Jan 2015 19:20:09

Hallo,

daß ein nicht phasenrichtiger Anschluß unter bestimmten ungünstigen Umständen problematisch sein kann, habe ich selber schon erlebt.

ich war vor vielen Jahren mit dem Wohnwagen meiner Eltern in Frankreich unterwegs. Habe dort auf dem CP mit dem damals üblichen nicht verpolungssicheren Stecker an die Stromversorgung angeschlossen und das Vorzelt aufgebaut. Habe dabei einen Hering von Hand in den weichen Sand gesteckt und mich dabei dummerweise mit der anderen Hand an der Alu-Außenwand des Wowas abgestützt.

Der Stromschlag war nicht von schlechten Eltern. Aber damals war man ja noch jünger und belastbarer ;D .

Nachdem man mir den Tipp gegeben hatte, den Anschlußstecker umzudrehen, war das Problem gelöst. Also war offensichtlich irgendwas in dem Wowa falsch zusammengeklemmt.



kintzi am 27 Jan 2015 22:38:05

Zitat xbmcg:
kann auch nichts passieren, wenn Null-Leiter und PE auf Landseite zusammengeschaltet sind, weil immer
PE auf Erde liegt.....

Ja, aber wer sagt Dir, ob die Netzerde i.O. ist bzw. < 50 Ohm ist ? Habe hier schon in den Nachbarhäuser nach 40 Jahren bei Außenrenovierung völlig durchkorrodierte Tief-Erder (verzinktes Eisenband) gesehen, die sich seit Jahren schon ihre Erde via 0-Leiter vom Nachbarn holen ? Und so wie manche Anlagen schon äußerlich aussehen ? Verlasse mich nicht darauf, checke lieber mit Glimmlampe oder mit Streicheln :razz: . Gr. Richi

Gizmo am 28 Jan 2015 14:13:54

Hallo,
das Kribbeln, was Richi und sein Hund am Womo-Chassis spüren, wird durch ungefährliche Spannung und Strom (ein paar Mikro-Ampere) bewirkt, die durch induktive oder kapazitive Kopplung entstehen. Dieser Effekt tritt nur auf, wenn das Womo-Chassis nicht geerdet ist; also ist entweder die (Land-)Steckdose nicht geerdet oder die PE-Verbindung (Schutzkontakt) zwischen (Land-)Steckdose und Womo ist irgendwo unterbrochen.

, Gizmo

Hiba am 28 Jan 2015 20:48:53

Als wir vor rund 15 Jahren einen Elektriker mit der Verkabelung unseres Hauses beauftragten, habe ich sicherheitshalber wegen der Mehrkosten gleich angesagt, dass wir in unserer Gegend noch das ganz alte Netz mit zwei Leitern mit je 115 Volt haben.
Übrigens wurden im letzten Jahr auf der Strasse neue Kabel verlegt und bei den alten Häusern auch der Hausanschluss. Dieses Jahr wird es denn wohl dazu kommen, dass auf das normale Einleiternetz umgestellt wird.
Wenn ich in meiner Garage eine CEE-Dose hätte, dann wäre die schon mal falsch angeschlossen.
Nur der letzte Satz hat etwas mit dem Thema zu tun, der Rest ist für „Aha“ oder „soso“.

Hinnirk

Irmie am 28 Jan 2015 21:05:31

Hallo,

VDE lautet nach Google wie folgt:
"Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik, ein technisch-wissenschaftlicher Verband in Deutschland"

Also sind die VDE - Vorschriften nur in Deutschland gültig! In anderen Ländern kann man dagegen verstoßen, da sie dort keine Gültigkeit besitzen!!

Google sagt auch:
"Die nationalen Steckersysteme wurden als Handelshemmnis betrachtet und sollten durch ein europaweit einheitliches System, das CEE-System ersetzt werden. Dieser Vorschlag wurde im Herbst 1996 vom CENELEC abgelehnt."

Also kann jedes Land noch weiterhin eigene Stecker zulassen. Ostern hatte ich am Lago Maggiore noch die schweizer Normstecker kaufen müssen. CEE gab es dort nicht!

Vermutlich nutzen viele Stellplätze im Ausland CEE, da man die Kunden nicht vergraulen will. Am Lago Maggiore wollte man aber teuer seine eigenen schweizer Stecker verkaufen. :D

Viele
Irmie

Gast am 28 Jan 2015 21:10:09

Tja Irmie,

hier darf jeder seine Vermutungen schreiben.

... Und ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt ... :D

Liebe , Alf

Tipsel am 29 Jan 2015 02:03:12

Wir klemmen seit 15 Jahren Schukos zwischen die Blauen, und leben noch. Und unsre Geräte auch.

Also so falsch kann das ja nicht sein.

kintzi am 29 Jan 2015 03:29:04

Habe mich zu den hier berührten technischen Themen belesen u. erkundigt.
Die ursprüngliche Frage war, warum man im CEE-System keine umpolbaren Elemente, hier
Schukostecker benützen soll. Hat eine einfache Erklärung:
Weil ein Netzschalter in Endgeräten häufig nur eine Ader schaltet, kann mit diesem Steckverbinder
sichergestellt werden, daß immer der Außenleiter (Phase) u. nicht der Neutralleiter (Nullleiter)
geschaltet wird. Adapterleitungen von einem Schukostecker auf eine blaue
CEE-Wechselstromkupplung sind daher nicht normkonform. (Zitat aus Wikipedia). Da sie bei Umpolung den 0-Leiter auf Schalter legen u. Phase damit dauernd anliegt.
Heißt also: dem Betreiber kann's egal sein, solange er nicht das eingesteckte Endgerät öffnet,um darin herum zu basteln u. sich darauf verläßt, daß durch den offenen Netzschalter die Phase abgeschaltet ist.Und das machen hoffentlich die wenigsten!

GIZMO hat recht, bei Wechselstrom entstehen um die Leiter herum magnetische u. elektrische Felder mit Wirkung auf die Umgebung (induktiv/kapazitiv oder elektro-magnetische Kopplung) . Diese Felder können dann nicht unbedeutende Spannungen bis 120V (selbst gemessen an Berührungs-Dimmer mit Touchplatte) erzeugen, allerdings ungefährlich,weil Ströme im Mikrobereich, s. auch Spnnungsprüfer.
Kann auch beim Chassis vorliegen, welches über den PE (Schutzleiter) schlecht geerdet ist. Habe bei mir bis 50V gegen Erdspiess gemessen. Lästig, aber nicht gefährlich. Passiert meist, wenn ein Gerät im Womo dauernd an ist (meist EVS).Bei mir waren Übergangswiderstände im Haus-PEN Schuld, daß das Chassis nicht potentialfrei war. Erinnere, daß das Thema im Forum schonmal ausführlich behandelt wurde.

Gr. Richi

andwein am 29 Jan 2015 11:49:39

kintzi hat geschrieben: eine einfache Erklärung:
Weil ein Netzschalter in Endgeräten häufig nur eine Ader schaltet, kann mit diesem Steckverbinder
sichergestellt werden, daß immer der Außenleiter (Phase) u. nicht der Neutralleiter (Nullleiter)
geschaltet wird. Gr. Richi

Gel, kann alles ganz einfach sein! Und eigentlich sollte diese Erklärung auch dem letzten Zweifler einleuchten.
Übrigens Siemens(Entwickler Schuko-System) und die übrige deutsche Industrie sind gegen eine Umstellung auf ein verpolungssicheres System. Zu teuer, die meisten Gerätehersteller sind nicht mehr in Deutschland ansässig und die Gewinne aus Ersatzverkäufen gehen an ausländische Firmen. Deshalb hat auch die "VDE" mit diesem System keine Probleme (obwohl sie aus Sicherheitsgründen eigentlich welche haben müsste).
Andreas

xbmcg am 29 Jan 2015 12:07:49

Ist aber Quatsch, weil Schuko zu Hause auch verpolt eingesteckt werden kann und
die Schalter auch dort unter Umständen nur eine Ader schalten. Dann müsste man konsequenter
Weise im Haushalt auch überall CEE verbauen und alle Geräte damit ausrüsten.

Gast am 29 Jan 2015 12:30:19

Lieber Andreas,
Lieber Richi,
Liebe Elektrobastler hier im Forum,

Die VDE bzw. die geltenden technischen Normen haben mit dem Schutzkontaktstecker deshalb keine Probleme weil er für elektrische Betriebsmittel gedacht ist.

Hier im Thread geht es aber um Wohnmobile und deren Anschluss. :thema:

Also um den Anschluss von elektrischen Anlagen, an welchen dann wiederum (z.B. über Schuko) Betriebsmittel angeschlossen werden sollen.

Für Anlagen muss die Verpolsicherheit sichergestellt werden, für Betriebsmittel (in der Regel) nicht.

Also für den Praktiker: Wohnmobil immer über CEE (oder auf eigenes Risiko - nicht regelkonform - unter Beachtung aller Sicherheitshinweise über Adapter.)
Geräte im Wohnmobil: am Besten Schutzisoliert über Euro oder halt über Schukostecker.

Aber Achtung:

1. Eurostecker - Der Eurostecker darf mit maximal 2,5 Ampere belastet werden. Typische Anwendungsgebiete des Eurosteckers sind Geräte der Schutzklasse II mit geringerer Leistung, wie beispielsweise Radios und Leuchten. Wird eine höhere Stromfestigkeit benötigt, wird der Konturenstecker ohne Schutzleiter verwendet.
2. Konturenstecker - Der Konturenstecker (Typbezeichnung: CEE 7/17) wurde entwickelt, um, ähnlich wie der Eurostecker, universell in Europa verwendet werden zu können. Dieser Stecker kommt häufig bei Geräten der Schutzklasse II wie Staubsaugern, Haartrocknern, Bohrmaschinen usw. zum Einsatz, deren Stromaufnahme höher als 2,5 A ist und somit der Anwendungsbereich des Eurosteckers (max. 2,5 A) nicht mehr zugelassen ist.
3. Schutzkontaktstecker - Dieser Schutzkontaktstecker (Typbezeichnung: CEE 7/7) wird im Normalfall zum Anschluss an eine 3-adrige Leitung verwendet: ein Außen- und ein Neutralleiter zuzüglich des geerdeten Schutzleiters.

Oben schreibt Richi was von 50 Ohm als empfehlenswerte Erdung für den Potentialausgleich über Erdspieß. DAS GILT NUR WENN EIN FI-SCHUTZSCHALTER MIT <=500mA KORREKT EINGEBAUT IST! Empfehlenswert für das WoMo sind Personenschutzschalter mit max. 30 mA

Aber Achtung:

Der Schutzleiterwiderstand ist ausschlaggebend für die Wirksamkeit der eingesetzten Schutzmaßnahme. Er muss so gering wie möglich sein. Vor der Messung sollte der Schutzleiterwiderstand überschlägig berechnet werden. Als Richtwert kann der Leiterwiderstandsbelag zur Berechnung genutzt werden.

In DIN VDE 0702-1 wird für den Widerstand des Schutzleiters bei Geräten mit Heizelementen und einer Anschlussleitung bis 5 m Länge ein Wert von 0,3 ? zuzüglich 0,1 ? je weitere 7,5 m Leitungslänge gefordert. Der Schutzleiterwiderstand wird zwischen dem Schutzleiterkontakt am Netzstecker und berührbaren leitfähigen Teilen des Gerätes gemessen.

- Korinthenkackermodus aus -

Aus meiner Sicht gibt es in den derzeit gültigen Normen diesbezüglich keine eindeutig Regelung. Auch dürfen sich die Elektrofachkräfte bzw. befähigten Personen nicht hinter einem Mundgerecht serviertem Kochrezept verstecken damit meine ich VDE Normen oder sonstige zur Anwendung gelangende Gesetze und Vorschriften denn die von vielen gewünschten Kochrezepte gibt es nicht und wird es auch nie geben! Viel mehr kommt es auf die richtige Befähigung der Fachkräfte an die eine solche Entscheidung zu treffen haben. Immer unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften und Regeln der Elektrotechnik. Es gelten:

DIN VDE 0100-410 „Schutzmaßnahmen; Schutz gegen elektrischen Schlag“
DIN VDE 0105-100 (VDE 0105-100) „Betrieb von elektrischen Anlagen“
DIN VDE 0701-1 „Instandsetzung, Änderung und Prüfung elektrischer Geräte; Allgemeine Anforderungen“
DIN VDE 0702-1 „Wiederholungsprüfungen an elektrischen Geräten“
DIN VDE 0100-610 „Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V Prüfungen; Erstprüfungen“
DIN VDE 0413 „Geräte zum Prüfen der Schutzmaßnahmen in elektrischen Anlagen“

Ein Hinweis sei jedoch noch erlaubt:

Die DIN VDE 0701-0702 trägt der zunehmenden Verwendung falscher Leitungen und Stecker an ortsveränderlichen Betriebsmitteln mit folgender Aussage Rechnung:

Bei der Sichtprüfung ist die Bestimmungsgemäße Auswahl und Anwendung von Leitungen und Stecker zu bewerten! Als Orientierungshilfe kann hier die

DGUV Information 203-005 (BGI 600) (alt ZH1/ 249) >>> Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbereichen

oder die

DGUV Information 203-070 (BGI 5090) Wiederholungsprüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel zur Anwendung gelangen.


Alles mehr oder weniger frei nach Stefan Euler, geprüfter Sachverständiger Elektrotechnik

Ich mein ja blos, Alf :roll:

OstfrieslandBE am 29 Jan 2015 12:39:41

Hallo Alf,
supert Ausführung. :idea:

Rallamann am 29 Jan 2015 13:25:17

Hallo zusammen,

Frage: wenn ich also einen 2polig abschaltbaren LS / FI Schalter im Womo habe, kann mir das vertauschen des Schukosteckers egal sein, oder? Natürlich ist Voraussetzung das die Elektroanlagen ( Stellplatz etc. und Reisemobil ) in Ordnung sind.

Gast am 29 Jan 2015 13:49:59

Frage: wenn ich also einen 2polig abschaltbaren LS / FI Schalter im Womo habe, kann mir das vertauschen des Schukosteckers egal sein, oder?

Antwort: Lies doch einfach mal nur 2 Post weiter oben ... (!)

Dort steht: Wohnmobil immer über CEE (oder auf eigenes Risiko - nicht regelkonform - unter Beachtung aller Sicherheitshinweise über Adapter.)

diper am 29 Jan 2015 14:28:54

Also nochmals danke für die vielen fachlichen Ausführungen!
Hat mich doch überzeugt. Ich werde nicht mehr "einfach so anstecken".
Fazit für mich: Für den heimischen Standplatz installiere ich eine CEE Außendose. Unterwegs (falls Schukoadapter unumgänglich) teste ich mit dem Phasenprüfer die Steckrichtung.
Meine Frage wurde jedenfalls super beantwortet - danke!

Gast am 29 Jan 2015 14:35:31

diper hat geschrieben:Fazit für mich: Für den heimischen Standplatz installiere ich eine CEE Außendose. - danke!


:ja:

Alf

Gast am 29 Jan 2015 14:45:01

Die Frage ist immernoch, was passiert denn, wenn man, wie oft gesehen, Schuko zwischen die CEE- Anschlüsse steckt oder der CP- Anschluss gleich nur Schuko hergibt?
Nun, es kann sein, dass durch Verpolung von Leiter L und Neutralleiter N die eventuell einpoligen Leitungsschutzschalter LS den Neutralleiter absichern. Schalten die trotzdem bei Kurzschluss L-N oder Überlastung ab? Ja, das tun sie, denn der zu hohe Strom fließt gleichermaßen durch beide. Legt sich jedoch L (der im Womo jetzt zu N geworden ist) an ein mit Schutzleiter PE verbundenes Teil, löst der einpolige LS des Womo nicht aus, dafür aber die hoffentlich vorhandene Fehlerstromschutzeinrichtung RCD. Auch wenn ein Mensch/ Tier als Zwischenstation dazwischengeschaltet ist. Außerdem gibt es am Landverteiler auch eine Absicherung und diese wurde nicht verpolt und muss im Zweifelsfall auch auslösen. Deshalb passiert nichts, solang kein Fehler auftritt.

Gast am 29 Jan 2015 15:03:52

Bardo hat geschrieben: Deshalb passiert nichts, solang kein Fehler auftritt.


Das war nun der Witz des Tages! :lol:



Liebe , Alf

P.S. --> Link

xbmcg am 29 Jan 2015 15:07:45

Bardo hat geschrieben:... Legt sich jedoch L (der im Womo jetzt zu N geworden ist) an ein mit Schutzleiter PE verbundenes Teil, löst der einpolige LS des Womo nicht aus,...


Das stimmt nicht, auch bei Schluss von N und PE löst der Fi aus. Hab ich selbst schon probiert.

Gast am 29 Jan 2015 15:39:27

--> Alf: Wenn, dann habe ich die Stelle zum Lachen nicht gefunden. Dein verlinkter Artikel hat auch nix mit meinem Post zu tun :?
--> xbmcg: Ich meinte den Leitungsschutzschalter, du den Fehlerstromschutzschalter, der heute RCD heißt und früher mal FI- Schalter hieß.

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