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Teilzeit Leben im Wohnmobil


shilg am 28 Feb 2015 13:20:23

Hallo,
vielleicht kann mir jemand ein paar allgemeine Fragen zum Thema beantworten.
Meine Arbeitsstelle, zu der ich an drei Tagen in der Woche muss, liegt rund 100 km von meinem Wohnort entfernt.
Ich möchte nun ein Wohnmobil kaufen, welches ich dort auf einem noch anzumietenden Stellplatz abstelle und für
2 Nächte in der Woche nutze. Ich gehe nicht davon aus, auf dem Stellplatz nächtigen zu können oder zu wollen.
Ich habe bisher keinerlei Wohnmobilerfahrung.
Und nun stellt sich die Frage, wo man übernachten kann. Es gibt dort ein Seengebiet. Auf den Tafeln dort steht unter anderem,
dass das Abstellen von Wohnwagen verboten ist. Bedeutet dies auch, dass das einmalige übernachten im Wohnmobil verboten ist.
Ich habe hier im Forum gelesen, dass Leute in den Wald fahren!? Welches Bußgeld ist fällig, wenn man dabei erwischt wird?
Wie verhält es sich mit ausgeschilderten Parkplätzen z.B. am Wald (Wanderparkplätze), darf man dort stehen?
Bei der zu meiner Arbeitsstelle nächstgelegenen Ver- und Entsorgungsstation ist kein Stromanschluß.
Nachdem das Fahrzeug relativ wenig bewegt wird, werde ich wohl eine zusätzliche Stromversorgung bzw. Ladekapazität benötigen.
Welche Lösungen gibt es?
Danke für eure Tipps und Anregungen.
Sandy

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pipo am 28 Feb 2015 14:40:07

shilg hat geschrieben:werde ich wohl eine zusätzliche Stromversorgung bzw. Ladekapazität benötigen.
Welche Lösungen gibt es?

Herzliche Willkommen im Forum :!:
Solar und/oder einen Stromgenerator (zBsp. Honda EU 10i).

Grundsätzlich ist es aber möglich ein Wohnmobil so auszustatten (2 x Wohnraumbatterien a`110 AH), dass drei Tage Freistehen kein Problem sein sollte.

Was das Freistehen betrifft machst Du dir zu viele Sorgen.. Wenn Du die Warnschilder befolgst dann hast Du auch nicht mit Strafe zu rechnen..

SaharaJoe am 01 Mär 2015 15:06:00

Hallo Sandy,

Übernachten darfst du nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist, aber „wo kein Kläger, da kein Richter“
Es gibt eine Ausnahme, Stichwort: „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“
Nur dies funktioniert nicht, wenn man regelmäßig über mehrere Tage an der gleichen Stelle übernachtet.

Oberstes Prinzip, nicht (negativ) auffallen. Keine Stühle oder Tische rausstellen, keinen Müll hinterlassen, kein Lärm (Generator), kein …

Wenn Du Strom übern Generator brauchst, fahr woanders hin, lade Deine Batterie auf und komm zurück.

Wobei ich viele Jahre versucht habe meine Strom-Probleme mit einem Generator zu lösen. (die liefen so ca. 6000 Betriebsstunden.) Aus meinen jetzigen Erfahrungen, würde ich eher das Geld in Solar und Batterie investieren. Meine Solaranlage sorgt dafür, dass ich so ca. ab Anfang März bis Ende September mehr Strom habe als ich verbrauche. Schwierig ist nur der Dezember und Januar.
Da Du nur 2-3 Tage „Autark“ stehen willst, kann das sein, dass die serienmäßige Wohnmobil-Ausstattung vollkommend ausrechend ist. Das hängt ein wenig von Deinen persönlichen Bedürfnissen ab.

Die Wohnwagen-Verbots-Schilder deuten darauf hin, dass der Platz in der Vergangenheit für illegale Übernachtungen missbraucht wurde. Ich würde davon ausgehen, dass dort in der Hauptsaison öfters Kontrollen vom Ordnungsamt stattfinden.
(Polizei ist nicht so schlimm, es gehört nicht zu deren Aufgabengebiet sich um illegale Übernächtigungen im Wohnmobil zu kümmern, da ist (meist) das Ordnungsamt zuständig.)

Übernachtest Du auf einen regulären Wohnmobil-Stellplatz mit Wohnwagen-Verbotsschild, da hast Du nichts zu befürchten, dafür wurde der Platz ja angelegt. Hier deutet das Schild meist auf nicht vorhanden Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten bzw. Sanitäreinrichtungen hin. Oder anders ausgedrückt, die wollen nicht, dass Du in den Büschen schleißt, sondern auf Deine Toilette.


So lass Dich nicht von meinem Geschreibsel verrückt machen , ich lebe seit ca. 15 Jahren mit wenigen kurzen Unterbrechungen im Wohnmobil. Ich Übernachte dabei meist "Illegal" und fahre ca. alle 14 Tage mal ein Stellplatz an. Du siehst es, geht schon. Und wenn Du Fragen hast melde Dich einfach.

Jochen

Anzeige vom Forum


schaetzelein am 01 Mär 2015 15:55:38

kuck mal hier, da ist es genau beschrieben. Du musst dir also keine Sorgen machen, überall wo es nicht ausdrücklich verboten ist und auch kein Privatgrund ist, darfst du auf alle Fälle mal 1 Nacht stehen ohne etwas befürchten zu müssen. In Deutschland wohlgemerkt :!:

--> Link bitte nimm bei dem Link einfach den Bindestrich zw. wohnmobil und recht raus, konnte es sonst nicht einstellen. Irgendwas passt da nicht zu den AGB`S :nixweiss:

Pooh335 am 01 Mär 2015 16:26:40

Also erst mal schreibst du, dass du einen Stellplatz anmieten willst aber dort nicht übernachten willst.
Warum willst du einen Parkplatz mieten? Wo arbeitest du denn? Mit einem Wohnmobil bis 3,5t darfst du überall parken. Wenn es ein Firmengelände geben sollte würde ich versuchen dort zu parken.
Es ist für Wohnmobile nicht unbedingt verboten wo Wohnwagen nicht stehen dürfen. Das liegt z.B. an den vorhandenen Abwassertanks beim Womo. Ich empfehle dir eine Stellplatz APP aufs Handy zu spielen. Da kannst du sehen ob es in der Nähe der Firma mehr oder weniger offizielle Möglichkeiten gibt zu stehen. Mit stehen meine ich hier auch übernachten.

montsegur am 01 Mär 2015 20:31:25

Pooh335 hat geschrieben: Ich empfehle dir eine Stellplatz APP aufs Handy zu spielen.


Moin, hast Du da eine Empfehlung ?

Pooh335 am 01 Mär 2015 20:35:46

Wir haben eine von pm. Nennt sich mobil-life und ist kostenfrei.

montsegur am 01 Mär 2015 20:38:55

Danke. :ja:

shilg am 03 Mär 2015 15:47:22

Danke für die Reaktionen auf meine Anfrage.
Die Frage von Uli war, warum ich einen Stellplatz mieten will, wenn ich dort nicht übernachte.
Der Punkt ist, ich wohne in Nürnberg und arbeite an 3 aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche in der Nähe von Ingolstadt.
Das Mobil wird also an zwei Abenden genutzt und dabei kaum bewegt. Ich brauche also einen Stromanschluss.


Sandy

topolino666 am 03 Mär 2015 15:56:52

Hallo!

Verständnisfrage: willst Du mit dem Mobil nach Hause zurückfahren oder bleibt das in der Nähe des Arbeitsortes (eben auf dem "Mietplatz") stehen?

..... wenn ja, wäre evtl. ein Wohnwagen auch eine Alternative :?: :!:

shilg am 03 Mär 2015 16:02:15

Hallo Jochen,
wie groß sind denn deine Solaranlage und deine Batterien?
Sind die Bordbatterie und die Fahrzeugbatterie unabhängig voneinander, so dass ich nicht befürchten muss, dass die Fahrzeugbatterie leer wird und das Mobil nicht mehr anspringt? Dann könnte ich zur Not tatsächlich irgendwo hin fahren und mit Generator laden. Für die kritischen Wintermonate müsste ich mir dann wohl einen Stellplatz mit Stromanschluss suchen. (reicht einfach laden oder müssen die Batterien an ein Frischhaltegerät?)
Angenommen ich lade mit Generator bzw. ich fahre zu einer Versorgungsstation mit Stromanschluss und ich will zwei leere (110 Ah) Batterien aufladen, wie lange muss der Generator laufen oder das Womo dort angeschlossen sein?
Oder, wenn die Batterien über die Lichtmaschine aufgeladen werden soll, wie viele Kilometer muss man ungefähr fahren?
Danke.

LG
Sandy

shilg am 03 Mär 2015 16:03:38

Hallo,
der Wagen soll in der Nähe der Arbeitsstelle auf dem Mietplatz stehen.
Bewegt würde er nur für kurze Strecken an diesen Tagen oder für Wochenendreisen.
Ein Wohnwagen erscheint mir für die Nutzung für Reisen ein wenig unpraktisch.

SaharaJoe am 03 Mär 2015 21:10:10

Hallo Sandy,

Solar habe ich im Moment 600 Wp auf dem Dach liegen. Bin aber am Überlegen für den nächsten Winter mir ein „Solarkoffer“ aus flexiblen Modulen zu basteln.
Batterie habe ich im Moment 200 Ah AGM. Die werden aber zum Winter hin gegen 300-400 Ah Lithium Batterien getauscht.

Über Stromverbrauch und den dafür notwendigen Energiequellen wird hier im Forum diesbezüglich jede Menge „Glaubens“-Kriege geführt. Die, die Ahnung haben, beteiligen sich meist nicht daran. Ich will Dich natürlich nicht abhalten das Forum nach entsprechenden Einträgen abzusuchen.

Ich kann jetzt nur von mir schreiben, Jedes Wohnmobil ist da ein wenig unterschiedlich

In einem milden Winter (so wie dieses Jahr) benötige ich für die Heizung pro Tag so ca. 20 – 30 Ah.
Das steigt in einem kalten Winter auf ca. 50 Ah.
Wenn ich im Wohnmobil mit dem Laptop arbeite, kommen noch so 16 – 60 Ah dazu (da ist dann auch schon TV übern Laptop dabei).
LED-Licht und sonstige Verbraucher vernachlässige ich jetzt mal.

Dein tatsächlicher Verbrauch hängt von Deinen persönlichen Bedürfnissen ab. Da Du Dich im Moment noch nicht äußerst, lässt sich schwer darüber schreiben.

Wenn Du ein ähnlichen Verbrauch hast, kommst Du mit 2x110Ah (max. nutzbar ca. 150Ah, sinnvoll max. nutzbar ca. 110 Ah) 3-5 Tage hin.
Die Auflade-Dauer hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B.:
- Wie weit sind die Batterien entladen
- Wie gut ist Dein Ladegerät und mit wieviel A kann es laden
- Mit wieviel A darfst Du die Batterien überhaupt laden
- …

Nehmen wir z. B. mal an, Du hast die Batterien um 150 Ah entladen und ein gutes 25 A Ladegerät.
(Volle Batterie) 220 Ah – (Entladung durch Verbrauer) 150 Ah = (Rest-Kapazität entladene Batterie) 70 Ah

Die „klassischen“ Batterien auf Blei-Basis lassen sich bis 80% der Kapazität meist gut laden, das entspricht bei der Annahme so ein Ladestatus von ca. 180 Ah. Hinzu kommt, dass es noch Aufladeverluste in der Batterie gibt, nehmen wie mal den schlimmsten Fall von ca. 10 % an.
Das heißt von den 25 A Ladegerät fließen nur effektiv nutzbare 22,5 A pro Stunde in die Batterie.
Von 70 Ah bis 180 kann mit max. Leistung vom Ladegerät geladen
180 – 70 = 110 Ah mit max. Leistung
110 / 22,5 = ca. 5 Stunden

In diesem Fall wäre Deine Batterie in 5 Stunden auf ca. 80 %.
Für die restlichen 20% benötigst Du dann so ca. 10 Stunden. (AGM etwas weniger, Gel etwas mehr)

Wieviel km Du Fahren musst, um die Batterie zu laden, ist sehr schwierig zu beantworten, aber ich nehme an Du meinst eher wie lange. Nun auch hier hängt es von ganz vielen Faktoren ab.
Meiner Erfahrung nach sind die von Wohnmobilherstellern einbaute Ladetechniken nicht so gut. (es gibt allerdings Ausnahmen). Grob würde ich schätzen 8 – 15 Stunden um die 80% zu erreichen, viele schaffen es nicht die Batterie auf 100% zu laden. Es gibt da Abhilfe, nennt sich meist Ladebooster, damit kommt man auf ähnliche Ladezeiten-Zeiten wie bei Generator/Landstrom.

Im Normalfall sind Starter-Batterien und Aufbau-Batterien, wenn der Motor aus ist, getrennt. (es gibt da ein paar „Spezialisten“, die können auch anders und benötigen dann ab und zu ein Überbrückungskabel)

Jochen

andwein am 04 Mär 2015 12:32:53

Guter Beitrag, gute Zusammenfassung und sehr praxisorientiert (inklusive der Bemerkungen, grins)
Andreas

shilg am 06 Mär 2015 16:39:28

Ja, sehr hilfreich.
Danke, Jochen.

fekonjaj am 06 Mär 2015 22:08:14

Jochen, solche Beiträge sind wahrlich eine Bereicherung für dieses Forum.
DANKE!

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