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Solaranlage mit Autobatterie als Wohnraumbatterie möglich?


Gast am 28 Feb 2015 22:53:13

Hallo zusammen,

ich hätte hier eine Frage an die Solar-Experten.

In meinem WoMo ist für den Wohnraum eine normale Starterbatterie mit 100AH verbaut.
Da wir bisher meist nur 1 - 2 Tage "frei" standen ging das auch Problemlos mit dieser Batterie.

Meine Frage wäre nun, ob ich mit einer Solaranlage die Wohnraumbatterie (normale Autobatterie) tagsüber nachladen könnte, oder ob sich dadurch die Autobatterie in kurzer Zeit "verabschiedet"?

Vielen Dank für Eure Infos vorab!

MfG
Gast

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Andi342 am 28 Feb 2015 22:56:13

Hi, ist doch kein Problem. Einfach den Solar Laderegler welcher zwischen Panel und Batterie kommt, auf Blei Batterie einstellen, dann verabschiedet sich da sicher nichts! :wink:

Gast am 28 Feb 2015 23:14:38

Andi342 hat geschrieben:Hi, ist doch kein Problem. Einfach den Solar Laderegler welcher zwischen Panel und Batterie kommt, auf Blei Batterie einstellen, dann verabschiedet sich da sicher nichts! :wink:


Hallo,
Danke für die Info!
Sorry, aber bin noch nicht komplett "eingelesen" in das Thema "Wohnmobil Solaranlage".

Das mit den Ladereglern ist quasi wie bei einem guten Ladegerät vom Modellbau, wo man zwischen den verschiedenen Akku-Typen wie z.B. Lipo wählen kann.

Da wird es wohl bei den Ladereglern auch Qualitätsunterschiede geben, oder?
Kann man hier die günstigen Angebote vom bunten Auktionshaus nehmen, oder gibt es hier auch einen "Mercedes"? Wobei ich ein gutes Preis/Leistungsangebot bevorzugen würde.

MfG
Gast

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Andi342 am 28 Feb 2015 23:46:03

Das kommt ganz drauf an was du vor hast. Es gibt günstige und teure Teile, wie überall. Dazu kommt das du noch wissen musst, ob du nur die Aufbau oder auch gleichzeitig die Starter Batt versorgen möchtest. Bei den Reglern gibt es ganz grundsätzlich 2 verschiedene Arten, PWM und MPPT, welcher für dich der besser ist musst du selber entscheiden, ich habe bei uns einen MPPT Regler verbaut da dieser auch bei Teilverschattung noch Leistung liefert, die genauen Unterschiede musste dir mal raus suchen. Achte noch drauf das der Regler von der Leistung her zu deinem Panel passt, ansonsten fröhliche Suche bei dem für dich passenden Gerät.

Gast am 01 Mär 2015 00:21:41

Ich möchte eigentlich nur die Aufbau-Batterie einspeisen.
Paah, immer mehr Fragen tauchen auf!
Ist die Aufbaubatterie in der Regel über das WoMo-Ladegerät mit der Starterbatterie "verbunden"?
Gehe ich recht in der Annahme, dass quasi ein MPPT (was immer das auch bedeutet?) der "hochwertigere" Laderegler ist?

MfG
Gast

Andi342 am 01 Mär 2015 00:52:07

Das kommt drauf an was du für ein Womo hast bzw. was ggf. irgend ein Vorbesitzer umgedängelt hat, kann man also so pauschal nicht sagen.

Hochwertiger würde ich nicht sagen, es ist eine andere Technik, lies dir mal ein bisschen was dazu durch, gibt im Netz oder auch hier im Forum reichlich Infos zu dem Thema und den Unterschieden zwischen den beiden Techniken.

Berni57 am 01 Mär 2015 05:12:28

Hallo Moin, also an unserem Rimor Europeo 72 kann ich am Panel Auswählen ob nur die Bordbatterie oder auch die Starterbatterie mitgeladen werden soll - das nennt sich dann Paralel - sowohl über Solar als auch wenn das Womo am Stecker hängt.
Und das Funkt einfach so :razz:
Zusätzlich habe ich noch die Bordbatterie mit der Lichmaschine(über Relais) Verbunden und kann diese dann auch während der Fahrt Laden wenn es nötig ist -- über einen Kippschalter-Laden Ein oder Aus.

Berni57

rkopka am 01 Mär 2015 11:08:04

Beim EBL99 und vermutlich auch einigen anderen geht bei Landstrom auch ein wenig Ladestrom an die Starterbatterie. Während der Fahrt sind die beiden Batterien meist einfach parallel geschaltet.

Starterbatterie mitladen brauchst du, wenn das Auto längere Zeit steht (Winter oder CP) oder dort Verbraucher dranhängen (Radio). Wenn man regelmäßig fährt, ist das nicht so wichtig.

RK

Gast am 01 Mär 2015 11:39:13

Warum wird eigentlich nicht zunächst die Bedienungsanleitung gelesen ???? Vom Auto, vom EBL usw????

a.miertsch am 01 Mär 2015 11:47:18

Kauf dir einen 15A Solarregler, dann hast du Luft nach oben für eine Vergrößerung der Anlage. So in etwa. Da du nur ganz pauschal fragst, gehe ich mal davon aus, dass du keine übertriebenen Ansprüche an die hohe Stromentnahme stellst (Senseo, Föhn usw.)über längere Zeit, kommst du so gut zurecht. Umstellen auf Blei kannst du nicht, denn es sind alles Bleibatterien mit Ausnahme von Lithium-Batt., aber das ist etwas komplizierter wegen der Ladetechnik. Du musst auf Nass oder offene Batterie einstellen. Eine Einstellung auf Gel ist auch möglich, nur musst du dann noch gewissenhafter nach dem Elyt-Stand in der Batt. schauen, weil die Ladespannung etwas höher ist und die Batt. mehr gast.
In dieser Form hast du mit Sicherheit eine ordentliche stabile Versorgung zum vernünftigen Preis. Bei entsprechender Pflege hält die Batterie auch ziemlich lange. Jeder zusätzliche technisch mögliche Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen und schafft im Störfall nur zusätzliche Probleme, wenn man nicht der ausgesprochene Fachmann ist.
Albert

rkopka am 01 Mär 2015 11:48:47

tutnix11 hat geschrieben:Warum wird eigentlich nicht zunächst die Bedienungsanleitung gelesen ???? Vom Auto, vom EBL usw????

Eine Entschuldigung wäre, daß es ein älterer Gebrauchter ist, wo sowas nicht mehr verfügbar ist !? Wenn eine normale Starterbatterie verbaut ist, könnte das schon daraufhin deuten.
Auch wird in solchen Anleitungen nicht immer alles genau gesagt und in einer für Laien verständlichen Form. Und den Solarregler hat er ja noch nicht. Ansonsten stimme ich dir zu.

RK

andwein am 02 Mär 2015 11:53:45

Die Bedienungsanleitungen könnte man allerdings aus dem Netz herunterladen. Dann könnte man sie ins Auto legen und hätte sie immer zur Hand. Aber ich weiß, das ist uncool.
Andreas

xbmcg am 02 Mär 2015 12:23:23

... oder als PDF herunterladen und auf dem Tablet lesen, wenn mal kein Empfang ist...

Aber Spass beiseite. Thema heißt Autobatterie als Versorgungsbatterie über Solar laden.

Eine "normale" Autobatterie ist in der Regel hochgezüchtet für kurze hohe Ströme zum Anlassen:
also viele dünne große Blei Platten, die Gitter eng aneinander um eine möglichst große Oberfläche zu erzeugen und so hohe Ströme zu ermöglichen.

Nachteil dieser Bauweise ist, dass die Batterie nicht für den Dauerbetrieb und tiefen Entladungen / vielen Ladezyklen konzipiert ist.
Die Platten korrodieren schneller, es kommt zu Zellschlüssen und der Verschleiß ist höher als bei Spezialbatterien, dafür sind sie günstig,
meist nicht wartungsfrei und es muss zum Teil ein Gasungsschlauch nach außen geführt werden (es entsteht ja Wasserstoff und Sauerstoff
beim Laden - Knallgas), Blei-Säure Batterien müssen senkrecht montiert werden (Auslaufgefahr) (häufige Bezeichnung: Startbatterie Nass,
Wartungsfreie Startbatterie Nass, AGM Startbatterie wartungsfrei oder offen).

Versorgungsbatterien (Blei-Säure, GEL, AGM...) sind dagegen für mehr Ladezyklen ausgelegt, sie haben einen tieferen Sumpf, um Zellschlüsse
hinauszuzögern, dickere Blei-Platten (oft legiert mit Calzium) und sind oft wartungsfrei ausgelegt. Sie können nicht ganz so hohe Ströme
abgeben, dafür aber tiefer entladen werden und auch häufiger wieder geladen werden. GEL und AGM Batterien können zum Teil auch in einer beliebigen Lage
montiert werden. Diese Sorten erkennt man an verschiedenen Bezeichnungen: Versorgungsbatterie, Solarbatterie, Dual - Use Batterie für Start-Stop und
Versorgung, zyklenfeste Batterie, tiefentladefähig, Spiralzellen AGM etc...

Eine weitere Kategorie sind die USV Anlagen Batterien. Die sind sehr haltbar bei einer Dauer-Erhaltungsladung und können im Notfall dann einspringen.
In der Regel sind sie aber nicht unbedingt zyklenfest, da sie ja nur beim Ausfall einspringen müssen und das nicht so oft vorkommt - wichtiger ist hier
die Haltbarkeit der Pol-Legierungen, damit die Batterien nicht durch das Altern beim herumstehen / Dauerladen so schnell den Geist aufgeben.

Um die Frage zu beantworten: möglich ist das, aber sie lebt nicht so lange.

Gast am 02 Mär 2015 20:41:27

tutnix11 hat geschrieben:Warum wird eigentlich nicht zunächst die Bedienungsanleitung gelesen ???? Vom Auto, vom EBL usw????



Tja Paul,
warum wohl???
Vielleicht kommst selber drauf?

MfG
Gast

Gast am 02 Mär 2015 20:52:14

andwein hat geschrieben:Die Bedienungsanleitungen könnte man allerdings aus dem Netz herunterladen. Dann könnte man sie ins Auto legen und hätte sie immer zur Hand. Aber ich weiß, das ist uncool.
Andreas


Hallo andwein,

hast Du einen "coolen" Link für mich?
Ich suche die Bedienungsanleitung für meinen Elektroblock oder zumindest für das Ladegerät (Typenschild leider nicht mehr lesbar), sowie einen kompletten Stromlaufplan usw., Fahrzeug Elnagh, Marlin 65G, Baujahr 2000 auf Ducato 230.
Würde mich sehr freuen, wenn ich die Bedienungsanleitung dafür aus dem Netz herunterladen könnte. Dann könnte ich diese nämlich zu den bereits vorhandenen Anleitungen ganz cool abheften.

MfG
Gast

Gast am 02 Mär 2015 21:13:49

--> xbmcg

Vielen Dank für die Info!
Ist ja eine komplette Batteriekunde geworden.
Super!


--> a.miertsch

Vielen Dank für die Info!
Die Anlage soll so einfach wie möglich aufgebaut sein.
Wie geschildert, möchte ich mit der Solaranlage nicht komplett über viele Tage autark stehen, sondern lediglich die bisherige Standzeit von 2 Tagen durch die Nachladung um 1 - 2 Tage verlängern.
Wäre dafür eine Anlage mit ca. 200 Watt für meine Zwecke ausreichend?

MfG
Gast

didje3 am 02 Mär 2015 23:01:20

Mein Fahrzeug wurde vom Werk aus, Starterbatterien eingebaut ,und sie sind immer noch in Ordnung obwohl sie auch mit einer Solaranlage geladen werden, Der Ford hat 2, 60 Ah Batterien und die Wohnraumbatterie 60 Ah. Wenn der Motor aus ist wird die 2 Ford Batterie dazu geschaltet,dann habe ich für den Aufbau 120 Ah.Wenn die Aufbaubatterie mal defekt ist welsche Batterie nehme ich dann,Geld oder AMG.
didje

Alter Hans am 02 Mär 2015 23:11:23

Bei einer Blei-Säure Starterbatterie im Wohnraum muss diese in einen säurefesten Behälter montiert werden und die Batteriegase müssen über einen Schlauch ins Freie entweichen können.
Deshalb habe ich als Bordbatterie im Wohnraum eine AGM oder Gelbatterie die hermetisch abgeschlossen ist,
und im Motorraum als Starterbatterie eine Blei-Säurebatterie mit Verschlußstopfen.

didje3 am 02 Mär 2015 23:30:00

[quote="Alter Hans"]Bei einer Blei-Säure Starterbatterie im Wohnraum muss diese in einen säurefesten Behälter montiert werden und die Batteriegase müssen über einen Schlauch ins Freie entweichen können.
Das ist alles richtig nur ich habe keinem säurefesten Behälter

Gast am 03 Mär 2015 00:12:47

Alter Hans hat geschrieben:Bei einer Blei-Säure Starterbatterie im Wohnraum muss diese in einen säurefesten Behälter montiert werden und die Batteriegase müssen über einen Schlauch ins Freie entweichen können.


Der säurefeste Behälter und der Schlauch für die Batteriegase ist vorhanden.

MfG
Gast

Gast am 03 Mär 2015 00:15:30

Hallo zusammen,

zuerst einmal vielen Dank für die vielen Infos!!!

Wie groß sollte ich denn so eine Anlage planen?
Ist 200 Watt eine "Hausnummer"?
Meine Ansprüche an die Anlage habe ich ja bereits beschrieben.

MfG
Gast

Erdinger am 03 Mär 2015 00:39:27

tutnix11 hat geschrieben:Warum wird eigentlich nicht zunächst die Bedienungsanleitung gelesen ???? Vom Auto, vom EBL usw????



Hallo Paul,

ich habe hier einen passenden Artikel zu Ihrem Post gefunden:

--> Link

Viele

PS: Ist etwas zum Nachdenken!!!

andwein am 03 Mär 2015 10:45:01

Hallo Gast,
den Hersteller der Geräte muss man schon vorher herausfinden. Das geht auf drei Arten:
1. Typenschild ablesen, 2. In der Bilderdatenbank nach gleich aussehenden "Ladegeräten" schauen und vergleichen, 3. Bild ins Forum stellen und fragen. Der Nachteil aller drei Lösungen ist, man muss aufstehen und nachschauen
Hat man den Hersteller, kann man nach dem Herstellernamen googel, zusammen mit dem Begriff "Hersteller Ladegerät xyz" oder sich mal folgende Links abspeichern:
Schaudt: --> Link
Calira: --> Link
CBE: --> Link
Nordelecttronica: --> Link
Cramer: iserlohn.branchen-info.net/fp_4551988.php
Nicht ganz frei von Ironie, Andreas

xbmcg am 03 Mär 2015 10:56:16

Gast hat geschrieben:...
Wie groß sollte ich denn so eine Anlage planen?


Die Frage 1 ist, wieviel Energie am Tag verbraucht wird und nachgeladen werden muss.
Die Frage 2 ist, ist der Verbrauch abhängig von der Jahreszeit und wenn ja, was ist der schlimmste Fall (Winter: maximaler Strombedarf, minimaler Solar Ertrag)
Die Frage 3 ist, muss die Anlage alle Fälle abdecken, oder soll sie "nur" in 50..75% der Fälle aureichend laden.

Gast hat geschrieben:...
Ist 200 Watt eine "Hausnummer"?


nein, 200W sind eine Leistungsangabe.

Bei Solarpanelen ist diese in Wp (Watt peak) angegeben - das ist die maximale Leistung des Panels bei vollem Sonnenschein senkrecht auf das Modul und moderaten Temperaturen.
Die tatsächliche Leistung variiert über die Intensität der Strahlung, dem Einstrahlwinkel und der Modultemperatur und bewegt sich zwischen 0 Watt und Wp.

Eine Batteriekapazität wird in Ah (Amperestunden) bei einer bestimmten Entladedauer C100 / C20 etc. angegeben.
Wenn eine Batterie 100Ah hat bei C20 bedeutet das, das ich in 20 Stunden die Batterie um 100Ah erleichtern kann (Entladen mit 5A * 20 Stunden) bei C100 heist das ich kann 100 Stunden
lang 1A beziehen. Warum ist das wichtig: Die Kapazität sinkt bei starker Entladung. Eine 100Ah C100 Batterie hat bei einer Entladung mit 5A nur noch 90Ah, bei 10A vielleicht 80Ah...

Das war noch einfach. Um die Batterie zu schonen, soll man maximal die Hälfte der Energie abrufen - also bei 100Ah - ca 50Ah und dann wieder laden. Wenn die Stromentnahme größer
ist, ich also real nur 80Ah zur Verfügung habe, kann ich nur 40Ah entnehmen, bis der Tiefentladeschutz anspringt.

Wenn ich weiss, wieviel ich so im Schnitt verbrauche (angenommen ich reize die Batterie aus und verbrauche die 40Ah am Tag bei 12V) dann ergibt sich eine Tagesleistung von
40Ah * 12V = 480Wh oder 0.48kWh, die die Anlage liefern muss und auch wieder laden muss.

Angenommen ich habe 200Wp auf dem Dach, was einem Tagesertrag (8-Stunden Tag mit gemittelter Leitung macht in etwa 4 * die Peekleistung der Panele) von 800Wh. Also reicht
das um die 480Wh mit Verlusten bei der Ladung etc wieder einzuladen. Ein Panel alleine mit 100Wp würde es nicht schaffen, die entnommene Energie wieder zu laden
(400Wh Ertrag, 480Wh Verbrauch).

Da wir ja im Winter z.B. mehr Strom verbrauchen und weniger Sonne haben und diese auch noch tiefer steht, schafft auch eine 200Wp Anlage nicht, die 480Wh zu liefern, selbst
400Wp wären knapp. Im Hochsommer und Sonnenschein den ganzen Tag reicht aber bestimmt auch nur ein 100Wp Panel, um die Batterie wieder zu laden.

Also die Frage: Wann nutze ich das Wohnmobil und was mache ich im Winter (Landstrom, Moppel, Brennstoffzelle...)

Kann man sich alles selbst ausrechnen. Ist eine Preis-Leistungs-Frage.

Eine 200Wp Anlage wird in den meisten Fällen (Frühjahr bis Herbst) reichen, um die Batterie zu laden, außer es ist eine Woche Mistwetter.

Wenn Du 2 Batterien hast, kannst Du 2 Tage lang 480Wh entnehmen, bis wieder geladen werden muss und so auch eine Schlechtwetterphase überstehen.

a.miertsch am 03 Mär 2015 11:12:16

Gast hat geschrieben:Hallo zusammen,

zuerst einmal vielen Dank für die vielen Infos!!!

Wie groß sollte ich denn so eine Anlage planen?
Ist 200 Watt eine "Hausnummer"?
Meine Ansprüche an die Anlage habe ich ja bereits beschrieben.

MfG
Gast

Kurz und grob, Ja! Weil Praxis ist, wenn alles funktioniert und keiner weiß warum: :lach:
Albert

otone am 03 Mär 2015 20:45:49

Hallo Gast,
du liest, wenn du eine allgemeine Frage stellst, bekommst du ein vielfaches Echo und jedes klingt anders.
Daher will ich mal eine Beispielanlage nennen: wir haben 240 Wp, 2* 110Ah Aufbaubatterien; damit stehen wir von Frühjahr bis Herbst autark, auch im hohen Norden (Skandinavien). --> Link

Wenn du dich näher mit der Materie befassen willst kann ich dir die Seite empfehlen: --> Link

Ansonsten wäre eine mögliche Startkonfiguration z.B.:
1 150 WP Modul Monokristalin (ca. 150€)
1 Votromic- SR 300 Regler (80-90€)
+ Kabel, MC-4-Stecker, Dachdurchführung und Aluprofile (statt der teuren Plasik-Spoilerprofile)
Die Gesamtkosten liegen dann unter 300€.
Wenn du dann feststellt, dass die 150 w nicht reichen, klemmst nochmal 150w an, (der Regler schafft die 300w). Wenn es aber 3 Tage regnet und du nur eine 80Ah-Batterie hast, ist dies der Engpass!

Wenn du es dir einfach machen willst kaufst du ein Komplettset wir z.B. dieses --> Link oder dieses --> Link (nur als Beispiel)

VIel Spass!

Otone

mercurius46 am 04 Mär 2015 09:27:43

Hallo Gast,

Deiner Batterie ist egal, woher der Ladestrom kommt. 200 Wp auf dem Dach sind schon gut - vor allem, wenn die Sonne scheint. Die Blei-/Säure-Batterie sollte nicht stärker als 30% pro Tag entladen werden. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch zwischen 70 und 90 Ah/Tag brauchst Du also mind. ein Batterie mit 120 Ah. Sie muss halt alle paar Monate auf Wasserstand überprüft werden. Geht also nur, wenn Du leichten Zugang dazu hast. Die AGM braucht ein Ladegerät, welches mit 14,7 V lädt, und die GEL-Batterie braucht 14,4 V zum Laden. Diese beiden Batterietypen verkraften auch eine Entladung von bis zu 50%.

Die Solaranlage muss fachgerecht an die Elektroversorgung angeschlossen werden, und dafür brauchst Du einen Fachmann, der sowas nicht zum ersten Mal macht. Du solltest also zuerst nachschauen, welches Ladegerät bei Dir verbaut ist, und wie hoch lt. Betriebsanleitung die Ladespannung ist. Und dann kannst Du - oder Dein Fachmann - entscheiden...

xbmcg am 04 Mär 2015 09:32:15

mercurius46 hat geschrieben:... Die Blei-/Säure-Batterie sollte nicht stärker als 30% pro Tag entladen werden. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch zwischen 70 und 90 Ah/Tag brauchst Du also mind. ein Batterie mit 120 Ah. ...


Wie bist Du denn da drauf gekommen. Wenn Du nur 30% entläds, dann müssen 70% übrig bleiben. Bei 70..90Ah Verbrauch musst Du also mindestens eine Kapazität von 240..300Ah haben und die würde nur ein Tag reichen. Ich mein ja blos. Bei einer 95Ah Batterie sind 30% gerade man 28Ah oder 336Wh Wenn Du 5 kleine Halogen-Lampen a 10W brennen läßt, ist nach gut 6 Stunden diese Kapazität verbraucht,
bei LED's mit 1W kannst Du damit Dein WoMo 30 Stunden leuchten lassen. Nun gibt's ja noch andere Verbraucher, wie Heizungsgebläse und Fernseher, die ordentlich Strom ziehen (z.B. Fernseher mit Satempfang ca. 30..40W)...

mercurius46 am 04 Mär 2015 09:41:59

Wer auf Dauer bei einer Blei-Säure-Batterie mehr als 30% entlädt, verkürzt deren Lebensdauer. Wenn ich von 120 Ah 30% entlade, bleiben 80 Ah übrig. Es müssen also wieder 40 Ah nachgeladen werden - egal woher...

Das ist die Aussage bei Cabotron in Kaufbeuren. Deswegen habe ich mir eine GEL-Batterie mit 110 Ah einbauen lassen. Ladegerät Calira mit 14,4 V, auf dem Dach 150 Wp Solar und im Seitenstaufach eine 90er efoy-Brennstoffzelle. Allerdings komme ich auf max. 60 Ah/Tag an Verbrauch. Ich bin also auf der sicheren Seite...

Das ist die für mich beste Lösung, weil ich viel in Frankreich unterwegs bin, wo es des öfteren auf den SPs keine Stromsäulen gibt...

viking92 am 04 Mär 2015 09:44:38

mercurius46 hat geschrieben:Die Blei-/Säure-Batterie sollte nicht stärker als 30% pro Tag entladen werden.

Das ist ein Wert für ganz ganz Vorsichtige :wink:
Der Batt.-lebensdauer ist es im gewissen Sinne sicherlich förderlich, nur geht es völlig an der Realität vorbei.



kurt2 am 04 Mär 2015 10:53:49

Hallo Viking,
kommt es nicht auch auf die Entladestärke an? (Entladestärke = Kenne den Fachbegriff nicht :oops: )
Ich meine, dass es nicht egal ist, ob eine 2W- Lampe 5 Std brennt oder ein 2000W- WR 2 Min lang 1500W Strom entnimmt.

viking92 am 04 Mär 2015 11:01:40

Hy Kurt,

stimmt schon, was Du sagst. Dabei handelt es sich um den "Peukert-Effekt".
Grob gesagt: Je stärker die Entladung, umso geringer die Kapazität der Batt.
Wenn man dann noch Alter & Temp. der Batt. berücksichtigt :) ....ist es eine schier unlösbare Aufgabe.


xbmcg am 04 Mär 2015 11:06:16

Das ist die C-Angabe der Batterie. C100 heißt, die Kapazität wird in 100 Stunden entnommen,
C20 heißt, die Kapazität wird in 20 Stunden entnommen. Je größer der Strom ist, um so weniger
Kapazität hat eine Batterie, da gibt es Diagramme für.

Der Innenwiederstand der Batterie ist sehr wchtig, der muss gering sein, damit hohe Ströme
entnommen werden können, ohne dass die Spannung zu sehr einbricht und der Tiefentladeschutz
zu früh die Batterie trennt. Deshalb werden auch starke WR direkt an die Batterie geklemmt und
haben einen eigenen Tiefentladeschutz integriert, der bei viel tieferen Spannungen zuschlägt (10.2V oder so).

Der Innenwiederstand hängt mit der Kapazität der Batterie zusammen und auch von der Batterie-
Technologie. GEL Batterien haben einen höheren Innenwiederstand als Nassbatterien oder AGM Batterien.
(Indirekt an der Kaltstartstrom Angabe ablesbar).

CCA (cold cranking amps) heißt Batterie wird mit der angegebenen Stromstärke bei -18°C 30 Sekunden lang
belastet und muss dann mindestens noch 1.2V / Zelle haben (7.2V für die Batterie), nach DIN sollten es noch 9V sein.

kurt2 am 04 Mär 2015 11:55:18

Dank an euch Beide,
Peukert- Effekt, genau das war`s.
Ist zwar etwas OT aber beim Lesen Eurer Beiträge fiel mir was ein:
Habe 2x 120 Ah Nassbatterien, 2 Jahre alt, paralell geschaltet und wie ich meine, noch taufrisch.
Wenn ich über den WR (1500W) Kaffee mache (Kaffeeautomat) fällt während des Brühvorganges die vorher angezeigt Spannung von 12,8V auf ca 11,8/11,9 V ab.
Nun schreibt xbmcg: "Der Innenwiederstand der Batterie ist sehr wichtig, der muss gering sein, damit hohe Ströme
entnommen werden können,...........! ....Der Innenwiederstand hängt mit der Kapazität der Batterie zusammen........"

Das würde ja bedeuten, dass man an diesem Wert die Potenz der Batterien ablessen kann: Innenwiderstand erhöht sich, =
Spannung sinkt auf 11,6 oder 11,5V usw., = Batterien nähern sich der Todeszone.
Richtig?

andwein am 05 Mär 2015 10:26:40

Theoretisch ja, Praktisch laufen aber noch weitere Parameter auf. Die Berechnung ist deshalb sehr dynamisch und vor allem kaum auf andere Batterien übertragbar. Aus diesem Grund sind alle bezahlbaren "Batterietester" eigentlich nur Schätzeisen.
Andreas

xbmcg am 05 Mär 2015 12:22:35

kurt2 hat geschrieben:Spannung sinkt auf 11,6 oder 11,5V usw., = Batterien nähern sich der Todeszone.
Richtig?


Für die Beurteilung des Batterieverschleißes gibt es Messgeräte für den Innenwiederstand z.B. RBA50:


Die schätzen die Leistungsfähigkeit ab, man muss nur den CCA Wert eingeben und bekommt den
aktuell möglichen CCA-Wert angezeigt + die verbliebene Leistung der Batterie in % und eine
Einschätzung, ob die Batterie noch Gut ist oder nicht (unter 45% der Nennleistung) und deshalb
ausgetauscht gehört. Schätzeinsen halt ;D

Gast am 07 Mär 2015 00:24:52

Hallo zusammen,

zuerst einmal vielen Dank für die vielen Infos von Euch!

Ich erkenne, dass es grundsätzlich keine Probleme mit der Autobatterie bei meiner Nutzung geben wird.
OK, die Batterie mag evtl. geringfügig kürzer "Leben", aber das ist kein Problem. Ich kann ja am Lebensende der Batterie auf eine andere wechseln.

Wie sieht es mit den Solarladereglern aus?
Ich hätte gerne eine gute Preis/Leistung-Lösung mit Displayanzeige für aktuelle AH der Batterie und Anzeige zu den aktuellen Ladedaten usw..
Gibt es eine Empfehlung hierzu?

MfG
Gast

Gast am 07 Mär 2015 03:35:38

Wie sieht es mit den Solarladereglern aus?
Ich hätte gerne eine gute Preis/Leistung-Lösung mit Displayanzeige für aktuelle AH der Batterie und Anzeige zu den aktuellen Ladedaten usw..
Gibt es eine Empfehlung hierzu?


Ich habe die gleich Konstellation verbaut ... 100AH Starter-Batt (geschlossen) als Aufbau-Batt
und Solar erst 2x 30W heute erst erweitert um 100W auf 160W, eine zweite 80AH (bauglaich kommt auch noch dazu ...

Als Regler habe ich einen einfachen 20A PWM und als Anzeige ein Kombi-Instrument ( A / V ) vorm Regler.
Batt Computer ist in Arbeit ...

Mit 60W und 100AH kam ich 2-3 Tage gut zu zurecht, Beleuchtung, 12V Kaffeemaschine, USB-Lader für Handy usw.
Ist aber bei bedeckten Himmel für mehr als 2-3 Tage zu wenig, deswegen auch die Nachrüstung ...

Gast am 07 Mär 2015 10:52:49

feuerring hat geschrieben:
Als Regler habe ich einen einfachen 20A PWM und als Anzeige ein Kombi-Instrument ( A / V ) vorm Regler.
Batt Computer ist in Arbeit ...

Mit 60W und 100AH kam ich 2-3 Tage gut zu zurecht, Beleuchtung, 12V Kaffeemaschine, USB-Lader für Handy usw.
Ist aber bei bedeckten Himmel für mehr als 2-3 Tage zu wenig, deswegen auch die Nachrüstung ...


Super!
Dann klappt das mit der Autobatterie auch bei mir für ein paar Tage!

Das mit dem Batterie-Computer würde mich interessieren.
Was machst da?

Oder hat hier jemand eine "günstige" Lösung für einen solchen parat?

MfG
Gast

Gast am 07 Mär 2015 17:41:42

Das mit dem Batterie-Computer würde mich interessieren.
Was machst da?


siehe "Low-Cost "Batteriecomputer" --> Link

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