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Wieviel Provision braucht ein WoMo-Verkäufer.......


Seekater am 20 Mär 2006 16:40:15

…. bis er ein Interesse hat zu verkaufen…….



Liebe WoMo-Freunde,

wir fahren Chausson auf Ford Transit, BJ 11/2003 mit den Seriensitzen auf Drehkonsole, die – wie vielfach bekannt – eine zu hohe Sitzfläche durch die nachträgliche Drehkonsole haben. Da ich als Sitzriese auch noch zunehmende Probleme mit der Lehne hatte mußten neue Sitze nun doch eingebaut werden. Recherchen im Netz ergaben, daß bei Eura neue Sitze der Firma aguti (Sitz "Milan") verbaut werden, die diese Probeleme vermeiden und mit Drehkonsole genauso hoch sind, wie die Seriensitze ohne Drehkonsole.

Also hin zum nächsten Eura-Händler. Der hatte auch einen Profila da stehen, mit genau diesen Sitzen. Nach ausführlicher Sitzprobe war ich begeistert: Her mit zweien dieser Sitze.

Besuch beim Eura-Händler 1, Samstag:
"Was sollen diese Sitze denn kosten ?
Verkäufer: "Kann ich Ihnen nicht sagen, da müssen Sie sich an die Werkstatt wenden ?
"Wie? Ich will einen Preis für zwei Sitze, keine Reparatur ?"
Verkäufer:"Nein, so etwas wird bei uns über die Werkstatt abgewickelt, rufen sie doch werktags einmal unseren Werkstattmeister an, der macht Ihnen ein Angebot"
(Hätte er zwar auch gleich an den Werkstattmeister weiterleiten können, doch was soll's, ich durfte ja auch ausgiebigst Sitzprobe machen).
"Außerdem paßt der Sitz bei Ihnen denn auch ?"
"Wieso, wir fahren genauso einen Transit mit Serienführerhaus wie der Wagen, in dem ich eben saß"
"Aber, nur bei Eura gibt's den Transit mit Drehsitzen"
"Kann ich nicht bestätigen, unsere jetzigen Sitze lassen sich auch drehen"
"Hmmm, dann lassen die sich bei Ihnen aber nur drehen, wenn man die Türe öffnet"
"Nein, das geht bei uns auch mit geschlossener Türe"
"Egal, sie müssen auf jeden Fall sich an unserer Werkstatt wenden !"

Anruf beim Eura Händler 1, Werkstattmeister:
"Oh ich bin gerade im Gespräch, kann ich Sie zurückrufen"
"Wann ?"
"In wenigen Minuten"

Anruf beim Eura Händler 1, etwa 8h später (…..):
"Ich suche eben Ihre Nummer heraus, ich wollte Sie eben zurückrufen, um was geht es denn ?"
Ich schildere den Fall
"Oh, dafür habe ich keine Preisliste hier, muß ich nachfragen, ich rufe Sie zurück"

Anruf beim Eura Händler 1, ca. zwei Tage später:
"Tut mir leid ich habe noch keinen Preis, bei Eura ist heute nur Sparflammenbesetzung, ich melde mich sowie ich einen Preis habe"

Allmählich war mein Dankbarkeitsgefühl für die ausführliche Sitzprobe verbraucht, meine Adresse und Telefonnummer habe ich mehrfach hinterlassen, Rückruf habe ich bis heute, 4 Wochen nach dem letzten Kontakt noch keinen erhalten. Es gibt noch andere Eura-Händler:

Anruf beim Eura Händler 2:
"Ja wir machen Ihnen gerne ein Angebot, schicken Sie mir dazu bitte Ihren Fahrzeugschein"
"Genügt die Angabe Ford Transit mit Serienfahrerhaus, EZ 11/2003 nicht ?"
"Nein wir brauchen Ihren Fahrzeugschein"
Also den Kfz-Schein gescannt und per Mail versandt, mit Bitte um ein Angebot für zwei Fahrerhaussitze.
Nach drei Tagen kam die Antwort:
"Eura verbaut diese Sitze seit 2005, ich kann Ihnen nicht sagen, ob diese auch in Ihrem Transit BJ 2003 reinpassen. Erkundigen Sie sich hierzu doch bitte bei Ford, ob diese Sitze für Ihr Fahrzeug passen. Ich hoffe Ihnen wenigstens ein bischen geholfen zu haben."
Nun wenigstens war der Mann "ein bischen ehrlich". Er scheint zu wissen, daß so kein Geschäft zu machen ist. Bei Ford war ich natürlich ganz zu Beginn meiner Sitzsuche schon längstens: Die zeigen mir Sitze aus dem Ford-Programm, Probesitzen auf anderen als den Seriensitzen: Fehlanzeige, Drehkonsole: Fehlanzeige, "Sitze der Firma Aguti" kennen wir nicht.... (andererseits könnte natürlich auch ein Ford-Händler auch einmal auf die Idee kommen andere Sitze, als die aus dem Programm von Ford einzubauen.....)


Anruf beim Eura Händler 3:
"Ja, Angebot, kein Problem, welches Baujahr ist Ihr Transit"
"11/2003"
" Kein Problem, das paßt"
"Und was kosten die ?"
"Das wird teuer, so um die 1.500,-- Euro herum, dazu kommen ca. 6 Wochen Lieferzeit" (und meine Anfahrt von über 100 km), "Wenn das dann noch für Sie interessant ist ?"

Was es in der Tat dann nicht mehr war, die Sitze sind – mit 14 Tagen Lieferzeit – bei aguti selbst, incl. MWST, Verpackung und Anlieferung mit Spedition frei Haus an einem Samstag, immer noch für ca. 30% niedriger zu bekommen.

Warum sagen das die anderen Händler nicht gleich, daß sie nicht der Meinung sind für einen wettbewerbsfähigen Preis anbieten zu können. Was auch relativ ist – es hat nicht jeder Werkzeug und Lust, wie ich, sich die Sitze selbst zu montieren.
Oder anders formuliert: Warum kommt von drei WoMo-Händler nicht wenigstens einer auf die Idee, daß Zubehörteile auch direkt beim Hersteller gekauft und dann zu wettbewerbs-fähigen Preisen angeboten werden können ? (Noch dazu bietet aguti, auch an Kleinkunden wie mich, einen excellenten Service). Ich wäre gerne bereit gewesen den Einbau in der Werkstatt zum entsprechend ausgewiesenen Preis zu bezahlen (ich muß nicht alles selbst machen). Oder ist Eura so mächtig, daß sie einem Händler gleich die "Lizenz" entziehen, wenn er mal ein Teil nicht bei der Zentrale bestellt, auch wenn es nicht für ein Eura-Fahrzeug ist ? Andererseits führen die Händler auch andere Marken als Eura.

Also kein Interesse am Geschäft ?
Oder sollte einfach die Provision beim Neuwagenverkauf zu groß sein ? Solange es also genügend WoMo Erstkäufer gibt…… . Es geht also nicht um's Geldverdienen an sich, nein, es muß auch noch genügend leicht und in großen Häppchen verdient werden ..........

Ich befürchte mal, kein Ausreißer meine Story, oder was meint Ihr ?

Viele
Seekater

Anzeige vom Forum

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Wilder Herzbube am 20 Mär 2006 19:34:10

Moin Seekater,

hast Du es denn noch gar nicht gewusst? Du lebst doch
in der Service-Wüste Deutschland.
Was verlangst Du denn nur?

Du kannst das wahrscheinlich mit dem folgenden Beispiel vergleichen:

Gehe zu einem Versicherungsvertreter und frage ihn nach einer
ausführlichen Beratung zu einer Sachversicherung, z.B. private
Haftpflicht. Der Verkäufer reagiert innerlich wahrscheinlich so:

:ooo:

Dann, nachdem er schon mal tief geschluckt hat, sage ihm weiterhin, dass Du viel Geld verdienst und jetzt unbedingt eine private Krankenversicherung bei ihm abschließen möchtest.

Plötzlich schaut er Dich mit leuchtenden Augen an, bietet Dir einen Kaffee an, sagt seiner Sekretärin, dass er jetzt nicht zu sprechen ist und
denkt innerlich:

:bussi: :verweis:

So ist das nun mal in unserem Land.

Kein Scherz! Als wir uns in Spanien einen Heizlüfter kauften, da haben wir die Verkäuferin mit Fragen bombardiert. Sie hat uns Rede und Antwort gestanden und uns für das WOMO dann auch noch ein sehr kostengünstiges Gerät verkauft.
Als wir dort vor zwei Jahren einen Kinderbett kauften, in einem Supermarkt, da wurden wir ebenfalls ausführlich beraten.
Irgendwie sind die dort aufmerksamer und packen auch deinen Einkauf in die Tüte.
Da ist hier noch viel nachzuholen.

aus der "Wüste"

Stephan

Gast am 20 Mär 2006 20:46:57

Gehe zu einem Versicherungsvertreter und frage ihn nach einer
ausführlichen Beratung zu einer Sachversicherung, z.B. private
Haftpflicht. Der Verkäufer reagiert innerlich wahrscheinlich so:

kotz.gif

Dann, nachdem er schon mal tief geschluckt hat, sage ihm weiterhin, dass Du viel Geld verdienst und jetzt unbedingt eine private Krankenversicherung bei ihm abschließen möchtest.

Plötzlich schaut er Dich mit leuchtenden Augen an, bietet Dir einen Kaffee an, sagt seiner Sekretärin, dass er jetzt nicht zu sprechen ist und
denkt innerlich:

bussi.gif verweis.gif


Bist du Versicherungsvertreter oder warum kennst Du Dich so gut aus?Hoffentlich kommst Du nie in die Lage mir eine Versicherung zu verkaufen.

Anzeige vom Forum


Wilder Herzbube am 20 Mär 2006 23:28:47

Nein Kay, aber ich habe mal kurz für so einen Konzern gearbeitet,
der im Schneeballsystem Mitarbeiter als Quereinsteiger suchte und
auch immer wieder sucht.
Herr Kayser hat mich dann aber nach drei Monaten so genervt, dass
ich lieber wieder andere Wege suchte, um Geld für das Studium zu
verdienen.
Der Weg war dort so: Lebensversicherungen verkaufen mit hoher Absicherung und mindestens 50 DM pro Monat als Beitrag.
Ich wollte dann einem gestandenen Junggesellen dieses super Sicherheitspaket mit dreifacher Absicherung für die Familie verkaufen.
Der lächelte mich nur an und fragte, ob ich nicht auch einen Bausparer hätte. Als ich das wiederum meinem Strucki (Struktur- höheren) erzählte, sagte der: Spinnst Du, Bausparer - der bringt nur 5 Punkte, die Lebensversicherung aber 50. Verkauf dem doch lieber die LV und sage ihm, dass er dort doch auch gut spart.
Zack, das war es dann. So wollte ich mein Geld nicht verdienen.
Viele andere machen es aber so.
Ein Freund von mir ist Versicherungsvertreter und erzählte mir eben genau die Geschichte mit der Haftpflicht und der privaten Krankenversicherung. Abschluss für private Haftpflicht: 25 Euro
Abschluss für die Krankenversicherung: 3 Beiträge, also evtl. 1200 bis 2000 Euro.
Noch Fragen :?:

Badyy am 21 Mär 2006 01:08:38

Wollte mir vor 5 Jahren im Winter ein Cabrio kaufen.
Besagtes Fahrzeug stand draußen unter einer Schneedecke, im beheizten Verkaufsraum laß der Verkäufer die Blöd-Zeitung.
Und da er diese noch nicht ganz durchgelesen hatte drückte er mir kurzerhand die Fahrzeugschlüssel und einen Eiskratzer in die Hand, damit ich das Auto schon mal freikratzen konnte.

Nun ratet mal: Hab ich das Auto gekauft?? :wink: :wink:

PS: Die mit Abstand besten Verkäufer gab's bislang bei Jaguar und das, obwohl ich mich nur für den arme Leute Jag X-Type ( als Gebrauchten ) interessiert habe.

bastelwastel am 21 Mär 2006 07:33:09

Davon kann ich ein Lied singen.
Wir wollten damals für unseren Ducato mit Doppelsitzbank einen einzelnen Beifahrersitz den es ja auch so serienmäßig gibt.
Auch wir wurden in die Werkstadt verwiesen und der Ersatzteilfuzzi hatte keine Lust uns diesen rauszusuchen, weil man da im Computer wohl alles einzeln anklicken und dann den Preis zusammenrechnen muß.
Sein erster Satz war auch gleich "Das wird viel zu teuer, das lohnt sich für Sie nicht" Ich war erstaunt daß er schon von vorneherein wußte das sich das nich lohnt zumal ich fast jeden Preis gezahlt hätte um einen einzelnen Sitz zu bekommen.
Das Ende vom Lied, ein Ausbauer, der in einem Fahrzeug welches er fertigmachen sollte die Seriensitze gegen Sportsitze tauschen mußte hat uns für recht wenig Geld beide funkelniegelnagelneuen Sitze überlassen.

mcduc900 am 21 Mär 2006 09:55:35

Hallo Seekater,
so wirklich überraschen mich Deine Aussagen u. die der Antworten nicht!

Was mich aber interessieren würde sind Deine Erfahrungen mit den Sitzen. Wir fahren einen Challenger Mageo 192GA auf Ford Basis.
- welchen Aguti Sitz hast Du bestellt?
- war der Einbau schwierig?
- haben die Sitzbezüge noch gepaßt?

Gast am 21 Mär 2006 10:20:57

Hallo Seekater,

ist schon ein leidiges Thema. Service ist nun einmal nicht jedes Händlers stärke. Das Ersatzteile heute meist in der dem Verkauf angegliederten Werkstatt bzw. Ersatzteilabteilung bestellt werden müssen empfinde ich schon als normal, ist nahezu in jedem Autohaus so. Pauschalieren, das diese Methode gleich zu setzen ist mit schlechtem Service, würde ich aber nicht. Es kommt bei der Preisgestaltung z.B. auch darauf an wie Eura die Sitze bezieht..... Ich will das mal an Beispiel Hymer festmachen. Die Pilotensitze der Hersteller die Hymer verbaut kommen ausnahmslos als Rohsitze, ohne Polsterung & Bezüge, (reine Rohrgestelle teilw. mit Drehkonsole) ins Werk. Hymer polstert & bezieht diese Sitze in Eigenregie. Das ein solcher Sitz im montierten Zustand dann mehr kostet als ein direkt bei z.B. bei ISRI gekaufter kann ich schon verstehen.

@Wilder Herzbube: Das verunglimpfen eines ganzen Berufsstandes, nur weil du meinst gewisse Verkaufsmethoden wären die Regel, finde ich persönlich nicht gut.

PS. wenn es ein Strukturvertrieb war, warst du nicht bei dem HM-Konzern, sondern dem Strukturvertrieb (HMI) angestellt. Auf einen Strukturvertrieb, der Produkte eines Konzerns anbietet, hat der Konzern was die Verkaufsmethoden betrifft kaum Einfluss..... Ebenso wie Wolfsburg keinen Einfluss darauf hat was der Autoverkäufer dem Kunden in München erzählt :wink:

Kerli am 21 Mär 2006 20:25:20

Hallo Seekater,

wir sollten solche "Händler" ruhig offen und ehrlich beim Namen nennen !

Wenn wir mit irgendwelchen Produkten oder Dienstleistungen zufrieden sind, wird das hier doch auch gepostet !

Also Seekater, raus mit der "Sprache" !

Mit besten n vom Jadebusen ( Nordsee )

Gast
:-)

[Admin] am 21 Mär 2006 21:07:59

Sowas passiert mir auch mitunter - aber ich finde Sitze absolut nicht aufregenswert, wenn man (wie ich seinerzeit) in einem Gerichtssaal bei einem Sorgerechtsverfahren sitzt und merkt, daß die Richterin weder weiß, was für ein Fall grad verhandelt wird, wie die Namen der Verfahrensbeteiligten lauten, welche Anträge gestellt wurden - und wo überhaupt die Akte ist. Das hat sie nicht weiter interessiert - sie hat die Verhandlung halt ohne Akte und auch ohne großartiges Interesse zu zeigen zu Ende geführt - und in Bezug auf diese Verhandlung einen Beschluß verkündet.

(sie wird ´ne Münze geworfen haben) :roll:

Adler am 21 Mär 2006 21:36:38

(sie wird ´ne Münze geworfen haben)



Und?

Musste jetzt Zahlen??

oder hast du auf die richtige Seite gesetzt???

[Admin] am 21 Mär 2006 21:43:06

Sorgerecht - nicht Unterhalt.
Die gewürfelte Entscheidung hat das gesamte Verfahren sinnlos um 1 Jahr verzögert.

Adler am 21 Mär 2006 21:50:00

Sch.....

und das nur weil jemand seinen Job nicht anständig macht....

und man(n) steht machtlos da und wundert sich...

dagegen sind Sitze allerdings eher nebensächlich :roll:

Wilder Herzbube am 21 Mär 2006 22:54:24

@ Dakota:
Eigentlich wollte ich auch noch ein weiteres Beispiel nennen, aber das KFZ-Gewerbe war ja schon von Seekater genannt worden :D

Ne, ganz im Ernst, Du scheinst ja ein bisschen über das Versicherungswesen zu wissen oder bist sogar einer der jenigen, die sich durch diese Branche ernähren. Falls es Dir hilft, ich bin auch versichert und habe auch einen guten Berater.
Vielleicht ist es auch wirklich nicht ganz fair, einfach dieses allein gestellte Beispiel dieser Branche zu nennen. Es gibt natürlich viele, viel zu viele schwarze Schafe in vielen Branchen.
Ich wollte nur ein "Bild" für die Hintergründe solcher Handlungsweisen schaffen. Allerdings könnte ich von mehreren Vertretern der Versicherungsbranche, von verschiedensten Gesellschaften, solche Beispiele nennen. Es ist immer sehr spannend, denen zuzuhören und mir ist aufgefallen, das kaum ein anderer Berufsstand mehr über die Probleme mit Abschlüssen und Auszahlungen zu erzählen haben. Die machen das auch alle irgendwie gerne.
Aber ich werde dieses hier tunlichst vermeiden, da sonst schnell eine Schlammschlacht entstehen kann und dafür ist diese Plattform wirklich nicht da.
Also, als Richtigstellung: Nicht nur im Versicherungsgewerbe gibt es Mitarbeiter, die durch finanzielle Vorteile den Kunden subjektiv oder unzureichend beraten. Ebenso gibt es im Versicherungsgewerbe auch kompetente Berater.
Ich hoffe, jetzt ist der Rasen wieder grün und die Vögel singen fröhliche Lieder
:knuddel:

aus Friesland

Stephan

Kerli am 22 Mär 2006 00:09:58

Wilder Herzbube hat geschrieben:
Ich hoffe, jetzt ist der Rasen wieder grün und die Vögel singen fröhliche Lieder

aus Friesland

Stephan



Hallo Herzbube Stephan,

welche Vögel ?
;-)

Wenn das so weitergeht wie z.B. auf Rügen,
singen bald nur noch die "Wiener Sängerknaben" unter der Leitung von Daniel Kübelböck fröhliche Lieder !
:D

So, ich mach mir erstmal 'ne Buddel Bölkstoff auf...........PROST Nachbar.

Mit

Gast
:-)

KaterCarlo am 22 Mär 2006 11:28:40

Sorry liebe Leute, aber die Frage war doch:

„Wieviel Provision braucht ein WoMo-Verkäufer bis er ein Interesse hat zu verkaufen??“

Und prompt kam die Antwort:
hast Du es denn noch gar nicht gewusst? Du lebst doch
in der Service-Wüste Deutschland.
Was verlangst Du denn nur?

Also Leute, wenn es eine „Service-Wüste Deutschland“ gibt, dann sage ich:

Es gibt auch eine “ „Kunden-Wüste Deutschland“.


Fast täglich habe ich Kundenkontakte die zunächst einmal mit einem ausführlichen Beratungsgespräch beginnen und dann mit dem Hinweis des vermeintlichen Kunden enden:

„Ich werde mal bei eBay nachsehen, was da so etwas kostet und die Vorgehensweise bei der Ausführung haben sie mir ja vortrefflich beschrieben, so dass ich daran denke die Sache selbst in die Hand zu nehmen oder durch einen „befreundeten Nachbarn machen zu lassen.“

Meist entlasse ich diese „Kunden“ dann mit dem Hinweis, das er doch bitteschön gleich bei eBay mit nachsehen sollte, ob er nicht „fürn Schnäppchenpreis „SofortKauf““ auch eine Rentenanwartschaft ersteigern kann?

Ist doch ein echt cooler Gedanke!!

Ich frage jetzt einmal hier in diese Runde:

„Wo list denn für mich und meine sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern die ich beschäftige die Wertschöpfung bei diesen Beratungen.

Fest steht allerdings eines, ich habe

monatlich Löhne zu zahlen,
monatlich Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung zu zahlen,
monatlich Versicherungsbeiträge bei der Berufsgenossenschaft zu zahlen,
monatlich Kosten für die Betriebsfahrzeuge zu zahlen,
monatlich diverse Telefonrechnungen zu zahlen,
monatlich diverse betriebliche Versicherung zu zahlen,
monatlich Strom, Licht Wasser und Heizung zu zahlen,
und für den Murks den meine Mitarbeiter leider schon das Eine oder Andere mal produzieren bin ich auch noch verantwortlich und muss dann letztendlich auch dafür zahlen!

Also bitteschön, sage mir bitte mal jemand wie das funktionieren soll??

Und diesen doofen Servicewüstenspruch kann ich mittlerweile nicht mehr hören. Wenn es nach dem Verursacherprinzip ginge trägt der typische neuzeitliche (eBay) Kunde eine sehr große Mitschuld an dieser Wüstensituation!

Da nutzt auch eine lupenreine eBay Bewertungszahl nichts mehr!

bastelwastel am 22 Mär 2006 11:59:30

Also, ich habe noch nie was bei e-bay ersteigert. Ich gehöre zu den Leuten die wissen wollen an wen sie sich zu wenden haben wenn es schief gegangen ist.
Ich bin damit bis jetzt immer gut gefahren. Und wenn ein Einzelhändler mich gut beraten hat, dann kaufe ich auch mit gutem Gewissen dort. Nur wenn er mich nicht gut beraten hat, dann sagt mir mein Bauch zu dem Geschäft eher Nein und ich schaue mich anderweitig um.
Daher dauert es jetzt ja auch schon ewig bis ich meinen TFT Fernseher habe.

KaterCarlo am 22 Mär 2006 22:09:48

Nachdem ich mich nun wieder beruhigt habe und gesehen habe das eBay diese Forum anscheinend sponsort, will ich nur noch sagen, dass ich eBay auch Klasse finde. Ich brauche nun nicht mehr die städtische Sperrmüll anzurufen, sondern setze alles in eBay rein und kriege auch sogar noch Geld für meinen Schrott!

Bitte nicht so ernst nehmen meine Beiträge!

[Admin] am 22 Mär 2006 22:23:13

Hallo Karl,

eBay "sponsert" überhaupt nix.
Es gibt hier lediglich eBay Banner von einem Drittanbieter und ich krieg ein paar Cent, wenn da mal einer draufklickt.

Ich sehe das Problem wo anders. Der Kunde sagt: die Händler und Handwerker sind zu teuer, sie sind schuld. Der Händler oder Handwerker sagt: die Lohnnebenkosten und die Steuern sind zu hoch, der Staat ist schuld. Der Staat sagt: die Bürger wollen immer schönere Strassen, Arbeitsmarktprogramme und höhere Renten - und so geht das Reih um. Also ist das System schuld. Dummerweise haben unzählige Bürger in den letzten paar hundert Jahren alles an Systemen durchexerzieren müssen, was der Menschheit so an Systemen eingefallen ist - und keins hat etwas getaugt. Und solange sich keiner eine Alternative zum bestehenden System einfallen läßt - und alle wieder fleißig mitprobieren :D ............ bleibt´s ganz einfach so, wie es ist..................
(oder wird immer noch ein bisschen schlimmer) :wink:

GoldenAisha am 22 Mär 2006 22:43:19

@bastelwastel
"Daher dauert es jetzt ja auch schon ewig bis ich meinen TFT Fernseher habe"

Du bist ja auch ein Schwabe :D :D

Sorry, nicht böse sein - bin ja selbst ein Schwäble. Aber das hat jetzt gerade so gut gepasst, das musste ich einfach los werden :)

Liebe in meine Heimat
Solveig

Stiene am 22 Mär 2006 23:19:01

Hallöchen,

in unserer Zeitung standen heute (Leserbrief) super Vorschläge, das System bei uns zu verändern.
Ich zitiere mal:
Als Reaktion auf die Verblödung bei Industrie und Politik sollten auch wir Verbraucher uns nicht länger scheuen, über "innovative Geschäftsmodelle" nachzudenken. Eine Gebühr für freiwillig oder unfreiwillig wahrgenommene Werbung könnte ein Anfang sein. Auch für das Ausfüllen der Steuererklärung könnte man ja dem Finanzamt ein bis zwei Monatsgehälter in Rechnung stellen. Wir müssen nur selbstbewusst unseren Status als Verbraucher zum werthaltigen Wirtschaftsgut erklären.

Also ich finde die Vorschläge einfach genial......wenn auch schmunzelnder Weise.

, Stiene

bastelwastel am 23 Mär 2006 07:25:38

Nich ich bin kein Schwabe, ich bin zwangsumgesiedelter Saarländer

KaterCarlo am 23 Mär 2006 08:45:29

Dirk hat geschrieben:Hallo Karl,
Ich sehe das Problem wo anders. Der Kunde sagt: die Händler und Handwerker sind zu teuer, sie sind schuld. Der Händler oder Handwerker sagt: die Lohnnebenkosten und die Steuern sind zu hoch, der Staat ist schuld. Der Staat sagt: die Bürger wollen immer schönere Strassen, Arbeitsmarktprogramme und höhere Renten - und so geht das Reih um. Also ist das System schuld. Dummerweise haben unzählige Bürger in den letzten paar hundert Jahren alles an Systemen durchexerzieren müssen, was der Menschheit so an Systemen eingefallen ist - und keins hat etwas getaugt. Und solange sich keiner eine Alternative zum bestehenden System einfallen läßt - und alle wieder fleißig mitprobieren :D ............ bleibt´s ganz einfach so, wie es ist..................
:


Hallo Dirk,

ich darf das sicher auch etwas differenzierter sehen.

Mitte der 50er Jahre habe ich in der Schule einmal gelernt, dass bei uns im Westen der Bürger das „System“ ist. Unser „Westsystem“ hat ja auch einige Jahrzehnte für die „Macher“ und „Fleißigen“ prima funktioniert.

Anders als im Osten! (Nach meinem bescheidenen Kenntnisstand!)

Erst die Öffnung der Märkte hat unser System nun mittlerweile fast zum Absturz gebracht. Schaue einmal, nur als Beispiel, hier bei uns auf den Parkplätzen von Opel, VW und Ford an, Du wirst sehen, das die dort Beschäftigten nicht einmal mehr in der Lage sind, Ihre selbst hergestellten Fahrzeuge zu kaufen.

Weil eben für viele Arbeiter zu teuer!

Nun die Politik hat sich ja in den vergangenen Jahren immer rausgeredet mit dem Hinweis: „Wir sind Exportweltmeister!!“

Aber was bedeutet das denn wirklich??

Das bedeutet, das zB. die Autoindustrie Ihre Fahrzeuge noch (gezwungenermaßen) auf Grund von Druck der Politik derzeit nur noch ihre Fahrzeuge bei uns „Zusammentackern“.

Was nützt uns diese Exportweltmeisterschaft, wenn wir uns nix dafür kaufen können??

Eine vernünftige Wertschöpfung, davon lebt nun mal unser System, findet hier nicht mehr und wenn überhaupt nur noch im sehr begrenzten Umfang statt! Die von unserem Staat dringend benötigte Steuereinnahmen, damit unser „System“ weiter funktioniert bleiben einfach aus, aber die Ansprüche der Bürger steigen ständig, weil zB. Arbeitsplätze wegbrechen und somit unser Sozialversicherungssystem einfach nicht mehr funktionieren kann. Ein Teufelskreis, aus dem es sicher so leicht kein Entrinnen gibt. Aus diesem Grund versucht nun (fast) jeder „sein Heil in der Flucht aus diesem System zu finden.

Unser altes Solidaritätssystem ist nun out!

Die Schnäppchenjäger haben derzeit Konjunktur!

Noch einen Hinweis für Seekater:

Ich denke, dass Du ganz sicher nicht wolltest, dass die Diskussion in diese Richtung geht. Sorry, aber es musste mel sein!

Seekater am 23 Mär 2006 10:22:54

KaterCarlo hat geschrieben:....Noch einen Hinweis für Seekater:

Ich denke, dass Du ganz sicher nicht wolltest, dass die Diskussion in diese Richtung geht. Sorry, aber es musste mel sein!



Hallo Karl,

das macht doch nichts, der thematische Ausflug hat durchaus auch sein gutes. Ich will mal versuchen die Brücke zu schlagen:

Für mich war - bei meiner Sitzsuche - von Anfang an maßgeblich, daß eine gaaaanz ausführliche Sitzprobe vor dem Kauf notwendig ist. Vor allen Dingen eine ausführliche - ich hatte ja auch die Seriensitze geprobt und die jetzt bestehenden Probleme bei kurzem Sitzen nicht bemerkt.

Im Vorfelde zur geschilderten Story, hat mir schon ein Händler den Kauf und Einbau von Sportscraft-Sitzen angeboten, sowie meine freie Servicewerkstatt den Kauf und Einbau beliebiger Sitze. Beide jedoch ohne die Möglichkeit einer Sitzprobe vor der Kaufentscheidung.

An den aguti-Sitzen (ein Foren-Tip) bin ich aus zwei Gründen hängen geblieben - genau passend für meinen Anwendungsfall (Transit, Drehkonsole) UND bei Eura in Serie, also die Möglichkeit der Sitzprobe bei Eura.

Eben weil ich die ausführliche Sitzprobe dann beim Eura-Händler machen konnte, eben weil er Ausstellungsfahrzeuge hat, eben weil ich in Ruhe in dessen Halle längere Zeit in einem Fahrzeug mit diesen Sitzen war - auch wenn er mich nicht beraten hat (sondern der Tip aus den Foren stammt) - war ich bereit das zu honorieren, die Sitze dort zu kaufen und auch dort einbauen zu lassen. Ich hatte mir auch im Vorfelde überlegt, was ich an Mehrpreis bereit bin aufzugeben: ca. 250,-- Euro hätte ich problemlos akzeptiert. Wenn's ein bischen nett im Umfeld gewesen wäre, Bedienung, Kaffee, zuverlässiger Rückruf etc. vielleicht auch mehr.

Doch zum einen scheint's ja fraglich zu sein, ob dafür es bei Eura über deren Logistik machbar gewesen wäre. Ausweg wäre gewesen, daß der Händler direkt bei aguti bestellt. Dann wären die 250,-- Euro ein guter Lohn für die Abwicklung eine Bestellung und den Einbau zweier Sitze gewesen, ja sogar ein bischen Mischkalkulateion für die Nutzung des Eura-Ausstellungsfahrzeug. Und für mich wär's eine Risikovermeidung gewesen, ich habe kein Gerenne wenn mal was nicht paßt, eine Werkstatt macht's für mich. Also nur Gewinner.

Doch wie sah's aus......... keiner "will" diese 250,-- Euro verdienen. Keiner kommt überhaupt auf die Idee, daß da - ohne große Mühen - etwas zu "holen" ist. Will ich die Sitze haben, die ja nun die einzigsten sind die passen und bei denen ich die ausführliche Sitzprobe machen konnte, MUSS ich sie mir selbst einbauen, ob ich will oder nicht...........

Was ich ja nun getan habe. Und ich konnte feststellen: Es geht auch anders. Der Service von aguti ist excellent - natürlich auf einer anderen Ebene: Telefon und Mail. Hier wird zurückgerufen und zwar zuverlässig. Ich bin nun schlauer, habe technische Zeichnungen von aguti gelesen, montiert und geschraubt. Ich kann zwar das jetzt vorhandene Wissen kaum anwenden - ich bin kein WoMo-Händler - doch ich hab's. Die die's dringender bräuchten, die Verkäufer, die Werkstätten im WoMo-Sektor, haben das KnowHow anscheinend nicht nötig, weil sie anderweitig - einfacher - Ihr Geld verdienen können. Eben mit den schon zitierten Kunden aus der Kundenwüste.

Paßt doch alles zusammen oder ?



Seekater

Gast am 23 Mär 2006 11:14:16

Er hatte Glück gehabt. Das Leben auf der Sonnenseite, ob wohl es anfänglich nicht danach aussah. Anfang der 80´ger war es in eine Branche mit Zukunft eingestiegen. Auch die Deregulierung und Globalisierung, gegen die viele andere protestierten, ihm war sie egal. Er wollte nur eines: Noch mehr Geld verdienen, noch mehr Luxus leben noch weniger Stunden arbeiten.

Die Wiedervereinigung: Er jubelte mit Millionen anderer, neue Chancen – noch mehr Geld zu verdienen. Der aufstieg war steil, mittlere 6´stellige Jahreseinkünfte gaben ihm das Gefühl unschlagbar zu sein. Gekauft wurde was verkäuflich war , er investierte wieder in den Geldkreislauf, ja - er hielt die Wirtschaft am laufen.

Deregulierung des Marktes, Anfang der 90´ger noch mehr Chancen, noch mehr Geld zu verdienen. EU-Erweiterung – ha! Toll ! Noch mehr Chancen

Doch die Wirklichkeit holte Fritzchen bald ein, Deregulierung, Globalisierung und EU-Erweiterung... plötzlich Worte über die er nachdachte. Nach Jahren des Höhenflugs kamen nun die Auswirkungen der Worte, die er Anfang der 80´ger kaum schreiben konnte.

Es wäre ja nicht so tragisch gewesen, ein wenig konnte er schon abgeben. Nur leider mochten die großen Lenker der Wirtschaftsunternehmen, deren Aktien er hortete, seine Rufe nicht vernehmen. Wie auch, gesteuert durch neue Schlagworte wie Gewinnoptimierung, Humankapital und Shareholder Value und im selben globalisierten Giergedanken gefangen aus dem er sich gerade löste.

Es war Zeit mehr Eingeständnisse zu machen, mehr Stunden, mehr Arbeit zu nicht mehr Geld. Doch auch hier merkte er bald, ein Läufer war er nicht mehr. Fett und träge geworden in den Jahren, stolpert er mehr, als das er rennt.

Gut wenn es so ist, dann müssen wir das Silber verkaufen und kleine Brötchen essen. Wird schon wieder..... Sein erspartes gibt er nur noch auch wenn’s unbedingt sein muss, na ja Urlaub und Auto mal ausgenommen. Ansonsten ist da zum sparen keine Luft mehr. Und obwohl der älteste der drei Nachkommen schon den 3ér hat muss sich die Familie mit 2 PKW begnügen, der Zuffenhausener ist eh schon verkauft - aber die Limo aus Stuttgart auch nicht sooo schlecht , 4 PC´s - die Kinder brauchens für die Schule, 5 Handys - jeder muss erreichbar sein, Tennisclub, Kino, Solarium, 2 x 2 Wochen Ibizza ist auch kein Luxus.....

Er trägt sein Geld zum Metrokonzern, der Elektrohändler an der Ecke war ja auch nie sein Kunde und keine AG, dessen Aktien er in der Hoffung auf eine Trendwende hält ist er auch nicht.... Jeder ist sich halt selbst der nächste.

Zum Tanke fährt er 20 km über die Grenze nach Polen...... Ja, er gehört noch zu den prevelegierten. Abends sitzt er vor der Glotze und hofft insgeheim das die Bilder aus der Ukraine ihn nicht einholen, noch ein Bier – dann schläft er ein...... hoffentlich ist alles nur ein böser Traum

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