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Hallo Forum! Bin neu hier, denn ich will mir endlich den WoMo Traum erfüllen und mich hier vorab ein wenig kluglesen. Zu meiner ersten Frage: Welches Fahrzeug ("Citroen, Fiat, Ford ... s. Betreff)? Finde ich aber schon keine Antwort, bei vielen Angeboten ist die "Basis" scheinbar noch nicht einmal erwähnenswert? Man kann oft nur an den Bildern erkennen, was angeboten wird. Dagegen scheint der Aus- (oder Auf-?) -Bau immer erwähnenswert, ob "Dethleffs, Hymer, Pössl" und co. Wie kommt das? Spielt die Basis echt (fast) keine Rolle? Beim PKW-Kauf war das für mich bisher auch immer zumindest EIN Kriterium. Gibt es dazu hier Empfehlungen? Evt. auch zum Motor (kW/Hubraum)? Danke schon mal für alle Tipps, worauf man achten sollte beim WoMo-Kauf! Die Basis ist eben der Kompromiss, solange das Wohnen oder das normale Reisen im Vordergrund stehen. Was möchtest Du denn mit dem Haus auf Rädern machen? Möglichst oft wegfahren! Zu zweit, gern kurze Städtetrips am WE (also "parkplatztauglich", bis max ca. 5,99m?), aber auch "wohntauglich", um mal 2-3 Monate unterwegs zu sein (in Europa, gern auch im Norden, auch deswegen -Fähre-, max 5,99m). Aber auch in den Alpen, also sollte der Motor für Steigungen stark genug sein. Nach meinen Beobachtungen gibt es bei den Basisfahrzeugen zunächst mal nur zwei Segmente: High End: Sprinter/Crafter, hin und wieder Iveco der Rest: Transit und Ducato/Jumper/Boxer. Jumper/Boxer haben PSA-Motoren, die mit einem bestimmten Motor im Transit verwandt sind (in Foren PUMA genannt), während Fiat im Ducato eine eigene Maschine verbaut. Renault spielt im Womo Bereich so gut wie keine Rolle. Bei jeder Maschine findest Du durch Internetrecherche typische dokumentierte Zipperlein. Am problematischsten ist bei bestimmten Jahrgängen der in den meisten Transit-Modellen verbaute Motor. Von dem haben auch die Motoren in den PSA-Fahrzeugen den schlechten Ruf geerbt, obwohl die Motoren nicht identisch sind und nur wenige konkrete Berichte über Probleme vorliegen. Das Gros der Fahrzeuge basiert auf Dukato, danach noch allerhand Transits. Der Rest läuft unter ferner liefen. Allen Fahrzeugen gemeinsam ist, dass es Nutzfahrzeuge sind, deren Karosserien in Hinblickauf den Korrosionsschutz nicht den im PKW-Bereich üblichen Standards genügen. Besonders berüchtigt in dieser Hinsicht sind weiße Sprinter. Genrell kommt es in der Tat eher auf das Womo an. Wenn das konzeptionell passt, kauft man das halt mit dem Fahrzeug, mit dem das angeboten wird. Anders ist das nur bei den Individualbauten. Da kauft sich der Kunde ein Auto und lässt sich daraus ein Womo machen. PS: Je nach Größe des Fahrzeugs und dessen Einsatzbereich, ist die Frage der angetriebenen Achsen noch von Bedeutung. Die Anforderung eines Heckantriebs schränkt die Zahl der in Frage kommenden Fahrzeuge z.B. erheblich ein, von 4x4 gar nicht zu reden. vor der Frage steht wohl jeder mal. Wir haben im Dezember 2014 einen Renault gekauft. 1. Wahl war das nicht aber der Aufbau von Knaus hat uns gefallen. Beim Händler stand gleich daneben ein Fiat mit 130 PS und Automatik, den hätte ich lieber gehabt. Aber da hatte der Aufbau einen Mangel, eine viel zu steile Sitzgruppe, man saß bescheiden. Wir mussten abwägen zwischen wohlfühlen beim wohnen und Ausstattung beim Fahren. Der Kompromiß viel mir schwerer als meiner Frau. Ich hätte gern mehr Technik gehabt, meine Frau wollte wohnen. Nun fahren wir den Renault und ich finde die Fahrleistung mit 114 PS ganz ok. Klar, wenn ich im Lotto gewinne fahre ich dieses Fahrzeug nicht mehr aber so lange bringt mich der Renault dahin wo wir hin wollen. Vielleicht zäumst du das Pferd mal von hinten auf und fragst dich was ger nicht geht und klammerst das dann aus. Bei uns war das ein Ford Motor, Etagenbetten, Hubbett und frz. Bett mit schräger Ecke. So konnten wir die Händler abklappern und direkt nur die ansehen die diese Ausschlußkriterien nicht hatten. Da bleiben am Ende nicht so viele Fahrzeuge über. Und eines davon kauft man dann. .......und halt immer daran denken: Die Anschaffung eines Wohnmobiles ist eine Geldvernichtungsmaschine ersten Ranges. Wenn, ja wenn man in der Lage ist unter dem Strich alle Kosten zu Addieren. MfG kheinz
Widerspruch! Geld wird nicht vernichtet, es wechselt nur den Besitzer. :D
Wobei es da wohl sehr große Unterschiede gibt: Kastenwagen/Aufbau Winterfahrer/oder nicht. Mein 1992er Ducato(Alkoven) z.B. stand >10 Jahre im Freien, wurde im Winter aber nicht gefahren, die anderen >10 Jahre vermutlich das gleiche. Trotzdem hatte er nur eine wirklich rostige Stelle und das war ein kleiner Fleck an der Windschutzscheibe. Der Rest nur oberflächlich (bei ~20Jahren und wenig Streicheleinheiten). Man kann also Glück haben. Dafür hatte ich einen Wasserschaden :-( RK Hallo Zulu, es wurde schon viel Richtges geschrieben. Fakt ist, dass in der wohnmobilen Unter- und Mittelklasse die Basis wirklich keine entscheidende Rolle spielt. Dort wird verbaut, was der Aufbauhersteller gerade am günstigsten einkaufen kann. Dort ist der Preiskampf so stark, dass für Extrawünsche bei der Basis kein Spielraum bleibt. Geht es dann in Richtung Oberklasse bzw. Individualaus- aufbau, hat der Kunde meistens die Wahl bei der Basis. Dort dominieren dann tatsächlich MB Sprinter, VW Crafter und Iveco Daily, oft auch als Allradvarianten. Du merkst, letztendlich hängt alles davon ab, was Du bereit bist zu investieren.... :wink: Roman Hallo Zulu, unser Rat an Euch. Ausleihen und erst kaufen wenn Ihr wisst was ihr braucht / euch gefällt. Es gibt nicht das "Wohnmobil" sondern immer nur Kompromisse. Dem einen gefällt das und dem anderen nicht. Mietet mal einige Mobile. Das ist in eurem Fall gut angelegtes Geld. Ihr werdet sehr schnell die Unterschiede sehen / erfahren und Euren "Kompromiss" finden.Viel Spaß. Dieter
Hallo Dieter, der TO fragt ganz gezielt nach der Basis und nicht nach dem "richtigen" Womo. Und da erweckt Dein Rat den Eindruck bei ihm, dass er wählen könnte. Und das kann er nun mal in einer bestimmten Preisklasse nicht..... :wink: Roman
Stimmt nicht, Boot fahren ist die teuerste Art unbequem zu reisen ! :) Harald Hallo Roman, mir ist schon klar was Du sagen willst. Trotzdem sollte Zulu erstmal erfahrungen sammeln. Ich bin mit unserem Renault Master mit 3 Liter Motor sehr zufrieden und würde ihn wieder kaufen.Der Aufbau ist eben Italienisch, gute Aufteilung schlechte Verarbeitung. Es ist alles eine frage des Geldes. Ich sehe immer das "Gesamtpaket". Beim Autokauf ist die Angebotpalette viel größer vom Dacia bis zum Maybach geht alles. Bei Wohnmobilen beschränkt sich die Auswahl auf wenige Hersteller. Welche ist der Beste? Das wird etwas zum Glaubenskrieg. Wir kennen Zulus Vorstellungen / Kontostand zuwenig um da eine eindeutige Empfehlung zu geben. Ich sage immer "Vom lesen hat noch keiner Fahrradfahren gelernt ". Dieter
Hab ich auch festgestellt. Ich suchte ein wenige Jahres altes günstiges Alkovenwomo. Das Cockpit brauchte ich mir gar nicht anschauen. Es waren ALLE irgendwie infragekommenden Fahrzeuge 250er Ducatos (IMHO sogar alle 130er). RK Also ich hätte gern eine Renault Master-Basis gehabt. Aus Erfahrung (Transporterbereich) muss ich sagen: Äußerst solide und robust. Aber gut, unser Womo hat halt die Ducato-Basis. Nach diversen Abdicht-Arbeiten (wegen des berühmten Wassereinbruchs mit Gefahr eines Motorschadens) und anderen Verbesserungen bin ich mit der FIAT-Basis auch nicht unzufrieden.
Hier im zweiten Beitrag wird doch eigentlich alles gesagt: Es geht in erster Linie um die Nutzung, also "wohntauglich" für längere Touren, Längenvorstellung ist auch gegeben ("parkplatztauglich"), und somit läuft alles darauf hinaus, wie es ja auch der allgemeine Tenor ist, dass der Aufbau entscheidend ist, also der Wohnraum! Ich wüsste jetzt z.B. nicht, warum z.B. in Sprinter als Basis die Oberklasse sein sollte und ein Ducato "nur" Mittelklasse... Gerade wenn es um Gebrauchte geht ist der Pflegezustand entscheidend. Ich habe wesentlich mehr verrottete und verrostete Sprinter gesehen als rostige gleichaltrige Ducatos (ab Mitte der 90er voll verzinkt...)... Jedes Basisfahrzeug hat seine Vor- und Nachteile, je nachdem, was man sich wünscht... Da die allermeisten Womos auf Ducato oder baugleichen Marken unterwegs sind und man da jetzt im Verhältnis auch nicht mehr (wenn man die Ford-Motorenproblematik berücksichtigt sogar weniger) Klagen hört kann das nicht soo falsch sein. Verbrauch ist relativ gering, Haltbarkeit nicht geringer als bei anderen Marken, sodass ich grundsätzlich, wie es die allermeisten Womo-Fahrer auch tun, Wert auf die Aufbauqualität, Ausstattung und vor allem Raumaufteilung legen würde.. Beim PKW geht es mir z.B. so, dass mir die Marke egal ist! Für mich zählt auch da das Preis-Leistungs-Verhältnis und eine gewisse Mindestausstattung sowie das Platzangebot, da ich nicht gerade klein bin und als Vielfahrer eine angenehme Sitzposition wichtig ist... Boah ... hier ist ja richtig was los! Danke, Leute, für die vielen Kommentare und Hinweise! Hier kann man echt was lernen!! Gut, dann ist die Basis also (relativ) egal, in der Preisklasse, in der ich schaue (bis max. 50k "all incl." ...) werden eh meist Fiat oder Citroen angeboten. Zu alt sollte das Gefährt schließlich auch nicht sein, also kommt die Premiumklasse schon mal nicht infrage. Ein paar Fragen hab ich noch: Manchmal steht bei den Angeboten etwas von "fester Gas-Einfüllstutzen" (oder so ähnlich), was bedeutet das? Ich dachte, im WoMo stehen Gasflaschen zum Wechseln? Meist scheint Platz für 2 x 11 kg Flaschen zu sein. Gibt es Gründe, nicht nur auf die Länge, sondern auch auf die Höhe zu achten? Und was spricht für eine "Heckgarage" (mit Platz für zwei Räder z.B.) vs. Fahrradträger? Gut, die Länge ... dann sind die sechs m schnell überschritten ... Danke nochmal für alle Tipps!
Maut, in F z.B. über 3m merkbar teurer. Höhenbegrenzungen an der Straße sind nur sehr selten ein Problem, das man z.B. mit 2,8m nicht hätte. Evt. noch die Unterbringung, wenn der Carport nicht höher ist/sein darf. IMHO ist aber die Länge (und auch die Breite) eher hinderlich als die Höhe.
Die Länge hast du außen wie innen. Für 2 Räder muß die Garage eine gewisse Länge haben. Diebstahlschutz, Schmutz. Außerdem ist eine Garage auch für vieles anderes praktisch. Besonders für den Sport hat man ja meist viel unterzubringen, was nicht hinein kann oder soll und dort auch keinen Platz finden würde. RK Für mich war die Basis schon wichtig, auch im unteren Preissegment, in dem ich mich bewege. Da ich weder eine Basis wollte, bei denen gewisse Motoren reihenweise den Kolbentod sterben, noch eine, bei der im Winter genialerweise Teile des Motors einfrieren, war ich froh, dass es auch Renault gibt. Mein 145-PS-grüne-Plakette-Renault fährt geschmeidig und trotzdem sparsam und macht mir Spaß. Auch wenn er schon Reparaturen hatte, würde ich nicht nur jederzeit wieder einen Renault kaufen, sondern sogar gezielt danach suchen. Und von den Renault-Fahrern hier im Forum liest man eigentlich auch nur Gutes. Frank Stimmt, Renault käme auch infrage - nur niemals (wieder) Ford. Hallo, Renault ist mit Sicherheit eine gute Basis. Die hätte ich auch gern genommen. Nur tut man Ford etwas unrecht. Jeder Hersteller baut mal Schrottmodelle. Ich kann zwar verstehen, dass die Motor-Geschädigten die Nase voll haben. Man sollte aber annehmen, dass das Problem nun ausgestanden und das ganz neue Modell auch so deutlich verbessert ist oder irre ich? Nur hatte ich z.B. keine Lust mich bei den Gebrauchten mit der Motorproblematik von Ford auseinanderzusetzen. Welches Bj ist betroffen, welcher Motor usw. Da habe ich Ford lieber ausgeklammert. Nach meinem Empfinden stehen die Gebrauchten mit Ford Motor wie Blei beim Händler. Hallo zulu, über Renault (als Basis) wirst Du hier kaum Negatives lesen.
Der 3,0 Liter Motor kommt jedoch von Nissan und geniest einen hervorragenden Ruf, von Renault kann man das nicht behaupten. Hallo vario614, Renault Master / Nissan Interstar / Opel Muvano sind Baugleich. Kenne und liebe meine Nissan Motor. (Marder liebt den Schlauch vom Turbolader) Dieter Renault (und nicht nur Nissan) baut sehr gute, langlebige Motoren. Wir konnten nie klagen.
Unserer im Trafic - allerdings von SOFIM (I) hergestellt - kann das bestätigen. |
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