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Südtirol 2015 1, 2


Ruhrpottvoller am 11 Mai 2015 13:38:53

Berge, Täler Und Seentour in Südtirol - Mai 2015

Hallo zusammen. Als kleines Dankeschön für eure vielen Tipps wollen wir euch an unserer Reise teilnehmen lassen. Papa wie ich mein Herrchen nenne ist immer noch mit planen beschäftigt, so daß er keine Zeit hat was zu schreiben. Da hab ich mir gedacht ich übernehme das für Ihn. Erst mal stelle ich mich vor.
Bild im Alter von einem Jahr


Ich heiße „Shadow“ ( sollte mal Socke heißen, da ich drei weiße Pfoten habe die aussehen als hätte ich Socken an), bin jetzt 6 Jahre und wurde als Labrador-Collie Mischling an meine Rudelführer verkauft. Wo bei mir, außer der Farbe ein Labrador drin sein soll weiß ich auch nicht ( außer dem guten Charakter innerhalb der Familie ). Schwimmen tue ich überhaupt nicht gerne außer es gibt Enten im Teich. Ich meine das ich eher ein Schäferhund – Collie Mix bin, falls es die in Spanien (ja, ich bin ein Senor) überhaupt gibt. Meine Rudelführer haben das mal testen lassen. Zu 80% habe ich die Charaktereigenschaften eines Border-Collies. Das macht das ganze für mein Rudel auch so schwierig. Ich arbeite, hüte, jage gerne. Da die keine Schafe haben hüte ich eben Autos, Kinder, Jogger halt alles was sich bewegt. Das haben die mir aber größtenteils abtrainiert. Man sagt in Border – Collie Kreisen ein gut ausgelasteter Border-Collie übernimmt Arbeit von 10 Männern, ein schlecht ausgelasteter Border macht Arbeit für 10 Männer.
Also, auslasten tun die mich schon. 3-4 Stunden Auslauf mit toller Beschäftigung gibt’s eigentlich täglich. Aber es könnt schon ein bissl mehr sein. Deshalb freue ich mich auch auf den Urlaub so sehr. Den ganzen Tag draußen, entweder beim wandern oder beim dösen vor dem Wohnmobil, das ist ganz bestimmt mein Ding. Größere Städte werden meine Rudelführer gänzlich meiden. Denn ich bin so zu sagen ein „Leinenterrorist“ wenn andere Rüden in der Nähe sind. Die Mädelz sind alle mein wenn die ein gutes Parfüm aufgelegt haben!!! Morgen, übermorgen werde ich von dem rollenden Üngetüm berichten, was die nächsten 3 Wochen ab Donnerstag mein zu Hause ist. Das wird wieder was, veränderungen mag ich natürlich gar nicht, denn ich bin ein kleines " Sensiblchen" So das wars erst mal von meiner Seite.

Bis dann

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Anne42 am 11 Mai 2015 22:08:29

da bin ich aber mal gespannt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ruhrpottvoller am 13 Mai 2015 00:04:09

Wau Wau
oder Servus und Grüß Gott wie es ab Freitag heißt.
Hier schon mal ein paar Bilder von dem Ungetüm das die Rudelführer heute abgeholt haben.





Also ein ganz schönes Geschoss datt dingen wenn man sonst nur ein Opel Astra gewöhnt ist :lol: Ist zwar riesig dat dingen aber viel weniger Platz als zu Hause. Aber Papa hat ja erwähnt das keine Tagesroute in Südtirol länger als 100 km ist. Das halte ich durch. Danach dann immer Natur pur und Freiheit für Shadow
..........dann kann ich damit leben. Na ja, Freiheit für Shadow wirds auch in Südtirol nicht geben. Ich bin nämlich ein begeisternder Jäger. Und das finden meine Rudelführer gar nicht so gut wie ich. Also gibts warscheinlich den Jäger nur an der Leine. Sobald es los geht werde ich berichten. Bis dann.

Apropo Sensibelchen, paaaah, wer? Ich doch nicht. Bin sofort einmal reingegangen zum schnuppern. Papa war drin und hat mich mit richtig tollen Leckers gelockt. Da war die Versuchung doch zu groß. Na ja, aufgeregt war ich schon, aber Angst sieht anders aus :lach:

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pera9442 am 13 Mai 2015 00:41:54

Hallo "Halb-Bruder" Shadow,

endlich schreibt mal einer, den ich verstehe.....

Find Deinen Bericht ganz toll, das mal aus ner anderen Perspektive zu schreiben (meint mein anderes Ende der Leine übrigens auch).
Bin gespannt, wie es bei Dir weitergeht, und wie Du die Reisen erlebst.

Feundliches Wau
Balou

Halbbruder deshalb, weil meine andere Hälfte wohl ein Retriever sein soll. Und meine Labradorseite liebt geradezu das Wasser, egal zu welcher Jahreszeit und Temperatur. Bald krieg ich Schwimmhäute zwischen den Tatzen.

Poldi am 13 Mai 2015 06:34:21

Danke für diese schöne Idee, den Hund sprechen zu lassen. :gut: Die werden sowieso viel zu wenig gefragt. :lach: Da kann man ja wirklich gespannt sein, was er sonst noch so ausplaudert. :D

klaus

schnappi am 15 Mai 2015 17:39:26

Euer Hund ist einfach wunderbar, könnte man sich richtig verlieben.

sommermaerchen am 15 Mai 2015 18:14:38

Klasse Idee. Unser Hund und wir freuen uns auf den Bericht.


Rüdiger

leoline am 16 Mai 2015 15:33:28

Klasse! Wir freuen uns schon sehr auf euren Bericht! Unsere Yenni (Leonberger) ist ja grad mit uns wieder daheim nach drei Wochen Urlaub im Wohnmobil - ist auch ein Sensibelchen und mag keine langen Strecken, Serpentinen fahren schon gar nicht (wir waren im Erzgebirge, da gabs die leider häufig). Da haben wir dann auch manchmal nur 50 km am Tag gemacht. Aber sonst hat es ihr Spaß gemacht, jeden Tag (oder auch manchmal nur jeden 3. oder 4.,, wenn es irgendwo besonders schön war) etwas anderes zu sehen und zu schnuppern.
Viel Spaß und allzeit gute Fahrt!

Ruhrpottvoller am 05 Jun 2015 09:51:55

Dinge die die Welt doch braucht.............................................!

Hallo ihr Vier und Zweibeinigen Pfoten. Was soll ich euch bellen. Wir sind unbeschadet im Ruhrgebiet und im Sommer zurück. Ich wusste schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt bis spät in die Nacht bei lauen Temperaturen im Freien zu liegen. Erst mal vorne weg. Mir hat das gar nicht so viel ausgemacht mit den Temperaturen, aber die beiden am anderen Ende der Leine haben immer gestöhnt. Weniger Regen am Anfang unserer Tour wäre schön gewesen denn Regen mag ich gar nicht so. Ich wollte euch ja eigentlich live aus dem Urlaub berichten. Und da kommen wir zu den Dingen die die Welt doch braucht.................!
Aber ich kann mich nicht um alles kümmern. Futter und Wassernapf, LecGast für unterwegs, Spielzeug für mich (falls die beiden mal keine Zeit für mich haben), dat olle Drahtdingen was die Zweipfoter Bürste nennen zum kämmen (weil ich mich so gerne wälze, manchmal auch in, ihr wisst schon was ich meine, oder), 3 verschiedene Leinen, ja selbst das olle Trockenfutter (ich bin eigentlich Feinschmecker und fress viel lieber aus der Dose oder Papas selbstgekochtes), den Clicker, den Hundepass, ein Maulkorb (zum Glück brauchten wir den nicht), an all das hab ich gedacht, obwohl ich vieles gar nicht mag………und was vergisst die Oberspaßbremse.
Kommplett die 12 Volt-Kabel für das aufladen des Smartphones, des Laptops, der Camera. Wenn ich mit dem unterwegs bin, meine ich oft ich mach alles verkehrt und ER denkt einfach an alles und ist unfehlbar. Von wegen. Der hat sogar noch mehr vergessen. Dazu später mehr. Dann hatten wir oft auch kein Netz. Nee, nicht zum Fische fangen. Um ins WWW zu kommen. Aber keine Angst, ich hab mir Abends immer alles aufgeschrieben, ich werde berichten. Nur heute wird das wohl nichts mehr, die beiden Vergesslichen müssen erst mal das Womo schrubben und saugen. Ich finde das so viel gemütlicher, aber da denken die wieder anders als wir. Ich kümmere mich erst mal um unseren Garten. Löcher buddeln, den Kater jagen, ihr wisst schon, die ganzen tollen Dinge von denen unsere nichthaarigen Freunde keine Ahnung haben. Heute Abend check ich dann mal unsere Photos, hoffentlich sind die was geworden. Dann werde ich berichten, ob mit oder ohne Bilder. Bis dann.
Mit haarigen
Euer Schatten

Ruhrpottvoller am 06 Jun 2015 10:49:35

Mittwoch 12+1.05.2015
Als wir das Womo gestern abholten, meinte unser Vermieter wir fahren zu viert. Und die vierte Person sei eine eigenwillige Diva. Was der wohl meinte. :?: Also ne`Katze zum jagen war es leider nicht
Frauchen war heute Mittag noch arbeiten. Ab 22:00 Uhr kleine Schlemmerei und den Rest packen. 00:30 Uhr ab in die Falle. 04:00 ist wecken angesagt. Irgendwas ist im Busch.
Donnerstag.14.05.2015
04:00 Uhr – wecken ………………………….boah bin ich noch müde
Geplant war als erste Etappe Ruhrgebiet – Rothenburg o.d. Tauber. Mir zu liebe haben die Kurznasen aber um geplant. Da ich ja ein Leinenterrorisst bin und auch volle Städte gar nicht mag soll es jetzt Scheinfeld sein.

Tagesetappe: Ruhrgebiet – Wetzlar - Scheinfeld
TagesKilometer: 423 km
Gesamtkilometer: 423 km
Temp. Min 6°/Max.20°
06:40 Uhr
6 Grad, blauer Himmel, leichter Wind, mein Fell liegt – 3 Wetter Taft
Die Tour beginnt!

10:00 Uhr - So langsam muss ich mal. Gott sei Dank eine Pinkelpause nach 195 km in Wetzlar. Sehr zu empfehlen für Schnüffelnasen, da gutes Rad und Wanderwegenetz vorhanden ist. Hier kann man wunderbar riechen und wenn man Lust hat auch mal einen Radfahrer anbellen. Nicht daß ich die nicht leiden kann, aber manchmal schleichen die sich von hinten ran und ich erschreck mich. Dann sag ich denen aber das ich es so nicht leiden kann. Bei der Weiterfahrt entschlossen wir uns mal das Navi auszuprobieren. Im normalen Leben sind meine Besitzer ein bisschen altertümlich. Die fahren noch ganz altmodisch nach Karte. Wenn Cheffe fährt und Uschi (mach kein Quatsch) :lol: die Karte liest….stehen die meist vorm verbeißen. :lach: Uschi kann oder will keine Karte lesen und ER ist Saustur. Das passt gar nicht, oder? Und außerdem heißt die doch gar nicht Uschi. Aber jetzt mit Navi kann uns nichts passieren. Dachte ich. Jetzt weiß ich auch was der Vermieter meinte, als er sagte wir fahren zu viert. Gisela die Chefsekräterin (unsere Dame…..ihr wisst schon die Diva aus dem Navi) ist wirklich ne` Diva und sehr eigenwillig in der Routenplanung. Nach 300 m im Kreisverkehr wenden ! Ich weiss nicht wie oft ich diesen Satz in 3 Stunden gehört habe, es nervt. Dann soll Frauchen lieber die Karte lesen. Endlich da. Scheinfeld. Für alle die Scheinfeld nicht kennen, der Ort liegt so ziemlich in der Mitte zwischen Nürnberg und Würzburg.





[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=o3bSfz25Q2o[/youtube]

Webseite:--> Link

Stellplatz Scheinfeld – eine Mischung aus Camping und Stellplatz. Sehr schnuckeliger Stellplatz für eine Übernachtung. An Christi Himmelfahrt standen hier mal gerade 2 Womos. Also ideal für Mister Sensibelchen. Im anderen Womo gibt es 2 Hunde. Eine hübsche Rigdebackdame und ihr RigdebackHerr. Er hat mir auch sofort gesteckt das es seine Braut ist, der Blödmann.
Auskunft und Bezahlung im Nahe gelegenen Freibad. Hier könnte man bis 20:oo auch einen kleinen Snack bekommen, was den Felllosen aber leider verwehrt blieb da man eine geschlossene Gesellschaft hatte. Also hat Cheffe mal eben ein Brot mit Schinken und 2 Spiegeleier und Salat gezaubert. Gegen 21:00 war unser erster Tag beendet wir waren noch ziemlich kaputt vom letzten Tag. So viel liegen macht müde. :lach:

Ruhrpottvoller am 08 Jun 2015 13:40:21

Freitag 15.05.2015
Tagesetappe: Scheinfeld – Pfunds ( Campingplatz Via Claudiasee )
Tageskilometer: 437 km
Gesamtkilometer: 860 km
Temp. Min 6°/Max 11°
Wecken um 05:30 Uhr


Abfahrt gegen 07:00 Uhr. Wetter sehr bescheiden, die ganze Fahrt über Regen. Wir sind von den letzten kurzen Schlafperioden immer noch ganz schön geschafft und kommen durch die vielen Pausen nur mäßig voran. Pausen find ich gut! Über den Fernpass kommen wir gegen 13:30 Uhr in Regenwolken verhangenen Dorf Pfunds an. Anstatt zum Campingplatz zu fahren steuern die direkt Samnaun an. So langsam nervt die Fahrerei. Aber ich bin dabei, einzig und allein das zählt.

Geheimtipp: Samnaun – zollfreies Einkaufen in der Schweiz nach ca. 15 km
Diesel für 1 Euro, Zigaretten die Stange für 22.00 Euro, Parfüm wer will. Mein Herz schlägt mehr für Hundeleckers. Ob die auch zollfrei sind? :lol: Meine Rudelführer sehen wohl aus wie die „Schmuggler vor dem Herrn“ :lach: am Schweizer Zoll rechts ran und Womo auf. Nach ca. 30 Minuten Kontrolle können wir dann endlich weiterfahren und nach Serpentinen reicher Fahrt kommen wir auf den reservierten Übernachtungsplatz beim Camping Via Claudiasee an.


Übernachtungsplätze sind noch im Bau. Wir können uns aber auf dem Campingplatz einen Stellplatz für den Preis vom Übernachtungsplatz aussuchen. 15:00 Uhr, über Pfunds hängen immer noch tiefe dunkle Wolken.

Ansonsten wird der Platz wo es auch einen Badeteich gibt, wohl in einer idyllischen Landschaft liegen.



Doch Nachts sind alle Katzen grau. Soll heißen: Bei solch einem Regentag sieht man nicht gerade viel von der Idylle. Als es gegen Spätnachmittag mal aufhört zu regnen gibt’s endlich mal einen längeren Spaziergang. Gegen Abend haben sich die Rudelführer im Stüberl am Platz eine Pizza bestellt. War auch ok. Meine beiden Spaßbremsen sagten: Die Sanitäranlagen gehen aber gar nicht. So ein verbautes und muffiges Sanitärhaus haben die schon lang nicht mehr gesehen. Gut das ich im Wald gehen kann. Der Platz liegt direkt an der Autostraße, die zum Reschenpass führt, ist bis 22:00 Uhr auch gut befahren. Uns stört es nicht, da wir ziemlich Nahe der Inn stehen und das rauschen des Wassers überwiegt. Aber alles in allem war es für 12 Euro incl. Strom und mich (Hund) zum übernachten ok. 21:00 Uhr ist schon wieder Zapfenstreich. Morgen geht’s schon wieder früh raus, denn wir wollen früh über den Reschenpass, damit dieser noch nicht so stark befahren ist. See you later :)

eijden am 08 Jun 2015 14:02:51

Hey Shadow,
wenn Deine Rudelführer den Reschenpass überquert haben und in der Nähe vom Stilfser Joch eine Pause machen möchten, kann ich nur wärmstens den CP Kiefernhain in Prad empfehlen. Da gibt es gute Sanitärhäuschen, ein kleines Schwimmbad ist dabei, tolle Radfahrmöglichkeiten, schön in einem Kiefernwäldchen gelegen und das Beste: Du kannst mit Frauchen und Herrchen supergut dort Gassi gehen und die Gegend erkunden :)
ich wünsche Euch noch ganz viel Spaß und eine tolle Zeit!

Ruhrpottvoller am 08 Jun 2015 14:48:30

Samstag 16.05.2015
Tagesetappe : Dorf Pfunds – Glurns
Wecken: 4:30 Uhr
Tageskilometer: 51
Gesamtkilometer: 911
Temp: Min 4°/Max 19° sehr windig also Max 19° wie gefühlte 10°


Abfahrt 06:00 Uhr 8°, alles in dicken Regen – Nebeltau Wolken, Sommer fühlt sich anders an.
Wir sind wieder extra so Früh gestartet da wir früh über den Reschenpass wollten, weil die Rudelführer nicht wussten wie unser Pössl Roadcruiser sich in den Serpentinen sich verhält. Außerdem riet man uns auch in Pfunds zu frühen Überfahrt da es Wochenende ist und ab 9:00 Uhr doch recht voll wird. Die Fahrt über den Reschenpass


entpuppt sich als leichtere Strecke als die Fahrt zum Steuerparadies Samnaun am Tag zuvor. Von Dorf Pfunds nach Reschen sind es knapp 20 km. Reschensee und Haidersee, eingebettet in einer malerischen Landschaft. Na ja der Kirchturm ist nichts besonderes, aber die Landschaft gefällt uns sehr gut.

Parkplatz am Schönebenlift macht einen guten Eindruck. Es stehen hier 6-7 Womos. Um 7 Uhr morgens noch ohne Sonne aber starken Wind ist es uns einfach zu kalt. Weiterfahrt nach St. Valentin. Camping Thöni war uns (wohl durch das Wochenende bedingt) zu voll. Irgendetwas stimmt hier auch nicht. Aber was nur. Ich weiß! Die Bilder vom Camping Thöni die man auf Internetseiten oder Reiseführern sieht, sind entweder bearbeitet oder von einer Perspektive fotografiert, das man es so nicht wahrnimmt. In so toller Alleinlage liegt er nicht. Camping „ Restaurant am See“ gefällt uns gar nicht. Ein Stück weiter gibt’s einen Park und Stellplatz für 6-8 Euro ( gleiche Leitung wie der Campingplatzt) gefällt uns viel besser ( ist aber ohne Strom, V+E ist aber neben dem Restaurant möglich ). Nach einen legga Frühstück auf diesen Parkplatz beschließen wir doch zum vielbeschriebenen Stellplatz „ Camping am Park“ nach Glurns zu fahren. Aufgrund der Beschreibung von der engen Zufahrt wollten wir diesen Stellplatz eigentlich nicht machen. Bisher der beste Platz den wir gesehen haben. Doch die Anfahrt ist für Womo-Unerfahrene auf den ersten Blick doch höllisch. Durchs Stadttor

ist Frauchen noch gefahren, aber die enge Kurve war dann zu viel. Kurzer Halt, Fahrertausch……………und hinein ins Vergnügen. Die Zufahrt ist wirklich eng. Das ist aber nicht das schlimmste. Der Weg ist Fußweg, Radweg und Autostraße zugleich und leider keine Einbahnstraße. Aber mit Einweiser und nach wüsten Beschimpfungen eines Einheimischen ist es geschafft. Viele werden jetzt darüber schmunzeln aber für uns ungeübte Womofahrer wars schon hefftig.

Der Platz ist seit letztes Jahr bis jetzt renoviert worden. Jetzt gibt es ein neues Büro, daneben einen schönen Aufenthaltsraum.

Die WC und Sanitäranlagen gleichen eine 4*Platzt, sag ich mal so, obwohl ich so einen Platz noch nicht gesehen habe. Sollte ich hier mal die Sanitäranlagen benutzen, sonst muss ich ja immer in den Wald!! :lol: Vielleicht liegt es aber auch einfach daran das sie neu sind. Der Platz gleicht immer noch den Beschreibungen die man im Web nachlesen kann. Aber schon lange kein Geheimtipp mehr.

Ein wundervoller Platz aber trotz der Sonne zu kalt weil es sehr windig ist.
Ca. 25 Fahrzeuge tummeln sich hier, er wirkt aber trotzdem nicht voll. Selbst bei 30 Womos, dann wäre der Platz voll, hätte jeder noch genügend Platzt.
Auch die Wanderungen durch die Obstplantagen haben uns gut gefallen. Das mittelalterliche Städtchen Glurns trifft genau unseren Geschmack.Wer Städte sonst meidet, Glurns muss man gesehen haben, uns erinnert es ein bisschen an Rothenburg o.d. Tauber. Ganz ehrlich, ich war gar nicht mit, ich brauchte meinen Schönheitsschlaf, ich hab nur aufgeschrieben was Cheffe gesagt hat. :D Die Felllosen haben noch mal den Rest Pizza aufgewärmt, für mich gabs frische Eieromeletts mit Thuno. Einfach legga!!! Ich hatte aber auch tierischen Hunger. Freunde, normal bekomme ich ja mein Frühstück in Form von Trockenfutter über den Beutel. Aber hier riecht es so stark nach Reh und Hase das der Futterbeutel mich nicht interessiert. 8) Selbst Schuld, oder.
Zapfenstreich ist gegen 22:00 Uhr

Ruhrpottvoller am 09 Jun 2015 18:13:13

Sonntag 17.06.2015 - ein erstes Highlight
Tagesetappe: Glurns – Martelltal (Val Martello)
Tageskilometer: 52 km
Gesamtkilometer: 963 km
Temp. Min 4°/ Max 19°
Aufgähn: 06:00 Uhr

Ich fass es nicht. Der Rudelführer ist schon wieder so früh wach. Kann der nicht mal auspennen? Die Chefin hat heute den Campingplatzbetreiber gefragt ob es hier immer so windig ist. Er meinte das ist so weil das Wetter von schlecht auf gut dreht. Hoffentlich hat er Recht, denn ich hab mal auf Papas Wetter-App gelinst und die verspricht nichts gutes.
10:30 Abfahrt Richtung Martelltal. Durch die Scheibe sehe ich ganz viele Autos die uns entgegen kommen. Papa meint der zähfließende Verkehr der reicht bestimmt bis Bozen. Wer hupt denn da? Das ist kein normales hupen, das ist wilde Hupperei. Nur weil Papa die Rennräder nicht überholen will. Gemach, gemach. Eigentlich sagt der Italiener doch immer „ Piano, Piano“ doch auf der Straße immer „Avanti, Avanti“. :lol:
Zur Freude der hinter uns fahrenden verlassen wir am Abzweig zum Martelltal die viel befahrene Straße und biegen ins eigentlich ruhige Martelltal ab.

Blick auf die Burgruine Montani bei der Auffahrt ins Martelltal



Aber es ist Sonntag. Deshalb wird das Martelltal auch so gut besucht sein. Unser erster Stop ist am Biathlon-Center. So schlecht ist er nicht doch bevor wir uns hier für eine Nacht niederlassen wollen wir uns noch die anderen Übernachtungsmöglichkeiten anschauen. Ganz oben ist sowieso tabu weil das letze Stück nach oben sehr eng und steil ist und für Wohnmobile über 6m angeblich keinen passenden Parkraum gibt. Eigentlich hatten die Felllosen mir versprochen daß wir mal eine kleine Pipirunde machen, aber die Picknickplätze sind alle belegt.
So ein toller Platz wäre es gewesen


Dann passiert es. Es wird schon noch ein freier Picknickplatz kommen. Irgendwann sind wir dann auf der sehr engen und steilen Straße nach oben. Umkehren ist jetzt unmöglich. Serpentine um Serpentine zwischen 15% und 18% muss gefahren werden um nach edlichen Kehren (tornatis) oben am Parkplatz anzukommen. Hinter der Enzianhütte gibt es einen Parkplatz wo schon Womos stehen. Insgesamt ist der Parkplatz mittags recht gut gefüllt. Gerade fährt ein Womo ab. Wir fahren dorthin. Da gibt es 3 Parkplätze die für Womos ausgeschildert sind. Nur für Wohnmobile bis 6m? Hier könnten auch Womos stehen bis 8m und länger falls sie die Straße raufkommen. Wir parken hier gegen eine kleine Gebühr von 4.00 €uronen. Endlich lösen die Felllosen ihr Versprechen und wir machen eine Pinkelrunde. :ja: Um ehrlich zu sein, Pinkelrunden gibt es schon genug, weil meistens darf ich doch mit raus wenn die mal aussteigen. Und ich bin ja der „Chefabstecker“. :mrgreen: Es wird mehr als eine Pipirunde. Die nehmen einen Wanderweg Richtung Hotel zum See – Zutrifft Stausee. An einer Weggabelung geht es nach Rat eines Einheimischen Richtung Lyfi-Alm ( der der andere Weg nur auf der Forststraße zurück wäre, solche Wanderwege mögen wir drei gar nicht), am nächsten Wegweiser dann Richtung Enzian-Hütte zurück zu unserem Parkplatz wo unser zu Hause steht. Nach der Strapaze von 3 Stunden, laufen, riechen und auf Papa konzentrieren bin ich ganz schön platt – war ja meine erste Bergtour hier im Urlaub. Na in Glurns sind wir schon gewandert aber nicht so im Berg wie hier. Jetzt gegen 18:00 Uhr sind die Parkplätze wie leergefegt. Klasse!


Hier würden wir schon gerne länger bleiben um noch ein wenig zu wandern. Hier gibt es so viele Wanderwege und Almhütten das man einen kompletten Urlaub hier machen könnte.

Meine Felllosen unterhalten sich mit anderen Felllosen die auch Stock und Rucksack dabei haben. Die meisten Almhütten haben bis Mitte Juni geschlossen und auch die Wege sind wegen Restschnees noch nicht alle für ungeübte Vierpfotler begehbar. Kaum ist die Sonne weg, wird es sofort kalt. Ich hab ja immer Winterbekleidung an und beschwer mich deshalb auch nicht. Aber auch bei kühlen Temeraturen ist das ein Top!!!-Übernachtungsplatz mit einem sehr sauberen WC. Nach Weichfutter Bosko mit Reis für mich und Putengeschnetzeltes mit Champions in Rahmsoße und Reis und ein paar legga Bierchen für die Menschis geht`s um 21:30 Uhr schon wieder in die Falle. Ob die auch so kaputt vom riechen sind? 8)

Ruhrpottvoller am 10 Jun 2015 17:26:41

Montag,18.05.2015 – zweites Highlight
Tagesetappe: Martelltal – Ultental (Val de Ultimo)
Tageskilometer: 90 km
Gesamtkilometer: 1053 km
Temeratur: Min 2°/Max 25°
Frühpatrollie: 04:30 Uhr


Ich hab das mal gehört! Es gibt ein altes Sprichwort das sagt,“ Abends nicht rein und morgens nicht raus“. Bei uns läuft der Rhythmus anders. Keinen Tag nach 22:00 Uhr ins Bett und morgens um halb vier macht der Felllose schon wieder die Welle. Das Thermometer liest 2°. Mit Winterfleece und Wintermütze kocht Cheffe schon mal Kaffee. Ab sieben Uhr lugt die Sonne über den Berg und um 8 Uhr haben wir schon 16° ( gefühlte 25). Umstellen auf Sommer. Winterjacke aus, Wintermütze runter, Käppi auf und im T-Shirt die Sonne genießen. Gott sei Dank geht das so schnell hier. Das schönste ist, wir stehen immer noch allein, denn dann brauch ich nicht auf zu passen und kann auch die Sonne genießen.
Gegen 10:30 verlassen wir dieses wunderschöne Tal Richtung Ultental. Voher machen wir noch einen Stop am Zutrifft-Stausee.

Ich bin fürs checken bereit. Weiter geht`s.
Auch im Ultental das gleiche Bild. Sattgrüne Wiesen, mit Nadelbäumen bewachsene Bergtäler, dazu die noch schneebedeckten Gipfel. Grandios.
Grandios ist übrigens auch die Fahrt. Schon ab Lana wo wir ins Ultental abbiegen, steigen wir Kurvenreich empor. Nach der Ortschaft St. Walburg sichtet man den Zoggler-Stausee, man denkt hier ist das Bild was man aus den Reiseführern kennt. Dem ist nicht so.

Der Zoggler-Stausee ist mit seiner Schönheit nur ein Vorbote auf das was noch weiter höher liegt.

Der Weißbrunnsee. Ab St. Gertraud geht die Straße dann 5km steil, serpentinenreich und vor allem fast einspurig hinauf. Die Straße ist für Womos bis 7m Länge geöffnet. Oben sind die Felllosen auch geschafft von den Serpentinen aber vor allem von dieser grandiosen Landschaft die sich uns auftut. Als Belohnung wartet auf uns ein Übernachtungsplatz der Extragüte.


Unterhalb des Gasthofes „Knödlmoidl“ finden wir einen Platz, fast am Ufer des Sees. Ein Traum.


Endlich machen wir mal ne` größere Runde inklusive Umrundung des Sees. Am Abend geht es dann zum Gasthaus „Knödlmoidl“.

Die Felllosen stärken sich mit Rindergulasch, dazu Speck, Spinat, Kräuter und Käseknödel mit frischen Salat. Ich muss hier wieder ganz brav unter dem Tisch liegen. So ein Scheiß. :( Aber besser hier unterm Tisch beim Rudel, als im Womo allein. 8) Danach macht das Rudel eingepackt in Fleece und Decke noch Augenpflege vor dem Wohnmobil. Na, keine richtige Pflege, die sitzen auf einem Baumstamm und bewundern diese einmalige Landschaft. Camper-Herz was willst du mehr. Zapfenstreich ist gegen 22:00 Uhr.

frankjasper8 am 10 Jun 2015 23:07:19

Hey Shadow!

Wau, das hast du fein geschrieben! Guter Hund! :D

Da erkenne ich einige Ecken wieder, wo ich auch schon war. Das Ultental habe ich schon als Teenager mit meinen Eltern unsicher gemacht, damals noch in so einer Ferienwohnung in Lana oder Gargazzon gewohnt. Der Reschenpass und der Stausee sind mir auch bestens bekannt und am Camping Thöni war ich vor Jahren auch schon mal. Da gab`s aber noch keinen separaten Stellplatz.
Viel Spaß weiterhin und schöne an Dein Rudel! Laß Dir mal ein paar LecGast geben für den tollen Bericht! :D

Ruhrpottvoller am 11 Jun 2015 07:23:19

Dienstag 19.05.2015 – beinahe drittes Highlight ( wegen des Wetters aber eher nicht)
Tagesetappe: geplant Ultental über Lago di St.Giustina - Lago di Tovel
Tagesetappe: Ultental – Fondo (Lago di Smeraldo)
Tageskilometer: 65km
Gesamtkilometer: 1118 km
Temeratur: Min.6°/Max.12°
Morgähn: 05:30 Uhr


05:30 erblickt Er schon wieder das Licht der Welt. Wie immer kocht er Kaffee und danach geht es raus. Heute kann er alleine vor die Tür. Gegen Kälte kann man sich ja anziehen, aber………………………………………………………….
Es schüttet wie aus Kübeln. Frauchen schläft noch. Oder Sie tut nur so und will das Elend nicht sehen. Die Felllose entpuppt sich als Glücksbringer. Als die um 07:30 Uhr aufsteht läßt der Regen nach, es klart ein wenig auf. Beim Frühstück beschließen die Rudelführer doch die vom Knödlmoidl-Wirt vorgeschlagene 4 –Seenwanderung zu machen. Aber erst mal eine Gassirunde. Genau so schnell wie das Wetter aufgeklart hat, zieht es sich wieder zu. SCHLIMMER!!! Innerhalb von Minuten versperrt uns dichter Nebel den Blick auf den tollen Weibrunnsee. Schade, aber die Wanderung fällt aus. Aber selbst zum weiterfahren ist es zu nebelig. Wenn man auf den Serpentinen genau so schlecht sieht wie hier am See, ist es einfach zu gefährlich. Was gestern noch Traumlage war sieht heute zum heulen aus. Nachdem sich der Nebel ein bisschen verflogen hat, beschließen die Felllosen weiter zu fahren. Bevor wir hier den ganzen Tag im Womo sitzen und so gut wie nichts von den Bergen sehen, können sie ein paar Kilometer fahren. Vielleicht klart es ja zu Nachmittag auf. 10:30 Uhr starten wir zum Lago di St.Giustina. Über das Nonstal, über das wir vorher noch nie was gehört hatten, das aber genau so reizvoll ist wie die bekannteren Täler, nehmen wir grobe Richtung Lago di Tovel. Wir befinden uns jetzt im Trentino. Das merkt man nicht nur an den ein-namigen Straßenschildern, sondern auch an den Picknickmöglichkeiten. Hier gibt’s viel mehr Picknickplätze mit Bänken und Tischen, diese sind meist noch mit Grillstellen und Abfallbehälter ausgestattet, die es in Südtirol nur selten gibt.
Wir planen während der Fahrt um und wollen auf einen Campingplatz. Aus unserem Reiseführer haben wir den Hinweis auf den CP „Baita Dolomiti“. Den steuern wir erst mal an. Bei diesem Sauwetter brauchen wir eine heiße Dusche. Leider hat der CP erst ab 27. Mai geöffnet und auch auf dem Stellplatz davor will man uns nicht stehen lassen. Nach Rundgang über den Platz und einem Besuch der Sanitäranlagen möchten wir diesen schnuckeligen Platz gerne empfehlen. Hier hätten wir gerne gestanden.


Bevor wir die Fahrt zum Lago di St.Giustina fortsetzen, kehren wir nach Fondo zurück um uns die Übernachtungsplätze dort anzusehen. Den braunen Hinweisschildern „Lago di Smeraldo“ folgend, stossen wir nach ca. 1km auf den kleinen aber feinen See

der bei Anglern sehr beliebt ist. Das Beste ist, es hat aufgehört zu regnen. Nach weiteren 2km stoßen wir am Ende der Forststraße auf 3 Übernachtungsplätze. Der zweite, ausgestattet mit Tischen und Bänken, Feuerstelle und Grill gefällt uns so gut das wir beschließen die Nacht hier zu verbringen.


Klasse, ich glaube hier wimmelt es nur so von Rehen. Ich krieg die Nase gar nicht mehr hoch. Nur die olle Leine hält mich zurück, sonst würd ich schon längst mal checken wo die sind. :lol:
Das Wetter ist schon wie ab Mittag sehr verhangen, aber trocken. Unsere 2-stündige Wanderung überstehen wir leider gar nicht trocken. Um ehrlich zu sein, nass bis auf die Socken waren die und ich nass bis auf die Haut, brrrrrrrr. Man bin ich grau geworden, oder wäscht der Regen die Farbe aus. :lach:

Zum Glück hört der Regen auf. Das schlimmste ist, entweder ich trockne draußen oder die kommen mit dem doofen Handtuch und der Bürste :cry: Langsam wird es eng!! Das ganze Womo hängt voll mit feuchten Klamotten und keine Wetterbesserung in Sicht. Nach einer rustikalen Bauernpfanne mit Bratkartoffel, Speck, Zwiebeln, Hähnchenfleisch mit Champions machen wir juhu !!! noch eine Gassirunde zum Lago di Smeraldo. So würde der bei Wetter aussehen.

Da konnte ich auch endlich mal wieder rumpöbeln als sich uns ein freilaufender Retriever-Rüde von einem Gasthaus nähert. Auch wenn du Heimrecht hast, so geht’s nicht. Abends wird wie immer noch eine Runde gewürfelt und nach ein zwei oder drei Bierchen für Papa geht’s wie immer gegen 22:00 Uhr ins Bettele. Gut N8tele. Fazit: Ein sehr schöner Platz, der bei entsprechendem Wetter ein Schmakerl wäre.

Ruhrpottvoller am 11 Jun 2015 17:31:49

Mittwoch 20.05.2015
Tagesetappe geplant: Lago di Smeraldo – Lago di St.Giustina – Lago di Tovel
Tagesetappe: Lago di Smeraldo – Lago di St.Giustina – Lago di Tovel – Kurtasch (Camping Obstgarten)
Tageskilometer: 102 km
Gesamtkilometer: 1220km
Temperatur: Min. 10°/Max. 16°
Frühpatrouille. 06:15 Uhr
di Lago-Tour


Heute mal Langschläfer? Juhu, heute lärmt es erst um 06:15 Uhr. 10° aber immer noch verhangen, aber zumindest trocken im Moment. 09:45 Uhr, immer noch 10° - Abfahrt zum Lago di Tovel. Es wird die Strecke über Clos, erst mal zum Lago di St.Giustina. Kurvenreich aber nicht besonders steil führt uns der Weg über eine Brücke, die den Blick auf das Eisenbahnviadukt das den olivgrünen See überspannt und den Wasserfall freigibt.


Auf uns wirkt das ganze unwirklich, wie ein Ausschnitt von einer Modelleisenbahn. Noch besser sähe das ganze dann wohl mit blauen Himmel aus.

Ein grandioser Blick der sich da eröffnet!!!. Aber der Regen beginnt. Wir hätten uns noch gerne den Stellplatz angeschaut, können den aber nicht finden. Über CLES UND Tuenno geht es weiter ins Val di Tovel. Wir sind hier im Trentino. Deshalb gibt es auch immer wieder schöne Picknickplätze (ohne Campingverbotsschilder) mit Tischen und Bänken, von der Anzahl wie wir sie aus dem Südtirol nicht kennen. Auf gut ausgebauter Straße erreichen wir den ersten Übernachtungsplatz zur Anfahrt zum Lago di Tovel auf der rechten Seite. An der Gasstätte Capriolo, hier ist auch das Mauthäuschen (8 €uronen, im Sommer und an Wochenenden ist hier ein Buspendeldienst eingerichtet). Wie immer Tische, Bänke, Mülltonnen vorhanden, WC im Gasthaus nutzbar (Einkehr obligatorisch).


Hier muss es Bären geben, es stehen hier lustige Warnschilder,

wie gerne hätte ich mit einem mal gespielt. Aber leider keinen gesehen, vielleicht auch besser so. :lach: In der Vorsaison oder bei diesem Sauwetter ist die Mautbude zu. Der zweite Übernachtungsplatz ist kurze Zeit später auf der linken Seite. Dort hätten wir lieber gestanden. Hier gibt es sogar eine Chemietoilette. Der dritte Parkplatz ist fast direkt am See, ist aber nur ein Tagesparkplatz. Für Wohnmobile schön angelegt, wie so oft mit Tischen, Bänken und Grillstellen. Auch ein WC ist vorhanden aber heute oder in der Vorsaison geschlossen.
Dauerregen!!!! Ausgestattet mit Kapuze und Schirm starten wir trotz des Regens einen Spaziergang zum See.


Was muss sich hier bei sonnigen Wetter für ein Blick auftun.

In der Sommersaison und an Wochenenden mit entsprechendem Wetter dürfte es hier sehr voll werden. Aber bei diesem Wetter wollen wir hier nicht bleiben.

Wir beschließen die Weiterfahrt nach Kurtasch zum immer wieder empfohlenen CP „Obstgarten“. Eigentlich ein wirklich kleiner netter Platz mit sehr sauberen Sanitär. Das Betreiberehepaar ist immer sehr hilfbereit und zu einem Plausch bereit. Aber so gut wie wir es in den Bewertungen gelesen haben, empfinden wir den Platz nicht. Das kann auch mit dem Wetter zusammen hängen. Dieses Bild ist auch kein Orgi, die vom Cheffe waren einfach zu dunkel.

Immer noch zu kalt und zu nass. Aber es geht noch schlimmer!!! Schneechaos am Brenner und Reschenpass. Ein gerade angekommener Gast erzählte uns von 6 Stunden Stau wegen umgekippter LKW`s.

Wir hoffen auf Wetterbesserung und es wird immer schlimmer.
Fragen über Fragen. Wie entwickelt sich das Wetter? Sollen wir die geplante Tour abrechen und in stabilere Wetterzonen reisen. Nur wohin? Nach einer heißen Dusche und einem leckeren Abendessen geht’s gegen 22:00 Uhr ins Bett.

Ruhrpottvoller am 11 Jun 2015 19:15:31

Donnerstag 21.05.2015
Tagesetappe: Kurtasch – Kalterer See – Montiggler Seen?
Tageskilometer: 40 km
Gesamtkilometer: 1260 km
Temeratur: Min.6°/Max. 18°
UFO – Unbekanntes Flugobjekt


Das Frühtau zu Berge beginnt um 06:00 Uhr wie immer mit Cheffe und dem obligatorischen Kaffee kochen. Gegen 07:00 Uhr sitzen alle draußen beim Frühstück. Was ist denn da am Himmel? Ein uns unbekanntes Flugobjekt. Groß, gelb und warm. Die Sonne versüßt uns heute den Morgen. Wir wollen die Tour doch erst mal weiterfahren, in der Hoffnung auf diese Sonne. Die Preise vom Campingplatz versüßen uns den Morgen nicht. Die Waschmaschine und der Trockner (damit das feuchte Zeug mal trocken wird) schlagen ganz schön auf den Preis. 44 €uronen für einen Platz in der Vorsaison. Holla die Waldfee. 10:30 Uhr – Auf geht es zum Kalterer See. Kaum abgefahren, ziehen schon wieder Schleierwolken auf und nehmen der Sonne die Kraft. Die Gegend und der See gefallen uns wirklich gut.

Doch am See selber stören uns die großen Parkplätze. Für einen bewölkten Tag in der Vorsaison, dazu an einem Donnerstag, herrscht hier ganz schön Rummel. Also den See möchte ich an Wochenenden oder in der Hauptsaison nicht erleben. Das gleicht schon eher dem Rummel vom Königssee im Berchdesgadener Land. Die Camping –bzw. Stellplätze liegen eigentlich sehr schön, wovon uns St. Josef am See aber besser gefällt. Zu voll ist zu voll. Wir fahren weiter zu den Montligger Seen. Auch diese scheinen kein Geheimtipp mehr zu sein. Das Parkleitsystem zeigt zwei riesige Parkplätze, der eine mit 2 €uronen noch moderat, der zweite noch näher am See sau teuer aber für Womos eh nicht zu gelassen. Wir finden bei der Sportstätte Rungg (ausgeschildert) einen Übernachtungsplatz wie er uns gefällt. Großzügige Parknischen (kostenlos) wo man auch längst stehen kann, abgetrennt durch Gebüschreihen



und nach dem der PKW-Großparkplatz sich geleert hat, so gegen 21:30 Uhr absolut einsam. Hier machen die mit mir sogar zwei Wanderungen. Einmal zu und um die Montligger Seen

und den zweiten am Spätnachmittag durch die Weinberge zum nächsten Ort und zurück.

Hundeherz was willst du mehr. Der Abend klingt wie immer gegen 22:00 Uhr aus. Über Nacht stehen wir hier mit weiteren 6 Womos.GN8t

kampfzwerg am 11 Jun 2015 20:37:44

Hi Shadow,
schön geschrieben. Ich warte mit Spannung auf die Fortsetzung. Einiges habe ich wiedererkannt und einiges ist neu. Ich hoffe, Deine Felllosen geben Dir ganz schnell Gelegenheit zum Weiterschreiben. :top:. Mach weiter so. Gute N8.

epcomm am 12 Jun 2015 09:37:50

Beeindruckende Bilder.
Italien scheint ein guter Anlaufpunkt für Reisen mit dem Wohnmobil zu sein!

turbokurtla am 12 Jun 2015 12:35:48

Ja, ein toller Bericht über schöne Stellen. :daumen2:
Das sind ein paar wirklich klasse Täler und Seen, die Du uns da aufgezeigt hast.
Da werd ich mir das eine oder andere auch mal live anschauen, denn ich bin bekennender Südtirol Fan.
War selbst erst letzte Woche auf dem Stellplatz bei der Auronzo Hütte, oberhalb des Misurinasees.
Einfach nur traumhaft schön.
Kurt

Ruhrpottvoller am 12 Jun 2015 19:01:07

Freitag 22.05.2015
Tagesetappe geplant: Montiggler Seen – Bozen – Leifers – Paso di Lavaze
Tagesetappe: Montiggler Seen – Eggental – Paso di Lavaze – Cavalese – Val di Fieme (Molina)
Tageskilometer: 80 km
Gesamtkilometer: 1320 km
Temperatur: Min.4°/Max.22°
Buon giorno: gegen 06:45 Uhr


Ja da staunt ihr, oder. Ich kann schon ein wenig italienisch. 8) Erstens bin ich ja wie Ihr schon wisst ein Senor aus Spanien. Die Hundesprache spanisch und italienisch ist doch sehr verwandt. Zweitens habe ich mich gestern mal mit einer netten Hundedame aus Italien ausgetauscht. Ich habe ihr mal gebellt was ich bei Gesprächen von meinen Felllosen so mitbekommen habe und dat Schnuckerl hat´s mir übersetzt.
„Settimana della verità comincia“ – Die Woche der Wahrheit beginnt!!!
Sie bellte mir nur zu:“ So viele curva (Kurven) und tornatis (Kehren) wie ich kommende Woche erlebe, werde ich in meinem ganzen Leben nicht mehr fahren". Es sei denn ich treff SIE nochmal in Südtirol.
Ausschlafen geht für mich anders. 06:45 Uhr 6°, immerhin. Uns wurde empfohlen: wenn schon den Passo de Lavaze, dann doch übers Eggental. Den Rat nehmen wir an. Abfahrt von den Montiggler Seen gegen 09:00 Uhr bei 11°. Eine kleine Gurkerei mit dem Womo in Bozen und meine Rudelführer waren, (ich erwähnte es schon mal) mal wieder kurz vorm verbeißen. Egal, ab Bozen-Nord ist es gut ausgeschildert. Das Eggental gefällt uns sehr gut.

Ab Bozen geht es durch ein total verträumtes Tal mit schroffen Schluchten nach Obereggen. Genau so wie für uns Womofahrer, muss das ein Traum für jeden Motorradfahrer sein. Genau das ist das Problem. Nein nicht die Motorradfahrer. Die Motorradfahrer die ständig im toten Winkel fahren, heißt genau mittig hinter dem Wohnmobil, das man sie weder im linken noch rechten Außenspiegel sieht und dann oft vor Kehren ungesehen überholen. Dazu nerven die torkelden Radfahrer die diese Ziele erradeln. Trozdem bekommen die von mir immer "Daumen rauf". :!: Wahnsinn was die sich antun!!! Aber genau so wie wir uns über die Motorradfahrer, Radfahrer ärgern, andersrum wird es genau so sein. Deshalb miteinander. Immer wenn meine Rudelführer merken das Sie Spaßbremsen für Motorradfahrer sind, und es Ausweichstellen zulassen, halten sie kurz an.

Schade das alles so verhangen ist. Die Landschaft wäre genau nach unserem Geschmack.

Gegen 10:30 bei 6°und windigen Böen begutachten wir den Stellplatz in Obereggen. Nee, hier wollen wir nicht stehen. Vielleicht liegt es einfach auch nur am miesen Wetter. Es klart immer mal wieder auf um genau so schnell auch wieder verhangen zu sein. Zumal ist es um die 2000m Höhe meist noch windig und oder es regnet.


Weiter geht’s zum Lavaze – Pass. Aus dem Eggental kommend folgt die Strasse einem kleinen Flüsschen durch dichten Wald in langgezogenen Kurven und einigen recht unübersichtlichen Serpentinen leicht ansteigend bergan. Das Lavazéjoch ist ein sogenannter Waldpass. Er ist bis zur Passhöhe auf beiden Seiten teils so dicht bewaldet, dass man den Eindruck hat man fährt in der Nacht. Entlang der Straße gibt es genau wie bei der Passhöhe einige Stellplätze zum übernachten, die bei schönen Wetter die weiterfahrt schwer machen würden. Aber auch hier leider Wetterumschwung. :( Hier hat unterhalb der Gipfel „Rübezahl“ die Nadelbäume mit Puderzucker geschmückt. Auf 1999m an der Passhöhe um 11:30 Uhr ist es gerade mal 4°.Brrrrrrrrr.


Hier würden wir gerne stehen aber es ist uns zu kalt. So würde das ganze mit Wetter wirken.

Hier sehen wir auch die Abzweige zum Karer und Nigerpass, wir sehen diese Pässe aber erst später auf der Tour. Weiter geht’s Richtung Cavalese. Das ist ein Städtchen was uns richtig gut gefällt. Der schicke Ortskern hat sich sein altes Altsteinpflaster bewahrt, halt Altstadtflair. Hier kaufen wir ein paar Kleinigkeiten ein. Hier im Ort gibt es auch einen Campingplatz, den wir aber gar nicht besuchen wollen. Wir suchen einen Wanderparkplatz mit Wasserfall unweit von Molina. Bei unsere Suche verzwackeln wir uns ein wenig und es sieht aus als wenn wir uns im oberen Nebenort von Cavalese verfahren hätten. Hier wird das Sträßchen immer steiler, enger, teilweise einspuriger Charakter da die Häuschen übers Straßeneck gebaut sind. Wir sehen hier die braunen Hinweisschilder zur Auffahrt zum Campingplatz. Für Womos über 6m Länge ist es hier schon sehr nervenaufreibend. Das was wir suchen liegt an der Straße von Cavalese nach Predazzo in der Nähe von Molina di Fiemme. Man achte auf das braune Hinweisschild („Cascata=Wasserfall“) auf der rechten Seite. Unweit von der Straße (100-200m) gibt es hier ein schönes Picknickgelände bei einem Wanderparkplatz. Die Hauptattraktion, weshalb der Parkplatz wohl auch gut besucht ist ( ja bei uns ist das Pfingstwochenende völlig untergegangen) ein kleiner Wasserfall. Hier kann man und hier wollen wir auch übernachten. Mit Blick auf diesen kleinen aber schönen Wasserfall.

Zudem gibt es hier auch ein WC und Waschbecken. 17:00 Uhr, 9° und wie so oft, begleitet uns schon seit einer Stunde feiner Nieselregen. Zum Glück hört es immer wieder mal auf. Ab 19:00 Uhr herscht hier Totenstille, nur das Getösse vom Wasserfall ist zu hören. Genau unser Ding. Wir bruzzeln uns noch was und würfeln uns am Abend in den Schlaf. 22:00 Uhr. Buona Notte

frankjasper8 am 12 Jun 2015 23:30:14

Und ich dachte, ich kenne Südtirol! :oops: :oops:

Mann, Shadow, die letzten Stationen sind aber auch absolutes Neuland für mich :ja: , da haben Deine "Felllosen" aber wirklich eine schöne Route ausgesucht. Schade, daß Euch der Wettergott nicht so verwöhnt hat. Ich bin schon gespannt, wie die Reise weiter geht.
Ach, das Foto vom Kalterer See hab ich gleich mal als Bildschirm-Hintergrund genommen, weil es so schön ist.

Viel Spaß wünsche ich Dir weiterhin und lass die Hundedamen in Ruhe!!! ;D

Ruhrpottvoller am 13 Jun 2015 14:26:50

Samstag 23.05.2015
Tagesetappe: Molina – Fondo – oder doch Predazzo?
Tageskilometer: 45 km
Gesamtkilometer: 1365 km
Temperatur: Min.9°/Max. 18° - immer wieder Regen dazu um 21:30 Uhr 3°


Licht aus – Spot an…..und der Gewinner ist…….neeeeee nicht der Shadow aus dem Ruhrgebiet, das Wetter bleibt schlecht!!!! Laune am Nullpunkt!!!

Und wieder stört Er schon um 06:00 Uhr/ 4°. Immer noch Regen! 09:00 Uhr, weiter geht`s Richtung Moena. Ohne zu wissen was der Tag bringt.

Abrechen, weiterfahren???. Für uns steht fest: „Etwas warmes braucht der Mensch“ in Form von einer Dusche. Campingplatz!!! Schirm, Scharm und Melone? Nein mit Schirm, Kapuze und Ostfriesennerz besichtigen wir den CP Vale Verde in Predazzo. Schicker Platz! Tolle Lage. Top Sanitär. Empfehlung!!!

Der Platz ist für diese Zeit auch recht gut besucht. Ich weiß nicht warum, aber Cheffe will weiter.
Weiter geht es zum Stellplatz Bar Il Giradino in Forno kurz vor Moena, bis 29.05.2015 hat die Bar geschlossen, stehen wäre möglich gewesen, aber ohne Strom und WC. Der Oberfelllose findet den nicht so toll, direkt an der Straße, dazu bei schlechtem Wetter. Ich habe das Gefühl heut ist alles schlecht.

Also bei normalen Wetter, einen Platz direkt am rauschenden Fluss, ich sag mal Cheffe wäre begeistert. Aber er will weiter.


Moena selber ist schön, aber auch schön rummelig, also nichts für uns. Also geht es weiter. Wir übernachten, nein wir residieren auf dem CP Vidor in Pozza di Fazza. Toller Platz, tolle Sanitäre Anlage. Besser geht es nicht!!! Aber schlechter darf es auch nicht mehr werden. Den ganzen Tag Regen.

Unsere Laune ist im Keller. Zum späten Nachmittag hellt es ein wenig auf. Ein große Gassirunde steht an. Die schlechte Grundstimmung bleibt.


Daran ändert auch der schöne CP nichts. Die Herzhäusl sind die Versorgungskästen.



Es wird eng bei meinen Rudelführern, das merk ich. Und wenn mein Rudelführer erst mal schlechte Laune hat, wird es eng für alle. Deshalb duck und weg. Am frühen Abend zeigen sich sogar blaue Lücken am Himmel. Nach einer heißen Dusche in dem 5* Sanitär und einen leckeren Abendessen kommt
sowas wie Normalstimmung auf. Gott sei Dank. Gegen 22:00 Uhr ist alles ruhig.

silent1 am 13 Jun 2015 15:43:25

Herrlich,

Ich liebe diesen Reisebericht und Eure Bilder.
Hoffentlich sorgt besseres Wetter bald für eine bessere Grundstimmung bei Euch.

Ruhrpottvoller am 13 Jun 2015 18:39:36

Sonntag 24.05.2015
Tagesetappe: Pozza di Fazza – Karerpass – Karersee – Nigerpass (drittes Highlight) – Seizer Alm
Tageskilometer: 75km
Gesamtkilometer: 1440 km
Temperatur Min.1°/Max.20°

Heizung läuft seit gestern Abend durch – Sind wir beim Wintercamping, oder was? – Abbruch der Tour?

Morgähn: 05:45 Uhr 1°, heute machen die Cheffes Krisensitzung !
Die brechen die Tour ab. :!:

Die Bildzeitung titelt: „Europawetter spielt verrückt, selbst Mallorca im Wolkenmantel“. 08:00 Uhr 3°.

Beim Hauptgebäude des CP besorgen die sich einen Internetzugang. Die wollen schauen ob es sich lohnt woanders hinzufahren oder direkt die Heimreise anzutreten. Woanders hinfahren? Bloß wohin? Erst mal schauen die ob die Meraner Gegend schöneres Wetter verspricht. Fehlanzeige!!! Was ist mit Lago di Garda, Lago di Iseo, Lago di Idro, Lago di Ledro. Daumen runter. Genau so wolkig wie hier. Kroatien, nee zu weit außerdem auch bewölkt. Nach Hause telefonieren. Zwar schöner als hier aber auch kein Sommer. Dann schauen wir mal wie sich das Wetter hier entwickelt. Laut Wetter.com die ganze Woche bewölkt aber trocken. Für nur einen einzigen Tag haben die etwas Regen angesagt. Also bleiben wir mangels Alternativen doch. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!!
10:00 Uhr 9°. Als hätte es der Wettergott gehört. Der Himmel lacht. Es lockert wirklich auf. Keine dunklen sondern weiße Quellwolken mit blauen Himmel zwischendurch bestimmen das Bild.

Gestern, ach was bell ich heute um 08:00 Uhr war die Stimmung noch auf dem Nullpunkt und man wollte reiß aus nehmen. Jetzt 11:30 Uhr 12° starten wir zu unserer Tour durch den Rosengarten.

Der Karerpass (Passo di Costalunga) stellt an den Fahrer und Gerät keine besonderen Ansprüche. Es ist Wochenende und der Karersee winkt. Es wird voller.


Hier an der Paolina – Seibahn könnte man nächtigen, jetzt im Mai ist aber alles zu und dadurch auch kein WC vorhanden. Hier möchten wir mit oder ohne WC aber nicht stehen. Trotzdem parken wir hier und machen eine Wanderung zum Karersee. Wir nehmen den Weg zwischen dem Arpartment Masare und dem Golflift bis zum Wegweiser. Am Wegweiser fehlt die Beschilderung zum Karersee. Die kommt aber später noch. Hier ist es Abseits des Sees wie ausgestorben, ja kaum zu glauben fast Menschenleer. Mit Bildpausen Hin und zurück incl. Seeumrundung 2 Std. Der Karersee an sich ist ein Juwel dessen Schönheit man auf Bildern gar nicht ausdrücken kann. Der Gesamteindruck macht es.

Wenn wir den See noch einmal besuchen, wird es morgens vor 09:00 Uhr oder ab 18:00 Uhr sein. So ist es uns am See selber zu rummelig. Wie gesagt an der Paolina – Seilbahn wollen wir nicht nächtigen, es gibt schönere Plätze, deshalb fahren wir weiter.1km weiter nehmen wir den Abzweig Richtung Nigerpass, grobe Richtung „Seiser Alm“. Die Fahrt über den Nigerpass (Passo Nigra)

entuppt sich für den Fahrer als derbe Strafe. Nicht das der Pass so schlecht zu fahren wäre, nein das ist es nicht, aber die Aussicht die sich hier einem auftut ist grandios.


Schroffe Felsen mit schneebedeckten Gipfeln macht die Fahrt zu einem der Höhepunkte unserer Südtiroltour.

Drei Wanderparkplätze laden immer wieder zum Rasten ein. Auf diesen könnte man wohl auch nächtigen, wollen wir aber nicht denn sie liegen direkt an der Straße. Auch der geschotterte Platz an der Frommer-Alm wird von uns nicht zum nächtigen genutzt.
Stattdessen wollen wir zu den Wanderparkplätzen die am Abzweig (kleine Kapelle von St. Cyprian) zu erreichen sind. Da kann man jedem nur empfehlen früh genug in einen kleinen Gang runter zu schalten. In einer nicht angekündigten Kehre, danach mit einem Anstieg von 20% passiert es und der Wagen säuft ab. Das erste mal in diesem Urlaub!!! Da auf der geteerten Straße Rollsplit liegt, bekommt das Womo keinen Grip beim anfahren und es geht für uns ungeübte Wohnmobilfahrer nicht mehr weiter. Nach einem leichten Wendemanöver in einer Kehre (Ha ha) geht es zurück auf die Hauptstraße Richtung Seis. Tipp: CP Seiser Alm und Seiser Alm sind zwei Paar Schuhe. Der CP liegt unten in )Völz am Schlern. Die Seiser Alm selbst ist ein Hochtal auf 1600m Höhe. Die Zufahrt ist von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr verboten und der Aufenthalt von 06:00 Uhr bis 21:00 Uhr begrenzt.
Da wir letzte Nacht ja schon auf einen CP waren, knicken wir uns den CP „Seiser Alm“. Wenn auch nicht ganz billig, möchten wir trotzdem eine Empfehlung aussprechen.

Uns ist der CP bei diesem verhangenen Wetter schlichtweg zu teuer und wir nächtigen beim Umlauflift der Seiser Alm. Sogar jetzt im Mai (oder wegen Pfingstsonntag) hat die Bahn geöffnet und wird auch gut besucht. Doch ganz am Ende des Parkplatzes finden wir an einem Wildbach ein schönes ruhiges Plätzchen.


Gegen 18:00 Uhr leert sich dann auch der Parkplatz schnell und wir verbringen mit 4 anderen Womos eine ruhige Nacht. GN8tele wie immer gegen Zehn Uhr.

Ruhrpottvoller am 14 Jun 2015 12:44:14

Montag 25.05.2015 - Highlight
Tagesetappe: Seiser Alm – Kastelruth
Tageskilometer: 20 km
Gesamtkilometer: 1460 km
Temperatur: Min.4°/Max. 25°


Seiser Alm – größte Hochalm Europas

Auf, auf Kammeraden hört man heute um 06.15 Uhr 4° aber größtenteils blauer Himmel.

Für heute steht eine Wanderung auf der Seiser Alm auf dem Programm. Da die Zufahrt ab 09:00 Uhr gesperrt ist, starten wir um 07:30 Uhr ohne Frühstück und fahren die 15 km hinauf zu „Frommer Alm“.

Hier ist der erste Parkplatz mit dem Namen „Spitzbühl“. Danach gibt es noch einen zweiten Parkplatz der aber den Bussen vorbehalten ist und den dritten aber extrem teuren Parkplatz (PKW 10 €uronen, Womos 15 €uronen) in der Nähe der Bergstation der Seilbahn. Wir nehmen den Parkplatz „Spitzbühl“ von hier sind es gerade mal 30 Minuten zu Fuß nach oben. Obendrein ist dieser noch kostenlos. Jetzt wird erst mal ausgiebig gefrühstückt. Gegen 09:30 Uhr starten wir zu unserer Wanderung in dieses wundervolle Hochtal.

Wie gesagt zum kostenpflichtigen Parkplatz (Compatsch) sind es 30 Min. Direkt an den Liftanlagen und den hässlichen Hotelbauten rummelt es gewaltig zumal ja heute noch Pfingstmontag ist und die Italiener frei haben.
Schon 15 Min. abseits der Souvenir und Wandershops wird es merklich ruhiger.


Auch ich fühle mich hier wohl, wir haben alle unseren Spaß

26 bewirtschaftete Almen gibt es hier oben, aber nur 4 davon sind im Mai geöffnet. Unser Weg führt uns zur „Tuene Alm“. Eine kleine Holzhütte mit einem schönen Platz davor, mit einer Landschaft wie wir sie zuvor noch nicht gesehen haben, laden zum verweilen ein. Das schönste daran, die Rudelführer sitzen hier die ganze Zeit im T-Shirt und genießen die Sonne. Das gönn ich denen.


An sich ja nichts Besonderes, in unseren Fall ist das aber einen Satz wert. Bergfreund was willst du mehr.

Hätte ich mal nicht diesen Sonnentag so gelobt. Wie ihr seht es ziehen immer mehr Quellwolken auf. Mist. Gegen 14:45 Uhr sind wir wieder am Wohnmobil.


Da wir ja erst um 17:00 Uhr runterfahren dürfen bereiten wir hier unser Abendessen vor. Wir haben da wohl was falsch verstanden. Die Auffahrt ist von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr verboten. Die Abfahrt hätten wir auch gleich um 15:00 Uhr machen können. Können denn die nicht lesen. :lol: Aber egal denn so schlecht ist es hier oben ja nicht.
Gegen 17:00 Uhr ist Abfahrt, grobe Richtung Wolkenstein. Zwischen dem Eisacktal und dem Grödnertal im sogenannten Schlerngebiet liegt die Gemeinde Kastelruth. Hier findet man nach dem Ortseingangsschild 2 Bauernhöfe wo man nächtigen kann. Auf der rechten Seite kommt zuerst der „Tirler Hof“ auf der linken Seite kurze Zeit später der „Pilger Hof“,

auf dem wir nachfragen wegen einer Nacht. Aus der kurzen Nachfrage bei der alten Bäuerin (Oma Pilger) wird eine satte Stunde. Sympathisch auf den ersten Blick. Von manchen Menschen weiß man nach einer Stunde mehr, wie von anderen nach einem Tag. Und das ganze ehrlich und ohne Kalkül. Hier fühlen wir uns gleich wohl, hier wollen wir bleiben. WC vorhanden, Strom auf Anfrage, leider keine Dusche, dafür aber einen einfachen aber schönen Übernachtungsplatz der an „Urlaub auf den Bauernhof“ erinnert. Die überaus freundliche und nette Familie Pilger runden den bis dahin schönen Tag ab.
Markise raus, Tisch und Stühle vor das Womo gestellt und frei ist der Blick auf tannengewachsene Höhen zur rechten


und schroffen Felsen zur linken.

Abendstimmung!


Wem bäuerliches Chaos hinter dem Bauernhof stört, wird sich hier nicht wohlfühlen. Richtig gestellt, wie wir es auch durften sieht man davon nichts.

Für Wohnmobilfahrer mit Kindern oder Hunden ein Traum. Stellplatz mit Wohlfühlgarantie und Familienanschluss. Die Kinder der Familie Pilger waren wegen mir bei uns am Wohnmobil. Ich versprühte mal wieder meinen ganzen Charme, :wink: als Gegenzug zeigten sie uns wo man richtig toll Gassi gehen kann. :ja:
Ach ja, Papa ist schon wieder sauer. Und nur weil ich mal schnell der Katze hinterher bin und 10m dünne Kordelleine über seine Hand gezogen habe. Das war wie verbrannt. Zum Glück ist der nicht nachtragend, nach ein zwei Bier am Abend wieder alles vergessen. 22:00 Uhr und die Lichter gehen aus.

Ruhrpottvoller am 14 Jun 2015 16:02:39

Dienstag 26.05.2015 – wieder ein Highlight
Tagesetappe: Grödnertal – Wolkenstein – Sellajoch – Canazei
Tageskilometer: 50 km
Gesamtkilometer: 1510 km
Temperatur: Min.6°/Max.20°

26.05.2015 das ist der Tag warum wir überhaupt im Mai in Südtirol sind – Silberhochzeitstag
Wach um 06:15 Uhr 6°. Da es heute der Tag der Felllosen ist wird erst mal schön ausgiebig gefrühstückt. Zur Feier des Tages gibt’s auch 2 Frühstückseier. :wink: Auf unserem Tisch brennt eine Kerze. Ansonsten ist es ein Tag wie jeder andere. Genau wie die es wollten.
Nach kurzen Klön mit Oma Pilger geht es gegen 11:00 Uhr Richtung St.Martin, St. Ulrich, Wolkenstein. So schlecht wie laut Wettervorhersage vom Sonntag sieht es gar nicht aus. 20°, zwischendurch lugt immer mal wieder die Sonne raus. Auf der Abfahrt ins Grödnertal sinkt die Temperatur rasch auf 9°, es zieht sich zu und beginnt zu regnen. Mist, da stimmte die Wettervohersage vom Sonntag dann leider doch noch. Aber zum Glück ist es nicht der angekündigte Dauerregen sondern immer mal wieder kleinere Schauer.
Der Blick rund um den Übernachtungsplatz an der Liftstation in Wolkenstein (Plan de Gralba) ist wirklich schön. So Hotelbauten mögen wir eigentlich nicht, doch die Kulisse dahinter überwiegt. Das scheint zum greifen nah.

Auf diesen hätten wir auch übernachtet, der wäre genau unser Ding. Man steht hier wieder an einem rauschenden Bach. Viele schöne Wanderwege (Gassirunden) führen durch die Täler und hinauf zu zahlreichen Gipfeln. Hier machen wir auch eine 1-stündige Gassirunde. Für eine längere Wanderung sind wir aufgrund des Wetters noch nicht eingelaufen. Außerdem haben wir erst ein paar km auf dem Tacho und wir beschließen noch den Stellplatz auf dem Sellajoch anzusteuern. Was für eine Landschaft. Immer wieder tun sich einem solche Bilder auf.


Es ist der Hammer. Trotz des nicht gerade schönen Wetters sind wir begeistert.



Doch genau wie auf dem Stellplatz heute Mittag in Gröden ist es uns hier auf 2231m bei 4° einfach zu kalt, zu windig und zu nass. Außerdem müssten wir mal wieder Ver und Entsorgen. Camping in Canazei soll es sein. Der Übernachtungsplatz direkt hinter dem Campingplatz Marmolada eignet sich vielleicht für ein Picknick, aber übernachten würden wir hier nicht, er liegt direkt an der Straße.

Bei uns soll es ja eh ein Campingplatz sein. Der CP Marmolada hat noch geschlossen, öffnet am kommenden Wochenende. Wir übernachten auf dem schönen CP „Caravanpark Miravelle“ in Campitello im Fassatal.


Wir haben das Gefühl Südtirols Campingplätze bewegen sich alle auf hohem Standard. Auch hier wieder, Lage klasse, gelungener und sehr sauberer Sanitärbereich. Hier würde man sich auch länger wohlfühlen. Wir verbringen hier ganz alleine einen schönen Abend. Müde sind wir geh` n zur Ruh. 21:30 Uhr!
Und noch was, heute war ja nur üben angesagt. Morgen ist Kurventag..... geht aber alles ganz gut 8)

Ruhrpottvoller am 15 Jun 2015 13:24:57

Mittwoch 27.05.2015 - wieder ein Highlight
Tagesetappe: Campitello di Fassa - Canazei – Passo di Fedia – Paso di Giau – Passo di Falzerago – Arabba
Tageskilometer: 100 km
Gesamtkilometer: 1610 km
Temperatur: Min.1°/Max.20°


Buon mattino 06:30 Uhr 1° - aber das blaue am Himmel überwiegt am Morgen. 10:30 Uhr geht`s los. Und wie es los geht. Der Wettergott meint es gut mit uns, Sonne, die sich immer mehr durchsetzt läßt das Thermometer schnell die 20° Marke erreichen. Dann der erste Pass. Passo di Feddaia. Was wir hier sehen ist nicht zu toppen.

Dachten wir. Aber das dachten meine Felllosen ja schon öfter. Wenn man dicht an die Marmolada mit ihrem Gletscher möchte, dann sollte man unbedingt den Passo Fedaja fahren. Bei der Auffahrt erreichen wir nach einem Wäldchen ein kleines Hochtal,

welches nach rechts den Blick auf den mächtigen Gebirgsstock der Marmolada freigibt.


Danach windet sich die Strasse gut ausgebaut an der linken Talseite in vier Serpentinen hinauf zur Staumauer und den Lawinengalerien.
Dort finden wir auch den Übernachtungsplatz. Man fährt mit dem Womo über die Staumauer, die den olivgrünen idyllischen See absperrt,

hinauf zum oberen Parkplatz der Seilbahnstation.

Dieser Blick auf den See mit den umliegenden Gletschern. Ein Traum auf Erden. Das letzte Stück der Anfahrt ist ein wenig geröllig, aber man wird belohnt.

der sieht ja aus wie unser nur in hell, ihr wisst schon Hunde sehen doch nur schwarz oder weiss. :lol:

Man was hätten wir Männer (der Felllose und ich) hier gerne eine Nacht verbracht.
Mit Blick auf

Aber DER Felllosen ist es zu kalt. Und es ist kalt. Zur Mittagszeit 3° und halt wie auf allen Pässen sehr windig, gefühlte 0°. Ein letzter Blick zurück.


Leider geht es weiter Richtung Passo di Giau. Bei dem Dörfchen Rocca Pietore entdecken wir an der Straße ein Schild „Bar Pizzeria“ und ein nichtsagendes Schild Richtung Namenloser Campingplatz.

Optisch selbst, von der Lage und auch von den Sanitäranlagen ein Traum. Aber seht selber.





Er heißt Camping Malga Ciapela Marmolda. Hier hätten wir gerne gestanden. Aber wie so oft in unserem Urlaub öffnet dieser Platz erst am 30.05. Auf einem Picknickplatz davor machen wir ein zweites Frühstück.


Hier hätten wir auch übernachtet, ist aber wegen des CP verboten. Nun geht es weiter zum Passo di Giau. Der Passo Giau zählt unserer Meinung nach zu Recht zu den schönsten Pässen in den Dolomiten. Mein bisher schönster Pass dieser Tour. Diese Schönheit bezieht sich sowohl auf die Strasse aus der Sicht von Wohnmobilfahrern, als auch auf die Landschaft mit den atemraubenden garndiosen Aussichten. Ich werde mich hier auf ein Bild beschränken, sonst sprengt das hier den Rahmen.

Die Berge sind zum greifen nahe. Auch der Passo di Falzerago steht dem ganzen in nichts nach. Vom Gefühl her ein wenig sanfter als die anderen Pässe voher. Unser Weg geht weiter Richtung Pordoijoch. In Arabba finden wir einen Stellplatz

der noch geschlossen hat. Stehen kann man gut für eine Nacht, halt ohne Strom, WC und V/E, dafür aber kostenlos. Wenn dieser Platz geöffnet hat, haben die Preise fast CP Charakter. So schön, um für diesen Platz mehr als 20 Teuronen zu bezahlen, ist er dann doch nicht. Ein Blick zum Himmel. Obwohl es gegen 18:30 Uhr schon wieder ziemlich kalt ist, ein Himmel wie gemalt. Knallig blau ohne eine einzige Wolke. Klare Nacht heißt auch immer kalte Nacht, oder? Buanno Notte 21:30 Uhr :wink:

Ruhrpottvoller am 16 Jun 2015 09:46:48

Donnerstag den 28.05.2015
Tagesetappe: Arabba - Pordoijoch – Sellajoch – Grödnerjoch -
Tageskilometer: 80 km
Gesamtkilometer: 1690
Temeraturen: Min.-2°/Max.20


Klare Nacht heißt kalte Nacht
Ich hab es ja immer gesagt der hat noch was vergessen – Wo ist die Skihose?

Das Amaturenbrett warnt uns vor Glatteisbildung auf der Strasse, - 2°. Gut das die Heizung die ganze Nacht an war. Ich hab immer gesagt:“ Cheffe nimm die dicke Hose mit, ich hab schließlich auch watt dickes an“. :lol: :lach: Aber auf mich hört ja keiner, jetzt hat er den Salat. 8) Der Himmel ist immer noch wolkenlos. Unserem nächsten Passtag steht also nichts im Wege. Auf den Pässen wollen wir nicht stehen da es uns einfach zu kalt ist. Der Passo Pordoi ist auch ein Leckerbissen.



Der Blick über das schon zuvor gefahrene Sellajoch


Das Grödnerjoch



Der Stellplatz in Villa Stern ist in der Vorsaison nur als gebührenpflichtiger Parkplatz nutzbar, uns mit 15 €uronen ohne WC/Dusche und Strom einfach zu teuer. Ohne alles, können wir auch an der Liftstation stehen. Leider finden wir den Stellplatztip aus einem Reiseführer (Übernachtungsplatz am Parkplatz Heiligenkreuzkopflift) nicht. Also geht es nach Corvara. Kurz vor der Auffahrt zum Passo di Valperola sehen wir auf der linken Seite ein CP-Schild. Das kommt ja wie gerufen. Dieser öffnet aber erst am 03.06.

Draußen vor dem eigentlichen CP gibt es wohl so was wie einen Übernachtungsplatz. Nix schickes ( Sicht auf die Berge ist durch Bäume versperrt), aber für eine Nacht.

Wir fragen freundlichst in der Reception, die wohl die Eröffnung des Platzes vorbereiten, was hier die Nacht kostet. Die promte Antwort war: "Ob drin oder draußen, der Preis bleibt der gleiche - 32.00 Teuronen". 32.00 €uro für einen Parkplatz ohne alles, ne da stehen wir in jedem Wald besser. Falls wir noch mal in Südtirol sind, da könnte der Cheffe Dauerdurchfall haben, dieser Platz (obwohl der gar nicht so schlecht aussah) wird meinen Rudelführer nicht mehr sehen. :( :x In der nähe von hier, an der Hauptstrasse zum erwähnten Pass gibt es zwei Parkplätze ohne Womo-Verbot die wir vorher nicht wahrgenommen haben.

Kurz beim Gasthaus nachgefragt ob wir denn hier für eine Nacht stehen können. Alles OK. Wir waren nicht die ersten die den Parkplatz zum Übernachten genutzt hätten. Auf Rat nehmen wir den schönen Platz direkt bei der Hütte des Langlaufzentrum Centro Fondo. Natürlich alles ohne Markise, Tisch uns Stühle. Sehr schöne Sicht bei dem Wetter, dazu mit einer Bank, dazu kostenlos.

Das Gasthaus schließt in der Vorsaison um 18:00 Uhr. Wie schade, hier wären wir heute Abend gerne eingekehrt .Aber auch so werden wir satt und verbringen einen sonnigen schönen Abend mit herrlichem Blick. Mir geht`s gut.

Es ist Zehn, wir gehen. Und zwar schlafen. :P

Ruhrpottvoller am 16 Jun 2015 11:25:15

Freitag 29.05.2015
Tagesetappe: Corvara (St. Kassian) – Passo di Valparola – Passo di Falzerago – Cortina d` Ampezzo – Paso di Croci – Misurinasee- Lago di Catarina bei Auronzo – Paso di Alberto – Kreuzbergpass – ?ten – Höllensteintal - Toblacher See
Tageskilometer: 130km
Gesamtkilometer: 1820 km
Temperaturen: Min.0°/Max. 21°



05:30 Uhr 0°, wir sind nicht allein! Nein, nicht wegen Alkohol. Über Nacht haben wir Besuch von zwei Hottehüs bekommen.

Köstlich wie der Cheffe sich erschreckt hat. Jaa, fragt nicht, klar war ich hibbelig wegen des Besuchs. Kaum kommt mich mal einer oder zwei, besuchen, muss ich drin bleiben und nur weil ich hier und da mal ne` Katze gejagt habe. Pferd wäre mir auch ne` Nummer zu groß, da hab ich doch eher Angst, aber das weiß zum Glück keiner. ;D :lach: :mrgreen:
Abfahrt ist gegen 08:00 Uhr. Noch ist das Wetter schön. Nach dem Passo di Valparola

und dem Passo di Falzerago fahren wir durch die hässliche Touristenburg Cortina d` Ampezzo. Dort nehmen wir erst im zweiten Versuch ( nicht gerade gut ausgeschildert) den Abzweig zum Passo di Crocci der uns zum Misurinasee bringt. Gott sei Dank sind wir so früh losgefahren und können diesen wunderschönen See touristenleer genießen. Und auch nur so ist er wunderschön.


Ab 11:00 Uhr kann man hier Bus um Bus beobachten und der Rundweg des zuvor noch ruhigen Sees füllt sich zunehmend.
Wie immer an solchen Touristenmagneten wurde auch hier an der Kostenschraube gedreht. Die überteuerte Maut zur Auronzohütte sparen wir uns, auch dem Stellplatz können wir nichts abgewinnen. Es geht weiter Richtung Lago di Catarina bei Auronzo di Cadore (auch ein schöner See, nur wesentlich ruhiger).

Hier gibt es den CP Europa der auch geöffnet ist. Auch eine Entsorgungsstation entlang der Straße gibt es hier, vorbildlich. Über den Passo di Alberto (wo haben die den ausgegraben) erreichen wir den Kreuzbergpass. Klasse Gegend mit wirklich schönen Bergen.

Die eigentliche Passhöhe gefällt uns wegen der Hotels gar nicht. Und, uns ist es hier oben am Freitag (selbst in der Vorsaison) zu voll. Hier gilt schon eher. Sehen, und gesehen werden. Hier ein Treffen des Porsche-Clubs. Dort bei den BMW-Fahnen ein Convoi vom BMW Autos. Am Parkplatz ein Cabrio-Treffen. Andere Ecke tagt ein Oldtimer-Club, der Rest ist voll mit Bussen. Es reicht an Rummel. Weiter geht`s. Kurz nach der Passhöhe findet man immer wieder schöne Übernachtungsplätze, diese sind auch wieder ruhig.


Wir erreichen wir den Caravanpark ?ten. Das ist angeblich der CP überhaupt. Der gute Ruf hat auch seinen Preis!!! Wir wollen uns auf den schon wirklich vollen Platz nicht noch dazwischen zwängen und fahren weiter nach Toblach und nächtigen auf dem CP „Toblacher See“. Auch dieser Platz ist recht gut gefüllt. Auch hier wieder sehr saubere Sanitäranlagen.
Der CP liegt eingettet in einem von Nadelbäumen bewachsenen Bergtal. Einfach ein schönes Fleckerl.
Aber und gerade am Wochenende auch nicht gerade ruhig.
Hier in Toblach gibt es auch noch den CP Olympia. Ab 20:00 gewittert es als gäbe es keinen morgen. Gegen 22:00 Uhr geht es begleitet vom prasseln des Regens ins Bettele.

Ruhrpottvoller am 16 Jun 2015 12:32:28

Samstag 30.05.2015
Tagesetappe: Toblacher See – Pragser Wildsee – Toblach – Brückele
Tageskilometer: 60km
Gesamtkilometer: 1880 km
Temperatur: Min.6°/Max.20°


06:15 Uhr 6°. Wetterbericht sagt sonnig bis wolkig, ab mittags örtliche Schauer. Wir sind auf einem CP. Da wird morgens immer mal gebummelt.

Das ist ein Fehler wie sich später herausstellt. Heute haben wir es nicht weit, der Pragser Wildsee ist unser Ziel. Gegen 12:30 Uhr sind wir da. Ein Bild des Grauens. Auf der Straße zu den Parkplätzen staut sich schon der Verkehr. Diese Parkplätze sind so überfüllt das man auf wegfahrende Gäste hoffen muss. Wir haben Mai ( Wochenende, obendrein noch ein langes denn Dienstag ist italienischer Staatsfeiertag), was muss hier erst mal in der Hochsaison los sein. Das wollen wir uns nicht antun. Wir fahren zurück und nehmen rechts den Abzweig zum Brückele/Plätzwiesen. Am Parkplatz beim Brückele ist Schluss….!!!! Ein Schild verbietet die Weiterfahrt zu den Plätzwiesen von 0-24 Uhr.

Hier unten am Parkplatz Brückele ist es aber auch sehr schön. Die Parkgebühr von 08:00 – 16:00 Uhr beträgt 3 Euro, sehr moderat.
Wir fahren aber erst mal zurück, da wir nochmal runter in den Ort zum einkaufen wollen. Da ja morgen Sonntag ist, da hat alles zu. Wir haben also Zeit denn die Geschäfte öffnen erst wieder um 16:00 Uhr. Bei der Abfahrt kommt auf der rechten Seite ein schöner Picknickplatz mit Tisch und Bänke.


Hier genießen wir in aller Ruhe eine Zwischenmahlzeit. Hier könnte man auch Nachts stehen, es gibt keine Verbotsschilder, zwar direkt an der Straße aber Nachts bestimmt Totenstill. Nach dem Einkaufen fahren wir wieder zum Brückele und verbringen für 0 €uronen einen schönen Spätnachmittag in herrlicher Bergkulisse.

Der Abend ist ruhig wie eh und jeh und endet gegen 22:00 Uhr.

Ruhrpottvoller am 16 Jun 2015 15:37:28

Sonntag 31.05.2015
Tagesetappe: Parkplatz Brückele – Pragser Wildsee – Brunneck – Antholzer Tal – Obersee
Tageskilometer: 60 km
Gesamtkilometer: 1940 km
Temperatur: Min.6°/Max.18°

Seitensprung !!!

06:00 Uhr 6°. Eigentlich stand heute wecken auf dem Plan. Man wollte noch mal den Pragser Wildsee versuchen. Doch das wecken blieb aus. Deshalb muckte der Rudelführer auch rum. Nach kurzer und knapper Absprache ging es dann doch noch zum Pragser Wildsee. Und das war auch gut so.
Kurz nach 07:00 Uhr geht`s los. Gegen 07:30 Uhr sind wir auf Parkplatz 2. Parkplatz 3 ist eh für Wohnmobile gesperrt. P1+P2 sind landschaftlich nichts besonderes aber hier könnte man gegen Gebühr über Nacht stehen. Wer den Pragser Wildsee an einem Wochenende besucht sollte das vor 09:00 Uhr oder am Abend machen. Der See an sich in seiner Schönheit kaum zu übertreffen. Wie muss das erst mal bei klaren Wetter wirken.



Das große Hotel wirkt trotz der Größe als nicht störend. Bis auf ein paar Angler haben wir den See für uns alleine. So woll`n wir`s haben, so soll es sein. Freundlich bei der Besitzerin des Hotels nachgefragt ob man über Nacht stehen kann weißt Sie in der Vorsaison und Wochentags meist diesen Platz direkt an der Kapelle zu. Hier hätten wir gerne gestanden.

Auch mir gefällt der See ganz gut.

Aber ab 09:00 Uhr öffnet der Parkplatzwärter seine Hütte und es rollt PKW um PKW und Bus um Bus zu den Parkplätzen. Da wir nicht genächtigt haben brauchen wir auch keine Parkgebühr bezahlen. Unser Frühstück das wir heute Morgen versäumt haben, holen wir auf einem wunderschönen Wanderparkplatz mit Picknickganitur (ohne Schild, vom Pragser Wildsee kommend auf der rechten Seite) nach.


Hier stehen auch keine Verbotsschilder, also könnte man hier auch nächtigen. Gut gestärkt ist halb gewonnen. Weiter geht die Fahrt Richtung Brunneck, nach Oberwielenbach zu den Erdpyramiden. Beim schönen Olanger See halten wir nicht.

Entweder ist dieses Wochenende Beginn der Hochsaison oder die Italiener machen gerne Wochendausflüge. Die Straßen sind ganz schön voll. Und es gibt eine Routenänderung!!! Bevor wir zu den Erdpyramiden wollen machen wir einen Abstecher ins Antholzer Tal mit dem Antholzer See. Auch hier ist es nicht gerade leergefegt. 90 % der Autos die hier stehen haben italienische Kennzeichen. Der See gefällt uns gut, ist noch nicht so aufpoliert wie andere schöne Gegenden.

Wir wollen aber noch weiter zum Stellplatz am Obersee ( 300 m auf Osttiroler Seite – Seitensprung nach Österreich) Trotz der Einbahnstraßenregelung die durch eine Ampel geregelt ist eine ziemlich enge Auffahrt. Doch die Kurbelei lohnt sich. Einer der schönsten Stellplätze die wir in unserem Urlaub besucht haben.


Blick von der anderen Seeseite auf den Stellplatz

Blick vom Obersee auf den Antholzer See

Fast keine Touristen (wegen der schmalen Auffahrt?), ein Stellplatz in Traumlage zwischen dem Antholzer Tal und Österreichs Natsionalpark Hohen Tauern. Wir verschieben die Erdpyramiden auf morgen. Hier wollen wir unbedingt eine Nacht verbringen. Wir machen eine 1 – stündige Gassirunde mit Umrundung des Sees. Zur Belohnung gibt’s für den Cheffe ein Bierchen im Gasthof Obersee-Hütte. Leider spielt das Wetter nicht mit und es zieht sich zu.
Abenstimmung!!!


Regenstimmung!!!

Vom Gasthof, dem See und den umliegenden Bergen ist nicht mehr viel zu sehen. Es schüttet junge Hunde. Zapfenstreich gegen 21:30 Uhr.

Eddy am 16 Jun 2015 16:32:09

Tolle Bilder und toll erzählt.........

Bitte weitermachen, Eddy

frankjasper8 am 16 Jun 2015 16:50:26

Shadow, da haben Deine Felllosen Dir aber `nen schönen Urlaub gesponsort. Wenn ich den Bericht so täglich verfolge bekomme ich richtig Lust, das alles selbst anzusehen. Bei den Bildern wird selbst die dickste Regenwolke zum Sonnenstrahl... :ja:
Wirklich sehr schön gemacht! :gut:
Ich freue mich auf die Fortsetzung! :)

harrymobil am 16 Jun 2015 18:01:48

:dankeschoen: für den lebhaften Bericht und den tollen Aufnahmen.

Obwohl wir zu allen Jahreszeiten wiederholt in Südtirol waren, konnte ich noch einige leere Flecken entdecken.
Südtirol, du siehst uns auch bald wieder :ja:

Ruhrpottvoller am 17 Jun 2015 11:52:17

Montag 01.06.2015
Tagesetappe: Obersee – Erdpyramiden in Perscha bei Brunneck – St.Martin – Villnöß
Tageskilometer: 100 km
Gesamtkilometer: 2040 km
Temperatur: Min. 5°/Max. 22°


Baumfällertrupp!!!

Gegen 02:00 Uhr wird der Cheffe wach. Das wodurch er wach wird hört sich an wie eine Truppe Waldarbeiter die den Wald abholzen. War mir klar das der wach wird, denn ich konnte auch nicht schlafen. Waldarbeiter mitten in der Nacht? Nee, es war Frauchen, die schnarcht. Aber das war kein schnarchen, das war schon mehr sägen. :lol: :ja:
Die Nacht ist für diese Höhe (2016m) und der Nähe zum Wasser mit 7° recht lau. Wer kennt ihn nicht den Spruch: „Kein Bier vor vier“? Aber der sich wahrscheinlich auf vier am Nachmittag bezieht. Aber egal, irgendwo auf der Welt wird schon 16:00 Uhr sein und der Rudelführer macht es. Bewaffnet mit Fleece und Decke gönnt er sich auf einer Bank am See bei Mondesschein, 2 Bier und 2 Whiskey-Orange. :wink: Der Whiskey war eigentlich für Mamas Kakao :eek:
Gegen 05:00 Uhr 5° taumelt er glückselig ins Bett. 07:30 Uhr, ja nee iss klar, wacht er mit „Heute Morgen hab ich Kopfweh“ auf. :D Blauer Himmel 10°.

Als Strafe fürs sägen muss heute der Sägetrupp die Fahrt zu den Erdpyramiden machen. Papa geht`s nicht gut. Bis zu den Erdpyramiden ist es ja auch nicht weit. Zurück geht es wieder auf der Straße wo wir hergekommen sind, eine Pipirunde beim Antholzer See mit Sonnenschein.

Weiter geht’s zu den Erdpyramiden in Oberwielenbach.
Die sehen sehr unwirklich aus, wie aufgelegt. Aber nach einer Woche Hochgebirgslandschaft wirkt das auf den Betrachter ziemlich mager.
:lol:
Erdpyramiden bei Oberwielenbach / Bruneck

Die Erdpyramiden in Percha - Vor einigen hundert Jahren entstand durch ein Unwetter ein Erdrutsch, der den damals bestehenden Karrenweg zwischen „Thalerhof" und Aschbach unterbrach. Es wäre leicht gewesen, die Abbruchstelle mit Erde aufzufüllen, doch es tat niemand, da es keine wichtige Verbindung war. Im Jahre 1882 kam es wieder zu einem großen Unwetter und es bildete sich ein großer Graben. Durch wiederholtes Abschwemmen und Auswaschen der Seitenhänge blieben die lehmhaltigen Säulengebilde mit den darauf liegenden Steinen stehen. Diese Erdpyramiden verändern sich ständig, besonders im Winter und Frühling bilden sich immer wieder neue Säulen: Die Erosionszone liegt in einer Höhe von 1550 bis 1750 Metern und bildet das bedeutendste Erdpyramidenvorkommen des Pustertales, auch wegen der so unterschiedlich großen Gebilde.







Gegen 13:00 Uhr sind wir wieder am Womo und Frauchen beschließt noch weiter in Villnößtal zu fahren. Papa hat immer noch Kopfweh. Bei St.Lorenzen geht`s ins Gardertal. Hier ist alles ein wenig sanfter, die Berge nicht mehr so schroff und nah, zumindestens kommt es uns so vor.

Bei St.Martin im Thurn hinauf zum Würzjoch.

ER hat immer noch Kopfweh!! Die vielen Kurven auf der anderthalb spurigen Straße tun ihr übriges. Am Würzjoch bietet sich wieder ein herrliches Gebirgspanorama mit roten Felsschattierungen.


Die Berggasthöfe sind der Gegend entsprechend angepasst, aus Holz gebaut oder zu mindestens mit Holz verkleidet. Vom Würzjoch ist es nur noch ein Klacks bis ins Villnößtal.
hätte ich es mit so blauen Himmel gesehen, wären wir hier geblieben!!!
Weiter, doch leider bleibt die Straße schlecht, kurvig, eng und rumpelig. Es sind gar nicht die engen Kehren die einem zu schaffen machen, sondern die schlecht einzusehenden Kurven.
Gegen 18:00 Uhr kommen wir am Wanderparklatz bei der „Zanser Alm“ an. Wirklich toller Platz für 10 €uronen, mit ein wenig Glück – Blick auf die Geislerspitze. Wer nach 19:00 Uhr kommt und bis 07:00 Uhr den Parkplatz verlässt, steht umsonst. Wir nächtigen mit einem weiteren Womo auf dem rechten oberen ebenen Parkplatz kurz vor der Zanser Alm. Am Gasthof „Sas Rigais“ hätten wir aufgrund des morgigen Feiertages nicht stehen wollen, er ist uns zu voll. Schade den hier würde man die Berge sehen. Ansonsten entspricht unser Übernachtungsplatz genau dem was wir uns vorstellen, ruhig im Wald gelegen, Bänke und Tische sowie Mülltonnen vorhanden.




Zanser Alm
Romantisch gelegene Almwirtschaft, umgeben von sattgrünen Bergwiesen - mit Blick auf die Geislerspitzen. Die Zanser Alm ist seit diesem Jahr unter neuer Führung. Die Geschwister Vera und Michael verwöhnten uns mit traditionellen, Südtiroler Köstlichkeiten - sprich 2 legga Bierchen :lach:
(soll ja gegen Kopfweh helfen) :ja: Obendrein gibts von der Vera noch ne`grüne Nummer!!! Nee, nicht auf der Wiese :lach: Frauchen war doch dabei ;D
Das ist eine Telefonnummer wo man sich Auskunft über Alpenpässe holen kann. Ist ja immer noch nicht klar ob der Rückweg über das Timmersjoch oder die alte Brennerstraße führt.
Schluss mit lustig ist schon um 21:30 Uhr. Der Sägetrupp ist müde vom fahren, ich vom Kurvenliegen und der Mr. Kopfweh vom Beifahren. 8) Ade!

Ruhrpottvoller am 18 Jun 2015 11:01:55

Dienstag 02.06.2015 (italienischer Staatsfeiertag)
Tagesetappe: Villnößtal – Brixen – Sterzing – Pferschtal - Achensee
Tageskilometer: 180 km
Gesamtkilometer: 2220 km
Temperaturen: Min.8°/Max.28°


Papa schläft aus – Mama macht Krach und zwar um 06:00 Uhr. Alles wie gehabt nur umgekehrt!
Der Felllose kommt gegen 07:30 Uhr, 8°. O9:30 geht es Richtung Brixen/Sterzing los. Timmelsjoch oder alte Brennerstraße? Wir entscheiden uns wegen der späten Uhrzeit für die alte Brennerstraße. Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben. Denn wir sind uns sicher, wir kommen nochmal wieder. Dann machen wir das Timmelsjoch eben dann.
Leider neigt sich unsere Südtirol/Trentino-Tour dem Ende zu. Unser letztes Tal in Südtirol ist das Pferschtal.

Ein richtig schönes Tal, ganz nach unserem Geschmack.
Aber den Felllosen gefällt weder der Übernachtungsplatz beim Ladurnslift noch der Parkplatz beim Hotel Feuerstein. Ihr wisst, da sind meine Felllosen ein wenig eigen. :ja: 8) Aber schön ist was gefällt. Bei der Abfahrt kommen zwischen Haus Linz (linke Seite) und dem Lift auf der rechten Seite zwei schöne Wanderparkplätze mit Tisch und Bank, Mülltonnen dazu direkt an einem rauschenden Bach. (Keine Verbotsschilder, also könnte man hier auch nächtigen). Hier machen wir gerne eine Pause.



Voller Demut sagen wir „Arividerci Italia“. :cry:

Aufgehts es über die alte Brennerstraße mit der Spannung was uns erwartet. Das Womo lacht sich kaputt. :lach: :lach: :lach: Das war der leichteste Pass neben dem Reschenpass den wir gefahren sind. Da war das schäbige :( und volle Innsbruck viel schwerer zu fahren. Zwischen Innsbruck und Kiefersfelden wollen wir nächtigen. Die Stadrundfahrt in Innsbruck kostet uns viel Konzentration. Am Abzweig B 181 planen wir wieder um. Schnell mal in den Stellplatzführer geschaut und unser neues Ziel heißt: „Caravanpark Achensee“.

Der Aschensee liegt schön eingebettet in nicht mehr so schroffe aber deshalb nicht weniger schönen Bergen. Der Stellplatzt kostet allinclusive 28.00 €uronen vor der Schranke, eine Menge Holz, aber wir hatten auch keinen Bock mehr zu fahren. Der Platz ist allererste Sahne mit 5* Sanitär.

Ganz besonders für Camper mit Kindern ist dieser CP eine Wucht. Einen Kinderspielplatz in dieser Größenordnung und Schönheit haben wir noch nicht gesehen.

Außerdem gibt es für Schlechtwettertage ein Kinder und seperaten Jugendraum. TOP!
Ich halt mal Ausschau nach der Mizekatze. Ne` kleine Jagerei, das wär jetzt TOP!!! :!: :wink:
Hier am Aschensee gibt es noch drei weitere Campingplätze. CP Wimmer und CP Schwarzenau am See, sowie CP Seeblick Toni. Das Wetter spielt mit. 28° am Tag und auch der Abend ist schön lau. Wenn es nicht so schön wäre, könnte man heulen. Fast ist unser Urlaub zu Ende, schon wird das Wetter schön. Wir essen zu Abend draußen, und man glaubt es kaum, das ganze ohne Jacke. So fühlt sich Urlaub. 8) Bei Kerzenlicht und legga Bierchen sitzen wir im T-Shirt bis 00:00 Uhr vor dem Womo. Na dann gut Nacht.

Ruhrpottvoller am 18 Jun 2015 11:27:13

Mittwoch 03.06.2015
Tagesetappe: Aschensee – Scheinfeld
Tageskilometer: 390 km
Gesamtkilometer: 2610 km
Temperaturen: Min.10°/Max.28°


05:45 Uhr 10° was für Temperaturen am Morgen. 09:00 Uhr geht es los Richtung Scheinfeld, dem schönen Platz vom Anfang unserer Tour. Das Thermometer klettert nochmal auf 28°. Höchstwerte die letzten beiden Tage. Wir wissen nicht ob wir :lach: oder :cry: sollen. Urlaubswetter, und das aber erst auf der Rückreise. Heute am letzten Tag wird der Gas-grill eingeweiht.

LEGGA! Datt iss ne`Wurst. Zwei Felllose und drei Würstchen :?: Hoffentlich ist die dritte Wurst für mich. :P Nach dem Grillen sitzen wir noch gemütlich vor unserem Wohnmobil und genießen den letzten Abend. Gegen 00:00 ist Schicht im Schacht. Ach ja, böse Menschen diese Felllosen, die Wurst war nicht für mich. :cry:

pipo am 18 Jun 2015 11:47:20

Ich lese schon seit Tagen amüsiert den Fellnasen Report.. :ja: :lach:

Vielen Dank für die tierischen Einblicke :daumen2:

Ruhrpottvoller am 18 Jun 2015 11:56:09

:roll: Korrektur - Aschensee: :roll:

Der Campingplatz Seeblick Toni liegt nicht am Aschensee, sondern am Reintaler See in Kramsach.

Ruhrpottvoller am 18 Jun 2015 12:30:57

Tagesetappe: Scheinfeld – Ruhrgebiet
Tageskilometer: 430 km
Gesamtkilometer: 3040 km
Temeraturen: Min.10°/Max.25°


letzter Tach
Morgähn gegen 07:45 Uhr 10°, Tendenz steigend. Wo wir sonst um diese Zeit mit voller Wintermontur saßen ist hier und heute T-Shirt angesagt. 09:00 Uhr 17°.

In Ruhe Frühstücken, zusammen räumen und an der Cleanstation Grauwasser entsorgen. Stadtbesichtigung von Scheinfeld. Schönes altes Dorf im Kern.

Auf der Landstraße genießen wir die letzen Züge des Steigerwaldes.

Ab 11:00 Uhr heißt es dann ab auf die Autobahn.
17:15 Uhr, das Ruhrgebiet hat uns wieder.


Aus! Aus! Aus! das Spiel ist aus. Ja nicht das Spiel aber unser Urlaub. Haben fertich!!!

ilonqa am 18 Jun 2015 12:33:04

Danke für den Klasse Reisebericht und die Fotos!

Ruhrpottvoller am 18 Jun 2015 13:55:28

Fazit: Nach dem Urlaub heißt vor dem Urlaub

Erst mal vorweg. Es war ein wunderschöner Urlaub mit wirklich

beindruckenden Bergen,




tiefgrünen Seen



und lieblichen Tälern.

Danke nochmals für eure ganzen Tipps, aus denen unsere Wohnmobilreise eine runde Sache wurde. Oft habe ich belächelt wenn man sagte das Südtirol ist was ganz besonderes. Ich kenne (außer Frankreich) die Alpen schon recht gut, aber eine solche Vielzahl an unterschiedlichen Bergen, (manchen waren wir so nah wie nie), viele Panoramen erinnerten fast schon an Kanada, sowas haben wir noch nicht gesehen.
In meiner Planung war ich zu blauäugig. Viele haben mir von Wetterkapriolen im Mai berichtet und den September als bessere Reisezeit vorgeschlagen. Ich habe gedacht es geht gut. Wettertechnisch ging es aber nicht gut. Ich hätte es besser wissen müssen. Bei vielen Urlauben in den Bergen waren wir fest an einem Ort ( ich sag jetzt mal auf 1000m) sind dann z.B. die Großglockner Hochalpenstraße gefahren. Dort oben war es dann ähnlich kalt und windig wie auf Südtirol`s Pässen, aber danach fährt man wieder ins Tal und alles ist gut. Wir hatten schon mal eine Almhütte auf 2000m, da war es Abends auch kalt und nix mit draußen sitzen. Bei den vielen Pässen die wir gefahren sind war es klar das es kein richtiger Sommerurlaub wird. Und wenn wir mal weiter unten waren, war oft der Regen störend.
Aber alles in allem ein unvergeßliches Erlebniss.
Eigentlich wollte ich hier eine Topliste von Stellplätzen, Campingplätzen, Pässen und Seen posten. Aber das wird den anderen Plätzen nicht gerecht. Schön war irgendwie alles. Manche Beurteilung wäre vielleicht besser ausgefallen wenn das Wetter besser gewesen wäre. Manches war vielleicht TOP weil wir es für uns alleine hatten. Und die Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden, so muss dann jeder für sich selber entscheiden was TOP oder FLOPP ist.


Woran man unbedingt denken sollte:
12 Volt Ladekabel für alle technischen Geräte
Skihose (zu mindestens im Mai)
Salatschüssel – Salat im Kochtopf angemacht sah schon lustig aus, :lol: :lach: aber geschmeckt hat`s trotzdem.
Vernüftige EU – Pakete für das Smartphone, entweder war ich zu blöd oder die Aldi EU-Pakete taugen nichts!
So, dann plan ich mal den nächsten Urlaub für Südtirol/Trentino. Nächstes Jahr dann ab der zweiten Septemberwoche. So viel planen brauch ich ja gar nicht mehr. Einiges werde ich nochmal besuchen, vieles was dieses Jahr als Alternative auf meinem Zettel stand werde ich versuchen und schon reicht das um 3 Wochen zu füllen. Auf jeden Fall werde ich wieder die Reiseführer aus dem WOMO-Verlag „Mit dem Wohnmobil durch Südtirol“ + „Mit dem Wohnmobil durchs Trentino“ mitnehmen. Klasse Bücher!!! Ich hoffe ich konnte euch auch ein paar wertvolle Tipps für eure hoffentlich nächste Tour geben.
Quid pro quo (lat.: dieses für das)
manus manum lavat („Eine Hand wäscht die andere“)
do ut des („Ich gebe, damit Du gibst“).


"Ohne Hund wäre mein Haus sauber, mein Portemonaie voll
aber mein Herz wäre leer..."


mit lieben n
der Felllose 8)

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