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Wie wir euch versprochen haben, haben wir nun den Reisebericht Spanien 2006 fertig. Es sind 21 DIN A 4 Seiten geworden.
Um euch nun nicht gleich zu verschrecken, werde ich den Bericht in kleineren Häppchen aufteilen, es sind auch Fotos dabei.
Nun den viel Spass dabei .....
Ach so ja was ich noch vergessen habe, das was meine Maus und ich schreibe, sind unsere Persönlichen eindrücke, und Spiegelt unsere Meinung dar.
Spanien 2006
3.11.2006
Michel hatte uns gesagt, dass Toshi ihn am Nachmittag nicht nach Hause bringen könne, und er hatte Eltern gefragt ob sie ihn holen könnten. Da er am Samstag auch arbeiten musste, Toshi aber nicht, sagten wir, wir fahren erst Samstagnachmittag los.
Ich hatte um 11h30 Schluss gemacht und fuhr dann zu Mike in die VZ Bern. Irgendwie war mir noch gar nicht nach Urlaub. Konnte das nun wirklich sein? Wirklich Urlaub? Ich konnte es mir nicht vorstellen, genauso wenig wie dass wir 3 Wochen nach Spanien reisen würden. Nunja, morgen eben. Mal sehen. Ich würde auf jeden Fall genügend Zeit zum Packen usw. haben. Am Donnerstag konnte ich leider gar nichts tun, da es mir nicht gut gegangen war.
So tuckerte ich gemächlich hin, rief ihn dann an um ihm zu sagen dass ich vor dem Restaurant Eingang auf ihn warte. Er kam dann wenige Minuten später auch und sagte mir, wir können gleich auf Michel warten, denn der würde jetzt auch her kommen. Ok. Also wir hoch, wie wir oben an kamen ging Michel grad raus. Wohl hatte er jetzt Pause gehabt und musste noch kurz arbeiten, denn er hatte gesagt bis 13h.
So war es dann aber nicht, er kam dann her und wir konnten sofort los. Er hatte ausserdem noch eine Überraschung für uns bereit, er sagte wir sollen nachher gleich los fahren, denn er müsse morgen eben doch nicht arbeiten. Er hätte es extra für uns so eingerichtet. Oh? Na super, danke Michel!
So fuhren wir nach Hause, assen bei Eltern und packten dann hastig alles ein. Dass wir einiges zu Hause vergessen würden war uns klar, aber was macht das schon.
Start 15h20 in Grolley (vorher noch rasch zum Denner, Getränke holen, dann ab nach Avenches auf die Autobahn. Ich hatte die CD rein gelegt die Michel mir gebrannt hatte. Super Musik, ein super Ferienstart bei supermässigem Wetter, was will man mehr?
Irgendwo auf der Autobahn Richtung Genf überholte uns ein französisches WOMO, der Fahrer gab uns Zeichen. Hö? Was? Ach so, er zeigte nach oben und kurbeln. Also ging ich rasch nach hinten und bemerkte, dass die Dachluke hinten lose war. Also rasch zugekurbelt und fest gehackt und dann wieder nach vorne.
Den 1. Halt machten wir zwischen Lausanne und Genf. Es war saukalt da draussen, trotz Sonne. Mittlerweilen war 16h40 und wir waren im Relais de la Côte.
Die Fahrt konnte weiter gehen. Wir fuhren immer gegen Südwesten, der untergehenden Sonne entgegen. Die Blondine im Navi-System war brav dabei, die brauchten wir später dann auch wirklich, doch vorerst durfte sie ruhen.
Lyon, 19h20, dunkel, viele Autos, viele Strassen! Maut von Genf bis hier (ca. 140km) sage und schreibe 20 Euronen! Das ist dann doch sehr happig.
lockenhaupt am 10 Dez 2006 18:48:20
Blondine wurde programmiert uns auf Mautfreien Strassen weiter zu leiten. Das tat sie auch brav.
Irgendwo zwischen Lyon und Valence wurden wir müde und da in der Nähe gerade ein Buffalo Grill war, hielten wir an. Da war ein grosser Carrefour Parkplatz. Wir dachten ja zuerst wir könnten hier nicht nur parken um essen zu gehen, sondern auch hier übernachten, doch ab 21h45 würde das Tor geschlossen und würde auch bis am nächsten Morgen zu bleiben, also war das dann doch nichts. Doch zum Essen war genug Zeit. So dackelten wir gemütlich rüber zum Buffalo Grill und assen was Tolles. Mike bestelle sich einen Bison-Burger, mir war nicht nach viel essen, so bestellte ich mir nur einen Garnelencocktail mit rosa Grapefruit. Schmeckte super.
Wir gingen wieder zum WOMO zurück, das stand noch brav da und hatte sich nicht ausrauben lassen. Etwas mulmig war mir schon als wir es alleine gelassen hatten. Mit dem VAN war das Reisen dann doch anders gewesen, Sorgloser, denn der VAN hat auch nicht so nach Reich ausgesehen, da die Farbe ja schon arg abgeblättert war. Hier hingegen, mit einem nagelneuen WOMO, könnte man glatt denken bei uns ist der Wohlstand ausgebrochen und es gibt was zu holen bei uns. Ich gebe es zu, zuweilen bin ich total paranoide.
Man beachte die Inschrift hinten auf dem Wagen sowie der Zustand vom Fahrzeug (pour bien choisir votre CHAUFFAGE, commencez par bien choisir votre PLOMBIER zu Deutsch : um Ihre Heizung gut aus zu wählen, fangen Sie damit an einen guten Installateur zu suchen) Also den hier würde ich nicht nehmen, wenn der genauso arbeitet wie seine Karre aussieht….
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lockenhaupt am 10 Dez 2006 18:48:44
Wir fuhren durch diese Stadt ohne Namen und Mike fand für uns einen Schlafplatz, auf dem nicht abgeschlossenen Parkplatz von einem Intermarché, inmitten dieser Stadt-ohne-Namen. Da stellten wir uns erst mal hin, machten die Schotten dicht und legten uns hin. Mike bereit für die Nacht, ich in meinen Sachen. Mike wunderte sich und fragte ob ich jetzt den ganzen Urlaub in meinen Sachen schlafen will? Neeeee natürlich nicht! Aber hier, man weiss ja nie, könnte ja sein Nachts klopft wer an, die Polente z.B. und verscheucht uns, und dann will ich ja wohl kaum im Nachthemd da stehen.
Mike schlief auch ziemlich schnell ein.
Ich hatte das Gefühl dass ich wohl nie einschlafen würde. Hinter uns die Bahn, vor uns die Strasse, und wir mitten auf dem hell erleuchteten Parkplatz wie auf einem Präsentierteller. Total vertrauenswürdig… Wobei, schlimmer wäre ja gewesen in einer dunklen Ecke. Wenn es jedoch so hell erleuchtet ist… Nunja, ich schlief irgendwann dann wohl doch ein, schlief aber gar nicht gut. Ist jedoch meine eigene Schuld, denn die Ecke war ansonsten prima und total ruhig (abgesehen vom Verkehrslärm).
Gleich neben uns, am Eingang zum Parkplatz eine billige Tankstelle. Diesel 1.01 Euro, Benzin 1.14 Euro. Na das sind doch Preise!
Irgendwann wachten wir auf und fuhren weiter durch die Nacht, Blondine leitete uns brav. Das ist das gute am WOMO, man ist total unabhängig und kann fahren wann man will, schlafen wann man will, ohne Zwang und ohne Probleme. Wie die Zigeuner, einfach umher streifen.
lockenhaupt am 10 Dez 2006 18:49:41
4.11.2006
Gegen 4h hielten wir irgendwo hinter Montélimar (Montélimar, als wir dies durchquerten sah ich die Nougatfabrik und erzählte Mike von den Nougat-Stangen die Mama früher ab und zu am Kiosk gekauft hatte) hielten wir an und machten Kaffee. Hach ist das nicht herrlich? Hey, wir haben URLAUB!!!!!
Irgendwie konnten wir es doch noch nicht ganz glauben. Bestimmt kam gleich die Meldung ätsch war nur Verarschung, Montag müssen wir ja doch arbeiten gehen.
Der Mond schien hell in dieser Wolkenlosen Nacht. Er war fast voll.
Wir fuhren weiter.
Ich weiss nicht wo wir diese Nacht alles durch gefahren sind, auf jeden Fall von Lyon Richtung Nimes, Montpellier, Perpignan.
Irgendwo auf der Strecke, wir fuhren durch eine Stadt, der Rhone entlang, sah ich auf der rechten Seite 4 oder 5 Kühltürme eines AKW’s. Der eine davon war hell erleuchtet und darauf war ein sehr grosses Bild zu erkennen, das von oben bis unten ging. Es zeigte eine Pyramide, und ein Kind das daneben sass und gerade den obersten Würfel weg nahm, darunter kamen Strahlen heraus, die Pyramide strahlte von innen heraus. Na wie passend… Strahlen….
Irgendwo hinter Nimes hielten wir wieder an, nochmals bisschen schlafen. Es war sehr windig und sehr kühl hier. Zum Glück hat man ja gute Bettdecken und eine gute Heizung dabei.
Gegen 8h fuhren wir wieder los.
Nach Montpellier sahen wir das Meer. Naja, nicht so direkt, nicht mit Strand und so. Es sah eher wie ein See aus. In Wirklichkeit war es schon das Meer, eine seichte Bucht, die durch einen wohl künstlichen Damm vom offenen Meer abgetrennt war. Überall in diesem Salz-See waren Gestelle zur Muschelzucht zu sehen.
lockenhaupt am 10 Dez 2006 18:50:21
Wir entdeckten am Strassenrand einen genialen Rastplatz und hielten an. Es war einfach einmalig, dieser Ausblick über diesen Salzsee in der Morgensonne, die Gegend, die Tatsache dass wir Urlaub hatten und die Tatsache, dass wir beide noch nie in dieser Gegend gewesen waren.
Mike fragte ob wir draussen auf dem Steintisch essen könnten, natürlich war ich sofort mit dabei. Ich zog mir Bärbel’s Pulli an und dachte dann das würde reichen. Nun, ich musste nochmals ins WOMO und mir noch meine Jacke holen. Es war äusserst windig hier und sehr kühl und wir hofften, dass die Temperatur in Spanien dann nicht ganz so kühl sein würde.
Wir schleppten unser Essen mit nach draussen und assen unsere Brote. Mike wollte sich noch ein letztes vorbereiten, aber drinnen essen, denn es war dann doch zu kühl auf die Dauer. Er schmierte sich ein Brötchen und legte sich eine Salamischeibe oben drauf. Ein Windstoss und plätsch… die Wurstscheibe lag auf dem Boden. Ich musste so lachen. Das war wieder typisch Mike. Sowas kann irgendwie nur ihm passieren.
Wir fuhren wieder weiter. Nach mittlerweilen fast genau 24 Stunden erreichten wir Perpignan gegen 14h40. Es gab Stau auf der Stadtautobahn. War aber nicht so schlimm.
Kurz vor Spanien zogen wir es vor, die Autobahn zu benutzen, um so über die Grenze nach Spanien zu gelangen. Bei Figueres fuhren wir von der Autobahn runter und programmierten Blondine ein uns nach L’Estartit zu geleiten. Wär ja alles schön und gut gewesen, aber Blondinchen scheuchte uns durch die Pampa, durch enge Strassen (fast hätte ich gesagt mehr bessere gepflasterte Feldwege mit Löchern drin), wir fragten uns wirklich ob sie sich bewusst war wohin sie wollte. Doch irgendwann lag vor uns tatsächlich Estartit. Ich hatte gesehen dass es dort am Meer auch Campingplätze geben sollte, ausserdem wäre dort ein Leuchtturm und Höhlen, wäre also ideal für uns.
(Unterwegs nach L’Estartit)
Wir erreichten dann auch das Meer und es war wunderschön! Hatte auch endlich mal grössere Wellen als ich sie von der Adria her kenne, und hinten Berge direkt am Meer. Einfach Traumhaft. Auf dem Parkplatz direkt am Meer hatte es 3 WOMO’s, also dachten wir, das können wir auch und hielten an. Erst mal paar Fotos knipsen, dann bisschen herum laufen. Irgendwo weiter vorne war ein Belgisches WOMO, wir gingen hin und fragten den Fahrer, ob wir hier wohl stehen bleiben dürften. Er erzählte mir dann, dass die Polizei hier in Spanien wohl sehr rigoros sein solle, und alles vom Strand wegscheuchen würde. Es könne durchaus sein dass man nach Mitternacht erst geweckt würde und weg gejagt würde. Und es auch Ärger geben würde. Das wollten wir nicht riskieren, und da es in ca. 1 Stunde dunkel sein würde, wollten wir uns lieber vom Acker machen. Wir fragten ihn noch ob er wisse wo wir denn schlafen könnten, ob es einen Campingplatz gäbe, er meinte die seine alle zu, könne sein da wäre einer am Ortsausgang. Wir fuhren also wieder los.
Gar nicht weit weg entdeckten wir einen, der schien offen zu sein, denn die Tore waren offen und wir sahen einen Caravan auf dem Platz. Also hielten wir kurz an und ich stieg aus. Ein älteres Paar sass auf einer Bank. Die krallte ich mir.
Buenas Dias (falsch, um die Uhrzeit sagt man Buenas Tardes…. Aber macht ja nix, sei mir verziehen, waren ja meine ersten Spanischen Worte). Ähmja, ich fragte ihn dann ob er italienisch sprechen würde, er verneinte. Französisch? Ja, französisch wäre ok. Also fragte ich ihn ob der Camping offen hätte. Leider nein, sagte der Mann. Hier wäre gar nichts offen um die Jahreszeit, könnte er könne mir leider nicht helfen.
(auf dem Weg nach L’Estartit)
lockenhaupt am 10 Dez 2006 18:50:58
Ich fragte wo wir dann schlafen könnten, oder ob es einen Polizeiposten gäbe wo ich fragen könne. Er lachte nur und meinte die könne ich zwar fragen, die wären aber keine Hilfe, die würden mir nur sagen wir sollen abhauen. Hm, scheint mir als ob die Polente hier dann sehr unfreundlich ist. Also fuhren wir halt wieder weiter, sahen noch einen Hinweis auf einen Campingplatz, da hielten wir auch wieder an und ich fragte. Ein netter Mann erklärte mir in Französisch, sie hätten auch zu, aber wenn ich die Strasse da lang weiter fahren würde, käme ich zum einzigen CP hier der das ganze Jahr offen hätte. Na bitte, wer sagt’s denn.
Strand von L’Estartit
Die Strasse war eher ein Feldweg und wenig vertrauenserweckend, aber gut… Da kam tatsächlich der Eingang zu einem Campingplatz, doch leider… zu bis 1.12. Warum auch immer. Darunter ein Schild mit den Campingplätzen in Roses (oder so was) und einem andern Ort, die wohl offen hätten.
Na ganz toll, und in Kürze würde es dunkel sein.
Mike programmierte Blondine ein und wir fuhren los. Als sie uns jedoch wieder über diese mehr besseren Feldwege scheuchen wollte (man bemerke, bei finsterer Nacht), hörte bei uns der Spass auf. Wir machten Blondine aus und suchten unseren Weg zurück zur Autobahn nach Figueres. Wir würden uns halt eben einen Rastplatz aussuchen, das würde ja wohl für diese Nacht genügen.
Strand von l’Estartit
lockenhaupt am 10 Dez 2006 18:51:23
5.11.2006
Es war eine ruhige Nacht gewesen. Bitte, geht doch. Wir fuhren weiter, es war noch dunkel. Die Autobahn leer, der Vollmond schien, doch zog langsam Bewölkung auf.
Ca. 60 km vor Barcelona fuhren wir wieder auf eine Raststätte, die war voller LKW’s. Wirklich rappelvoll, da hätte kaum noch einer rein gepasst. Jede Lücke haben sie benutzt. Also stellten wir uns auch dazu, kochten Kaffee und assen Croissants die wir in Frankreich gekauft hatten.
6h40, wir fuhren weiter, und runter von der Autobahn.
7h45, 60km vor Tarragona. Komisches Dorf auf einem Hochplateau etwas im Landesinnern. Es hatte Ampeln ohne ersichtlichen Grund. Die Eine war natürlich auch noch auf Rot (wieder ohne ersichtlichen Grund). Niemand in der Nähe, keine Fussgänger, keine Kreuzung, nichts, aber eine Ampel. Die Strassen waren nicht terrassiert, sondern hügelig wie das Gelände hier auch. Dazu sang Alabama „If you gonna play in Texas…“ ahja, wie passend. Wir kamen uns vor wie irgendwo in Texas, Mexiko oder sonst wo, aber nicht wie in Spanien.
Irgendwo eine Tankstelle, im Nichts. Wir hielten an und tankten. Woaw diese Preise… Diesel 92 Cents!
lockenhaupt am 10 Dez 2006 18:51:53
Ich musste hier einige Fotos machen, war ja klar. Also hinter der Tankstelle kurz angehalten. Auf dem Parkplatz hatte es einige LKW’s oder Anhänger. Und gigantische Löcher. Frag mich echt wie die produziert worden sein könnten. Naja, es war zu hoffen dass der eine LKW den Vorwärtsgang einschob beim Losfahren, denn würde er rückwärts fahren, würde er in so einem Loch landen.
Unsere Reise ging weiter nach La Pineda, nördlich von Tarragona. Ich hatte diesen Campingplatz im Campingführer gefunden. Na mal sehen. Es war auch nicht schwer den zu finden und offen hatte er auch. 48 Euro für 2 Nächte ist voll ok. Wir durften uns installieren wo wir wollten und Mike fand einen prima Platz.
Ein Nachteil hatte er allerdings, nein 2 Nachteile : der erste waren die Fliegen, man konnte eigentlich gar nicht draussen sitzen, der 2. war die Nähe zur Raffinerie, es roch zuweilen stark nach Gas (oder was es auch war), und es hatte zudem Lärm der Strasse (störte nicht weiter) und von der Raffinerie her kam ein dauer-Brausen, ähnlich wie von einer Autobahn, nur eben gleichmässig.
Er wollte einparken, aber zu nahe an den Bäumchen. Wir dachten ja dass die Parzelle für jeweils 2 WOMO’s genügen müsste, dabei war’s für 1 WOMO! Mike erwischte die Äste und ich wollte raus ihm helfen. Entnervt gab Mike dann nach und ich ging raus. Es gefiel mir überhaupt nicht so wie er stand und weiter nach hinten war nicht zu verantworten, denn er hätte das WOMO oben ganz schön zerkratzt, es waren dicke Äste. Zum Schluss fuhr Mike eben vorwärts in die gegenüberliegende Parzelle, und zwar eher mittig und da stand er prima. Perfekt. Ach so ja, wir waren fast alleine hier, 1 Zelt neben uns, die jungen Leute verschwanden allerdings am Abend mit samt dem Zelt, weiter vorne 2 Womo’s und das war dann glaube ich auch schon alles!
Spanien’s merkwürdige Verkehrszeichen zur Autobahnauffahrt
lockenhaupt am 10 Dez 2006 18:52:14
Der Mann vom Campingplatz kam an und öffnete uns die Stromdose, wir würden diese Nacht also keine Mücken fürchten.
Wir installierten uns und gingen dann zur Rezeption, fragen wo das Meer wäre „Donde esta el mar?“ achso, einen Spaziergang von 5 Minuten meinte der nette Herr und lächelte uns zu. Na das ist doch super, da gehen wir doch gleich hin.
Ich war von den letzten Kilometern auch relativ genervt und unruhig, und Mike wäre ja am liebsten mit dem Fahrrad los, aber für mich war das nichts.
Also zu Fuss. Es war wirklich nicht sehr weit und die Uferpromenade war lang und schön. Das Meer wieder mit schönen Wellen, es war traumhaft.
Wir gingen wieder zurück und machten ein Nickerchen. Dann wollten wir es doch wagen die Fahrräder aus zu probieren. Ich wollte erst mal nur auf dem Campingplatz radeln, dann wagte ich es doch bis zum Meer runter. Wir haben viel gelacht dabei, denn andauernd kreischte ich, weil ich nicht gerade aus fahren konnte und immer wenn ein Hindernis in Sicht kam musste ich zwangsläufig darauf zu radeln. Umfahren ging nicht, es zog mich magisch an.
Es hat so unheimlich viel Spass gemacht.
Als wir zurück waren räumten wir etwas auf und ich suchte umsonst das Übertragungskabel für die Kamera, es war nicht da, musste wohl zu Hause liegen. Mist aber auch. Mussten wir also irgendwann mal dann eine neue Speicherkarte holen, sonst würden wir nur ganz wenige Fotos machen können.
Ich suchte so herum und fand in einer Reisetasche eine Zündholzschachtel. Hö? Wer hat denn die da rein gesteckt? Das konnte ja nur Michel gewesen sein. Ich machte sie auf und da stand was ganz süsses von ihm drin, wir sollen einen schönen Urlaub haben. Danke Michel, ist lieb von dir!
lockenhaupt am 10 Dez 2006 18:53:34
So nun reicht es ersteinmal für heute, viel spass beim lesen.
und noch einen schönen 2ten Advent
Locke
lockenhaupt am 12 Dez 2006 21:31:41
Mo 6.11.2006
Nach einer ruhigen Nacht standen wir auf und frühstückten, dann lasen wir noch etwas, war ja noch früh am Morgen. Wir radelten runter zum Strand, hielten immer mal wieder an, was gucken, was einkaufen. Karten kaufen. Danach gingen wir zurück zum Campingplatz und ich schrieb brav die Karten. Später fuhren wir wieder mit den Fahrrädern runter zum Strand und wollten eigentlich eine Paella essen, doch dann sahen wir ein Angebot mit Calamares und bestellten eben dieses. Es schmeckte super gut.
Den Rest des Tages faulenzten wir und lasen.
Sonnig und mehr als 20 Grad!
lockenhaupt am 12 Dez 2006 21:32:06
Di 7.11.2006
Wir räumten auf, da wir ja nachher weiter fahren wollten. Es war eine merkwürdige Nacht gewesen, ich hatte von Mike geträumt, er hätte einen Schlaganfall gehabt und brabbelte nur noch vor sich hin, ich sagte ihm ich rufe jetzt sofort einen Krankenwagen. Da erwachte ich und er auch, und er sagte ihm sei so furchtbar kalt, ob ich ihm die Heizung an machen könne. Er deckte sich gut zu und ich machte die Heizung an. Es war merkwürdig. So zugleich…
Ihm ging’s dann auch den ganzen Tag nicht so gut, ihm war kalt und er hatte Kopf und Gliederschmerzen, aber er wollte weiter.
Camping : 41°05.42N 01°10.86E Caming la Pineda de Salou, La Pineda (Tarragona)
Es hat hier in der Nähe einen Freizeitpark, Mike wollte zuerst eigentlich hin, hatte dann aber doch keine Lust, ich sowieso nicht.
Zum ersten Mal konnte ich auch Dattelpalmen sehen, und es hat hier Agaven die wachsen einfach so. Und Kakteen.
Blondinchen machte Probleme, sie wollte nicht, sagte immerzu sie könne die Route nicht berechnen. Irgendwann ging es dann doch. Wir hielten an einer Tankstelle an um das WOMO zu waschen. Das sah ja nun wirklich dreckig aus. Währen Mike das WOMO wusch, sah ich mich um. Der Platz war umgeben von Schilf (oder so was ähnlichem), ein Stück weit hatten sie es abgeschnitten, und der unvermeidliche Dreck lag herum. Zerrissenes Plastik, Aludosen, Wurstpapier, Plastikflaschen, Zigarettenschachteln usw. Irgendwas lag da noch und ich fragte mich ob es eine Unterhose sein konnte, sah aber nicht nach, es war dann doch zu eklig.
Ich war froh als wir wieder weiter fuhren.
Spanien’s merkwürdige Verkehrszeichen zur Autobahnauffahrt
lockenhaupt am 12 Dez 2006 21:32:43
Der Himmel war grau uns es gab einige Tropfen. Wir fuhren an Oliven und Orangenplantagen vorbei. (bei Aldea), ich machte ein Foto mitten in der Stadt, vom WOMO aus. (Die meisten Fotos habe ich aus dem WOMO im Fahren heraus gemacht). Irgendwo fuhren wir wieder mitten in der Pampa herum. Blondine kannte zwar die Strasse, aber die war noch gar nicht gebaut! Also war es ein Chaos pur hier wieder weiter zu kommen. Irgendwo scheuchte uns Blondine durch eine enge Strasse (immerhin mit Mittelstreifen). Ein Orangenbaum, die Äste reichten über den Zaun auf die Strasse rüber, Mike fuhr nahe ran, ich streckte die Hand aus und klaute 3 Stück. So, das haben sie nun davon, hätten ja bloss ihre Strassen besser machen können, und einen nicht so im Kakao herum fahren lassen sollen.
Es regnete stärker, zuweilen sogar sehr stark, so dass wir uns fragten ob wir hier wohl anhalten sollten. Jede Strasse ist hier wie auf einem Damm. Da es keine Kanalisation an der Strasse gibt, haben sie eben einen Damm gebaut, die Strasse drauf und auf beiden Seiten tiefe Gräben. Wehe wenn man da rein fährt. Da kommt man alleine nicht wieder heraus. Sau gefährlich das Ganze.
Irgendwo, es hatte ziemlich viel Industrie in der Gegend, war wieder eine neue Strasse gebaut worden, und da war ein LKW, der stand irgendwie nicht richtig. Die Zugmaschine und der Anhänger bildeten einen V, was nicht gerade normal war. Er hatte bei dem Regen wohl einen Unfall gebaut und sie waren gerade am Bergen.
lockenhaupt am 12 Dez 2006 21:33:10
Wir fuhren weiter und sahen einen Supermarkt. Da hielten wir an und gingen zuerst zum Lidl, dann zum andern (weiss nicht mehr wie das Geschäft hiess). Es regnete immer noch. Als wir wieder ins WOMO zurück kamen sagte Mike (der gerade draussen rauchte, im Regen, unterm Regenschirm), ich würde das jetzt nicht glauben, solle die Kamera holen und ein Foto machen.
Ich kroch nach hinten auf’s Bett, wollte die Kamera nicht in den Regen hinaus nehmen, und ausserdem war ich auch zu faul nochmals raus zu gehen.
Auf dem Parkplatz, einige Reihen hinter uns, stand ein gelbes Schweizer Postauto! Inschrift vorne „Schaffhausen“! Ein älteres Paar hatte diesen Bus wohl gekauft und zum WOMO um funktioniert. Beim vorbei fahren grüssten wir sie, sie winkten uns zu.
Wir erreichten Denia, aber der Campingplatz war zu. Es war schon dunkel und regnete mal wieder. Wir fuhren rüber nach Javea, doch hätte ich gewusst dass das uns über einen Pass bringt, wir wären nicht gefahren, nicht bei Nacht. Nun denn, ich krallte mich angstvoll an der Seitentüre fest und sogar Mike war mulmig zu mute und er sagte auch, er würde normal nicht gerne bei Nacht über einen Pass. Doch uns blieb keine andere Wahl.
Endlich auf der anderen Seite, programmierten wir einen Campingplatz ein, doch es war nicht gerade einfach hier, die Strassenführung lässt in ganz Spanien doch sehr zu wünschen übrig.
Nachdem wir es nicht fanden und Mike die Schnauze voll hatte durch diese engen Gassen zu kurven, stellten wir uns auf einen Parkplatz neben ein Uhrengeschäft. Vorne war ein chinesisches Lokal. Gut auch. Da gingen wir Abendessen, hatten es uns verdient. Es schmeckte super und war sehr billig.
38°46.27N 0°11.48E Montana de Oro. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!
Dahinter die Uferpromenade und das Meer.
lockenhaupt am 12 Dez 2006 21:33:49
Ich hatte zwar meine Bedenken hier stehen zu bleiben, aber es würde schon gehen, zumal ja kaum Leute unterwegs waren und es immer noch regnete.
Wir schliefen ein, sogar ich, irgendwann, als ich bemerkte dass hier wirklich niemand her kam.
Mitten in der Nacht jedoch wachte ich auf, es klopfte an die WOMO-Türe. Ich dachte es wäre dann wohl die Polizei die uns verscheuchen wolle. So machte ich in der Küche das Rollo weg und öffnete das Fenster einen Spalt weit. Draussen stand ein Mann und ich fragte was er wolle. Es stellte sich heraus dass er betrunken war und nicht von der Polizei und uns auch nicht verscheuchen wollte.
„What do you want“ fragte ich, warum auch immer, ich sprach Englisch.
Er antwortete dann in Englisch mit riesigem Akzent (ach guck an, der kann ja Englisch). Er wollte dass ich die Türe aufmache. Ja klar wa? Sonst noch Wünsche?
Ich sagte ihm er solle einfach weg gehen.
Das tat er aber nicht.
Immer wieder sagte er : „Please only one question, please“. Nee, nix gibt’s, ich machte das Fenster wieder zu und verzog mich. Der Typ jedoch blieb vor dem WOMO Küchenfenster. Er ging sogar in die Knie, kniete da vor dem Fenster, eine Hand mit dem Glas erhoben und „Please, …. Only one question… please“ ging es weiter.
„I want only to know…… what is the name of this city….. please, only one question, then I go away. When you say I have to go away, then I will go away…”
Tztztz ich hatte ihm ja schon gesagt er solle weg gehen. Ich legte mich dann wieder hin, der Typ war weg.
Mi 8.11.2006
Um 7h, es war noch dunkel, fuhren wir wieder los. Wollten keinen Verärgern indem wir hier noch länger standen.
Nebel kroch über die Bergkuppe
Von Javea aus ging’s zu einem Kap wo wir einige tolle Bilder gemacht haben.
Benidom, eine Stadt voller Hochhäuser. Gleich dahinter eine Autobahnraststätte. Wir hielten an, tankten, frühstückten. Ich holte Tabak und Mike kochte uns Frühstückseier. Dann fuhren wir wieder weiter.
lockenhaupt am 12 Dez 2006 21:34:21
ch entdeckte die ersten Plastikhäuser und erzählte Mike von dem Plastikmeer in Almeria. Hier fing es also auch schon an.
Es hatte zuweilen zerrissene Plastikhäuser, die sahen gruselig aus, und es hatte hier manche Abschnitte die aussahen wie Mondlandschaften. Zerbuddelt, wie wenn einer mal los gelegt hätte und planlos einfach mit dem Bagger herum gefahren wäre, hier ein Loch gebuddelt, hier einen kleinen Hügel gemacht…
Blondinchen machte Tara, sie wollte La Manga del Mar Menor nicht finden, meinte das wäre ganz wo anders. Also machten wir sie aus und wir fuhren nach der guten alten Strassenkarte.
Es stellte sich heraus dass La Manga eine Art Damm ist, der einen Salzsee abschliesst. Auf der einen Seite hat man dann also den Salzsee, auf der anderen Seite das offene Meer. Dieser Damm ist zu gepflastert mit Rentner-Wohnungs-Blöcken. Es ist grauenhaft da durch zu fahren, ein Hochhaus neben dem andern. Wir drehten wieder um und fuhren zurück, denn wir hatten einen Campingplatz gesehen, Caravaning La Manga. Da fuhren wir hin und der hatte offen. War riesig und wir kriegten eine Parzelle von 84m2 zu gewiesen. Super, das waren alles so Nischen, und wir waren am Rande, das heisst wir hatten auf einer Seite keine Nachbarn, da war nämlich der Camping zu Ende.
Hier müssen wohl die ganzen Englischen und Deutschen Rentner den Winter verbringen, denn es hatte hier nur Leute in einem gewissen Alter. Meist aus England, aber auch sehr viele Deutsche. Wir sahen auch einen Finnen, einen Österreicher, Schweden und Norweger. Und 3 Schweizer, uns eingerechnet.
Hier habe ich leider keine GPS Daten, aber der Campingplatz ist nicht zu verfehlen, Ausfahrt no 15 benutzen, Richtung La Manga. (--> Link)
Am Platz hatte es eine Säule jeweils an der Ecke von 4 Parzellen, an der konnte man sich mit Frischwasser eindecken. Bloss darunter hatte es ein Auffangbecken mit total fauligem Wasser, da drin schwammen merkwürdige Tiere herum, eine Art Schnecken mit Schwanz. Beurk. Ausserdem stank es.
Wir gingen runter zum Cafe, tranken einen Kaffee und sahen dass es hier Internet gibt. Also holten wir uns eine Karte und gingen dann abends ins Internet.
Ich wurde total zerbissen von Kribbelmücken (zumindest nannte ich sie so, denn es waren nur winzige Tierchen).
Wir fuhren mit dem Fahrrad zurück und ich wollte Mike sagen, dass ich von Kribbelmücken zerstochen wäre, doch statt dessen kam Miggelkrücken heraus. Wir haben herzlich gelacht und dieses Wort den ganzen Weg lang für alles mögliche benutzt.
Im WOMO guckten wir uns dann einen Film an. Mike hatte ja sein Laptop und die Festplatte mit dabei.
lockenhaupt am 12 Dez 2006 21:34:52
Do 9.11.2006
Wir machten uns einen ruhigen, faulen Tag, gingen runter zur Strandbar, tranken einen Kaffee und liessen es uns gut gehen.
Besucher auf dem Campingplatz
Fr. 10.11.2006
Wir fuhren weiter nach Cartagena – Lorca.
Hier in Lorca sah es aus wie in einem Wild West Film.
Es fehlten wirklich nur die Indianer oder ein einsamer Cowboy der vorbei reitet. Es hatte nur einige verdorrte Büschel Gras, sonst vertrocknete Hügel, ab und zu ein Gebüsch.
Irgendwo vor Almeria (ca. 100km davor) gab es einen Stau. Die Strasse wurde neu gemacht und sie hatten erst mal den Belag weg gekratzt und die Übergänge waren sehr huppelig, man konnte nur sehr langsam fahren.
Vor Almeria fing dann el Mar de plastica an, von dem Manolo mir erzählt hatte. Er hatte gesagt, wir sollen in der Schweiz die Erdbeeren aus Almeria boykottieren, denn die würden Menschenunwürdig geerntet. Die Plastik-Gewächshaus-Besitzer holen sich billige Arbeitskräfte aus Afrika, bezahlen denen fast gar nichts, lassen sie übel schuften und bringen sie in Hütten unter, am Rande der Felder. Manolo hatte sich dabei so richtig aufgeregt, und ich weiss jetzt warum.
Es war total schlimm, und man wurde depressiv bei diesem Anblick.
So weit das Auge reichte Plastikplanen und kleine verkommene Hütten. Die Autobahn mitten durch. Armut wohin das Auge reicht, und auch schon vorher hatten wir viel Armut gesehen, viele total verkommene Häuser, aber es wohnen Leute drin.
Wer dies hier nicht gesehen hat wird’s nicht glauben wollen. Einfach schrecklich. Und ich vergass meist auch noch Fotos zu machen, so schrecklich war hier das ganze. Zwischendrin, um dem ganzen noch eins auf zu setzen, total verkommene, zerrissene Plastikplanen auf verrosteten Stangen.
Ich nenne unseren Zustand dort die Mar-de-Plastica-Depression.
Eine Tankstelle, wir fuhren rauf, diesmal nicht um zu tanken, sondern um was zu essen. Mike parkte, doch da schlich ein Arbeiter herum der ärmlich aussah. Mir gefiel die Ecke nicht und ich bat Mike das WOMO wo anders zu parken, nicht hinter, sondern vor der Tankstelle. Das tat er dann auch. Wir gingen hinein und assen Macarones alla Bolognese.
lockenhaupt am 12 Dez 2006 21:35:22
Wir fuhren rasch weiter. Mike fand hinter Almeria einen Platz wo wir die Nacht verbringen konnten. Es hatte einige wenige Häuser am Strand, dann eine Art Schotterparkplatz am Meer. Da drauf hatte es einige umgedrehte kleine Boote. Da stellten wir uns hin. Es war zwar nicht ganz einfach und ich würde auch nicht raten mit einem grösseren WOMO als unserem da drauf zu fahren, doch Mike brachte uns sicher da drauf, wendete und so standen wir mit der Schnauze Richtung Ausgang, jeder Zeit bereit ab zu hausen, ausserdem hatten wir so unsere Türe Richtung Meer, was sehr schön war.
Wir erholten uns hier von unserer Depression. Die Wellen waren toll und so nah, und die Sonne wanderte allmählich Richtung Horizont. Einfach Klasse!
Ich sass auf der Treppe des WOMO’s, Mike las drinnen, und es war gemütlich.
Michel rief noch an, ich hatte ihn darum gebeten, denn er und Toshi wollten ja nach Berlin fahren. Michel teilte mir mit, sie würden ca. 23h los fahren und ich bat ihn, mir zu telefonieren, wenn sie in Berlin ankommen würden. Er versprach es. Ich wünschte ihm noch eine gute Fahrt und viel Spass, ermahnte ihn unnötigerweise noch mal bitte vorsichtig zu sein und vor Allem an zu halten und zu schlafen wenn Toshi müde wurde.
Das hätten sie auch so gemacht, aber ich wollte es lieber noch mal gesagt haben.
Unser Stellplatz für diese Nacht : 36°45.11N 03°15.93W La Mamola
Eine Frau sass auf den Ufersteinen und häkelte, Mike sagte ich solle sie fragen gehen ob wir hier stehen bleiben dürfen. So ging ich rüber und kramte meine dürftigen Spanischkenntnisse heraus und fragte ob es für eine Nacht da ok sei, und sie überlegten kurz und meinten dann es dürfte ja wohl kaum etwas passieren, das wäre schon ok. Wir störten sie also nicht, sie hatten nur Bedenken wegen Strassenräubern.
Später säuberten die Frauen die kleine Kapelle, legten frische Blumen hinein. Das Licht drinnen brannte die ganze Nacht. Mike ging hin und sagte mir dass es eine Gedenkkapelle wäre, für die Fischer, denn drinnen wäre die Statue der Heiligen Mutter Gottes in einem Schiff. Sollte wohl eine Kapelle sein, in der sie für die Fischer baten, dass sie heil wieder zurück kamen. Fischer sah ich keine mehr, das war wohl früher mal ein Fischerdörfchen gewesen.
lockenhaupt am 12 Dez 2006 21:35:59
Sa 11.11.2006
Es war eine ruhige Nacht, auch wenn das Meer dann doch sehr laut gewesen war. Hinter uns parkte ein Bulli, den hatten wir in der Nacht gar nicht gehört.
Ich wartete immer noch auf den Anruf von Michel, doch das konnte ja noch dauern, also fuhren wir los, es war noch dunkel. Der Tag brach dann langsam an, es war wundervoll, wir auf der Küstenstrasse oben an den Klippen, unter uns das Meer und der Himmel der sich im Osten langsam verfärbte!
Die Küste schien endlos. Irgendwo sahen wir ein Schild das die Cueva de Nerija anpriesen, da dies auf dem Weg lag fuhren wir dort hin. Es war gar nicht schwer zu finden, gut beschildert und nicht weit weg. Ich war umso erstaunter als ich feststellte, dass es weit und breit keine Berge gab, wo man eine Höhle hätte vermuten können. Es war hier dann doch recht flach. Wir parkten und gingen dann etwas herum, immer auf der Suche nach einem Wegweiser für einen Wanderpfad zu den Höhlen, wie wir es von hier gewohnt sind. Doch der Eingang der Höhlen befand sich nicht wie vermutet an einer Felswand, sondern am Ende des Parkplatzes.
Da befand sich ein Kassenhäuschen und ein Museum, und daneben eine Holztüre, dahinter der Abstieg in die Höhle. Hier ging’s senkrecht mittels Treppe in den Bauch der Erde runter.
Was uns da unten erwartete war wirklich Atemberaubend. Zum einen wegen der Schönheit, es war zwar keine Tropfsteinhöhle in dem Sinne. Es hatte zwar Stalaktiten und Stalagmiten, aber die waren knochentrocken. Kein Tropfen, kein nasser Glanz, alles total trocken. Die Höhle war gigantisch und irgendwo ein Raum wie eine Kathedrale. Der Raum wurde Ballsaal genannt und es hatte etliche Stuhlreihen, treppenartig angelegt. In dem Raum fanden wohl regelmässig Veranstaltungen statt. Es ging dann noch mal weiter runter und man kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Trotz all der Schönheit waren wir dann doch froh wieder zurück an die frische Luft zu können. Zum Glück war die Höhle ohne Führung zu besichtigen, denn sonst wären wir ja länger drinnen geblieben und das wäre uns beiden nicht gut bekommen. Wir hatten beide Lungenprobleme.
lockenhaupt am 12 Dez 2006 21:36:30
Menschen mit Asthma oder anderen Lungenproblemen könnte ich diese Höhle nur unter Vorbehalt empfehlen. Alle andern sollten sie sich unbedingt ansehen.
In Südspanien hat es einige Höhlen. Leider sind wir nicht dazu gekommen mehr zu besichtigen.
Wir fuhren weiter nach Malaga. Da wir noch einkaufen mussten fragten wir Blondinchen wo es in der Umgebung von Malaga ein Carrefour hatte, und siehe da, am Stadtrand gab’s eins. Also programmierten wir Blondinchen und sie führte uns brav hin.
Wir kauften gross ein, man will ja schliesslich nicht jeden Tag rennen. Als wir gerade dabei waren die Waren zu verstauen rief Michel an.
Sie sassen schon im Zug und alles war ok. Das war natürlich beruhigend zu wissen. Immerhin hatten die Beiden ja 1000km vor sich gehabt. Im Zug nun war es gemütlich, sie hatten eine Verbindung gefunden mit der sie nur einmal umsteigen mussten, in Bern.
Wir verliessen Malaga und fuhren nach Marbella. Dort suchten wir einen Campingplatz. Blondinchen kannte den auch und so baten wir sie höflich uns hin zu führen. Doch leider war die Sache nicht ganz so einfach. In Marbella hat’s ein Problem : man kann nicht auf die andere Strassenseite rüber. Die Strasse ist 4-Spurig und in der Mitte getrennt, wie eine Autobahn.
lockenhaupt am 12 Dez 2006 21:36:59
Also mussten wir zuerst am Campingplatz vorbei und 2-3 Kilometer weiter fahren, dort konnte man dann die Schnellstrasse verlassen und wenden. Unterwegs fuhren wir an einigen andern Campingplätzen vorbei, konnten aber nicht erkennen ob diese auch offen hatten. Nun gut, Blondinchen führte uns von der Schnellstrasse runter und auf der anderen Seite wieder rauf. So fuhren wir eben einige Kilometer wieder zurück, fragten uns wo wohl der Campingplatz sein sollte, wir hatten nicht wirklich was gesehen.
Irgendwo zeigte sie uns dann an dass wir eigentlich da sein sollten, sagte aber nicht Ziel ist erreicht, und da sahen wir auch dass es da gar nichts zu erreichen gab. Da war nichts ausser einem kleinen Wäldchen. Da war früher wohl mal ein Campingplatz gewesen, aber davon war nichts mehr zu sehen. Also was nun? Auf der anderen Seite hatten wir doch mindestens einen Campingplatz gesehen, doch wo war der noch mal gewesen? Und hatte der überhaupt auf?
Es blieb uns nichts anderes übrig als wieder auf die Schnellstrasse zurück zu kehren. Das sich einfädeln in den Verkehr entpuppte sich hier als sehr schwierig, denn anders als auf der Autobahn hatte es hier keine Beschleunigungsspur, sondern man kam vom Stand direkt auf die Schnellstrasse. Man stelle sich diese Situation vor. Und wir konnten ja noch von Glück reden dass jetzt November und nicht Sommer mit Hochbetrieb war.
Glücklich zurück auf der Strasse, fuhren wir weiter, auf der Suche nach einer Ausfahrt von wo aus man wieder auf die andere Strassenseite kommen konnte um wieder alles zurück zu fahren.
Nach etlichen Kilometern entdeckten wir auf unserer Strassenseite einige Läden darunter ein chinesisches Restaurant. Wir beschlossen erst einmal Mittag zu machen und uns danach wieder mit dem Verkehr und der merkwürdigen Strassenführung Spaniens ab zu geben.
Irgendwo fanden wir dann eine Ausfahrt, man kam über eine Brücke auch auf die andere Seite rüber, aber nicht wieder auf die Schnellstrasse rauf, erst etwas weiter gab es dann doch wieder eine Auffahrt.
Wir fanden auch den Campingplatz und der war sogar offen. Also buchten wir gleich für 2 Nächte und durften uns selber einen Platz aussuchen.
36°29.33N 04°44.65W jedoch muss ich dazu bemerken dass das Gelände hier nicht eben ist, so dass Unterleg-Keile unerlässlich sind, will man das Wohnmobil mehr oder weniger waagerecht parken.
Nun hatten wir natürlich keine Nivellierkeile mit dabei und mussten eben schräg stehen, was sich dann doch als recht mühsam entpuppte. Man kann sich ja kaum vorstellen wie mühsam es ist, sich in einem schräg stehenden Wohnmobil zu bewegen. Was sich draussen als ganz normal empfinden lässt, wird drinnen zum grossen Hindernis. Den ersten Platz behielten wir gerade mal 5 Minuten, entschieden dann dass er zu steil war und suchten uns einen anderen. Er schien recht eben, doch als das Wohnmobil darauf stand und wir drinnen herum hantierten bemerkten wir dass wir eben doch wieder schräg standen. Was soll’s, war ja eh nur für 2 Tage, das würde schon gehen. Doch für längere Zeit ist dies nicht zumutbar, da sind Keile unerlässlich.
Wir kurbelten die Markise heraus, stellten unseren Tisch und die Stühle auf und sahen uns dann um. Uns gegenüber befand sich ein kleines Restaurant mit Einkaufgelegenheit. Einige Leute sassen auf der Terrasse und tranken ein Bier, eine Limonade oder sonst was. Einige Kinder tollten herum. Uns würde auf jeden Fall nicht langweilig werden. Wir schlossen das Wohnmobil ab und erkundeten den Campingplatz. Die Toiletten waren auf der anderen Seite. Tagsüber war das ja nicht schlimm und Nachts guckt eh keiner, da kann man auch im Schlafanzug dort hin, ist eh egal und zur Not hat man ja noch ein Klo im Womo mit drin. Also alles kein Problem.
Eigentlich ein sehr schöner Campingplatz. Es gibt hier sogar 2 Schwimmbecken. Eines gedeckt und das andere offen. Verständlich dass um die Jahreszeit nur das gedeckte offen hatte, auch wenn es angenehm warm war draussen. Es gibt hier auch sehr viele Bungalows, einige zum Verkauf. Wirklich sehr schön.
Wir schrieben noch einige Karten.
Bei uns kleine Zimmerpflanzen, hier grosse Bäume
Gast am 12 Dez 2006 23:25:38
Hallo Locke, danke für einen sehr interessanten Bericht.
Die Gegend um Almeria ist ein reines Gruselkabinett. Bin vor 20 Jahren mal dagewesen. Dann aber nix wie weck und in richtung Atlantik gefahren.
Freue mich schon auf die Fortsetzung.
:daumen2:
Tipsel am 13 Dez 2006 00:09:21
Sehr lebendig geschrieben, ich habs fast miterlebt.
Lediglich hab ich noch nicht ganz herausgefunden, in welchem Rhythmus ihr fahrt. Manchmal noch vor dem Aufstehen :D
Wir saßen früher täglich punkt 10:00 vorn und weiter gings. Heute ists meist 11-12 8) und spätestens kurz vor Einbruch der Dunkelheit werden wir kribbelig, wenn noch kein Schlafplatz in Sicht ist.
Bin gespannt, wie es weiter geht.
lockenhaupt am 13 Dez 2006 09:10:39
Guten Morgen Tipsel
Nicht wundern, wir fahren oft früh los (3.00-4.00). Wenn wir wach sind und nicht mehr schlafen können. Dadurch das ich immer wieder wechselnde schichten auf arbeit habe, schlägt sich das halt im urlaub auch durch. Das komische ist sowieso, wenn man arbeiten muss, könnte man bis mittags schlafen, aber sobald man frei hat, wachen wir morgends spätestens um 06:00 auf und können nicht mehr schlafen.
Aber meisstens machen wir dann um 9.00 irgendwo stop und kuscheln uns dann nochmals ins bett.
Ausnahme, wenn wir auf einem campingplatz sind, da gehts meisstens erst so zwischen 9.00 - 10.00 los.
Ich weis wir sind halt duchgeknallt. :D
locke
jonathan am 13 Dez 2006 13:27:18
Hallo, Locke,
vielen Dank erstmal für deine lebendigen Informationen "so mitten aus dem Camperleben", mit allen Sorgen und Nöten und den gedanken an die daheim gebliebenen.
Habe auf unserer vor kurzen zu Ende gegangenen Reise auch so einige "heiße" Erlebnisse gehabt-unser Bericht über Süditalien im Nov. folgt bald.
Jedoch-aufgrund deiner bisherigen Schilderung und der Fotos reizt es mich nicht so sehr, nach Spanien zu reisen.
Werner
lockenhaupt am 13 Dez 2006 16:31:35
Hallo Jonathan
Danke dir für deine lieben worte, doch muss ich ich vielleicht einiges relativieren. Die negativen erfahrungen die wir gemacht haben, spiegeln nur das wieder was meine maus und ich erlebt haben. Es gibt hier haufenweise leute im forum, und auch in anderen foren die nur positive erfahrungen gemacht haben, und mich angefahren haben, das es vielleicht an mir gelegen hat, das ich diese erlebnisse hatte.
Wie ich schon einmal gesagt habe, das land ist einfach nur wunderschön. Man hat alles, von der wüste, bis zum schnee.
Ich habe halt mit leuten probleme, die unfreundlich sind. Viele sagen, das der spanier/in nicht unfreundlich, sondern "stolz" sind.
Ich habe nichts dagegen das ein mensch auf sein land, oder seine nationalität stolz ist, das steht jedem zu. Doch erwarte ich wenn ich freundlich zu menschen bin, das ich auch eine gewisse freundlichkeit zurückbekomme. Ich versuche mich immer dem Kulturkreis, in dem ich dann gerade zu Urlaub bin, anzupassen. Ob es die Sprache, Essen oder was auch immer ist. Ich lasse auch nirgendso heraushängen, das ich der "reiche Touri" hauraushengen. Wir gehen ganz normal gekleide, haben keinen Schmuck bei uns, und versuchen uns den Menschen anzupassen.
Wie gesagt, es sind unsere erlebnisse, und wenn jemand anders hinfährt, mag er alles vielleicht nicht so schlimm empfinden. Vielleicht lag es auch an mir. Ich denke mal das sich jeder selber ein Urteil machen soll.
Lieben
Locke
Trikermaus am 13 Dez 2006 20:01:53
Jonathan, warum reizt dich Spanien nach unserem Bericht nicht? Und auch nicht mit den Fotos?
Also ich finde Spanien ist eigentlich ganz toll, abgesehen von halt einigen Leuten die nicht so nett sind.
Ich denke nicht dass mein Bericht so negativ ist oder? Und die Fotos sind doch gut, was ist daran das dir Spanien nicht schmackhaft macht?
Auch wenn mein Lockenhaupt nicht so schnell wieder nach Spanien reisen möchte, ich würd jederzeit wieder hin. Klar haben wir auch manchmal geflucht wenn unsere Blondine mal wieder die Strasse kannte, die aber dann nicht da war usw. Oder wo wir uns heilos verfranst haben, aber im Nachhinein... genau das macht das Salz in der Suppe aus. Ich will keinen 08/15 Urlaub wo man alles in den Hintern geschoben kriegt. Ich brauch Abenteuer, und die hatten wir zur Genüge. :D War voll cool. :D
Deswegen interessiert es mich persönlich was dich daran so negativ stimmt.
Auf jeden Fall kann ich Spanien wirklich empfehlen. Man hat auf jeden Fall seinen Spass. :D
Trikermaus
lockenhaupt am 17 Dez 2006 21:16:54
SO 12.11.2006
Wir gingen duschen, riefen zu Hause an und machten uns einen gemütlichen, faulen Tag, das muss auch einmal sein.
Eigentlich hätten wir ja die Fahrräder herunter holen können und auf Erkundungstour zum Meer fahren können, aber irgendwie war uns einfach nur nach Faulenzen.
Ich fragte vor der Abreise noch nach, das Meer wäre nur ca. 5-10 Minuten weit weg, eigentlich nur über die Schnellstrasse (mittels Fussgängerbrücke), dann noch 5 Minuten und man wäre schon am Strand.
Mo 13.11.2006
Ich machte Kaffee zum Frühstück, dazu assen wir nur einige Kekse, uns war nicht nach gross Frühstücken, es zog uns wieder auf die Bahn, weiter nach Süden.
Als Gibraltar in Sicht kam überlegten wir kurz dort rein zu fahren und diese Stadt zu besichtigen, doch hatte Mike seine Bedenken wegen dem Verkehr. Ob man in Gibraltar rechts Verkehr hatte? Oder doch nicht? Und ob dort die Strassen nicht vielleicht doch eng sein könnten, und so entschieden wir uns gegen Gibraltar und fuhren weiter Richtung Tarifa. Schliesslich war dies ja unser Ziel, wir wollten den südlichsten Zipfel Spaniens, die südlichste Stadt Europas erreichen.
Nach Gibraltar führte uns die Strasse mittels Serpentinen etwas ins Landesinnere. Die Landschaft wechselte Abermals ihr Gesicht. Plötzlich befanden wir uns in einer sehr bergigen Region, zum Teil ähnelte es unseren Alpenpässen.
Es hatte auch Windparks so weit das Auge reichte.
Ich hatte den Fotoapparat immer bereit für ein Foto, doch diesmal leider nicht mit dem Teleobjektiv, aber das ist ja immer so, wenn man mal ein normales Objektiv drauf hat ärgert man sich, denn genau dann kommt eine Situation wo man das falsche drauf hat. So war’s dann auch. Auf dem Weg von Gibraltar nach Tarifa, irgendwo da oben in der bergigen Landschaft sah ich Vögel am Himmel kreisen.
Ich sagte noch so zu Mike, guck mal, da kreisen Geier, wie in den Wildwest Filmen. Es waren tatsächlich Geier! Und wie gesagt, ich das falsche Objektiv drauf. Ich verrenkte mich total um die Tiere irgendwie doch noch vor die Linse zu kriegen, was ja aber schwierig war, denn die flogen ja nun nicht gerade tief und ich musste versuchen eins der Tiere möglicht im tiefen Flug zu erhaschen.
Etwas weiter, es hatte hier keine Häuser mehr, war sehr einsam und nur spärliche Büsche wuchsen noch, hielten wir am Strassenrand an, denn ich wollte einige Fotos von der Region und den Windparks machen. Ich stieg aus, bewaffnet mit dem Fotoapparat.
lockenhaupt am 17 Dez 2006 21:17:24
Über einen Viehrost kam ich auf eine unbefestigte Strasse die mich direkt zum Fusse eines Windkraftwerkes brachte. Ich hörte die Rotoren wie sie sich surrend drehten. Ein Blick nach oben und mir wurde schwindlig. Ich fotografierte noch die Umgebung und ging dann zurück zum Wohnmobil.
Mike schnappte sich dafür die Kamera und ging zum Windkraftwerk. Er getraute sich das zu tun was ich mich nicht getraut hatte : bis zum Fusse des Windrades zu gehen und von dort unten Fotos nach oben zu machen.
Wir fuhren weiter und bald führte uns die Strasse wieder runter vom Berg und zur Küste zurück. Vor uns tauchte Tarifa auf.
Die Strasse führte an der Stadt vorbei und entlang einer wunderschönen Landschaft. Nicht weit von Tarifa kam ein Campingplatz in Sicht, er schien offen und wir entschieden uns hier Halt zu machen. Camping Rio Jara. Er hatte offen und schon der Eingangsbereicht war sehr ?g und weit und es gefiel uns auf Anhieb. Dazu noch die Aussicht auf den nahen Strand liess uns gleich für 3 Nächte buchen. Wir haben es nicht bereut. Man teilte uns mit wir dürften uns einen Platz auswählen. Wir fuhren ganz nach Hinten, rechts an den Toiletten vorbei und fanden einen tollen Platz direkt an der Umrandungsmauer. Dahinter war ein kleiner Fluss (in der Regenzeit führte er bestimmt viel Wasser, jetzt jedoch war es ein kleines Flüsschen), und dahinter ein Pinienwäldchen. Die rundlichen Kronen erinnerten mich an Schirme und ich kam mir vor wie in einem der Myst Spiele.
lockenhaupt am 17 Dez 2006 21:17:48
Nachdem wir unsere Markise heraus gefahren hatten und Tisch und Stühle herausgeholt hatten erkundeten wir die Gegend. Von unserem Stehplatz aus konnte man in der Ferne den Strand und das Meer sehen, weit am Horizont weisse Wolken, da musste die Küste Afrikas sein.
Der Weg zum Strand führte uns quer über den fast leeren Campingplatz. Wir gingen durch ein Tor und befanden uns in sumpfigem Gebiet. Zum Glück gab es hier einen gepflasterten Steg, so konnte man trockenen Fusses zum Sand rüber. Zuerst jedoch mussten wir noch über eine kleine Brücke, um den kleinen Fluss zu überqueren, dann waren wir auf dem riesigen Sandstrand. So etwas Riesiges habe ich noch nie gesehen und konnte mir bis dahin gar nicht vorstellen dass es so einen Strand überhaupt geben konnte. Ca. 200 Meter breiter und einige Kilometer langer Sandstrand, einfach Traumhaft. Die Wellen hier waren dann doch etwas grösser als ich es von der Adria her gewohnt war, jedoch hatte ich vom Atlantik noch grössere Wellen erwartet. Aber die Strasse von Gibraltar ist ja nun nicht gerade so riesig als dass es hier so grosse Wellen geben könnte. Aber es war so toll hier an diesem Strand zu sitzen, hinaus aufs Meer zu gucken und zu sehen wie sich die Wellen brachen und schäumend über den Strand strichen.
Wieder zurück im Wohnmobil machte Mike mir die Wäscheleine bereit, und ich ging Wäsche waschen und hängte diese dann auf. Muss ja auch mal sein.
Gegen Abend verzogen sich die weissen Wolken drüben an der Afrikanischen Küste und man konnte langsam Land erkennen. Es war so spannend wie ein Krimi und ich kriegte nie genug davon auf diesen Kontinenten zu sehen. Marokko, 15 Kilometer weit weg nur. Eigentlich ein Katzensprung. Später, als es schon dunkel war, konnte man die Lichter der Dörfer und Städte sehen, sowie die Lichter der Schiffe. Einmal sah ich ein Kreuzfahrtschiff, es war hell erleuchtet und sah aus wie ein liegender Weihnachtsbaum. Dies erinnerte mich wieder an die Tatsache dass in wenigen Wochen Weihnachten sein sollte. Wie, echt? Kann man ja kaum glauben, hier hatten wir das Gefühl mitten im Sommer zu sein, oder Mai-Juni. Die Blätter waren noch grün und nichts oder zumindest fast nichts deute für uns darauf hin dass Mitte November sein sollte.
lockenhaupt am 17 Dez 2006 21:18:22
Di 14.11.2006
Wir machten uns einen faulen Tag, gingen ans Meer und genossen den Tag. Es war schön und warm wie auch schon die vorhergehenden Tage. Einfach Traumhaft.
Das Wohnmobil das 2 Parzellen weiter links von uns gestanden hatte fuhr an diesem Tag weg, genauso wie die Leute im Zelt schräg hinter uns. Wir nahmen an dass sie wohl auf die Fähre nach Marokko gingen. Da hätten wir auch so gerne hin gewollt, doch ohne Pass war dies leider unmöglich.
In dieser Ecke des Campingplatzes waren wir nun ganz alleine.
Am späteren Nachmittag kam dann wieder ein Wohnmobil an und stellte sich auf den Platz, 2 Parzellen weiter links von uns, wo am Morgen schon jemand gestanden hatte.
Wie’s aussah war das Wohnmobil nur von einem Mann bewohnt. Hinten drauf hatte er ein merkwürdiges Gefährt. Als wir dran vorbei gingen kam der Mann gerade aus seinem Womo heraus und Mike nutzte die Gelegenheit ihn nach der Art seines doch sehr merkwürdigen Gefährtes das er hinten mit führte zu fragen.
Der Mann, ein Deutscher, erklärte dies wäre kein Motorrad sondern ein Fahrrad mit Hilfsmotor.
Zuerst nahmen wir an, der Deutsche würde herum fahren und von den Campingplätzen aus dann Touren mit diesem Fahrrad unternehmen.
Später als wir wieder vorbei kamen, sahen wir dass unser Nachbar seinen Fernseher an hatte und Mike ging hin und fragte ob der Empfang mit der Sat-Schüssel auf dem Dach denn auch gut wäre. Nun ja, meinte dieser, wenn er den Fernseher einstellen könnte, würde er bestimmt gut laufen, doch er würde sich nun schon seit langem damit aufregen und hätte langsam die Schnauze voll.
Mike liess sich die Fernbedienung geben und versuchte alles wieder ins Lot zu kriegen. Ich verzog mich inzwischen in unser Wohnmobil, und telefonierte mit Michel. Mittendrin kreischte ich „Ein Containerschiff!“, schnappte mir die Kamera und schoss ein Foto. Es war für mich einfach unglaublich dass man hier Containerschiffe vorbei ziehen sehen konnte, und sogar noch die einzelnen Container ausmachen konnte!
Die Sonne näherte sich langsam dem Horizont und der Himmel wurde immer farbenfroher. Ich schnappte mir die Kamera und knipste. Dann entdeckte ich im Pinienwäldchen eine Lücke und überlegte wie toll das doch wäre wenn die Sonne da hindurch schien. Da die Sonne genau richtig stand und zwangsläufig durch dieses Loch hindurch scheinen musste, suchte ich mir eine gute Position an der Umrandungsmauer aus und knipste und wartete. Endlich dann war es so weit und die Sonne schien so wie ich es wollte.
Mike kam herüber und machte auch noch einige Bilder, dann sagte mir ich solle doch auch zum Deutschen rüber kommen.
So ging ich dann also auch hin.
Sein Wohnmobil war toll und bot ihm sehr viel Platz. Er erzählte uns, dass er dieses erst seit 4 Wochen habe und damit auch seit 4 Wochen herum fahre. Er war also in dem Sinne Anfänger wie wir auch. Er war froh endlich nette Leute zu treffen, mit denen er auch etwas reden konnte. Er erzählte uns seine Geschichte und wir bewunderten ihn dafür. Seine Ehe war nach etlichen Jahren in die Brüche gegangen, er Frührentner und keine Familie sonst mehr. Also verkaufte er sein Haus, kaufte sich dafür das Wohnmobil und zog seither durch die Lande. Zuerst war er in Italien gewesen, dann hatte es ihn nach Spanien verschlagen und weiter sollte es immer der Küste entlang nach Portugal gehen. Weiter wusste er auch noch nicht, das würde die Zukunft erst zeigen. Er wollte vor allem zuerst einmal eine lange Zeit durch die Welt ziehen und sich alles ansehen, bevor er wieder einmal nach Deutschland zurück wollte. Ich fand es toll und bewundernswert und irgendwo waren wir auch ein kleines Bisschen neidisch auf ihn, er betonte immer wieder, ihn könne nichts stressen, er habe so viel Zeit wie er wolle. Wir hingegen mussten uns langsam aber sicher Gedanken über unsere Rückfahrt machen, doch noch war es nicht so weit und wir wollten noch gar nicht wirklich daran denken.
lockenhaupt am 17 Dez 2006 21:18:52
MI 15.11.2006
Diese Nacht war sehr windig gewesen. Die Markise flatterte und lärmte, so dass ich nicht schlafen konnte. Gegen 3 Uhr drehte Mike die Markise rein, so dass endlich Ruhe herrschte und wir endlich schlafen konnten. Der Wind war so stark dass das Wohnmobil immer wieder schaukelte. Ich kam mir vor wie in einem Boot.
Hätte noch gefehlt dass mir schlecht wurde.
Am nächsten Morgen gingen wir zum Empfang und fragten wie wir nach Tarifa kommen könnten. Der Mann dort erklärte mir dass es im Sommer einen Bus gab, jetzt jedoch musste man sich ein Taxi rufen, das koste ca. 8 Euros. Nun gut, wir liessen uns eines rufen und warteten dann vielleicht 20 Minuten bis es dann ein traf. Ich sagte dem Fahrer wir wollten nach Tarifa, und er fuhr uns hin.
Tarifa ist eine sehr schöne Stadt, direkt am Meer. Wir kamen auch gleich in die Altstadt mit den engen verwinkelten Gassen die einem Labyrinth gleichen. Man sieht den Maurischen Einfluss hier sehr stark und ich kam mir vor wie in einer Stadt irgendwo im Orient. Gemurmel erklang in den Strassen, die Leute sprachen zwar Spanisch, für mich jedoch hörte es sich wie eine total fremde Sprache an, und ich kam mir umso mehr vor wie im Orient.
lockenhaupt am 17 Dez 2006 21:19:15
Es war einfach klasse durch diese Gassen zu wandern. Wir kamen zu einer Kirche und gingen hinein. Drinnen hatte es Statuen und Heiligenbilder, wie in jeder Kirche. Ich zündete zwei Kerzen an, so wie wir es immer tun wenn wir eine Kirche betreten. Eine Kerze für „meine Toten“ und eine Kerzen für „Mike’s Toten“.
Der Weg führte uns dann einen Hügel hoch und hinten wieder hinunter, zum Hafen. Daran vorbei kamen wir auf einen Damm der hinaus auf eine Insel führte. Ich erzählte Mike dass man diese Insel nicht betreten konnte, da sie abgeriegelt sei, wahrscheinlich Militärisches Gebiet, würde auch Sinn machen. Woher ich dies weiss? Nun vor der Reise habe ich per Google Earth die Gegend erkundet und dies herausgefunden.
Es war dann auch so, die Insel war abgeriegelt.
Eindrücklich, über diesen Damm zu gehen, rechts Sandstrand und in der Ferne der Campingplatz wo unser Wohnmobil stand, rechts nur wenig Sand, dafür dann riesige Steine zur Uferbefestigung.
Rechts der stille Atlantik, links das aufgewühlte Mittelmeer mit grösseren Wellen. Der Wind kam von links, also vom Mittelmeer her.
Auf unserer linken Seite das Mittelmeer mit vielen Wellen
Auf unserer rechten Seite der stille Atlantik
Auf dem Damm hatte es Sandverwehungen, kleine Dünen, verursacht durch den starken ständigen Wind vom Mittelmeer.
Einfach unglaublich, wir standen endlich da, am Ziel unserer Reise, am Südzipfel von Europa, der Südlichsten Stadt Europas, wo Atlantik und Mittelmeer ineinander über fliessen, vor uns ein fremder Kontinent, Afrika, den wir beide noch nie betreten haben.
Atemberaubend, schön, unerklärlich. Muss man eben erlebt haben.
lockenhaupt am 17 Dez 2006 21:19:47
Mike hätte gerne auf die Insel gehen wollen, doch diese war abgeriegelt. Ab und zu kam ein Polizeifahrzeug heraus oder fuhr hinein, sonst war es still hier. Wir gingen zur Ufermauer hinüber und sahen kleine Kätzchen und deren Mutter. Es war süss denen zu zu sehen und so standen wir da eine Weile, Mike ging in die Hocke runter. Der Wind pfiff uns um die Ohren, so bemerkten wir auch nicht dass sich jemand näherte. Erst als ein Kampfhund an uns vorbei schoss und auf die arme Katzenmutter los ging bemerkten wir dass wir nicht alleine waren.
Wir erschraken so sehr dass wir den Kerl am liebsten umgebracht hätten. Wären wir in einem Land gewesen wo ich die Sprache gesprochen hätte, hätte dieser Idiot mit dem Kampfhund von mir eine Schimpftirade vom allerfeinsten zu hören gekriegt. So jedoch erholten wir uns nur von unserem ersten Schrecken (der Hund kapitulierte vor der Katze, die sich fauchend vor ihm aufbaute und mit den Krallen nach ihm schlug) und gingen dann weg, den Blick immer wieder nach hinten richtend um zu kontrollieren wo sich dieser Kampfhund befand. Zum Glück kam er uns nicht nach. Ich kann nicht verstehen wie man so einen Hund ohne Leine führen kann, und dazu noch wenn Leute herum sind.
Am Anfang vom Dann steht auf einem Hügel ein Schloss. Zumindest sah es für uns wie eines aus, wenn auch ein kleines.
Wie’s aussah war es gerade in Renovation. Wir stellten uns das absolut Traumhaft vor, in diesem Haus wohnen, auf der einen Seite das Mittelmeer, auf der anderen Seite der Atlantik, und vor dem Haus Afrika……..
Der Weg führte uns zum Hafen wo gerade ein Schiff herein kam. Es war ein Katamaran, eine Fähre. Mike fragte sich wie hier wohl die Fahrzeuge aufgeladen werden sollten, und ich gab zu bedenken dass es hinten mit Sicherheit eine Klappe aus zu fahren gäbe. Wir gingen näher ran um uns dies genauer an zu sehen.
Hinten ging tatsächlich die Klappe auf und Autos kamen heraus. Unglaublich wie viele da drinnen Platz hatten! Sogar Transporter und ganz viele Leute die zu Fuss unterwegs waren. Koffer schleppend, winkend, denn da wo wir uns befanden standen einige Leute und warteten auf ihre Familie, Freunde, was auch immer.
Nachdem wir eine Weile zu gesehen hatten, gingen wir wieder zurück in die Altstadt. Wir setzten uns in ein Strassencafé und warteten auf die Bedienung. Es ging nicht so lange, dann kam eine schlecht gelaunte Kellnerin zu uns. Ich begrüsste sie freundlich in Spanisch, bestellte dann in derselben Sprache 2 grosse Kaffee’s mit Milch und fragte ob wir essen könnten. Sie nickte nur und verschwand.
lockenhaupt am 17 Dez 2006 21:20:13
Etwas später kam sie wieder heraus, jedoch brachte sie uns weder Karte noch unsere Bestellung, stattdessen zog sie mit einer anderen jungen Frau los, die Kellnerschürze immer noch umgebunden.
Es dauerte dann noch eine ganze Weile bis uns ein Kellner unsere Bestellung brachte. Wir machten es uns gemütlich, sahen dem Verkehr zu, den Leuten die vorbei gingen und tranken unseren Kaffee.
Eine Speisekarte haben wir nie erhalten, und keiner fragte uns was wir essen wollten. Mittlerweilen hatten wir beim Eingang die Speisekarte an der Wand entdeckt und bei den Preisen war uns der Appetit vergangen. Also waren wir ganz glücklich darüber dass uns keiner eine Karte brachte.
Wir bezahlten und gingen weiter. Stürzten uns wieder ins Labyrinth der Gassen und Strassen. Wir kamen zum Fischmarkt. Eine Halle die früher wohl voller Fische war, jetzt jedoch hatte es nur noch 2 Fischstände, der Rest war voller anderer Sachen, in der Mitte ein grosser leerer Platz.
Wir konnten uns vorstellen wie es früher hier gewesen sein musste, die Halle voller Fischstände, voller Käufer, voller Stimmengemurmel und Leute. Wir konnten es fühlen und hören.
Hier ginge es nicht weiter, so verliessen wir die Halle wieder und begaben uns in eine andere Gasse. Bald stellten wir fest, dass wir wieder am Fischmarkt heraus kamen. Wie, schon wieder?
Also gingen wir durch eine andere Gasse, in eine andere Richtung, nur um dann wieder feststellen zu müssen dass wir schon wieder im Kreis gegangen waren.
Ja war das denn die Möglichkeit? Wir lachten.
Ok sagte ich, dort vorne ist die Kirche, jetzt gehen wir da hin und dann eben links, denn zum Hafen waren wir rechts herum gegangen.
Mike war skeptisch, folgte mir jedoch. Links der Kirche ging die Strasse recht steil den Hügel hoch und wir kamen tatsächlich aus der Altstadt heraus und oben auf das was ich die Hauptstrasse nenne. Dort gab es auch Taxistände.
Wir schlenderten diese Strasse entlang und sahen einige Restaurants. (Unten in der Altstadt war ausser dieser Kneipe nichts zu finden gewesen). Es gab zwar ein Restaurant aber wir hatten beide keine Lust ein zu treten, so gingen wir die Strasse weiter.
Fast am Ende von dieser fanden wir dann ein süsses Restaurant wo wir beide uns zunickten und ein traten. Wir waren wieder einmal bei einem Chinesen gelandet. In Spanien sind diese überall an zu treffen und das Essen schmeckt hervorragend und ist billig. Dazu muss man auch noch erwähnen dass diese Restaurants sehr gepflegt sind und für eine gepflegte Atmosphäre sorgen, ein Hauch von Luxus möchte ich sogar behaupten.
Wir gönnten uns diesmal sogar einen Nachtisch, ein Eisbecher mit Früchten oben drauf. Dass alles direkt aus dem Tiefkühler neben uns kam störte uns nicht. Trotz der gefrorenen Früchte schmeckte es so toll dass wir locker noch einen Becher hätten verdrücken können. Doch Genug ist Genug, wir wollen es ja nicht übertreiben.
Wir bezahlten und gingen zum Taxistand. Es war keines da und so setzten wir uns auf die Bank, einige Meter neben uns Arbeiter die ihre Mittagspause machten (wir hatten das Gefühl die Mittagspause musste hier wohl mehrere Stunden gehen). Ein Auto hielt vor uns, ein Taxi. Wir stiegen ein und ich zeigte die Visitenkarte vom Camping und sagte wir wollen zum Camping Rio Jara. Da fuhr er uns auch hin.
Trikermaus am 06 Jan 2007 19:16:02
so ich mache mal noch weiter.
Im Laufe unseres Besuches von Tarifa bewölkte sich der Himmel zunehmendes und als wir nun zurück im Camping waren gab es keine Sonne mehr und es war kühler geworden.
Unser deutscher Nachbar war wieder weg, unterwegs nach Portugal.
Wir hatten uns vor genommen an diesem Abend zum Strand zu gehen und noch mal den Sonnenuntergang zu betrachten und fotografieren. Da es viele Wolken hatte gingen wir ohne Fotoapparat zum Strand. Es war sehr windig und nicht gerade warm, daher gingen wir auch nur bis zur Zementbrücke über das Flüsschen und kehrten dann wieder um. Auf dem Strand tollten zwei Hunde, Mike sagte es wären Kampfhunde. Ein Mann war dabei.
Eine Frau kam vom Camping her auf uns zu gerannt und schrie andauernd etwas, ich verstand nichts. Sie schrie ja auch nicht zu uns, sondern zu dem Mann am Strand. Zwei Reiter näherten sich und zuerst interessierten sich die Hunde nicht dafür, doch als sie die Pferde entdeckten, rannten sie zu diesen, der Mann hinterher, die Frau auch.
Zum Glück scheuten die Pferde nicht und so passierte nichts.
Wir wollten wieder zum Camping zurück, da entdeckte ich rechts von uns im Sumpf eine kleine Erhebung mit einem Betonbau darauf.
„Guck mal, sieht aus wie ein Bunker“, sagte ich zu Mike.
„Das IST ein Bunker“, antwortete er.
Sagte es und wollte quer hinüber, um sich diesen genauer an zu sehen. Ich ging erst ein Stück hinter ihm her, doch der Morast war noch nicht ganz getrocknet und es war mir dann doch zu dreckig, ich kehrte wieder um, Mike murrend hinter mir her. Murrend deshalb, weil ich weiter vorne einen besseren Weg gefunden hatte, auf dem man trocken und sauber zum Bunker gelangen konnte.
Der Bunker war rund und sah nicht mehr ganz so frisch aus. Auf der einen Seite war ein Hühnerstall eingerichtet worden, ein Stück eingezäuntes Land, umgeben von Feigenkakteen. Mike sagte mir die Früchte könne man essen (das wusste ich auch, aber diese hier waren noch grün und nicht reif), und er wollte eine pflücken, das Resultat : Frucht bleib am Strauch und Mike hatte Stacheln in den Fingern.
Wir umrundeten den Bau und entdeckten Pferde die neben Kühen grasten. Mike näherte sich vorsichtig einem grauen Pferd und wollte es begrüssen und streicheln. Das ging auch kurz gut, bis die Stute Genug hatte und Mike in die Brust biss.
Ist zum Glück nicht viel passiert, gab nicht mal einen blauen Flecken.
Wir ärgerten uns ein bisschen dass wir den Fotoapparat nicht dabei hatten, aber am nächsten Morgen wollten wir ja weg fahren, aber da war ja auch noch Zeit den Bunker zu fotografieren und etwas Sand in einem Glas mit zu nehmen.
Wir gingen zurück zu unserem Heim auf 4 Rädern und machten es uns für den Rest des Abends gemütlich.
Diese Nacht waren wir froh dass wir die Markise nicht draussen hatten, denn es wurde eine stürmische Nacht und es fing an zu regnen.
Wie toll, wir hatten eine trockene, warme Unterkunft, eine Strasse weiter hatten wir gesehen, waren zwei mit einem Zelt, und da drin… das musste jetzt doch recht ungemütlich sein. Tatsächlich sah ich die Frau am nächsten Morgen bibbernd auf Klo rennen.
Trikermaus am 06 Jan 2007 19:18:02
DO 16.11.2006
Zeit langsam die Heimreise in Angriff zu nehmen. Wir nahmen uns vor erst noch Sevilla zu besichtigen. So fuhren wir die Küstenstrasse weiter Richtung Cadiz.
Es regnete, war Bewölkt, aber das konnte uns egal sein.
Zwischen Tarifa und Cadiz ist das Land recht flach, neben der Strasse die üblichen Strassengräben.
Was es da alles zu finden gab…
An einer Stelle waren zwei Fahrzeuge, unübersehbar hatten sie einen Unfall gehabt. Das eine stand merkwürdig da, mit zerbeulter Front, das andere lag auf der Seite. Es sah nicht so aus als ob die erst seit einigen Stunden so da lagen, sondern schon seit Wochen.
Keiner schien dies zu kümmern. (Wir hatten so etwas schon öfters gesehen).
Etwas später lag eine Stoss-Stange mit samt Nummernschild im Strassengraben, des Weiteren unzählige kleinere Autoteile.
Auf der ganzen Spanienreise sahen wir auch unzählige Kränze und Kreuze am Strassenrand, ich bin versucht zu behaupten dass Spanier sehr gefährlich Autofahren.
Irgendwo ein weisser LKW, der sah auch nicht mehr so gesund aus und gut geparkt hatte er zudem auch nicht, die Fahrerkabine stand V-Förmig zum Aufbau hinten, wieder ein Unfallwagen.
Es regnete immer noch und der Wind war böig. Ich war froh dass Mike fuhr und nicht ich, ich hätte wohl voll die Krise gekriegt mit dem Wohnmobil das dem Wind eine sehr grosse Angriffsfläche bot.
Noch etwas weiter ein toter Hund unter der Mittelplanke, ich erinnerte mich dass ich vor einigen Tagen irgendwo am Strassenrand eine tote Ziege gesehen hatte.
Wir sahen einen Supermarkt und fuhren hin. Es war wieder an der Zeit einige Sachen zu bunkern. Als wir mit Tüten bepackt aus dem Supermarkt kamen, goss es in Kübeln. Na toll… Wie die Einheimischen standen wir im Eingang und warteten dass es auf hörte. Doch es liess nicht nach.
Ich schlug Mike vor zum WOMO zu gehen und für ihn einen Schirm zu holen. Er machte einen Gegenvorschlag und sagte er holt das WOMO her. Ach wo, ich bin doch nicht aus Zucker, gehen wir einfach rüber und basta.
So machten wir es auch.
Auf dem Parkplatz hatte der Regen grössere Lachen gemacht und es war mir unmöglich mit offenen Schuhen trocken rüber zu gelangen. So zog ich kurzerhand Schuhe und Socken aus und ging barfuss über den Platz. Die Leute guckten etwas belämmert, aber meine Idee war auf jeden Fall besser als ihre (sie kriegten nasse Schuhe und Socken).
Es machte Spass durch die Knöcheltiefen Lachen zu waten.
Weites Land Andalusien, hier lernten wir es von einer andere Seite kennen. Es war flach und nur leicht hügelig. Durch den vielen Regen entschlossen wir uns dann statt nach Sevilla, rüber nach Granada zu fahren, vielleicht war dort das Wetter ja besser.
Kurz vor El Palmar de Troya fuhren wir an einem Gebäude vorbei, es war ein religiöses Gebilde (laut Karte), die Türmchen die heraus ragten sahen aus wie Minarette. Leider konnten wir nicht sehen worum es sich wirklich handelte, denn das Gelände war mit einer hohen Mauer umgeben und durch ein grosses Eisentor verschlossen. Schade, ich hätte mir dies gerne angesehen.
In Santa Fe (kurz vor Granada) hielten kurz an. Ein LKW der Firma Bärtschi aus dem Kanton Aargau stand da, der Fahrer grüsste uns und kam dann rüber. Ich wunderte mich über dessen merkwürdigen Akzent und begriff erst dann dass er sächsisch sprach.
Wir unterhielten uns etwas, und er erzählte dass er in Südfrankreich schon drei Mal überfallen worden sei, das heisst sie hätten während der Nacht versucht seine Schlösser zu knacken. Dies wohl während er in der Kabine geschlafen hatte.
Er erzählte uns auch dass er sich nun das Wochenende um die Ohren schlagen müsse, denn neue Fracht würde er erst am Montag in Alicante kriegen.
Da hatten wir es doch gut, waren Vogelfrei und konnten wohin wir wollten, wann wir wollten. Wir hatten ja auch Urlaub.
Wir fuhren weiter Richtung Granada, hofften auf einen Campingplatz, doch es tauchte keiner auf, auch keinen Hinweis. Wir hatten in der Dunkelheit auch keine Lust irgendwie durch die Stadt fahren zu müssen, so blieben wir auf der Schnellstrasse. Es schien sowieso dass der nächste Tag auch regnerisch werden sollte, also was soll’s, Granada musste eben warten, vielleicht ein anders Mal.
Es ging wieder leicht Bergauf, bald war Granada ein Lichtermeer unter uns. Es war wundervoll.
Etwas weiter gab es einen Rastplatz mit Tankstelle, da hielten wir an und wollten essen gehen. Es sah in dem Restaurant nicht gerade nach Essen aus, also tranken wir nur einen Kaffee und gingen dann zurück zum Wohnmobil. Wer stand da noch auf dem Parkplatz? Der Schweizer LKW von Bärtschi AG! Der Fahrer schlief wohl schon, die Kabine war mit Gardinen zu.
Wir kochten uns etwas und legten uns dann schlafen.
In der Nacht wurde es recht kühl und wir mussten die Heizung an machen. Dazu ist sie ja da.
Trikermaus am 06 Jan 2007 19:18:50
FR 17.11.2006
Ca. 8 Uhr erwachten wir. Mike stand auf, ging raus und kam dann an gerannt, ich solle mit der Kamera heraus kommen, das würde ich jetzt nicht glauben.
Hm? Was konnte er denn gesehen haben? Ich stieg aus, es war kalt und trüb. Am Ende vom Parkplatz stand Mike und deutete Richtung Horizont. Etwas verschlafen noch ging ich zu ihm und blickte in die Richtung und sah es dann auch. Durch die Wolken nur schemenhaft zu erkennen, die Sierra Nevada, verschneit. (es hat dort einige 3000er)
Wer hätte das gedacht, vor 2 Tagen noch waren wir im Sommer am Strand gewesen und jetzt holte uns der Winter ein.
Es war sehr kalt und wir schossen nur einige Beweisfotos und verzogen uns dann zu einem Kaffee ins kuschelwarme Wohnmobil.
Die Frage kam auf, wie hoch befinden wir uns denn, dass es so kalt ist?
Mike machte das GPS an und wir erfuhren dass wir uns auf 1208 Metern über Meer befanden, 37°19.08N 03°19.45W
Wir fuhren rasch weiter. Die Strasse führte uns dann zum Glück wieder runter und es wurde auch wärmer.
Tanken war wieder angesagt und so hielten wir auf einer BP Tankstelle. Ich ging in den Shop zum bezahlen und Mike entdeckte einen blinden Passagier an Bord. Eine kleine Katze stand unterm Wohnmobil und wollte eben in den Motor hinauf klettern. Der armen war wohl auch kalt.
Mike lockte sie heraus und hielt sie dann auf dem Arm bis ich heraus kam. Er liess sie weit weg vom Womo auf den Boden und der Tankwart machte die Shoptüre auf, damit sie nicht wieder auf die Idee kam in unseren Motor zu klettern.
Wir wollten zur Ostküste, vielleicht war es ja da angenehmer. Also auf nach Javea! Ob wohl der Mr. Please noch da war?
Tatsächlich lockerten sich die Wolken je mehr wir uns der Ostküste näherten. Es wurde auch freundlich und warm. So macht Urlaub doch Spass. Unsere Laune hob sich.
Bei Lorca bemerkte ich dass die Klappe über dem Bett nicht zu war. Dies obwohl wir sie gar nicht auf gemacht hatten. Sie hatte sich von alleine los gerissen und klapperte nun auf und zu. Ich ging nach hinten und versuchte sie wieder fest zu machen, doch sie liess sich nicht mehr schliessen. Der Verschluss musste wohl defekt sein. Wir hielten an und machten sie provisorisch mit einer Schnur fest.
Auf einer Raststätte hielten wir an und wollten essen. Es war noch etwas zu früh, das Restaurant machte erst in 30 Minuten auf. Also warteten wir. Es war ein Selbstbedienungsrestaurant, die Frau an der Kasse sehr unfreundlich, obwohl ich sie freundlich in Spanisch begrüsste, bitte und danke sagte.
Sie sah mich nicht mal an, und als ich ihr das Geld hinhielt, hielt sie es nicht für nötig mich an zu sehen oder mein Geld an zu nehmen. So liess ich es auf einen Teller klimpern und sie schmiss mir das Wechselgeld hinein.
Wir fuhren weiter, Ziel ist ja schon bekannt.
Es war wieder sonnig und angenehm warm. So erreichten wir gegen späteren Nachmittag Javea, fanden auch den Platz vom letzten Mal wieder und parkten hier.
Wir machten einen Bummel durch die Strasse, die Läden hatten ja noch auf. Wir kamen uns nicht vor wie in Spanien, sondern wie in England oder einer Kronkolonie, denn um uns herum wurde englisch gesprochen, die Kinder trugen englische Schuluniformen.
Wieder gingen wir beim Chinesen essen. Der Kellner grinste schon als er uns sah. Ausserdem waren wir an dem Abend seine einzigen Gäste.
Auf dem Weg nach Javea
Trikermaus am 06 Jan 2007 19:19:21
SA 18.11.2006 Die Nacht war nicht gerade ruhig gewesen, die englischen Gören hatten wohl die ganze Nacht Ausgang. Sogar um 4h herum hörte man sie und die Bässe einer nahen Diskothek.
Zwei mal mussten wir die Heizung an machen in dieser Nacht, es war empfindlich kühl geworden.
6h45 ich war schon wach und wartete dass Mike aufwachte, wir sollten langsam hier weg. Es dauerte nicht lange, da erwachte er auch und wir konnten weiter fahren.
Auf dem Weg nach Javea
Wir verfransten uns in Javea ganz übel und unser Tag fing alles andere als angenehm und gemütlich an. Blondinchen leitete uns zwar aber es war trotzdem sehr verwirrend und die Strassen die sie uns fahren lassen wollte waren dann auch noch wegen Arbeiten gesperrt und wir kamen durch immer engere Gassen und schliesslich fuhren wir verkehrt herum in eine Einbahnstrasse. Was nun? Weiter oben sahen wir einen Wagen der offensichtlich diese Strasse benutzen wollte, und wir mitten drin ohne Möglichkeit zum Wenden (es hätte hier zwar einen Platz gehabt, doch der war wegen Bauarbeiten zu).
Mike entdeckte eine Nebenstrasse und versuchte hier rückwärts hinein zu fahren. Es ging irgendwie nicht, da war ein Hindernis. Ich stieg aus und bemerkte dass es nur ein Huppel war. Mike versuchte dann zu wenden, doch es war schwierig aus der Gasse in die richtige Richtung zurück zu fahren, denn parkende Wagen machten das Manöver fast unmöglich. Schliesslich gelang es ihm doch und wir konnten weiter, doch raus waren wir noch keines Wegs. Irgendwie schafften wir es dann doch und waren froh die Gegend wieder zu erkennen, wir waren auf dem Weg zur Autobahn.
Die Strasse war breit und schnurgerade, vor uns ein Unfall. Nichts böses, nur bisschen Blechschaden. Ein Krankenwagen und Polizei waren schon da. Wir fuhren weiter und uns kamen noch 1 Kastenwagen der Polizei, sowie 2 weitere Polizeiwagen entgegen. So ein grosses Aufgebot für nur einen kleinen Unfall? Doch etwas heftig übertrieben.
Die Maut für die Autobahn ist zwar heftig, aber das war uns jetzt auch egal, wir hatten keine Lust mehr auf enge Gassen und verfransen. So fuhren wir gemütlich auf der Autobahn Richtung Norden. Ich schrieb Michel eine SMS dass wir ca. in 2-4 Tagen zu Hause eintrudeln würden. In dem Moment hatten wir noch keinen weiteren Plan, noch stand alles offen.
Gegen Mittag assen wir und Mike machte ein Nickerchen, danach ging’s weiter, ich machte Michel’s CD an und rief ihn an, hielt das Handy an die Box und sagte „Hör mal…“
Er freute sich unheimlich dass wir seine CD drin hatten Es ist auch eine schöne CD mit gute Laune Musik, Michel ahnte nicht dass wir beschlossen hatten gleich nach Hause zu fahren, ohne noch mal am Meer einige Tage zu bleiben. Ich hatte gedacht dass er es durch diesen Anruf vielleicht spitz kriegen würde. (ich bin ja fies). Wir befanden uns in dem Moment 15 km vor der französischen Grenze.
Gegen 22h, 594km von zu Hause entfernt, steuerten wir eine Raststätte an und schliefen. Es war ein langer Tag, und wir waren gut gelaunt, morgen würden wir zu Hause ankommen und die Familie überraschen die ja nun absolut nicht so früh mit uns rechnete.
Trikermaus am 06 Jan 2007 19:20:11
SO 19.11.2006
6h30 wachten wir auf, schnell was frühstücken dann ging’s wieder los.
Ein toller Morgen irgendwo bei Montpellier
Lyon, auf der Überholspur tuckerte ein Franzose gemächlich dahin, wir hinter ihm. Rechts überholte uns ein rasanter Waadtländer und scherte vor uns ein, er kam aber nicht weiter, vor ihm der langsam dahintuckernde Franzose. Mit Lichthupe scheuchte der Waadtländer diesen auf die rechte Bahn und fuhr dann in rasantem Tempo weiter. Voller Unverständnis schüttelte ich den Kopf.
Es war windig und kühl und je näher wir der Heimat kamen, desto bewölkter wurde es. Später regnete es sogar.
Am frühen Nachmittag kamen wir zu Hause an, glücklich und zufrieden, und irgendwo auch glücklich wieder zu Hause zu sein und bei unserer Familie. Der Urlaub war wunderschön gewesen, doch irgendwann muss man eben auch wieder nach Hause.
Morgensonne bei Montpellier
so hier endet unser Reisebericht. Das war wieder ein schöner Urlaub gewesen, auch wenn die Leute nicht so freundlich gewesen sind, mir hat's gefallen.
Nicht wundern, wir fahren oft früh los (3.00-4.00). Wenn wir wach sind und nicht mehr schlafen können. Dadurch das ich immer wieder wechselnde schichten auf arbeit habe, schlägt sich das halt im urlaub auch durch. Das komische ist sowieso, wenn man arbeiten muss, könnte man bis mittags schlafen, aber sobald man frei hat, wachen wir morgends spätestens um 06:00 auf und können nicht mehr schlafen.
Aber meisstens machen wir dann um 9.00 irgendwo stop und kuscheln uns dann nochmals ins bett.
Ausnahme, wenn wir auf einem campingplatz sind, da gehts meisstens erst so zwischen 9.00 - 10.00 los.
Ich weis wir sind halt duchgeknallt.
locke
Hallo ihr beiden,wir finden es klasse das ihr dann los fahrt wann ihr lust und laune habt genau so machen wir das auch.
Es reicht doch wenn man im Altag pünktlich sein muss.
Aber nu es ist nun mal so die deutschen Spiesser müssen halt alles geregelt haben.
Super Bericht macht weiter so echt klasse.
:Tina und Stephan