WERNER1953 hat geschrieben:..Was einen Mittelmotor anbetrifft, habe ich im Netz gelesen und auch von Händlern gehört, dass dieser zwar ideal für die Gewichtsverteilung ist; aber die Kette und die Ritzel stark belastet, so dass diese alle 4000 bis 5000 km in einer Werkstatt ausgetauscht werden müssen. Ob das stimmt, kann ich nicht sagen, da wir ein solches e Bike nicht besitzen.
Normalerweise sind alle Komponenten aufeinander abgestimmt und harmonisieren miteinander. Zumindest in Preisklassen, in denen Qualität verkauft wird. Kette und Ritzel sind wie die Kettenräder, Bremsbeläge u. a. normale Verschleißartikel, die bei meinen MTBs (ohne E-Motor) keine 4.000 - 5.000 km alt werden - dem Einsatz (vor allem im Winter) und der gewichtsreduzierten Bauweise sei es geschuldet. Die (Verschleiß-) Teile sind so eingebaut, dass man keine Fachwerkstatt dafür benötigt. Das dafür notwendige wenige Know-How, sofern nicht vorhanden, vermitteln gerne ADFC, sonstige Radclubs oder ein netter geübter Bike-Schrauber. Selbst mancher Händler bietet Schrauberkurse an.
Zurück zum E-Bike: An meinem E-MTB mit Mittelmotor kann ich an keiner Komponente im Vergleich zu einem MTB ohne E-Motor größeren Verschleiß feststellen. Die Teile (selbst die Reifen) sind dafür allerdings entsprechend ausgelegt. Am Anfang habe ich die hydraulische Scheibenbremsanlage gegen eine leistungsfähigere getauscht, da man bei längeren Bergabfahrten (Alpen) das höhere Fahrzeuggewicht schon merkte und die verbaute hydraulische Bremsanlage zum Fading neigte.
Die Hinweise gelten natürlich nicht für beispielsweise Baumarkträder, deren Tretlagerpatrone als Ersatzteil für 5 - 10 Euro zu habe ist. Das ist eine andere Liga.
Die meisten etablierten Bike-Labels lassen ihre Rahmen in Taiwan (bekannt ist insbesondere die Firma Kinesis) an hochmodernen Schweiss-Robotern fertigen. Ggf. erfolgt die Endmontage im jeweiligen Heimatland, um entsprechend "made in USA/Germany usw." deklarieren zu können. Taiwan ist mittlerweile der international führende Bike-Hersteller, im jeweiligen Preissegment ist die Qualität eine Benchmark für den Weltmarkt. Der Biketeile-Riese Shimano bietet neben Angelzubehör ein breites Bike-Sortiment an, auch qualitativ, ist aber kein Taiwaner, sondern hat seinen Stammsitz in Japan. Daneben ist mit SRAM, wenn auch mit weitem Abstand, noch ein ernsthafter Konkurrent am Markt vertreten.
Und: Es gibt tatsächlich noch ein paar wenige deutsche Bike-Hersteller, die ihre Kleinserien ausschließlich im Heimatland, überwiegend in Handarbeit und dann oft speziell nach Kundenwunsch, fertigen. Deren Produkte wird man aber kaum in einer Wohnmobilgarage finden.
Da hier MIFA genannt wurde: MIFA kauft Einzelteile überwiegend weltweit ein, in Sangerhausen erfolgt dann vor allem Lackierung und Endmontage - aber keine wirkliche Herstellung in Deutschland. Die Produkte werden unter einer Vielzahl von Labels --> Link angeboten und gehören nicht zum Hochpreis-Segment.
Daneben haben sich in Deutschland noch einige große Online-Bike-Händler, meist mit eigener Hausmarke, erfolgreich etablieren können.


