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Aufbaubatterie Neufahrzeug


Georg350 am 27 Apr 2006 11:25:50

Bei meinem Neufahrzeug wurde eine 80 Ah Säurebatterie unter dem Beifahrersitz ohne Kapselung und Lüftungsschlauch eingebaut.
Bei der Ladung der Batterie entsteht nach meinen chemischen Kenntnissen Knallgas.
Ist der geschilderte Einbau rechtlich einwandfrei oder gibt es Vorschriften, die einen solchen Einbau für unzulässig erklären ?
Ich hab noch Garantie und würde dies als Mangel rügen können.


Georg350

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Udo 70 am 27 Apr 2006 12:29:27

Hallo,
wir haben eine Eura 672 wo die Batterie auch unter dem Sitz angebracht ist. Als ich eine weitere einbauen ließ sagte der Händler, da die Erste eine Gel ist müßte die Zweite auch eine Gel sein. Desweiteren sprach er davon das im Fahrzeug nur Gel bzw. Batterien eingebaut werden dürfen die nach außen Entlüftet sind. Würde mal bei Deinem Händler nachfragen und aus Sicherheitsgründen tauschen lassen.
Udo

Georg350 am 27 Apr 2006 13:40:55

Eigentlich ist mir das auch so klar. Ich suche hiermit aber jetzt die rechtlichen Argumente.
Jeder Gabelstapler muß z.B. in einem besonders belüftetem Raum geladen werden usw.
Bei handelt es sich um eine stinknormale Säurebatterie ohne Entlüftungsschlauch und Rauchverbot im Aufbau.

Georg350

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NaviGer am 27 Apr 2006 13:53:39

Hallo Georg350,
fahr mal beim TÜV vorbei, die Prüfingenieure müssen das wissen.

Seekater am 27 Apr 2006 14:27:14

Georg350 hat geschrieben:Bei meinem Neufahrzeug wurde eine 80 Ah Säurebatterie unter dem Beifahrersitz ohne Kapselung und Lüftungsschlauch eingebaut.
Bei der Ladung der Batterie entsteht nach meinen chemischen Kenntnissen Knallgas.
Ist der geschilderte Einbau rechtlich einwandfrei oder gibt es Vorschriften, die einen solchen Einbau für unzulässig erklären ?
Ich hab noch Garantie und würde dies als Mangel rügen können.


Georg350


das müßte in der Kraftfahrzeug-Zulassungsordnung geregelt sein, evtl. auch über eine Din/VDE/ISO-Norm, Ausrüstung von Sonderfahrzeugen etc.. Vielleicht genügt auch schon der Hinweis, daß dies in jedem 9-Sitzer-Bus mit Batterie unter dem Fahrersitz ebenso ist (man braucht also nicht einmal Sonderfahrzeug-Vorschriften zu bemühen).

Damit etwas zu "winken" sollte ausreichen, immerhin ist das Problem ja mit einem einfachen Entlüftungsschlauch geregelt.


Seekater

Gast am 27 Apr 2006 14:27:35

Moin Georg350,

könnte es sich um "wartungsfreie" Säurebatterien handeln? Ich meine diese sind auch in einem "gekapselten" System, d.h. ohne (Schraub-) Öffnungen, Abgasungsschläuche usw...

"Normale" Blei-Säurebatterien, die mit Schraubverschlüssen zur Auffüllung sind ja heute schon eher selten.... zumindest finde ich in Neuwagen (PKW) meist schon diese "Wartungsfreien"...

Ansonsten bin ich der Meinung das ich irgendwo mal gelesen habe das es kein Verbot der Nutzung gibt, da bzw. solange das Mobil über eine Zwangsbelüftung verfügt. - kann mich aber auch irren!

berni01 am 27 Apr 2006 14:45:31

DAKOTA hat geschrieben:Ansonsten bin ich der Meinung das ich irgendwo mal gelesen habe das es kein Verbot der Nutzung gibt, da bzw. solange das Mobil über eine Zwangsbelüftung verfügt. - kann mich aber auch irren!


MUSS nicht jedes Womo über eine Zwangsentlüftung verfügen??? Wegen dem Gas???? Ich meine schon.

NaviGer am 27 Apr 2006 17:49:45

@alle,
die Zwangsentlüftung für Hauhaltsgas (Propan/Butan) muss sich im Boden befinden. Propan und Butan sind schwerer als Luft.

Knallgas von der Batterie (Wasserstoff + Sauerstoff) ist leichter als Luft, da muss sich eine Entlüftung im Dach befinden.

mikel am 28 Apr 2006 12:32:07

Stimmt, Zwangsentlüftung Gas im Boden. Hat normalerweise jeder im Gaskasten (ist Vorgeschrieben).

Was Bernie glaube ich meint ist die Zwangsbelüftung. Die ist in der oder den Dachluken. Die ist Vorschrift wenn Gasverbrauchsstellen eingebaut sind (z. B. Gasherd)

berni01 am 28 Apr 2006 14:35:26

mikel hat geschrieben:Was Bernie glaube ich meint ist die Zwangsbelüftung. Die ist in der oder den Dachluken. Die ist Vorschrift wenn Gasverbrauchsstellen eingebaut sind (z. B. Gasherd)


Stimmt :!:

BOWO am 28 Apr 2006 20:04:59

Kennt ihr noch den guten alten VW Käfer?

Da war auch die Batterie im Innenraum, unter der Sitzbank.
Ich kenne kein Fall wo ein Käfer explodiert wäre und davon gab es hunderttausende.

Man muss ja nicht bei jeder Kleinigkeit gleich nach Gesetzen, Vorschriften, Din-Normen rufen. :verweis:

:wink: :wink:

yello am 29 Apr 2006 23:39:56

Ich habe es bisher zweimal erlebt, das defekte Säurebatterien mit Plattenkurzschluß explodiert sind. In beiden Fällen waren sie in einem 5er BMW im Motorraum verbaut und die Entlüftungsleitung nach aussen fehlte. Beim Starten kam es zur Explosion mit der Folge, daß die Motorhauben deformiert waren und mehrere Liter Säure austraten. Das gibt zu denken, oder...? Beide Fzg.-Besitzer waren jeweils live dabei und fassungslos, das so etwas passieren kann.
Im Übrigen kann es bei einem defekten Regler dazu kommen, daß die Batterie nicht nur gast, sondern auch kocht. Dann tritt Schwefelsäuredampf aus, der die Atemwege schädigt und extrem stechend riecht.
Das passiert auch bei normalen wartungsfreien Säurebatterien und auch bei Glasfaservliesbatterien (AGM).
Alle Säurebatterien müssen in geschlossenen Räumen mit einem Entgasungsschlauch entlüftet werden, wobei der 2. Entlüftungsanschluß mit einem Blindstöpsel verschlossen sein muß. Außerdem ist in Wohnräumen eine Säurefeste Box vorzusehen.
Auch Gelbatterien können im Extremfall (zu hohe Ladespannung u. Strom) gasen, dies ist aber so gering, daß von einer Gefährdung nicht auszugehen ist. Gelbatterien trocknen daher langsam aus und gehen dann kaputt.


yello

Zegu am 30 Apr 2006 00:01:44

Hi,

Gebe meinem Vorredner völlig recht.

Das hätte auch "Cruiser" sein können.

Vielen Dank nachmal für die Aufklärung.

Ausserdem ist mit Säurebatterien nicht zu spaßen.
In Wohnmobilen mit höherer Entladung, meist bis an die Kapazitätsgrenze ist schon mit mehr und längeren Ladezyklen zu rechnen als im normalen PKW. Deshalb, so meine ich, ist Vorsicht immer besser als Leichtsinnigkeit.

So long!

Gast am 30 Apr 2006 10:33:08

Unter Knallgas versteht man die Verbindung von Wasserstoff mit Sauerstoff. Das Wasserstoff/Sauerstoff-Gemisch ist in einer Konzentration von 4-75 vol.% Explosionsfähig.
Beim Laden –und auch beim Betrieb- von Säurebatterien, kommt es immer zur Bildung von Wasserstoff. Deshalb ist es unerlässlich, dass der Batteriestandort entlüftet wird. Da Wasserstoff leichter als Luft ist, natürlich an der höchsten Stelle. Die Frage ist nun, wenn sich die Batterie im Fahrerhaus befindet, ist die Zwangsentlüftung (und die mit Sicherheit vorhandenen Undichtigkeiten) im Fahrzeug ausreichend um das Gas abzuführen. In Schränken oder Staukästen, ist eine Zwangsentlüftung mit Sicherheit unumgänglich.

NaviGer am 30 Apr 2006 11:14:29

Hallo Cruiser, @alle,
Unter Knallgas versteht man die Verbindung von Wasserstoff mit Sauerstoff
Kleine Korrektur: Die Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff ist Wasser. Wie Du in dem zweiten Satz richtig schreibst, ist Knallgas ein Gemisch, d.h. Wasserstoff und Sauerstoff Moleküle sind getrennt und 'warten nur noch auf einen auslösenden Funken', welcher das Gemisch wieder in eine Verbindung überführt: Es knallt, und zwar äußerst heftig. Danach hat man wieder Wasser.
Dass so eine Explosion nicht häufiger passiert, liegt an der Tatsache, dass dass das Gas Wasserstoff erheblich leichter als das Gas Sauerstoff ist und sich die beiden Gase recht schnell entmischen. Aber wehe, das Knallgas kann sich auf Grund fehlender Entlüftung nicht entmischen....

Beim oben beschriebenen Plattenkurzschluss spielt das Knallgas eine geringere Rolle, durch den Kurzschluss entstehen in der Batterie sehr hohe Temperaturen, welche die Batterie durch Ausdehnung zum Platzen bringen.

Gast am 30 Apr 2006 11:25:00

NaviGer hat geschrieben:Kleine Korrektur: Die Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff ist Wasser.


@NaviGer

kleine Korrektur: Die Verbindung von einem Wasserstoffmolekül mit einem Sauerstoffmolekül ist Wasser. Die Verbindung von zwei Wasserstoffmolekülen mit einem Sauerstoffmolekül ist Knallgas. :wink:


Achim

Zegu am 30 Apr 2006 12:53:06

Die Verbindung von zwei Wasserstoffmolekülen mit einem Sauerstoffmolekül ist Knallgas.


Habe ich etwas im Chemie-Unterricht falsch verstanden?

Wasser ist H2O, also die Verbindung von 2 Wasserstoff (H) - Molekülen mit einem Sauerstoff (O)-Molekül.

Definition der Oxydation, welches ja eine Verbrennung im eigentlichen Sinne ist.

Bei Knallgas ist das getrennt vorliegende einzelne Wasserstoff - Molekül und das einzelne Sauerstoff-Molekül nur noch nicht verbunden. Da Wasserstoff brennbar ist genügt ein genügend hohe Zündquelle (Funke evtl.) um eine heftige Oxydation hervorzurufen. Dabei binden sich 2 Wasserstoff-Moleküle an ein Sauerstoff-Molekül. Es entseht Wasser.

Gast am 30 Apr 2006 13:22:57

Zegu hat geschrieben:
Wasser ist H2O, also die Verbindung von 2 Wasserstoff (H) - Molekülen mit einem Sauerstoff (O)-Molekül.



Sorry, mein Fehler. Muß heißen: 2x zwei Wasserstoffmoleküle und ein Sauerstoffmolekül = Knallgas.

zwei Wasserstoffmoleküle und ein Sauerstoffmolekül = Wasser.

Gast am 30 Apr 2006 13:31:06

Zegu hat geschrieben:
Definition der Oxydation, welches ja eine Verbrennung im eigentlichen Sinne ist.



Auch nicht ganz richtig.
(Klugscheissermodus an)
Jede Verbrennung ist zwar eine Oxydation. Aber nicht jede Oxydation ist eine Verbrennung. Eine Verbrennung ist eine Oxydation unter Abgabe von Licht und Wärmeenergie. Die Bildung von z.B. Grünspan an Kupfer ist zwar eine Oxydation, aber keine Verbrennung. (Klugscheissermodus aus)


Achim

dieter2 am 30 Apr 2006 13:57:12

Ich hab noch Garantie und würde dies als Mangel rügen können


Ich suche hiermit aber jetzt die rechtlichen Argumente.


Du könntest auch gleich mit den Anwalt drohen :(

Warum fährst Du nicht einfach bei Deinen Händler vorbei und läßt ihn das stückel Schlauch in die Batterie reinstecken?
(so würde ich das jedenfalls machen)

Dieter

Georg350 am 30 Apr 2006 16:20:51

Hallo Dieter2,

das Fahrzeug wurde vom Händler komplettiert, daß heißt die Aufbaubatterie wurde von ihm beigestellt und eingebaut.
Ich will keinen Anwalt einschalten o.ä., sondern nur dem Händler auf Grund von Vorschriften, DIN o.ä. nachweisen, daß er den Einbau falsch gemacht hat.
Dies ist meine Ausgangssituation.
Vom Prinzip traue ich mir auch den nachträglichen Einbau eines Entlüftungsschlauches selber zu, aber ich sehe hier die Gewährleistung des Herstellers bzw. Händlers für ein Neufahrzeug.

Georg350

dieter2 am 30 Apr 2006 18:04:09

Georg350 hat geschrieben:Hallo Dieter2,

das Fahrzeug wurde vom Händler komplettiert, daß heißt die Aufbaubatterie wurde von ihm beigestellt und eingebaut.

Georg350


Hallo Georg
Dann fahr doch einfach hin und sag er soll den Schlauch anbringen.
Vieleicht hat der Montoeur den einfach und schlicht vergessen.No Body ist perfeckt :D

Dieter

massud am 30 Apr 2006 18:22:57

bei mir ist auch kein entlüftungsschlauch drin - batterie ist unter dem beifahrersitz - hab unter den fahrersitz noch eine eingebaut, auch ohne entlüftung. Hoffe es geht gut, aber entlüftung sollte da eigentlich genug sein.

massud

Georg350 am 01 Mai 2006 07:58:24

Hallo Massud,

ist ja auch der gleiche Händler. Warum sollte es da auch anders sein?
Habe mir vorige Woche den Abgaskamin mit der Antenne abgerissen. Stehen sich irgendwie im Wege. Da ich keine Heckleiter habe und das auch nicht gleich bemerkt habe, sind ein paar Teile verschwunden.
Ansonsten hast du schon weitere Probleme, außer der Rehschaden ?
Warst du schon auf der Waage?


Georg350

Gast am 01 Mai 2006 08:39:08

Zum Thema Engasung von Batterien, hier ein Thema der Berufsgenossenschaft Chemie.
Ich zitiere mal auszugsweise:
Bleiakkumulatoren sind als mobile Stromquelle bei Pkw, Lkw und Gabelstaplern sowie zur Notstromversorgung im Einsatz.
Da bei ihrem Betrieb explosionsfähiges, leicht entzündliches knallgasgemisch gebildet wird, kommt es immer wieder zu gefährlichen inneren Explosionen. Dabei kann 30-prozentige Schwefelsäure verspritzt
werden, was zu schweren Verätzungen beim Menschen und zum Totalschaden beim Fahrzeug führen kann.
Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Explosion wird oft unterschätzt. Statistisch gesehen ist 2004 an jedem zweiten Tag in Deutschland eine Batterie explodiert. Explosionen von Bleiakkumulatoren können sich ereignen, wenn im Bereich der Gase, die bei der Aufladung des Akkumulators entstehen, Zündquellen auftreten (beispielsweise elektrische Funken, offene Flammen, heiße Oberflächen, elektrostatische Entladungen).
Moderne Bleiakkumulatoren haben in der Regel eine Zentralentgasung. Das leicht entzündliche Knallgas gelangt durch diese über einen angeschlossenen Schlauch in einen zündquellenfreien Bereich im Freien.
Bei Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten ist darauf zu achten, dass dieses Sicherheitssystem nicht versehentlich unwirksam gemacht wird.


Der gesamten Text ist auch dabei

massud am 01 Mai 2006 09:10:51

@georg 350:

moin,

hatte ich nicht mehr im kopf... das mit der antenne und dem kamin passt bei mir. Was ärgelich ist - beim duschen hab ich bei einem tritt auf den wannenrand bemerkt dass die silikonversiegelung nicht mehr fest an der wanne haftet - die wanne gibt am rand da nach. Ich habe es im Urlaub erst einmal provisorisch mit leukoplast überklebt und werde es wohl neu versiegeln. Ansonsten ganz zufrieden.

2 Sachen noch: Wenn der Wind schwach von vorne rechts kommt, dann hat der boiler so seine probleme.... dann muss ich mich umstellen oder 10 mal raus und reinpusten. und wenn er direkt von der rechten seite kommt dann riecht es manchmal im innenraum nach gas durch den kühlschrank.

massud

jonathan am 01 Mai 2006 14:51:54

Ich fahre einen VW-California exclusive, der aus Platzgründen den 140 AH-Akku in einer eigens in den innenliegenden Abwassertank geformten Vertiefung stehen hat. Als der (Gel)-Akku defekt war, musste ich laut Hersteller(VW)Vorschrift wieder einen gasungsdichten Gel-Akku einbauen-KEINEN andern Typ, da alle anderen Akkus im Ladebetrieb entstehende Gase ansonsten an den Innenraum abgeben könnten.
Also, nochmal : VW schreibt zwingend als Wohnraum Batterie Gelakkus vor, da keine eigene Entlüftung vorhanden!

Werner

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