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Hallo Bis jetzt bin ich ja jedesmal mit dem „Wohnmobil“ in Iran gefahren. Nun zum ersten Mal ohne – und dafür mit dem Mietauto. :razz: Das ist nämlich durchaus eine sinnvolle Variante, denn die Anreise in den Iran ist weit und im Sommer zu heiss und im Winter wegen der gesperrten Pässe kaum möglich. Und auf dem Landweg braucht es vorgängig ein Visum und ein Carnrt du Passage. Auf dem Luftweg gibt es das Visum ohne viel Papierkram direkt am Flughafen. Und die Flüge sind billig. Nun denn. Wir sind direkt nach Isfahan geflogen und bekamen da unser Auto. Einzig die Buchung von zuhause aus war etwas umständlich. Die eMail-Adressen mit der .ir Endung funktionieren nicht und wegen dem amerikanischen Boykott die Kreditkarten auch nicht. Abgesehen vom täglichen Umtrieb mit den Hotelübernachtungen funktioniert die Variante Flug und Mietauto ebenso gut, wie die Reise mit dem eigenen Wohnmobil. Es ist also durchaus einen Versuch wert. Auch für eingefleischte Wohnmobilisten. Hier gibt’s noch mehr zu lesen: --> Link Gruss Flatus . Danke Flatus für die Infos. Wir lesen gerne mit da wir mit dem Iran ebenfalls schwanger gehen. :wink: Wir waren 2011 mit dem Gogolobil im Iran und ich würde immer wieder nur mit dem Wohnmobil dorthin fahren. Denn du wirst dann sofort als Tourist identifiziert und ausgesprochen freundlich und höflich behandelt. Die Iraner suchen dann sofort den Kontakt und es gab viele gute Gespräche mit den Einheimischen. Man wird oft zum Essen eingeladen, bekommt Obst und Früchte geschenkt und es ergeben sich dadurch sehr viele gute Kontakte. Auch im chaotischen Straßenverkehr (Teheran, Maschad) wird auf Touristen Rücksicht genommen. Habe die Ehre Gogolo
Hallo Ich finde den Strassenverkehr überhaupt nicht als chaotische. Ganz im Gegenteil ist er geprägt von Rücksicht, Ausweichen und Überholen. Natürlich spielen dabei Strassenmarkierungen, Signalisationen und uns bekannte Verkehrsregeln keine Rolle. Aber ich habe noch einen Treffer abbekommen und auch Unfälle sieht man seltener als z.B. in Deutschland. Eine Veränderung habe ich seit letzten Reise festgestellt. Seit neustem darf man in den städtischen Parks nicht mehr zelten. Mit dem Wohnmobil darf man da aber weiterhin stehen. ![]() Gruss Flatus . Ich habe ja geschrieben, dass Rücksicht genommen wird! Aber im Verhältnis zum westeuropäischen Straßenverkehr ist der iranische m.E. schon viel chaotischer (nicht auf den Überlandstraßen, aber in den Städten, wie. z.B. Maschad und Teheran). Habe die Ehre Gogolo Hoi Gogolo Du hast natürlich Recht. Der iranische Strassenverkehr in den Millionenstädten sprengt die Vorstellungskraft eines europäischen Autofahrers. Mich störte aber dein Ausdruck „chaotisch“, denn das würde ja bedeuten, dass der Verkehr regelfrei und unberechenbar ist. Ist er aber nicht. Es ist einfach nur gaaanz anders. Er funktioniert aber ebenso gut oder schlecht wie bei uns. Ich kenne solchen Strassenverkehr auch von indischen und pakistanischen Grossstädten. Und noch wesentlich intensiver ist er in Westafrika. :? Gruss Flatus . Du hast auch recht! Es gilt schon der Rechtsverkehr, insoweit ist es nicht chaotisch. Aber schon bei den Vorfahrtsregeln "hapert" es - es gilt hier nur die Regel: WER ZÖGERT - DER VERLIERT! :D :D :D Habe die Ehre Gogolo Hallo Kollegen, ich bin sehr an aktuellen Informationen interessiert, die das Thema "mit dem Wohnmobil in/durch den Iran" umfassen. Ich selbst fahre einen ca 40 Jahre alten Mercedes Benz 508 lang/ hoch- Diesel mit 86 PS. So Fragen wie : kann man WEITESTGEHEND überall stehen oder wie ist das mit der Dieselversorgung. Ich habe schon in anderen Foren rum gefragt und habe übrwiegend .... habe ich mal wo gelesen oder hat mir ein Freund erzählt. Damit kann ich leider ( auch wenns gut gemeint war ) nichts anfangen. Gibt es in diesem Forum jemanden der Fragen in diese Richtung beantworten kann ?? Beste Grüße aus Mainfranken Jürgen Hallo Jürgen Wir waren im Frühling 2016 das letzte Mal im Iran und nein Kumpel im Herbst 2017. Und gehändert hat sich nix. Eigentlich hat sich in den ganzen vergangene zwanzig Jahren nichts wesentliches geändert. Also: Freistehen war nie ein Problem und ein ruhiges Plätzchen findet sich auch immer. In grossen Städten ist das natürlich etwas schwieriger, aber es geht auch. Diesel gibt es an jeder Tankstelle, reichlich und sehr preiswert. Nicht mehr so billig wie früher, aber immer noch beinahe gratis. liebe Grüsse vom Muger . Hallo Muger, darf ich mich der Frage anschließen und nachfragen, wie Du es dort mit der Gasversorgung angestellt hast? Wir fahren ab Mitte März mit dem Womo in den Iran und wissen, nicht, ob und wie wir dort unsere Flaschen auffüllen oder austauschen können. Hast Du einen Tipp für uns? Gibt es spezielle Adapter? Danke Martina
Ich habe im Iran noch nie Gas gekauft, da ich mit einer Gasflaschenfüllung viele, viele Monate lang auskomme! Deshalb weiss ich nicht, ob die Anschlüsse passen oder ob es einen Adapter braucht? Aber Gasflaschen gibt es im Iran an jeder Tankstelle. Sollte der Anschluss nicht passen, füllen sie dir bestimmt das Gas auch in deine eigene Gasflasche um. Oder du kaufst dir eine iranische Flasche und einen iranischen Druckregler und schliesst ihn einfach an deine Gasleitung an; der Schlauch ist ja bloss aufgesteckt. Bride drum und es ist dicht. liebe Grüsse vom Muger . Hallo zusammen, ich planen diesen Sommer mit dem Wohmobil in den Iran zu fahren. Paar Fragen vorab evtl. könnt ihr mir helfen:
Welche Route habt ihr genommen mit dem Wohnmobil in den Iran? Wie lange wart ihr unterwegs bis zur Grenze? (Ich werde bei Stuttgart losfahren) Welchen Grenzübergang (Türkei-Iran) habt ihr genommen? Bazargan? Was sind wichtige Punkte, die ich aus eurer Sicht beachten sollte? Vielen Dank schon mal vorab für die Helfer! Malek Sehr interessanter Thread! Da lese ich gerne mit. Der Iran steht auch bei uns auf der "To-do-Liste". Ich habe nie welche gesehen uUnd ich glaub auch nicht, dass es so etwas gibt. Es gibt ja auch erst seit wenigen Jahren Mietautos für Ausländer. Ja, da gibt es verschiedene Routen. Entweder Ungarn-Rumänien-Bulgarien-Türkei oder die ähnliche Route über Serbien. Wir fuhren meistens mit der Fahre von Venedig nach Igumenitsa und dann quer durch Griechenland in die Türkei. Die Fähre direkt in die Türkei verkehrt leider seit vielen Jahren nicht mehr. Üblicherweise rechneten wir mit etwa 10 bis 14 Tagen bis an die iranische Grenze. Es geht aber auch etwas schneller, wenn man die Fähre nimmt. Oder man ausschliesslich auf der Autobahn fährt und unterwegs nirgends anhält. Ja, Bazargan ist der einfachste Grenzübergang. Da geht’s zügig und routiniert. Die Grenzübergänge weiter im Süden sind wegen des Bürgerkrieges in der Türkei und der Konflikte im Iran oft nur eingeschränkt benutzbar. Gruss Flatus
Hallo zusammmen, wg. Direkt-Fähre in die TR gab es eine kurze Zeit der Hoffnung --> Link aber, das hat sich wohl wieder erledigt. :( Auch ich kenne Reisen durch den Iran, auch wenn es schon ein paar Jährchen her ist. Wir sind damals mit dem "ÖPNV" u.a. über Rasht am Kaspischen Meer, Teheran, Mashhad gefahren. War alles sehr beeindruckend, und ich hoffe auch bald mal wieder hinfahren zu können :ja: Gruß Peter Hallo Manfred, der Bericht ist wirklich faszinierend. Ich hatte nie eine Verbindung zu dem Land Iran, kenne es nur aus den Nachrichten. Was für ein wunderschönes und fremdes Land und welche Hilfsbereitschaft ihr beschreibt - unglaublich. Vielen Dank für die tollen Eindrücke! LG, Heike Ja - eine Tragödie hoch Zehn! Der arabische Raum heute... 1967-1969 bin ich mit zwei Kumpels von Ulm/Donau mit VW-Bulli (etwas Besseres gab es damals nicht, aber einer von uns sprach arabisch) via Istanbul, Bagdad, Teheran nach Kabul gefahren. Überall gastfreundliche und hilfsbereite Menschen - es fehlte an nichts! Mein Gott - wenn ich an heute denke!
Hallo Mercurius, ich lese in letzter Zeit so einige Reiseberichte über den Iran. Allem Anschein nach hat sich da auch bis heute nix geändert. Die aktuelle politische Situation ist noch mal eine ganz andere Geschichte und tangiert meist die Gastfreundschaft der dort lebenden Menschen nicht im Geringsten. Aber fehlen wird es durch die Blockadehaltung der USA sicher an vielem. Da hast Du bestimmt Recht. Meine Erfahrungswerte sind schon einige Tage her, aber im Kern beschränken sich die Verkehrsregeln unverändert auf wenige Punkte. Verkehrschilder und Ampeln sind unverbindliche Empfehlungen. Wer sich daran hält riskiert schwerwiegende Unfälle, weil niemand an einer roten Ampel hält, besonders, wenn kein Gegen- oder Abbiegeverkehr ist. Auf der zweispurigen Strasse, besonders im Überholverbot, immer so fahren, dass ein LKW/Bus und zwei PKW aneinander vorbeikommen. Geschwindigkeitsregelungen sind ebenfalls unverbindliche Empfehlungen. Wenn man deshalb angehalten wird, richtet sich die sofort zahlbare Strafe nach der Einschätzung der Staatsmacht über den Geldbeutel. Letztlich ist das Verhandlungssache. Die schnellere Stoßstange gewinnt. Bremse nie. Besonders schlimm ist das bei LKW. Wenn einer hinter einem fährt ist Bremsen lebensgefährlich. Wer irgendwo schnell durchkommen will, hinter einem Fahrzeug der Staatsmacht hinterherfahren, oder hinter deutschen Oberklassefahrzeugen. Die beherzigen alle vorgestellten Regeln und haben selten Unfälle. Ein normaler Blechschaden (eingedrückte Tür/Kotflügel, Schrammen, abgefahrene Spiegel) ist kein Unfall. Das Campingverbot richtet sich nicht an westliche, ausländische Touristen, sondern an geflüchtete Afghanen. Die haben regelmäßig keine Wohnmobile, sondern nur das, was sie auf dem Leib haben. Als westlicher (deutscher) Tourist kann man meistens auf eine sehr herzliche, umfassende Gastfreundschaft bauen. Wer versichert in Deutschland eigentlich eine solche Tour mit dem Wohnmobil? Trotzdem viel Spass bei der Reiseplanung. Orsito
Niemand denke ich mal. Die Versicherung wird, wie bei vielen Ländern, direkt an der Grenze abgeschlossen. In wie weit diese dann im Ernstfall auch zählt, steht jedoch in den Sternen. Versuch es bei Tour Insurance,dürfte aber ziemlich teuer werden. Gruß Bernd Guten Morgen ins Forum... Also bei lesen was ihr so schreibt bekomme ich echt eine leichte Gänsehaut... :lol: :lol: :lol: Aber vor lauter Freude.... Für mich steht 2021 erstmal Marokko auf den Plan... Danach ganz weit oben auch dass Iran zu bereisen. LG Schorsch
Dann wäre ich erst Recht vorsichtig. Immerhin waren es 1979 Zivilisten, die die Botschaft stürmten und die Geiseln nahmen. Mein Vater war zu just der Zeit dort und ist mit einem der letzten Flieger aus dem Land geflüchtet, bevor es zum Gottesstaat wurde und beschloss, ins Mittelalter zurück zu kehren und ein nachbar hat in einer anderen Botschaft mehrere Monate festgesessen und kam auch nur nach langen Verhandlungen wieder zu seiner Familie. Schau ich mir nun an, wie sehr das Regime inzwischen die Unterstützung der Bevölkerung genießt, möchte ich Deine These ehrlich gesagt nicht teilen und das auch nicht im Selbstversuch austesten, ob das wirklich so ist, wie Du sagst. Kurzum: Mich würden da keine 10 Pferde hin kriegen. Auch wenn Deine Aussage stimmen mag, laufen da mehr als genug genug Spinner und Fanatiker rum, die völlig anders drauf sind und davon reicht schon einer, um mir den orangen Overal zu verpassen. Lieber Rollator, 1979 ist nach meiner Rechnung nun schon 40 (vierzig) Jahre her. Wer sich für das Land interessiert wird feststellen, dass sich auch dort die Gesellschaft ändert. Auch in Deutschland und Europa sah vor vierzig Jahren alles noch etwas anders aus. Aber sei's drum. Niemand wird Dich zwingen dorthin zu reisen. Gastfreundschaft ist übrigens in vielen Gesellschaften etwas sehr elementares und tief in der Mentalität verwurzelt. Da könnten wir uns so manche Scheibe von abschneiden. Und das hat überhaupt nix mit Politik zu tun. Lieber Ritchy, ich will Dir das Gott bewahre nicht ausreden. Allerdings ist 1936 sogar mehr als doppelt so lange her und trotzdem würde ich auch heute als dunkelhäutiger nicht durch bestimmte Stadtviertel in bestimmten Städten bestimmter Bundesländer laufen wollen. Das meine ich damit. Sicher ändert sich die Gesellschaft, aber wenn da hunderttausende derzeit wütend und voller Hass einen Terroristen beerdigen, der sicherlich nicht gerade unter völkerrechtlich astreinen Umständen zu Tode kam, frage ich mich schon, was da in den nächsten Monaten abgehen wird und irgendwo muss ja dieser tierfsitzende Hass der hunderttausende seine Nahrung finden. Und wie gesagt, reicht da ein einziger, auf den man zufällig trifft. Und seien wir ehrlich, der Schah ist an der diktatorischen Unterdrückung derjenigen gescheitert, die seither dort das Zepter schwingen und zwar mit großer Zustimmung. Also sitzt der Wunsch, genau so zu sein, wie es viele nicht wahrhaben wollen, sehr tief in solchen Gesellschaften, befürchte ich. Guter Beleg dafür war ja kürzlich erst Ägypten, wo es ja nach der zwischenzeitlichen Ablösung des Regenten von Militärs Gnaden umgehend in die gleiche Richtung ging, bis das Militär die Notbremse zog. Ich finde das eben schade und ich würde mir gern solche Gedanken eben nicht machen müssen. Das mag nun etwas ins politische abdriften, aber das gehört meiner Meinung nach durchaus auch zur Reiseplanung. Ach ja - zum Thema Spinner und Fanatiker: Sieh Dir einfach mal die Nachrichten aufmerksam an. Da wirst Du merken, dass die Globalisierung auch vor diesen Typen nicht haltmacht und vielleicht einer Deiner oder meiner Nachbarn in diese Kategorie eingeordnet werden kann :wink: Aber das hast Du ja eben selbst ganz richtig beschrieben. Lach :lol: :lach: Da stimme ich Dir ausdrücklich zu. Ich hab ja nie behauptet, wir wären besser. Je mehr man sich mit einem bestimmten (Reise-)Land beschäftigt, desto mehr versteht man die Zusammenhänge und verliert die Angst. Zumindest geht mir das so und vielen anderen hier, wenn ich mir die Reiseberichte so durchlese. Und ich lese fast alle :ja: Aber ich respektiere auch jeden, der dort eben aus den verschiedensten Gründen nicht hin will. Sonst geht's ja auch wieder in Richtung Massentourismus. Und das ist das allerletzte, womit ich in Berührung kommen will.
Das habe ich auch nicht so verstanden :daumen2:
Ich habe dir Ende Jahr eine PN geschickt, aber noch nicht abgeholt . zur gastfreundschaft im iran empfehle ich ein buch: "couchsurfing im iran" vor laanger zeit konnte ich das alles bestätigen, aber derzeit macht es keinen sinn, diese tolle land zu bereisen... ot: meine schwester ist der gleiche algerienfan wie ich (beide waren > 5mal dort...) - und war jezz mal wieder nach 10 jahren den gesamten vergangenen november dort. als sie wiederkam meinte sie: "das musz ich mir nicht nochmal antun!" allesbleibtgut hartmut
Und warum nicht? Was war denn für Deine Schwester das Hauptproblem? kein schritt ohne bis an die zähne bewaffnete aufpasser... allesbleibtgut hartmut
Das habe ich vom Iran bisher noch nicht gehört. Allerdings ist das bei der Weiterfahrt nach/durch Pakistan anders. Gruß Peter Unverantwortlich, schon mal die Nachrichten in den letzten Tagen gehört? Ignorant oder Dumm? Sorry, aber hier scheinen ein paar klare Worte doch angebracht.
Und Du meinst jetzt was oder wen damit genau???? Ich finde Deinen Beitrag ein wenig überzogen. Hallo zusammen wir waren 2017 aufgrund familiärer Angelegenheiten zweimal - allerdings ohne Womo - im Iran und haben das Land als sehr sicher, sehr gastfreundlich und kulturell hochinteressant erlebt. Da wir abseits der klassischen Urlauberrouten unterwegs waren und Familienanschluß hatten, hatten wir die Gelegenheit, den iranischen Alltag mit zu erleben. Und dabei die Gelegenheit erhalten, etliche unserer vorab gefassten Meinungen korrigieren zu müssen bzw. zu dürfen. Die Aufstellung kann zwangsläufig nur subjektiv sein, aber - mindestens 50% der Iraner sind Atheisten - ein Großteil der Iraner verfolgt sehr wohl die internationalen Meldungen sowie das Bild, das über den Iran in denselben vorherrscht, mit großer Sorge - Die Religion hat in der Öffentlichkeit nicht annähernd den Stellenwert, den uns 'unsere' Medien vorgaukeln - die Menschen warten nur darauf, bis die herrschende Theokratie aus biologischen Gründen abtritt - die Menschen sind stolz darauf, im mittleren Osten 'das' Kulturvolk zu sein und sind über alle Klassen hinweg recht gebildet - im täglichen Miteinander gibt es kaum Unterschiede zwischen Mann und Frau (die Pflicht, die Haare zu bedecken, nehme ich ausdrücklich von der Bemerkung aus!). Etwa 70% der iranischen Studenten sind weiblich! - bereits kurz nach der islamischen Revolution wurden Frauen geschult, die später bis in die letzten Winkel des Landes geschickt wurden, um ihrerseits andere Frauen über verschiedene Wege der Familienplanung (von der Verhütung bis zur Haushaltsführung) zu informieren - die Jugend reizt wie bei uns die Möglichkeiten bis an die Grenze des Erlaubten und gelegentlich auch darüber hinaus aus - die Menschen sind sehr lebensfroh - das Land bietet faszinierende Vielfalt sowohl bei Menschen als auch bei Landschaften - Iran ist die Schutzmacht der armenischen Kirche. In Isfahan liegt der 'Vatikan' der armenischen Kirche mit einer Kapelle, die den Vergleich mit der sixtinischen Kapelle beinahe aushält - Mitglieder der armenischen Kirche dürfen übrigens sehr wohl legal Alkohol trinken - zumindest die junge Generation hat beim Thema Alkohol Mittel und Wege gefunden, diesen zu konsumieren und - für mich sehr beeindruckend - noch ein weiterer, hier weitestgehend unbekannter Fakt. Dem Land wurde durch den Irak ein großer Krieg aufgezwungen, der das Leben vieler iranischer Soldaten kostete. Jedem dieser Soldaten wird gedacht. Für praktisch jeden findet sich eine Stelle, an dem nur ihm gedacht wird. Manchmal ist es eine Stele auf dem Friedhof, manches Mal ein Bild an einer Wand, oft nur eine Ikone im einem schmuddeligen Treppenhaus. Aber es wird darauf geachtet, daß jeder Gefallene, ob jung, ob alt, ob hoher General oder gemeiner Soldat, gewürdigt wird. Das sagt viel aus über dieses Land Ich werde das Land wieder besuchen Grüßle Bernd P.S.: Und wer das Thema Botschaftsbesetzung aufs Tablett bringt, der möge sich zuvor darüber informieren, wie die USA in den 50er Jahren die legale Staatsführung wegputschten und den Schah wieder installierten, um sich den Zugang zum Öl weiter zu sichern! Wenn man sich mit diesem Teil der Geschichte beschäftigt, versteht man vieles besser Lasst es gut sein. Es wird zu politisch :!: Ich würde mich zumindest derzeit nicht in die Hand von Mullahs und geifernden Pastaran begeben,die sind unberechenbar.So schön dieses Land auch ist,das Risiko wäre mir persönlich einfach zu hoch. Gruß Bernd Ab heute brauchen wir für die nächste Zeit sowieso nicht mehr in dieses schöne, gastfreundliche und friedliche Land fahren. Leider. Ich wäre gerne nochmal mit dem Gogolobil dorthin gereist. Habe die Ehre Gogolo . ...haben es die Wahnsinnigen mal wieder geschafft. Die Bevölkerung muß leiden. Gruß Ronald Moin, wen es interessiert: Letztes Jahr ist ein junges Paar (er deutsch, sie russisch) bei ihrer Fahrradweltreise quer durch den Iran gefahren und haben es auf Youtube dokumentiert. Youtube : Rausgefahren. sehr sehenswert. Gruß Bruno aber dieses jahr ist es vollkommen anders,der sudan, syrien, mali.... waren auch mal tolle reiseländer... man musz doch auch mal aktuelle situationen sehen und nicht in der vergangenheit schwelgen :!: oder sind wohnmobilfahrer masochisten mit todessehnsucht :?: allesbleibtgut hartmut
Was interessante Reiseberichte über den Iran mit einer Todessehnsucht zu tun haben erschließt sich mir nicht. Niemand hat hier geschrieben, er würde in der heutigen Situation morgen dort hin fahren. Oder hab ich etwas überlesen? Warum muss dieser Thread hier also mit solchen Bemerkungen Abgewürgt werden. Viele von uns kennen Länder wie den Iran und Irak nur aus den Medienberichten hier. Da ist es durchaus interessant, einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können. Wen dies nicht interessiert ist ja nicht gezwungen hier mitzulesen. Das ist meine Meinung dazu. Eine meiner Kolleginnnen macht z.B. regelmäßig Urlaub im Nordirak (ihre Familie stammt von dort). Ich war zunächst auch sehr verwundert. Urlaub und Irak passen nunmal auf den ersten und vielleicht auch den zweiten Blick so gar nicht zusammen. Die Situation vor Ort ist aber oft eine komplett andere. Schwierig für uns hier in Deutschland, ein objektives Bild der jeweiligen Situation zu bekommen. So wird es auch im Iran sein, um wieder auf die Überschrift zurück zu kommen. Hätte ich die Zeit, würde ich dennoch nicht heute oder morgen dorthin aufbrechen. Aber wer weiß, was in sechs Monaten ist, oder in einem Jahr? Niemand. |
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