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Südschweden 2016


Ruediger62 am 13 Sep 2016 16:02:53

So, der Reisebericht von diesem Sommer ist fertig und kann hier
--> Link
gelesen werden.
Diesmal sind wir in den Nordzipfel Dänemarks gefahren,von dort mit der Fähre nach Norwegen (ja ich weiss, ein wenig off topic). Dann ging es über Oslo Richtung Stockholm und von dort entlang der Ostküste südwärts.

Ich wollte diese Anfahrt mal ausprobieren weil die Fähre Hirthals-Larvik auch nicht viel teurer ist als die Alternativen, knapp 200 € bei Vorausbuchung und 6 - 8 m Länge. Außerdem kommt man ziemlich zügig nordwärts.

Unten noch der ASCII-Text für die Suchmaschinen

Gruß
Rüdiger

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Schwede-Rundreise 2016

Vorbemerkung: Schon wieder Schweden? Na klar, inzwischen fühlen wir uns da ein bisschen zuhause.
Grobe Route: Nordschleswig bis zum nördlichen Ende von Dänemark, Fähre nach Norwegen, Oslo, ostwärts Richtung Stockholm und Mälaren, an der Ostküste südlich nach Öland, Lund und über Fehmarn zurück.


Dienstag 5.7.
Gegen 14:15 verlasse ich den Wohnmobil-Verleiher in Bielefeld. Der Nachmittag vergeht mit packen und um 18:15 sind wir auf dem Weg nach Norden. Es ist sehr stürmisch und regnerisch. Die Fahrt mit dem windempfindlichen Fahrzeug ist ziemlich ungemütlich. Wir übernachten auf dem Womo-Stellplatz Kaltenkirchen, kurz hinter Hamburg.


Mittwoch 6.7.
Weiter zum nördlichsten Zipfel Dänemarks. Es ist wieder sehr stürmisch, das macht die Fahrt nicht zum Vergnügen. Das Radio meldet, dass die Fehmarn-Brücke wegen des starken Windes für leere LKW und Gespanne gesperrt ist. Gut, dass wir diesen Weg nicht gewählt haben. Gegen Mittag klart es endlich auf, so dass wir bei Sonnenschein einige Stunden in der Nähe des Fährhafens Hirthals am Strand verbringen können. Die Fähre geht erst um 22:15, vorher wird in der Wartespur gekocht. Das Einschiffen beginnt, ich starte den Motor: ein ohrenbetäubendes Pfeifen! Wir fahren unter lautem Getöse auf die Fähre und später auch wieder herunter. Um Mitternacht stehen wir an Deck, im Norden ein heller Streifen am Himmel, da fahren wir jetzt hin!


Donnerstag 7.7.
Ankunft 2:00 in Larvik. Schnell zum Stellplatz im Hafen und schlafen. Am Morgen kommen wir der Sache mit dem Pfeifen auf den Grund, die Trittstufe am Eingang war nicht vollständig eingefahren. Es geht weiter Richtung Oslo. Unterwegs schauen wir uns die Stabkirche Heddal an. Sehr schön, aber 9 € Eintritt für eine kleine Dorfkirche? Die Straßen in Norwegen sind doch etwas schmal für unser Wohnmobil. Das Navi weiß mal wieder eine Abkürzung, doch plötzlich kommt eine Unterführung mit 2,40 m Höhe. Wir müssen 5 km zurückfahren.


Freitag 8.7.
Oslo Bobil Parkering ist nur ein einfacher Stellplatz auf Asphalt. Aber man kann in 1/2 Std. mit dem Fahrrad in die Stadt fahren. Wir klettern auf das Dach der neuen Oper, schauen uns die alte Verteidigungsanlage Akershus Festning an und weitere Sehenswürdigkeiten. Am Schloss ist gerade Wachablösung. Ich klettere auf den Sockel eines Standbildes um zu filmen und rutsche ab. Dabei ziehe ich mir eine 5cm lange, tiefe Wunde am Schienenbein zu. Die nächsten 1 1/2 Stunden verbringen wir im Akut-Krankenhaus. Dort wird die Wunde genäht. Um 65€ erleichtert setzen wir die Stadtbesichtigung fort.


Samstag 9.7.
Am Morgen fahren wir mit dem Womo zum Holmenkollen hinauf. Das Skigebiet liegt unmittelbar über der Großstadt, mit der U-Bahn erreichbar. Die Skischanze befindet sich oben im Nebel, da ersparen wir uns die Fahrt hinauf mit dem Lift. Wir schauen uns das Stadion an und beobachten die Skiläufer beim Sommertraining. Einige Athleten sind mit Rollbrettern und Skistöcken auf asphaltierten Wegen unterwegs und machen Schießübungen. Insgesamt hat uns Oslo nicht so gefallen und kommt in die Kategorie "kann man sich mal ansehen, brauchen wir nicht wieder hin".

Auf nach Schweden! Das Wetter ist ziemlich durchwachsen. Die West-Ost-Verbindungen lassen sich nicht so zügig fahren. Gegen Abend checken wir auf einem Camping-Platz am Mellan Frycken in der Nähe von Sunne ein. Vor zwei Jahren sind wir schon einmal die Fryken-Seen heruntergefahren. Die Gegend hat uns sehr gefallen. Die Fryken-Seen sind etwa 75km lang und meistens nur 2 km breit. Auf dem Camping-Platz weist man uns einen Stellplatz an, der knöcheltief unter Wasser steht. Es muss wohl kurz vorher fürchterlich geschüttet haben. Das akzeptieren wir nicht. Eine Stunde später bekommt der Nächste diesen Platz. Soviel zum Thema kundenorientiertes Denken!


Sonntag 10.7.
Schönes Wetter, Sonne, Wolken 20°. Ehe wir weiterfahren besuchen wir den Park Rottneros. Ein sehr schönes, 40h großes Gartengelände. Annette ist begeistert. Dann fahren wir weiter ostwärts in die Nähe von Hagfors. Hier verläuft der Klarälvsbanan-Fahrradweg auf einer ehemaligen Bahntrasse. Wir fahren etwa 15km hin- und zurück, mehr traue ich mir aufgrund der Verletzung nicht zu. Die Nacht verbringen wir auf einem kleinen Campingplatz an der [62]. Nur mäßig belegt und wie immer in Schweden mit Badegelegenheit. Der Flugplatz Hagfors liegt in der Nähe, ab und zu überfliegt eine kleine Sportmaschine den Campingplatz. Wie gemütlich ist das Leben in Schweden verglichen mit Deutschland. Wegen der hohen Bäume gibt es keinen SAT-Empfang, DVB-T ist auch nicht möglich. Daher findet das EM-Endspiel ohne uns statt. Deutschland ist sowieso schon ausgeschieden.

Montag 11.7.
Zunächst besuchen wir einen kleinen Wasserfall, Brattfallet. Nichts Spektakuläres, 12m Gefälle, aber ein schöner Spaziergang durch den Wald. Dann steht der Besuch in einem Elchpark auf dem Programm. Leider haben die Elche montags frei, das hatte ich wohl übersehen. Also setzen wir unseren Weg Richtung Osten fort. Unterwegs immer wieder Schauer. Dann werden wir auch noch geblitzt, 90 statt 70. Heute geht aber auch alles schief. Voraussichtliche Kosten 270 €, da sind die Schweden nicht zimperlich. Abends sind wir auf einem Campingplatz bei Fagersta.


Dienstag 12.7.
Heute erreichen wir in Västeras den Mälarsee. Die Gegend um diesen See nahe bei Stockholm ist die Wiege Schwedens. Hier lagen die ersten Siedlungen der Sverige und wir wollen einiges besichtigen. Wir machen einen Rundgang durch die Stadt. Der Dom ist sehr schön, die übrige Stadt gefällt uns weniger. 6 km nordöstlich liegt Anundshögen mit einigen Hügelgräbern und schiffsförmigen Steinsetzungen aus der Wikingerzeit. Wir müssen uns beeilen, es gibt schon wieder einen Schauer. Eskiltuna liegt auf der Südseite des Sees. 110.000 Einwohner aus 152 Nationen. Auf dem Camping-Platz sind im Vandrarhem einige Flüchtlinge aus Afrika untergebracht. Gegen Abend machen wir mit den Rädern eine Runde durch die Stadt.


Mittwoch 13.7.
Wir besichtigen Julita-Gård. das ist ein ehemaliger Gutshof, auf dem der schwedische Staat eine Gendatenbank für Obst, Gemüse, Rinder-, Schweine- und Gänserassen unterhält. Es gibt ca. 300 Apfelbäume mit 100 Sorten aus allen Teilen Schwedens. verschiedene Gemüse- und Blumenarten werden gezeigt. Man kann eine große Traktoren-Ausstellung und einen Kuhstall besichtigen, die alte Wagenremise und verschiedene Nebengebäude. Für die Kinderbelustigung gibt es Hühner, Petterson von Sven Nordquist und mehrere kleine Häuser. Heute mal kein Regen, aber bewölkt und windig. Am frühen Abend machen wir noch einen Rundgang durch Torshälla. Der kleine Ort, direkt am Mälarsee, war früher viel bedeutender als Eskiltuna, bis er 1798 fast vollständig abbrannte. Heute stehen dort neben modernen Bauten einige ca. 100 Jahre alte Holzhäuser und eine romanische Backsteinkirche.


Donnerstag 14.7.
Wir fahren nach Mariefred, ein kleiner malerischer Ort am Südufer des Mälarsees, sehr schön. Dort liegt auch Schloss Gripsholm. Das hatten wir vor zwei Jahren besichtigt, aber nicht den Ort. Eine Museumseisenbahn, 600 mm, fährt eifrig hin- und her. Weil das Wetter am nächsten Tag nicht so gut werden soll, beschließen wir, Stockholm vorzuziehen und Birka erst am übernächsten Tag zu besuchen.

Auf dem Campingplatz Flottsbro finden wir noch einen Platz obwohl schon alles recht voll ist. Der Plan: Wir fahren mit den Rädern zur U-Bahn und von dort in die Stadt. Also auf zur U-Bahn und Fahrkarten für die nächsten Tage kaufen. Als wir nach 10 min wieder rauskommen sind unsere Fahrräder weg. Die hatten wir mit so einem Stahlkabel mittlerer Qualität zusammengeschlossen, allerdings nicht irgendwo festgemacht. Wir fragen jemanden der da rumsitzt, ob er was gesehen hat: "Ja, der ist da links runtergegangen". Also gehen wir mal nach rechts. Nach einigen hundert Metern sehen wir Annettes Rad vor einem kleinen Laden stehen. Wir sofort das Rad gekrallt, kommt so ein etwa 20-jähriger Schwarzer raus. Nein, das wäre sein Fahrrad. Palaver. Irgendwann, nachdem Annette mehrfach lauthals die Herausgabe des Rades gefordert hat, sind wir von etwa 10 - 12 schwarzen Jugendlichen umringt. Die finden das unheimlich lustig, dass einer von ihnen unsere Räder geklaut hatte. Während Annette sich gar nicht beruhigen kann und lauthals die Herausgabe des 2. Fahrrades verlangt, werden wir von der Gruppe verhöhnt (bei uns sagt man veräppelt). Das ist ja dann auch so eine bescheuerte Situation, die grabschen das Fahrrad an, setzen sich mal auf den Gepäckträger. Die ganze Zeit muss ich das Rad krampfhaft festhalten während Annette das Rumpelstilzchen gibt.

Jedenfalls ziehen wir nach einiger Zeit mit nur einem Fahrrad ab. Zu zweit, 64 und 60, auf einem Fahrrad, Annette auf dem Gepäckträger. Das muss ein Bild gewesen sein, schade dass wir keine Fotos davon haben.


Freitag 15.7.
Da wir jetzt nur noch ein Fahrrad haben, müssen wir mit dem Bus und noch einem Bus zur U-Bahn fahren. Wir waren vor zwei Jahren schon einmal in Stockholm. Die Altstadt erinnert mich wegen der schmalen Gassen immer an Italien. Den Wachwechsel am Schloss lassen wir mal vorsichtshalber aus. Die Fußgängerzone und Södermalm sind immer wieder interessant. Auch bei bedecktem Himmel und kurzen Regenschauern gefällt uns Stockholm besser als Kopenhagen und Oslo (in dieser Reihenfolge).



Samstag 16.7.
Heute steht Birka auf der Insel Björko auf dem Programm. Normalerweise sind die Schweden bei Besichtigungen von Altertümern ja nicht so hinter dem Geld her. Vieles ist kostenlos. Aber bei Birka schlagen sie mal so richtig zu. 780kr ~ 85€ für zwei Personen. Dafür gibt es eine zweistündige Schiffsfahrt pro Richtung ab Stockholm Innenstadt und 3/4 Std. Führung auf der Insel. Dabei ist die Insel nur 2 km vom Seeufer entfernt.

Der Bus fährt so früh noch nicht, also bestellen wir ein Taxi zur U-Bahn. Birka ist eine kleine Insel im Mälarsee. Im frühen Mittelalter gab es hier eine blühende Siedlung mit Hafen, Händlern und Handwerkern. Die erste Stadt Schwedens mit 1000 Einwohnern. Naja man sieht einige Hügelgräber und die Wälle einer Befestigungsanlage aus zusammengetragenen Steinen. Von dem Leben dort, wie es früher einmal war, ist nichts mehr zu sehen. Das kleine Museum versucht das etwas zu vermitteln, aber mehr als 1000qm hat die Ausstellung nicht. Die meisten Fundstücke liegen in Stockholmer Museen.


Sonntag 17.7.
Zunächst besuchen wir Drottningholm. Das Schloss liegt in einem Vorort Stockholms und wird zum Teil vom Königspaar bewohnt. Wir verzichten auf die Besichtigung im Innern und spazieren durch den Park. An sich sehr schön, aber keine Blumen. Nur Buchsbaum-, Eiben- und Buchenhecken. Alles sehr pflegeleicht. Vielleicht liegt das auch am nördlichen Klima. Im Park befinden sich einige interessante Nebengebäude.

Wir fahren an die Schären-Küste, 100km südlich von Stockholm. In Valdemarksvik finden wir einen kleinen, im wahrsten Sinne des Wortes schrägen Campingplatz. Wir stehen auf einer großen Wiese die soviel Schräglage hat, dass sich außer uns keiner dort hin traut. Schönes Wetter, Sonne und Wolken, 20°.


Montag 18.7.
Wir wollen uns die Küste anschauen. Deshalb fahren wir die 16 km nach Gryt, ein verschlafenes kleines Örtchen. Direkt am Meer gibt es keinen Parkplatz, Fahrräder haben wir auch nicht mehr, also laufen wir 2 km zum Hafen. Wie immer in Schweden, liegen hier zahlreiche Sportboote. (Ich weiß gar nicht wo die vielen Boote herkommen, es gibt doch nur 9 Millionen Schweden.) Als sich der Himmel bezieht, treten wir den Rückweg an.


Dienstag 19.7.
Heute geht es auf die Insel Öland, 100km lang und 5-15km breit. Hier macht auch die Königsfamilie Urlaub. Wie zu erwarten ist es rappelvoll. Ein Campingplatz reiht sich an den anderen. Die Orte ähneln den Ferienorten an der deutschen Ostseeküste. Trotz des großen Andrangs kommen wir auf Anhieb auf einem Platz in Köpingsvik unter. Alles ist fürchterlich eng, wir können nicht mal die Markise ausfahren. Preis 315skr/Nacht ohne Strom. Öland eben. Zur Entschädigung gibt es Sonne den ganzen Tag, 22°. Einige baden, das Wasser hat 19°.


Mittwoch 20.7.
Die Sonneninsel Schwedens macht ihrem Namen alle Ehre. Ich miete mir ein Fahrrad und los geht es in den Hauptort Borgholm. Es ist noch nicht soviel los. die Urlauber sind wohl noch beim Frühstück. Im Hafen beeindrucken Motorboote der Klasse > 1.000.000 €. Es gibt eine Burgruine, aber den Eintritt sparen wir uns. Wir fahren weiter quer über die Insel zur Ostküste. Dort beherrscht Landwirtschaft das Bild, weniger der Tourismus. Am Strand ist ein wenig Badebetrieb. Nach der Rückkehr stelle ich fest, dass die Temperatur im Tiefkühlfach +20° beträgt. Da hat wohl die automatische Umstellung auf Gas versagt. Glücklicherweise ist nichts mehr drin, was unbedingt tiefgekühlt werden muss. Wenigsten hat die Solarzelle die Batterie im Aufbau soweit geladen, dass wir Tagesschau sehen können.


Donnerstag 21.7.
Die Sonne gibt alles, blauer Himmel von morgens bis abends. Dabei ist es nicht zu heiß, 22°. Das gefährliche Sonnenbrandwetter. Wir sind auf den Rädern unterwegs, müssen aber auch mal den Schatten aufsuchen. Meine Oberschenkel und Hände sind trotz Sonnencreme ganz verbrannt.


Freitag 22.7.
Wir checken aus. Dieser Campingplatz geht uns wegen der Enge allmählich auf die Nerven. Wir fahren in den Norden der Insel. Der Verkehr nimmt ab, die Straßenbreite auch. Im Hafen von Byxelkrog liegen einige Motorboote der > 1.000.000€ - Klasse. So etwas hätte ich vielleicht in Nizza erwartet aber in Byxelkrog??? Von hier geht auch die Fähre nach Oskarshamn auf dem Festland, eine Alternative zur kostenlosen Kalmar-Brücke. Wir besuchen "Neptuns Feld", jede Menge blauer Blumen am Strand sagt der Reiseführer. Leider ist davon nicht zu sehen, die Blumen sind wohl der Dürre im Frühjahr zum Opfer gefallen. Bis zum Leuchtturm langer Erik an der Nordspitze trauen wir uns nicht, wegen der engen Straße. So verbringen wir einige Stunden an der Bödabukte. Ein sehr schöner, kilometerlanger Sandstrand im Norden der Insel. Danach geht es auf der Ostseite Richtung Süden. Wir besichtigen die Kirche von Gärdslöse, eine romanischer Bau aus dem 12. Jahrhundert, mehrfach umgebaut mit sehr schönen Wandgemälden. Dann geht es über die Brücke zurück aufs Festland.

Plötzlich eine ganz andere Welt, Verkehr, Autobahn. Kurz hinter Kalmar checken wir auf dem Camping-Platz Rafshagsudden ein. Letztes Jahr war es nicht so voll. Es gibt ein neues Sanitärgebäude, mit ... Trockenklo. Das alte Gebäude mit WC gibt es aber auch noch. Da wir keinen Strom haben, geht der Laptop auch nicht mehr.



Samstag 23.7.
Eigentlich wollten wir zwei Übernachtungen in Lund einlegen. Aber dann klappt es mit der Rückreise nicht mehr so richtig, denn mehr als etwa 450 km/Tag möchte ich nicht fahren. Also bleiben wir nur eine Nacht in Lund. Ich entdecke im Internet einen kleinen Campingplatz, der an das städtische Freibad angeschlossen ist. Schwimmbadbenutzung inklusive. Als wir abends durch die Stadt bummeln sind die Läden leider schon zu, es ist ja Samstag. Also bleibt es bei einem Eis auf die Hand. Ich verfluche diesen Fahrraddieb, seinetwegen müssen wir laufen.


Sonntag 24.7.
Wir verabschieden uns von Schweden. Im Tunnel nach der Öresundbrücke hat jemand eine Panne. Oh Gott! Nach 1,5 Std. Fahrt finden wir einen schönen Campingplatz an der Ostsee bei Rødvig. Jeweils 4, 6 oder 8 Stellplätze sind von einer 2m hohen Wildrosenhecke umgeben, sehr viel Platz. Nach dem Wochenende ist der Platz nur zu etwa 1/3 belegt. Es gibt sogar einen Swimmingpool. Wir verbringen den Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein am Strand (25°C). Die "Sandkörner" haben allerdings einen Durchmesser von etwa 5cm! Nach der Rückkehr muss der Wassertank aufgefüllt werden. Der Wasserhahn ist zwar nur wenige Schritte entfernt, aber ich habe keinen passenden Adapter ( 1/2 Zoll). Ein Wohnwagenfahrer ist auch nicht in der Nähe, die haben immer eine Gießkanne dabei. Also füllen wir rund 50 Wasserflaschen in den Tank. Nach 1/2 Std. ist das auch erledigt.


Montag 25.7.
Heute haben wir uns wieder bei der Verwandtschaft in Bremen angesagt. Über die Vogelfluglinie Rødby - Fehmarn treffen wir gegen 17 Uhr ein. Am Abend geht es in ein gemütliches Bierlokal.


Dienstag 26.7.
Letzter Urlaubstag. Noch 220 km und eine Runde durch den Aldi, dann sind wir Punkt 12 nach 4000 km wieder zuhause. Oh je, viele Blumen und der Rasen sind total vertrocknet. Der Nachmittag vergeht mit Ausräumen und Reinigen des Wohnmobils. Immer wieder der Höhepunkt: das Reinigen der WC-Kassette. Zwischendurch muss ich noch zum Arzt, um mir die Fäden von dem Sturz in Oslo ziehen zu lassen.


Mittwoch 27.7.
110 km bis Bielefeld. Der Vermieter freut sich, als ich seinen Wagen kurz vor 10 pünktlich, sauber und unversehrt wieder abliefere. Das Abenteuer Schweden ist für dieses Jahr zu Ende. Ob wir noch mal hinfahren?
Na klar! Wie haben ja den Elch noch nicht gesehen. Allmählich glaube ich ja, dass ist nur so ein Märchen der Tourismusbranche, wie Nessie.

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Spook am 13 Sep 2016 17:22:36

Moin Moin,

Vielen Dank für Deinen Reisebericht!

Gast am 13 Sep 2016 18:42:10

Ist ja ein ausführlicher Bericht! Aber irgendwie hattet ihr bei der Reise das Unglück gepachtet, scheint es mir. Bei meinen Schwedenreisen war das Schlimmste eine Fahrradtour, bei der ich ein Loch nicht geflickt bekam.

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Mobility89 am 13 Sep 2016 20:00:21

Danke für den ausführlichen Reisebericht! Finde es super, wie Ihr die Strapazen überwunden habt. Kann man sich viel mitnehmen! glg :)

Ruediger62 am 14 Sep 2016 14:15:01

irgendwie hattet ihr bei der Reise das Unglück gepachtet


Ja, irgendwie war es ein wenig holprig. Aber davon lassen wir uns nicht abhalten. Das Womo für 2017 ist schon gebucht. Aber ich glaube, nächstes Mal meiden wir die Großstädte und fahren mal in den Norden.

Gruß
Rüdiger

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