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Ersatzteile aus dem 3D-Drucker 1, 2


rkopka am 09 Jan 2017 13:04:39

Ein 3D-Drucker ist keine Wohnmobiltechnik, das ist schon klar. Ich habe mir gerade einen (günstigen) gekauft und bin noch am Ausprobieren.

Warum, das hierher paßt ? Es gibt z.B. bei --> Link eine Unmenge fertiger Konstruktionen. Darunter auch einiges fürs Womo. Z.B. Ersatzteile für die ganzen Plastikteile im Innenausbau, Gelenke für Campingsessel (werde ich bald mal testen) und vieles mehr. Teile, die es entweder nicht mehr gibt, die es nicht einzeln gibt, oder nicht in der richtigen Farbe oder Größe (Skalieren ist einfach). Selbst Standardteile sind oft günstiger herzustellen (es braucht nur einige Zeit). Der Materialpreis ist etwa 3cent pro Gramm.

Das Drucken ist heute auch schon relativ einfach. Mein Gerät (RF100) z.B. braucht nur wenige Einstellungen, den Rest erledigt die SW.

Als nächstes will ich mal eine eigene Konstruktion erstellen. Und zwar einen kleinen Aufputzschalter fürs Womo. Ich hab schon früher sowas ohne Erfolg gesucht. Es gibt natürlich die Teile aus der Haustechnik, die aber sehr groß sind, und es gibt Einbauschalter, für die man ein Loch bohren muß. Also will ich einen kleinen Wippschalter in ein Gehäuse einbauen, das man einfach mit 2 Schrauben an einer Oberfläche fixieren kann.

Gibts noch andere, die das entdeckt haben ?

RK

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Fiatia am 09 Jan 2017 13:46:52

Hallo rkopka,
eine hoch interessante Idee. Mit dieser bin ich schon eine Weile schwanger. Habe das aber als zu kompliziert angesehen.
Nach der alten Regel: Watt de Buer nich kennt......

Ich suche jemand, der mir eine defekte Kurbel für die Höhenverstellung einer kleinen Dicktenhobelmaschine mit max. 250 mm
Durchlassbreite herstellen kann.

Welche Software zum Zeichnen von 3-D Objekten ist brauchbar, ohne ein CAD-Studium absolviert zu haben?

Um einer Löschung meines Beitrags vorzubeugen, erkläre ich schon mal vorsorglich, dass ich die zu hobelnden Hölzer
in meinem Wohnmobil verwenden werde.

Gruß Fiatia

cbra am 09 Jan 2017 14:16:02

rkopka hat geschrieben:....

Gibts noch andere, die das entdeckt haben ?

RK


Die was entdeckt haben? 3D Drucken als solches, den link zur Teiledatenbank?

Ich habe seit Mitte der 90er mit Rapid Prototyping zu tun, Stereolithographie, Sintern ( Kunststoff und metall), Abgüsse und 3D Druck. In meinem umfeld gibt es ein paar 3D Drucker

Finde das alles hat einen sehr eingschränkten Anwendungsbereich und ich kann die euphorie nicht wirklich nachvollziehen.

für eigenentwicklungen mag das durchaus interessant sein, bei ersatzteilen bin ich sehr skeptisch, zumindest wenn die teile mechanisch oder thermisch beansprucht werden.

bin gespannt wer haftet wenn sich der erste mit einem 3D Ersazteil vom Stuhl fällt und sich verletzt - der ersteller der 3D Datei, der drucker, der auswähler des materials...

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rkopka am 09 Jan 2017 14:20:04

Fiatia hat geschrieben:Welche Software zum Zeichnen von 3-D Objekten ist brauchbar, ohne ein CAD-Studium absolviert zu haben?

Die Frage stellt sich auch mir. In einem Heft wurde 123Design und Blender vorgestellt (beide kostenfrei - zumindest nicht kommerziell)- Blender macht erstmal einen dunklen überladenen Eindruck.
123Design scheint mir einfacher.
Man erstellt dort (wie auch in anderen ähnlichen Programmen) die Teile aus einfachen Objekten (Quader, Zylinder...), die zusammengefügt oder voneinander abgezogen werden (für Löcher). Rein intuitiv geht da IMHO gar nichts. Man muß also schon mal eine Anleitung mit einem Beispiel durchgehen. Das Zielobjekt wird also in einfache Formen runtergebrochen. Daneben sollte man auch die Herstellung im Auge behalten. Eine Kugel mitten in einem Objekt ohne Halt kann man wohl konstruieren aber nicht ohne Hilfskonstruktionen (die teilweise sogar das Printerprogramm übernimmt) herstellen.

RK

Gast am 09 Jan 2017 14:31:22

Naja,

man muß immer abwägen, was man will. Ich habe auch mehrere 3D Drucker und mache viele Teile.
Entweder Prototypen zur Visualisierung von neuen Produkten oder auch gerne mal Ersatzteile, die nicht mehr zu bekommen sind.

Man muß hier bedenken, dass die Teile richtig konstruiert werden müssen und dass die Festigkeit passen muss.
Mit den üblichen Werkstoffen der FDM Drucker (Drucker, die mit einem Kunststoff-Filament gespeist werden) lassen sich durchaus Ersatzteile herstellen. Bei hoch belasteten und sicherheitsrelevanten Teilen muß man im Einzelfall prüfen, ob die statisch dieser Belastung gewachsen sind. Aber irgendwelche Abdeckungen und sonstige Sachen sind kein Problem.

rkopka am 09 Jan 2017 14:37:07

cbra hat geschrieben:Die was entdeckt haben? 3D Drucken als solches, den link zur Teiledatenbank?

Das Drucken als solches.

Finde das alles hat einen sehr eingschränkten Anwendungsbereich und ich kann die euphorie nicht wirklich nachvollziehen.

Natürlich gibt es viele Einschränkungen. Aber wenn man die entsprechenden Interessen hat, kann man sehr viel damit machen. Bei mir ist es z.B. der Modellbaubereich. Oder Gehäuse für kleine Elektronikbasteleien. Über die Ersatzteile bin ich eher zufällig gestolpert. Manches davon könnte man wohl auch fräsen, aber das braucht noch mehr Equipment und entsprechende Rohmaterialien. Vom Wissen ganz abgesehen.
Manches in der Datenbank sind auch normale handelsübliche Teile, die man aber so z.B. in Farbe und Größe ändern kann. Ich hab schon öfter ein Gehäuse gesucht und habe einfach nicht das passende gefunden. Oder ich wußte genau, wie ein Montageteil aussehen sollte, nur gab es das eben nicht/nicht mehr/nicht in der Größe...

Ich glaube nicht, daß wir ein ein paar Jahren alle den 3D-Drucker zuhause haben werden und alles von da kommt. Wenn man aber etwas Interesse daran hat, bieten sich Möglichkeiten zu Konstruktionen und Teilen, die sonst einfach nicht verfügbar sind. Und wenn man mit den frei verfügbaren (oder evt. auch kostenbehafteten) Konstruktionen auskommt, muß man nicht mal CAD können.

Im Modellflugbereich gibt es die ersten Konstruktionen von Flugzeugen, die komplett aus dem Drucker kommen.

für eigenentwicklungen mag das durchaus interessant sein, bei ersatzteilen bin ich sehr skeptisch, zumindest wenn die teile mechanisch oder thermisch beansprucht werden.
bin gespannt wer haftet wenn sich der erste mit einem 3D Ersazteil vom Stuhl fällt und sich verletzt - der ersteller der 3D Datei, der drucker, der auswähler des materials...

Und glaubst du, wenn ein Regal runterkommt, weil der gekaufte Plastikwinkel abschert, wirst du (zumindest bei uns) viel Erfolg mit einer Klage haben ?
Natürlich hat das ganze Grenzen, aber das haben auch die normalen Thermoplastteile. Und genug davon geht bei relativ normaler Nutzung kaputt. Sollte man jetzt überhaupt nichts davon nutzen ? Ich rede jetzt nicht von einem kommerziellen Einsatz, wo natürlich andere Maßstäbe gelten.

RK

brauwe am 09 Jan 2017 14:45:17

Moin rkopka,

als ich in deinem Eröffnungspost von deinem Plan zur Herstellung eines kleinen Aufputzschalters gelesen habe, war mein erster Gedanke:

"Wann kommt die erste Antwort die lautet: ...ja aber, dieser Schalter hat ja dann gar kein VDE, CE oder sonstiges Zeichen"

Und tatsächlich ging es schon in der zweiten Antwort in diese Richtung :roll:

Ich finde es gut, wenn man sich Gedanken zur Lösung von Problemen macht, die auch einmal abseits aller eingetretenen Pfade verlaufen. Wir alle wissen um die "deutsche/europäische Regulierungs- und Normungswut", aber ob deshalb immer wieder gebetsmühlenartig darauf hingewiesen werden muss :confused:

Gruß
Uwe

cbra am 09 Jan 2017 14:46:55

rkopka hat geschrieben:...
Und glaubst du, wenn ein Regal runterkommt, weil der gekaufte Plastikwinkel abschert, wirst du (zumindest bei uns) viel Erfolg mit einer Klage haben ?
...


ich bin mir sicher das es genug leute gibt die zumindest klagen werden

neben der festigkeit sehe ich noch mehr probleme im bereich brandschutz. denn obs bricht sieht man ja schnell oder kann mal etwas fester andrücken. wenn ich mir die brandschutzausrüstungen vieler kunststoffe anschaue, besonders im gehäusebereich, und vergleiche was für 3D drucker verfügbar ist, dann klafft da noch eine grosse lücke.

nochmal - für basteleien und einfache dinge immer und gerne, aber manches ist oft nicht so einfach wie es aussieht.

und die frage der klage liegt nicht unbedingt in deinem ermessen, sondern ggf bei der versicherung die den unfall oder brandschaden bezahlen muss. finde ich zwar nicht lustig, sollte man aber bedenken.

rkopka am 09 Jan 2017 15:05:16

brauwe hat geschrieben:als ich in deinem Eröffnungspost von deinem Plan zur Herstellung eines kleinen Aufputzschalters gelesen habe, war mein erster Gedanke:

"Wann kommt die erste Antwort die lautet: ...ja aber, dieser Schalter hat ja dann gar kein VDE, CE oder sonstiges Zeichen"

In diesem Fall hat er das sogar, da ich ja einen handelsüblichen Schalter nehme und ihm nur ein Gehäuse nach meinem Wunsch verpassen will.

Das mit dem Brandschutz muß ich mal nachlesen. Allerdings sehe ich da in der Praxis wegen Größe oder Einsatzgebiet (zumindest für mich) eigentlich wenig Risiko.

RK

cbra am 09 Jan 2017 15:13:20

brauwe hat geschrieben:..
als ich in deinem Eröffnungspost von deinem Plan zur Herstellung eines kleinen Aufputzschalters gelesen habe .. erster Gedanke:

"Wann kommt die erste Antwort die lautet: ...ja aber, dieser Schalter hat ja dann gar kein VDE, CE oder sonstiges Zeichen"

Und tatsächlich ging es schon in der zweiten Antwort in diese Richtung :roll:


da die zweite antwort meine ist... - ich habe nicht vom prüfzeichen geschrieben, sondern der richtigen materialauswahl, das ist ein grosser unterschied.

weiters schreibt er ja von gelenken für stühle - also tragenden teilen

brauwe hat geschrieben:Ich finde es gut, ... Lösung von Problemen macht, die auch einmal abseits aller eingetretenen Pfade verlaufen. Wir alle wissen um die "deutsche/europäische Regulierungs- und Normungswut", aber ob deshalb immer wieder gebetsmühlenartig darauf hingewiesen werden muss :confused:

Gruß
Uwe


weis nicht ob du dich da immer noch auf meine antwort beziehst, , wen ja dann:

ich verstehe nicht was am nachbauen eines gelenkes oder ersatzteiles eine neuartige problemlösung ist, von verbesserung schreibt ja keiner. und das ich neuentwicklungen spannend sehe schreib ich ja - aber man sollte auch wissen was man tut. mit keinem wort schreibe ich von normen oder regeln, sondern von haftung.

und warum das darauf hinweisen notwendig ist - dazu gibts hier mMn hunderte hinweise, egal obs ums autowaschen oder gar den ankauf eines neuwagens geht - es wird alles bis ins letzte detail hinterfragt. offenbar gehen viele leute davon aus in einer komplett abgesicherten welt zu leben und alles was man angreift ist perfekt, nicht bestimmungsgemässer gebrauch existiert nicht, und notfalls wird geklagt. und genau vor diesem hintergrund habe ich die frage gestellt - wer haftet wenn was schief geht ?

rkopka am 09 Jan 2017 17:25:25

cbra hat geschrieben:weiters schreibt er ja von gelenken für stühle - also tragenden teilen
...
ich verstehe nicht was am nachbauen eines gelenkes oder ersatzteiles eine neuartige problemlösung ist, von verbesserung schreibt ja keiner.

Um das mal zu spezifizieren, ich denke da an sowas --> Link. Genau das hat bei einem relativ neuen Stuhl nachgegeben.

Das neuartige ist, daß man so ein Teil nicht einfach kauft (bekommt man vermutlich eh nicht), oder z.B. mit Fräse oder gar komplett händisch nachbaut (was zwar eine nette Spielerei wäre, aber sich auf keinen Fall auszahlen würde), sondern einfach das File lädt, den Drucker anwirft und einige Stunden später ein neues Teil hat. Festigkeit ist so eine Sache. Hier spielt sie tatsächlich eine Rolle. Andererseits habe ich da schon genug kaputte Teile gesehen, sodaß das Original wohl auch schon zu schwach dimensioniert ist. Wenn man das Design selber macht, bzw. Zugriff auf die Daten hat, könnte man auch einige Bereiche vergrößern, um die Festigkeit zu erhöhen.

RK

cbra am 09 Jan 2017 17:55:41

Das ist ein super beispiel, danke.

offenbar ist das originalteil schlecht dimensioniert, aber das ist sache der lieferkette vom originalteil.

ich hab mir deinen link kurz angesehen und bin nicht wirklich was gepflogenheiten im iot betrifft, dennoch ein paar kommentare.
# das design des ersatzteiles ist unterirdisch - mag sein dass es hält, aber wesentliche gestaltungsregeln für kunststoffteile wurden nicht beachtet. mag beim einzelteil egal sein ob man doppelt so viel material braucht, aber dennoch hats mich gerissen
# wesentliches fehlt da mMn
- spezifikation für das zu verwendende material bzw eigenschaften
- es gibt nur links - naja spiegeln sollte man können, aber um welche achse
- spezifikation / tipps für die montage
- sinnvollerweise vorgaben für die fertigungsrichtung / schichtaufbau

das ist nicht unbedingt hexenwerk, aber wenn man das weis macht man sich das 3D file selber, wenn man es nicht weis hat man sehr viele möglichkeiten was falsch zu machen, liegt dann am hintern und ist ggf verletzt.

und so interessant die möglichkeit von 3D druck sind - es ist nicht für jeden DAU problemlos

Uli.F am 09 Jan 2017 18:21:47

cbra hat geschrieben:... Finde das alles hat einen sehr eingschränkten Anwendungsbereich und ich kann die euphorie nicht wirklich nachvollziehen.
... für eigenentwicklungen mag das durchaus interessant sein, bei ersatzteilen bin ich sehr skeptisch, zumindest wenn die teile mechanisch oder thermisch beansprucht werden.

Na, das sieht aber z.B. Airbus ganz anders: --> Link

..."Auch der Flugzeugbauer Airbus will in Kürze den 3D-Druck in die Produktion einführen. „Wir besitzen inzwischen das nötige Fertigungs-Know-how“, sagt Claudio Dalle Donne, Chef des Forschungsbereichs Metallische Technologien und Oberflächentechnik des Konzerns in Ottobrunn bei München."

... „Ab Anfang 2016 sollten wir erste serienmäßig per 3D-Druck gefertigte Titan-Träger und -Winkel in kommerzielle Flugzeuge einbauen können.“

... "Bereits Anfang 2018 sollen dann die ersten Jets mit additiv hergestellten Fahrwerksteilen starten und landen. Langfristig wollen die Airbus-Entwickler unter anderem Teile der Landeklappen per 3D-Druck herstellen."

..." Sicherheitsbedenken haben die Airbus-Spezialisten nicht. Die per Laserstrahl aus Metallpuder gewonnenen Flugzeugteile würden alle Vorgaben der Zulassungsbehörden genauso erfüllen wie heute die gegossenen oder gefrästen. Je nach Bauteil seien aber Material- und Gewichtsvorteile von bis zu 55 Prozent möglich"

cbra am 09 Jan 2017 18:29:40

Lasersintern von Titanteilen die entsprechend konstruiert sind hat aber mit dem hier gegenständlichen 3D druck genau garnichts zu tun.
da ist das einfach nur ein neues fertigungsferfahren und alles wird entsprchend ausgewählt

ich habe auch vor ca 5 jahren die ersten spritzgusswerke per stahl - lasersintern gemacht - das geht alles, ist aber vom 300,-- Drucker und cad daten aus dem web sehr weit weg.

Uli.F am 09 Jan 2017 18:40:41

OK ... wenn Du das so siehst ziehe ich den Beitrag mit dem Ausdruck großen Bedauerns wieder zurück ;D.

Grundsätzlich sehe ich das schon so, dass der 3D-Druck noch mächtig an Fahrt aufnehmen wird, egal ob aus Metall gesintert oder aus heissen Plastiktröpfchen zusammengepappt :ja:.

brauwe am 09 Jan 2017 19:17:26

cbra hat geschrieben:da die zweite antwort meine ist... - ich habe nicht vom prüfzeichen geschrieben, sondern der richtigen materialauswahl, das ist ein grosser unterschied.

stimmt, aber ich habe auch geschrieben "es geht in die Richtung" und gemeint habe ich diesen Satz "bin gespannt wer haftet wenn sich der erste mit einem 3D Ersazteil vom Stuhl fällt und sich verletzt"


cbra hat geschrieben:weis nicht ob du dich da immer noch auf meine antwort beziehst, , wen ja dann:

nein, alles Weitere war völlig allgemein gemeint.

Gruß
Uwe

cbra am 09 Jan 2017 20:01:15

brauwe hat geschrieben:....
stimmt, aber ich habe auch geschrieben "es geht in die Richtung" und gemeint habe ich diesen Satz "bin gespannt wer haftet wenn sich der erste mit einem 3D Ersazteil vom Stuhl fällt und sich verletzt"


...


vielleicht reagiere ich hier aus allgemeiner sicht etwas sensibel, aber nachdem ich ein gutachten erstellt habe bei dem es um schadenersatz nach stulbruch mit verletzungsfolge (keine campingstühle, aber kunststoff) ging - um die streitsumme kann man sich mehrere premiummobile kaufen.

und auch sonst bin ich oft mit produkthaftung beschäftigt....

tober am 09 Jan 2017 20:09:55

Ich habe mir vor ca. einem Jahr 2 Griffe für einen Waschtischunterschrank machen lassen. Die Datei habe ich in Blender selber erstellt (seither nix mehr gemacht mit Blender und auch nur anfänger :cry: ) aber es hat gut geklappt. Sieht ganz passabel aus. Auch das "reindrehen" der Schrauben funktionierte ganz gut.
Ich kann mir das gut vorstellen als "Ersatzteilhersteller". Zumal ja die Datei - zumindest für neue Produkte - kein Hexenwerk ist. Der Hersteller kann ja die 3D-Datei gegen geringes Entgeld zur verfügung stellen. Wahrscheinlicher ist aber das die in Zukunft ersatzteile die keine Lagerhaltung rechtfertigen selber Drucken.

rkopka am 19 Jan 2017 13:49:04

Inzwischen habe ich die ersten Teile gezeichnet bzw. modifiziert.
--> Link

Sowas gibts natürlich fertig, aber warum nicht selber machen:

Der rechte ist eine Konstruktion von thingiverse --> Link. Auch wenn sie selbst mit etwas mehr Kraft als nötig gehalten hat, schien mir die Konstruktion verbesserungswürdig. Ich hab dann den Ring verbreitert und das ganze etwas dicker ausgedruckt. So paßt er immer noch drauf, selbst bei den CS Schläuchen. Das Eck unten rechts hätte man noch runden können.

RK

rkopka am 13 Feb 2017 18:18:02

Meine Angabe mit dem Campingstuhl war übrigens nicht korrekt. Es war eine Campingliege.

Hier mein Ersatzteil: --> Link



RK

Irmie am 15 Feb 2017 23:13:48

Hallo Camper,

die in vielen Wohnmobilen verbaute Anzeige des Wasservorrates und der Batteriespannung, PC200, PC210 ö.ä., von einem italienischen Hersteller, hat Schalter von äußerst schlechter Qualität. (Reimo Katalog S. 842) Bei meinem Eura sind sie schon mehrfach gebrochen. Das liegt daran, dass unter den Schaltknöpfen dünne Plastikwölbungen, die mit Stegen verbunden sind, auf die eingelöteten Mikroschalter drücken. Diese Plastikstege brechen sehr schnell. Laut Aussage meiner Werkstatt und Eura gibt es keine Ersatzteile dafür.
Daher hatte ich mir auch schon überlegt, diese Schaltfläche nachzudrucken. Da mein Eura - Händler meinte, dieser Schaden käme häufig vor, würde sich ein kommerzieller Nachdruck vermutlich lohnen.
Da ich bisher keine Erfahrungen mit einem 3 D Drucker habe, kann ich nicht einschätzen, ob ich mit meinen bescheidenen EDV Kenntnissen mit dessen Programmierung vielleicht überfordert bin.
Kurz gesagt,ein Nachdruck scheiterte es bisher an meiner eigenen Dummheit. :D

Ich sehe ein großes Potential im Wohnmobilbereich, nicht nur beim Selbstausbau, sondern besonders in der Ersatzteilbeschaffung. In der Luftfahrt wird diese Technologie schon einige Jahre intensiv zur Ersatzteilherstellung "just in time" genutzt.

Irmie

StefanDe am 15 Feb 2017 23:46:16

cbra hat geschrieben:
Ich habe seit Mitte der 90er mit Rapid Prototyping zu tun, Stereolithographie, Sintern ( Kunststoff und metall), Abgüsse und 3D Druck. In meinem umfeld gibt es ein paar 3D Drucker

Finde das alles hat einen sehr eingschränkten Anwendungsbereich und ich kann die euphorie nicht wirklich nachvollziehen.


Kann mich nur anschließen. Auch wir sind von Anfang an dabei (1993). Gerade das Kunststoff drucken/sintern/lasern, egal wie man es nennen mag, stößt hinsichtlich Maßgenauigkeit und Festigkeitspotential schnell an seine Grenzen.

Trotzdem, es kann weiterhelfen und man kann viel Spaß daran haben. Deshalb, wer Lust und Zeit hat, ....einfach machen!
Vielleicht würde ich mir eher jemanden suchen, der das Verfahren schon "drauf" hat und mir für schmales Geld meine Vorstellungen zaubert.

VG

rkopka am 04 Mär 2017 19:27:55

Ich hab gerade festgestellt, daß das Thema vor 4 Jahren schon mal da war --> Link.

RK

Energiemacher am 08 Mär 2019 21:24:58

Hallo,

ich grabe den Thread mal wieder aus.

Ich bin an dem Thema 3D-Druck interessiert aber noch unsicher ob ich diese Anschaffung tatsächlich tätige.
Derweil steht der Anycubic i3 Mega auf meiner Interessenliste.

Aber vor dem Kauf möchte ich mich auch zum Thema Software & Co einzulesen.

Ich habe keine Ahnung von CAD-Programmen, aber genau diese sind ja wichtig wenn man nicht nur irgendwelche Vorlagen drucken möchte.

Mir schwebt aber schon die Konstruktion oder Anpassung an eigene Bedürfnisse z.B. von Gehäusen vor.

Könnt ihr mir hier eine Software empfehlen die im besten Fall auch kostenlos ist aber mächtig genug um ein wenig in der Konstruktionswelt zu spielen?

Danke.

Grüße

silo am 08 Mär 2019 23:00:21

Diese sind kostenlos für den Privatgebrauch

- ganz einfach ist TINKERCAD, funktioniert aber nur online über Cloud

- noch einfach, aber ganz umfassend ist SKETCHUP MAKE

Maik1606 am 10 Jul 2019 00:10:01

Energiemacher hat geschrieben:
Ich bin an dem Thema 3D-Druck interessiert aber noch unsicher ob ich diese Anschaffung tatsächlich tätige.
Derweil steht der Anycubic i3 Mega auf meiner Interessenliste.

Ich habe keine Ahnung von CAD-Programmen, aber genau diese sind ja wichtig wenn man nicht nur irgendwelche Vorlagen drucken möchte.


Ich habe den Anycubic i3 Mega S und bin mit ihm sehr zufrieden.
Ich drucke sehr viel für mein Drone Racing Hobby und hatte vor kurzem auch Probleme mit meiner Fiamma Aqua 8 Wasserpumpe gehabt. Sie baute nicht wirklich viel Druck auf. Habe sie zerlegt und gesehen dass die 3 Kunststoff Ventile alle gebrochen waren. Dann habe ich mir eine stl Datei aus dem Internet runtergeladen und für den Druck mit Ultimaker Cura 4.0.0 umgewandelt (gesliced),gedruckt und wieder eingebaut und siehe da...die Pumpe pumpt wieder mit voller Leistung.
Mal sehen für wie lang. ;-)
Habe mir direkt Reserve Ventile gedruckt falls nochmal eine kaputt geht.
Leider sind fertige Wohnmobil Dateien noch nicht so oft online vertreten aber mit dem Online Programm TinkerCAD kann man sehr schnell und einfach seine eigenen Vorlagen erstellen.

7xy am 15 Apr 2020 15:40:12

Hallo liebe Mitforisten,

heute habe ich einen Ender 3 Pro bestellt. Mal sehen, was man damit alles für das Wohnmobil machen kann, wenn die Maskenproduktion für Corona durch ist. Am meisten hat mich auf Thingiverse diese Fahrerhausverdunkelung fasziniert: --> Link

kdupke am 15 Apr 2020 15:56:14

Ich mache alles mit Linux und setzte für 3D die software openscad ein. Für technische Dinge reicht das und ist einfach zu beherrschen.

gruss kai

rkopka am 15 Apr 2020 18:17:56

7xy hat geschrieben:Am meisten hat mich auf Thingiverse diese Fahrerhausverdunkelung fasziniert: --> Link

Die ist auch schon auf meiner Liste --> Link.

kdupke hat geschrieben:Ich mache alles mit Linux und setzte für 3D die software openscad ein. Für technische Dinge reicht das und ist einfach zu beherrschen.

Ich hab jetzt mal mit FreeCAD begonnen, das mir recht brauchbar erscheint. Ich hab aber erst eine Reihe von Beispielen durchgearbeitet.

RK

7xy am 22 Jun 2020 18:05:28

rkopka hat geschrieben:Die ist auch schon auf meiner Liste --> Link.
RK


Gefunden!
Link zur Liste: --> Link

haryhirsch am 06 Dez 2020 21:06:36

Es gibt für alles ein für und wider. Ich habe mir für meine Küchenmaschine ein Zahnrad nachgedruckt, sollte wohl die Sollbruchstelle sein damit man eine Neue kaufen muss, das läuft seit 3 Jahren ohne Probleme. Wenn es kein Ersatzteil gibt ist es das die Lösung.

RaPe am 17 Dez 2020 11:37:11

Eine Sonnenblende für das Navi.
--> Link

silo am 17 Dez 2020 12:15:41

RaPe hat geschrieben:Eine Sonnenblende für das Navi

Sowas, nur etwas einfacher und nicht so elegant, hatte ich auch mal gedruckt.
Aus PLA, und das ist dann in der Sonne nur so weggeflossen.

rkopka am 17 Dez 2020 12:30:31

silo hat geschrieben:Sowas, nur etwas einfacher und nicht so elegant, hatte ich auch mal gedruckt.
Aus PLA, und das ist dann in der Sonne nur so weggeflossen.

Hatte ich auch schon. PETG ist da ein relativ einfache Lösung, die sich ohne große Umstellungen verarbeiten läßt und mehr Temperatur aushält. Ich hab damit einen Knopf für einen kleinen Ofen gedruckt, da ich die gleichen Probleme mit PLA hatte.

RK

RaPe am 17 Dez 2020 13:24:20

Es gibt nicht nur PLA als Filament.

Gast am 17 Dez 2020 13:59:45

RaPe hat geschrieben:Es gibt nicht nur PLA als Filament.

Es könnte doch auch etwas konstruktiver gehen... aus welchem Material wurde bei denn bei Dir gedruckt. Bei thingiverse steht ja auch PLA :ja:
Oder hast Du etwas anderes genutzt?

rkopka am 17 Dez 2020 17:16:40

RaPe hat geschrieben:Es gibt nicht nur PLA als Filament.

Stimmt, aber mein Drucker hat z.B. keine beheizte Druckfläche, da funktioniert nicht alles. Außer PLA verlangen das die meisten Filamente. PETG geht nach meiner Erfahrung auch ohne.

RK

silo am 18 Dez 2020 02:23:11

RaPe hat geschrieben:Es gibt nicht nur PLA als Filament.

Ja, das stimmt!
Ich habe es dann mal mit ABS probiert,
vergeblich, trotz mehrerer Versuche mit unterschiedlichen Parametern.
Dannsagte mir ein Experte: Sehr sehr schwierig, lass die Finger davon, und das habe ich getan.

bigmacblau am 18 Dez 2020 11:13:19

silo hat geschrieben:Ja, das stimmt!
Ich habe es dann mal mit ABS probiert,
vergeblich, trotz mehrerer Versuche mit unterschiedlichen Parametern.
Dannsagte mir ein Experte: Sehr sehr schwierig, lass die Finger davon, und das habe ich getan.


ABS wäre auch mein Favorit da sehr formstabil und belastbar. Aber aus den von Dir genannten Gründen habe ich mich noch nicht rangetraut. Bisher mache ich alles mit PETG.

Gruß
Wolfgang

oxanoc am 18 Dez 2020 21:15:10

Das Teil hat mir mein Schwiegersohn gedruckt, allerdings ein bisschen größer als das Original und mit dem Fuß um es mit doppelseitigen Klebeband zu fixieren



und da gehört es hin



das Original sieht so aus, bekommt man aber nicht einzeln


fa2911 am 19 Dez 2020 13:38:23

Hier auch ein Ersatzteil aus dem 3D-Drucker.
Halter für den Temperaturfühler im Kühlschrank war gebrochen.
Gedruckt aus ABS (...geht mit etwas Geduld)





Gruß
Frank

haryhirsch am 20 Jan 2021 16:55:27

Mit etwas Geduld geht auch ABS. Ich habe ein Pumpengehäuseteil für die Waschanlage und ein Zahnrad für meine Küchenmaschine gedruckt das hält schon 3 Jahre.

silo am 21 Jan 2021 00:27:17

haryhirsch hat geschrieben:Mit etwas Geduld geht auch ABS.

Das würde mich interessieren, wie das geht. Geduld allein reicht nicht, das habe ich probiert.
Auf Anraten eines vorgeblichen 3D-Druck-Experten habe ich dann die ABS-Versuche aufgegeben.

kdupke am 22 Jan 2021 12:58:45

ABS drucken:

- Heizbett (bei mir ca. 90°C - am Sensor)
- Glas mit Kaptonband drauf (das Grüne von 3M) und sehr dünn mit in Aceton gelösten ABS einreiben (wenn es kalt ist)

Da ABS stark warped (sich an Kanten/Ecken anhebt) braucht es viel Haftfläche/Rim, insbesondere an Ecken. Ich habe bei meinen Teilen häufig flache Kreise auf den Ecken platziert - dann braucht es nicht so viel wie mit einem allgemeinem Rim.

Das warping hat mit der Auskühlung vom Material zu tun. Also hilft ein Gehäuse für den Drucker oder einfach ein großes Frotteehandtuch, was drübergeworfen wird (dann aber immer dabei bleiben).

Zug und Temperatursprünge sind schlecht. Also Tür zulassen, nicht unter die Haube schauen etc.

Aus meiner Sicht gibt es jedoch wenig Elemente, die aus ABS noch gedruckt werden müssen, wo PET doch viel einfacher geht. Aber da lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

gruss kai

bigmacblau am 22 Jan 2021 13:11:48

Inzwischen gibt es ecoPLa soll sehr gute Eigenschaften fast wie ABS haben. Hat damit jemand Erfahrung?

Gruß
Wolfgang

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