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Beginnender Alufraß an 97er Concorde Wohnmobil - sanieren?


fasermacker am 07 Mär 2017 22:49:35

Werte Gemeinde,

nun isses da – unser neues, altes Wohnmobil: Letzten Sonntag war die 500 km Überführungsfahrt vom Vorbesitzer zu uns nach Hause. Alles bestens. Nun steht es bei uns im Hof und möchte „in Besitz genommen“ werden. Heisst: alles „erforschen“, kleine Reparaturen vornehmen, einrichten.

Das Fahrzeug ist in einem hervorragenden technischen Zustand – aber dennoch sind kleine Alterungsspuren sichtbar. Mir sind kleine Stellen von beginnendem Alufraß aufgefallen (bereits bei der 1. Besichtigung):
An einigen Schraublöchern der Alu-Eckleisten beginnt Alufraß. Die Lackschicht ist zwar noch geschlossen, beginnt aber etwas pickelig zu werden und man könnte ihn wohl ohne weiteres abschaben: darunter beginnt das Alu zu gammeln. Fotos kann ich gerne nachreichen, falls gewünscht (jetzt ist es draußen dunkel). Die betroffenen Flächen haben die Größe etwa von 10 Cent - 1 Euro Münzen rund ums Schraubenloch.

Hier meine Frage ans Forum:
Ist das schon behandlungsbedürftig? Oder soll ich das noch unangetastet lassen, solange der Lack sich nicht abblättert? Oder soll ich prophylaktisch schonmal anfangen, den losen Lack abzukratzen, den Alufraß zu sanieren?
Ich befürchte, dass die „Kappen“ die die Schrauben abdecken leicht undicht sind und Wasser in das Schraubloch eindringen kann. Je „pickeliger“ das wird, desto größer wird die Undichtigkeit - irgendwann werde ich wohl um eine Reparatur nicht herumkommen.

Wenn der Alufraß saniert wurde, muß ja die Stelle neu lackieren. Oder? - wie wäre diese Idee: Anstatt lackieren habe ich mir überlegt, bei einem KFZ Folierbetrieb runde Folien-"Flicken" in gleichen Farbton wie das WoMo schneiden zu lassen und die Aufkleber anstelle der Plastikhütchen über die Schraublöcher zu kleben. Wenn die alle gleich groß sind, exakt geschnitten sind und die „Flicken“ akkurat Verklebt wurden, dürfte sich das optisch gar nicht so schlecht machen - oder sieht das eher nach „Flickschusterei“ aus??? Feuchtigkeitsdicht dürften diese Folien ja sein (zudem werde ich das sanierte Schraubenloch mit Dekalin ausfüllen).

Was meint Ihr zu meinen "Sorgen" und was haltet Ihr von meiner "Folienversiegelung-anstatt-lackieren-Idee"?

Grüße, Norbert

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PittiC am 08 Mär 2017 00:28:56

Alufraß deutet darauf hin das Feuchtigkeit im Spiel war oder ist. Ich denke da wirst erstmal ran müssen

takraf am 08 Mär 2017 10:04:00

Guten Tag Norbert,

Herzlichen Glückwunsch zum Concorde.

Wir haben uns vor 2 Wochen ebenfalls einen gebrauchten Concorde ST720 auf Sprinter 412D Baujahr 1998 gekauft.

Wir haben auch das Problem mit Alufraß an den hinteren Alu-Eckleisten. Bei den Schraubverbindungen gibt es Bläschen, welche noch von der Lackschicht bedeckt sind. Im unteren Bereich der Eckleisten fehlt zum Teil der Lack, aber die Eckleiste sieht noch gut aus. Laut Vorbesitzer hat er diese Pünktchen/Bläschen schon seit mehreren Jahren, ohne daß es sich verschlimmert hat.

Ich selbst sehe darin auch erst einmal keinen Handlungsbedarf.

Gruß
Andreas

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Kasi74 am 08 Mär 2017 10:37:09

Ich kenne das von den Land Rovern.
Würde nichts machen wenn es nicht mitten in einer sichtbaren Fläche ist denn wenn du es weg machst kommt das wieder und immer wieder bis nix mehr da ist.
Wenn du das beobachtest wird du feststellen das es so bleibt und nicht wie bei Rost sich Pestartig ausbreitet.
Edit
Wenn du es wegmachst ist es mit schmiergeln nicht getan,du must den Kontakt von anderem Material mit dem Alu verhindern(Kontaktkorrision).

fasermacker am 09 Mär 2017 00:16:40

Vielen Dank für die Anregungen! Okidoki - ich werde das Geschehen erstmal mit Argusaugen beobachten - aber noch nichts unternehmen.

An Kasi74:
...denn wenn du es weg machst kommt das wieder und immer wieder bis nix mehr da ist.
. Wie ist das zu verstehen? Heisst das, dass "wenn Alufraß - dann immer Alufraß" - also das das gar nicht mehr zu sanieren / reparieren / stoppen ist??? :eek: Mir ist klar, dass das elektrochemische Vorgänge sind und die unterschiedlichen Materialien voneinander elektrisch isoliert werden müssen (Kunststoff Unterlegscheiben, Stück Schrumpfschlauch um die Schraube dort wo sie das Aluminium durchdringt, Edelstahl (A4)-Schrauben verwenden, weil die vom elektrischen Potenzial "höherwertig" sind).
Wenn ich das alles befolge, den weiteren Eintrag von "Elektrolyt" (= Wasser, im Winter sogar mit Salz) durch ordentliches abdichten unterbinde - dann müsste dieser Vorgang doch zu stoppen sein????
Oder geht das trotzdem weiter bis
...nix mehr da ist
:heul: :wolke:

GroßeGrüße, Norbert

turbokurtla am 09 Mär 2017 08:08:46

Tag
Nicht zu vergessen das Material Wasser.
Das sollte man vom Alu fernhalten, also von innen.
Gruß Kurt

Kasi74 am 09 Mär 2017 14:50:53

Norbert du hast es richtig erkannt 8) nur wegmachen bringt auf dauer garnichts.
Du must der Ursache auf den Grund gehen und das beheben.Die verbauten Materialien mussen kontaktfrei montiert werden also wie du schon sagtest Kunstoff-Gummischeiben etc unterlegen.
Wenn du "sauber" arbeitest ist das natürlich danach dauerhaft weg und solange die untergelegten Scheiben nicht wieder zerbröseln ist alles gut.
Viele machen das nur halbherzig und stehen irgendwann mit einem fetten Loch da und dann wirds bitter und aufwendig wenns danach wieder hübsch sein soll.....

fasermacker am 09 Mär 2017 22:11:29

Werte Gemeinde,

danke für die vielen Tips! Als Fazit ziehe ich: Solange die Lackschicht noch geschlossen ist und noch kein Aluminium offen liegt, werde ich das nur beobachten und nichts weiter unternehmen. Falls es sich verschlechtert, werde ich das sanieren und die neuen Schrauben "elektrisch isoliert" (mit Plastikscheiben und Schrumpfschlauch) eindrehen.

Was ist von meiner eingangs erwähnten Idee zu halten, sanierte Schraubenlöcher mit beim Folienschneider geschnittenen kreisrunden Folien-Aufkleber ("Flicken") vor weiterem Feuchtigkeitseintrag zu versiegeln? Pfusch oder sinnvoll?

An Kurt
...Wasser. Das sollte man vom Alu fernhalten, also von innen.
Wie meinst Du das? Von innen dichten? Ich dichte normal von außen... ich will ja nicht, dass Wasser erst bis zur "innenliegenden Dichtung" vordringen kann - dann ist es ja schon in der Wand. Oder verstehe ich da was komplett falsch?

Grüße, Norbert

mcdudel am 09 Mär 2017 22:33:24

dann ist es ja schon in der Wand..... das wird wohl Kurt gemeint haben

turbokurtla am 10 Mär 2017 08:07:52

fasermacker hat geschrieben:An Kurt

Soory, war etwas knapp.

Hallo Norbert
Es ist meist genau umgekehrt.
Durch eingedrungenes Wasser löst sich innen die Beschichtung des Alubleches und es bildet sich Alufras.
Die weitverbreitete Meinung von irgendwelchen falschen Materialien oder Schrauben durchs Alu ist völliger Quatsch.
Hält sich aber standhaft weils immer wieder selbsternannte Spezialisten gibt, die im Netz solche Sachen finden und dann weiterverbreiten.
Das meinte ich mit Wasser von innen.
Überprüfe also innen und oberhalb des Alufrases die Wände.
Gruß Kurt

emil77b am 10 Mär 2017 11:29:26

Moin Norbert,

Alufraß ist schon ne vertrackte Sache. In der Bewertung der Entstehung, könntest Du in Deinem Eingansthread richtig liegen.
Schadhafte, oder verhärtete Leistenfüller, und oder nicht richtig eingedichtete Leisten und Befestigungsschrauben lassen Wasser eindringen, welches unter dem Alu anfängt seine unheilvolle Wirkung zu entwickeln.
Wenn der Lack pickelt, hat er bereits kein Trägermaterial mehr drunter, das Alublech hat sich zu weißer Krümelei zerlegt, das Ganze wird löchrig, somit zum Selbstläufer der Oxydation.
Sanieren, bau die Leisten runter, mach eine Druckprobe um die Eintrittslöcher, um zu prüfen, ob Dir das Alu entgegenkrümelt. Wo es das tut, ists besser dieses zu entfernen.
Sollten sich die Schadstellen noch nicht über die unterliegende Leiste ausgedehnt haben, könntest Du mit Ausspachteln und Folienreparaturstücken, gut eingedichteter Leiste + eingedichtete Schrauben + neue + Leistenfüller, die weitere Ausbreitung erfolgreich stoppen können.
Smart-Repair wird Dir nur kuzzeitig Freude bringen :wink:

Gruss Emil

Kasi74 am 10 Mär 2017 13:51:34

Für Kurt
Kontaktkorrosion wird auch als galvanisches Element bezeichnet. Sie tritt immer beim Zusammentreffen zweier
verschiedener Metalle in Anwesenheit einer leitenden Flüssigkeit(Wasser) auf.
Dabei löst sich unedlere von beiden auf. Also treffen Zink und Kupfer direkt aufeinander korrodiert das Zink.
Das bekommt jeder Dachdecker im ersten Lehrjahr schon inne Birne geprügelt :D
Das bedeutet also Feuchtigkeit vermeiden aber trotzdem die Verschiedenen Metalle untereinander zu isolieren dann gibt's auch nicht sofort Stress falls es feucht wird

thomas56 am 10 Mär 2017 14:25:29

Kasi74 hat geschrieben:Also treffen Zink und Kupfer direkt aufeinander korrodiert das Zink.

Das braucht nicht mal direkten Kontakt, auch der indirekte über laufendes Wasser reicht schon aus!

Auch das edlere Metall kann der Verlierer sein. Wenn du einen Eisennagel über eine Edelstahlplatte ziehst, ist das Edelstahl infiziert und fängt an zu rosten!

berny2 am 10 Mär 2017 17:13:39

Von der Modelleisenbahnliteratur weiss ich, dass Alufrass eigentlich nicht zu stoppen ist, denn die Ursache der Korrosion liegt bereits im "Alu"-[eben Nicht-Rein-Alu-]Material selbst.

turbokurtla am 10 Mär 2017 19:03:30

Kasi74 hat geschrieben:Kontaktkorrosion wird auch als galvanisches Element bezeichnet. Sie tritt immer beim Zusammentreffen zweier
verschiedener Metalle in Anwesenheit einer leitenden Flüssigkeit(Wasser) auf.

Sag ich doch. Wasser !

Und ohne Wasser passiert gar nix. 0 komma nix.
Egal ob da jetzt durchs Alublech und Aluwinkel V2A oder verzinkte Schrauben durchgeschraubt sind,
solange ein Womo innen trocken ist korrodiert da gar nix.
Und das weiß ich nicht ausm Internet sondern aus jahrzehntelanger Praxis.
Schraub mal an einem trockenen 30 Jahre alten Womo die Kantenleisten ab.
Da gibt's keinen Alufras, egal welche Schrauben es sind.
Gruß Kurt

berny2 am 10 Mär 2017 20:47:47

turbokurtla hat geschrieben:Schraub mal an einem trockenen 30 Jahre alten Womo die Kantenleisten ab.
Da gibt's keinen Alufras, egal welche Schrauben es sind.

... und wie rein(?) das Material ist... :razz:

dibru2 am 10 Mär 2017 21:14:03

thomas56 hat geschrieben:Auch das edlere Metall kann der Verlierer sein. Wenn du einen Eisennagel über eine Edelstahlplatte ziehst, ist das Edelstahl infiziert und fängt an zu rosten!
Hier wird die natürliche Schutzschicht des Edelmetals zerstört und es bildet sich eine Art Flugrost. Je nach äusseren Bedingungen setz in seltenen Fällen gar Lochfras ein.

turbokurtla hat geschrieben:Sag ich doch. Wasser! ...Schraub mal an einem trockenen 30 Jahre alten Womo die Kantenleisten ab.
Da gibt's keinen Alufras, egal welche Schrauben es sind.
Ist besser kaum zu erklären. Meistens kommt Korrosion (egal welche) von Feuchtigkeit innerer Herkunft. Also Rinnstelle oder halt sehr oft Kondensat.

fasermacker am 14 Mär 2017 00:41:21

Oh je - da höre ich ja Schauergeschichten!
weiss ich, dass Alufrass eigentlich nicht zu stoppen ist, denn die Ursache der Korrosion liegt bereits im "Alu"-
.

Es ist natürlich schwer zu beurteilen, wie weit der "Fraß" unter der Lackschicht schon fortgeschritten ist. Wie gesagt an der Oberfläche sieht man nur leicht pickelige Lackschichten auf einer kleinen Fläche. Ich denke mal, ich werde vorerst noch nix unternehmen, das beobachten und erst nach der Saison (Herbst) oder wann der erste Lack "aufbricht" mit der Sanierung beginnen.

Grüße, Norbert

Rumbuddel am 14 Mär 2017 17:25:58

thomas56 hat geschrieben:Auch das edlere Metall kann der Verlierer sein. Wenn du einen Eisennagel über eine Edelstahlplatte ziehst, ist das Edelstahl infiziert und fängt an zu rosten!


:?: :?: :?:

Also ich besitze einen Edelstahlgrill - 3mm starkes Blech - seit 25 Jahren und so lange steht der auch unter freiem Himmel.
Und wenn die fettgetränkten Holzkohlereste entfernt werden, passiert dies mit einem alten, rostigen Schüppchen ... also mein Grill hat sich
da seit einem viertel Jahrhundert mit nix infiziert ...

turbokurtla am 15 Mär 2017 08:18:41

... meiner steht seit 30Jahren außen. :eek:
ich hab da innen unter den Kohlen ein normales Stahlblech liegen. Das ist alle 2 Jahre durchgerostet,
aber der Grill selbst bleibt wie neu.
Alles nur Internet Geschichten. :evil:

andwein am 16 Mär 2017 11:28:42

turbokurtla hat geschrieben:....aber der Grill selbst bleibt wie neu. Alles nur Internet Geschichten. :evil:

Klar, wenn man Edelstahl nicht von oberflächenbehandeltem Billigblech nicht unterscheiden kann.
Grinsend, Andreas

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