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Meine Erfahrungen in meinem Projekt LiFeYPo4 Winston


suennele am 08 Mär 2017 20:10:38

Hallo an die Autarki-Gemeinde.
Nach monatelangem mitlesen und Eigenversuchen möchte ich meine bisherigen (vorläufig wenige) Erfahrungen anderen zurückgeben.
Habe zwar kein Wohnmobil (-> Wohnwagen), meine aber, dass dieses Forum hier, der bessere Platz dafür ist, als das Schwesterforum. Hoffe dies ist ok. Weiter weiß ich nicht, ob ich die Erfahrungen hier in diesem Thema als geschlossenes Projekt weiter geben soll, oder in den thematisch ähnlichen Berichten, jeweils gesplittet dazugeben soll?
- gewünschte Eckdaten
- Materialauswahl
- Einbauortsuche
- Aufbau
- erste Ladeerfahrung
Lg

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wolfherm am 08 Mär 2017 20:18:41

Mach das mal hier. In den anderen Themen geht es vielleicht unter.

suennele am 08 Mär 2017 23:25:06

Danke, wenn das jemand schreibt der selber fast 30.000 Beiträge geschrieben hat (waahuu), nehme ich dies gerne an.

Am Anfang war ...

unser WoWa war ohne Akku ausgestattet (Kauf 2002). Bei Übernachtungsstopps auf öffentlichen Parkplätzen, wünschten wir uns etwas Luxus, wie Licht im Bad, ein funktionierendes Klosett, Licht zum Lesen ohne Taschenlampe, Lüfter für die Gasheizung
+ Einbau und Zusammenschaltung eines ausgediehnen 12V/10Ah AGM Akku (über Dioden) mit dem vorhandenem "Trafo"
- Heizungslüfter geht mit 12V
- Beleuchtung geht mit 12V
- Wasserpumpe, Klosettpumpe gehen mit 12V
+ letztes Jahr, nach längerer Standzeit (ohne Bewegung :-() war dieser hinüber.
+ Erneuerung -> Frage: was will ich -> Einlesen in Foren, seit Sep. 2016? -> mit Lesen kommt der Appetit ;-)

Erste Gedanken:
- mehr Wasser -> Auflastung auf die noch möglichen +200kg
- min. 50Ah
- Wechselrichter für 230V/300W?
- Mover?

Folgegedanken (nach endlosen Lesestunden):
- Wasser muß noch warten, da für mich aufwendiger
- 230V für Kaffee, Föhn?
- Licht alles auf LED umstellen
- mehrer Tage autark sein
- Solar? Wieviel?
- erstmals über LiFeYPo4 nachgedacht

Wochen später (nach weiteren, schier endlosen Lesestunden - hab' ich eigentlich alles 5mal gelesen?):
- erstmal 4x 90Ah geordert, mit je einem CM90 Balancer (wie blauäugig)
- einfaches 10A LiFeYPo4 Ladegerät ()
- Halbleiter-Relais um Verbrauchergruppen in teilen und gesamthaft schalten zu können
- Ectiv 1500W Wechselrichter (ist heute noch verpackt in der Orginalschachtel)
- vorläufig 300W Solar auf's Dach -> 6x 50W Module zu je 3Stk. in 2 Gruppen geschaltet mit je ca. 58V
- als Mpp-Regler MPPT7520 -> Made in Germany ;-) und kann bis 75V Solarspannung mit 500W Solarleistung bei 12V System
habe im Dezember/Jänner einen Freilandtest, rein auf Funktion ohne Verbraucher
(horizontal auf Holzgestell, über dem Gartenbeet und ca. 30m Kabel, 2,5mm2) gemacht

Erste Erleuchtungen:
- habe damals trotz "lesen", nicht den für 1500W nötige Strom bedacht
-> für 90Ah Akkus ideal ca. 45A Entnahme, für 1500W wären aber ca. 1500W/13V/0,8 ca. 150A nötig?
Sprich das dreifache?
-> Somit Akkustromvermögen für meine Anforderungen zu klein.
- Solarleistung dürfte ausreichen (da Test ohne Verbraucher, hat dieser fast keine Aussage)
-> eine Kippfunktion für Herbst/Frühling wäre aber besser

Fortsetzung folgt.. :sport:

lg

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suennele am 09 Mär 2017 00:43:41

Fortsetzung ..

Spezieller Dank an alle, für ihre Pionierleistungen, die für mich Anregung waren das Projekt in diesem Umfang anzugehen,
ganz besonders an lisunenergy und die unten genannten!!! :kette:

teilweise zurück an der Start:
+ so nun will ich min. Ah was??? -> >200Ah? ähnlich Axel1960 -> Stromliefervermögen wäre dann ausreichend - Freude, aber der Preis :-(?
+ welche Zellengröß soll ich dann nehmen? -> 4x 90Ah hab ich schon -> nochmal 4, 8, 12x 90Ah Zellen? Oder doch 4x200Ah?
+ wo sollen die Zellen und die restliche, dann doch größere Elektrik/Elektronik hin? Normaler/üblicher Stauraum wollte ich nicht hergeben.
Das Zusätzliche, doch beträchtliche Gewicht (über 30-50kg je nach Größe) sollte ja möglichst zentral liegen.
+ Wie soll so ein beträchtlicher Akkupack geladen werden? Mit dem 10A Ladegerät nun ein no-go, würde dann z.B. bei 270Ah min. 30h gehen!
+ Automatische Umschaltung Netz/Akku für 230V? Oder von Hand?
+ Soll ich die vorhandene Elektroinstallation erneuern?
-> Trafobleche sind rostig, Verkabelung lieblos (man sieht es als Kunde ja normal nicht) "reingeschmissen" und hinter Gasheizung zugedeckt
-> Trafospannung teilweise auf 17V -> vermutlich ist mir dadurch, auch die Schutzdiode der WC-Elektrik defekt gegangen
+ wenn das Zellen BMS eine Störung anzeigt möchte ich nicht immer die Komplette Elektrik abgeschaltet haben
-> bei Überspannung soll nur das Laden abgestellt werden, egal ob Solar oder Netzladegerät
-> bei Unterspannung sollen nur die Verbraucher abgeschaltet werden
+ ...?
+ Wie wird der Akkupack eingepackt werden? -> kommt auf den zu findenden Einbauort an.
+ Wie soll der Anschluss an den Akkupack erfolgen
+ Notausschalter nötig?
+ Wohin mit der Hauptsicherung - soll ja auch zugänglich sein.

Erste Lösungen und weitreichende Entscheidungen:
+ weitere 12 Stk. 90Ah sind bestellt (obwohl der Einbauort noch unklar - Gute Idee?)
+ zusätzliche 4x Lipro1-1 bestellt, der hat nun die von mir gewünschte getrennte Behandlung von OV/UV, mit RS485 Option
-> möchte später diese Vernetzen und mit einem Arduino/Rasperry ansprechen und jetzt per PC die Spannungsgrenzen selber einstellen
+ schweren Herzens einen Victron 12V/16000/70A Multiplus bestellt - man baut nur einmal um? Was soll's, man lebt nur einmal.
-> "schwere" Ausführung, Reserven, Robustheit?, Schaltausgang, RS485 Eingang
-> maximale Einstellmöglichkeit der Lade-/Entlade-/Umschaltspannungen, einstellbarer Ladestrom (bis 70A!), Begrenzung von Netzaufnahmeleistung,.. und, und
+ Kabel mit 70mm2, 50mm2 und 25mm2 für die Verkabelung mit zugehörigen Ringkabelschuhen besorgt - es soll ja keine Leistung auf dem Weg verlustig gehen
+ hydraulische Kabelschuhpresse besorgt
+ den Einbauort habe ich durch Versuche auch fixiert -> hinter der Gasheizung, unter dem Kleiderkasten! -> siehe meinen Beitrag im WoWa-Schwesterforum
-> Platz gefunden -> Glück gehabt - juhuu
-> der Akkupack wird ein "Doppelstöcker" - je 8 Akkus im Block - zwei Blöcke übereinander gestapelt -> gut 35 x 27 x 51cm
-> Blöcke werden elektrisch über Kabel mit gesamt 100mm2 Cu miteinander verbunden
+ Siebdruckplatten (12mm, Beispiele hier im Forum, Acki?) für den Bau des Akkupacks im Baumarkt zuschneiden lassen - Forsterbohrer 32mm für die schicken Löcher ;-) im Holz - Versuch mit Lochsäge war mir zu langsam, echt anstrengend und weniger sauber
+ Aluschienen als "Rauspurzelsicherung" und Bodenhalter (auch hier im Forum gesehen, Acki?), Zwecks Höheneinsparung
+ Nato-Schalter soll her - dient auch beim Aufbau als Sicherheitshilfe
+ Kupferschienen (Beispiele hier im Forum) mit 200x4x25mm = 100mm2 für Akkupackanschluss +/- , ähnlich auch hier im Forum gesehen (lisunenergy)



Fortsetzung und Bilder folgen .. :sport:

lg

lisunenergy am 09 Mär 2017 09:22:06

Mach doch die Bilder mit bei realisierte Anlagen rein. Da findet man es später viel schneller.

webengel am 09 Mär 2017 21:31:04

Hallo,
interessantes Projekt!
ABER....Ich würde den Akupack nie hinter die Heizung stellen!!
Auch die LiFePO4 Akkus mögen auf Dauer keine übermäßige Erwärmung, egal ob bei Lagerung, beim Laden oder entladen, denn auf Dauer leidet die Zellchemie bei höheren Temperaturen.
Wenn ich jetzt daran denke wie warm es in dem Bereich werden kann wenn so eine Truma mal ne Stunde in Betrieb ist, dann würde ich mir da sorgen machen das die Lithiumakkus an Kapazität verlieren...dafür wären sie mir zu teuer!

Freue mich trotzdem, oder gerade daher über weitere Berichte.

grüße

suennele am 10 Mär 2017 01:15:25

webengel hat geschrieben:Hallo,
interessantes Projekt!
ABER....Ich würde den Akupack nie hinter die Heizung stellen!!....... denn auf Dauer leidet die Zellchemie bei höheren Temperaturen. ......
Freue mich trotzdem, oder gerade daher über weitere Berichte.
grüße

Hallo webengel, danke für den Hinweis, ja ich hab mir da schon meine Gedanken und Messungen gemacht. Erste Messungen im Orginalzustand ergaben 64 Grad!! Bei Heizung Volldampf und Lüfter eher schwach, kaum hörbar, Raumthemperatur gefühlte >30 Grad, außen ca. 0 Grad.
Dies konnte ich dann durch einfaches nicht vollständiges isolieren, auf ca. 50°C reduzieren, bei einer Außentemp. von ca. 10-11 Grad, sollte vergleichsweise für 0°C bei ca. 40..45° landen - etwas höhere südliche Sommertemperaturen. Mit vollständiger Isolierung vermutlich nochmal tiefer. Die Tests liefen mehrere Stunden. Hab gewartet bis sich die Temperaturen eingependelt haben. Wohlbemerkt eigendlich bei "Fehlbedienung", ich vermute mal, dass nur wenige bei über 30 Grad Raumtemp. sich wohl fühlen und drinnen sitzen bleiben. Kleine bis mittlere Stufe reichte für eine wohlige Wärme mit kleiner Lüfterdrehzahl völlig aus, wobei dann isoliert in dem geschlossenen Bereich ca. 25-29°C erreicht wurden(Raum 24,4°C). Habe den Schrank, zur Verschlimmerung, geschlossen gehalten! Gemessen habe ich mit einem Funktermostat, mit so ca. +/- 1°C Genauigkeit.
Ich bleibe dran. :sport:
Lg

lisunenergy am 10 Mär 2017 09:18:10

Wenn der Akku nicht über 40 Grad aufgewärmt wird, sehe ich da kein Problem. Kälte, tiefe Entladungen und hohe Ströme schädigen den Akku viel mehr. Das zeigen ja verschiedene Tests.

andwein am 10 Mär 2017 10:56:54

lisunenergy hat geschrieben:Wenn der Akku nicht über 40 Grad aufgewärmt wird, sehe ich da kein Problem. Kälte, tiefe Entladungen und hohe Ströme schädigen den Akku viel mehr. Das zeigen ja verschiedene Tests.

Das ist aber hier nicht sicherzustellen:
ja ich hab mir da schon meine Gedanken und Messungen gemacht. Erste Messungen im Orginalzustand ergaben 64 Grad!! Bei Heizung Volldampf und Lüfter eher schwach,
Ich würde einen solchen Aufstellungsort als ungeeignet ansehen, wenn kein anderer Platz in Frage kommt, nur der zur Verfügung steht, muss man halt die eventuelle Überwärmung und Verkürzung der Lebensdauer in Kauf nehmen.
Meine Meinung, Gruß Andreas

suennele am 11 Mär 2017 16:47:27

.. hier noch nachgereicht, die genaueren Ergebnisse zum Temperaturtest siehe unten.
Ich denke ich werden mal die Erlebnisse im Zuge des Projektes mal hier aufschreiben und dann nur das Gesamtergebis und "realisierte Anlagen" zeigen.
Eine Auflistung eigener Projekte (wie bei JackSchmidt) gefällt mir (Möchte Themen nicht doppelt behandeln) - keine Angst, werde ich ich nicht immer anhängen. ;-). Hier mal zum erstenmal.

lg

Projekte an meinem WoWa "Bürstner Flipper 435TS" (teils im Wagenwagenforum & hier im Wohnmobilforum):
3 - Meine Erfahrungen in meinem Projekt LiFeYPo4 Winston --> Link
2 - Leerer Raum hinter Trumatic 3002-P sinnvoll nutzen --> Link
1 - Trumatic S 3002 P - elektrischer Zündautomat nachgerüstet --> Link

suennele am 11 Mär 2017 17:12:00

So hier mal einen groben Schaltplan:


Verändert haben sich
- Teilweise die Kabelquerschnitte (Anschluß zum Akkupack nun 100mm2)
- die neuen BMSs mit RS485-Schnittstelle (5V Versorgung nötig)
- Wechselrichter für 230V fehlt noch (=Victron Multiplus)
- 230V Ladegerät fehlt noch (=Victron Multiplus)
- die Logicschaltung um die einzelnen Bereich aus/einzuschalten -> mit S1..S4 Signale

Den 12V->5V Wandler im Bild "oben" links, verwende ich um die Energiemessteile, Anzeigen, SSR und RS485-Bus energieeffizienter zu versorgen - dadurch reduziert sich z.B. beim Halbleiterrelais auch der Energiebedarf für den Bereitschafts-"ON" Zustand (Verbraucher unabhängig) deutlich. Auch kann ich diese dann gemeinsam über einen Schalter abschalten.
lg

suennele am 11 Mär 2017 19:19:30

Hier das bestellte und erhaltene Material. Da fehlt aber noch einiges auf dem Bild: wie Kabel, Rohrkabelschuhe, Ringkabelschuhe, Siebpressplatten, Aluschinen, Schrauben,... und viel Werkzeug. Zur sinnvollen Ansteuerung der bistabilen Relais fehlen mir noch ein paar Gedanken (sind mir erst später im Projektablauf in die Hände gefallen).


Ergebniss der Überlegungen der Zusammenschaltung und der nötigen Brücken,..


So erstmal "live" Ansicht zum Anfassen:


Ich lasse nun Bilder Sprechen:


Durchlöchert wie ein schweizer Käse :-):
(die Seitenbretter doppelt, damit ein gestapelter 2.ter Pack eine seitliche Zwangsführung hat, seitliche leicht tiefer gesetzte Löcher für Kabeldurchführungen)


Käse zum Quadrat:


Für den "Durchblick" und Platz für die Verkabelung/BMSs, Raum zwischen den beiden Akku-Packete:
(der obere Pack hat das innere seitliche Brett nach unten, überstehend, damit es in den unteren Pack, als Führung greift)
Käse zum Quadrat:


Für den "Durchblick" und Platz für die Verkabelung/BMSs, Raum zwischen den beiden Akku-Packete:
(der obere Pack hat das innere seitliche Brett nach unten, überstehend, damit es in den unteren Pack, als Führung greift. Daher als Boden eine umgedreht seitlich festgeschraubte Alu-L-Schiene -> mehr Platz für die unteren BMSs)


Erste Überlegungen, zwischen den Zellen, Sicherungen als Verbinder zu nehmen (als Einzel-Zell-Defekt-Schutz) ... nach Simulation von Stromverläufen als Möglichkeit verworfen:


Zuerst die Verbinder mit einer Feile bearbeite - mühsam -> Feilstaub zwischen den Blechen -> ungenau -> Lösung:
flachgeklopfte Cellverbinder gehen auch der Länge nach (mit einem Kunststoffhammer) :ja:


Fortsetzung und Bilder folgen .. :sport:
lg

JackSchmidt am 11 Mär 2017 19:45:33

Hallo,

wenn ich das ganze Material sehe, könnte ich gleich wieder mit bauen :D

Freue mich auf die nächsten Bilder.

suennele am 11 Mär 2017 20:24:37

Los geht's -> Pole reinigen:
(wie man an der Farbe auch erkennen kann, haben die zuerst gekauften 4 Blöcke bei den Minuspolen ein anderes Material, Kupfer?)


NoAlox - Antioxi Mittel auftragen -> viel ist nicht immer besser..


.. dann die Dual-Metallscheiben drauf:


.. freie Pole, die nicht "bearbeitet" werden, decke ich mit einer Decke ab - vor soviel Stromvermögen habe ich auch als Techniker Respekt!
Nach Möglichkeit auch mit den Kunststoffkappen!


.. Längsverbinder


.. Querverbinder, ich habe nach Möglichkeit immer sofort ein Verbinderende mit einer Schraube leicht fixiert, damit dieses beim Anziehen der 2-ten Schraube, oder Weiterhantieren, nicht auf einen "gefährlichen" Pol umschlagen kann.


.. na-also, der erste Balancer wird eingesetzt.. (und offene Pole gleich wieder abdecken!)


Querverbinder im mittleren Bereich sind umgedreht eingesetzt .. dadurch "weniger" Kollisionen zwischen den Verbindern, mit dem runden Ende, die Höhe wird auch niederer -> mehr Raum für die Balancer


Fortsetzung und Bilder folgen .. :sport:
Lg

suennele am 12 Mär 2017 02:40:40

und weiter geht's:

Zur Befestigung der Verbinder im Bereich der CM90 Balancer habe ich die "flachen" Spezialschrauben mit den zusätzlichen M4 Schrauben verwendet (z.B. Schraube ganz links) - dort werden dann bei jedem Pluspol die Messleitungen zum "Junsi CellLog 8S" angeschlossen (CellLog 8M ist ohne Datensammelmöglichekeit und ohne USB-Anschluss). Achtung diese sind für 10mm Ringkabelschuhe mit mindestens ca. 0,5mm Blechstärke? Meine Kabelschuhe waren dünner für 0,5mm2 Draht (rot)! Dadurch werden diese nicht vollständig geklemmt!


Erkennbar sind auch die Schaubbolzen für die Lipro1-1 Balancer-"Reihe" (wird so von ECS auch empfohlen). Der Minusanschluss der Lipros ist bei meiner neuen V2-Version recht "lang" und die Drähte recht steif (aber weit weg von starr). Ich habe diese dadurch leicht verdreht montiert, damit der Stecker an der Kunststoffkappe seitliche vorbei geführt wird. Zu stecken im Vergleich zu mancher China-Ware streng und robust - wird sich daher nicht von selbst ablösen.
Ich habe die Ausführung mit RS485 gewählt, damit ich die Schaltpunkte selber wählen bzw. verändern und mit einer "Anzeige" vernetzen kann.


Gewünscht hätte ich mir noch 90° gewinkelte (grüne) Stecker, damit ich Höhe einsparen kann. Werden beim Draht Aderendhülsen mit Kunststoffkelch verwendet, so tragen diese mit Stecker ca. 1,5cm in der Höhe auf! Die Litze würde dann auch seitlich "abgehen", wie diese auch aktuell meistens geführt wird.

Die zwei 8er Akkupacks schauen doch schon recht brauchbar aus?


Auf die Stirnseite des 8er Packs mit dem Pluspol, kommt das 200A SSR (mit Spannungsüberwachung), die Plus-Hochstromklemmen und Kleinsicherungen für die Steuerelektronik:


Beim zweiten 8er Pack, wird der Abgang für den Not-Aus Schalter (hier noch provisorisch direkt montiert), der 300A Strom-Shunt, Masseanschluss für Chassi und die Hochstromklemmen für den Minus-Pol angeordnet.
Beim "oberen" Pack, seitlich in der Verlängerung, relativ gut erreichbar, ist über eine gewinkelte 4x25mm2 Cu-Schiene, die Sicherung gesetzt. Abdeckgehäuse mit einem Dremel zurechtgestuzt. Es war mir (und bei meinem Arbeitgeber mit Blechkanntwerkzeug) unmöglich die Schiene zu biegen, ein Steinwurf entfernter Schlossereibetrieb mit einer 5x6x3m großen digitalen Blechbiegemaschine machte mir dies aber für die drei, um angemessene 5€ - durfte gleich drauf warten (mit Kanonen auf Spatzen geschossen :lach:). Die Schienen habe ich nicht so professionell, sondern nur mit farblichen Isolierband mehrfach umwickelt. Die Minus-Schine noch mit einem Holzkloz (solange Nato-Schalter so montiert) abgestützt. Die Lipro1s sind hier noch falsch verdrahtet.


Mit korrekt verdrahteten Balancer kommuniziert sich gleich besser:


Portion Heißkleber um die 6-poligen Stecker zu fixieren:


Durch die anfänglichen Verständigungsprobleme bei der RS485 hatte ich einen 120 Ohm Abschlusswiderstand zw. A & B Klemme und einen 47kOhm nach Versorgung-Minus angeschlossen (vermutet die Probleme durch die aktuelle galvanisch getrennte 5V Steckerversorgung). Habe ich so ohne weitere Tests belassen - weiß nicht ob diese noch nötig wären.


Fortsetzung folgt.. :sport:
lg

lisunenergy am 12 Mär 2017 09:11:20

Da hast Du Dir echt viele Gedanken gemacht ! Das sind ja richtige Winterprojekte . Den junci nehme ich persönlich nicht, da ich immer wieder von Kopien gelesen habe, wo die Spannungsversorgung aus einer Zelle genommen wird ! Dies führt zu Debalancen, die man vorher nicht hatte. Ein User, hatte auch diesen Fall und ich habe mir tagelang den Kopf zerbrochen ,wo denn der Fehler her kam . Durch die RS 485 Schnittstelle, lässt sich das ja auch abbilden, wenn man scharf darauf ist. Die Selbstbauakku haben den Vorteil, immer wieder interessante Formen und Lösungen aufzuzeigen. Lifepo4 ist nicht mehr aufzuhalten . Danke für die schönen Bilder.

Beste Grüße Sonnentau 3

suennele am 12 Mär 2017 11:29:07

Danke. Den junsi habe ich aus vertraulicher Quelle bezogen (nehme ich aktuell nur als Übergangsanzeige bis ich eine bessere, aber zeitaufwendigere Lösung habe). Geht halt schnell für eine Zellenspannungsanzeige mit relativ geringen Stromverbrauch und verglichen mit den Messwerten der Lipro1s fast identisch.
Du hast recht, das mit dem Strombezug aus einer Zelle ist nicht die beste Lösung (hätten die Entwickler besser eine Oderschaltung mit Dioden über alle Kanäle gemacht, mit einem kleinem Spannungsregler, dann würde der Stromverbrauch über alle Zellen gehen und gut ist es).

Lg

suennele am 12 Mär 2017 12:33:30

Bei der Einstellung des MultiPlus 12V/1600/70-16 Wechselrichter hab ich mir fast diesen ruiniert! Die Buchse für ein UTP-Netzwerkkabel sitzt so, dass die Lasche für die Entrigelung fast nicht zugänglich ist. Im keinen Fall sollte so ein Kabel wie ich verwendete, eingesetzt werden - fast die Buchse abgerissen!!!!!!! Mit einem langen dünnen Stab,von außen, durch die unteren Lüftungsschlitze, die zu kurze Lasche hochgedrückt - 10min Gefummel!


Zu Beginn hatten die nachträglich gekauften Zellen natürlich einen anderen Ladungszustand (die ersten gekauften mit Zellinitialisierung, habe ich in Solarladungsversuchen vollständig geladen), dies bereitete mir in Folge erhebliche Mehrarbeit mit Laden/Entladen, Gedult und Zeitaufwand und ein durch einen Anschlußfehler von mir, defekten teurem Netzgerät (wie sagt man - Lehrgeld).

In diesem Fall wäre ein aktiver Balancer von großem Vorteil - die einen werden entladen und gleichzeitig die anderen geladen. Denn bei Ladeströmen von z.B. 20-50A sind die Balancerströme "pinuts" . Werden zu Beginn beim Zellen Angleichen von so großen Spannungsunterschieden, Spannungen in Richtung 3,65V gefahren (so ab ca. 3,5V beginnen die ersten davon zu laufen) läuft eine immer den Anderen schneller davon, je höher deren Zustand, desto schneller, uneinholbar durch die Balancer - mündet immer in eine Notabschaltung. Ich habe mir mit einer elektronischen Last (1..10A) auf die betroffene Zelle/-ngruppe gesetzt, beholfen.

Hier der Zellenzustand nach einem ersten Belastungstest mit einem Backrohr (ca. 800W)

Messung auf der 230V-Seite:


.. ergibt auf der DC-Seite:


Fortsetzung und Bilder folgen .. :sport:
Lg

lisunenergy am 12 Mär 2017 13:26:42

Das mit der Inizialisierung ist ein wichtiger Augenmerk ! Bei so vielen Zellen ist das extrem wichtig ! Muss der Balancer solche Unterschiede ausgleichen, bleiben die vollen Zellen zu lange am oberen Punkt. Besser ist eine Parallelschaltung aller Zellen und ein Einzelzellladegerät . Eine Spannung von 4 Volt ist aber auch da völlig falsch und stresst nur die Zelle. Diese Prozedur benötigt aber mehrere Tage. Hat man dies dann vernünftig gemacht , reicht ein kleiner Balancerstrom um das System in Balance zu halten. Einfach voll laden reicht nicht aus.

webengel am 12 Mär 2017 21:19:49

Hallo,
wow, das sieht ja toll aus.

Auf dem einen Bild sieht man den Victron liegend, darf der so montiert und betrieben werden, oder ist das nur zufall das der gerade liegend zu sehen ist?

grüße

suennele am 16 Mär 2017 18:12:36

Danke für den Hinweis. Ja war nur anfänglich. Der Luftstrom wird von einem Ventilator von unten angesaugt und nach oben/seitlich ausgeblasen.

Ich war in der Zwischenzeit "fleißig", hab mich eingelesen, in Erfahrung begbracht wie ich die LVP und OVP Signale der Balancer, in das System, im speziellen mit dem Victron Wechselrichter in Einklang bringen kann.
Hierfür hatte ich ein anderes Thema eröffnet, welches mir Tipps für weitere Ergebnisse brachte -> --> Link
Soviel mal vorweg: "Meine" orginal Firmware des Wechselrichter unterstützte eine Beeinflussung des Ladevorganges, von außen, über elektr. Signale, nicht.
Eine neue Firmware, die das Aufspielen von Assistenten erlaubt ermöglichte dies dann.

Fortsetzung und Bilder folgen .. :sport:

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