xcamping
motorradtraeger
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Solaranlage ~ pro & contra ~


Gast am 27 Aug 2006 22:31:13

Hallo in die Runde,

lese hier im Forum immer wieder die „einfachsten Fragen“ zu den „schwierigsten technischen Bereichen“, die man nicht so einfach nebenbei, sondern nur nach intensiver Recherche und Analyse der eigenen Bedürfnisse oder rein technisch als Fachmann/-frau „präzise“ beantworten kann … oft wird auch aus vielen „Forumspuzzl’n“ ein „ganzes Bild“ …

… das Thema „Solaranlage“ ist m.E. mit eines der Schwierigsten, dem ich mich zwecks Entscheidungshilfe als „Nichtfachmann“ sehr intensiv angenommen habe und mich, um das Ergebnis vorweg zu nehmen, aus vielen guten Gründen dagegen entschieden, weil zusammen gefasst und stark vereinfacht die Kurzformel für mich lautet:

>>> wenn die Sonne scheint brauch ich keinen Strom und wenn ich Strom brauche scheint die Sonne nicht <<<

… ich möchte hier und jetzt diesbezüglich auf gar keinen Fall einen „Glaubenskrieg“ pro und contra entfachen, sondern einfach nur mal MEINE Ergebnisse zusammenfassen und als Entscheidungshilfe für alle anbieten, die sich vielleicht jetzt oder später mit dem Gedanken beschäftigen (… wie z.B. „fidu99“ + „samui“ im Wechselrichter-Thread von Oshatt ) …

… also, was hab ich gemacht:
1. dieses Forum zum v.g. Thema umgegraben = viele Details
2. meinen Händler befragt = ich denke, auch ein guter Womo-Händler kann nicht alles wissen…
3. gegooglt und Katalog-Infos gelesen = dabei auf das Fachbuch von Büttner (Hersteller von Solar-Paneels) gestoßen: „Solarstrom im Reisemobil“
4. 9,80 € in den Kauf des Buches investiert (hier dann als PDF entdeckt) = gelesen und
5. mit Fa. Büttner wg. noch zus. offener Fragen telefoniert = kompetente und ehrliche Beratung
6. eigenen Energiebedarf ermittelt (bis in die letzte Ecke auch den kleinsten Stromfresser erfasst und auf die verschiedenen Jahres- & Gebrauchszeiten berechnet;
7. Ergebnis u. Gründe: siehe oben / nachfolgend:

* tatsächlicher Wirkungsgrad (Leistung) wird auch vom Hersteller nicht exakt definiert;
* Ladeunterbrechung schon bei Teilabschattung; * Ausfall der Anlage bei Einzel-Zell-Defekt;
* relativ teuer * zusätzliches Gewicht * aufwendige und zusätzliche Montage der erforderlichen „Innentechnik“ * regelmäßige Reinigung der Paneels erforderlich …

>>> Praxistest: waren gerade 14 Tage auf Tour ohne einmal an der Steckdose zu hängen – trotz täglich Fön / Staubsauger / Laptop / Wasserpumpe etc. (Basis: 2 x 90Ah + Wechselrichter Waeco 1.000W) !!! – Aufladung jeweils bei „Stellungswechsel“ während der Fahrt (2 ~ 4Std.) nach jeweils ca. 4 ~ 5 Tagen war mehr als ausreichend - für Härtefälle ist ein Honda 10i an Bord, der dann auch ohne „ruhestörenden Lärm“ mal abseits oder mit ‚nem langen Kabel nachladen kann (hat z.B. im April 7 Tage bei Sauwetter im „alten Land“ best gefunzt <<<

Fazit: wer alle Geheimnisse seines rollenden Hotels kennt, weiß was für Ihn richtig ist …
Empfehlung/Buchtipp: …ermitteln, wie viel Ah brauche ich wann wofür / siehe oben

(die DICKEN VERBRAUCHER sind Heizung und Duomatic – und die leben dann, wenn die Sonne hier oder im Norden nicht scheint – für „Südländer“ ergibt sich somit ‚ne ganz andere Verbrauchs-Kalkulation …)

... und jetzt: Feuer frei für alle, die sich unter die vorhandene Solaranlage legen und nicht braun werden !!! :bia:

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Gast am 28 Aug 2006 00:12:24

Schön das Du für Dich zu einer Entscheidung gekommen bist. :D

Habe allerdings nichts neues an Argumenten oder Informationen in Deinem Beitrag entdeckt. :nixweiss:

dokabastler am 28 Aug 2006 09:23:49

Hallo,

is ja klar, jeder wird das Womo nach seinen Bedürfnissen auslegen....

bei uns war schon eine kleine Solaranlage montiert als wir die Kiste gekauft haben....funktioniert super und speist unsere 80 AH Industriebatterie.....das sichert uns (2 Personen, sehr sparsamer Stromverbrauch, da kein TV, Backofen etc. und ansonsten wenig Schnickschnack, dazu ist das Mobil zu klein) vollkommene Autarkie für unsere bevorzugten Kurztrips......egal ob Frühjahr, Sommer, Herbst (Winter ist das Wono abgemeldet wegen Saisonkennzeichen), Sonne oder Regen oder Dauerbewölkung - unsere Batterie war noch nie leer...
..wegen Strombedarf müssen wir nicht auf CP
und einen Generator brauchen wir auch nicht....

aber bei Mobilen mit 4 Insassen, davon 2 Kids mit Fernsehbadarf sieht das schon wieder ganz anders aus..

günter

Anzeige vom Forum


NaviGer am 28 Aug 2006 12:12:29

Mein Pro:
Unabhängigkeit
im Früjahr, Sommer und Herbst fast immer von einer externen Stromquelle, d.h. wir können überall, wo es uns gefällt, auch länger stehenbleiben.

Kostenersparnis
Wir brauchen auf Campingplätzen keinen Strom. Häufig werden so ca. 3 Euro pro Tag verlangt, wir verbrauchen ohne Kühlschrank maximal 0,3 KWh am Tag. Der Kühlschrank läuft mit Gas und verbraucht ca. 300 g am Tag, umgerechnet also ca. 0,5 Euro / Tag.

Und wenn man sagt, dass es reicht, alle paar Tage mal ein paar Stunden zu fahren, dann werden die Batterien über die Lichtmaschine wieder aufgeladen, beachtet bitte: Energie gibt es nie umsonst.
Die von einem Automotor über die Lichtmaschine erzeugte Kilowattstunde kostet inzwischen ca. 2 Euro. Bei unserem Nutzungsverhalten (3 Tage freistehen)
Auch die von einem Moppel erzeugte Energie kostet im günstigsten Fall 1,50 Euro je Kilowattstunde.
Aber auch Solarenergie hat ihren Preis: Anschaffungskosten / Nutzungsdauer.

Mit meinem Nutzungsverhalten habe ich das Geld für die Solaranlage nach ca. 3,5 Jahren wieder drin. Die Rechnung würde natürlich ganz anders aussehen, wenn die Campingplätze nach Verbrauch abrechnen würden.

Der Knackpunkt bei dem Pro und Contra ist letzendlich das Nutzungsverhalten. Ein 'Zufüttern' von Strom mit einer Solaranlage zusätzlich zum Gebrauch eines Moppels oder des WoMo Motors kann also u.U. durchaus sinnvoll sein.

Nachtrag: Es muss oben statt 2€/kWh heissen: 1€/kWh

Gast am 28 Aug 2006 12:42:03

NaviGer hat geschrieben:...Die von einem Automotor über die Lichtmaschine erzeugte Kilowattstunde kostet inzwischen ca. 2 Euro...


hallo naviger,

das ist mal ein e interessante zahl... nur wie berechnest du das... oder anders gefragt woher hast du diesen betrag?


:roll: heiko

achimHH am 28 Aug 2006 13:52:44

Hallo.....

wir haben seit 1999 zwei Solarplatten auf dem Dach,
und sind ei normaler Witterung von "fremden Stromquellen"
unabhängig.
Es sei denn es schüttet einige Tage hintereinander....
dann brauchen wir halt "fremden Strom"
Selbst bei Bewölkung, liefern die Platten noch ca. die hälfte von dem
was sie bei blauem Himmel liefern... (10 - 12 Amp.)
Auch im Winter, ist es kein Problem die Heizung längere Zeit durchgehend laufen zu lassen...

Stromverbrauch ist bei uns ziemlich groß, dadurch der der TV + Reciver
sowie Beleuchtung und Notebook und Wechselrichter grad bei schlechter Witterung im dauertest sind.
Bei unseren Fahrten in den Süden, Griechenland oder Türkei, haben wir noch nie "fremd-Strom" benötigt.
Fremdstrom müsste bei mir vom Jokel oder einer Steckdose kommen, da zwischen den Fahrzeugbatterien 24 V und den Versorgungsbatterien keine Verbindung besteht...
(das Ladegerät DC-DC 24 - 12 V von Sterling gibt ja noch nicht so lange...

größe der Platten , da müsste ich nachschauen, glaube da war was mit 125 w ?
Die Gel-Batterien 2stk. a 220 AH, die laufen auch seit 1999, und ich habe nicht den Eindruck das sie nichts mehr taugen...
achja, vieleicht ist es von interesse, das ich den Solarregler vor zwei Jahren erneuert habe, und der Ansicht bin das die Batterien seitdem voller sind.
Gekauft habe ich das ganze seinerzeit bei der Fa. Pieper...

hoffe damit geholfen zu haben... :D

vom achim

KaterCarlo am 28 Aug 2006 13:52:46

Isch abe auch eine Solaranlage (105 Wp)!

captain-krabbe hat geschrieben:>>> wenn die Sonne scheint brauch ich keinen Strom und wenn ich Strom brauche scheint die Sonne nicht <<<


Genau das ist auch nach meiner Auffassung der Knackpunkt!!!

Es kommt aber noch schlimmer!

Wenn ich im Sommer ein schattiges Plätzchen suche, ist eben Essig mit Solarstrom. Dann reicht es gerade noch fürs Licht auf dem Klo! Und wenn ich im Winter Strom von der Solaranlage für zB. meine Ölheizung benötige, ist der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen so ungünstig, dass der Wirkungsgrad der Solarmodule grottenschlecht wird und kaum was im Akku ankommt.

Es gibt ja inzwischen GPS gesteuerte Solarmodule, die sich automatisch in die Sonne drehen. Die Dinger sind zwar teuer, bringen aber auch im Winter noch einiges an Leistung.

Nun habe ich aber in Erfahrung gebracht, dass die handelsüblichen "Camping_Solarmodule" eh nicht "das gelbe vom Ei" sind. Es gibt Module mit einem viel besseren Wirkungsgrad und welche die noch Strom bei diffusem Licht erzeugen.

Ich habe auch noch einen Notfallmoppel Honda eu10i, mit Gasbetrieb,(damit es nicht stinkt), an Bord.

NaviGer am 28 Aug 2006 15:12:59

@MAN
Hallo MAN,

einen Fehler habe ich gemacht: Ich habe Euro geschrieben, es hätte aber DM sein sollen.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden :-(((

Also hier meine Berechnung:
Heizöl extraleicht oder Diesel hat einen Energieinhalt von ca. 10 kWh/l.
Du bekommst diese Energie, wenn Du das verbrennst.

Ein Dieselmotor hat im optimalen Drehzahlbereich einen Wirkungsgrad durschnittlich 35%.
Bei sehr guten Dieselmotoren hat der Bereich, in dem das maximale Drehmoment beginnt, einen Wirkungsgrad
bis 45%.
An der Motorabtriebswelle bekommst Du also im Durschnitt nur den Gegenwert von 3,5 kWh/l.

Lassen wir die Verluste des Keilriemens mit 1% mal ausser acht und nehmen an,
dass dass die Lichtmaschine direkt angetrieben wird. Diese habe mal einen Wirkungsgrad von
von ca 50% (Eine so gute wird man kaum kaufen können).
Von den 3,5 kWh kommen dann an den Klemmen der Lichtmaschine jetzt nur noch 50% an
Energie heraus: 50 % von 3,5kWh/l = 1,75 kWh/l.

Der Liter Diesel kostet in Deutschland im Moment 1,15€/Liter, d.h. die Kilowattstunde
kostet dann ca. 0,65€ (1,15 / 1,75).

Wenn die Energie jetzt nicht gleich verbraucht wird, sondern für das Aufladen der
Batterie benutzt wird, hast Du nochmal Verluste im Ladegerät, in der Batterie usw..

Also liegt man schon um die 1,00€ / kWh.

Die Berechnung deckt sich auch mit den üblichen Berechnungen der Kosten für eingeschaltete
Scheinwerfer. Bei 150 W für die Beleuchtung hat man einen Verbrauch von 0,1 -0,15 Litern / Stunde,
das ergibt einen Preis von 0,65 - 1,00 € / kWh

Hier mal Beispiele über Wirkungsgrade:

--> Link

--> Link

--> Link
(Nach Lichtmaschine suchen)

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Teilabschattung von Solaranlagen
Nachrüstung Solaranlage - wie mit Altanlage verbinden?
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt