Hallo in die Runde,
lese hier im Forum immer wieder die „einfachsten Fragen“ zu den „schwierigsten technischen Bereichen“, die man nicht so einfach nebenbei, sondern nur nach intensiver Recherche und Analyse der eigenen Bedürfnisse oder rein technisch als Fachmann/-frau „präzise“ beantworten kann … oft wird auch aus vielen „Forumspuzzl’n“ ein „ganzes Bild“ …
… das Thema „Solaranlage“ ist m.E. mit eines der Schwierigsten, dem ich mich zwecks Entscheidungshilfe als „Nichtfachmann“ sehr intensiv angenommen habe und mich, um das Ergebnis vorweg zu nehmen, aus vielen guten Gründen dagegen entschieden, weil zusammen gefasst und stark vereinfacht die Kurzformel für mich lautet:
>>> wenn die Sonne scheint brauch ich keinen Strom und wenn ich Strom brauche scheint die Sonne nicht <<<
… ich möchte hier und jetzt diesbezüglich auf gar keinen Fall einen „Glaubenskrieg“ pro und contra entfachen, sondern einfach nur mal MEINE Ergebnisse zusammenfassen und als Entscheidungshilfe für alle anbieten, die sich vielleicht jetzt oder später mit dem Gedanken beschäftigen (… wie z.B. „fidu99“ + „samui“ im Wechselrichter-Thread von Oshatt ) …
… also, was hab ich gemacht:
1. dieses Forum zum v.g. Thema umgegraben = viele Details
2. meinen Händler befragt = ich denke, auch ein guter Womo-Händler kann nicht alles wissen…
3. gegooglt und Katalog-Infos gelesen = dabei auf das Fachbuch von Büttner (Hersteller von Solar-Paneels) gestoßen: „Solarstrom im Reisemobil“
4. 9,80 € in den Kauf des Buches investiert (hier dann als PDF entdeckt) = gelesen und
5. mit Fa. Büttner wg. noch zus. offener Fragen telefoniert = kompetente und ehrliche Beratung
6. eigenen Energiebedarf ermittelt (bis in die letzte Ecke auch den kleinsten Stromfresser erfasst und auf die verschiedenen Jahres- & Gebrauchszeiten berechnet;
7. Ergebnis u. Gründe: siehe oben / nachfolgend:
* tatsächlicher Wirkungsgrad (Leistung) wird auch vom Hersteller nicht exakt definiert;
* Ladeunterbrechung schon bei Teilabschattung; * Ausfall der Anlage bei Einzel-Zell-Defekt;
* relativ teuer * zusätzliches Gewicht * aufwendige und zusätzliche Montage der erforderlichen „Innentechnik“ * regelmäßige Reinigung der Paneels erforderlich …
>>> Praxistest: waren gerade 14 Tage auf Tour ohne einmal an der Steckdose zu hängen – trotz täglich Fön / Staubsauger / Laptop / Wasserpumpe etc. (Basis: 2 x 90Ah + Wechselrichter Waeco 1.000W) !!! – Aufladung jeweils bei „Stellungswechsel“ während der Fahrt (2 ~ 4Std.) nach jeweils ca. 4 ~ 5 Tagen war mehr als ausreichend - für Härtefälle ist ein Honda 10i an Bord, der dann auch ohne „ruhestörenden Lärm“ mal abseits oder mit ‚nem langen Kabel nachladen kann (hat z.B. im April 7 Tage bei Sauwetter im „alten Land“ best gefunzt <<<
Fazit: wer alle Geheimnisse seines rollenden Hotels kennt, weiß was für Ihn richtig ist …
Empfehlung/Buchtipp: …ermitteln, wie viel Ah brauche ich wann wofür / siehe oben
(die DICKEN VERBRAUCHER sind Heizung und Duomatic – und die leben dann, wenn die Sonne hier oder im Norden nicht scheint – für „Südländer“ ergibt sich somit ‚ne ganz andere Verbrauchs-Kalkulation …)
... und jetzt: Feuer frei für alle, die sich unter die vorhandene Solaranlage legen und nicht braun werden !!! :bia:

