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Mobil wohnen Keine Ahnung, aber spezielle Kriterien


swift am 10 Okt 2017 20:19:00

Hallo liebe WoMo-Fachleute.

Ich bin hier neu angemeldet, um statt Prospekten lieber erfahrene Nutzer auszufragen. Worum es geht:

Ab nächstem Frühjahr werde ich innerhalb meiner Arbeitsstelle versetzt und muss daher einen Teil meiner Arbeitszeit ganz woanders verbringen. Da der Grossraum des entsprechenden Ortes völlig horrend teure Mieten und Immobilienpreise aufweist, und ich "nur" etwa 10 Tage im Monat dort arbeiten muss,ist die Wohnfrage eine sehr weitreichende finanzielle Entscheidung. So richtig leisten kann ich mir eine zusätzliche Miete dort nicht. Darum bin ich auf die Idee gekommen, mir ein bewohnbares Fahrzeug anzuschaffen, und hier kommt Ihr ins Spiel. Ich habe nämlich null komma garkeine Ahnung von sowas.

Was für mich eher nicht infrage kommt, ist ein Wohnwagen. Zum einen löst das weitere Problematiken aus (Stichwort Zugfahrzeug) und zweitens wäre da die Kosten- und Verfügbarkeitsproblematik von Stellplätzen, während ein moderat dimensionierter Wohnbus durchaus auf Firmengelände stehen könnte - gratis. Hat ein Kollege schon mal so gehandhabt.

Anforderungen:
kompakt, also Campingbus oder sehr kleines WoMo
sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis (ich schreibe extra nicht "billig"), sprich gebraucht
kein Problem-Modell
gerne mit normalem Führerschein bewegbar

Problemstellungen:
Selbstredend die kalte Jahreszeit. Was wäre die am wenigsten aufwändige Strategie, halbwegs winterfest zu wohnen? Es geht eher um moderate, nasse Kälte, süddeutsche Schneekälte haben wir hier oben nicht.
Sanitär - hier sehe ich Raum für Kompromisse, da auf Arbeit geduscht werden kann.

Grundsätzlich komme ich mit sehr schlichtem Wohnen auf Zeit gut klar (verbringe auch viel Freizeit in Zelten oder Wanderhütten), zumal die Arbeitstage sehr lang sein werden und viele Freizeit- und Kulturangebote dort vorhanden sind. Ich muss also nicht ständig "trautes Heim" spielen. Aber mir ist auch bewusst, das sowas seine Grenzen hat. Es sollte also irgendwo zwischen moderatem finanziellem Aufwand und "nicht direkt ungemütlich" liegen.

Tja, das war es eigentlich schon. Bzw. jetzt kann es losgehen mit Eurem geballten Wissen. Welche Strategie würdet Ihr vorschlagen?

NACHTRAG: ich vergass zu erwähnen, dass das Fahrzeug vermutlich von und zu den Einsätzen auf rund 1000km/monat kommt. Es sollte also auch vom reinen Fahrzeugaspekt her brauchbar sein.

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zuckerbaecker am 10 Okt 2017 20:51:21

Du bist nicht der erste :wink:

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teuchmc am 10 Okt 2017 21:44:25

Moin Swift oder wie immer Dein Name ist! Wie hoch ist das Budget? Wie entstehen die 1000km/Monat(einmal Hin, einmal Zurück)? Strombedarf? Versorgung(Kochen)?
Für den Schlechtwettereinsatz(Abtrennen des Fahrerhauses vom Wohnraum zwecks Heizen) und auch Platzmäßig (entweder Stauraum oder eben Bett, was nicht im Weg steht) empfiehlt sich für solche Zwecke immer ein Alkoven.
Sonnigen weiterhin. Uwe
PS.Die Links vom Vorschreiben mal lesen.

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lonsome am 10 Okt 2017 22:05:08

Hallo,

schau Dir mal gebrauchte Knaus Sport Traveller oder Sun Traveller an, Modell 500D. Die sind in der Regel winterfest (wenn das Paket dazugenommen wurde) und recht kompakt, 5,60 m. Oder auch von Eura einen kurzen Alkoven, da gibt es wohl auch viele sehr gute Erfahrungen damit.

Alkoven würde ich Dir auch wegen des Winters empfehlen. Das Fahrerhaus lässt sich entweder durch eine vorhande Abtrennung wie das Rollo beim Knaus abtrennen, oder eine Abtrennung ist recht schnell selber gebastelt. Der große Wärmeverlust geht über das Fahrehaus nach meiner Erfahrung.

Wert würde ich auf einen richtig beheizten Wasser- und Abwassertank legen, damit nichts einfriert. Vor allem bei Abwassertank liegt oft der Hund begraben.

Gruß
Klaus

swift am 12 Okt 2017 12:26:16

Vielen Dank für die Rückmeldungen und die Links.

Zunächst mal, falls da ein versteckter Hinweis war dass hier Klarnamen Usus sind, ich heisse Lennart. :)

Ihr ratet also zu Alkoven wegen besserer Abtrennbarkeit des "Cockpits", weil dies wintertauglicher ist? Auf welche Heiz-Variante sollte man ggf. achten, und was ist Kondens/Lüftungstechnisch eine empfehlenswerte Lösung? Brauche keine Details, nur ob es verschiedene Prinzipien gibt die unterschiedlich taugen.

Die km würden durch 3-4 monatliche Fahrten zusammenkommen. Phasenweise käme sicherlich auch noch mehr vor, aber im Mittel wohl diese 1000km. Ist also etwas knifflig, es sollte schon auch von der fahrzeugtechnischen Seiten keine Anfälligkeit haben, wird zwar kein KM-Fresser, aber auch nicht so wenig dass man einen billigen "Rumsteher" kaufen kann. Mein Budget, tja... gute Frage. Es wäre sehr erfreulich wenn es unter 17.000 geht. Möglicherweise ist also eine nicht mehr ganz neue Produktgeneration vonnöten, da müsste ich wohl Modell-bezogen noch mal die mackenfreien herausfinden. Das ist allerdings auch eher mein persönliches Sparfuchs-Limit. Wenn die Gesamtrechnung inkl. gesparte Miete, Strom- und Spritverbrauch, Instandsetzung und Wiederverkaufswert es nötig macht, wäre es auch möglich einen Teil zu finanzieren, und da würde ich wohl bis etwa 35.000 gehen. Im Grunde liegen also zwei Strategien zur Auswahl vor, entweder ziemlich günstig und dafür älter, oder mit mehr Luft aber dafür mit monatlicher Ratenbelastung.

Ich würde dort wohl ein mal täglich was kochen und für etwa 10-12 Stunden die Bude halbwegs warm halten müssen, und das jeweils ca. 10 Tage im Monat.

bernie8 am 12 Okt 2017 13:18:07

Hallo Lennart,

wie die Vorschreiber würde ich auch zu einem Alkoven raten.
Heizung ist da üblicherweise mit Gas, manchmal Diesel.
Ein Faktor wäre noch die Stromversorgung. Hast du vor Ort eine Möglichkeit für Landstrom ?
Mit durchlaufender Heizung wirst du den brauchen.

nuvamic am 12 Okt 2017 13:25:03

Du schreibst was von "normalem" Führerschein. Normal ist relativ. Meinereiner darf z.B. 7,5to fahren (was nicht heißt, dass ich das ständig mache). Falls bei dir die Grenze bei 3,5to liegt, sei vorsichtig mit der Zuladung. Kannst auch hier im Forum suchen - die Diskussion, wieviel Zuladung in Realität (!!!!) möglich / nötig ist, ist ein weiteres Standardthema. Und für's reale Leben braucht man manchmal ja mehr als für einen Strandurlaub...

swift am 12 Okt 2017 13:44:40

Hallo, ich habe tatsächlich einen neueren (naja...) 3,5to Lappen. Schön und gut, würde zur Not halt eine Kategorie draufsatteln... wenn man allerdings sehr kurz kauft, könnte man noch hinkommen?

Bezüglich Strom könnte ich mich mit dem Arbeitgeber sicherlich einigen. Gibt es nutzerseitige Zählervorrichtungen für solche Zwecke? Ich denke mal, es wäre ein Argument wenn die nicht einen extra Zähler nur für meine Anwesenheit nachrüsten müssen. Was ist denn, ganz grob geschätzt, der tägliche Verbrauch für so ein Vorhaben?

archie01 am 12 Okt 2017 14:12:33

Hallo
Was noch nicht angesprochen wurde , ich aber mal so vermute. Liegt dein neuer Arbeitsplatz in einer Zone , die eine grüne Plakette erfordert?
Wenn ja , dann wird es sehr eng mit deiner Preisvorstellung , vielleicht sogar unmöglich...

Gruß
Archie

RichyG am 12 Okt 2017 14:26:06

Warum? Wenn er mal auf dem Firmengelände ist, kanns doch egal sein welche Plakette er an der Scheibe hat.

dramme73 am 12 Okt 2017 15:01:02

Eventuell reicht Dir solch ein Stromzähler

ttps://www.profishop.de/elektronik-und- ... 7rn-f-3g2-

Jagstcamp-Widdern am 12 Okt 2017 15:08:07

auch, wenn du nicht willst...
für deinen einsatzzweck und dein Budget ist ein wowa das richtige.
wowa bleibt stehen und die 1000km/monat macht der pkw.
3-5 t€ für wowa und 6-12 für pkw.

musst halt mit den menschen am einsatzort verhandeln, dass das teil stehen bleibt, fuffi/Monat oder so...
ich hab mal ein ganzes jahr im wowa gewohnt (allerdings auf einem cp)!

allesbleibtgut
hartmut

Gast am 12 Okt 2017 16:59:05

Sowas wäre in Deinem Budget.. --> Link Ich fahre so einen A5881 :) auch 2001. Die 2.8JTD Maschine ist bei einigermassen Pflege nahezu unkaputtbar und macht richtig Spass! Grüne Plakette geht bei Bedarf rel. günstig nachzurüsten. Bin erst heute aus den Bergen zurück. Letzte Nacht das erste Mal Frost. Im Womo kuschlig warm.. Ich trenne nachts das Fahrerhaus ab. Geht easy.. Spart ausserdem Gas. Alkoven macht durch die Höhe ein grosszügiges Raumgefühl und wenn man ihn, wie ich, nicht zum Schlafen nutzt, hat man riesige Staufläche.. und bei Bedarf ein grosses Gästebett. Ich schlafe lieber im Heck. Die untere Koje ist bequem gross und auch für grosse Leute ausreichend (ca.2,20m). Zum Sitzen eine -richtige- Dinette, keine Drehsitze. Und eine riesige Heckgarage. Das Ganze bei nur 6m Länge! Die Nachfolgemodelle Dethleffs A5887 und baugleiche Carado A361/Sunlight A68 sind gut 1/2m länger. Das ist wohl der abgetrennten Dusche geschuldet. Zuladung ist, wenn man alleine oder zu zweit unterwegs ist, gut ausreichend! Ich habe das Mobil jetzt seit drei Jahren und war öfter 4 Wochen oder mehr am Stück unterwegs, auch im Winter. Den Grundriss finde ich genial, grade auch für Alleinfahrer wie mich. Richtig winterfest wäre ein Mobil mit Doppelboden und Abwassertank darin. Aber in Deinem Budget wirst Du da eher nichts finden und das schränkt die Suche auch sehr ein. Es geht aber auch ohne.. :ja: Tips dazu wirst Du hier finden.

Gruss Thomas

brainless am 12 Okt 2017 17:26:35

SchwarzerKrauser hat geschrieben:Ich schlafe lieber im Heck. Die untere Koje ist bequem gross und auch für grosse Leute ausreichend (ca.2,20m). Zum Sitzen eine -richtige- Dinette, keine Drehsitze. Und eine riesige Heckgarage.




Du bist ja ein Zauberer.
Du schläfst im unteren Etagenbett und hast eine riesige Heckgarage.
Kannst Du mal erklären, wie Du das machst??


Volker :roll:

Gast am 12 Okt 2017 17:39:43

brainless hat geschrieben:Kannst Du mal erklären, wie Du das machst??

Aber gern.. da musst Du auch gar nicht mit den Augen rollen.. :roll:
Auch mit runtergeklapptem Bett ist die Heckgarage noch riesig. Hochgeklappt ist sie gigantisch.. :lol:

Aber Spass beiseite: Hochgeklappt kann man auch noch 2 grosse Fahrräder ohne Umbauten reinstellen. Runtergeklappt hat man immer noch riesig Platz für Unmengen an Gerödel..

Gruss Thomas

felix52 am 12 Okt 2017 21:53:48

Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:auch, wenn du nicht willst...
für deinen einsatzzweck und dein Budget ist ein wowa das richtige.
wowa bleibt stehen und die 1000km/monat macht der pkw.
3-5 t€ für wowa und 6-12 für pkw.
hartmut


Sehe ich genauso wie Hartmut.
Warum solltest Du das ganze Gerödel im WoMo immer hin und herfahren? Ein Wohnwagen mit Stromanschluss in einer windgeschützten Ecke ergibt
schnelleres Reisen mit nem vernünftigen Auto (Umweltplakette, Winterreifen), weniger Reparaturfehlerquellen, weniger Vers.-Prämie usw.! "Danach" ist der WoWa (in der o.g. Preisklasse) leichter verkäuflich.

Grüsse :)

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