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Bald gehts los. Wir bauen einen Bus zum Camper um. Ziel ist es, das Erscheinungsbild des Busses möglichst beizubehalten. Das heisst, die Fenster sollen nicht abgeklebt werden, es kommen Vorhänge rein.
Ich mache mir nun Gedanken wegen der Isolation. Grundsätzlich möchte ich den Bus dämmen, aber vor allem wegen dem Motorenlärm. Ich dachte da an Alubutyl. Ist das ok?
Wegen der Isolation weiss ich nicht so recht. Das Dach ist ein GFK Aufbau, darunter hat es einen schönen Dachhimmel, der runtergehängt ist. Dazwischen Luft. Der Bus hat einen Ventilator bereits eingebaut. Eine Dachfenster wollen wir vorherst nicht, weil wir den Dachhimmel nicht beschädigen wollen. Man kann zwei Fenster (neben den vorderen Fenstern) öffnen und zwar die beiden hintersten, wo das Doppelbett hinkommt.
Wir haben vor Jahren einen Wohnwagen komplett umgebaut und teilweise die Wände neu gemacht. Ich hatte da nie ein Problem mit Feuchtigkeit ausser an den Stellen, wo der WW von aussen undicht war. Von ihnen gab es nie Probleme mit Dampf. Der WW hatte keine Dampfsperre. Alublech > Styropor > Holz fertig.
Nun frage ich mich generell, ob eine Isolation der Wände überhaupt Sinn macht. Denn die Fenster kann ich ja nicht isolieren :D
Den Boden dachte ich, wie gesagt, mit Alubutyl etwas ruhiger zu stellen, um Fahrgeräusche etwas zu elimieren. Mir ist klar, dass der Bus im Sommer warm werden wir - aber es ist ja Sommer ;-) umgekehrt bekommt man aber die Hitze besser raus, wenn er nicht allzu stark isoliert ist. Und im Sommer sitzen wir eh an der Sonne und nicht im Bus. Wenn ich die vordere Tür und die hintere Tür am Abend öffne, dann zieht die Luft ja raus. Das ist ja dann ein riesen Loch hinten. Wintercamping machen wir nicht (mehr). Und im Frühling/Herbst haben wir die Standheizung (vom Fahrzeug) und evtl. je nachdem (sind noch am Überlegen wegen Gas ja/nein) noch eine Gasheizung. Der Boden wird kalt, aber der wird immer kalt. Socken anziehen halt :D
Wenn du ihn nicht isolierst, wachst du jeden Morgen in einer tollen Tropfsteinhöhle auf.
diamondave am 24 Okt 2017 18:52:46
Ich verstehe nicht ganz, was da die Isolation bewirken soll. Ist es nicht eher das Gegenteil? Raum ist isoliert > höherer Temperatur-Delta zwischen draussen und drinnen. Durch die Isolation also eine stärkere Bildung von Wasserdampf, da warme Luft steigt und sich dann oben in Form von Kondenswasser niederlegt. Als Konsequenz davon brauche ich eine Dampfsperre. Ich sehe ja ein, dass eine Isolation allenfalls etwas bringt, dass ein Raum nicht so schnell stark abkühlt, aber er kühlt ab. Das gleiche im Sommer.
Inwiefern eine Isolation der Bildung von Wasserdampf entgegenwirken soll, ist mir noch nicht klar. Kannst du mich darüber aufklären?
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mjackdaw am 24 Okt 2017 18:56:38
Bei den feststehenden Fenstern kann innen Plexiglas (2 - 4 mm stark) mit beidseitig klebendem Klebeband angebracht werden. Idealerweise sollte ein Luftspalt von 5 - 10 mm hergestellt werden. Klebeband ringsum dicht aufkleben, damit keine Luft eindringen kann. Dann bildet sich auch kein Schwitzwasser. Liebe Grüße
kiteliner am 25 Okt 2017 15:54:16
An den Stellen wo du, blankes Blech hast, wird sich Kondenswasser sammeln und an den Scheiben, bei dir rundum. Ich habe einen alten Reisebus (7,5m lang), der hat an den Seiten Doppelglas, Front- und Heck sind einfach verglast. Die Wände sind fast überall mit mindestens 40mm Trocellen gedämmt, Klimamembran davor. Wir schlafen da zu viert drin und da sammelt sich einiges an Wasser, dass läuft morgens teilweise hinten auf der Ablage oder vorne über das Armaturenbrett. Bei niedrigen Außentemperaturen hast du die Kälte, die die Fenster runterläuft, da wo Vorhänge vor sind ist es etwas weniger, aber ich muss, sobald es geht die Vorhänge wieder wegziehen, sonst läuft das Wasser runter, ganz besonders natürlich vorne und hinten. Ebenso bei mir an den Dachfenstern, die haben zwar Kunststoff drin und kein Glas, aber blanken Metallrahmen, da fängt es in der Nacht an zu tropfen vor Kondenswasser. An Stellen wo noch keine Dämmung ist, hast du u.U. das Wasser auf dem Blech stehen. Jeden Morgen die Fenster trockenwischen ist Pflicht. Dann hast du das Wasser aber immer noch im Auto. Das Auto ohne Isolation wird saukalt, das würde ich mir, ganz abgesehen von der Feuchtigkeit gut überlegen, ob ich mir die Arbeit mit dem Ausbau mache und dann daran "spare". Ich würde, so gut es geht zwischen den Streben XPS reinmachen, das hilft schon mal etwas, dann ggf. eine Zwischenlattung und dazwischen ebenfalls XPS, so kannst du die Oberfläche wenigstens etwas vom kalten Blech der Streben trennen. Dann ggf. Klimamembran/Dampfsperre und dann die gewünschte Oberfläche drauf. Vor die Fenster dicke Vorhänge falls es kalt wird, ober aber darüber nachdenken von außen Isoliermatten drauf zu machen, falls es richtig kalt wird. Wir haben derzeit Alubeschichtete Luftpolsterfolie von innen vor den Fenstern und dann die Vorhänge vor, wenigstens am Bett von unserem Kleinen. Aber, meine Meinung!
Jagstcamp-Widdern am 25 Okt 2017 16:52:32
moin Dave,
der dailybus sieht ja wirklich noch richtig gut aus... so gut sogar, dasz du den bestimmt auch gut verkauft kriegst! und mit dem verkaufserlös holst du dann einen guten kasten und machst da draus ein womo.
das macht m.e. mehr sinn und könnte sogar wirtschaftlicher sein!
allesbleibtgut hartmut
diamondave am 25 Okt 2017 20:20:28
Danke für die Antworten!
Hartmut: Habe ich natürlich vorgängig auch überlegt, jedoch scheidet ein Kasten aus, weil ich 6 Sitzplätze inkl. Fahrer brauche. Das krieg ich mit normalen Kosten in keinen Kasten rein. Ich bleibe beim Bus. Es gibt ja immer wieder alte Reisebusse, die ausgebaut werden, also geht es ja darum, die beste Möglichkeit zu suchen.
kiteliner: Vielen Dank für die Ausführungen! Eine Frage: Habt ihr kein Fenster geöffnet in der Nacht?
Grüsse, Dave
kiteliner am 26 Okt 2017 12:45:27
Kommt ganz drauf an, mit dem offen lassen der Fenster. Außerdem haben wir nicht so die Möglichkeiten. Die einzigen Fenster die man bei unserem Wohnbus öffnen kann, sind original die Scheibe an der Fahrertür und die beiden Dachluken, mehr geht original nicht. Durch meinen Umbau habe ich jetzt hinten in der ehemaligen Tür ein 40*40 Campingfenster, das ist aber direkt am Bett und bei niedrigen Temperaturen bleibt das zu. Und wir haben en Schiebefenster im Bad, da aber da die Tür hin zu ist, wenn wir schlafen hilft das nicht viel. Das Dachfenster vorne und hinten sind mittig über dem Gang und direkt an den Betten der Kinder, je nach Wetter bleiben die auch zu. Da wir den Bus im Sommer 6Wochen und im Herbst eine Woche in Deutschland genutzt haben, waren die Nachttemperaturen oft genug im einstelligen Bereich und die Fenster dann halt zu. Dann macht man morgens hat die Runde mit dem Wischlappen. Ein anderes Thema wird für euch Hitze werden, bei eurer Fensterfläche, genau wie bei uns. Nachts hat man die Heizung an und die sonne ist gerade aufgegangen, dann wird es sofort warm im Bus und man fängt an zu lüften. So wie ich dein Bild sehe, hast du aber hinten auf beiden Seiten Fenster die man öffnen kann, da kannst du mit dem Fenster vorne Durchzug machen. Andere Möglichkeit wäre ein entsprechender Sonnenschutz. Habe ich auch noch nicht, aber die Vorbereitung dazu. Ich habe bei mir, da die Regenrinne sowieso gefehlt hat, eine Regenrinne mit Keder über die gesamte Seitenfang gezogen, da wird im Sommer auf der rechten Seite ein Tarp eingehängt und links wird ein Sonnensegel dran kommen. So dass man noch raussehen kann (dafür fahren wir Bus) aber die Sonne nicht voll reinknallt. Bleib ruhig bei deinem Bus, Kastenwagenhohle finden wir auch doof. Man muss halt ein wenig mehr nachdenken mit der Möblierung und sich ein paar Gedanken über Hitze und Kälte machen, aber einfach kann jeder. :wink:
diamondave am 26 Okt 2017 13:48:25
Hi Thomas
Vielen Dank, das sind sehr wertvolle Inputs. Betreffend Kederschiene habe ich auch schon gedacht, die Regenrinne durch einen Keder zu ersetzen, es hat teilweise leichten Rost, der damit auch gleich erledigt wäre. Und auf beiden Seiten ist in diesem Fall sowieso eine gute Idee. Man könnte dann auch auf beide Seiten ein Sonnensegel anhängen, damit es nicht ganz so düster wird. Es ist richtig, die beiden hinteren Fenster lassen sich komplett öffnen. Vorne habe ich auf jeder Seite ein Dreieck-Fenster zum Querstellen sowie das normale Fenster, das ich mit der Kurbel öffnen kann. Im Dach hat es bereits einen Pilz mit Lüfter. Heki montiere ich eher nicht, denn das Licht im Bus genügt uns bereits vollauf. Die Plastik-Fenster ziehen die Hitze förmlich an, teilweise verformen sich die ja auch in sehr grosser Hitze.
Meine Frau und ich sind "Fenster-offen" Schläfer. Je nach Temperatur mehr, mal weniger. Aber immer einen Spalt offen, selbst bei Minus-Temperaturen. Da unser Bett ca. einen Meter vom Boden montiert wird, sollte es auch nicht so grausig kalt werden. Wir campen schon lange, haben bereits den 3. Wohnwagen und immer eine Sommer- und Winterdecke dabei für alle Fälle.
Betreffend der Isolation werde ich entscheiden, wenn die Sitze draussen sind. Ich dachte auch schon daran, dass allenfalls Armaflex auch eine gute Wahl wäre, weil es sich nicht mit Feuchtigkeit vollsaugen kann. Und man kann etwas dünner aufbauen.
Bei den Wohnwagen habe ich bisher keine herkömmliche Dampfsperre gesehen. Es ist eher so, dass die Wände jeweils mit einer Kunsttoff-Tapete bezogen sind. Ich nehme an, das hat die gleiche Wirkung. Die Kältebrücken hat man halt praktisch in jedem Fahrzeug. Irgendwo kommt immer eine Schraube bis in die Isolation und schon ist's passiert. Beim Boden überlege ich mir, ob zwischen Blech und OSB-Platte nicht einfach ein Luftspalt die beste Lösung wäre. Die Möglichkeit hätte ich dazu, denn die Sitze kommen grössenteils raus und die Schraubenlöcher (M10 oder M12) bleiben. So könnte ich die Platte mit entsprechenden Verlattungen und Luft zwischen Boden und OSB Platte verschrauben. Ich werde es sehen, wenn die Sitze draussen sind...
Grüsse, David
snash am 17 Jul 2018 13:19:19
Hallo Dave,
ich überlege mir den gleichen Bus zuzulegen und hätte ein paar fragen. Können wir Kontaktdaten austauschen um direkt miteinander zu schreiben so das wir nicht alle im Forum nerven müssen :)