rittersmann am 27 Sep 2006 21:39:17 Wir haben seit Juni einen EURAMOBIL Profila Alkoven auf Ford Transit mit Frontantrieb. Gesamtlänge 6 Meter, mit Heckküche und Seitenbank. Mit dem Fahrzeug sind wir soweit sehr zufrieden. Motor und Getriebe sind sehr gut. Die Verarbeitung ist bis auf Kleinigkeiten in Ordnung, das Raumgefühl in dem Fahrzeug ist klasse.
Der einzige Grund zum Meckern ist die Seitenwindempfindlichkeit.
Wir haben uns nun überall nach Möglichkeiten zur Verbesserung erkundigt. Man hört überall, daß ein Stabilisator die größte Verbesserung bringen würde. Diesen gibt es aber für unseren Transit nicht. Bei Goldschmitt steht einer im Katalog, aber wenn man ihn bestellen will dann hört man, daß mangels Nachfrage das Teil nicht produziert wird.
Vielleicht gibts ja hier einige Gleichgesinnte, die für etwas Nachfrage bei Goldschmitt sorgen können?
Auf der Messe in Düsseldorf habe ich alle anderen "Verdächtigen" abgeklappert. Da sie keinen Stabilisator haben, wollen Sie alle eine Luftfederung verkaufen und versprechen eine wesentliche Verbesserung.
Deshalb hier die Frage, ob die Luftfederung bei meinem Problem eine Verbesserung bringen kann. Oder gibt es auch Nachteile? So schreibt Kuhn Autotechnik in seinem Fachkundeheft von Nachteilen bei Kurvenfahrt.
Was könnt ihr raten?
Günter
Gerd(Frankia) am 28 Sep 2006 16:07:24 Hallo,
Der Eura, so wie Ihr ihn habt ist auch mein Wunschauto.
Wie ist das mit der Aussicht von hinten durch die Windschutzscheibe, das war mir als Nachteil der hohen Stzposition aufgefallen.
Bezüglich Windempfindlichkeit, ist dies ein typisches Transit Problem?? ich habe keine Transiterfahrung.
Grundsätzlich ist Windempfindlichkeit abhängig von der Schwerpunkt lage. Je weiter der Fahrzeugschwerpunkt hinten liegt, je empfindlicher. Siehe Käfer oder VW Bulli mit Heckmotor.
Das heißt die schweren Sachen nach vorne Laden.
So jedenfalls sagt die Theory.
Viele ,
Gerd
rittersmann am 28 Sep 2006 17:31:36 Hallo Gerd,
Sitzpositon und die Sicht sind in Ordnung. Das Problem der zu hohen Sitzposition gibts beim Transit im Zusammenhang mit Drehkonsolen, die hat unser Eura aber nicht. DAs Hauptgewicht liegt natürlich auf der Hinterachse, das dürfte aber bei den meisten Womos so sein. Und das bißchen Gepäck, was wir mitnehmen ist nicht der Rede wert.
Günter
rittersmann am 02 Okt 2006 07:01:58 rittersmann hat geschrieben:Deshalb hier die Frage, ob die Luftfederung bei meinem Problem eine Verbesserung bringen kann. Oder gibt es auch Nachteile? So schreibt Kuhn Autotechnik in seinem Fachkundeheft von Nachteilen bei Kurvenfahrt.
Was könnt ihr raten?
Günter
Jetzt zitiere ich mich mal selber. Hat niemand hier eine Meinung zur Luftfederung bei Seitenwindempfindlichkeit?
lockenhaupt am 02 Okt 2006 10:51:40 Hallo rittersmann
wir haben uns auch einen transit gekauft, mit rimor aufbau. Da wir diesen aber erst im 4 wochen bekommen, kann ich ldier nichts dazu sagen. Aber wir fahren dann eine woche später für 3 wochen nach spanien, danach kann ich dann aber auf jeden fall mitreden.
Im forum steht so einiges wegen luftfederung, und wenn ich mich recht entsinnen kann, sind die meissten die diesen schritt gewagt haben, sehr zufrieden gewesen. Ist halt eine kostenfrage. Werde mal heute abend nochmals im forum nachschauen, vielleicht finde ich den beitrag /beiträge ja und kann dir den link dann senden.
locke
oldi am 02 Okt 2006 11:47:09 hallo günter
ich kann deine verzweifelung verstehen und würde dir auch gerne helfen, aber es gibt keine patentlösung nach dem baukastenprinzip und das noch auf basis der theorie.
fahrwerke werden nur mit grundwissen und dann in fahrversuchen in der praxis optimiert. wir haben nun mal keine fahrzeuge von der stange und jeder hersteller baut auf das gleiche standardfahrwerk seinen induviduellen aufbau rauf. der in länge, gewicht,lastverteilung durch inneneinrichtung und höhe voneinander abweicht.
allein der überhang bei dir von ca 2m länge wie auf deinem bild zu sehen wirft schon das erste problem , nach der achlastverteilung und dem gesamtradstand auf. denn bei seitenwind wird dein fahrzeg den überhang als drehpunkt an der achse benutzen. dies allein durch luftfederung zu begrenzen bezweifle ich aus erfahrung.
vielleicht kannst du einmal deine gewogenen achslasten posten, und deinen radstand und den überhang gemessen von der mitte hinterachse bis ende aufbau.
weiterhin wäre es auch interressant die länge des hauptrahmens nach der hinterachse und evtl. hilfsrahmen.
du kannst mir auch eine pm mit deiner tel. nummer schicken, sonst schreib ich mir die finger wund.
übrigens warst du bei kuhnt schon an der richtigen adresse, die machen auch unmögliches möglich.
gruß peter
rittersmann am 03 Okt 2006 10:21:25 oldi hat geschrieben:hallo günter
ich kann deine verzweifelung verstehen und würde dir auch gerne helfen,
Hallo Peter,
wenn aus meinem Beitrag "Verzweiflung" geklungen haben sollte, so ist dem nicht so. Im Gegenteil sind wir mit dem Womo sehr zufrieden und haben viel Freude damit. Die Seitenwindempfindlichkeit ist der einzige Kritikpunkt. Und meist ist ja nicht so viel Wind, das die Freude getrübt wird. Aber auch diesen Punkt würde ich halt gerne verbessern und suche daher Meinungen von gleichermaßen Betroffenen.
Du hast aber Recht, der verhältnismäßig lange Überhang bei einem Radstand von nur 3,30 Meter trägt dazu bei. Dann hat das Fahrzeug einen Doppelboden, was den Schwerpunkt natürlich erheblich nach oben verlagert. Und schließlich ist es ein Serienfahrgestell, auf das ein wesentlich längeres, breiteres und schwereres Fahrzeug aufgesetzt wurde.
Günter
Gerd(Frankia) am 03 Okt 2006 11:27:14 Hallo Günter,
wenn Du mit Seitenwindempfindlichkeit meinst, das Fahrzeug fährt nicht geradeaus wenn der Wind seitlich drückt, besonders bemerkbar wenn es böig ist, dann helfen keine Luftfedern oder Stabilisatoren nicht. Da hilft Gewicht nach vorne. Wobei der Efekt warscheinlich nicht spürbar ist.
Wir haben das Geschirr in einem vorderen Oberschrank, schon weil es dort weniger harte Schläge abbekommt. Über der Heck-Küche ist nur leichtes Zeug.
Wenn Du das wackeln bei starkem Wind meinst, dies hat man ja auch im Stand bei Sturm, dann kann der Stabi oder mehr Federhärte durch Luftfedern helfen.
Der höhere Eura Doppelbodenschwerpunkt könnte höchstens zu mehr Neigung in schnellen Kurven führen. Hier kann der Stabi, härtere Federn, mehr Luftdruck helfen.
Ich habe in meinen 92er Ducato mit Alcoven Luftfedern eingebaut. Da mein Auto mit 2,8 t Reisegewicht nicht überlastet ist, war die Luftfeder überflüssig. Einiges an Komfortverbesserung habe ich erreicht durch 195 anstelle von 185R14 Reifen auf Originalfelge.
Der Transit ist ja üppig mit Reifengrösse ausgestattet. Welchen Luftdruck fährst Du? Vieleicht kannst Du noch etwas höher gehen?
Grundsätzlich fahren wir mit einer 3m hohen Hütte. Da merkt man jeden Wind. Am liebsten habe ich den Wind von hinten.
Viele ,
Gerd
mberndt am 12 Okt 2006 08:10:19 Hallo Zusammen,
bin neu hier im Forum und habe diese Beiträge mit Interesse gelesen, da ich mich mit dem Gedanken trage, auch einen Profila 580 zu kaufen. Ich hatte dieses WoMo bereits einmal gemietet und habe den gleichen Eindruck, Seitenwindempfindlichkeit, gehabt. Meine Frage: Es gibt das fast gleiche Modell von Eura als Sport 580 mit Fiat Chassis. Unterschiede eigentlich unwesentlich, betreffen hauptsächlich Ausstattung. Hat jemand mit diesem WoMo Erfahrungen wg. der Seitenwindempfindlichkeit?
mberndt
Seekater am 12 Okt 2006 08:26:25 rittersmann hat geschrieben:Wir haben seit Juni einen EURAMOBIL Profila Alkoven auf Ford Transit mit Frontantrieb. .....Wir haben uns nun überall nach Möglichkeiten zur Verbesserung erkundigt. Man hört überall, daß ein Stabilisator die größte Verbesserung bringen würde. ...... ..... Deshalb hier die Frage, ob die Luftfederung bei meinem Problem eine Verbesserung bringen kann. Oder gibt es auch Nachteile? So schreibt Kuhn Autotechnik in seinem Fachkundeheft von Nachteilen bei Kurvenfahrt.
Was könnt ihr raten?
Günter
Hallo Günter,
Du schätzt das schon genau richtig ein: Stabilisator ist das Mittel der ersten Wahl bei Deinem Problem. Serienmäßig ist der Stabilisator bei den größeren Transits (Leiterrahmenchassis,Hinterradantrieb, Zwillingsbereifung) drin und da ist Seitenwindempfindlichkeit kein Thema mehr.
Hast Du schon einmal bei Ford (nicht unbedingt bei den Händlern, die blicken manchmal auch nicht mehr durch, sondern durchaus beim Kundenservice von Ford Köln) nachgefragt, ob's nicht auch für Deine Transit-Version (Flachbodenchassis) Stabilisatoren gibt ?
Seekater
drivetheglobe am 12 Okt 2006 10:04:39 Man braucht ein gutes Fahrgestell.
Das hat härtere Federn (weil z.B f. mehr Gewicht ausgelegt)
und Zwillingsreifen.
Dann hat man auch keine Probleme mit zu hohen Drücken in den
(Spezial) reifen. Was die Érzeuger hier aufführen ist nur billig aber
keine Qualität.
Fahre 6,8 meter langes Elnagh auf altem Ford Transit mit
Zwillingsreifen. (Auch geschätzte 2m Überhang hinten) Hab weniger Probleme mit dem Wind als mit einem
Mercedes Kastenwagen zuvor, der wesentlich kleiner u. niedriger war.
Wenn die Luftfedern nicht so teuer wären, hätte ich sie schon eingebaut,
weil die Blattfedern mit den Jahren offenbar etwas nachgeben.
lg
rittersmann am 12 Okt 2006 18:31:43 mberndt hat geschrieben: Es gibt das fast gleiche Modell von Eura als Sport 580 mit Fiat Chassis. Unterschiede eigentlich unwesentlich, betreffen hauptsächlich Ausstattung. Hat jemand mit diesem WoMo Erfahrungen wg. der Seitenwindempfindlichkeit?
Hallo mberndt
Erst mal herzlich willkommen im Forum.
Ich hab den Sport 580 auf Ducato als Gebrauchtwagen Probe gefahren. Der lag schon besser auf der Straße. Wir haben uns dann für den neuen Profila entschieden, da der nur unwesentlich mehr gekostet hat, als ein 3 Jahre alte Sport mit über 50.000 KM. Es ist ja nun nicht so, daß ich an dem Fahrzeug keinen Spaß habe. Die Seitenwindempfindlichkeit ist wirklich der einzige Grund zum Meckern. Ansonsten ist das Fahrzeug einwandfrei, ich würd ihn mir wieder kaufen. Der hat einfach ein super Preis-Leistungsverhältnis.
@ seekater
Bei Ford hat man meines Wissens nichts anzubieten. Einem Bekannten, der das gleiche Fahrzeug hat, wurde diese Antwort auf eine entsprechende Frage gegeben.
Günter
Seekater am 13 Okt 2006 13:23:51 rittersmann hat geschrieben:@ seekater
Bei Ford hat man meines Wissens nichts anzubieten. Einem Bekannten, der das gleiche Fahrzeug hat, wurde diese Antwort auf eine entsprechende Frage gegeben.
bin mir nicht sicher ob das so stimmt. An mir ist erst gestern an Transit-Kastenwagen (=Flachbodenchassis) vorbeigefahren, der definitif Stabilisatoren hatte - und unser Transit (Leiterchassis) hat sie ja nun auch serienmäßig.
Außerdem hat sich Ford - seinerzeit bei der Vorstellung des Transit - gerühmt, daß JEDE Version in jede andere umgebaut werden kann, selbst ein Wechsel von Front- auf Heckantrieb sei im Nachhinein möglich - was auch demonstriert wurde.
Seekater
Seekater am 13 Okt 2006 13:29:28 drivetheglobe hat geschrieben:....Was die Érzeuger hier aufführen ist nur billig aber keine Qualität.
genau, wobei's etwas bessere Qualität bei den Fahrzeugherstellern meist schon gibt, diese Versionen aber von den Aufbauherstellern meist - Preiskampf - nicht geordert und auch nicht angeboten werden.
Aus meiner Sicht werden 90% der WoMos mit dem billigsten "irgendwie" vertretbaren Chassis angeboten um beim Gesamtpreis möglichst günstig darzustehen. Fahrverhalten, Sicherheitsreserven etc. spielt ja nun auch beim derzeitigen Erstkäufermarkt keine Rolle.
Seekater
Palmstroem am 19 Okt 2006 14:28:47 hallo Günther,
auch ich habe einen Transit mit Frontantrieb und Alkovenaufbau.
Bei der Auslieferung des Fahrzeugs war der Reifenluftdruck (wie von Ford angegeben) hinten 5,5 und vorne 3,0. (mit den Michelin XC Campingreifen).
Nach den ersten zwei grösseren Reisen hatte ich festgestellt, dass der Abrieb vorne ganz erheblich war, ich hab mich dann mal umgeguckt und dabei gelesen, dass div. Womohersteller empehlen, den Reifendruck vorn erheblich zu erhöhen. Jetzt fahre ich vorne 4,5 mit dem Resultat, dass das ganze Fahrverhalten besser wurde, die Lenkung wirkt irgendwie viel direkter und präziser. Das hilft dann auch bei Seitenwind, das Fahrzeug ist natürlich genau gleich empfindlich darauf wie vorher (logo) aber die Reaktion auf die Korrekturlenkung ist einfach viel besser.
Nachteil: Fahrbahnunebenheiten kommen etwas deutlicher durch, das stört mich aber eigentlich nicht besonders.
Und der Abrieb hat sich total normalisiert.
Jürg
rittersmann am 19 Okt 2006 17:30:42 Ich fahre den vom Werk empfohlenen Druck, vorne von 3, irgendwas. Den Tip werde ich mal bei Gelegenheit testen.
Heute habe ich mit Kuhn Autotechnik telefoniert. Die haben mir angeboten, testhalber mal einen Luftbalg, ohne den Rest der Technik, zu montieren. Damit soll ich zur Probe fahren und dann erst entscheiden, ob auch der Rest eingebaut werden soll. Das bedeutet, daß ich für kleines Geld ausprobieren kann, ob die Luftfederung eine Verbesserung bringt. Eigentlich kein schlechter Vorschlag. Werd ich vielleicht mal im Frühjahr machen.
Günter
jochenz am 20 Okt 2006 07:38:13 Hallo
ich bin gespannt, auf die Ergebnisse des Luftfedertests bei Günters Profila.
Bzgl. Luftdruck: Ich fahre seit Beginn mit gegenüber der Herstellervorgabe (3,0 bar) erhöhtem Luftduck, Reifen: Michelin XC Camping. Deswegen kann ich hier nicht vergleichen. Aber bei Wind ist die Kiste einfach 'ne Zumutung.
Jochen
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