Moin zusammen,
erstmal ein frohes Neues (am 2. Januar darf man das ja noch wünschen :wink: ) und dann zum Thema:
Wir haben im Jahr 2013 und 2014 auch so angefangen. Während der Weihnachtsfeiertage kam das Thema auf, wo denn der nächste Urlaub hingehen sollte. Uns standen aufgrund der Arbeitgeber sowie der Insel-Schulferien aber nur zwei Wochen gemeinsamen Urlaubs zu. Da wir mit zwei Erwachsenen und zwei "Kindern" (14 und 18) sowie einem Hund loswollten/~mussten, hatten wir folgende Alternativen angepeilt:
- Ferienwohnung oder
- Wohnwagen mieten oder
- Wohnmobil mieten.
Reisezeil sollte Italien oder
Kroatien sein (wir brauchten einfach Sonne). Wir hatten dann sowohl am Gardasee als auch in Kroatien (bei Zadar) Ferienwohnungen gefunden, die uns mit Hund aufnehmen wollten. Dann meinte die beste Ehefrau von allen aber, es sei besser mit einer mobilen Unterkunft zu fahren falls der Zielort nicht gefällt. Gut, also einen bewohnbaren fahrenden Untersatz gesucht.
Aus Gründen der Bequemlichkeit hatten wir uns dann für ein Wohnmobil entschieden. Wir haben kein entsprechendes Fahrzeug, mit dem wir einen Wohnwagen hätten ziehen können und hätten hier auch zumieten müssen. Nach längerer Suche haben wir uns schließlich entschieden, über den ADAC zu mieten. Da konnten wir die unterschiedlichsten Größen auswählen und auch verschiedene Basen aussuchen.
Schließlich sind wir bei einem Anbieter in Neumarkt i. d. Opf. gelandet. Dort hatten wir ein Mobil für bis zu sechs Personen ausgewählt. Hört sich erst einmal gewaltig an, ist aber nicht so riesig. Es war ein Knaus mit zwei Stockbetten quer im Heck sowie Alkoven. Die anderen zwei Betten wären der umgebaute Tisch gewesen. Aber da ich keinen Bock hatte, abends und morgens immer den Tisch leerzuräumen und ein Bett draus zu machen bzw. das ganze retour, haben wir dann eben das größere Model gewählt.
Wir haben pro Tag in der ZWISCHENsaison 115 EUR bezahlt, für 14 Tage insgesamt 1.561,70 EUR (inkl. ADAC-Mitgliederrabat). Dazu kamen folgende Einmalpositionen:
- Übergabepauschale 130,00 EUR
- Europa Mobilitätsschutz für Mietwohnmobile 24,90 EUR
- Aufpreis pro Hund/Katze 105,00 EUR
- Campingmöbel-Set 60,00 EUR
Unter dem Strich hat das ganze dann 1.581,18 EUR gekostet.
Uns hat das ganze so gut gefallen, dass wir nach dem ersten Jahr angefangen haben, ein gebrauchtes Mobil für unseren Bedarf zu suchen. Aufgrund unserer Bedürfnisse kam jedoch ein Mobil des Typs, den wir gemietet hatten, nicht in Betracht. Im Gespräch hatte der Vermieter jedoch sinngemäß folgendes geäußert:
- Code: --> Link
Die Mietmobile bleiben bei ihm max. zwei Jahre in der Vermietung, das ist eine Vorgabe des ADAC. Älter dürfen die Fahrzeuge nicht sein. Dementsprechend werden die dann auch zeitig wieder abgegeben. Da kann man natürlich auch ein Schnäppchen machen ...
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, der ist ja schließlich auch ein Auto- bzw. Wohnmobilhändler :lach:
Aber aufgrund unserer Erfahrungen würde ich bei dem Reiseziel Süden jederzeit wieder bei diesem Händler mieten.
Für das Jahr 2015 hatten wir dann (auch wieder über den ADAC, aus obigen Gründen) schon ein Mobil bei einem Anbieter in Bocholt gemietet (Ziel war GB). Aber dann kam der Kauf des eigenen Mobils dazwischen und wir sind gegen eine Pauschale vom bereits abgeschlossenen Mietvertrag zurückgetreten.
Mein Resummee: Ich würde auch wieder mit Mieten anfangen, auch lieber eine oder zwei Nummer(n) größer als das Minimum an Personen die mitfahren, und nach dem ersten Urlaub bei der Rückgabe das Thema "Kauf eines Mietmobils" anpsrechen. Bei dem Vermieter würde ich mir einen suchen, der
- entweder bei mir in der Nähe liegt oder
- auf meiner Strecke in Richtung Urlaubsziel, sodass ich Deutschland schon einmal mit dem PKW zügig durchqueren kann und das Mobil dann erst übernehme (so kann ich Zeit sparen).
Und ich würde immer wieder einen vom ADAC nehmen, da die sehr pingelig sind was die Agenturen angeht. Auch wenn ich für den Urlaub vielleicht hundert oder zweihundert Euro mehr hinlegen muss. Dafür habe ich dann wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weniger Probleme mit dem Fahrzeug.
Ach so, ein eigenes Mobil, das 80 % des Jahres rumsteht: Diese Argumentation hatte meine Frau auch angebracht, als wir selbst am suchen waren. Ich hatte ihr versprochen, dass wir das Mobil nicht nur für einen Urlaub im Jahr nutzen werden. Ich habe ihr mindestens zwei Urlaube, möglichst sogar drei versprochen. Natürlich auch mehrere (möglichst verlängerte) Wochenenden zusätzlich. Das hat bislang auch so funktioniert. Letztes Jahr haben wir mit Überstunden und Urlaub zwei Wochen in Frankreich verbracht (Februar/März), dann zwei Wochen an der
Ostsee und im November noch eine Woche in der Camarque. Zum ersten Advent dann noch einmal ein langes
Wochenende (fünf Tage) im Schwarzwald, Schnee gucken :ja:
Bezüglich der Größe des Nachwuchses: Unsere beiden drängeln auch jetzt noch (21 und 18 inzwischen), dass sie im Urlaub mitfahren dürfen. So schnell wird man die also nicht los :lach:
Ich wünsche Euch bei der Suche nach Eurem rollenden Urlaubsdomizil viel Erfolg!