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Das Thema Trinkwasserhygiene ist ein sehr konträr diskutiertes Thema. Jeder pflegt auf seine Art sein Trinkwassersystem. Und wer dabei bisher gesund überlebte hat vorerst mal nichts falsch gemacht. Dem widersprechen häufig Fachleute aus Firmen oder dem privaten Bereich, die oftmals mit gut gemeinten Ratschlägen aber leider mit missionarischem Eifer überzeugen wollen. Besonders Firmenvertreter tun sich da mit zweifelhaften Werbeaussagen hervor. Für den nicht wasserkundigen Forenuser ist es dann schwer das zu durchblicken. Da können dann Kundige durch sachliche Information Spreu vom Weizen trennen. Hat ein User in seinem Wassersystem Probleme kann er beraten werden. Drkklaus, da sind dann manchmal auch wasserchemische Informationen hilfreich. Ich hoffe auf deine Mitarbeit. Gruß Scout Über dieses Thema ist doch hier im Forum und bestimmt auch anderswo schon seitenlang konträr diskutiert worden. Es ist wie bei so vielen Themen: Es wird nie eine Einigung geben. Wie im richtigen Leben muss jeder selbst (s)einen Weg finden und damit zurecht kommen. Fakten sind zu Hauf über die Suchfunktion zu finden. Meister Glider hat seinen Selbsttest durchgeführt und überlebt. Andere (wie ich auch) benutzen ihr Wasser aus dem Tank ohne Filter und Pipapo für´s Kochen, den Tee, den Kaffee und zum Zähneputzen. Und das sowohl in Europa als auch in Afrika und anderswo, wenn mein "Bauch" mir grünes Licht gibt. Andere wiederum trinken das Wasser aus dem Tank. Es gibt Menschen, die alleine bei dem Gedanken daran schon krank werden. Und das meine ich gar nicht herablassend. Unsere Psyche spielt da eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Ergo: Jeder hat Recht! Vielleicht ist dies auch eine wichtige Erkenntnis aus der ewigen Diskussion. Auf den Punkt gebracht Richy :D :top: Jeder entwickelt seine eigene Philosophie und das ist gut so. Vielen Dank Allradmobilist und Mann. Tat mir gut. Vielleicht bin ich einfach noch zu frisch im Forum.
:daumen2: Das Leben kann auch ziemlich einfach sein :ja:
Aber sehr gerne! Das Thema „selbsttest trink-wasser mit ae-aqua“ kann wohl nur glideconsultant abschließen oder resümieren. Er wollte ja einen weiteren Bericht schreiben. Zur mechanischen, mechanisch-antibakteriellen, UV- und chemischen Behandlung (Reinigung) des Trinkwassers, immer aus Sicht eines Mobilsten, hätte ich nichts Weiterreichendes zu ergänzen. Vielleicht später mal noch ein paar Beiträge und/oder Bemerkungen zu den Themen Entkalkung, Reinigung, Konservierung, Pflege… von unseren Wasseranlagen. Um eine Übersichtlichkeit und schnellem, zielorientierten Zugriff zu erhalten wäre sicherlich ein neuer Thread von nutzen. Ich denke da mal drüber nach, momentan schlecht. :cry: Wer dringend eine Frage beantwortet haben möchte, bitte um eine KN. :!: Aber ich weiß nicht ob das bei mir schon funktioniert. :?: Ich bin da im Forum noch zu unerfahren. Liebe Grüße aus der Lausitz Klaus
Du hast recht. "ich mache das schon seit" ist kein logisch belegbares Argument. Auf der anderen Seite fahre ich seit 35 Jahren mit dem Womo durch Südeuropa, benutze weder Filter noch Entkeimungsmittel, bunkere Wasser an allen möglichen Stellen (inklusive Wald/Feldbrunnen) habe dabei bestimmt alle möglichen Keime in den Tank gefüllt. Und das haben wir zum Zähneputzen/Waschen/Kochen/Getränkeverdünnung benutzt, aber weder ich noch meine zwei/drei Mitfahrer haben dabei je irgendwelche Magen/Darm Probleme bekommen. Was wir aber (der Logik halber) nicht wissen ist: Waren keine Keime drin oder sind wir einfach resistent gegen die paar Mikroben??????? Diese Frage bleibt offen, Gruß Andreas Deswegen keine Schwarzmalerei, Angst ist ja auch ein probates Mittel der Werbeindustrie und ich bin eher ein positiv denkender Mensch. Ich habe selbst als Kind in einem Sandkasten gespielt in dem vorher Katzen und Hunde… :evil: Hab´s überlebt, oder gerade deshalb. :lol: Damit haben wir sicherlich eine entsprechende Resistenz gegen eine Menge der Keime, Mikroben und Konsorten erworben (sind also natürlich schutzgeimpft :roll: ). Ist von Lebewesen zu Lebewesen, von Mensch zu Mensch auch immer unterschiedlich. Ohne bestimmter Bakterien und Co. wären wir auch nicht lebensfähig. Da kommt aber auch wieder Paracelsus -> die Menge macht das Gift. (Liszt ist, als es noch keine Antibiotika gab, mit Quecksilber von der Syphilis geheilt worden. –Weiß ich aber nicht so mit Bestimmtheit :razz: , so eine Geschichte/ Überlieferung-) Im fließenden kalten Gebirgsbach ist die Chance ´ne Menge oder überhaupt Legionellen, Salmonellen und Co. zu tanken eher gering. Hingegen lassen wir über längere Zeit (es müssen nicht Monate und mehr sein) Wasser, bei uns Campern immer in Kontakt mit Luft- und gelöstem Sauerstoff und Spuren von Licht bei günstigen Temperaturen und und… stehen, dann kann es schon mal richtig ungemütlich werden. Auch mit dem Gebirgswasser. Die, hoffentlich sinnvolle, Menge und Art der Vorsichtsmaßnahmen bestimmen wir :!: Also, alles wie beschrieben. Grüße an alle Widerstandsfähigen, gerne Reisenden :razz: Klaus
Wir betrachten Keime oder Bakterien generell als etwas Schädliches. In und auf unserem Körper werkeln Milliarden von Keimen und Bakterien. Nur mit deren Hilfe können wir überhaupt existieren. Auch Bakterien im Trinkwasser sind grungsätzlich kein Problem für unsere Gesundheit. Problematisch wird es erst wenn es sich Krankheiterreger handelt oder sie in Massen auftreten. Gruß Scout Das einzige richtige Problem das ich mit dem Wasser füllen im Süden habe ist Rost oder andere Feststoffe. Besonders in der Vorsaison wenn der Campingplatz über Winter geschlossen war und noch nicht genug aus den Hähnen geflossen ist. Ich fülle immer erst in einen weissen Kanister zum schauen und pumpe es dann erst in den Womo Tank. Hallo Inselmann Schweb- und Trübstoffe, also feste Bestandteile können nur durch Filtration entfernt (zurückgehalten) werden. Je feiner der Filter, desto besser das Ergebnis (bis hin bei 0,0002 mm Porengröße haben selbst die Keime, Bakterien etc. keine Chance –hatten wir ja schon-). Aber „Nachteil“, je kleiner die Porengröße, desto kleiner der Durchsatz und es geht dann immer langsamer. :cry: Als noch gut handhabbare Lösung für uns Mobilisten empfehle ich einen Versuch mit einem Vorfilter von zum Beispiel Kärcher oder Bosch. (Bitte mal einfach googeln, ich weiß noch nicht wie das mit dem Verlinken funktioniert.) Ist klein, handlich und leicht. Im Ergebnis besser wird es wenn man über die Filterkerze das Material von engmaschigen Damenstrumpfhosen (Füßlingen z. B.) überzieht. Wenn man zwischen die Lagen der Strumpfhosen auch noch das Material der Kaffeefilter setzt wird es schon richtig gut und bei entsprechendem Vordruck nicht so langwierig. Diese Methode kann ja auch vielfältig modifiziert werden. Wir Campersleut sind ja kreativ… :lol: Mit Seidenstoff oder Mikrofaser habe ich es persönlich noch nicht versucht. Die gelösten (auch kolloidalen Bestandteile) kommen da bei dieser Methode aber durch. So bildet (kann) z. B. gelöstes (dissoziiertes) Eisen später auch den braunen (rostigen) Belag in unseren Behältern und Leitungen. Grüße Klaus
Gegen Feststoffe verwende ich einen solchen Filter. --> Link .Auf dem Bild an meinem Einfüllstutzen. Gruß Scout Hallo, Vielleicht ein bisschen "offtoppic" , aber reicht es nicht, ein paar Löffel Biozitronensäure in den Tank zu geben? Mein Schwager macht das seit Jahrzenten und hatte noch nie Probleme mit verkeimten Tanks. Wasser regelmässig ablassen natürlich auch. Grüsse Günter
Ich gebe seit Jahrzenten BIONIX in den Tank. Wir freuen uns bester Gesundheit. Gruß Scout
Hallo, das kann sogar kontraproduktiv sein. Wenn man mal das Pech hat und sich an einer V+E-Station eine größere Anzahl von gut in aquatischen Systemen vermehrungsfähigen Keimen einfängt, kann die Zitronensäure als Nährstoff die Verkeimung zusätzlich beschleunigen. Grüße Ja, hallo Racerbuk, Silberionen verhindern definitiv die Wiederverkeimung. Also bei kleinem Wasserdurchsatz oder „Stillstand“ zu empfehlen. Das in Pulverform angebotene Silbersalz ist auch recht preisgünstig und wirksam. :lol: Was soll denn mit der Zitronensäure erreicht werden? Ein wenig den PH-Wert senken, aber warum? Im Zusammenhang mit Entkalkung halte ich persönlich auch nichts von Zitronensäure, da kann schwer lösliches Kalziumzitrat ausfallen. :evil: --> Link Die Säure soll verhindern, dass sich Bakterien vermehren. Die mögen anscheinend Saures nicht so gerne. Verkalkung ist halt auch kein Thema mehr. Wie gesagt, nur eine Frage. Bin ja auch kein Chemiker :mrgreen: Danke für eure Antworten. Grüsse Günter
Hallo, das trifft leider nur zu, wenn man den pH-Wert durch eine sehr hohe Konzentration an Zitronensäure erheblich absenkt. Wenn man dem Tankwasser nur ein paar Löffel Zitronensäure zugibt, ist das Gegenteil der Fall. Grüße Da gibt es aber jede Menge von unliebsamen Lebensformen die ein leicht saures Metier bevorzugen. Zitronensäure macht nur in der WC-Kassette Sinn. Aber auch hier Essigessenz vs. Zitronensäure… ein ganz anderes Thema… Wenn Zitronensäure desinfizierend wirken soll muss sie eine Konzentration von ca. 3 % haben. Auf einen Tank mit 100 l Volumen 3 kg Zitronensäure. Löst man Kalk mit Zitronensäure auf entsteht ein Zitratkomplex und der ist gut wasserlöslich. Erst bei Wärme bildet sich schwerlösliches Kalziumzitrat. Gruß Scout Richtig Scout… Also die „Spuren“ von Zitronensäure aus dem Tank gehen zum Teil durch unsere Boiler und da soll es ja warm sein. (Ich werde jetzt keine Abhandlung zu Löslichkeitsprodukten von Salzen oder anderen Komplexbildnern in Abhängigkeit von Temperatur etc. verfassen.) Für mich ist jedenfalls Zitronensäure in Frischwasseranlagen fehl am Platz. Zur Kalkbeseitigung in Frischwasseranlagen empfehle ich Amidosulfonsäure. Aber das kann ja jeder für sich entscheiden, ist ja auch nicht das Thema hier. Grüße Klaus
hab ich doch gemacht:
nichts 'operationales' natürlich, aber ein guter, zur 'mehrverwendung' ermunternder gesamteindruck. berichte gerne am ende der kommenden, zweiten saison, ob ich dann wirklich mutiger war und meinem tank mehr 'trinkwasser' entnommen habe. lg glider sunlight T65 *2018 ____________________________ .
Entschuldige jetzt meine blöde Frage Hast Du das Wasser auch vorher mit Biofilm bildenden Bakterie geimpft damit das ae-aqua seine Wirkung auch entfalten kann? Es gibt hunderte oder tausende Wohnmobilisten die kein Mittel zusetzen und trotzdem keinen Biofilm haben. Wie ist denn deren Erfahrung zu bewerten? Bist du der Meinung, dass sich bei deinem Versuch ohne ae-aqua ein Biofilm gebildet hätte? Mit den Erfahrungen ist es so eine Sache. Wenn man sauberem Wasser ein Mittel zusetzt und das Wasser bleibt sauber hat man keine Erfahrung. Das Wasser war ja vorher schon sauber, sein Zustand hat sich nicht verändert. Setzt man einem sauberen Wasser ein Mittel zu und das Wasser wird schlechter hat man schlechte Erfahrung. Wird bei einem verkeimten Wasser nach Zusatz eines Mittel das Wasser besser, hat man gute Erfahrung. Nur in einem solchen Fall kann man von guter Erfahrung sprechen. Gruß Scout
ja, der meinung bin ich. ich habe zwar mein wohnmobil erst seit einem jahr, hatte aber lange ein kajütboot auf einem voralpen-see. dort gab es schon nach wenigen tagen probleme mit in kanistern gebunkertem trinkwasser. das wohnmobil hingegen stand oft wochenlang mit gefülltem wassertank (so hatte ich es gelernt ... es sollte ja möglichst kein sauerstoff dazu), ich habe keinen wassertausch vor der abreise vorgenommen (wie es viele machen, wie ich erfahren habe) und ich hatte keine probleme. davon war ich positiv überrascht und das wollte ich hier teilen. nicht mehr und nicht weniger. lg glider sunlight T65 *2018 ____________________________ Hallo, Scout schrieb:
Ja, aber hierzu müsste man wissen: a) dass das Wasser (stark) verkeimt war b) das es nachher besser war Beides ohne Biochemische Analyse nicht feststellbar. Keimfrei ist Wasser sowieso nie. Bei unserem Trinkwasser sind bestimmte Keimzahlen als Grenzwerte festgelegt. Hier in D sehr niedrig. Bei der Abfüllung von Mineralwasser z.B. können diese Werte aufgrund der Zeit im Prozess nicht eingehalten werden. Deshalb sind hier höhere Werte zulässig. Mit dem Biofilm ist das auch so eine Sache. Ich habe festgestellt, dass dieser sich in einem "restfeuchten" Tank eher bildet. Also bleibt bei uns das Wasser nach der Tour drin und wird erst vor der nächsten Fahrt durch Frischwasser ersetzt. Konnte bisher keinen Biofilm feststellen. Wir hatten auch in den letzten 26 Jahren noch nie irgendwelche Probleme und verwenden keine Zusätze. Was ich wohl mache ist die hier allseits beliebte "Danchlorix Behandlung", vor dem Saisonstart Ein kleiner Interpretations-Versuch: Ist ein Wasserbehälter unserer Frischwasseranlage in Womo (hier bewusst nicht der Begriff „Trinkwasseranlage“) zum Beispiel nur zu 25% gefüllt und steht längere Zeit ungenutzt oder wird durch die Gegend geschüttelt, so - wird sich immer die Feuchtigkeit an der Behälterwand neu bilden - in Verbindung mit dem vorhandenen Luftsauerstoff einen willkommenen Nährboden auf einer schönen großen Oberfläche für die unliebsamen Organismen bilden. Daher die Regel und/ oder Empfehlung die Behälter voll zu füllen (so auch zum Beispiel die Treibstofftanks wegen der „Wasserbildung“). Professionelle Trinkwasserbehälter werden auch nach Möglichkeit von unten gefüllt, damit nicht noch zusätzlich durch das Plätschern Luft absorbiert wird. (Theoretisch :glasswim: sollte man also einen Wasserkanister mit einem gut vorher desinfizierten Schlauch von unten her bis zum Maximum füllen.) Glideconsultant hat uns an seiner Praxis-Erfahrung teilhaben lassen. Dafür DANKE! :lol: Seine „Anlage“ hat sehr viel mit Silberionen zu tun. Somit ist das Thema aus meiner Sicht und meiner bisherigen Äußerungen wieder RUND. NEIN! Ich gehöre nicht zu den Ichhabedochrechtbesserwissern! :box: Wenn ich jedoch das gesamte Preisleistungsverhältnis betrachte, bleibe ich bei der Verwendung von Silbersalzen (ca. 20€ für 10.000 Liter). Wie immer: kann und soll jeder für sich entscheiden! Aber um eine mindestens jährliche Desinfektion unserer Frischwasseranlagen kommen wir wohl in der Regel nicht herum. Mit den besten Wünschen für Gesundheit und Reisekraft :runningdog: Klaus Das Thema mit halbvollem oder vollem Tank und Biofilm sehe ich etwas anders. Damit sich ein Biofilm bilden kann müssen im Wasser Bakterien und Bakterienfutter vorhanden sein. Ein paar Bakterien sind immer vorhanden Bakterienfutter dagegen nicht. Bakterienfutter sind organische Stoffe und die sind und dürfen in unserem Trinkwasser nicht vorhanden sein. Unsere Tanks bestehen hauptsächlich aus PE (Polyethylen) oder PP (Polypropylen). Diese Kunststoffe haben hydrophobe (wasserabstoßende) Eigenschaften. In einem teilgefüllten Tank bildet sich an der sauberen Oberfläche kein Wasserfilm. Wenn kein Wasserfilm vorhanden ist kann sich kein Biofilm bilden, denn nur im Wasser können Bakterien einen Biofilm aufbauen. In einem sauberen teilgefüllten Tank bildet sich an der unbenetzten Wand kein Biofilm. Enthält das Wasser Bakterien und Bakterienfutter kann sich ein Biofilm bilden. Der kann sehr dünn sein und muss nicht sichtbar sein. Ist ein solcher Tank dann nur noch teilgefüllt hat die Wand durch den Biofilm keine hydrophobe (wasserabstoßende) mehr sondern eine hydrophile (wasseranziehende) Eigenschaft. Da im Tank eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht kann der Biofilm aus der Luft Wasser aufnehmen und sich weiter entwickeln. Nur in einem schmutzigen Tank bildet sich in der Gasphase ein Biofilm
Weshalb? Gruß Scout Hallo Scout, ich beginne von hinten.
Wie beschrieben vermengt sich das Wasser mit der Luft wenn eine Bewegung stattfindet (Plätschern, Wasserstrahl, Regen … -nur so können Fische auch atmen-). Diese absorbierten Luftbestandteile (Sauerstoff und Kohlendioxid…) sind bereits notwendige Nährstoffe („Futter“) für eine Vielzahl von Organismen. Beim maximalen Füllen eines Behälters von unten, also ohne Oberflächenvergrößerung zwischen den Medien, kann also weniger Gas im Wasser aufgenommen werden. (Desinfektion des Schlauchs erklärt sich ja hier von selbst.) Ergo, weniger Grundbestandeile für die unliebsamen Organismen. „Bakterienfutter“ (hier im weiteren Sinne als Grundbausteine zur Bildung von Lebensformen und es geht ja nicht nur um Bakterien) sind nicht nur organische Bestandteile. Trinkwasser ohne dieser Bestandteile gibt es nicht! (Reines H2O, also deionisiertes Wasser, wie es bei Hochleistungsdampferzeugern verwendet wird, ist auch völlig entgast und bei einer entsprechenden Konsummenge für uns tödlich! Destilliertes Wasser ist im Vergleich eine Dreckbrühe!)
An jeder Oberfläche, egal ob verschmutzt oder sauber, PE, PP oder PTFE… kann sich ein Feuchtigkeitsfilm bilden. Allein ein geringer Temperaturunterschied zwischen Oberflächen führt zur Kondensation der Luftfeuchte (Normalbedingungen!). Und eine 100%ig saubere Fläche haben wir nie zur Verfügung. Somit ist die Voraussetzung zur Bildung von gesundheitsgefährdenden Umständen immer gegeben. Natürlich spielen viele weitere Faktoren (Zeitdauer, Temperatur...) eine entsprechende Rolle. Nein ich bin kein Katastrophiker! Und ich erlaube mir hier einen Verweis auf meine Notizen vom 01; 02; 03… Januar 2019. Meine vollste Zustimmung bekommt hier wieder die Umsicht im Umgang mit unseren Frischwasseranlagen, Sauberkeit und zyklische Reinigung sowie eine gewisse Vorsorge inbegriffen. Grüße Klaus Löslichkeit von Gasen in Flüssigkeiten, hier speziell Luftsauerstoff in Wasser. Die Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser hängt von verschiedenen Faktoren ab wie Druck, bei Luft der Partialdruck von Sauerstoff, Temperatur und Salzgehalt des Wassers. Das sind die wesentlichen Faktoren. Lassen wir mal Salzgehalt des Wassers außer acht. Bei 25°C lösen sich 8 mg O2/kg Wasser, mehr geht nicht.
Gleichgültig wie man die Luft mit dem Sauerstoff in Wasser einbläst, mehr Sauerstoff als Sättigung kann das Wasser nicht aufnehmen. Ist das Wasser mit Sauerstoff gesättigt kann kein Sauerstoff aus den Gasblasen in das Wasser übertreten gleichgültig wie groß die Oberfläche der Gasblasen ist. Man kann große Luftmengen eintragen die Sauerstoffkonzentration im Wasser ändert sich nicht. Es tritt mit den Gasblasen die gleiche Menge Sauerstoff aus dem Wasser wieder aus, wie eingetragen wurde. Fazit, egal ob Lufteintrag von unten oder oben mit oder ohne desinfizierten Schlauch, die Sauerstoffkonzentration im Wasser ist immer die gleiche, dem Sättigungswert von 8 mg/l bei 25°C.
Sauerstoff sind für Wasserbakterien (aerober) keine Nährstoffe, Nährstoffe sind nur organische Materialien. Wenn keine organische Materialen (Nährstoffe) im Wasser vorhanden sind entwickeln sich Bakterien nicht, da kann man Sauerstoff hineinblasen so viel man will. Kohlendioxid sollte man außer Betracht lassen. Es löst sich nicht physikalisch sondern chemisch. Und Kohlendioxid als Nährstoff benötigen Bakterien bei der Oxidation von Ammonium (Nitrifikation) im Abwasser aber nicht im Trinkwasser.
Nimm einen sauberen Becher aus PE fülle den mit Wasser, leere ihn und zeige uns den Wasserfilm in dem Bakterien einen Biofilm bilden können.
Was soll dieser Abschnitt? Wir reden hier über Trinkwasser und nicht über Kesselspeisewasser. Gruß Scout Hallo, ich hatte gestern bereits vermutet das es hier nicht mehr um die Wasserversorgung im und um das Wohnmobil geht, hier eher wohl um Befindlichkeiten und Positionen. Daher an dieser Stelle, zu jetzigem Zeitpunkt, von mir nur noch ein herzliches und hochachtungsvolles „Chapeau“ an alle Leser und Beteiligten. Nichts für ungut. Beste Grüße aus der Oberlausitz Klaus
Kann es sein, dass das auf dich selbst zutrifft, weil du den sachlichen Ausführungen von Scout nichts sachliches entgegenzusetzen hast ?? LG Robert
Wow, alleine diese Texte sind es schon wert einmal täglich ins Forum zu schauen. Ich weiß nicht, woher du die Ruhe und Sachlichkeit hernimmst, von der Zeit mal ganz abgesehen. Wahrscheinlich steckt viel Leidenschaft dahinter. Ich könnte mir eine Spur Sarkasmus oder gar Zynismus nicht verkneifen. Interessant fand ich tatsächlich auch wie sich der Kollege verdünnisiert, als es tatsächlich um Fakten ging. Auf jeden Fall vielen dank an Scout. Nun doch noch mal ein Hallo.
Nein, nein die Argumente sind mir nicht ausgegangen! Aber, wir sind doch hier in einem Wohnmobilforum und nicht in einem wissenschaftlichen Disput. Irgendwie fühlte ich mich einfach momentan unwohl und deplatziert, auch weil ich sehe das Aussagen nicht als Ganzes sondern nur partiell betrachtet wurden. Daher der kleine Rückzug. (Sorry an alle, eben meine Befindlichkeit) Sicherlich müssen die Fakten fundiert sein um diskutiert zu werden, somit werden wir die Wissenschaften immer tangieren. Für mich stellt sich die Frage wie tiefgründig das gehen kann und muss. Wie weit ist es für uns Camper zielführend, nützlich, empfehlenswert oder oder...? - Was interessiert den Ottonormalverbraucher die Sättigungsgrenze von Sauerstoff im Wasser (es genügt zu wissen das eben vorhandenes O2 für die unliebsamen Lebensformen notwendig ist). - Was interessiert mich als Camper die Lösungsart von Kohlendioxid im Wasser (absorbiert oder als Kohlensäure). Hier ist nur letztendlich der Kohlenstoff als Lebensbaustein interessant. Wie weit war das zum Gebrauch gebunkerte Wasser, in welcher Form auch immer, entgast, gesättigt? Und und und… Aber hier doch noch mal zu den letzten, auch nicht angesprochenen Ansätzen, Argumenten etc.: - Hat unser „Camperwasser“ ausschließlich mit lebensmittelechten Gegenständen Berührung gehabt, entspricht es immer den Normen, wenn ja welchen? - Thema Weichmacher im PE, PP, Dichtungen etc. - Machen wir auf der doch so sauberen, glatten und scheinbar trockenen Oberfläche, wo das Wasser nicht haften kann, eine Abklatschprobe auf der Tankinnenseite und schauen uns das Ergebnis später in der Petrischale an. - Im vor kurzem desinfizierten Eiswürfelbereiter Schimmel und das bei lebensfeindlichen Minusgraden, nein das geht doch gar nicht. Das Eis war ja vorher unser bestüberwachtes Lebensmittel, unser Trinkwasser. Da kann ja gar nichts entstehen! Mehr fällt mir jetzt aus dem Stehgreif nicht ein. Nun nochmals! Wasser ohne organischer oder anorganischer Bestandteile haben wir Camper zunächst nicht zur Verfügung! Wir können es destillieren, pasteurisieren und entgasen. Spätestens im Kontakt mit der Umwelt und entsprechenden Bedingungen kann es wieder ungenießbar werden! Wie schnell, wie gefährlich für uns, wer weiß dazu eine allgemeingültige Antwort ??? Wir haben alle ein offenes Frischwassersystem! Wir sollten fundiert wissen, wie wir mit geringstem, für uns praktikablem, vernünftigem Aufwand gegensteuern können! Und dazu, nur dazu, habe ich mich bisher geäußert und/ oder äußern wollen! Und nur das sehe ich als Ziel eines Gedankenaustauschs im hiesigen Forum. Es bleibt jedem selbst vorbehalten zu entscheiden wie er handeln möchte. So, ich bin am Pfahl, Ihr könnt mich steinigen! Herzliche Grüße aus Niederschlesien Klaus
Über diese Art Trinkwassergewinnung werden ganze Städte versorgt.
Aus der Tatsache dass eine Sickeranlage vorhanden ist abzuleiten dass in der Nähe auch ein Brunnen ist aus dem da Trinkwasser gepümpt wird lässt einen ja schon an einen geschlossenen Kreislauf denken :lol: Eine Druckwasserleitung zu legen ist wesentlich einfacher und billiger als eine Kanalisation mit Kläranlage zu erstellen und auch zu unterhalten! Erinnert mich an einen Campingplatz in Südalgerien Ende der 80er, Sickergrube mit begrenzter Kapazität aber Wasseranschluss... großer roter Bus mit etwa 30-40 Touristen angekommen, südländische Stehtois und Schlauch zum spülen...Alle wollte dort rein nachdem sie die vergangenen 8 Tage hinter die Dünen gesch...en haben nur die Sickergrube war überlastet und lief über. die ersten hatten Glück dann lief das Loch über, Einheimischer kam mit Gummischieber und hat die Gülle inns Loch geschafft ,der nächste usw die Europäer haben gespült bis überlaufen das ging 2 Tage so, der Einheimische hat immer dann zurückgeschoben wenn die Brühe zur Tür rauslief. Das Trinkwasser hatte aber beste Qualität :mrgreen:
Nun es sollte Ottonormalverbraucher interessieren, wenn er sich mit dem Thema hier im thread beschäftigt, denn für die sachliche Betrachtung ist es eben nicht unereheblich. Nur weil es sich einfacher anhört, dass plätscherndes Wasser den Sauerstoffanteil im Wasser und somit die Gefahr der Berkeimung erhöht, ist es eben doch nicht richtig. Was Scout schreibt ist nun mal der wissenschaftlich ermittelte Zusammnehnag. Ist etwas mehr Lesestoff und eben am Ende nicht so spektakulär wie "gefährlicher Biofilm im Tank". Nun, leider ist es so, dass viele Menschen mittlerweile wieder "einfache Wahrheiten" suchen, weil sie keine Lust haben sich mit der etwas komplexeren Realität zu befassen. Da zahlt man dann auch gerne etwas mehr für hochpreisiges Schlangenöl oder Pülverchen. Wer nichts weiß muss halt alles glauben (nicht von mir --> von den Sciencebusters)
Es ist MEGA-Erheblich für die Keimentwicklung. Nur mal kurz mein Einfahrungsbericht dazu: Seit wir unsere BlackBox haben (30.5.2019), liegt ein "ae aqua Filter C1-100" im Frischwassertank. Zusätzlich hatte ich auch den Befüllfilter von ae aqua bestellt. Überzeugt hatten mich damals bei meiner Recherche nach einem System zur Wasserdesinfektion die Tests, die der TÜV und ein weiteres Prüfinstitut begleitend zu einem Test der P-M Redaktion durchgeführt hatten (Link darf ich leider nicht posten...). Den Tank habe ich in den 4 Jahren 1-2x mit Zitronensäure gereinigt (nur befüllt und einwirken lassen, nicht geschrubbt o.Ä.) Gefüllt wird er vor Kurztrips mit Wasser aus dem heimischen Wasserhahn (durch einen trinkwasserzertifizierten Schlauch), auf Reisen aus möglichst seriösen Quellen und wenn möglich mit unserem eigenen Schlauch oder der eigenen Gießkanne. Den Befüllfilter habe ich unterwegs einige wenige Male verwendet, tue das aber nicht mehr, weil es einfach Ewigkeiten dauert und ich die anderen Wohnmobilisten nicht länger als unbedingt nötig warten lassen möchte. Nach den Touren lasse ich das Restwasser im Tank, damit der AE Aqua Filter weiter arbeiten kann. Die BlackBox steht allerdings in einer kühlen Tiefgarage. Dieses Wasser wird dann vor der Befüllung für eine Tour abgelassen und zum Pflanzen giessen verwendet. Wir nutzen das Wasser im WoMo tatsächlich für ALLES, also auch als Trinkwasser (nicht abgekocht). Bei nicht heimischem Wasser nutzen wir für das Wasser, das wir trinken wollen, einen Brita Wasserfilter. In jetzt 4 Jahren haben wir keinerlei Probleme dadurch bekommen. Da ich gerade wieder den Tank reinige und desinfiziere (diesmal mit Chlor), habe ich geschaut, ob wir inzwischen den oft erwähnten "Biofilm" im Tank haben. Nein, haben wir nicht, die Tankinnenwände fühlen sich an wie neu (selbstverständlich habe ich vor dem Check meine Hand desinfiziert). Fazit: Ich bin mit dem AE Aqua "Filter" zu 100% zufrieden, ganz offenbar funktioniert das System (laut Funktionsprinzip offenbar OHNE Silberionen ans Wasser abzugeben, sondern rein über elektrische Ströme). Als weitere Sicherheitsstufe werde ich mir jetzt noch ein UV-C Gerät hinter dem Frischwassertank einbauen, da das AE Aqua System für volle Desinfektionswirkung ja voraussetzt, dass sich das Wasser 24h im Tank befindet und idealerweise gut durchmischt wurde. In Sachen Wasser im Wohnmobil fand ich ein Interview mit einem Trinkwasser-Experten sehr aufschlussreich: Titel "Giftiges Tankwasser - Die große Lüge" auf dem Kanal ****.blog (Wort darf ich nicht ausschreiben, Link darf ich leider nicht posten) So long, geniesst das Reisen! Eike Ich benutze das Wasser aus meinem Tank seit 22 Jahren ohne technische oder sonstige Helferleins und hatte auch nie Probleme.Ich achte darauf,dass ich nie mehr als 30 L Wasser mitführe,so dass häufiges Nachfüllen für einen schnellen Wasserdurchsatz und somit für ein sauberes System sorgt.Nach Rückkehr von Tour lasse ich das Wasser aus dem Tank und dem Boiler ab,blase die Leitungen durch und lasse alles durchtrocknen.Zum Befüllen benutze ich einen Schlauch des Typs Paguag Purpurschlange,der sogar für den Einsatz in Molkereien zugelassen ist. Gruß Bernd
Wie kommst du zu dem Schluss? Hast du Brühe aus einer Pfütze getankt und dein Tank ist trotzdem sauber? Wenn sauberes Wasser aus Trinkwasserstellen getankt wird, reichen auch ein paar gemurmelte Beschwörungen, damit der Tank sauber bleibt, oder eben gar nichts :) Wir treffen keine solche Massnahmen, auch keine Silberionen etc., einfach nur 1x im Jahr den Tank mit Hypochlorit reinigen und fertig. Und oh Wunder, auch unser Tank ist sauber. Das Wasser wird auch zum Kochen und für den Sodastream genutzt. Die Sache mit den ‚elektrischen Strömen‘ ist mal wieder eine Werbeblume. Da hat jemand was von Elektrochemie gelesen und nicht verstanden, aber trotzdem einen Werbetext damit verfasst. bis denn, Uwe Hallo, mir hat das Thema Hygiene des Trinkwassertanks keine Ruhe gelassen. Eingangs Voraussetzung bei uns. Wohnmobil ganzjährig genutzt 2 Tanks 1x 115l und 1x 230l kann mittels Schieber getrennt werden Fahrwasser 115l immer gefüllt. Jährliche Reinigung mit Chlor, nach 5 Jahren einmal entkalkt mit Zitronensäure. Füllschlauch nach Trinkwasserverordnung.. Durch Beziehungen in ein Lebensmittellabor in Fulda folgende Abstriche bzw. Proben bebrütet. Trinkwasser aus dem Hahn Abstrich leerer aber feuchter Tank Gefüllter Tank nach 2 Wochen Halbvoller Tank nach 2 Wochen dasselbe nach 4 Wochen Basis war frisches Trinkwasser Zwischen dem frischen Trinkwasser und dem vollen Tank weder nach 2 noch nach 4 Wochen eine signifikante Abweichung. Bei halbvollem Tank nach 2 Wochen keine Abweichung nach 4 Wochen geringe Abweichung zur Basisprobe. Keine der Proben wies eine bedenkliche Verkeimung auf und war weiterhin selbst für Babynahrung geeignet. Abstrich leerer Tank keine Abweichung zur Basis. Bedeutet für mich, alles richtig gemacht und weiter so, ohne Chemie und diverse Filter.
Ich finde das Argument spitze! (Ironie) Du benutzt Mittel um aus Trinkwasser Trinkwasser zu machen und bekommst dadurch keine Beschwerden!! Das ist wirklich gut. Nur als Vergleich: Mein Womo ist 15 Jahre alt, ich mache keine Tank-oder Wassersystemreinigung, entleere den Tank/Komplettsystem allerdings nach jedem Urlaub. Ich fülle mein Trinkwasser an Trinkwasserhähnen in ganz Europa und trinke es auch aus dem Hahn. Ich habe auch noch nie Probleme bekommen!!!!! Ich stelle fest, dass man mit und ohne Filter sehr zufrieden ein kann. Beim Hausbau habe ich mich mit der Wasserqualität beschäftigt und einige Veranstaltungen von Herstellern von Wasserfiltern besucht. Ich habe "erfahren", dass Wasser ein "Gedächtnis" habe und "zur Ruhe kommen" müsse um gesünder zu sein. Diese Behauptungen waren rhetorisch prima aufgebaut, letztlich blieb man nicht nur einen Nachweis über wissenschaftliche Erkenntnisse schuldig, sondern schwurbelte davon, dass manches ja nicht nachweisbar sei. In Sachen Wasserqualität neige ich nicht zu Glaubensfragen. Letztlich kam nur eine simple salzbetriebene Enthärtungsanlage aus Gründen der Lebensdauerverlängerung unserer wasserführenden Geräte und Armaturen ins Haus (wir haben Härtegrad 24). Die Theorien zu den Filteranlagen haben mich nicht überzeugen können. Umkehrosmose ist Usus bei Flaschenwasserhersteller, die oft auch nur Leitungswasser "veredeln" und mit einem Faktor 100 weiterverkaufen.
Danke fürs Teilen! Wir gehören auch zu denen die Trinkwasser unbehandelt von Süd/Osteuropa bis Scandinavien so wie es aus dem Hahn kommt verwenden. Komischerweise leben wir noch alle. Vor der Abfahrt wird aufgefüllt, Restwasser nach der Reise in den Abwassertank gepump und der damit gespült. Chemie usw verwenden wir nicht nur Wasser pur. |
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