xcamping
motorradtraeger
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Reisebericht Peloponnes Oktober 2006


jochen_a am 31 Okt 2006 07:23:06

Freitag, 29.09.2006
Nach einem ausgiebigen Mittagessen bei Muttern sind wir gegen 13.30 Uhr Richtung Süden aufgebrochen. Nach einem ersten Stopp in Garmisch-Partenkirchen zum Abendessen machten wir die Kinder bettfertig und fuhren den "Zirler Berg" nach Innsbruck. Anna-Lena konnte durch das Gekurve nicht schlafen und blieb neben Mama hinten sitzen. Als es dann nach Innsbruck auf der Brenner Landstraße nach Italien ging, rebellierte Ihr Magen und nur der schnelle und beherzte Einsatz einer Einkaufstüte konnte eine Sauerei verhindern. Da war eine Pause nötig, die wir auch am Brennerpass oben gegen 22.00 Uhr verbrachten. Eigentlich wäre dies unsere erste Tagesetappe gewesen, aber irgendwie hatten wir das Gefühl, unsere Anna-Lena nach dieses langweiligen und Brechreizerregenden Fahrt etwas Abwechslung bieten zu müssen. Für diesen Fall hatten wir uns schon das Meerwasseraquarium in Cattolica, kurz vor Ancona, herausgesucht.
Noch ca. 450 km. Das sollte zu schaffen sein. Denn schließlich schliefen jetzt auch alle Kinder, und Barney hatte seine Gassirunde auch schon gehabt. Also weiter. Doch was dann kam, war der Hammer. In Höhe von Affi (Lago di Gardo Sud) blinkte ein nachfolgendes Fahrzeug immer wieder mit Lichthupe. ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen, die sich dann leider auch bewahrheiteten. Ein italienischer A6 Avant überholt uns - nun sehr langsam fahrend - und signalisiert uns, dass mit unserm Fahrzeug etwas nicht in Ordnung sei. Auf dem nächsten Parkplatz hielt der Audi vor uns an und der Fahrer und seine Beifahrerin kamen zu uns ans Womo. "Sede - Strada!!" war die italienische Erklärung für das, was ich schon dachte. Während der Fahrt löste sich der Kleber unserer Dachbox (OMNISTOR S-Class) und die obere Schale wehte auf die Fahrbahn. Das nicht genug, war natürlich nun die Ladung nicht mehr gesichert und ein Stuhl und unser Campingtisch flogen auf die Straße. immer noch nicht genug des Schicksals zeigten uns die Italiener dann auch noch Ihr Fahrzeug. Sie konnten nicht mehr ausweichen und fuhren über unseren Klappstuhl. Nebelscheinwerfer und Stoßstange waren kaputt. Na so fängt ein Urlaub ja toll an! Nachdem wir unsere Adressen und Personalien getauscht hatten checkte ich den restlichen Inhalt der Dachbox. Der zweite Stuhl musste von nun an im Aufbau transportiert werden. Im Nachhinein hatten wir ja noch Glück, dass es nur ein Blechschaden war und keine Menschen zu Schaden kamen.

Samstag, 30.09.2006
Die weiteren Kilometer bis Cattolica verliefen dann reibungslos und gegen 2.30 Uhr bezogen wir an einem Strandparkplatz unser Nachtquartier. Gegen 8.30 Uhr wachte ich auf uns ging mit Barney die Ortschaft erkunden. Hier war die Saison schon beendet - tote Hose. Kaum ein Hotel hatte noch geöffnet und Touristen waren mehr als Mangelware. Um 9.00 Uhr versorgten wir uns mit Lebensmitteln im CONAD Supermercato und fuhren auf den Parkplatz des Aquariums, wo wir ein ausgiebiges Frühstück genossen. Um rechtzeitig in Ancona am Hafen zu sein, mussten wir gegen 13.00 Uhr von Cattolica aufbrechen, also nutzen wir die Zeit bis dahin mit einem Besuch des Aquariums, das mit prächtigen Fischen und riesigen Haien um die Gunst der Besucher eiferte. Anna-Lena war hin und weg! Gibt es etwas Schöneres als leuchtende Kinderaugen, wenn sie sich freuen? zurück am Womo machten Anna-Lena und ich mit Barney eine große Mittagsrunde, da wir nicht wussten, wann er wieder ohne Probleme sein Geschäft machen kann. Gegen 13.00 Uhr fuhren wir nach Ancona, wo wir kurz vor der Fähre noch einem für 10 EUR den teuren italienischen Gasolio (Diesel) tanken mussten. Am Hafen ging dann alles sehr sehr schnell. Uns wurde ein Platz in der Warteschlange zugeteilt, ich ging mit der Faxbestätigung der Tickets zum Check-In-Schalter und hatte nach wenigen Minuten schon die Tickets für hin- und Rückfahrt in den Händen. zurück beim Womo dachte ich wohl, dass es noch etwas dauern würde, bis die Crew mit dem Boarding beginnen würde - falsch gedacht. Kaum war der letzte LKW von Bord gerollt wurden die Camper als erster auf das OPEN DECK gelotst. Leider hatten wir keine Zeit mehr uns auf die Suche nach Wohnfriedl zu machen, der auch heute von Ancona aus nach Griechenland aufbrach. An Bord der "Olympic Champion" der ANEK LINES besorgten wir uns Strom und machten es uns gemütlich. Pünktlich um 16.00 Uhr legte die Fähre ab und wir erkundeten mit unseren Kindern das Schiff. Es war doch noch sehr viel los, was wir so nicht erwartet hätten, war es doch schon fast Anfang Oktober. Eine Erklärung bekamen wir von einem Womonachbarn. Die Schweizer hatten wohl Urlaub, was auch die hohe Anzahl an eidgenössischen Wohnmobilen erklärte.

Sonntag, 1.10.2006
Nach einer sehr ruhigen und erholsamen Nacht weckte uns am morgen das Anlegemanöver in Igoumenitsa. Hier war es schon schön warm und wir freuten uns so richtig auf Griechenland. Den restlichen Vormittag haben wir mit unseren Kindern gelesen und gespielt, sind noch nach Achtern zum Fotoshooting und haben das Womo für die nächsten Tage urlaubsklar gemacht. Unser erster Stopp sollte in Kalogria sein, da wir noch genug Lebensmittel und Wasser hatten, stand auch kein Supermarktbesuch in Patras an. erst mal Urlaub. Gegen Mittag fuhren wir etwas aufgeregt von der Fähre und mussten feststellen, dass sich hier seit unserem letzten Besuch vor 5 Jahren nichts geändert hat. Ohne Zoll-Kontrolle verließen wir das Hafengelände Richtung Westen (rechts) um auch schon nach 3 km gleich wieder zu halten. Links befand sich ein Praktiker-Baumarkt, und wir brachten einen Camping-Tisch. Leider war heute Sonntag, so dass wir beschlossen morgen wieder von Kalogria aus nach Patras zu fahren. In Kalogria fanden wir am südlichen Parkplatz neben einem Münchner Womo einen ruhigen Platz. Das Abendessen mussten wir ja im Camper einnehmen, da wir keinen Tisch hatten. Alex bereite alles vor uns ich erkundete mit Barney die Umgebung. Nach ca. 1 Stunde setzte die Dämmerung ein und kam mit unserem Hund zum Womo zurück gerannt. Eine regelrechte Stechmückenplage hatte begonnen und ich war ihr Lieblingsopfer :-( Zum Glück haben wir drinnen gegessen.

Montag, 2.10.2006
Gleich frühmorgens nach dem Frühstück brachten wir wieder Richtung Patras auf um im Praktiker einen Campingtisch zu kaufen. Jetzt konnte es weitergehen. Wohin als erstes (Kalogria wollen wir nicht mehr erwähnen - hat uns nicht besonders gefallen)? Von unserer ersten Reise nach Griechenland kannten wir noch einige Plätze, die wir anfahren wollten. Also nicht wie los nach Manoladas. Der Stand dort hat uns schon damals sehr gut gefallen. Leider waren alle Stellplätze belegt und wir fuhren weiter nach Killini an den Strand bei Nakos Taverne. Hier war es ideal für unsere Kinder, obwohl hier an die 20 Wohnmobile standen. Superflaches Wasser, glasklar uns noch schön warm. Wir verbrachten den ganzen Tag mit Sandburgen bauen, schwimmen, rumtoben mit Barney und sonnenbaden. Abends ging es in die Taverne zum Abendessen.

Dienstag, 3.10.2006
In der früh wurde ein Platz in der ersten Reihe frei uns wir konnten diesen beziehen. Jetzt war es uns möglich die Kinder beim Spielen am Stand von unserem Womo aus zu beobachten. Super. Und so verging ein weiterer Tag mit Urlaub aus dem Bilderbuch. Am Abend bemerke ich etwas wenig Luft in einem der Zwillingsreifen hinten rechts. Oh je, hoffentlich kein Platten. Am nächsten Tag geht es ja sowieso weiter, so dass wir beschlossen an eine Tanke Luft nachzufüllen. Diesmal war ein Abendessen vor dem Womo angesagt, ohne Stechmücken und mit einem wunderschönen Sonnenuntergang.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

jochen_a am 31 Okt 2006 07:30:00

Mittwoch, 4.10.2006
Nachdem wir sehr früh geschwommen waren, ver- und entsorgt hatten und frisch geduscht waren, verließen wir diesen Platz auf der Suche nach etwas mehr Einsamkeit und einer Tankstelle. in Gastouni an einer Tankstelle füllte uns der freundliche Mitarbeiter gerne Luft in unseren Reifen. Schnell mussten wir aber feststellen, dass das Ventil defekt ist. Er konnte uns nur zu einem "Service Vulkanisateur" in Gastouni schicken. Diesen fanden wir auch sehr schnell und unter der freundlichen Hilfe des Seniorchefs und eines Passanten konnten wir den Reifen demontieren, das Ventil wechseln und wieder montieren. Nach begleichen der Rechnung ging es wieder weiter. Im Pinienwald von Elea fanden wir trotz der riesigen Anzahl an Womos, Wowas und Zelten einen sehr sehr ruhigen Platz direkt hinter dem Stand. Da leider der Weg zum Meer etwas weit war, ließen wir unser mitgebrachtes Planschbecken volllaufen und unsere Kinder freuten sich in dem herrlich warmen Wasser nach Herzenslust planschen zu können. Wäre dieser Platz etwas näher am Stand, bzw. Wasser, so hätte man als Camper das Paradies gefunden. Ausdrücklich geduldetes freies Camping, Wasserhähne im Wald, Tavernen in annehmbarer Entfernung.... Wir fühlen uns aber nie sehr wohl, wenn wir am Strand liegen und unser Womo nicht in Sichtweite ist. Schließlich ist dort unser gesamtes Hab und Gut für den Urlaub gebunkert. Und mit einer großen Reisetasche für Geld, Foto, PDA, Handy, Fahrzeugpapieren, etc. will man ja auch nicht immer am Stand liegen. Daher entschlossen wir uns (teilweise schweren Herzens) am nächsten Tag aufzubrechen.


Donnerstag, 5.10.2006
Wir fuhren südlich bis Kalo Nero, bogen dann auf die E65 Richtung Kalamata um im Ort Messini am späten Vormittag in einem Supermarkt Proviant zu tanken. Im Gespräch mit einem deutschen Womofahrer erfuhren wir, dass die Polizei auch im Oktober in der Gegend um Messini und Kalamata mit Wildcampern kurzen Prozess macht und diese unter Androhung einer saftigen Geldstrafe verjagt. Das ist definitiv nichts für uns. Aber im Womoführer haben wir etwas von einem schönen Sandstrand bei Vasilitsi gelesen. Mit Schiffswrack-Kulisse. Da müssen wir hin. Für einen längeren Aufenthalt gerüstet starten wir die letzten Kilometer Richtung Süden und finden den besagten Strand völlig leer vor. Kein Womo an so einem Strand? Da muss was faul sein. Kaum hatten wir einen schönen Stellplatz eingenommen sahen wir den "Sandstrand". Welcher Sandstrand? Der Stand bestand aus hühnereiergroßen Kieselsteinen, die ein Baden ohne Badelatschen unmöglich machte. Das war also der "Casus knaxus". Der Stand gefiel uns aber so gut, dass wir dennoch unser Lager aufschlugen und es uns gemütlich machten. Am Nachmittag gesellten sich dann noch drei weiter Womos mit an den Stand, eine glückliche Fügung des Schicksals, wie sich noch herausstellen sollte. Aus dem Bimobil gleich hinter uns stieg ein junges Mädchen aus, etwas älter als unsere Tochter aber wohl so ziemlich in Ihrem Alter - und schon hatte Anna-Lena eine Freundin. Für uns war dies die ideale Urlaubsbekanntschaft. Schnell kamen wir mit den Eltern ins Gespräch und unser Abendessen bestand aus gegenseitig ausgetauschten Grillwürstchen, Zwiebeln, Salat,... Die Kinder fielen erschöpft ins Bett und wir Eltern saßen noch bis weit nach Mitternacht bei Bier und Retsina zusammen.

Freitag, 6.10.2006
Die Kinder beschäftigten sich seit dem frühen Morgen mit Steine anmalen, Memory spielen, Planschen im Planschbecken und herumtoben, so dass wir neben lesen auch interessante Gespräche mit unseren Nachbarn führen konnten. Am Nachmittag kam ein skurril aussehendes dreirädriges Gefährt am Strand an und ein älterer Grieche stieg ab und machte es sich im schattigen Mini-Wäldchen auf einem ausgesessenen Sessel bequem. ich fragte ihn, ob er ein Bier oder ähnliches möchte und er antwortete in einwandfreiem deutsch, dass er gern ein Wasser hätte. So blieb er einige Stunden so sitzen uns bei uns machten sich schon die Vorbereitungen für das Abendessen bemerkbar. Als er dann das Wasserglas zurückbrachte und uns so freundlich ansprach entschlossen wir mit unseren Womofreunden ihn zum Abendessen an unsere zusammengestellte Tafel einzuladen. Es gab Nudeln mit Tomatensoße, Sardinen aus der Dose, Pfefferbeißer, Brot und Bier. Wir machten noch eine Dose Sauerbraten aus Deutschland heiß und unser griechischer Freund Christos lies es sich sichtlich schmecken. Er erzählte uns von der Bucht, der Geschichte des Schiffswracks, der Fischerei, seinem Oktoberfestbesuch in München - ein schönes Abendessen. Nachdem sich Christos herzlich bedankt und verabschiedet hatte, saßen wir noch zusammen und unterhielten und über dies und das. Es stellte sich heraus, dass Jens ein begeisterter Taucher ist, und für diesen Urlaub Maske, Schnorchel, Flossen und Unterwasserlampen dabei hatte. Da ich ebenso ausgerüstet war, beschlossen wir gegen 22.00 Uhr einen Nachttauchgang um das Wrack zu unternehmen. Ein einzigartiges Erlebnis, bei dem wir einige Fische, einen Aal und ein gespenstisch erscheinendes Schiffswrack beschnorcheln konnten.


Samstag, 7.10.2006
Heute war der Tag des Abschieds gekommen, denn nach dem Frühstück wollten wir wieder gen Norden so langsam Richtung Fährhafen Patras. Die Hälfte des Urlaubs war schon vorbei. So machten wir noch ein gemeinsames Frühstück, bei dem wir durch den freundlichen Besuch von Christos unterbrochen wurden. Er stieg von seinem Gefährt und gab uns beiden Familien je eine 1,5 Liter Flasche mit vorzüglichem selbst gemachtem Olivenöl. Eine größere Freude hätte er uns nicht machen können. Nachdem wir alles zusammengepackt und uns von unseren Freunden verabschiedet hatten, fuhren wir wieder Richtung Norden. Vorbei an Finikounda über Pilos an der Westküste immer auf der Suche nach einem schönen Stellplatz. Aber wir waren zu verwöhnt! Keiner der gefunden Stellplätze konnte im Vergleich zu Vasilitsi bestehen. Da das Wetter auch etwas schlechter wurde, entschlossen wir uns auf den Camping Palouki im gleichnamigen Ort zu gehen. Naja für 17 EUR pro Nacht wurde uns nicht sehr viel geboten. Die Taverne war bereits geschlossen und die Sanitäranlagen unter aller Kanone. Wenigstens konnten wir ver- und entsorgen. Am Abend gingen wir in eine Taverne am Hafen zum Essen und beschlossen dort, gleich am nächsten morgen aufzubrechen.

Sonntag, 8.10.2006
Ein (wieder) schöner Morgen mit einem Frühstück vor dem Womo stimmte uns in den Tag ein. Nachdem wir die Campinggebühr entrichtet hatten ging es weiter Richtung Norden. Wir besuchten noch die Schwefelquellen in Loutra Killini um am Killini Port nach einem Stellplatz zu suchen. Ein unscheinbares Weglein ohne Beschilderung führte uns direkt zu einem Traumstrand. Leider war der Stellplatz sehr sandig, so dass wir uns die Frage stellen mussten, ob wir dies wagen sollten. Da der Platz aber so schön war, gingen wir das Risiko ein. Würde es zu regnen beginnen, so müssten wir eben schnell auf den befestigten Weg zurück. Es blieb den Tag über aber schön trocken, so dass wir Sandburgen bauen und schön spielen konnten. Am Abend grillten wir Souvlaki und speisten im Womo, da leider der Wind deutlich aufgefrischt hatte.

jochen_a am 31 Okt 2006 07:33:18

Montag, 9.10.2006
Mitten in der Nacht (6.00 Uhr) schauten Alex und ich uns plötzlich an und erzählten uns gegenseitig den gleichen Traum von Heidi und dem Geißen-Peter. (???) Ein Blick aus dem Aklovenfenster und alles war klar. Unser Camper stand mitten in einer weidenden Schaf- und Ziegenherde mit Glöckchen. Im Schlaf hatte unser Unterbewusstsein diese "Klingeling" zu einem Traum von Heidi verarbeitet. So viel zum Thema Traumdeutung! ;-)
Im Morgengrauen (ca. 8.00 Uhr) machte ich mit Barney auf, die Umgebung zu erkunden. Zum Glück fanden wir diesen Platz noch, denn nächstes Jahr wird es ihn wohl so nicht mehr geben. In ca. 100 Meter Entfernung entsteht gerade eine Ferienhaussiedlung vom Feinsten. Straßen werden angelegt, Betonfundament für Häuser gegossen, Schalungen für Ferienhäuser mit Beton ausgegossen, Kanalisation angelegt. Ich denke, dass hier nächstes Jahr eine Feriensiedlung stehen wird und so kein Platz mehr für Wohnmobile (und Schafherden) sein wird. Eigentlich schade und diesen schönen Platz. Ein schnelles Frühstück, denn jetzt wollen wir nach Manoladas, an einen Stellplatz, den wir schon nach unserer Ankunft aufgesucht hatten. Kaum waren wir aus Manolada raus, fragte mich Alex', welchen der Plätze wir anfahren wollen. Ich konnte, da wir just in diesem Moment an der ersten Einfahrt vorbei rasten, nur noch sagen "den zweiten". Also wir diesen ansteuerten fanden wir ihn gänzlich leer vor. Ein Paradies hinter einer kleinen Dünenkette! Paradiesisches Meer, super Strand, keine Tourist... Traumhaft!. So genossen wir den restlichen Tag und fielen am Abend glücklich und zufrieden in unsere Betten.


Dienstag, 10.10.2006
Ich dachte nachts Geräusche gehört zu haben und lugte vorsichtig aus dem Alkovenfenster. Neben uns stand ein 9-Sitzerbus und ein Mercedes-Jeep mit ca. 12 Kanus auf dem Anhänger. Eine Survival-Truppe aus der Schweiz, die unter freiem Himmel in den Dünen nächtigte. Natur pur! Lediglich ein Lagerfeuer sollte man nicht machen. Denn wenig später tauchte die Feuerwehr mit Blaulicht und Sirene neben uns auf und frage uns nach den "Brandstiftern". Sie beließen es bei einer deftigen Beschimpfung auf griechisch (vermute ich) und einer Verwarnung, bei diesem Wind keine Feuer zu machen, da der trockene Wald ruck-zuck Feuer fangen kann. Wir hingegen verlebten den Tag mit Fotoshootings, Lesen, Muscheln sammeln, Schwimmen und relaxen. Ein schöner Tag!

Anzeige vom Forum


jochen_a am 31 Okt 2006 07:35:18

Mittwoch, 11.10.2006
Morgen geht die Fähre, und wir wollen die letzte Nacht in Patras verbringen. Also packen wir unsere Sachen zusammen, verstauen Fahrrad, Laufrad und Gießkanne auf dem Heckträger (werden wir jetzt nicht mehr brauchen), bringen das in Italien vorgeschrieben "Panello" an und verlassen nach einem schönen Frühstück diesen paradiesischen Platz. Es sind nur wenige Kilometer bis Patras und wir lassen es langsam angehen. Schließlich sind wir ja im Urlaub. Hatten wir auf der Hinfahrt nicht ein Hinweisschild auf einen "Carrefour"-Supermarkt gelesen? Wir sind bekennende Fans dieser weltweiten Supermarkt-Kette und wollten diesen gelungen Urlaub mit einem Einkauferlebnis abschließen. Also nichts wie zum Hafen und dort den bereits bekannten Weg nach Westen Richtung Pyrgos. Gleich am Ende des Hafengeländes geht es links weg Richtung "Athina" (Athen). Am Stadion vorbei findet man den Carrefour sehr sehr leicht. Am Abend wollten wir mit allem Brimborium (Griechischer Salat, Souvlaki, Tsatsiki, Peperoni, Taramosalata, Oliven, Gigantes) noch einmal grillen, also versorgten wir uns auch hiermit. Ein schnelles Mittagessen nahmen wir im Imbiss des Supermarktes ein, wobei ich das erste und einzige Mal in Griechenland Gyros bekam (Ist das bei uns nicht das griechische Essen schlechthin?). Bestens versorgt suchten wir nun unseren Stellplatz für die Nacht. Dort angekommen trafen wir auf unsere Hannoveraner freunde mit dem Bimobil und es wurde ein superschöner letzter Abend in Griechenland mit schönen Gesprächen und herrlichem Essen. Auch die Kinder waren froh sich wieder zu treffen und spielten, als wäre kein Tag vergangen, seit sie sich das letzte Mal gesehen haben.

Donnerstag, 12.10.2006
Ein kleines Frühstück und die letzen Vorbereitungen im Womo - Die neuen Utensilien mussten nun verstaut werden und die Dachbox war ja defekt. Jetzt folgte ein weiterer Abschied von unseren Hannoveraner Freunden. Um 15.00 Uhr ist Check-In. Und wir müssen noch einmal für zuhause bunkern. Also auf in den Carrefour. Dort kauften wir alles (un-)nötige für die Heimreise und zuhause. Getränke, Oliven, Obst, Brot und Mitbringsel für unsere Freunde und Familien. Mit allem reichlich versorgt fuhren wir gegen 14.00 Uhr auf das Hafengelände. Vor dem verspiegelten Terminal parkten wir und ich ging zum Check-In. Da der Schalter aber erst um 15.00 Uhr öffnet, hieß es warten. Und es hatte sich im Vergleich zu unseren besuch vor 5 Jahren nicht so sehr viel geändert. Immer noch stöberten Albaner an den Womos, Bussen und LKWs umher, um als Blinder Passagier mitfahren zu können (siehe Bericht von Wohnfriedl). Alex hatte durch die verspiegelte Front unseren Camper glücklicherweise die ganze Zeit im Auge und wir konnten ein Dachauer Womo vor uns gerade noch rechtzeitig warnen. Ein Albaner hatte es sich schon mehr als "bequem" gemacht. Nach dem Check-Ion fuhren wir dann zu Gate 1 und reihten uns in die Schlange von Womos vor der "Olypmic Champion" ein. Diesmal hatten wir Glück und erwischten bei Boarding einen Platz direkt an einer Öffnung im OPEN DECK. Aussen-Kabine mit Meerblick und eigenen Betten :-)
Die Fähre legte pünktlich um 17.00 Uhr ab und diesmal war das OPEN DECK ziemlich leer. Fast keine LKWs und keine 30 Wohnmobile. Im Womo neben uns fand Anna-Lena auch gleich wieder eine Freundin, mit der sie spielen und herumtoben konnte.

Freitag, 13.10.2006
Nach einer etwas unruhigeren Nacht legten wir pünktlich in Ancona an und fuhren direkt auf die "Autostrada Adriatica" Richtung Bologna - Verona - Brenner. Unsere letzte Nacht verbrachten wir am Stellplatz in Garmisch, den wir gegen 23.00 Uhr erreichten

Samstag, 14.10.2006
Ein wunderschöner Urlaub geht heute dem Ende zu. Wir werden um 10.00 Uhr bei meinem Bruder zum Frühschoppen erwartet, was wir durch ein zeitiges Aufbrechen auch Schaffen.

Diesel-Junkie am 31 Okt 2006 08:05:55

:respekt: :respekt: :respekt:

eva b. am 31 Okt 2006 13:35:01

Ein toller Bericht :gut: Und mit dem Wetter hattet Ihr wohl Glück - auf den Fotos ist ja immer sooo blauer Himmel. Davon kann ich nur träumen, hier ist alles grau und Nachtfrost soll kommen :?
Inzwischen habe ich schon viele Berichte über Griechenland gelesen und hätte schon Lust dort einmal hinzufahren. Mich schreckt nur die Einstellung der Griechen zu den Haustieren ab. Geschundene, herrenlose Hunde trüben meine Urlaubsfreuden erheblich :(

FranzS am 31 Okt 2006 13:37:51

Super Bericht Glückwunsch!!!!!!

:kette:


FranzS

Gast am 31 Okt 2006 14:01:58

Toll, Jochen!!

Sag mal, wolltest Du nicht eigentlich wieder nach Sizilien fahren oder vertu' ich mich da? Was habt ihr für die Fähre abgedrückt? Und wie geht das mit eurem Malheur auf der italienischen Autobahn weiter? Allerdings - das kann man sagen, das hätte auch so RICHTIG saublöd ausgehen können!! Glück gehabt, unbestritten!

Ansonsten geht's uns ähnlich wie Eva, wir waren auch noch nie in Griechenland und es ist auch fraglich, ob wir in näherer Zukunft mal dorthin reisen werden - aus diversen Gründen.

Allerdings, um diese Jahreszeit ist die Schönwetter-Chance wohl eher noch einen Tick größer als auf Sizilien?!

jochen_a am 31 Okt 2006 17:09:01

Hallo zusammen,
vielen Dank für die Blumen :blume:
Es ist wahr, egentlich wollten wir nach Sizilien, aber nach einer ersten "Testfahrt" im September nach Österreich, mussten wir uns eingestehen, dass die 3tägige Anreise im Womo nach Sizilien für unsere Kinder zu viel gewesen wäre. Wie ihr nachlesen könnt, nach Griechenland fähr man "nur" einen Tag, den Rest hat man ja schon Urlaub auf dem Schiff. Dieses war mit der entscheidenste Grund für unsere Entscheidung.

Und zum Thema Hunde: Wir haben selbst einen "zierlichen" Bobtail, und auf dem Peleponnes wimmelt es tatsächlich von wilden streunenden Hunden, aber bis auf eine einzige Ausnahme (Wrackbucht) konnten wir Barney immer mit draussen neben uns sitzen oder liegen lassen.

Das Thema Dachbox geht noch weiter. Der Haftpflichtschaden bei dem Audi wurde jetzt von unserer Versicherung bezahlt, aber der uns entstandenen Schaden wird nicht beglichen. Die vollkasko wäre unnötig, da wir 600 EUR Selbstbeteiligung haben und die Dachbosx und ein neuer Stuhl und Tisch zusammen auch in etwa so viel kosten werden.
Auf Anraten unseres Anwaltes werde ich der Firma OMNISTOR mal einen Brief schreiben, mit der Bitte, mir zu antworten, wie sich die Firma die Regulierung dieses Schadens vorstellt. Mein Anwalt meinte etwas von Produkthaftung, da die Dachbox ordnungsgemäß installiert wurde und erst 3 Jahr alt war. Naja mal sehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Varadero_BW am 22 Dez 2006 10:20:04

Hallo Jochen,

Also, mir gegenüber hat sich diese Firma als sehr kulant erwiesen. Für meinen 5 jahre alten Fahrrad Träger haben die mir kostenlos 4 neue Clips geschickt um die Fahrräder zu befestigen.

Ich nehme mal an, dass die Dir neue Scharniere und ein neues Schloß für Deine Dachbox schicken, was wegen Produkt Alterung kaputt ging. Ansonsten kann ja der Deckel nicht weg fliegen oder auf gehen. :-)

Nur nützt Dir das wenig und begleicht nicht den Schaden.


Frank

BPHennek am 22 Dez 2006 13:40:47

Danke für den Bericht, aber 10 Tage Grece vor Ort wäre uns zu wenig..., für die lange Strecke...

Hmm, wir sind Mitte September 2007 in Dubrovnik...
Ist jemand schon von dort aus mit der Fähre nach Patras z.B. gefahren, wie organisiert man das am besten?

Aretousa am 22 Dez 2006 15:49:16

Weiter als nach Kroatien ist`s auch nicht- wenn man die Fähre ab Venedig nimmt- und da fahren viele für nen "Kurzurlaub" hin.
A.

BPHennek am 22 Dez 2006 16:00:08

Nein, mir geht es um die Verbindung:

Hin: Dubrovnik-Patras
Rück: Patras-Venezia

Vielleicht hat ja hier jemand einen passenden Link zu den Fähren zufällig parat?

volki am 22 Dez 2006 17:24:18

Bruno

es gibt keine direkte Linie mehr zwischen HR und GR

Entweder über Land (!!) oder von Dubro erst nach Bari und dann nach GR

--> Link

oder

--> Link

volki

Aretousa am 22 Dez 2006 23:31:56

Meine Bemerkung bezog sich auf die Feststellung das die Anreise zu weit sei für 10 Tage in Griechenland. Kommt halt auf den Wohnort in Deutschland an. Von Bayern aus sind es bis Athen nur ein paar hundert Kilometer (übers Wasser muss man ja nicht selber fahren, sondern hat schon einen richtig faulen Urlaubstag).

BPHennek am 23 Dez 2006 12:41:07

@volki,
Danke, schade..., hätte sich angeboten von Dubrovnik aus unsere Reise per Fähre fortzusetzen.

polen am 23 Dez 2006 13:43:21

Hallo, supertoller Reisebericht! aber sag mal, was bedeutet bei Euch "Kinder bettfertig" gemacht?

volki am 24 Dez 2006 11:43:16

BPHennek hat geschrieben:@volki,
Danke, schade..., hätte sich angeboten von Dubrovnik aus unsere Reise per Fähre fortzusetzen.


Bruno,

du hast recht, vor Jahren gab's das.

vielleicht schreibst du einmal ein Mail an
--> Link

Vielleicht nehmen die den Service wieder auf ?

Auf die "geplante" Adria-Autobahn durch MN und Alb wir doch wohl noch länger gewartet werden müssen. :lol:


volki

jochen_a am 05 Jan 2007 14:31:32

@ Helene
Hallo und danke für die Blumen :blume:

Kinder sind bei uns "bettfertig", wenn (sofern vorhanden) die Zähne geputzt sind, der Schlafanzug angezogen ist und die "Gute-Nacht-Geschichte" vorgelesen ist.

Das ist unser tägliches Ritual. Nicht immer lustig, aber was muss, das muss...

im neuen Jahr!!!

Aretousa am 05 Jan 2007 14:54:09

Ich vermute die Frage bezog sich mehr auf das "Bett"- denn Kinder anders als angeschnallt im Kindersitz zu transportieren ist äußerst fahrlässig. Ich weiß wovon ich rede- wir hatten einen Unfall mit Totalschaden. Die Scheibe im Alkoven lag auf der Fahrbahn, die gesamte Inneneinrichtung des Womos sah aus als hätte eine Bombe eingeschlagen und unser 11 Monate alter Jüngster saß mittendrin wohlbehalten im Kindersitz..............Ich muss zugeben, dass unser Ältester vorher auch die Fahrten , unter anderem bis in die Türkei, am liebsten im Alkoven schlafend zubrachte- nach dem Unfall wäre keiner aus der Familie mehr auf solch eine Idee gekommen.
Aretousa

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

GRIECHENLAND ist eine Reise wert
Wie ist es Ende August auf dem Peloponnes???
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt