Heinz53 am 11 Aug 2018 07:38:14 Hallo, Frage eines Neulings an die Runde. Welche Unterhaltskosten plant ihr den für euer WoMo so ein? Ich meine nicht Versicherung, Steuer und Treibstoff, sondern Wartung, Reparaturen usw. Wir haben uns im Herbst letzten Jahres bei einem Händler einen gebrauchten Phoenix, auf Iveco Daily Fahrgestell, gekauft und stehen mal wieder in der Werkstatt. Gerissenes Handbremsseil, gerissene Schaltzüge, loser Auspuff, zuviel Luft im im Spurstangengelenk und im Kardanwellenlager sowie ein gerosteter Bremssattel (warum nur der eine?) sind einerseits für ein Auto des Baujahres 2000 nicht unnormal aber passen doch nicht so ganz zur Fahrleistung von ca. 120 tkm. Ich überlege mir nun hat das WoMo einen Wartungsstau oder muß ich weiterhin mit Wartungs und Rep. Kosten von ca 5000 € jährlich rechnen, in diesem Fall wäre es dann günstiger die Kiste abzustoßen und mir ein WoMo zu mieten wenn ich es brauche.
topolino666 am 11 Aug 2018 07:51:55 ... Du hast noch Reifen, Hallenmiete, Fahrzeugwäsche, Politur, Unterbodenschutz... vergessen! Und dann eben doch noch Versicherung, Steuer und Abschreibung dazurechnen und Du kannst mit dem Taxi ins All-in fahren! 8) ...... die Suche schon bemüht? --> Link--> Link--> Link--> Link--> Link--> LinkWenn Du beim Händler gakauft hast, dann hast Du schon geklärt was der Händler im Zuge der Gewährleistung übernimmt???????
Mann am 11 Aug 2018 08:09:38 Heinz53 hat geschrieben: in diesem Fall wäre es dann günstiger die Kiste abzustoßen und mir ein WoMo zu mieten wenn ich es brauche.
Es ist im Gesamtpaket immer günstiger, zu mieten als zu kaufen auch wenn du null Reparaturkosten hast. Du musst es als Hobby sehen und es muss dir sehr wichtig sein deine Toilette und Bett als einziger zu benutzen, bzw. zu benutzt haben. Nur dann wirst du glücklich und wirst nicht mehr allein den Geldwerten Vorteil zu einer Entscheidung bemühen und da Rede ich noch gar nicht von der investierten Zeit ins Hobby.
Dakota am 11 Aug 2018 08:32:36 Moin,
bei einem 18 Jahre alten Fahrzeug kann immer etwas an Rep.-kosten anfallen. Es kommt wohl (auch) darauf an wie der Vorbesitzer den Wartungsplan eingehalten hat. Fahrzeuge können sich auch "kaputtstehen".
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, ist die Garantiezeit um werden die vom Hersteller vorgeschriebenen Wartungen größzügiger ausgelegt.
Aber ein Iveco sollte, wenn einmal durchsaniert, keine jährlichen Kosten i.h.v. €5000 verursachen. Für eine jährliche Inspektion, Verscheiß.- & Ersatzteile würde ich wohl mit € 1000 pro Jahr rechnen, im Jahresdurchschnitt.
Gast am 11 Aug 2018 08:47:06 DAKOTA hat geschrieben:Moin,
bei einem 18 Jahre alten Fahrzeug ... Aber ein Iveco sollte, wenn einmal durchsaniert, keine jährlichen Kosten i.h.v. €5000 verursachen. Für eine jährliche Inspektion, Verscheiß.- & Ersatzteile würde ich wohl mit € 1000 pro Jahr rechnen, im Jahresdurchschnitt.
Woher kommen die 1000,--? Erfahrung? Statistik? Aus der Luft gezaubert? Nach meiner bisherigen Erfahrung sind es eher 2000 bis 3000 je Jahr bei 20000 km Jahresfahrleistung. Ich würde deshalb rein für Reparaturen 15 Cent je km rechnen bzw. Zurücklegen. Grüße, Alf
Dakota am 11 Aug 2018 09:09:48 KudlWackerl hat geschrieben:Woher kommen die 1000,--? Erfahrung? Statistik? Aus der Luft gezaubert?
Nach meiner bisherigen Erfahrung sind es eher 2000 bis 3000 je Jahr bei 20000 km Jahresfahrleistung. Ich würde deshalb rein für Reparaturen 15 Cent je km rechnen bzw. Zurücklegen.
Hallo Alf, das sind meine Daten, reale, über die letzten drei Mobile (rund 15 Jahre). Bei zwei bis drei tausend Euro jährliche Wartungskosten, also Inspektionen, Verschleiß.- , Ersatzteile, würde ich mal darüber nachdenken ob ich das richtige Chassis gewählt habe :wink:
thomas56 am 11 Aug 2018 09:15:07 DAKOTA hat geschrieben: Bei zwei bis drei tausend Euro jährliche Wartungskosten, also Inspektionen, Verschleiß.- , Ersatzteile, würde ich mal darüber nachdenken ob ich das richtige Chassis gewählt habe :wink:
da würde ich schon bei 1.000,- drüber nachdenken! :ja:
wolfherm am 11 Aug 2018 09:24:29 Kommt ja auch darauf an, ob man ein regelmäßig gepflegtes und gewartetes Fahrzeug gekauft hat oder eine abgerockte Möhre, die eigentlich generalüberholt gehört.
topolino666 am 11 Aug 2018 09:33:47 ... unser Fahrzeug war (fast) neu, wir haben es jetzt 10 Jahre (also selbst abgerockt) und wenn halt Bremsen, Reifen und ein grösserer KuDi zusammen kommen sind wir auch locker >2000 Euro.
Weiterhin unverständlich ist mir warum beim TE der Händler im Zuge der Gewährleistung nicht einspringt.
hymers740 am 11 Aug 2018 10:09:23 Hallo, das sind meine Kosten die ich Jährlich habe, da ich nicht auf meine Kilometer zur Inspektion komme mache ich vorm TÜV Jahresdurchsicht, andere Sachen können natürlich noch zusätzlich kommen! Oel Wechsel 305,35 € Filter 32,00 € Dieselfilter 16,30 € Dichtigkeitskontrolle 160,00 € Arbeitslohn 385,00 € TÜV / ASU 147,00 € Gesamt 1045,65 € Es ist eigentlich das erste mal das ich über diese Kosten spreche oder nachdenke, denn wir wissen alle ein Wohnmobil ist kein Sparbuch sondern eigentlich ein Spassgerät für die noch verbleibende Lebenszeit. Gruß Klaus :ja:
scubafat am 11 Aug 2018 10:15:59 Kann man Unterhaltskosten planen?
Ich finde eher nicht.
Was kommt bezahle ich und gut ist es.
babenhausen am 11 Aug 2018 10:18:43 Oel Wechsel 305,35 € Filter 32,00 € Dieselfilter 16,30 € Dichtigkeitskontrolle 160,00 € Arbeitslohn 385,00 € TÜV / ASU 147,00 €
Gesamt 1045,65 €
da wird mir ja schlecht.. Ölwechsel 305€ dazu noch der Filter und die Lohnkosten noch extra,sind PixDaumen 500 € nur Öl wechseln.Da würde ich mal die Werkstatt wechseln.,
Canadier am 11 Aug 2018 10:24:57 babenhausen hat geschrieben:da wird mir ja schlecht..
Ölwechsel 305€ dazu noch der Filter und die Lohnkosten noch extra,sind PixDaumen 500 € nur Öl wechseln.Da würde ich mal die Werkstatt wechseln.,
Muß ich wohl in der Schule bei Mathe nicht aufgepaßt haben. Ich hab da was anderes raus! Oder ist "PixDaumen" ne andere Umrechnungsformel? 
Helmchen am 11 Aug 2018 10:39:01 Heinz53 hat geschrieben:sind einerseits für ein Auto des Baujahres 2000 nicht unnormal aber passen doch nicht so ganz zur Fahrleistung von ca. 120 tkm.
Hallo Heinz, doch, passt schon, denn gerade wenn die Wohnmobile nur eine geringe Fahrleistung haben, "stehen sie sich kaputt", aber das nur am Rande. Das, was Du aufzählst ist danach eigentlich nicht ungewöhnlich.
hymers740 am 11 Aug 2018 11:04:43 Hallo,
in meine Kiste kommen 8,5 l 0W40 dafür nimmt Fiat 34,00 € und der ½ Liter Rest kommt ins Auto. In der Auflistung habe ich noch keine Gasprüfung mit dabei, die ist erst 2019 dran, nächstes Jahr wären auch Bremse und Klimaanlage, Feinstaubfilter dabei. Aber was Muss das Muss
Gruß Klaus
pesbod am 11 Aug 2018 22:07:35 Ich denke, das größte Problem sind die vielen Standzeiten in denen das Mobil nicht auf der Straße ist.Grade bei so alten Mobilen kann es eben wie beschrieben passieren...eine Seite verrostet...die andere Seite i.O. Ich hätte früher manchmal zeitgleich 6 od 7 PKW. Die Standschäden bei den Fahrzeugen, die nur ganz wenige km im Jahr gefahren wurden waren nicht ohne. So ergeht es auch dem Womo, welches vielleicht nur 4 / 5000 km im Jahr bewegt wird. Die Höhe der Unterhalskosten sind bei wenigen km nicht geringer, als bei vielen km....
Heinz53 am 12 Aug 2018 08:09:35 Hallo, danke schon mal allen für ihre Kommentare. Insbesondere die Hinweise mit den Standzeiten sind sehr interessant. Leider läßt es im Moment, entgegen unserer Planung, die Zeit nicht zu größere Touren zu machen. Überlege das WoMo wenn es geht als "Zweitwagen" einzusetzen um es mehr in Bewegung zu halten. Fahre ich halt mit einem etwas größeren Auto zum Einkaufen, wir wohnen auf dem Land Platz ist da genug.
Elgeba am 12 Aug 2018 10:05:04 Mein Wohnmobil steht an mindestens 325 Tagen im Jahr in seiner Garage,das es dort "Standschäden" bekommt habe ich in all den Jahren nicht feststellen können.Für den jährlichen Unterhalt incl.Versicherung und Steuern rechne ich 1500.- EUR.Dieses Jahr war ich allerdings weit drüber,eine defekte Lima ,mit ihren Folgeschäden hat mich zusätzlich fast 900.- EUR gekostet.
Gruß Bernd
teuchmc am 12 Aug 2018 10:05:46 Moin Heinz! Man muß ja nicht x tausend Km abreißen. Aber mal übers WE im entspannten Umkreis und das evtl.mit einer gewissen Regelmäßigkeit hat auch Erholungseffekt und tut dem Kfz jut. Sonnigen weiterhin. Uwe
spessartraeuber am 12 Aug 2018 12:19:48 Hallo ich habe mir 2012 ein Flair für 22.0000 Euro gekauft. Das Fahrzeug ist Baujahr 1999. Der Vorbesitzer hat alle Reparaturarbeiten machen lassen und hat mir die Belege gezeigt. Er hatte Reaparatur und Wartungskosten von ca. 13000 Euro in den 13 Jahren . Ich habe nun in den letzten 5 1/2 Jahren Reparatur und Wartungskosten von ca.16000 Euro gehabt. Darin sind auch die Anschaffung einer Campingausrüstung enthalten. So langsam ist bis auf den Motor alles getauscht worden, die Garage ist saniert und das Dach wurde neu abgedichtet. Irgendwann hat man dann wieder ein Weile Ruhe. Das Wohnmobil hat laut Rechnung 160000 DM also ca. 80000 Euro gekostet. Das heißt einen Wertverlust von ca. 58000 Euro. Das heißt ich habe noch gut 42000 Euro Luft bis zum Neupreis. Wenn ich mir dann noch den Schrott anschaue der heute die Werkshallen verläßt, dann bin ich froh ein solides Wohnmobil zu haben. Sämtliche Geräte laufen noch ohne irgendwelche Reparaturen .Die Möbel und Bänke sind massiv und nicht aus Plastik und nur auf Show getrimmt. Die Leichtbaurahmen von heute kann man mit der bloßen Hand verbiegen. In meinem Rahmen kann wenn es gebraucht wird noch ein Gewinde einschneiden.
Die Überlegung mit der Miete ist dann sinnvoll, wenn das Wohnmobil drei bis sechs Wochen im Jahr gebraucht wird. Dann kommt man je nach Saison zwischen 2000 und 4000 Euro aus. Für ein Fahrzeug in meiner Größe würde das aber nicht reichen. Wenn man aber 4 bis 7 Monate unterwegs ist, dann rentiert sich die Miete nicht, auch wenn man immer ein neues Modell zur Verfügung hat.
Man darf die Sache auch nicht nur unter finanziellen Gesichtpunkten sehen. Das Ganze ist ein Hobby und das kostet nur mal Geld. Dafür hat man aber auch den entsprechenden Spass. Wenn man nur am Rechnen ist, was das alles kostet, sollte man sich kein Wohnmobil anschaffen. Das gilt aber auch für jedes andere Hobby. Schließlich leben wir ja nicht nur um zu arbeiten.
Heinz53 am 12 Aug 2018 13:13:49 Hallo Ernst, nochmal an Dich und die Anderen meinen Dank für die Infos. Sie vermitteln mir doch ein Gefühl für den ungefähren "Normalrahmen".
Es ist richtig, wir (fast) alle haben uns das WoMo als Hobby zugelegt und Hobbys kosten nun mal Geld. Jeder versucht auch sein WoMo so auszulegen wie er es sich für seine Anforderungen vorstellt. Wir z.B. möchten die Möglichkeit haben gelegendlich unsere Pferde mitzunehmen, d.h. wir brauchen eine entsprechende Anhängelast, und unsere Hunde (Berner Sennen) müssen natürlich auch mit. Anforderungen die bei einem Verleih nicht zu finden sind. Gemietet haben wir uns einmal ein Fahrzeug, 3,5 t verdammt eng mit den Hunden, nichts für uns. Das Fahrzeug unseres Bekannten möchten wir auch nicht mehrmals im Jahr leihen, du hast doch immer ein ungutes Gefühl wenn du mit einem geliehenen Auto unterwegs bist.
Aber bei allem darf man die Kosten jedoch nicht aus den Augen lassen, wohlgemerkt wir wollen hier nicht jammern! Wenn man allzu gedankenlos an eine Sache herangeht kann das ein böses Erwachen mitbringen und dann ist der Spaß ziemlich schnell vorbei. Das will wohl keiner.
In diesem Sinne Heinz
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