rump
motorradtraeger
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Wolf und Hund 1, 2, 3, 4, 5, 6


Jonah am 05 Sep 2018 14:37:51

MountainBiker hat geschrieben:Hallo,
um eine solche Zahl real zu bewerten sollte man vielleicht dem gegenüberstellen:
-wieviel Angriffe von ...


Das sehe ich auch so, wir hier in D diskutieren aus einer sehr sicheren und bequemen Perspektive. Freunde von mir sind vor einigen Jahren nach Tasmanien gezogen, da war erst einmal lernen der vielen giftigen Tiere angesagt. Auch woanders hat man es mit Haien, Krokodilen, Schlangen zu tun, die dem Menschen nicht immer wohlgesonnen sind. Ich denke man lernt mit der Gefahr umzugehen, auch mit Wölfen, so wie die Norweger zB mit Eisbären leben. Wobei ich den Wolf jetzt nicht wirklich mit einem Eisbären vergleichen möchte und mir täte es für meinen Hund auch leid, andersrum werde ich auch damit leben lernen müssen, wie es Leute in anderen Ländern mit ihrer vorhandenen Fauna auch tun müssen.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

nuvamic am 05 Sep 2018 14:38:58

Klar geht eine Gefahr von ihnen aus - wie von vielem in dieser Welt. Wir hatten hier grade das 40jährige "Jubiläum" des Hohenzollern-Erdbebens. Selbst so was kommt vor. Und "aufrechnen" würd ich die letzten Posts nicht nennen - eher das Einordnen der Gefahr von Wölfen.

Wir können nicht jede Gefahr ausschließen - maximal können wir versuchen damit umzugehen. Und in der Hinsicht Wolf ist das durch verschiedene Mittel - von Vorsicht bis Herdenschutzhunden - einigermaßen möglich.

Die Idee, ab jetzt nur noch mit Waffen in den Wald zu gehen, erzeugt mMn weit mehr Risiko als es "helfen" würde...

Winterurlauber am 05 Sep 2018 14:40:41

Hi MountainBiker
Vielleicht ein paar Zahlen über die Top Ten der bösen Tiere. Irgendwie haben die den Vorfahren unserer Haushunde in dem Beitrag vergessen.
--> Link

Um beim Thema Haustiere zu bleiben.
Böse Zungen behaupten bei dem Hundefleisch-Festival in China wandern jährlich 10.000 unserer "Freunde" in den Topf.
--> Link

Anzeige vom Forum


Gast am 05 Sep 2018 14:41:05

wolfherm hat geschrieben:Sind Wölfe harmlose Gesellen oder geht doch ab und an eine Gefahr von ihnen aus?


Um die Frage zu beantworten halte ich es schon für angebracht die Statistik zu bemühen. So halte ich Wölfe zwar auch für gefährlich.
Aber mit dem Fahrrad durch eine deutsche Großstadt zu radeln ist sicherlich um einiges gefährlicher als durch den Wald zu radeln.


Demnach ist der Mensch um einiges gefährlicher und gehört abgeschossen :ironie:

Gruß Andreas

mowgli am 05 Sep 2018 14:45:39

Also ich habe schon mehrfach in Wolfsgebieten übernachtet - freistehend - und habe überlebt :mrgreen: . Ich bin auch schon mehrfach in solchen Gebieten gewandert und habe noch keinen Wolf zu Gesicht bekommen. Ich bin aber schon über einen Wolfsriss, ein Wildschwein, gestolpert. Habe dann zu Hause einen Jäger aus meiner Bekantschaft befragt und er hat mir versichert das es warscheinlich ein Wolfsriss war. War schon ein mulmiges Gefühl neben dem toten Wildschwein aber weit und breit kein Wolf zu sehen obwohl die bestimmt nicht weit weg waren.

rolfwam am 05 Sep 2018 14:49:23

Ja, wer Mowgli heißt... ;D

Winterurlauber am 05 Sep 2018 14:51:19

Menschen schießen sich weltweit im Moment in ca. 20 Kriegen sowiso selbst ab. Da muss man in einem WoMo Forum gar nicht auf den Hund bzw. Wolf kommen. Oder mit einer Waffe im Wald rumrennen und Wölfe suchen :mrgreen:

nulpe am 05 Sep 2018 15:19:51

Der Erste in diesem Faden mit dem Vorschlag?, bewaffnet in den Wald zu gehen war doch rolfwram.

Mach ich, obwohl wir ein Wolfsrudel in der Nähe haben, aber nicht - na ja, vielleicht einen Wanderstock.
Aber das Kind der Nachbarn spielt ab der Wolfssichtung nie außerhalb des Grundstücks und der Hund ist im Wald angeleint.

An MountainBiker: Bei deiner Klage über die Sauenschwemme solltest du vielleicht die örtlichen Jäger unterstützen: Mal als Treiber durchgehen.

rolfwam am 05 Sep 2018 15:24:40

Einspruch Euer Ehren. Der User "gespeert" behauptet das man in "Wolfsgebieten" nur noch bewaffnet in den Wald gehen sollte! Ich käme nicht auf diese Idee. Auch in Ermangelung einer Waffe. :D

gespeert am 05 Sep 2018 15:25:11

Es muss nicht jeder Idixx mit ner Knarre in den Wald, sondern zu gewissen Zeiten ist das eben notwendig um sich schuetzen zu koennen, analog in Schweden mit Baer und Wolf.

MountainBiker am 05 Sep 2018 15:27:12

solltest du vielleicht die örtlichen Jäger unterstützen: Mal als Treiber durchgehen


viel zu gefährlich enweder die fliehenden Wildschweine greifen mich an oder ich werde von einen Querschläger aus einer Jagdflinte erwischt, Mountainbiker sind ein bevorzugtes Ziel :lol:

gespeert am 05 Sep 2018 15:31:20

Sauenschwemme?
Na die Tierchen wissen wann es so dunkel ist, dass die Jaeger nix mehr sehen.
Dann geht die Post ab.
In hellen Naechten bleiben die in den Deckungen.
Erste Ueberlegungen gibt es, Waerme oder Nachtzielgeraete einzufuehren.
Waere gut da so festgestellt werden kann, was da nachts im Unterholz ist, Schwein oder Pilzsucher!
Und man kennt so verlaessliche Bestandszahlen und kann so auch gezielt bejagen.
Dann werden nur Frischlinge geschossen, nicht alte erfahrene Tiere die die Rotte kontrollieren.
Das minimiert auch Schaeden, wenn die Alttiere lernen wo sie erwuenscht sind und wo nicht.

gespeert am 05 Sep 2018 15:32:30

Im Radlanzug bist Du auffaellig, darfst nur keinem Schiesser vor die Flinte laufen :D

nulpe am 05 Sep 2018 15:42:03

rolfwam hat geschrieben:Einspruch Euer Ehren. Der User "gespeert" behauptet das man in "Wolfsgebieten" nur noch bewaffnet in den Wald gehen sollte! Ich käme nicht auf diese Idee. Auch in Ermangelung einer Waffe. :D

Ich glaube, dass in "Wolfsgebieten" im Ausland, die Wölfe tatsächlich scheuer sind: Weil sie eben bejagt werden.
Aber in Notzeiten oder wenn man gegenüber dem Rudel irgendwie verletzlich wirkt, kann das schief gehen.
Keiner weiß, warum die joggende Lehrerin damals in Kanada aufgefressen wurde: War sie gestürzt?

Dass die Wölfe bei uns zunehmend "zutraulich" werden, z.B. mitten durch Rathenow spazieren, dem Kindergarten einen Besuch abstatten und an einem Kind schnüffeln ist schon ungewöhnlich und sollte zu Bedenken Anlass geben.
--> Link

""Ein elfjähriges Mädchen habe demnach erzählt, dass der Wolf sich ihm bis auf zwei Meter näherte, anschließend zurückwich, es dann aber umkreiste und beschnupperte und sich erst langsam zurückzog. Von einer Kita-Leiterin wurde zudem berichtet, dass sie vom Fenster aus mitten am Tag gemeinsam mit den Kindern einen Wolf im Garten beobachtete, der dort unter einem Baum Äpfel fraß."

Allerdings lehnen viele Jäger es ab, den Wolf wieder in das Jagdrecht zu übernehmen: Sie wollen die Suppe nicht auslöffeln, die ihnen andere eingebrockt haben.

nulpe am 05 Sep 2018 15:45:18

MountainBiker hat geschrieben:viel zu gefährlich entweder die fliehenden Wildschweine greifen mich an oder ich werde von einen Querschläger aus einer Jagdflinte erwischt, Mountainbiker sind ein bevorzugtes Ziel :lol:

Schrot aus einer Jagdflinte wäre nicht weidmännisch. Die paar Euro mehr für eine Kugel aus der Büchse sollte man für Mountainbiker schon übrig haben.

cbra am 05 Sep 2018 15:49:43

Tipsel hat geschrieben:....

Die Menschen können wir nicht zurückdrängen, um Tiere, die bereits auf dem Rückzug waren, wieder anzusiedeln.


Warum ?

sehe ich nicht unbedingt und uneingeschränkt so.

und ja - ich hab mir auch scjon gedanken gemacht ob ein wolf eine gefahr für uns oder unseren darstellen kann - denke aber dass abtsurz, ertrinken, verkehr wesentlich gefährlicher sind

nulpe am 05 Sep 2018 16:03:12

cbra hat geschrieben:und ja - ich hab mir auch scjon gedanken gemacht ob ein wolf eine gefahr für uns oder unseren darstellen kann - denke aber dass abtsurz, ertrinken, verkehr wesentlich gefährlicher sind


Ist das die Logik?:
Absturz, Ertrinken und Verkehr sind wesentlich gefährlicher.
Also kann der Wolf keine Gefahr für uns darstellen?

nulpe am 05 Sep 2018 16:09:16

Der Mensch schlägt zurück:
Wie ich soeben erfahre, hat in einem der Nachbardörfer ein russischstämmiger Jugendlicher illegal einen Wolf in der Schlinge gefangen.
Der Kleinkriminelle namens Peter P. gab zu seiner Verteidigung an, der Wolf hätte angeblich kurz vorher seine Ente verschluckt.
Daraufhin hat er ein Seil geholt, eine Schlinge geformt, von einem Baum aus diese dem Wolf über den Schwanz geworfen und heimtückisch zugezogen.
Zufällig aus dem Wald kommende Jäger konnten Schlimmeres verhindern.
Der Großvater des Jungen wurde ebenfalls festgenommen, da er offensichtlich seine Aufsichtspflicht verletzt hat.
Ein Vogel, der angeblich Beihilfe geleistet hat, konnte anscheinend entkommen

kawabenemsi am 05 Sep 2018 16:18:25

nulpe hat geschrieben:Wie ich soeben erfahre, hat in einem der Nachbardörfer ein russischstämmiger Jugendlicher illegal einen Wolf in der Schlinge gefangen.
Der Kleinkriminelle namens Peter P. gab zu seiner Verteidigung an, der Wolf hätte angeblich kurz vorher seine Ente verschluckt.

....


Richtig !!!Jetzt kommen wir endlich mal zum wesentlichen Skandal :

--> Link

VG Ben

rolfwam am 05 Sep 2018 16:18:53

Das is aber schon länger her :D

nulpe am 05 Sep 2018 16:22:55

rolfwam hat geschrieben:Das is aber schon länger her :D

Die Ente im Bauch quakt aber noch ....neulich gerade wieder gehört.

rolfwam am 05 Sep 2018 16:24:22

Nein, das war eines der Zicklein.

kawabenemsi am 05 Sep 2018 16:44:54

rolfwam hat geschrieben:Nein, das war eines der Zicklein.


Jetzt muss ich aber wirklich Deine Kompetenz anzweifeln :mrgreen:

Der besorgniseregende Fall mit dem russischstämmigen Peter P. ist wohl nach unbestätigten Meldungen ohne ein maßgebliches Opfer unter den Zicklein abgelaufen.

Aus ermittlungstechnischen Gründen ist das aber noch nicht verifiziert.

Also bitte keine Fakenews !!!

--> Link

VG Ben

crossover0480 am 05 Sep 2018 16:50:40

Ich finde ein solch ernstes Thema sollte nicht mit Humor aufgewertet werden. :evil:

Ich habe in einem Buch gelesen, das nachweislich durch einen einzelnen Wolf heftige Infrastrukturschaeden verursacht wurde. Er hat wohl mehrere Haeuser umgepustet und Angst und Terror unter der Bevoelkerung verursacht. Und das nachdem diese Gebauede erst durch junge Individuen aufgebaut wurde!

Quelle: --> Link

So long,

Crossover0480

rolfwam am 05 Sep 2018 16:58:37

Das sind keine Fakenews, maximal alternative Fakten! :D
Aber genau durch solche Storys/Geschichten/Märchen seit hunderten von Jahren ist das Ansehen des Wolfs nicht gerade besser geworden.

kawabenemsi am 05 Sep 2018 17:02:46

crossover0480 hat geschrieben:Ich finde ein solch ernstes Thema sollte nicht mit Humor aufgewertet werden. :evil:

Quelle: --> Link

So long,

Crossover0480


Lichterkette jetzt ?

kawabenemsi am 05 Sep 2018 17:13:56

rolfwam hat geschrieben:Das sind keine Fakenews, maximal alternative Fakten! :D
Aber genau durch solche Storys/Geschichten/Märchen seit hunderten von Jahren ist das Ansehen des Wolfs nicht gerade besser geworden.


Seit Jahrhunderten "Alternative Fakten" und "Gesundes Volksempfinden" !

Schluss jetzt damit !!!

Über 5000 tote Schafe in Europa per annum sind doch nur ein Propaganda-Fake der Wolfshasser !

Unsere sogenannten "Altforderen" waren sämtlich Idioten . Das Essen kommt von Aldi und Co. und nicht vom Schäfer, Bauer oder solchen schrägen Typen.


VG Ben

rolfwam am 05 Sep 2018 17:23:12

Und was genau möchtest du mir und anderen jetzt mitteilen? :?

kawabenemsi am 05 Sep 2018 17:27:00

rolfwam hat geschrieben:Und was genau möchtest du mir und anderen jetzt mitteilen? :?


Dass über 5000 ! tote Schafe in Europa per annum durch nachgewiesene Wolfsrissse stattgefunden haben.

Immer noch Fragen Kienzle ?

Fakenews ?

Ich antworte gerne !

rolfwam am 05 Sep 2018 17:33:28

Ich schlage vor wegen den Fakenews liest du nochmal in aller Ruhe :D
Ja kann schon sein mit den 5000 Schafen. Und? Raubtiere fressen nunmal Fleisch.

kawabenemsi am 05 Sep 2018 17:33:48

rolfwam hat geschrieben:Und was genau möchtest du mir und anderen jetzt mitteilen? :?


Zitat aus Zeit online :

In New Mexico wurden an einigen Bushaltestellen zeitweise vergitterte Verschläge errichtet, die Kinder vor Wölfen schützen sollten. In Russland bilden sich Wolfsrudel, die mehr als 100 Tiere umfassen können und sich gelegentlich in Randbezirken abgelegener Städte herumtreiben. Wollte man alle Angriffe einzeln aufführen, hätte man lange zu tun.

Im spanischen Galicien, in der Nähe des Dorfes Vilar, wurde 1957 ein fünfjähriger Junge von einem Wolf getötet, tagsüber, auf einer Straße. Ein Jahr später griff ein Wolf in einem Nachbardorf Kinder an. Einer der spielenden Jungen wurde von dem Tier weggeschleift, bevor Erwachsene es verjagten. Der Junge überlebte.

Zitat Ende .

--> Link

Fragen ?

rolfwam am 05 Sep 2018 17:40:39

Ich darf dich doch zitieren?
"Lichterkette jetzt?"
Wir leben weder in New Mexico, Gallicien und Russland.
Also projizier doch sowas bitte nicht auf Deutschland.
Damit verabschiede ich mich hier. :roll:

Canadier am 05 Sep 2018 17:41:24

Das Essen kommt von Aldi und Co. und nicht vom Schäfer, Bauer oder solchen schrägen Typen.

Na dann schau dir aber mal die EDEKA Werbung an. :ja:

kawabenemsi am 05 Sep 2018 17:45:32

rolfwam hat geschrieben:Ich schlage vor wegen den Fakenews liest du nochmal in aller Ruhe :D
Ja kann schon sein mit den 5000 Schafen. Und? Raubtiere fressen nunmal Fleisch.


Eben , Wölfe fressen Fleisch .

Zitat Zeit online :

Im Jahr 1974 schleppte ein Wolf in derselben Gegend einen Säugling weg, den eine Arbeiterin am Rand eines Feldes abgelegt hatte, und zog ihn in ein Gebüsch, wo das Baby starb. Wenige Tage später schnappte sich ein Wolf ein dreijähriges Kind und tötete es. In der Region gab es damals viele Bauernhöfe mit Hühnern. Vermutlich waren die Wölfe dadurch angezogen worden. Das wäre eine Erklärung.

Zitat Ende

--> Link

kawabenemsi am 05 Sep 2018 17:53:17

rolfwam hat geschrieben:Ich darf dich doch zitieren?
"Lichterkette jetzt?"
Wir leben weder in New Mexico, Gallicien und Russland.
Also projizier doch sowas bitte nicht auf Deutschland.
Damit verabschiede ich mich hier. :roll:


"Deutsche Wölfe " sind eben doch die Besseren ? :mrgreen:

Jetzt kneifen ?

Was werdet ihr sagen , wenn es die ersten Kinder hier erwischt hat ?

Kollateralschäden ?

Eltern selbst schuld ?

Kein Herden - Kinderschutzhund gehabt ?

Eltern können doch nicht so einfach Kinder in den Garten zum Spielen schicken ?

Ich wünsche euch viel Glück , dass es nicht eure eigenen Enkel betrifft.


VG Ben

thomas56 am 05 Sep 2018 18:00:38

die Politiker werden wie immer sagen: "Bedauerlicher Einzelfall"!

Einige wachen erst auf....wenn ihnen selber in den Kopf gebissen wird!

nulpe am 05 Sep 2018 18:23:27

Ich will mal versuchen, ein Fazit zu erstellen.
Soweit ich gelesen habe, will (und kann auch wohl) keiner hier die Wölfe in D ausrotten.
Sie vermehren sich hier prächtig auch ohne NABU, und andere Verbände, für die das Thema eine einzige Gelddruckmaschine ist.
Mittlerweile haben sie (vergleichbar zu anderen Ländern) die erlernte Scheu vor Menschen verloren und es gibt immer mehr Kontakte.
Einige seit Jahrhunderten gebräuchliche Haltungen von Weidetieren werden immer mehr nur mit inzwischen existenzschädigenden Kosten möglich sein; die Alternative (Anbindehaltung in Ställen) wird keiner wollen.
Für den Wolf ist noch genug Platz, aber möglichst in respektvoller Entfernung zum Menschen.
Diesen Respekt hat der Wolf in D verloren und muss ihn (auch schmerzhaft) wieder lernen.
Das wird erhebliche Kosten verursachen, da die Erkennung und das Monitoring (Sendehalsband) von auffälligen Tieren sehr personalintensiv ist - ebenso wie die mögliche Entnahme aus der Wildbahn.
Dass Wölfe grundsätzlich Menschen meiden, hat sich als Märchen erwiesen.
Dass von ihm grundsätzlich keine Gefährdung ausgehen kann, ebenso.
Dass das Risiko gegenüber anderen Gefahren des täglichen Lebens außerordentlich gering ist, spielt wie auch im Arbeitsleben keine Rolle. Die Maßnahmen dort werden sinnvollerweise eher auf die Gefährdungsmöglichkeit und nicht auf die Risikoanalyse abgestellt.

skysegel am 05 Sep 2018 18:40:54

Ich hab jetzt nicht den ganzen Thread gelesen. Kontroversen über die Rückkehr der Wölfe sind irre anstrengend. Nur ein paar generelle Anmerkungen, weil ich in der Ostheide in Niedersachsen lebe. Hier gibt es also tatsächlich Wölfe und ich habe zwei Hunde, bin also betroffen. Ich gehe mit den Hunden in einem großen Waldgebiet spazieren, in dem Wölfe sich niedergelassen haben. Ich habe sie jetzt außerhalb der Brut- und Setzzeit an der Leine, wenn ich in der Nähe von Dickungen bin.

Der dämliche Spruch von den fehlenden natürlichen Feinden. Wölfe sind Predatoren, die an der Spitze einer Nahrungskette stehen. Die haben kein natürlichen Feinde. Die hatten auch nie welche. Ihre Zahl regelt sich durch das verfügbare Nahrungsangebot, Unfälle und Krankheiten. Je geringer das Nahrungsangebot, desto größer müssen die Reviere sein, desto weniger Wölfe gibt es pro Flächeneinheit. Der Zusammenhang zwischen Entwicklung des Nahrungsangebot und Entwicklung der Population bei Predatoren ist sehr gut wissenschaftlich belegt und sogar in mathematischen Modellen beschrieben (Lotka/Volterra). Selbst bei der derzeit hohen Reproduktionsrate der Wölfe, werden wir also nicht von Wölfen überschwemmt. Die Zahl der Wölfe wird zunehmen, solange noch nicht alle potentiellen Reviere besetzt sind.

Es gibt ein paar Leute, die zwar einen Professorentitel haben, aber im Zusammenhang mit der Problematik der Wölfe nicht zitierfähig sind. Zu diesen Menschen gehört auch der selbsternannte Wolfsexperte Valerius Geist.
Haltet euch im Zusammenhang mit Sachinformationen besser an

--> Link
--> Link
--> Link
Es gibt auch noch ein paar andere seriöse Quellen. Spiegel, Zeit, Welt usw. gehören bedauerlicherweise nicht dazu. Übrigens leider auch nicht die Jagdverbände.

Die Frage, ob sich unsere dicht besiedelte Kulturlandschaft für Wölfe eignet, wird durch die Wölfe beantwortet. Wenn sich die Landschaft nicht eignen würde, wäre sie nicht hier. Es gibt genug Tierarten, die hier heimisch waren, für die sich die Landschaft aber nicht mehr eignet, die sind jetzt weg. Neulich las ich von der Feldlerche z.B., auch viele Insekten machen sich wohl mittlerweile rar. Dass die Zahl der Wölfe zunimmt, liegt an dem exzellenten Nahrungsangebot. Noch nie in der Geschichte war die Wilddichte derart hoch wie heute.

Wölfe sind "feige Opportunisten". Weil sie nicht wie unsere Haushunde jederzeit einen Tierarzt im Rücken haben, der sie bei Verletzungen wieder zusammenflickt, ist jede Verletzung potentiell tödlich. Z.B. wegen Infektionen oder weil es sie an der Jagd hindert und sie verhungern. Die leben nach der Devise: lieber fünf Minuten feige, als ein ganzes Leben lang tot. Es kommt also bei Begegnungen darauf an, den Wölfen zu vermitteln, dass sich das Risiko im Verhältnis zu dem, was zu gewinnen wäre, schlicht nicht lohnt. Das ist insbesondere bei uns am Anfang falsch gemacht worden, weil Menschen bei den ersten Begegnungen so fasziniert von den Tieren waren, dass sie sie mit Leckereien angefüttert haben. Wildbiologen sprechen von Habituierung. Mittlerweile hat sich hoffentlich rumgesprochen, dass das keine gute Idee ist.

Nahbegegnungen mit Wölfen betrafen in unserer Gegend fast immer Jungtiere. Die sind wie alle Kinder irre neugierig und haben in der Tat auch keine Angst vor Menschen. Solange die noch nicht geschlechtsreif sind (ab einem Alter von zwei Jahren), sind die zum Glück auch relativ harmlos. Was aber leider zu diesen unglücklichen Habituierungen geführt hat. Die wissen dann auch im Erwachsenenleben, wenn sie nicht mehr harmlos sind, dass ihnen von Menschen keine Gefahr droht. Das sind dann die unglücklichen Kreaturen, die der Natur entnommen werden, wie der euphemische amtliche Begriff für Abschießen lautet.

Ulli

IchBinsWieder am 05 Sep 2018 18:55:17

Der Mensch tötet was ihm nicht passt, greift in die Natur ein, weil er meint es besser zu können als sie selbst. Irgendwann besinnt er sich eines besseren und startet eine große Renaturierungsaktion. Das wurde vor Jahren hinter unserem Grundstück gestartet ... ganz fachmännisch. Ca. November/Dezember kommt dann ein Traktor, verdichtet mit seinem Gewicht und den dicken Reifen den Boden und nimmt einen radikalen, bodennahen Pflegeschnitt vor. Nix bleibt stehen. Tolle Renaturierung ... alle 12 Monate gehts dann wieder von vorne los :evil:

Wie es besser geht, sieht man in diesem Video --> Link Die Natur sollte man sich selbst überlassen. Aber das werden wir Menschen nie verstehen.

Selbstverständlich müssen Kinder und Bewohner geschützt werden, keine Frage ... aber außer Tötung müsste es auch andere Wege geben. Scheinbar sind wir dafür zu bequem oder einfach zu doof. Das der Wolf sich dem Menschen nähert liegt nicht zuletzt daran, dass sie durch Menschen angefüttert wurden, bzw. durch den Eingriff der Jäger Ihnen das Futter verknappt wurde.
Egal wie, der Mensch ist an der neuen Situation schuld und wünscht sich direkt wieder die Ausrottung ... in meinen Augen pervers.

wolfherm am 05 Sep 2018 19:02:03

Charly,

das Wildangebot war noch nie so hoch wie zur Zeit. Daran liegt es nicht. Die Wölfe wählen den bequemeren Weg und bevorzugen Weidetiere, die nicht fliehen können. Dadurch kommen Sie näher und erzeugen den Unmut der Viehhalter.

kawabenemsi am 05 Sep 2018 19:03:58

skysegel hat geschrieben:Ich hab jetzt nicht den ganzen Thread gelesen. ...

Die Frage, ob sich unsere dicht besiedelte Kulturlandschaft für Wölfe eignet, wird durch die Wölfe beantwortet. Wenn sich die Landschaft nicht eignen würde, wäre sie nicht hier. ...... liegt an dem exzellenten Nahrungsangebot. Noch nie in der Geschichte war die Wilddichte derart hoch wie heute...

Ulli


Danke für die relativ sachliche Analyse.

Mir haben Jäger berichtet , dass sie im Wolfsrevier praktisch kein Rehwild mehr finden (sic!).

Was wird dann wenn die nächsten Kohorten in der Nahrungsreihe der Wölfe ausfallen/entnommen sind ?

Werden die Wölfe dann nach "Sibirien oder die Karpaten" zurückwandern und sich herzlich für die fetten Jahre hier bedanken ?

Ich sehe da eher ein anderes , weniger von" Dankbarkeit" geprägtes ,Szenario.

VG Ben

IchBinsWieder am 05 Sep 2018 19:21:56

wolfherm hat geschrieben:Charly,

das Wildangebot war noch nie so hoch wie zur Zeit. Daran liegt es nicht. Die Wölfe wählen den bequemeren Weg und bevorzugen Weidetiere, die nicht fliehen können. Dadurch kommen Sie näher und erzeugen den Unmut der Viehhalter.


Den Unmut kann ich verstehen!
Gilt das Überangebot für Regionen mit Wolf, oder ohne?

Es gab doch gerade den Thread Frankreich/Naturpark/keine Hunde.
Wenn ich es richtig verstanden habe, sind dort stellenweise Hunde verboten, weil u.a. die eingesetzten Herdenschutzhunde von ihrer eigentlichen Arbeit abgelenkt werden.
Das mit den Herd3nschutzhunden hat früher funktioniert, würde es mMn auch heute noch, wird aber scheinbar nicht praktiziert. Das wäre sicher eine Lösung.

Ätt Ulli ... wirklich toller Beitrag :ja:

wolfherm am 05 Sep 2018 19:25:32

Charly,

das Angebot ist da. Der Wolf muss nur wandern. Macht er aber nicht so gerne, wenn er das Fressen auf der Weide hat.

PS: Herdenschutzhunde sind ein zusätzlicher Kostenfaktor für einen Schäfer. Das sollte man auch berücksichtigen. Schutzräume kosten ebenfalls Geld.
Also, alles nicht so einfach.

ducato666 am 05 Sep 2018 19:39:01

IchBinsWieder hat geschrieben:[qDas mit den Herd3nschutzhunden hat früher funktioniert, würde es mMn auch heute noch, wird aber scheinbar nicht praktiziert

wolfherm hat geschrieben:Herdenschutzhunde sind ein zusätzlicher Kostenfaktor für einen Schäfer.

Es ist im Gegensatz zu Hinter-Anatolien auch nicht so einfach, in unserer dichtbesiedelten Kulturlandschaft mal zwei, drei frei laufende Kangal oder ähnlicher Hunde zur Herde zu stellen.
Die schützen nämlich nicht nur vor dem Wolf, sondern auch vor zweibeinigen vermeindlichen "Eindringlingen" in der Nähe ihrer Herde. Wofür Onkel Heinz beim Sonntagsspaziergang dann auch wieder das Verständnis fehlen wird.
wolfherm hat geschrieben:Also, alles nicht so einfach.

Amen

Winterurlauber am 05 Sep 2018 19:53:27

Kosten, Kosten, Kosten....Soweit ich informiert bin, bekommen die Landwirte ihre Tiere bezahlt die durch Wölfe gerissen werden. Der Schaden hällt sich somit in Grenzen.
Den Zahlen von toten Schafen durch Wölfe, stehen 58 Millionen Schweine, 630 Millionen Hühner und 3 Millionen Rinder gegenüber die in Schlachthäusern landen. Ja, ich weiß es geht ja auch um die Ernährung von Menschen und Geld und hat eigentlich nichts mit dem Thema zu tun. Nur sind diese Zahlen für mich viel erschreckender wie Angriffe von Wölfen an Menschen (falls es die überhaupt geben sollte).

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Filou un petit arnacoeur
Die Gassirunde und die Hinterlassenschaften anderer Hunde
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt