rump
luftfederung
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Welche Hersteller verarbeiten geschlossenporiger PU-Schaum.


jorostoev am 02 Feb 2007 06:53:21

Hi,
wer weiß welche Hersteller geschlossenporiger PU-Schaum als Isolationsmaterial in Decken und Wänden verbauen?
Ist FFB Tabbert darunter?
joro

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

agu am 02 Feb 2007 11:37:36

Moin,
ich fang mal an :

- Hymer
- Concorde
- Carthago
- Phönix
- N & B
- RMB
- Vario

Und es gibt bestimmt noch viele mehr.

FFB Tabbert gibts doch gar nicht mehr und was die früher verbaut haben ? Ich vermute mal Holz und Styropor.

Nasenbär am 02 Feb 2007 13:03:44

André, wird bei den von dir aufgeführten Herstellern nicht auch tw. Styrofam verarbeitet? Das ist ja auch geschlossenporig. So, wie ich das sehe, wird mit etwas dickerer Isoierung der gleiche Effekt wie mit PU erreicht, oder hat PU eine höhere Festigkeit?

Laika baut Styrofam ein.

Anzeige vom Forum


turbokurtla am 02 Feb 2007 21:10:55

Servus in den hohen Norden ( Andre )
Eine dumme Frage aus dem Süden. Was sollte denn eigentlich Vor- oder Nachteil von PU Schaum gegenüber herkömmlichem Styropor sein ?

Kurt aus Mittelfranken

Beduin am 02 Feb 2007 21:19:40

der erstere ist geschlossen porig und nimmt kein Wasser auf
so das du weitgehend gegen weitergehende Wasserschäden gefeiht bist

agu am 02 Feb 2007 23:01:47

Da die PU-Schaum und auch die Styrofoamwände im Regelfall kein Holzfachwerk haben sondern ein Sandwich aus Alu/Schaum/Alu Ssind, gibt es den grossen Vorteil der Festigkeit. Ausserdem macht Wasser in den Wänden weniger bis gar keine Probleme.

turbokurtla am 03 Feb 2007 11:38:17

Tag zusammen
Also, das nehm ich Euch nicht ganz ab.
Ich hab schon sehr viele Wände, Dächer und Fußböden von WW und WM nach Wasserschäden und Unfällen zerlegt und wieder repariert. Sowohl mit Styropor als auch mit PU Schaum als Isolationsmaterial.
Styropor ist sicher etwas grobporiger als feiner PU Schaum, doch Wasser läuft zu 100 % durch alle Isolierungen nach unten durch. Und Hölzer sind auch in fast allen Fahrzeugen eingearbeitet. Teis zur Stabilisierung, z. B. als umlaufender Rahmen insgesamt oder bei einzelnen Bauteilen, teils um Austellfenster, Dachluken, Serviceklappen, Rangiergriffen, u.s.w. . Viele haben auch die Latten zum Befestigen der Möbelteile von Innen eingearbeitet. Einige Hersteller ( z. B. Hobby ) haben auch viel experimentiert und wegen Gewichtsfaktoren Hölzer eingespart, andere Befestigungsmöglichkeiten ausprobiert ( z. B. spezielle Nieten ) und dann, nach einigen Jahren, wieder auf Holz zurückgekommen. Es gibt sicher einige, die z. T. mit anderen Materialien gearbeitet haben. Eriba hat beispielsweise jahrelang einen Eisenwinkel als umlaufenden Rahmen verwendet, der Vor- und Nachteile hatte.
Doch Holz ist überall drin.
Und das verfault eben bei Wassereinbruch. Genau wie die Dekorplatten, die überwiegend aus 3 mm Sperrholz mit Papier- oder Kunststoff oder Echtholz überzogen sind.
Der Unterschied zwischen Styropor und PU Schaum könnte vielleicht im Gewicht, Preis oder wahrscheinlich im besseren Isolationswert liegen. Ev. auch leichtere, günstigere Verarbeitung beim Verkleben des Sandwiches. Dessen Festigkeit entsteht aber durch das Verkleben und da, glaube ich, gibt es keinen Unterschied.
aus dem heute sonnigen Mittelfranken
Kurt

agu am 03 Feb 2007 11:54:59

Das musst Du mir auch nicht abnehmen.
Ich schrieb ja auch "im Regelfall" kein Holz.
Bei Carthago + N & B weiss ich es, nicht ganz zufällig, sehr genau. Holz ist da in den Möbeln.

Gast am 03 Feb 2007 17:16:08

turbokurtla hat geschrieben:...Doch Holz ist überall drin...




hallo kurt,

da bist du aber auf dem "holzweg"... :D

phönix (und auch einige andere der von andre genannten hersteller verarbeiten diese...

--> Link

...platten - und da ist nun mal nix mit holz was verotten könnte... alles high-tech!!!... :wink:



8) heiko

Rudi Roehrich am 03 Feb 2007 20:51:07

turbokurtla hat geschrieben:
Styropor ist sicher etwas grobporiger als feiner PU Schaum, doch Wasser läuft zu 100 % durch alle Isolierungen nach unten durch.


FALSCH !
Styropor ist , wie schon geschrieben wurde , ein
offenporiger Schaum und nimmt Feutigkeit auf !

Spinne am 03 Feb 2007 21:29:29

Hallo,
Concorde verbaut in Wand, Dach und Boden XPS – Schaum ohne Holzleisten. XPS – Schaum (extrudiertes Polystyrol) besitzt eine hohe Festigkeit und wird auch als Styrofoam, Styrodur oder als RTM – Schaum gehandelt. Durch die geschlossenezellige Struktur nimmt es keine Feuchtigkeit auf und bietet im falle einer Undichtigkeit in der Außenhaut höchste Sicherheit. Auch Polyuretan – Schaum (PU- oder PUR – Schaum) ist unempfindlich gegen eindringen von Feuchtigkeit.

Nasenbär am 03 Feb 2007 21:45:26

Wie ist es im Falle von Undichtigkeitem beim geschlossenporigen Schaum? Habe gehört, dass es gerade auf Grund der Tatsache, dass fast nichts durchdifundiert, eher zu Alufraß kommt?? Einleuchten tut es mir in soweit, dass das Alublech eventuell nicht hundertprozentig dicht am Schaum anliegt. Wenn Wasser zB. an den Fenstern eindringt, kann es nicht mehr raus, nicht nach innen durch difundieren und sucht sich langfristig den Weg durchs Blech. Ist da wohl was dran?,

Adler am 03 Feb 2007 21:45:30

In den neuen Eura´s und den neuen Karmännern ist auch kein Holz mehr.

Und geschlossen porig sind sie auch.

jorostoev am 03 Feb 2007 23:34:34

Hallo,
Concorde verbaut in Wand, Dach und Boden XPS – Schaum ohne Holzleisten.
Hi,
ab welchem Jahr bitte?
joro

Spinne am 04 Feb 2007 10:26:45

Hallo jorostoev,
mein WOMO ist ein 98 ziger und wurde so hergestellt, aber ich weiß dass das Material auch schon früher verwendet wurde, kann Dir aber nicht sagen ab welchem Baujahr.

Rudi Roehrich am 04 Feb 2007 11:35:24

Nasenbär hat geschrieben:Wie ist es im Falle von Undichtigkeitem beim geschlossenporigen Schaum? Habe gehört, dass es gerade auf Grund der Tatsache, dass fast nichts durchdifundiert, eher zu Alufraß kommt?? Einleuchten tut es mir in soweit, dass das Alublech eventuell nicht hundertprozentig dicht am Schaum anliegt. Wenn Wasser zB. an den Fenstern eindringt, kann es nicht mehr raus, nicht nach innen durch difundieren und sucht sich langfristig den Weg durchs Blech. Ist da wohl was dran?,


Auch der geschlossenporige Schaum ist ganzflächig
mit dem Aluminium verklebt . Somit kann es auch
nicht zum "Alufras" (Korrosion) nicht kommen .
Vorausgesetzt: Die Verklebung hält .
Anders ist es bei Styroporverklebungen . Da Styropor
in einem gewissen Maße Wasser/Feuchtigkeit aufnimmt,
kann eindringendes Wasser/Feuchtigkeit "weiterwandern"
und somit Alufras/Korrosion auslösen .

turbokurtla am 04 Feb 2007 15:50:39

O.K. , ich glaub Euch ja das mit dem Holz in den von Euch beschriebenen Fahrzeugen. Muß auch zugeben, dass meine Erfahrungen aus intensiven Begegnungen mit WM`s und WW´s der Marken Fendt, LMC, Knaus, Hobby, Bürstner und Ähnlichen, bestehen. Da ist das allerdings so wie ich es beschrieben habe.
Doch eines möchte ich schon anmerken. Auch Styropor nimmt kein Wasser auf, sondern es gleitet hindurch. Dies wird bei dem von Euch beschriebenen PU Schaum, wahrscheinlich durch eine größere Dichte, sicher nicht so der Fall sein. Die Verklebungen beim Sandwich, gleich welches Material sind zwar immer wasserfest, doch der Alu Lochfraß, bei entlang rinnender Feuchtigkeit, ist immer gefährlich. Auch ohne Holz.
Doch einiges würde mich schon brennend interressieren.
Wie sind denn bei den von Euch beschriebenen Fahrzeugen die Verbindungen von Dach, Seitenwänden und Fußboden ?
Wie werden die Möbel und Steherwände in Dach und Seitenwand befestigt ?
Wie genau ist das Sandwich aufgebaut ?
Oder wie werden Anbauteile ( Markisen, Fahrradträger ) verschraubt ?
Kurt

Rudi Roehrich am 04 Feb 2007 16:22:56

Wasser kann bei Styropor eindiffundieren .
Und dieses ist prozentuell abhängig von der
sogenannten "Rohdichte" des Styropors .
Styropor ist in sofern kein geschlossenporiger Schaum ,
weil das Wasser die Möglichkeit hat , zwischen den
einzelnen Styroporzellen einzudringen .
Somit ist Styropor als "Nichtgeschlossenporiger
Schaum" bekannt . Dieses Eindringen von Wasser ,
Wasserdampf bzw. Feuchtigkeit ist bei den
sogenannten geschlossenporigen PU-Schäumen nicht
möglich . Das Wasser bzw. die Feuchtigkeit verbleibt
außerhalb .

Spinne am 04 Feb 2007 21:04:23

Hallo turbokurtla,
bei meinem Concorde wurde kein Holz verbaut. Das Dach, die Wände und der Fußboden bestehen aus Sandwichplatten die vom Aufbau so aussehen “Alu, RTM – Schaum, Alu“.Die Ecken sind mit hoch verdichtetem HD- Schaum ausgefüllt. Dann wurden die Ecken mit heiß verklebtem Spezialdichtband abgeklebt. Zum Schluss ist dann ein Aluminiumprofil aufgeklebt. Concorde hatte der Zeit ein Patent und die Maschinen für das unlösbare heiße verkleben der Aluplatten mit dem RTM –Schaum. Auch wenn dann mal ein Loch in der Außenhaut ist kann nichts passieren weil keine Feuchtigkeit eindringen kann. Deine Frage nach der Befestigung von Möbel ist denkbar einfach und zwar mit Schrauben in die Aluwand. Für die Markisen z.B. nimmt man logischerweise durchgehende Schrauben. Das was Rudi Roehrich zum Thema Styropor (EPS – Schaum, expandiertes Poystyrol) geschrieben hat kannst Du gerne glauben, denn alles andere ist Falsch.

Scout am 05 Feb 2007 01:31:25

Hallo!

Ein paar Bemerkungen zur Wasseraufnahmefähigkeit der hier genannten Dämm- oder Isoliermaterialien.
Keines der Dämmstoffe nimmt Wasser auf. Eine Sonderstellung hat Styropor. Es besteht aus etwa 2-3 mm großen, zusammengebackenen Schaumkugeln. Zwischen diesen Kugeln kann Wasser eindringen, in die Kugeln nicht.
Aber alle Materialien sind Wasserdampfdurchlässig. Wasserdampf kann in sie eindringen, wird aber auch wieder abgegeben. Diese Funktion ist auch wichtig, damit z.B. bei Bauten Luftfeuchtigkeit von Innen nach Außen transportiert werden kann. Beim Womo mit Aluwand geht das natürlich nicht.

Wolfgang

turbokurtla am 05 Feb 2007 16:12:35

Danke Spinne
Ich kannte mich, mit sowas wie Concorde, nicht wirklich aus. Das ist bestimmt eine super Sache, aber auch teurer und schwerer. Doch eine Frage habe ich trotzdem noch. In dem von Dir beschriebenen Sandwich Aufbau Alu-Schaum-Alu ist dann ja logischerweise auch innen ein, wahrscheinlich dünnes, Alublech vollflächig aufgeklebt. Ist dann über dem Alu noch ein Stoff- oder Kunststoffdekor als Innenansicht drauf und wie verhält sich das innere Alu bei kondensierender Feuchtigkeit ( z. B. wenn Du den Wagen im Winter aufheizt ) ?
Kurt

Gogolo am 05 Feb 2007 16:20:02

Den gleichen Aufbau "Alu, RTM – Schaum, Alu" haben auch die Kabinen von bimobil. Ich habe mir das mal näher angesehen, denn von dieser Firma wird mein nächstes Allrad-WoMo gebaut. Der Aufbau ist eine Supersache und vor allem sind an den Ecken keine Kältebrücken.


Habe die Ehre

Gogolo

dokabastler am 05 Feb 2007 16:54:51

Servus miteinander.....

übern Schaum könnte man noch viele Seiten schreiben.......und übers Wasser im Mobil

Im Prinzip gehts doch darum, in welcher Konstruktion am wenigsten passieren kann im Fall des Falles (Wassereintritt), denn anscheinend gibts bei Womos nicht die Frage ob Wassereinbruch oder ob kein Wassereintritt sondern nur um die Frage wann Wassereintritt......

Die kritischen Punkte sind doch, daß eindringendes Wasser v.a. Holz (Konstruktionsholz v.a., Innenbeplankung auch, aber da reagiert mann dann meist rechtzeitig weil man das ja dann sieht..) ziemlich schnell verfaulen lässt.......
und daß Wasser oder Wasserdampf an Alublechen (von hinten in dem Fall) Alufraß auslösen kann/(muß?).....


Wenn man daher eine Holzskelettkonstruktion mit "gutem" XPS füllt, und hat in der Konstruktion ein Loch und Wasser, wird das Skelett auch genauso schnell zu faulen beginnen oder wie mit EPS...

Umgekehrt ist, wenn man Holz vermeiden will, nur XPS-Material so formstabil, daß es die tragenden Skeletteigenschaften mit übernehmen kann (Verzicht aufs Holz). Aluskelett gibts vielleicht auch, hat aber Wärmebrückenproblene und sicher auch Kostenprobleme...andere Skelettmaterialien sind wohl zu schwer
Gleichzeitig gewinnt man Wärmedämmvorteile, hat kein Fäulnispproblem durchs Holz und wohl durch die gute verklebemöglichkeit (homogen gleichmäßiges Material und kein materialmix) auch keine Hohlstelle (Kondenswasser) an der Rückseite der Aluwand und damit weniger Alufraßgefahr....
Aber Wasser ist in der Konstruktion grundsätzlich auch nix......richtet zwar keine so gravierenden Schäden in so kurzer zeit an, wie im Holzskelett, aber gut ist es auch nicht weil zumindest die Innenwandbeplankung irgendwann durchnässt, es vielleicht schimmelt und die Dämmeigenschaft auch im A..ist..............

Fazit:
Holzskelett mit Styro = zweckmäßig (hält, hat rel. gute Dämmeigenschaften) , nicht mehr up to date und sehr wassergefährdet bei "Löchern"; ....aber anscheinend günstig zu bauen

Vollsandwich = haltbar, gut, wenig anfällig, aber teuer (ggf. noch??)

Die frage vom Kurt wäre interessant beantwortet zu haben: Was verwenden die Premiumhersteller an den Stellen der Wand, wo Schränke etc. angeschraubt werden als Einlage im Schaum?? Alu? Holz?

Meine Frage ist: Warum ist das Sandwich überhaupt teurer als Holzskelett?
Das Skelett wird doch in handarbeit zusammengebraten (gut, vielleicht leigts an zusammenbraten, daß es doch nicht soo zeitaufwändig ist???) und dann mit Styro verfacht und dann Alu drauf.....geht doch beim Vollsnadwich einfacher....gut ist maschinell viel aufwändiger...aber bei den heitigen Stückzahlen, wos doch fast keine kleinen Firmen mehr gibt.......

lassen sich die Premiumhersteller nur teuer bezahlen für ein material, das eigentlich schon reif für die massenfertigung ist????

günter

turbokurtla am 05 Feb 2007 20:08:18

Hi Günter
Hast eigentlich sehr viel, richtig auf einen Nenner gebracht.
Doch lass mich noch was zum Sandwich sagen.
Früher ( bis Ende der 70er ) war der Aufbau von Wänden ähnlich. Holzkonstruktion mit Styropor dazwischen, innen eine Sperrholzplatte und außen lag das Blech nur lose an und hielt nur durch die verschraubten Kantenleisten. Hobby hat so um 1979 bei seinen Wohnwagen die ersten Sandwichplatten verwendet. Sperrholz, Styropor und Blech ( damals noch glatt mit Kanten ) und das alles verklebt. Hatte den großen Vorteil das es viel stabiler bei weniger Gewicht ( weniger Holz und dünnere Wände ) war. Fast alle Hersteller zogen nach, mit Ausnahme von z.B. Fendt und, ich glaube Tabbert, die haben zumindest die Dächer noch viele Jahre 2 cm dicker und ohne verklebtes Blech gebaut. Hatte Vor - und Nachteile. Ende der 80er hat dann Hobby ( der Striewsky war da oft Vorreiter ) eine computergesteuerte Fertigungsstrasse für Sandwichplatten gebaut. Ganze Platten verklebt und dann mit, damals neuen Wasserstrahlschneidern alle Ausschnitte millimetergenau geschnitten. Ich hab da damals im Hobby Werk eine Woche lang einen Lehrgang über Reparaturen an WM`s absolviert und mir das angeschaut. War eine tolle Sache.
Also Sandwich ist nicht erst seit Alu-Schaum-Alu wollte ich damit eigentlich nur sagen.
Kurt

dokabastler am 06 Feb 2007 10:46:06

Hallo Kurt,

ja stimmt, Sandwich ist ungenau.....Vollschaumsandwich müßte es wohl heißen oder so......

günter

tenner am 06 Feb 2007 22:43:40

Hallo wollte mich auch mal zu Eurer interessanten Diskussion melden, mit einem "praktischen Beispiel". Fahre einen Arnold Bj. 1981, also 26 Jahre alt. Der Aufbau besteht aus Gfk (außen), Pu-Schaum und kunstoff-
beschichteten Aluplatten innen. Der komplette Aufbau ist nahtlos ausgeführt, also komplett ohne Holz. Die Kanten sind außen zusätzlich mit 3mm dicken und ca. 60mm breiten Aluwinkeln verstärkt. Mittlerweile kenne ich ca. 80 Arnold`s (duch jährliche Treffen) und was soll ich Euch sagen: Ich kenne K e i n e n , der Probleme mit Feuchtigekeit oder morschen Stellen hat - Dachluken ausgenommen - die werden halt gelegentlich undicht, aber ohne weitere Folgen! Wir haben auch schon einen 29 Jahre alten Arnold zerlegt. Mit der Tigersäge, die Stichsäge hats nicht geschafft.Und, obwohl alle Luken und Fenster Türen und Möbel großflächig entfernt wurden, stand der Aufbau immer noch stabil und sicher auf dem Basisfahrzeug. Das hat selbst uns noch erstaunt!

Viel Spaß, eine schöne unfallfreie Saison und keine Probleme mit euren Womos(vielleicht trifft man sich ja mal, Arnolds haben ja durch die eigenwillige Form einen hohen Erkennungswert, also ruhig mal am Fenster klopfen) wünscht Euch Tenners

dokabastler am 07 Feb 2007 15:20:44

Hallo Tenner,

klingt solide, war mir so nicht bewußt....was ist eigentlich aus Arnold geworden??

günter

turbokurtla am 07 Feb 2007 15:49:59

Hallo Tenner
Sachen gibts ? Und das damals schon !
Man lernt nicht aus !
Schön für Dich, wenn Du da keine Probleme hast.
Kurt

Beduin am 07 Feb 2007 17:44:57

War eben auf pm.
Hymer wird 50 Jahre und da steht das die schon seit 1984, wenn ichs richtig verstanden hae, diese PUAL Bauweise einsetzten.
Guter Artikel

tenner am 07 Feb 2007 18:55:15

Hallo, ja das stimmt, die Arnold sind irgentwie solide, aber leider gibt es die nicht mehr. Arnold hat, so glaube ich, 1982 aufgehört. RMB hat die Bauweise und Technik sowie auch die Produktionsstätte übernommen und baut noch heute in Wolfegg Wohnmobile. Leider fast unerschwinglich. Obwohl, habe eine alte Preisliste und Propekte von Arnold. Die Grundmodelle haben damals auch schon zwischen 75 000,- DM und 200 000,- DM gekostet und die Aufpreisliste war schon ziemlich lang. Ein 2,0kw Stromerzeuger stand z.B. mit fast 8000,- in der Liste...
Vieleicht trifft man sich ja mal

aus Franken an alle Camperfreunde
Herbert

herrhausk am 07 Feb 2007 19:41:06

Hallo Leute,

ich bin 1988 mit einem Hymer auf Basis eines L300 verunglückt.

Es geschah im Winter bei verschneiter/vereister Fahrbahn.

Ich lag gerade im Alkoven, als mein Schwager bei ca. 50kmh ins schleudern geriet.

Meine damaligen Originalgedanken: "Verdamte ScheiXe"!

Das Mobil hat sich dann seitlich in eine Schneewehe gelegt.

Wir sind dann, rausgeklettert und haben mit ein paar anderen Autofahrern das Ding wieder aufgerichtet.

Bis auf ein totales durcheinander im Innenraum und ein gerissenes inneres Fenster (ist halt der Tisch reingeflogen)gab es keine Beschädigungen am Fahrzeug, bzw. dem Aufbau.

Es gab auch keinerlei Dichtigkeitsprobleme.

Seit der Erfahrung bevorzuge ich aus gutem Grunde Mobile in PUAL-Bauweise.

gruß Heinz

spiti01 am 12 Feb 2007 02:29:15

Wie, während der Fahrt im Alkoven pofen? :wall: Das kann doch wohl nicht wahr sein. Ist ja genau so verrükt wie der Ami, :tanz: der bei eingeschalteter Cruise Control nach hinten gegangen ist, um sich 'nen kaffee zu kochen..... :vogel:

herrhausk am 12 Feb 2007 10:38:46

Hallo spirit01,

hast völlig Recht, aber in jungen Jahren macht man so manchen Blödsinn.

In den Staaten hätte mein Anwalt bestimmt eine bomben Entschädigung rausgeholt!!

gruß Heinz

Camperseppi am 17 Feb 2007 14:32:38

Möchte hier auch meinen Senf dazugeben. Bei der Bauweise ohne Holzlattengerüst ist PU sinnvoller. Da dieses Platten mit der Aussen- und Innenhaut verklebt ist, und der PU-Schaum geringfügig Wasser aufnehmen kann, ist die Gefahr der Abplatzung der Aussenhaut bei Hitze nicht so groß. Bei Styrodur oder ähnliches kann kein Wasser aufgenommen werden, und solche Abplatzungen der Aussenhaut ist möglich.
Styropor wird bei solchen Wänden gar nicht verwendet.

Was bei herkömmlichen Wänden mit Holzlatten sinnvoll ist weiß ich nicht.

crazyoldman am 12 Feb 2013 18:23:09

Weil ich wieder mal lese, dass Styropor Wasser ziehe, Feuchte aufnehme etc., will ich das Ergebnis eines Eigentests veröffentlichen. Ich nahm verschiedene Teile Styropor. Eines, wie vom Hersteller geliefert, also mit Schnittkanten, bei denen das Material wie verschweißt wirkt. Ein weiteres zerbrach ich in mehrere Teile, so dass grobe, wild strukturierte Brüche entstanden. Und ein drittes zerkrümelte ich geradezu, so dass eine Vielzahl kleiner Styropor-Teilchen entstand. All das wog ich mit einer Laborwaage, um auf ein zehntel Gramm genau zu wissen, wie schwer mein Test-Styropor war. Danach kam das gesamte Styropor für 30 Tage in Wasser. Wobei alle Teile beschwert wurden, und also fast die ganze Zeit über vollständig unter Wasser waren. Mit Luft kam das Styropor während der 30 Tage nur 5 x für einige Sekunden in Kontakt, und zwar dann, wenn ich alle Teile im Wasser bewegte, um die Bewegung zu simulieren, die das Material im Fahrbetrieb erfährt. Nach 30 Tagen nahm ich alle Styropor-Teile aus dem Wasser. Ich trocknete sie mit einem Tuch ab, und ließ sie noch kurze Zeit unter Aufsicht in der Luft liegen (nicht in der Sonne!), bis die Oberflächen handtrocken waren. Nun kam der spannende Moment. Wieviel Wasser hatten diese so unterschiedlich geformten Styropor-Teile in 30 Tagen unter Wasser aufgenommen?? Ich benutzte wieder die Laborwaage und siehe da, das Styropor war jetzt um fast 2 Gramm LEICHTER als vor dem Test!! Es hatte also definitiv KEIN WASSER AUFGENOMMEN, sonst hätte es in jedem Fall schwerer sein müssen als vor dem Wasserbad. Und 30 Tage unter Wasser sind durchaus eine Testzeit mit Aussagekraft. Die wenigen zehntel-Gramm, die das Styropor jetzt sogar leichter war, konnte ich nach einigem Nachdenken damit erklären, dass an den beiden Tagen, als das Styropor gewogen wurde (vor und nach dem Wasserbad), vermutlich unterschiedliche Luftfeuchte bzw. Luftdruck herrschten, was solche minimalen Differenzen bewirken kann. Für mich steht also fest und ich habe keinen Zwiefel mehr daran, dass handelsübliche Styroporplatten keine Feuchtigkeit aufnehmen. Mein Mercedes Koffer, den ich entkernt habe, wird also wieder mit den selben Styroporplatten isoliert werden, die sich schon vorher darin befanden. Übrigens lange 27 (!) Jahre, und bei ihrer Demontage sahen sie kaum anders aus, als neue. Soweit mein Styropor-Feuchtigkeits-Test. Wäre er anders ausgegangen, wurde ich nun auch anders isolieren. So aber weiss ich, Styropor ist dafür ok, es ist preiswert und wird letztlich länger halten als der Wagen:-)

crazyoldman am 12 Feb 2013 18:39:55

Noch kurz zum PU-Schaum. Ich stimme zu, dass nur geschlossenpooriger 2-komponentiger PU-Schaum Verwendung finden sollte. Es ist dann aber enorm, welch zusätzliche Stabilität entsteht, wenn das Isoliermaterial (bei mir wie gesagt, stinknormale Styropor-Paneele), mit solchem PU Schaum an die Wände (bei mir unbehandeltes Alu) geklebt wird. Wobei ich nicht punktuell verklebe, sondern (dünn-) ganzflächig. Bei punktuellem Verkleben bliebe zwischen dem Alu und den Styroporplatten Raum, in dem Kondenswasser entstehen würde; bei vollflächigem Verkleben bleibt dafür buchstäblich kein Platz. Styropor und PU vertragen sich übrigens prächtig miteinander, und dass sich da je etwas lösen könnte, halte ich für ausgeschlossen.

Gast am 12 Feb 2013 18:42:01

Ich habe mal eine Kühl-Theke aus einem Fischgeschäft zerlegt, wenn Du die Storupurplatten getragen hättest, würdest Du Dich mit wiegen nicht beschäftigen

crazyoldman am 12 Feb 2013 18:53:38

Nun, was immer auch in Kühltheken geschehen mag, es ändert weder etwas an dem Wiege-Ergebnis, noch am Zustand jener normalen Styropor-Platten, die sich fast 30 Jahre lang als Isolierung in einem DB 814 Wohnmobil über 2,8 t befanden, und deren Zustand noch so ist, dass ich sie wieder als Isolierung einbauen kann und werde.

Gast am 12 Feb 2013 18:57:57

Die Zeit Deines Test ist nicht aussagekräftig, aber wenn Dein Selbstbau eh nur solange hält hast du recht. :D

Scout am 12 Feb 2013 19:10:43

Hallo crazyoldman!
Erstmal herzlich willkommen im Forum!

Deine Messungen in allen Ehren.
Aber Profis kommen da zu anderen Ergebnissen.

Wasseraufnahme bei Unterwasserlagerung.
Versuchsdurchführung nach DIN 53 434.

Nach 7 Tagen 0,5 – 1,5 Vol% Wasseraufnahme.
In 100 l Styropor befanden sich somit 0,5 bis 1,5 Liter Wasser.

Nach 28 Tagen 1,0 – 3,0 Vol% Wasseraufnahme.
In 100 l Styropor befanden sich somit 1 bis 3 Liter Wasser.

--> Link

An anderer Stelle:
Die Wasseraufnahme beträgt < 5% (DIN 53 428)
--> Link



Scout

Gast am 12 Feb 2013 19:17:44

Ich kenne keinen offenporigen PU-Schaum. Selbst der Baumarktschaum aus der Dose hat geschlossene Poren und ist wasserdicht --> Link --> Link . Ich weiß aber von meinem Onkel, der in einer Polystyrol-Schäumerei gearbeitet hat, dass Polystyrol ( = Styropor) nicht völlig wasserdicht ist und immer etwas Wasser aufnimmt. Selbst bei nur 1% Aufnahme sinkt die Isolationseigenschaft gegen Kälte schon gewaltig. Zudem hat PU-Schaum eine erheblich höhere Härte und Belastbarkeit (Zugfestigkeit).

Allerdings ist PU-Schaum als Sondermüll einzuordnen und in den ersten Tagen nach der Schäumung können noch recht giftige Stoffe ausgasen.

thomas56 am 12 Feb 2013 19:22:56

Habe schon viele vollgesogene Styroporplatten aus Flachdachisolierung rausgerissen. Habe es nie ergründen wollen und kenne daher die Formeln nicht.
Gelesen habe ich, dass bei Unterwasserlagerung vielleicht 3l/m³ aufgenommen werden und durch Dampf, der nicht zeitnah abgeführt werden kann, bis zu 40l/m³.
Da ich eine geschlossene Dampfsperre im Womo für nicht möglich halte, würde ich das Material nicht wählen.

Erpelairlines am 12 Feb 2013 19:29:02

Rapido baut auch mit geschlossenen PU Schaum
Uwe

crazyoldman am 12 Feb 2013 20:30:14

Hallo Scout,
hallo Willy13,

Scout, ich danke für die profunden Hinweise!
Und grundsätzlich freut mich die geballte Kompetenz, die aus den zahlreichen Kommentaren spricht. Das verspricht Hilfe auch in Zukunft.

Zu Willy13, da kann ich nur sagen "touché" ;-)) Und aus Berlin nach Köln!

coseb am 12 Feb 2013 20:52:28

Hallo Thomas erfahrung kann ich zu 100 % bestätigen.

Hallo raidy
Ich kenne keinen offenporigen PU-Schaum. Selbst der Baumarktschaum aus der Dose hat geschlossene Poren und ist wasserdicht.


Das stimmt so nicht.
Von den beiden Link´s ist nur der Brunnen schaum , der jenige der kein Wasser aufnimmt.

Beweis in den 70/80 jahren wurden Boote / Jachten jeglicher grössen Ordnung, mit 2 K schäumen Von Voss chemie ,als Schwer bis unsinkbar hergerichtet, das war fasst ausnamslos Blödsinn.
Warum , solange die Haut welche sich beim Schäumen bildete nicht Verletzt wurde funktionierte das Bedingt, wenn jedoch die Haut verletzt , bei Grundberührung oder / kontakt mit unterwasser hindernissen anderer Art oder oder oder, und das Fahrzeug nicht sofort / unverzüglich aus dem Wasser geholt wurde, Sog / Zog der der eingeschäumte Block fasst sein Volumen an Wasser. Meine Ersten Cat´s waren zwei schalen teile ausgeschäumte Totalschäden , welche ich nach entkernen und einlaminieren von Stringrern und Verbände ein neues Leben gab.
Ich hab genug Segel u Motorjachten bis 35 Fuss repariert.
Auch aus diesem grunde würde ich Nie neu eingebaute Holzfenster mit einfachem bauschaum fixieren oder sogar Hohlräume füllen lassen.Das beste ist gar kein Bauschaum

Wer´s nicht glaubt , wenn ihr nen rest bauschaum habt , macht den versuch, denn nur der macht kluch.

Und gerade auch aus diesen Gründen fahre ich dieses Mobilvetta Teil .Aber auch der ist nicht Ohne Produktions Fehler, Schlamperei Nachlässigkeit und vieles mehr, da lohnt es sich schonmal die Dachluken Rahmen abzubauen .........................................

Rudolf

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Duo Control Einbau in Hymer B 644 2002
ISRI 1000/518 selbst polstern
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt