RK:
Der Tisch ist in der Mitte geteilt und lässt sich mit einer Handbewegung einfach umklappen. Man kommt als halbwegs schlanker, beweglicher Mensch aber auch so ganz gut dran vorbei. Ausserdem ist er in alle Richtungen verschiebbar.
Mit der Tür wird es eng - es verbleibt zwar ein schmaler Rest Platz zwischen Bett und Kühlschrankblock, der ist aber zu eng um sich durchzuquetschen. Praktisch bedeutet das in der Tat dass die Aufbautür blockiert ist wenn das rechte Bett runtergelassen ist.
Noch eine Eigenheit die der Einbauposition der Betten geschuldet ist: Bei heruntergelassenen Betten hängen die Kopfenden in der Luft - mit aufgerichtetem Oberkörper im Bett liegen und lesen oder TV gucken geht bei dem Mobil nicht vernünftig weil eine Wand zum anlehnen/abstützen fehlt. Wenn die beiden Fahrerhaussitze in Fahrstellung gedreht sind kann man deren Lehnen zwar zu dem Zweck benutzen, aber ideal ist das nicht. Ich habe mir eines der Rückenpolster der Sitzbank dahingelegt - als Notlösung brauchbar, aber wenn ich so ein Mobil mein Eigen nennen würde hätte ich mir ein paar grosse, dicke Kissen zu dem Zweck angeschafft.
Positiv ist die niedrige Einstiegshöhe. Die Betten sind wesentlich weiter unten als bei den üblichen Grundrissen mit Garage unter den Festbetten. Man kann sich reinplumpsen lassen und muss nix erklimmen.
Was mir sonst noch einfällt zu den Challengers/Chaussons: Das Wassersystem funktioniert mittels Druckpumpe, also ohne anfällige Tauchpumpen und Mikroschalter an den Armaturen. Finde ich das bessere System auch wenns etwas lauter arbeitet.
In dieser Klasse einmalig ist dass Dusche und Klo unabhängig gleichzeitig genutzt werden können - OK, bei zwei Personen vielleicht nicht so entscheidend, aber ich habe öfter die Situation dass mein (gemietetes) Mobil für eine grössere Gruppe die sanitären Einrichtungen bereitstellt, da ist das praktisch.
Der Kleiderschrank ist tatsächlich nur vom Bad aus erreichbar, aber dafür ist er wesentlich grösser und besser zugänglich als das was andere Hersteller in dieser Grössenklasse so anbieten.
Die Garage ist gut fahrradtauglich - hoch, wenn auch etwas schmal - und durch die Riesen-Heckklappe auch gut beladbar.
Die Chausson/Challenger mit den Hubbetten über der Sitzgruppe sind mit knapp unter 3m Höhe ca. 20 cm höher als vergleichbare Standard-Mobile mit Festbett. Das bedingt wohl einen gewissen Mehrverbrauch. Theoretisch ist es auch nicht sonderlich vorteilhaft soviel Gewicht so weit oben im Fahrzeug anzuordnen, aber ich konnte über mehrere Mieten von 180ern und 270ern keine negativen Auswirkungen auf das Fahrverhalten feststellen obwohl ich vor allem auf Autobahnen meist sehr zügig unterwegs bin. Ganz im Gegenteil, der 180er (6m mit Quer-Hubbett) ist eines der handlichsten und zum Fahren angenehmste Wohnmobile das ich kenne so lange es nicht auf Strässchen geht bei denen die Breite (2.30) zum Problem wird. Wenn ich ständig in
Norwegen oder Ligurien rumkurven würde würde ich mir was schmaleres zulegen.
Würde bei den Triganos vom Fahrverhalten und -Komfort her den Transit als Basisfahrzeug nehmen. Der ist wesentlich komfortabler gefedert als der Ducato, auch leiser und (mit 170 PS) auch besser motorisiert als der übliche 150 PS-Fiat (kenne aber die neuen 140/160 PS-Motoren nicht). Noch ein pro-Transit-Argument: die verfügbaren Extras. Vor allem Xenonlicht und den adaptiven Tempomaten würde ich auf jeden Fall mitbestellen (beides gibts beim Fiat nicht). Das Xenon macht richtig schön hell und ist echt ein Fortschritt. Man merkt hier deutlich dass der aktuelle Ducato im Grunde eine inzwischen eine fast 15 Jahre alte Entwicklung ist...
Soweit ich weiss hat Trigano hier bei den Betten ein Alleinstellungsmerkmal - mir ist kein anderes Wohnmobil in dieser Klasse bekannt bei dem es Einzel-Längs-Hubbetten gibt.
Wie gesagt - ich würde definitiv erstmal über mehr als ein
Wochenende Mieten um zu sehen ob das prinzipiell im Zusammenspiel funktioniert und dan erst kaufen. Und beim Kauf die Preisliste én detail durchgehen und auf Kleinigkeiten achten. In unseren Breitengraden wichtige Dinge wie beheizter/isolierter Abwassertank, eine leistungsfähige
Heizung und das Heizgeraffel für die Gasanlage sind definitiv nicht serienmässig und ob die in irgendwelchen Paketen enthalten sind weiss ich nicht.
Mit der 3.5t-Grenze sollte es bei 2 Personen kein Problem geben. Ich bin in der Schweiz einmal gewogen worden und hatte nur mit 70 kg Fahrer und 30 kg Hund belegt, aber ansonsten gut beladen mit Vorräten, Klettergepäck (mehrere hundert m Seil wiegt ganz schön), fast vollem Wassertank (auch
Abwasser war nicht leer), zu 3/4 vollem Dieseltank usw. noch 150 kg Abstand zur Obergrenze (wobei ich nicht weiss ob das die 3.5t waren oder da noch eine Toleranz eingerechnet wurde. Hab das Gewicht nicht gesehen, der Beamte hat es mir nur so gesagt).