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fschuen hat geschrieben:ANL- oder Würfelsicherung im Halter direkt an Plus. Belastbarkeit mindestens WR-Leistung durch zehn, also 200 oder 250 A für einen 2000 W WR. Bei kleinen WR können die Automaten auch gehen; ich habe da nicht so gute Erfahrungen gemacht, da sie bei längerer Belastung schon weit unter dem Nennstrom auslösen.
Gruss Manfred
Verständnisfrage, soll durch die Sicherung nicht die Leitung geschützt werden ? und wie hoch sollte die Absicherung bei 35mm2 dann sein.
HartyH hat geschrieben:bei einer Dauerleistung von 1700W hast du auf der 12V-Seite rund 140A, dann sind die 35qmm Kabel grenzlastig, geht aber noch.
:roll: :?:
derleichte hat geschrieben: Verständnisfrage, soll durch die Sicherung nicht die Leitung geschützt werden ? und wie hoch sollte die Absicherung bei 35mm2 dann sein.
Im Wohnmobil mit den üblichen Reduktionsfaktoren betrachtet (DIN-Norm DIN EN 60228 bzw. VDE 0295):
Querschnitt 35,0 mm² Sicherung 80 A bei 12 Volt sind das max. 960 Watt.
HartyH am 29 Sep 2020 11:35:31
pfeffersalz hat geschrieben:Im Wohnmobil mit den üblichen Reduktionsfaktoren betrachtet (DIN-Norm DIN EN 60228 bzw. VDE 0295):
Querschnitt 35,0 mm² Sicherung 80 A bei 12 Volt sind das max. 960 Watt.
wenn du schon die üblichen Reduktionsfaktoren erwähnst, dann mußt du diese aber auch beschreiben, wohlgemerkt die zu berücksichtigenden Reduktionsfaktoren im Kraftfahrzeug, hier speziell im Wohnmobil.
Ich lege jetzt einfach mal vor: Bei einem Querschnitt von 35,0 mm² ist eine Sicherung von 110A notwendig.
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Gast am 29 Sep 2020 12:20:08
HartyH hat geschrieben: Ich lege jetzt einfach mal vor: Bei einem Querschnitt von 35,0 mm² ist eine Sicherung von 110A notwendig.
Wenn du schon mit Reduktionsfaktoren auslegst, dann mußt du diese aber auch beschreiben, wohlgemerkt die zu berücksichtigenden Reduktionsfaktoren im Kraftfahrzeug, hier speziell im Wohnmobil.
Ich habe einen Wechselrichter mit 1500/3000 Watt verbaut mit einem 150A Sicherungsautomaten. Bei einer Stromentnahme mit einem Fön (110A) fliegt die Sicherung nach kurzer Zeit raus. Dann habe ich noch bemerkt das die Kabelschuhe am Automaten warm werden, alle anderen Anschlüsse werden nicht warm. Ebenfalls habe ich einen Spannungsabfall von ca 0,3V festgestellt (Baterieeingang/Ausgang am Automaten) Habe ich da einen schlechten Automaten erwischt oder sollte ich lieber eine Hochstromsicherung verbauen? Gruß Jörg
Gast am 20 Mär 2021 19:42:59
schmiddi hat geschrieben:Ich habe einen Wechselrichter mit 1500/3000 Watt verbaut mit einem 150A Sicherungsautomaten. Bei einer Stromentnahme mit einem Fön (110A) fliegt die Sicherung nach kurzer Zeit raus. ...Habe ich da einen schlechten Automaten erwischt oder sollte ich lieber eine Hochstromsicherung verbauen?
Hallo,
viele dieser Sicherungsautomaten haben den Ruf, dass sie ihren Nennstrom nicht erreichen und weit aus früher auslösen. Nimm besser eine passende Schmelzsicherung aus dem KFZ-Bereich mit ordentlicher Halterung, damit kommst du auf die sichere Seite.
basste315 am 20 Mär 2021 22:22:40
hmarburg hat geschrieben: "schmiddi" hat geschrieben Ich habe einen Wechselrichter mit 1500/3000 Watt verbaut mit einem 150A Sicherungsautomaten. Bei einer Stromentnahme mit einem Fön (110A) fliegt die Sicherung nach kurzer Zeit raus. ...Habe ich da einen schlechten Automaten erwischt oder sollte ich lieber eine Hochstromsicherung verbauen?
Hallo,
viele dieser Sicherungsautomaten haben den Ruf, dass sie ihren Nennstrom nicht erreichen und weit aus früher auslösen. Nimm besser eine passende Schmelzsicherung aus dem KFZ-Bereich mit ordentlicher Halterung, damit kommst du auf die sichere Seite.
Ich habe vorstehend beschrieben --> Link, dass ich auch einen Sicherungsautomaten verwendet habe. Wegen der damals verwendeten Gelbatterien habe ich den WR selten ausgereizt, es stimmt aber, dass der Sicherungsautomat mehrmals viel früher ausgelöst hat, als er sollte.
Jetzt habe ich ausreichend Strom (siehe Selbstbau LifePo4 200 Ah) --> Link und habe eine 200 A Streifensicherung genommen, 35 mm2 Kabel 0,5 bzw. 1 m lang, WR 1500/3000 W Sinus. Der ein/aus Schalter der Streifensicherung ist nicht für regelmäßige Nutzung konstruiert und geht rasch kaputt. Ich kann jetzt per App den Akku aus/einschalten. Die Streifensicherung hat auch einen Vorteil bei einem eventuellen Kurzschluss, sodass die Elektronik des BMS einen solchen besser überlebt. Ersatzsicherung mitführen!
Falls man neben der Streifensicherung einen Ein/Ausschalter braucht, gibt es entsprechende Schalter bzw. "nato-Knochen".
Helmut
basste315 am 22 Mär 2021 08:39:45
basste315 hat geschrieben:Der ein/aus Schalter der Streifensicherung ist nicht für regelmäßige Nutzung konstruiert und geht rasch kaputt. Ich kann jetzt per App den Akku aus/einschalten. Helmut
Korrektur soll natürlich heißen:
"Der ein/aus Schalter der Automatiksicherung ist nicht für regelmäßige Nutzung konstruiert und geht rasch kaputt. Ich kann jetzt per App den Akku aus/einschalten."
Sinngemäß haben sich hoffentlich alle ausgekannt, aber eine Streifensicherung im Text war natürlich zuviel, auch wenn es ratsam ist, eine in Reserve mitzuführen ;D
Helmut
Womofreund2 am 08 Apr 2021 14:48:11
Noch eine Frage zur Berechnung der Kabelstärke. Ich habe mit dem Pluskabel 30cm bis zum Sicherungshalter und von dort 100cm bis zum WR. Mit der Minusleitung sind es ebenso 30cm bis zum Shunt und dann wieder 100cm bis zum WR. Muss ich zur Querschnittsberechnung des Kabels die gesamten 130cm heranziehen oder reicht es den Querschnitt nach den 100cm zu berechnen? Die 30cm Kabel werden natürlich auch in der selben Dimension sein.
Rockerbox am 08 Apr 2021 14:56:52
Womofreund2 hat geschrieben:Muss ich zur Querschnittsberechnung des Kabels die gesamten 130cm heranziehen oder reicht es den Querschnitt nach den 100cm zu berechnen? Die 30cm Kabel werden natürlich auch in der selben Dimension sein.
Servus,
die gesamte Kabellänge ist zu betrachten.
basste315 am 08 Apr 2021 21:55:18
Rockerbox hat geschrieben:Servus,
die gesamte Kabellänge ist zu betrachten.
Mein Autoelektriker hat mir für die Verbindung meines 1500/3000W WR mit dem blauen Selbstbau 200Ah LiFePo4-Akku (Siebdruckplatten-Dino ;D ) ein 35mm2 Kabel (Minus 100cm, Plus 50 cm) angefertigt und eine 200A Streifensicherung empfohlen. Ich wollte ursprünglich 50 mm2 Kabel und eine 150A Sicherung nehmen.
Helmut
ConducteurCC am 09 Apr 2021 11:00:45
tholusound hat geschrieben:ich kann leider aus Erfahrung keine Automaten empfehlen. 1. Ausfall: Automat löst aus, lässt sich danach nicht mehr zuschalten. 2. Ausfall: löse den Automat aus, aber elektrisch noch immer Durchgang!
Eine Schmelzsicherung ist das einzig richtige an der Stelle, da sie ein Verhalten hat, dass den Stromfluß mindert (Ich gehe jetzt mal nicht in die Einzelheiten). Dies Automaten sind 'dumme' relaisartige Schalter, deren Kontake, wenn bei Hochlast ausgelöst, sich entweder verschweißen oder so stark verglühen, daß genau das Beschriebene auftritt. Also keine Verringerung des Stromflußes, sondern laaaange Nachdenken, dann Auslösen .... mit einem dicken Lichtbogen.
Und wer noch nocht weiß, wie so ein Automat auslöst, sollte sich mal die Charakteristik anschauen. Hier eines US-Fabrikates, kein 'China-Qualitäts-Produkt: Selbst beim 3-fachen Strom braucht der 5 bis 12 Sekunden, bis er auslöst. Zur Fehlersuche braucht man nur der Rauchsäule nachgehen.
Eine Mega-Fuse z.B. braucht zwar auch einige Sekunden, bis sie auslöst, abhängig vom Strom, aber die wird erst mal warm, erhöht den Widerstand (begrenzt damit den Strom) und schmilzt dann irgendwann durch.
Als Schalter unter wenig Last kann man die Sicherungsschalter an nicht so wichtigen Stellen einbauen. Als 'alleinige' Sicherung an kritischen Stellen sind sie absolut untauglich!
rolf51 am 03 Jan 2024 16:05:58
Hallo, spricht etwas dagegen wenn ich mein Wechselrichter mit einer Keramiksicherung am Pluspol absichere.
ConducteurCC am 03 Jan 2024 20:41:22
rolf51 hat geschrieben: mein Wechselrichter mit einer Keramiksicherung am Pluspol absichere.
Wenn man es richtig macht, dann nicht. Wenn er aber falsch dimensioniert ist, dann schmilzt erst die Sicherung im WR und nie die Äußere. Also WR-Hersteller fragen, was verbaut ist und Kennlinie der Keramiksicherung anschauen und vergleichen. Letztere sollte schneller auslösen.
Hannus am 04 Jan 2024 09:42:55
Eine Sicherung soll immer nur die Kabel absichern, nie die damit versorgten Geräte. Die sind für ihren Schutz selbst zuständig. Wenn, wie bei mir, der Wechselrichter direkt neben der Batterie steht und das 20cm Anschlußkabel konstruktionsbedingt nie beschädigt werden kann, braucht man auch keine Sicherung. Die verursacht bei den hohen Strömen nur Verluste.
Übrigens ist bei mir ein 10qmm Kabel von Hause aus mit 70A abgesichert und hat in 18 Jahren noch nicht einmal gebrannt.
HartyH am 04 Jan 2024 11:07:11
Hannus hat geschrieben:Eine Sicherung soll immer nur die Kabel absichern, nie die damit versorgten Geräte. Die sind für ihren Schutz selbst zuständig. Wenn, wie bei mir, der Wechselrichter direkt neben der Batterie steht und das 20cm Anschlußkabel konstruktionsbedingt nie beschädigt werden kann, braucht man auch keine Sicherung...
ist auch richtig, aber wenn in dem Gerät ein Kurzschluß ist, welcher sich direkt auf das angeschlossene Kabel auswirkt, wäre es schön, wenn dieses Kabel abgesichert ist.
ConducteurCC am 04 Jan 2024 12:22:25
Da rolf51 aber keine irgendwelchen brauchbaren Infos über seinen WR, seine Kabellänge und -stärke angegeben hat, kann man auch nichts wirklich Greifbares dazu sagen. Wer, wie 'eigentlich' üblich, nur 20-30 cm gut dimensioniertes Kabel hat und dies vernünftig verlegt und mit Drehmomentschlüssel befestigt ist, braucht bei einem 'vernünftigen' WR auch bei großer Leistung keine weitere Sicherung. Aber meine Glaskugel ist hier ziemlich beschlagen. Evtl. handelt sich nur um einen 100 Watt WR, der mit 10 m 2,5 qmm Kabel an einer 12 Volt-Steckdose betrieben wird. Da wäre zum Kabelschutz schon eine Sicherung empfehlenswert. :lol: :oops:
Hallo, zuerst einmal danke für die Antworten. Ich sichere immer das Pluskabel bei einem Wechselrichter ab, egal welche Länge das Kabel hat. Die Sicherung berechne ich mit der Max Leistung des Wechselrichter und der Kabellänge. Mir ging es nur darum ob schon jemand diese Sicherung verbaut hat, oder welche Gründe dagegen sprechen.
rkopka am 04 Jan 2024 19:00:36
rolf51 hat geschrieben:Ich sichere immer das Pluskabel bei einem Wechselrichter ab, egal welche Länge das Kabel hat. Die Sicherung berechne ich mit der Max Leistung des Wechselrichter und der Kabellänge.
Was hat die Kabellänge mit der Sicherung zu tun ? Außer man verwendet das Kabel als Vorwiderstand.
RK
Olli2305 am 04 Jan 2024 22:54:26
rolf51 hat geschrieben:Hallo, spricht etwas dagegen wenn ich mein Wechselrichter mit einer Keramiksicherung am Pluspol absichere.
Was meinst du mit Keramiksicherung? Wenn eine cubeOTO, auch genannt Würfelsicherung, nichts, die ist dafür gemacht. Du solltest natürlich ausreichend Platz haben und kein Türmchen mit Abgängen am Batterie Pol bauen. Aber es gibt auch Sicherungshalter für 2 Würfelsicherungen. Und natürlich wird mit der Sicherung das Kabel zum Gerät abgesichert und nichts anderes.
Hannus am 05 Jan 2024 11:03:18
Bei den Strömen von den wir hier sprechen, rettet keine 150A Sicherung irgend ein angeschlossenes Gerät bei einem internen Kurzschluß. Da gehen die Leiterzüge einfach in Rauch auf.
Anders sieht es natürlich bei < 10A Sicherungen aus. Die können schon einen gewissen Schutz für angeschlossene Geräte darstellen.
HartyH am 05 Jan 2024 12:50:08
Bei den Strömen von den wir hier sprechen, rettet keine 150A Sicherung irgend ein angeschlossenes Gerät bei einem internen Kurzschluß. Da gehen die Leiterzüge einfach in Rauch auf.
das ist aber etwas einseitig betrachtet. Die Geräte, welche außerhalb eine 150A Sicherung benötigen, bestehen im inneren nicht nur aus Leiterbahnen. Da sind schon dicke Verschraubungen und Kabel drin
rkopka am 05 Jan 2024 12:57:35
HartyH hat geschrieben:Die Geräte, welche außerhalb eine 150A Sicherung benötigen, bestehen im inneren nicht nur aus Leiterbahnen. Da sind schon dicke Verschraubungen und Kabel drin
Und meistens auch Sicherungen am/im Gerät. Meine WR hatten das alle. Außerdem müssen die internen Verkabelungen (Leiterbahnen und Kabel) ja 150A (oder mehr) im Betrieb aushalten. Wenn da etwas defekt wird, geht erstmal die Gerätesicherung.
RK
fschuen am 05 Jan 2024 13:14:04
Schmelzsicherungen sollen schlichtweg das Risiko "Brand durch Kurzschluss" minimieren. Ob dabei das Kabel glüht, das Gerät abraucht oder an der Kurzschlussstelle ein Lichtbogen entsteht, ist dabei unerheblich. Und bei kurzen, geschützten Kabeln kann man darauf verzichten, zB WR direkt an der Batterie mit Pluskabel im Rohr oder abgedeckt. Als Worst Case den Unfall mitdenken.
Gruss Manfred
kunibertk am 05 Jan 2024 16:12:37
fschuen hat geschrieben:Und bei kurzen, geschützten Kabeln kann man darauf verzichten, zB WR direkt an der Batterie mit Pluskabel im Rohr oder abgedeckt. Als Worst Case den Unfall mitdenken.
Dann muss aber auch der Eingang des Kabels in den Wechselrichter geschützt sein. Bei unserem 300W-Wechselrichter sind das Schraubterminals, da ist noch ein bisschen blankes Metall sichtbar. Deswegen habe ich eine Sicherung mit eingebaut. Und auch wenn der Wechselrichter intern einen Schaden bekommt ... wer weiß was da kurzgeschlossen wird.
Hannus am 05 Jan 2024 17:28:14
Bei wem sitzen die Sicherungen direkt an der Aufbaubatterie? Bei den meisten befindet sich vor der Sicherung immer noch ein Stück nicht abgesichertes Kabel. Das stört aber niemanden. Aber jeder soll sich so viele Sicherungen einbauen, wie er es für seine Sicherheit für nötigt hält.
rkopka am 05 Jan 2024 18:05:45
Hannus hat geschrieben:Bei wem sitzen die Sicherungen direkt an der Aufbaubatterie? Bei den meisten befindet sich vor der Sicherung immer noch ein Stück nicht abgesichertes Kabel. Das stört aber niemanden. Aber jeder soll sich so viele Sicherungen einbauen, wie er es für seine Sicherheit für nötigt hält.
In der Standard Verkabelung im Womo ist das wohl so. Andererseits sind das meistens keine SO dicken Kabel. Also kann man hoffen, daß sie sich bei einem richtigen Kurzschluß an der Stelle auflösen. Bei einem 60mm2 für einen WR sieht das anders aus. Beim Li Selbstbau habe ich eine Hauptsicherung direkt an der Batterie und dann bald dahinter noch welche für einzelne Kreise. Teilweise sind das die von der Originalverkabelung, die jetzt an einer anderen Stelle sitzen.
RK
HartyH am 05 Jan 2024 18:06:46
Hannus hat geschrieben:Bei wem sitzen die Sicherungen direkt an der Aufbaubatterie? Bei den meisten befindet sich vor der Sicherung immer noch ein Stück nicht abgesichertes Kabel. Das stört aber niemanden.
Egon, bei allem Respekt, du vermischst hier einiges.
Der Reihe nach, wenn im/am Eingang des Wechselrichters wie auch immer ein Kurzschluß entsteht, wird als erstes das Kabel welches zum Akku geht in Mitleidenschaft gezogen. Dieses kann durch eine Sicherung abgesichert werden.
wenn das Kabel zwischen Akku und Sicherung länger ist, was soll dort passieren? Es sei denn, dieses Kabel geht über scharfe Kanten oder liegt an Schrauben an oder oder, dann könnte dort natürlich ein Kurzschluß entstehen.
Das Kabel zwischen Akku und erster Sicherung kann auch lang und länger sein, wenn es entsprechend mechanisch geschützt ist.
rioonline am 23 Jan 2024 14:34:38
HartyH hat geschrieben: Das Kabel zwischen Akku und erster Sicherung kann auch lang und länger sein, wenn es entsprechend mechanisch geschützt ist.
Hi, Ich habe das hier vor zu verlegen. Generell außerhalb der Sitzkonsole im Kabelkanal. Sollte an der eingezeichneten Stelle die Sicherung sitzen oder direkt nach dem Batteriepol? .. oder garnicht?
Danke Lg. Volker
Olli2305 am 23 Jan 2024 15:56:54
Hallo, ich würde dort, also in Batteriepol nähe, eine Sicherung einbauen. Da du Plus und Minus zusammen verlegst, kann es zu einem Kurzschluss kommen. Ideal wäre es wenn jede Leitung durch ein Schutzrohr verlegt wird.
HartyH am 24 Jan 2024 14:34:19
rioonline hat geschrieben:...Generell außerhalb der Sitzkonsole im Kabelkanal. Sollte an der eingezeichneten Stelle die Sicherung sitzen oder direkt nach dem Batteriepol? .. oder gar nicht?
Hallo Volker,
das ist eine gute Stelle für eine Sicherung, allerdings für einen 2.000 Watt Wechselrichter brauchst du ca. 175A - 200A Sicherung und ein etwas dickeres Kabel. Oder wie muß ich die Bezeichnung 1000/2000W verstehen?
rioonline am 24 Jan 2024 15:23:40
Danke für die Info... Dauerleistung 1000W Dauer / 2000W in der Spitze--> Link - mehr als der Wasserkocher (1000W) wird auch nicht drangehängt. Wenn ich die Sicherung innerhalb des Sitzes verbaue ist der Aufwand zum wechseln eben sehr hoch, daher wollte ich sie an die Stelle außerhalb bringen. Ist aber alles außerhalb irgendwelcher "Verkehrswege" von Füßen oder sonstigen Spitzen gegenständen :)
HartyH am 24 Jan 2024 16:01:55
rioonline hat geschrieben:Wenn ich die Sicherung innerhalb des Sitzes verbaue ist der Aufwand zum wechseln eben sehr hoch, daher wollte ich sie an die Stelle außerhalb bringen. Ist aber alles außerhalb irgendwelcher "Verkehrswege" von Füßen oder sonstigen Spitzen gegenständen
na ja, dann stell ich hier mal die Frage: Wie oft geht eine Sicherung, noch dazu für einen Wechselrichter, kaputt? Diese Sicherung geht meistens kaputt beim Einbau und/oder beim Anschließen des Wechselrichters. Danach sollte doch alles normal laufen.
Du kannst die Sicherung auch an einer besseren Stelle außerhalb des Sitzes installieren, dann sollte aber das Pluskabel ein doppelt isoliertes Kabel sein oder ein normales Kabel wird zusätzlich in einem Wellrohr oder ähnlichem verlegt. Das Kabel sollte aber nicht zu viel Spiel im Wellrohr haben.
Übrigens bezüglich Sicherung: Nimm etwas solides, zB. MEGA-Fuse zur Not auch MIDI mit einem ordentlichen Sicherungshalter. Ich persönlich würde hier mit 150A absichern.
rioonline am 24 Jan 2024 16:32:32
:top: Danke ;)
thomker am 24 Jan 2024 16:49:15
Moin,
folgend nur meine Meinung:
Das erste was im WR hinter den Anschlussterminals kommt, sind Sicherungen für die 12V Seite. Daher bin ich der Meinung, dass eine zusätzliche Sicherung nahe am WR keinen Sinn macht. Wenn die Leitung abgesichert werden soll, dann (wie immer) am Leitungsbeginn, also am Batteriepol.
Gruß Thomas
rioonline am 24 Jan 2024 17:00:13
Das erste was im WR hinter den Anschlussterminals kommt, sind Sicherungen für die 12V Seite. Daher bin ich der Meinung, dass eine zusätzliche Sicherung nahe am WR keinen Sinn macht. Wenn die Leitung abgesichert werden soll, dann (wie immer) am Leitungsbeginn, also am Batteriepol.
Das hatte ich auch so aus verschiedenen Treads mitgenommen und werde nach dem ersten Wasserkochen nach HartyH´s Aussage den Deckel zuschrauben... sprich Sicherung wird in Richtung Batterie kommen. :)
Diese Sicherung geht meistens kaputt beim Einbau und/oder beim Anschließen des Wechselrichters. Danach sollte doch alles normal laufen
diskalle am 17 Jul 2024 23:23:43
Moin, habe jetzt hier einige Themen zu Wechselrichter gelesen und bin eigentlich nur noch mehr verwirrt.
Habe diesen Wechselrichter hier von Giandel gekauft: --> Link
2000W Reiner Sinus Wechselrichter 12V auf 230V. Ja, es ist eine recht günstige Variante, muss bei mir aber auch keine Dauerleistungen bringen. Und die Bewertungen sind doch etwas besser als bei vielen anderen dieser günstigeren Hersteller.
Ich habe ihn nun testweise angeschlossen (an 2x 120Ah AGM) und er funktioniert so weit auch gut. Mein Problem ist nun die Sache mit der Absicherung, die ja auch hier empfohlen wird. Das kapiere ich leider nicht so richtig. Schließlich hat der WR ja selbst mehrere Absicherungen:
Mehrfacher Schutz einschließlich Kurzschlussschutz, Überspannungs-/ Unterspannungsschutz am Eingang, Ausgang Überlast-, und Übertemperaturschutz.
Trotzdem wird hier im Forum eine zusätzliche Sicherung direkt an der Verbindung zur Batterie empfohlen (Sicherungs-Automat oder Hochlastsicherung Typ ANL). Teilweise auch noch am Kabel zur im Wohnraum extra verbauten Verbraucherdose (FI Schutzschalter).
Ist das wirklich notwendig? Bei einem Kurzschluss an einem Verbraucher beispielsweise oder einem Kabelbruch etc. müsste doch auch die Sicherung im WR das Kabel stromlos schalten. Oder habe ich da etwas total missverstanden?
rkopka am 17 Jul 2024 23:39:17
diskalle hat geschrieben:Trotzdem wird hier im Forum eine zusätzliche Sicherung direkt an der Verbindung zur Batterie empfohlen (Sicherungs-Automat oder Hochlastsicherung Typ ANL). ... Bei einem Kurzschluss an einem Verbraucher beispielsweise oder einem Kabelbruch etc. müsste doch auch die Sicherung im WR das Kabel stromlos schalten.
Die zusätzliche Sicherung schützt nicht den Verbraucher sondern das Kabel, falls es irgendwo am Kabel einen Kurzschluß gibt oder die Sicherung im WR versagt. Die Sicherung sollte immer so nah wie möglich an der Quelle sitzen, damit das Kabel nicht in Flammen aufgeht. Die Sicherung im WR schützt nur ab dem Anschluß am WR, d.h. gegen einen Schaden direkt im WR. Ebenso muß man vorsichtig sein, wenn man von einer abgesicherten Leitung eine dünnere Stichleitung weiterführt. Die muß immer noch den Strom der Absicherung vertragen, sonst könnte sie im Fehlerfall einfach verglühen, ohne daß die Sicherung geht.
RK
diskalle am 18 Jul 2024 11:38:47
Die zusätzliche Sicherung schützt nicht den Verbraucher sondern das Kabel, falls es irgendwo am Kabel einen Kurzschluß gibt oder die Sicherung im WR versagt. Die Sicherung sollte immer so nah wie möglich an der Quelle sitzen, damit das Kabel nicht in Flammen aufgeht.
Damit meinst du jetzt die zusätzliche Absicherung direkt an der Batterie ("Quelle")? Oder sind in dem Fall die Batterie UND der WR als Quelle zu sehen?
rkopka am 18 Jul 2024 11:52:25
diskalle hat geschrieben:Damit meinst du jetzt die zusätzliche Absicherung direkt an der Batterie ("Quelle")? Oder sind in dem Fall die Batterie UND der WR als Quelle zu sehen?
Die Batterie ist die (12V) Quelle. Der WR ist eine 230V Quelle. D.h. die 230V Sicherung sollte nah am WR sitzen. Wobei hier die Ströme schon vom WR recht begrenzt sind, wodurch das weniger wichtig ist. Interessant wird das bei einem Booster. Der hängt an beiden Seiten an einer Batterie. Daher sollten die Kabel auf beiden Seiten abgesichert sein. Quelle bezieht sich hier nicht unbedingt auf die normale Energieflußrichtung (Booster SB -> AB) sondern auf eine Energiequelle, die Ströme abgeben kann (hauptsächlich die Batterien, aber auch Netzteile). Wobei im Womo die Batterien das gefährlichste sind. Solarzellen z.B. haben prinzipbedingt schon eine Strombegrenzung in der Größenordnung des Nennstroms eingebaut. Hier macht eine Absicherung also keinen Sinn. Netzteile haben entweder interne Sicherungen oder können vom Aufbau her nicht mehr Strom abgeben. Manchmal verzichtet man darauf, wenn die Ströme recht hoch sind (WR) und das Kabel sehr kurz ist und auf dem Weg gut geschützt werden kann, weil eine Sicherung immer auch Erwärmung und Verluste bedeutet.
RK
diskalle am 18 Jul 2024 12:16:15
Danke für deine verständlichen Ausführungen. :top:
Bisher standen wir fast nie autark wenn wir unterwegs waren. Das kann aber in Zukunft doch hin und wieder mal vorkommen und dann möchten wir halt auch mal eine Senseo (1300 Watt) oder eine Heißluftfritteuse (700 Watt) betreiben können. Aber natürlich nicht zugleich und immer nur für wenige Minuten. Hierfür möchte ich ein Kabel (2,5 mm²) zu einer neuen Steckdose verlegen.
Du würdest also empfehlen eine FI Sicherung am Beginn diese Kabels zwischenzuschalten und am Anschluss des WR an der Batterie ebenfalls einen Sicherungs-Automat oder Hochlastsicherung zu verbauen? Wieviel Ampere müssten die beiden abgesichert sein? Kannst du mir das etwas empfehlen? Toll wäre es natürlich, wenn ich direkt an der Batterie auch den Wechselrichter komplett abschalten könnte.
just4fun am 03 Feb 2025 16:42:53
Hallo in die Runde,
nach Lesen des Stranges bin ich leider nicht viel schlauer gworden, aber das liegt daran, dass Strom und ich in diesem Leben keine Freunde mehr werden.
Ich möchte an eine 150 Ah Liontron einen Solartronics Sinus Inverter mit 1.000 Watt anschließen. Das beiliegende Kabel (50 cm) ist aber zu kurz und erscheint mir nach der Lektüre vielleicht auch ein weing dünn. Zudem ist keine Sicherung dabei.
Wieviel mm² muss ein Kabel mit 1 m Länge haben und muss ich dieses überhaupt absichern, und wenn ja, wie stark?
Besten Dank an die Schwarm- und vor allem an die Einzelintelligenz, die mir konstruktiv weiterhilft.
Grüße
BossHogg am 03 Feb 2025 19:19:37
Servus, beim Wechselrichter liegt das Kabel bei und im Handbuch ist eine Tabelle für groben Anhaltspunkt beim Verlegen.
Die Kabelstärke richtet sich neben der Länge auch nach der Verlegeart. Also Kabel frei oder im Schutzrohr, Auf- oder Unterputz (im Womo eher in Hohlräumen ohne Belüftung als unter Putz ;-) ). Wenn Du bei 1m Länge eine Querschnittsstufe höher gehst als mitgeliefert machst Du eher nichts falsch.
Als Sicherung ist auch eine herkömmliche NH-Keramiksicherung geeignet.