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Erster Wohnmobilurlaub in Norwegen - Entfernungen im Land 1, 2


martinf112 am 27 Jul 2020 11:03:55

Liebe Communitiy,

mein erster Beitrag und ich hoffe, dass ich nicht zum drölfzigsten Mal das Selbe wie alle vor mir frage...
Wir (meine Frau und ich) befinden uns in der Planung für unseren ersehnten ersten Wohnmobilurlaub in Norwegen für Juni 2021. Wir sind beide zwar skandinavien-affin (waren in Schweden), aber noch nie im Wohnmobil unterwegs. Geplant ist die Anreise von Hirtshals nach Kristiansand. Es gibt einen groben Plan ("gemütlich" durch Fjordnorwegen hoch bis Kristiansund, zurück eher auf Geschwindigkeit bedacht über Lillehammer nach Larvik oder wieder Kristiansand), der insbesondere viele Landschaftsrouten umfasst. Und natürlich eine Vielzahl von absoluten Must-sees (Hardangervidda, Preiskestolen, Trollstigen, Jotunheimen, Sognefjord, Flam,Kristiansund und und und). Alles in allem sind wir bei ca. 2.500 Kilometern. Das "aber" lautet nun: rein in Norwegen werden es 14 bis 16 Tage sein.
Nun meine Frage an die Erfahreneren hier: Ist das realistisch? Wir wollen durchaus auch mal einen Tag fest an einem Ort bzw. einer Region verbringen. Oder halsen wir uns; meine Befürchtung; einfach zu viel auf und bringen Stress in einen Urlaub, der so ganz das Gegenteil davon sein soll?

Schon mal vielen Dank für eure Hilfe und sorry, falls das ein wenig viel wirres Neuling-Geschreibsel ist.

Gruß,
Martin

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Gast am 27 Jul 2020 11:13:20

Na ich denke das sieht jeder anders. Der Eine fährt in 2 Wochen Nordcup und zurück und fand den Urlaub geil, der Andere bleibt 2 Wochen in Smörebröd und fand das geil. Für mich wäre es eher die Mitte zwischen dem Einen und dem Anderen.

Wolfgang

martinf112 am 27 Jul 2020 11:29:12

WolleB hat geschrieben:Na ich denke das sieht jeder anders. Der Eine fährt in 2 Wochen Nordcup und zurück und fand den Urlaub geil, der Andere bleibt 2 Wochen in Smörebröd und fand das geil. Für mich wäre es eher die Mitte zwischen dem Einen und dem Anderen.

Wolfgang

Danke für die Einschätzung. Kannst Du denn in etwa sagen, wie viele Kilometer man so durchschnittlich in der Stunde in der genannten Region schafft? Ich habe da Berichte zwischen 30 und 60 gelesen... Ich möchte ja nicht täglich 5 Stunden reine Fahrzeit haben, auch wenn das sicherlich auch mal vorkommen kann und wird.

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duesselman am 27 Jul 2020 11:33:02

Hallo Martin

Folgende Tour haben wir in 2018 gemacht, vom 26.4 bis 13.5
Gestartet in Düsseldorf , zurück über Göteborg, Malmö



das Farbige sind unsere Tagesstrecken


Für uns ein tolles Erlebnis mit angenehm zu fahrenden Tagesetappen und auch Zeit genug um mal irgendwo stehen zu bleiben und zu wandern (z.B. Preikestolen)
3788 km in 18 Tagen

skysegel am 27 Jul 2020 11:34:03

Die Eckdaten sind nur durch euch zu setzen (max. Fahrzeit am Tag, Anzahl Pausen, Anzahl von Stehtagen usw.) der Rest ist reine Rechnerei. Da kann wirklich niemand helfen, außer euch einen Taschenrechner zu leihen.
Die Fahrzeiten in Norwegen kannst Du in etwa abschätzen, wenn Du von max. 60km/h als Durchschnittsgeschwindigkeit ausgehst (ist wahrscheninlich auf einigen Strecken noch langsamer). Die Fahrzeitenschätzung von Google ist aber im großen und ganzen recht zuverlässig. Du könntest Dein Vorhaben mal exemplarisch durchrechnen. Kommt später immer anders als an denkt, man hat aber schonmal einen Anhaltspunkt.

Ulli

martinf112 am 27 Jul 2020 11:48:36

Vielen Dank für die Antworten. So viele und so schnell!

Durch unsere Erfahrungen aus Schweden sind wir uns bewusst, dass 50 Kilometer in Skandinavien nicht mit 50 Kilometern in Deutschland vergleichbar sind was Fahrzeit angeht. Für die grobe Route von ca. 2.500 Kilometern hat der Falk-Routenplaner (oder kennt hier noch jemand vielleicht einen anderen Routenplaner, bei dem man mehr als 20 Zwischenziele eingeben kann?) knapp 50 Stunden Fahrzeit ausgespuckt, was ja um die 50 km/h entsprechen würde. Auf die 15 Tage also gute 3 Stunden pro Tag im Schnitt, wäre ja im Rahmen. Nur habe ich Bedenken, ob diese Angaben (die auf einen PKW ausgelegt sind) auch mit einem 7m Wohnmobil erreichbar sind.

Schöne Grüße,
Martin

PS: Man möge mir meine Zahlenobsession verzeihen. Ich bin Bilanzbuchhalter und Zahlen halt mein Ding...

lonsome am 27 Jul 2020 11:57:42

Hallo,

für mich setze ich in Norwegen immer eine Durschschnittsgewschwindigkeit von 60km/h an auf großen Straßen, bei "engeren" Gegenden (z. B. Fjord-Norwegen und Lofoten) nur 40-50 km/h. Gründe dafür: Man kann auch mal eine Stunde auf eine Fähre warten müssen, und die Fährfahrt dauert natürlich auch. Pässe müssen bewältigt werden. Oder aussteigen, Foto machen, kleine Wanderung. eine ganz entspannte Pause an einer schönen Stelle. Ich habe es im Fjordland auch schon erlebt, dass es Wohnwagenstau gab, ich also hinter drei oder vier Wohnwagen hinterhertuckern musste, dann manchmal noch Gegenverkehr. So etwas kann dauern. Oder auch eine Sperrung für eine Stunde, weil sich ein LKW in einer Baustelle festgefahren hatte. Dann warten halt alle ganz gemütlich eine Stunde.

Selber handhabe ich ich es meistens so: "Powerfahren" zu einem Ziel, also 600 km fahren (bin Alleinfahrer, das reicht dann als Strecke), dann da einen oder zwei Tage bleiben, dann nächste Etappe.

Gruß
Klaus

Sprintertraum am 27 Jul 2020 12:03:53

skysegel hat geschrieben:Die Fahrzeiten in Norwegen kannst Du in etwa abschätzen, wenn Du von max. 60km/h als Durchschnittsgeschwindigkeit ausgehst

Moin martinf112
Schließe mich dem Vorredner voll an. Das ist wirklich realistisch und hinzu kommt, wenn man was sieht will man anhalten, Foto machen usw.
Nur kein Streß.
Geh auch davon aus das überall geblitzt wird. Die Dinger stehen überall. Da wird schon ab 1 km/h drüber geblitzt und es ist nicht billig ! Denk auch an Maut vorher besorgen.
Gruß und gute Fahrt


Joachim260 am 27 Jul 2020 12:42:26

Hallo

ich war zwar noch nicht mit dem Wohnmobil da oben aber schon 2 mal mit dem Motorrad. Meine Tagesetappen lagen bei 300 - 350km, auch mal weniger. Es gibt natürlich viele Faktoren die deine Geschwindigkeit bestimmen aber wenn du wirklich was sehen willst und keine 5 Stunden Fahrzeit möchtest würde ich im Höchstfall mit 250 km pro Tag rechnen. Auf den Hauptstraßen (Ein oder Zweistellige Straßennummern) geht sicher mehr aber auf den landschaftlich schönen Straßen (die 3-stelligen) können 250 km schon sportlich sein.
Ich hab meine Route nur grob geplant und dann individuell gehandelt, also mal eine Tagesstrecke ausgelassen oder auch verlängert.Wenn du was auslassen mußt ist das nicht weiter schlimm, dann machst du das eben beim nächsten Mal.
Wer nach Norwegen fährt fährt nicht nur ein Mal sondern immer wieder!

Gruß
Joachim

conga am 27 Jul 2020 12:48:28

Schau Dir doch mal den URL gelöscht an.

kdupke am 27 Jul 2020 13:07:05

Für den Fall, dass Du auch noch analoge Karten mitnimmst, achte auf den Massstab.

Ich hatte mal eine Karte da war der Süden in einem anderem Maßstab als der Norden (eine Karte). Mein üblicher Radius hat dann zu heftigen Tagesetappen geführt, weil ich den Südmaßstab auch im Norden angewandt habe.

gruss kai

martinf112 am 27 Jul 2020 13:14:30

Noch einmal ein Danke für die vielen Antworten. So schnell, so nett... Kennt man nicht von jedem Forum so.

Gerade zum Kartenmaterial hätte ich noch die Bitte um eine Empfehlung. Für uns interessant wäre alles zwischen Kristiansund und Kristiansand, gerne auch recht detaillierte Regionalkarten. Gibt es da eine herausstechende Karte, oder kann man sich da jede (natürlich aktuelle) Karte anschaffen?

rkopka am 27 Jul 2020 13:25:47

skysegel hat geschrieben:Die Fahrzeiten in Norwegen kannst Du in etwa abschätzen, wenn Du von max. 60km/h als Durchschnittsgeschwindigkeit ausgehst (ist wahrscheninlich auf einigen Strecken noch langsamer).

Ich sehe auch eher 50km/h als Richtwert. Zum einen will man (ich) ja auch mal stehenbleiben für ein Foto. Zum anderen geht es (wir waren bis Bergen unterwegs) eigentlich immer auf und wieder ab, oder eng oder kurvig. Ich habe 2 Wochen lang die Gänge 5 und 6 nicht gebraucht. Ich plane da gern eine grundsätzliche Route mit der Option früher wieder die Rückfahrt einzuschlagen. Bis Bergen und zurück nach Oslo hatten wir etwa 2 Wochen und sind eigentlich zuviel gefahren. Ich hätte gern noch da und dort einen Tag gestanden, gerade Hardangervidda. Aber da hatten wir Graupelschauer, Kälte und trübes Wetter, und meiner Mutter hätte eine Nacht dort sicher nicht gefallen.

RK

goldfinger am 27 Jul 2020 13:30:56

Mir gefallen die Karten von Freytag & Berndt 1:250 000 Norwegen Süd und Norwegen Mitte


Andreas

klaus1968peter am 27 Jul 2020 14:52:21

Die Karten von Freytag & Berndt kann ich auch sehr empfehlen. :top:

Ich war 2019 auch in diesen Regionen, ihr könnt dort oben auch
noch viel mehr Zeit verbringen, besonders wenn das Wetter passt.
Wenn ihr gerne frischen Fisch esst, vergesst die Angel nicht da man
in den Fjorden überall Angeln darf. :ja:
Sonst sind 14 bis 16 Tage für den Anfang machbar, kommt halt immer
drauf an was man alles sehen und erleben möchte.

Jjoerg am 27 Jul 2020 17:00:30

Hallo Martin, die Durschnittsgeschwindigkeit würde ich auch mit 50 km/h ansetzten aber bevor Du Dir schon bei der Planung Stress machst, bedenke, wenn alle Stricke Reisen bis Du zur Not über die E6 in zwei Tagen in Oslo!

Das sind selbst gemachte Erfahrungen!

Lg Jörg

tammy99 am 27 Jul 2020 17:22:58

Moin,

hm, unsere Durchschnuttsgeschwindigkeit lag in Norwegen immer zwischen 30 und 40 Km/h und ich bin wirklich kein Schleicher. Dein Programm ist aber trotzdem machbar. Musst halt pro Tag länger fahren.
Alternativ würde ich mich halt beschränken, weil Du garantiert immer wieder kommen wirst!

LG
Fred

spechtinator am 27 Jul 2020 19:03:33

Hallo Martin,

so ähnlich sieht unser Norwegenplan für dieses Jahr aus. Wir haben inklusive An- und Abreisetag insgesamt 15,5 Tage Zeit. Meine Frau hat mit viel Mühe noch einen zusätzlichen Freitag frei bekommen. Wir fahren diesen (30.07.2020) Donnerstag los. Ob unsere - und vielleicht auch eure - Planung realistisch ist kann ich dann in 3 Wochen beantworten. Hauptsache Dänemark lässt uns durch :eek: Habe uns die autopassferje besorgt. Wird sich bestimmt lohnen. Sind bei uns 12 Inlandsfähren.

Wir sind eher Fahrer als Steher, daher denke ich mit den 15 Tagen wird es schon werden. Ich habe die Entfernungen zwischen den Zielen berechnen lassen und die Kilometer dann durch 50km/h geteilt. Ist an manchen Tagen etwas sportlich, aber die Kunst besteht dann wohl vor Ort im Weglassen. Planen kann man ja erstmal alles :D

Hier im Groben unsere geplante Route: Kristiansand, Elgtun, Latefossen, Voringsvossen, Stegastein, Stabkirche Borgund, Nigardsbren Gletscher, Lom, Geiranger, Trollstigen, Andalsnes, Kristiansund, Atlantikstraße, Alesund, Bergen, Stavanger, Preikestolen, Kristiansand. Wir sind da aber vor Ort flexibel.

Je nachdem wie ich dazu komme werde ich bestimmt anschließend einen kleinen Reisebericht schreiben.

Viel Erfolg bei der Planung. Mir hat sie viel Spaß gemacht. Ich werde nach der Rückkehr berichten.

Bye Christian

Momoblog am 27 Jul 2020 20:59:54

Hallo Martin,

wir sind gerade in Norwegen --> Link und ich finde deinen Plan machbar, aber sehr sportlich. Hängt davon ab, ob ihr alles erfahren wollt, oder auch mal wandern oder etwas besichtigen. Nur mal als Hausnummer: wir haben 2016 eine recht ähnlich Tour gemacht und waren dafür 3 Wochen netto (also ohne An-/Abreise) in Norwegen.

Du schreibst ja, dass du befürchtest, dir Stress aufzuhalsen, wenn du zu viel reinpackst. Und mit Erholung hat das meiner Meinung nach nicht mehr viel zu tun. Beschränkt euch lieber auf das, was halt zeitlich klappt und lasst euch treiben. Ihr werdet eh wiederkommen wollen! Wir haben noch ganz viele Sachen auf dem Zettel, die bisher einfach nicht gepasst haben. 3x stand der Preikestolen auf dem Zettel und wir waren immer noch nicht da. Dafür haben wir tolle Entdeckungen gemacht, die in keinem Reiseführer stehen. Dieses Jahr war z.B. Lindeknuten ein absolutes Highlight. Warum der nicht in jedem Reiseführer steht, ist mir komplett schleierhaft. Bzw. auch wieder nicht: Norwegen ist einfach unfassbar. Wie gesagt: ihr werdet onhehin wiederkommen. Plan schon mal für 2022. :-)

Liebe Grüße, Michael

riegelaner am 27 Jul 2020 21:06:22

Hallo Martin,

wir sind auch gerade zum ersten Mal mit Womo in Norwegen - nicht zu viel planen, denn 1. kommt es anders als man 2. denkt.
Vieles ist Wetterabhängig und vor allem die Anreiselage kann sich auch ändern.
Wir hatten uns ein paar Ziele gesetzt und arbeiten sie jetzt ab und wenn es nix wird, es gibt auch eine Reise nächstes Jahr für uns, oder übernächstes Jahr :D :D :D

Norbert

martinf112 am 28 Jul 2020 06:54:52

Allen nochmal ein großes Dankeschön für die vielen Tipps und Anregungen! Ich ziehe als grobes Fazit, dass wir ruhig planen können. Und dass der Plan mit hoher Wahrscheinlichkeit eh nach kurzer Zeit in Norwegen obsolet sein wird. :ja:

martinf112 am 28 Jul 2020 11:06:10

Ich bin mal so frech und stelle hier in zweifacher Ausführung die aktuelle Planung ein und hoffe, dass das nicht gegen die guten Forumssitten verstößt (wobei ich nichts entsprechendes gefunden habe). Vielleicht hat der ein oder andere ja schon einige Teile der Route selbst "erfahren" und kann da ein paar Tipps für einen Neuling hinterlassen. Auch im Hinblick, ob da nicht doch ein wenig zu viel auf der Liste steht. Wobei auf dem Rückweg ja quasi die Möglichkeit eines Cuts über Lillehammer bzw. Oslo möglich wäre und, bei Zeitnot, sicherlich einige Stunden Fahrt sparen würde.
Falk-Routenplaner: --> Link
Google Maps: --> Link

Danke und schöne Grüße aus dem Saarland,
Martin

rkopka am 28 Jul 2020 11:39:09

Steht ihr nicht auf Städte ? Bergen ist nah an der Route und IMHO sehr sehenswert. Außerdem gefielen mir die Sandstrände südlich von und bei Stavanger sehr gut.

RK

martinf112 am 28 Jul 2020 11:51:48

rkopka hat geschrieben:Steht ihr nicht auf Städte ? Bergen ist nah an der Route und IMHO sehr sehenswert. Außerdem gefielen mir die Sandstrände südlich von und bei Stavanger sehr gut.

RK

Städte... Tja, gutes Thema. Grundsätzlich wollen wir die Natur erleben. Das hat uns auch damals nach Schweden gezogen. Wobei natürlich eine schöne Stadt absolut ihren Reiz und ihre Berechtigung auf der Reiseroute hat. Bergen und Alesund (da schwärmen mir zwei Kolleginnen von vor) wären da grundsätzlich auf der "Alternativliste" was Ziele angeht. Ich glaube aber, dass wir eher auf den Besuch einer Stadt verzichten würden, als auf eine weitere Nacht in der Hardangervidda oder irgendwo im Nirgendwo an einem Fjord.

Alter Hans am 28 Jul 2020 12:09:21

tammy99 hat geschrieben:Moin,

Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit lag in Norwegen immer zwischen 30 und 40 Km/h und ich bin wirklich kein Schleicher. Dein Programm ist aber trotzdem machbar. Musst halt pro Tag länger fahren.
Alternativ würde ich mich halt beschränken, weil Du garantiert immer wieder kommen wirst!

LG
Fred


Das möchte ich unterstreichen da unsere Erfahrungen aus drei ausgedehnten langen (bis zwei Monate) Skandinavienreisen sowie zwei kürzere Reisen im Winter in Südnorwegen ähnlich sind. Mit kleinen wendigen Womos.
Eigentlich sind wir in Norwegen nur auf der E6 deutlich schneller vorangekommen. Und die haben wir weitgehend gemieden.

Also rechtzeitig (bei Bedarf) das Programm einkürzen.

hossi46 am 29 Jul 2020 23:15:05

Ein Zeitraum von drei Wochen incl. Anreise ist nach unserer Erfahrung (2012 incl. Nordkap, 2018 nur Südnorwegen (etwa eure Planungsroute) ausreichend. Die Tagesstrecken sind, abgesehen von der Fahrt bis zum Hafen in Nord-Dänemark, erträglich. Es muss keine Hektik aufkommen.

anlumi am 10 Aug 2020 09:38:15

Hallo
vielleicht ist unser Reisebericht für euch etwas.
--> Link
"Reisebericht Norwegen Mit dem Wohnmobil duch Fjordnorwegen"
LG Michael

BiggiK am 17 Dez 2020 00:14:34

Nach zwei jeweils 3 wöchigen Womo Reisen in Norwegen rate ich dir, zwar einiges an potentiellen Zielen aufzuschreiben, aber nicht sklavisch daran festhalten zu wollen. Gerade das Wetter für Wanderungen ja ausschlaggebend und bei Dauerregen muss der Plan dann schnell geändert werden. Die norwegische Landschaft ist so schön, da lohnt es sich auch die Wanderschuhe mitzunehmen. Am besten übrigens hohe Schuhe, denn viele Strecken sind steinig und geröllig, da knickt man schnell um.
Alesund und Trondheim sind nett zum ansehen, Bergen kenne ich nicht. Auf der Rückfahrt lass Lillehammer nicht aus. Man kann dort prima direkt an den Sprungschanzen übernachten und dort wandern. Und zu Fuß ins nette Örtchen laufen.
Wenn ihr schnell vorankommen wollt, fahrt die E Straßen, schöner sind die Nebenstrecken. Oftmals einspurig zu befahren und dabei vorausschauend die nächste Ausweichbucht ansteuern wenn Gegenverkehr kommt . Ist manchmal spannend und man hofft dann immer, das einem kein lkw entgegenkommt.
Die blauen Karten von freytag sind gut zu gebrauchen.
Viel Spaß in Norwegen, bist bestimmt nicht das letzte Mal dort

martinf112 am 27 Mai 2021 08:35:05

Liebe Community,

ich hoffe, es ist ok, wenn ich den alten Thread wieder aus der Versenkung hole anstatt einen neuen zu erstellen.
Die Planungen für die Tour 2021 sind durch Corona auf 2022 verschoben worden. Aktuell werden diese wieder intensiviert und der grundsätzliche Rahmen der Reise steht schon mal: 3 Wochen im Juni 2022. Ein paar Änderungen in der ursprünglichen Route hat es gegeben (und wird es sicherlich auch noch geben). Ich habe nun versucht, möglichst viele der Landschaftsrouten mit einzubauen. Und da stellt sich nun meine Frage: gibt es Landschaftsrouten, die mit einem 7m WoMo nicht befahrbar sind? Ich weiß, dass beispielsweise Aurlandsfjellet aktuell noch gesperrt ist.

Vielleicht könnte sich der ein oder andere mit eigenen Erfahrungen die folgende Liste mit beabsichtigten Landschaftsrouten ansehen und eine Einschätzung bzgl. der Befahrbarkeit für 7m WoMo im Juni abgeben.
Geplant sind aktuell: Ryfylke, Hardanger, Hardangervidda, Aurlandsfjellet, Valdresflye, Sognefjellet, Rondane, Geiranger-Trollstigen und Atlantershavsvegen. Reizen würde mich noch der Gammle Strynefjellsvegen, aber als WoMo Neuling auf einer schmalen Schotterstrecke? Da bin ich sehr am zweifeln.

Ich würde mich freuen, wenn vielleicht jemand entsprechende Erfahrungen mit mir teilen würde.

Kleines Edit: Ganze anderes Thema, aber gerade eingefallen: wir nutzen beide sehr gerne via Apple Pay eine virtuelle Mastercard. Wir sind natürlich auch mit "normalen" Kreditkarten ausgestattet, aber hat jemand Erfahrung, ob man mit der virtuellen Mastercard über die Apple Watch in Norwegen zahlen kann? Leider bietet unsere Hausbank keine andere Möglichkeit, über Apple Pay direkt das Girokonto zu belasten.

Danke und schöne Grüße,
Martin

Gast am 27 Mai 2021 09:01:44

Hallo Martin, alle Touristik- bzw Landschaftsrouten sind problemlos zu befahren. Es gibt zusätzlich einige Mautstrecken, teils über die Berge. Die sind für freies Übernachten geeignet und für tolle Erlebnisse gesichert. Rechne übrigens maximal mit 50 km/h im Schnitt für normale Straßen und 30 km/h für die Schotterwege. Zuzüglich viele Stopps zum kucken, wandern, Kaffee kochen.

Zahlen funktioniert am besten mit Kreditkarte. Wichtig: nimm mehrere Karten mit, nicht jede funktioniert an jeder Tankstelle.

conga am 27 Mai 2021 09:35:06

Schaut Euch mal den URL gelöscht an. Tolle Berichte und alle Informationen.

BiggiK am 27 Mai 2021 14:17:33

Falls du außer fahren auch noch ein wenig die Landschaft erwandern möchtest (dazu rate ich sehr dringend), dann verabschiede dich mal von deiner Planung möglichst alle Landschaftsrouten in einem Urlaub abzuklappern. Das ist zwar auch sehr schön, aber fahren auf diesen Strecken nimmt enorm viel Zeit in Anspruch. Da bleibt dann viel am Wegesrand unbeachtet, weil man ja weiter muss. Lass dich ein bisschen treiben, verabschiede dich von deiner Planung in soweit, das du sie nicht zwingend abarbeiten musst. Norwegen hat Potential für mehr als einen dreiwöchigen Urlaub. Buchen musst du nix vorher, Campingplätze und Stellplätze sind im Juni kein Problem
Gruß Birgit

martinf112 am 27 Mai 2021 15:10:12

Danke für die hilfreichen Antworten!

Der Plan als solcher ist und bleibt eben erst mal ein Plan. Dass wir den so sicher nicht "durchziehen" und er sicherlich einigen Änderungen unterworfen wird, ist uns bewusst. Mir ist nur beim Betrachten einiger Bilder nicht so ganz klar, ob die Landschaftsrouten tatsächlich auch von WoMo sicher befahren werden können. Aber auch da habe ich ja bereits eine Antwort erhalten.

Momoblog am 27 Mai 2021 15:30:21

Hallo Martin,

Zur Befahrbarkeit der offiziellen „Tourist Routen“ würde ich sagen, dass die alle auch für Womo-Neulinge machbar sind, also asphaltiert sind. Manche sind allerdings wirklich eng, z.B. die Route am Stegasteinen bergab ist anspruchsvoll. Das wirst du allerdings schnell selber merken, wo deine schmerzgrenze liegt.
Wenn sie sehr hoch ist, empfehle ich dir den --> Link Aursjøvegen. Unvergesslich!

Zu deiner Frage wegen Apple Pay: Sollte überhaupt kein Problem sein. Meine Erfahrung ist: wenn Kreditkarte möglich ist, geht auch Apple Pay problemlos.

martinf112 am 27 Mai 2021 15:46:06

Momoblog hat geschrieben:Zu deiner Frage wegen Apple Pay: Sollte überhaupt kein Problem sein. Meine Erfahrung ist: wenn Kreditkarte möglich ist, geht auch Apple Pay problemlos.

Und nochmal ein großes Danke schön! Ich würde ja die Beiträge allesamt als hilfreich bewerten, aber das ist mir leider noch nicht erlaubt. Daher nochmal an alle, die sich hier gemeldet haben: lieben Dank!

Womofreund2 am 27 Mai 2021 15:52:43

Wir sind mit über 7m auch schon viele der Touristenrouten ohne Probleme gefahren. Die meisten werden ja auch mit Reisebussen abgefahren. Den Strynefjellsvegen kann ich nur bei trockenem Wetter empfehlen, denn dieser ist nicht komplett asphaltiert und verleiht dem Fahrzeug bei Regenwetter eine lehmige braune Aussenlackierung. Zeit kann man für die wunderschöne Landschaft nie genug haben.

Momoblog am 27 Mai 2021 16:03:42



Das ist die Straße hoch zum Rondane. Du siehst, geht locker auch mit 2 großen Fahrzeugen.

martinf112 am 15 Feb 2023 12:36:02

Ich melde mich mal (wenn auch etwas spät) zurück mit einem kleinen Resümee zur Reise. Und der ein oder anderen Frage bzgl. der nächsten Reise am Ende des Beitrags!

Ein Wort: traumhaft! Zwei Worte: 2024 wieder! :mrgreen:

Die Reise war alles in allem in der Tat wundervoll. Auf die einzelnen Highlights einzugehen, würde den Rahmen sprengen. Die Landschaft ist einfach traumhaft und hat uns dauerhaft beeindruckt. Kurzer Abriss zur Route: Anfahrt über Hirtshals (Zwischenstopp mit Übernachtung in Kolding) mit der Fähre nach Kristiansand. Danach in zwei Tagen nach Roldal (dort CP) und über Kinsarvik in die Hardangervidda. Dort eine kalte aber tolle Nacht verbracht, etwas gewandert und morgens gegen 5 Uhr den Voringfossen (war am Tag zuvor noch komplett vom Nebel verdeckt) bei strahlendem Sonnenschein und mutterseelenalleine genossen. Weiter Flam, Borgund, Nigardsbreen zum Geiranger. Diese Tage und insbesondere die Anfahrt zum Geiranger waren atemberaubend. Auch die zweistündige Fahrt auf dem Fjord selbst war trotz eher schlechtem Wetter sehr beeindruckend. Adlerstraße, Stegastein, Trollstiegen (der entgegen vieler mir zugetragener Meinungen eigentlich ganz entspannt zu fahren war), Alesund und Atlantikstraße, von der aus wir (auch durch die offenbar in der Flambana gefangenen Corona-Infektion) den nördlichsten Punkt schon erreichten und langsam den Weg nach Süden antraten. Folldal, Tessand, Gol, wieder über Kinsarvik und Stavanger noch eine tolle Nacht auf dem CP Olberg verbracht und dann mit der Fähre zurück. Alles in allem ca. 7 Tkm in drei Wochen gemacht und (kaum einen) davon bereut.

Aaaaaber, wir sind infiziert und wollen nächstes Jahr wieder hin. Ja, so geht es sicher vielen...
Anvisiert sind 4 Wochen, diesmal mit "Startpunkt" Nordkapp, um uns über Senja, Lofoten, Kystriksveien wieder in den uns "schon bekannten" Süden zu kommen. Ist die klassische Route via Stockholm für den schnellen Weg wirklich sinnvoll? Rechne mit ca 4 Tagen für die Anfahrt (ca. 3.500km vom Saarland aus). Ja, stramm und sicherlich nicht gerade "Urlaub". Aber ich habe etwas Bedenken, dass uns bei gemütlicherer Anreise die Tage dann "hinten raus" fehlen.
Was gibt es denn zwischen den Lofoten und Trondheim zu sehen, was müssen wir unbedingt mitnehmen? Die üblichen Dinge aus Reisebüchern etc sind mir bekannt, aber ich persönlich halte mehr von Erfahrungen von normalen Menschen, die die Gegend schon selbst bereist haben und kein Interesse haben, Dinge im Sinne der Verkaufszahlen zu beschönigen.

Viel Text, sorry dafür. Vielleicht möchte der ein oder andere seine/ihre Erfahrungen und Meinungen mit mir bzw. uns teilen?

Danke und liebe Grüße,
Martin

rkopka am 15 Feb 2023 13:15:49

martinf112 hat geschrieben:Anvisiert sind 4 Wochen, diesmal mit "Startpunkt" Nordkapp, um uns über Senja, Lofoten, Kystriksveien wieder in den uns "schon bekannten" Süden zu kommen.

Ich hab dieses Jahr etwas ähnliches vor. Allerdings denke ich nach einiger Planung, daß es für mich vernünftiger ist, die meiste Zeit sehr weit nördlich zu verbringen, wenn ich schon mal da bin. Die weiter südlich gelegenen Gebiete kann man bei einem weiteren Urlaub besuchen (Südnorwegen war ich schon).

RK

BiggiK am 15 Feb 2023 15:24:07

Die Anreise über Schweden im Inland (Inlandsvägen) soll besser zu fahren sein. Auch auf diesem Weg liegen einige Seen die sich für eine zwischenübernachtung anbieten.
Das Nordkapp finde ich persönlich überbewertet. Das werde ich in diesem Juni auslassen und lieber auf senja oder den vesteralen länger verweilen.
Der kystriksvegen ist schön, waren wir vor zwei Jahren schon. Dauert aber fahrtechnisch sehr lange, da viele Fähren auf der Strecke sind. Auch lohnt sich dort die ferjekord. Lofoten sind im Sommer inzwischen wohl auch sehr voll, mal schauen wie es wird. Berichten kann ich erst im Juli.
Gruß Birgit

dietmardd am 15 Feb 2023 16:38:29

Ich halte das Nordkap für stark überbewertet, zudem es angeblich gar nicht der nördlichste Punkt in Norwegens Festland sein soll. Ein paar kahle Felsen und die rostige Nordkapkugel und damals ca. 250 € Maut ohne signifikante Sehenswürdigkeiten. Das Nordkap ist eher ein Sehnsuchtsort als eine touristische Sehenswürdigkeit. Man wäre eben mal am zweitnördlichsten Punkt des norwegischen Festlands gewesen.

Der Vorschlag, stattdessen Senja und die Vesterdalen ausführlicher zu erkunden, ist aus unserer Sicht sehr sinnvoll. Eine Reihe von vorgelagerten Inseln sind durch Brücken, Tunnel oder Fährschiff gut für ein Womo erschlossen.

Zur Anfahrt: Wir sind damals in Schweden auf der Autobahn bis kurz vor der finnischen Grenze gefahren und dann quer rüber nach Norwegen. Die Behauptung, dass man im Landesinnere von Schweden besser dran wäre als auf einer Autobahn, kann ich nicht nachvollziehen. Wir sind noch nicht im Landesinneren durch ganz Schweden gefahren, aber vom Hörensagen soll ein Teil der Strecke nur Piste sein - aber ich weiß das nicht aus eigenem Erleben.

Sechs Tipps:

1. In Norwegen gibt es eine Reihe von sogenannten Touristenstraßen - mal im Internet guggeln. Das sind landschaftlich schöne Straßen. Wenn man diese bei der Streckenplanung einbezieht, macht man nichts falsch. Bis auf eine Touristenstraße sind alle durchgängig asphaltiert, eine streckenweise Piste, aber langsam gut befahrbar.

2. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es nicht gut ist, ein großes Land im Schnelldurchgang in einem Urlaub zu erkunden. Wir hatten das mal in Kreta so gemacht. Da wir nicht wußten, ob wir noch einmal nach Kreta kommen, haben wir im Schweinsgalopp die ganze Insel abgefahren, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen. Es war eine einzige Hetzterei, quasi ran ans Reh, knipsen und weiter hetzen. Da wir viel auslassen mussten, waren wir noch weitere 5 Mal und sind immer wieder die gesamte lange Insel abgefahren.
Zu Norwegen: Norwegen ist ungleich größer als Kreta. Wer durch das Land nur hindurch rast, sieht nicht viel. Statt sich das ganze Land vorzunehmen, würde ich besser das Land in 3 bis 4 Regionen einteilen und pro Urlaub nur eine Region abgrasen, dafür intensiver.

Meine Frau bereitet jeden Urlaub akribisch vor, denn wenn man nur auf den Hauptverbindungsstraßen fährt, verpasst das meiste (ca. 80 %). Dazu holt sie sich mehrere Reiseführer und ein oder zwei Bildbände aus der Bibliothek und macht eine Exceltabelle mit Geodaten mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und trägt diese in Google-Maps in die Karte ein. Auf diese Weise kann man eine sinnvolle Route zusammen stellen. Außerdem sehen wir uns kritische Strecken mit google-street an, vor allen Nebenstraßen.

Norwegen ist ein wunderschönes Land und nicht nur eine Reise wert.

3. Wir haben auch mal eine Schiffsreise im Geirangerfjord gemacht. Da kommt man mit dem Womo nicht durch, da links und rechts Steilwände sehr steil bis angeblich 1000 m hoch direkt aus dem Wasser ragen. Da gibt es weder Straße noch Weg. Sehr eindrucksvoll.

4. Für die Anreise über ganz Schweden spricht:

Schweden ist Mitglied der EU, Norwegen nicht. Das bedeutet, Ihr könnt unbegrenzt Lebensmittel und Getränke mit nach Schweden nehmen und auf diese Weise kann man länger von eigenen Vorräten zehren. Norwegen hat sehr strenge Zollbestimmungen. Nur sehr geringe Mengen an Lebensmitteln und Getränken dürfen eingeführt werden, nicht einmal Kartoffeln. In Norwegen sind die Preise für Lebensmittel und Getränken etwa 4 bis 10 Mal so hoch, am teuersten sind Fleisch und Wurstwaren, alkoholische Getränke, alkoholfreie Getränke; Bonbons und importiertes Obst und Gemüse. Wenn man im Süden nach Norwegen hinein fährt, muss man mit sporadischen Zollkontrollen rechnen. Beim Grenzübertritt von Nordfinnland nach Norwegen war das kleine Kontrollhäuschen mit Brettern zugenagelt und niemand hat irgendwelche Kontrollen gemacht. Das war aber vor Corona. Gaststätten sind auch extrem teuer. Das billigste Essen, Kartoffelsalat mit Bulette, hat damals 95 EURO in einer Selbstbedienungsgaststätte gekostet. Da haben wir lieber selbst gekocht. Empfehlung: Vor Reiseantritt guggeln, wie Discounterkaufhallen heißen. Die gibt es aber nur in größeren Orten.
Achtung: Von Nordschweden bis Norwegen gab es nur eine einzige Tankstelle (kann auch mal zu sein) --> mit vollem Tank in Nordschweden losfahren. Das sind Pi mal Daumen etwas über 400 km.

5. In Norwegen gilt das Jedermannsrecht, d.h. man kann fast überall eine Nacht freistehend übernachten, d.h. man braucht keinen Camping- oder Stellplatz. Man soll sich aber ordentlich benehmen und weder Krach machen noch Müll hinterlassen. Bedingung für freien Übernachten: Das nächste bewohnte Haus soll mindestens 150 m entfernt sein. Wenn das nicht geht, dann mal freundlich fragen. Zwei Büchsen Bier oder eine Flasche Wein sind da hilfreich. Das ist wesentlich billiger als die Camping- oder Stellplatzgebühren. Es gibt meist bei Tankstellen Ver- und Entsorgungspunkte (im Netz findbar).

6. Im Winter sind manche Passstraßen gesperrt. In der Regel werden diese aber am 10 ... 15 Juni wieder geöffnet und sind gut befahrbar. Die beste Urlaubszeit ist um die Sommersonnenwände. Da scheint die Sonne Tag und Nacht und Nachts sind stark befahrene Straßen (Touristenbusse von Kreuzfahrtschiffen) bei weitem nicht so voll, z.B. der Trollsteig. Um diese Zeit haben die Berge oben noch Schnee, der aber schnell abschmilzt, so dass viele Wasserfälle in dieser Zeit bis zu 100 Mal mehr Wasser führen als später. Außerdem gibt es zu dieser Zeit kaum Mücken, welche in Skandinavien zur Plage werden können. Außerhalb der dt. Schulferien sind außerdem die Fähren nach Schweden nicht so beansprucht.

Tinduck am 15 Feb 2023 16:57:32

Wir haben letztes Jahr (nach 2004) nochmal die große Runde gemacht: --> Link hoch über Schweden und Finnland, wieder zurück durch Norwegen.

Dazu gibts auch noch einige Eindrücke als Video: --> Link

Insgesamt ist dein Plan umsetzbar, aber viel Fahrerei - wie bei uns auch. Zur Durchschnittsgeschwindigkeit auf den schöneren Routen ist oben ja alles gesagt.

Bei längeren Fährüberfahrten (Bodö-Lofoten oder Gryllefjord-Andenes) was gegen Seekrankheit einwerfen, wenn man da empfindlich ist und das Wetter nicht gut aussieht.

Wir habens nach dem Motto gemacht, im Zweifel lieber ne Besichtigung weniger und ne schöne Übernachtung mehr. Sonst wird das sehr stressig, wenn einem der Zeitplan davonschwimmt.

Ob man das Nordkapp weglassen kann, da scheiden sich die Geister. Diejenigen, die dort Nebel hatten, sagen tendenziell ja, die mit schönem Wetter sagen nein :-) Wir finden, wenn man schon in Nordnorwegen ist, kann man das mitnehmen.

bis denn,

Uwe

jarom am 15 Feb 2023 18:11:58

Hallo,

ich bin nicht auf Krwall gebürstet, aber einige Aussagen kann man so nicht stehen lassen.

Natürlich gibt es in Schweden Pisten (ungeteert?) oder sehr viele ausgebaute Straßen

Es ist möglich den Geiranger anzufahren - es soll sogar Campingplätze geben.

Von Nordschweden bis Norwegen 400 km bis zur nächsten Tanke??

Eigentlich war das Jedermannsrecht für Wanderer mit Zelt und nicht für Wohnmobilfahrer gedacht. Vor 50 Jahren konnte man mit Bier manchmal noch etwas bewegen. Aber es gibt genügend Schauermärchen was man alles damit erreicht hat.

Gruß Jan

uk1408 am 15 Feb 2023 18:26:30

Hallo,
als Alternative zur E6 von Bodo Richtung Süden gibt es die Küstenstrasse Fv17 - Kystriksveien.
--> Link. Hier kannst du dir viele Infos dazu runterladen. Viele Fähren - die ferjekord lohnt sich definitiv, und ein paar Tage Zeit solltest/musst du dir lassen, dafür gibt es schöne Plätze zum frei stehen. Wir sind Anfang Juli 2022 diese Strecke gefahren, es war problemlos und absolut nicht überfüllt.
Geiranger kann man zumidest von Nord und Süd über Strassen erreichen, und von Hellesylt mit der Fähre durch den Geirangerfjord ist es schön und auch Anfang Juli ohne Reservierung problemlos. Und es soll nicht nur Campingplätze geben - es gibt definitv welche. Nur ob man noch einen Platz bekommt - das kann evtl. eng werden. Einfach nicht zu spät ankommen....

BiggiK am 15 Feb 2023 18:29:11

Ob man in Schweden die E4 oder die 45 fährt ist sicher Geschmackssache. Da ich aber auch während der Anreise keine 1000 km am Stück fahren möchte, nehme ich die vermeintlich landschaftlich schönere Strecke durchs Inland. Da gibts auch Möglichkeiten mal eine Wanderung zu machen wenn man nicht 10 Stunden am Stück fahren will.

Das jedermanns recht wird leider oft falsch ausgelegt. Wie bereits geschrieben gilt das für Wanderer, keinesfalls für motorisierte Touristen. Wenn man auf einem Parkplatz oder seitenstreifen stehen bleibt für eine Nacht mag das in Ordnung gehen, so lange man keine Stühle oder den Grill rausstellt. Ansonsten ist auch in Norwegen die weiße Pest nicht mehr überall gerne gesehen. Aber es gibt ausreichend offizielle Stell- und Campingplätze, die man nutzen kann.

Einkaufen kann man in Norwegen verhältnismäßig günstig in den großen filialsupermärkten. In den kleineren Orten gibts auch überall kleine Geschäfte, jedoch mit höheren Preisen. Daher sollte man seine Vorräte in den Supermärkten aufstocken bevor man auf die kleinen Inseln fährt. Alkohol, Zigaretten, Schokolade und Fleisch sind teuer, Diesel übrigens auch. 10 kg Lebensmittel pro Person dürfen eingeführt werden, jedoch keine rohen Kartoffeln. Für Alkohol gibts ebenfalls Grenzen, die kann man in der Toll App ausrechnen und ggf bereits online verzollen. Achtung vor überladenen mobilen, die Norweger haben da keine Toleranz und lassen nicht weiterfahren bis das maximale Gewicht passt.

Gruß Birgit

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