nachdem mein "Hybrid light" nun in allem Kombinationen seit einigen Wochen vollkommen sauber und problemlos läuft, möchte ich ihn Euch kurz vorstellen:
Erstmal, warum "Hybrid light", denn eigentlich ist meine Lösung ein ganz normaler Hybrid und auch geeignet, genauso betrieben zu werden. Aber ich wollte mir quasi "ein Hintertürchen" offen halten, aus dem Hybriden jederzeit 2 getrennte Systeme und umgekehrt machen zu können.
Vorüberlegungen:
Mein Ziel war, eine Lösung zu finden, bei der ich meine bisher unterflur verbaute Bleibatterie weiter behalten kann und durch eine Lifepo4 Batterie ergänzen kann. Über die Gründe, überhaupt einen Hybriden aufzusetzen, kann man leidlich streiten, bei mir war es schlicht so, dass ich im Fahrzeug wenig Platz habe und ca. 50 nutzbare AH einer 95AH-Batterie, die null Platz wegnimmt, sind eben neben der Redundanz ein schöner Mehrwert für mich. Ein weiteres Ziel war, möglichst flexibel zu bleiben, welches System ich in der Praxis fahren mag:
1. Nur Lifepo4-Versorger
2. Nur PB-Versorger
3. Parallelhybrid
Da ich eigentlich nur im Winter einen wirklich hohen Strombedarf habe, war mir auch wichtig, dass ich das Lifepo-System und das Bleisystem komplett voneinander unabhängig betreiben kann. Also quasi der klassische Batteriewahlschalter A vs. B.
Diesen konnte ich aber schwerlich nehmen, weil ich dann jedesmal in irgendeine Ecke kriechen müßte, um zu schalten, also wollte ich es über ein Relais (in diesem Falle, ein Wechselrelais lösen).
Das Wechselrelais hat widerum den Nachteil, dass ich dann nur noch A oder B, aber keinen wirklichen parallelen Hybrid herstellen könnte.
Also habe ich zusätzlich zum Wechselrelais noch ein normales Trennrelais als "Bypass-Relais" verbaut, um wirklichen Parallelbetrieb zu ermöglichen, wenn erwünscht.
Das Wechselrelais ist im NC-Betrieb auf die Lifepo gestellt., d.h. es vebraucht nur dann Strom, wenn auf die PB umgeschaltet wird. Dann aber muss ich eh bald nachladen, deshalb habe ich mich dazu entschieden, es so zu schalten.
Im Parallelbetrieb zieht das (Bypass)-Trennrelais Strom, das sollte man beachten.
Aber normalerweise betreibe ich den Hybriden eh getrennt und würde im Zweifel dann parallel schalten, wenn ich nachlade. Dann fällt wiederum nicht ins Gewicht, ob das Relais Strom zieht.
Einen B2B-Booster habe ich nicht verbaut, weil ich mit als Euro4 keinen benötige und mit ca. 35-50A lade.
Hat mein Aufbau auch Nachteile?
Ja. Denn während ich an die Verbrauchersicherungen noch bequem dran komme, muss ich, falls eine der Midi-Sicherungen fällt, das Schrankoberteil abbauen. Ich habe gemessen, dass das nur 10 Minuten dauert, der anschließende SAubau ca. 15 Minuten. Ist nicht viel, aber je nach Situation natürlich wenig wünschenswert. Ansonsten aber bin ich mit dem System nach jetzt ca. 4 Wochen Dauerbetrieb sehr zufrieden.
An dieser Stelle nochmal großen Dank an Franz (stocki333), der mir gerade zu Begin meiner Überlegungen über PN auf viele meiner Fragen geantwortet hat und ohne dessen Basishilfe ich diese Lösung sicher nicht entwickeln hätte können. Dank Dir, Franz! :top:
Der Schaltplan:

Anschließend habe ich den Aufbau in 3 Etagen vorgenommen:
1. Unterflur
2. 1 Etage Elektrik
3. 2 Etage Elektrik
Unterflur:

1. Etage

2. Etage

Sockel:

Schrank:

(Unten ist eine Schulblade mit der Kompressorkühlbox, darüber eine ausziehbare Arbeitsplatte und darüber 2 Schubladen...)
Bedienung:

Ich hoffe, Euch gefällt die Vorstellung meines Hybrid light und ich hoffe, dass ich auf diese Art dem Forum etwas zurückgeben kann von den Anregungen und der Hilfe, die ich selber hier bisher schon erhalten habe. :)



