Hallo zusammen,
unser Wohnmobil (VW Crafter - Westfalia Sven Hedin - BJ 2018 - Euro6) ist jetzt gerade aus der Gewährleistung gelaufen. Zeit ein paar Umbauten vorzunehmen damit das Fahrzeug endlich unserem Wunsch nach ganzjährigem autarken Reisen entspricht. Dafür wollen wir unter anderem die Bordspannungsversorgung auf LiFe(Y)PO4 umzustellen.
Ausgangslage: Der Sven Hedin hat 3 AGM Batterien (92Ah Starterbatterie - vor dem Fahrersitz; 92 Ah Bordbatterie I unter der Motorhaube; 70Ah Bordbatterie II) und ein 120WP Solarpanel mit Büttner MTT Laderegler. Für die Netzladung der Bord AGM‘s gibt es ein 15A Brilon Batterieladegerät, die Fahrzeugbatterie bekommt Erhaltungsladung von max 3A aus einem B2B Lader von Axxellon. Die Hauptverbraucher sind eine Eberspächer Diesel Heizung mit Wasserkreislauf (elektrische Pumpe für Radiatoren und Fussbodenheizkreislauf) und ein Westfalia Eigenbau Kühlschrank mit Dometic Kompressor (welcher so dermassen schlecht gedämmt ist das der Kompressor ständig anspringt = Hauptverbraucher) ein bisschen LED, Wasserpumpe und USB Laden - kein Wechselrichter. Mit dem Setup können wir max 1,5 Tage autark stehen - dann ist die Spannung auf unter 12,2V gefallen und laut Westfalia Bedienungsanleitung sollte dann dringend nachgeladen werden.
Unser Wunsch ist es bis zu 4 Tage (ohne Netzanbindung oder das Fahrzeug zu bewegen) autark stehen zu können. Evtl. soll später noch ein kleiner Wechselrichter (~600W) zum Laden des Laptops oder Ebike Akkus dazukommen. Kein Fernseher, Heizung, Föhn oder Kaffeemaschine ;-)
Leider gibt es weder von VW noch von Westfalia Schalt / Verdrahtungspläne - es ist bekannt das VW offensichtlich ein Trennrelais verbaut hat, aber auch ein Batteriemanagementsystem für die Zusatzbatterien. So ohne weiteres die bestehenden Bord AGM‘s zu entfernen schmeisst wohl einige Fehler im Steuergerät. Da muss vermutlich etwas codiert werden um dies zu unterbinden.
Was haben wir vor?
Beide Bord AGM‘s sollen rausfliegen und durch eine LiFe(Y)Po4 Batterie möglichst hoher Kapazität ausgetauscht werden.
Diese soll dann unter dem Fahrersitz verbaut werden (vorhandene max.Grundfläche = 37 *33,5cm). Dann passt allerdings kein Ladegerät mehr mit rein. Knackpunkt ist die zur Verfügung stehende Höhe (max. 20,5cm) unter dem Sitz. Es gibt keine fertigen Batterien ausreichender Kapazität, von daher kommt nur Selbstbau in Frage. Passen täten die Blauen Prismatischen Zellen 200 /280Ah - allerdings nur hochkant liegend verbaut, alternativ die 130Ah Winston Zellen (ich vermute das ich mit 130Ah nicht die gewünschten 4 Tage erreichen kann). Rein theoretisch könnte man den freigewordenen Platz im Motorraum auch noch nutzen - dann natürlich nur mit den Winston Zellen - die Kabellänge und die derzeiten verbauten Kabelquerschnitte würden vermutlich zu einer ungleichen Belastung der Batterien führen?
Die vorhandenen Laderäte werden durch einen Votronic Triple 45/30/350 getauscht. Der ist schon im Zulauf und soll im Schuhfach der Dinette platzfinden - Kabellängen unter 70cm zu den Batterien.
Ich freue mich auf euren Input und Rat mein Projekt umzusetzen und die richtigen Materialien einzukaufen. Vieleicht habt ihr ja auch noch ein paar Inside’s zur VW Crafter Elektrik, speziel dem BMS für die Zusatzbatterien.
Vielen Dank
Dirk

