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VW Crafter Wohnmobil auf LifePO4 umrüsten


adiknacker am 30 Jan 2021 18:08:46

Hallo zusammen,
unser Wohnmobil (VW Crafter - Westfalia Sven Hedin - BJ 2018 - Euro6) ist jetzt gerade aus der Gewährleistung gelaufen. Zeit ein paar Umbauten vorzunehmen damit das Fahrzeug endlich unserem Wunsch nach ganzjährigem autarken Reisen entspricht. Dafür wollen wir unter anderem die Bordspannungsversorgung auf LiFe(Y)PO4 umzustellen.

Ausgangslage: Der Sven Hedin hat 3 AGM Batterien (92Ah Starterbatterie - vor dem Fahrersitz; 92 Ah Bordbatterie I unter der Motorhaube; 70Ah Bordbatterie II) und ein 120WP Solarpanel mit Büttner MTT Laderegler. Für die Netzladung der Bord AGM‘s gibt es ein 15A Brilon Batterieladegerät, die Fahrzeugbatterie bekommt Erhaltungsladung von max 3A aus einem B2B Lader von Axxellon. Die Hauptverbraucher sind eine Eberspächer Diesel Heizung mit Wasserkreislauf (elektrische Pumpe für Radiatoren und Fussbodenheizkreislauf) und ein Westfalia Eigenbau Kühlschrank mit Dometic Kompressor (welcher so dermassen schlecht gedämmt ist das der Kompressor ständig anspringt = Hauptverbraucher) ein bisschen LED, Wasserpumpe und USB Laden - kein Wechselrichter. Mit dem Setup können wir max 1,5 Tage autark stehen - dann ist die Spannung auf unter 12,2V gefallen und laut Westfalia Bedienungsanleitung sollte dann dringend nachgeladen werden.

Unser Wunsch ist es bis zu 4 Tage (ohne Netzanbindung oder das Fahrzeug zu bewegen) autark stehen zu können. Evtl. soll später noch ein kleiner Wechselrichter (~600W) zum Laden des Laptops oder Ebike Akkus dazukommen. Kein Fernseher, Heizung, Föhn oder Kaffeemaschine ;-)

Leider gibt es weder von VW noch von Westfalia Schalt / Verdrahtungspläne - es ist bekannt das VW offensichtlich ein Trennrelais verbaut hat, aber auch ein Batteriemanagementsystem für die Zusatzbatterien. So ohne weiteres die bestehenden Bord AGM‘s zu entfernen schmeisst wohl einige Fehler im Steuergerät. Da muss vermutlich etwas codiert werden um dies zu unterbinden.

Was haben wir vor?
Beide Bord AGM‘s sollen rausfliegen und durch eine LiFe(Y)Po4 Batterie möglichst hoher Kapazität ausgetauscht werden.
Diese soll dann unter dem Fahrersitz verbaut werden (vorhandene max.Grundfläche = 37 *33,5cm). Dann passt allerdings kein Ladegerät mehr mit rein. Knackpunkt ist die zur Verfügung stehende Höhe (max. 20,5cm) unter dem Sitz. Es gibt keine fertigen Batterien ausreichender Kapazität, von daher kommt nur Selbstbau in Frage. Passen täten die Blauen Prismatischen Zellen 200 /280Ah - allerdings nur hochkant liegend verbaut, alternativ die 130Ah Winston Zellen (ich vermute das ich mit 130Ah nicht die gewünschten 4 Tage erreichen kann). Rein theoretisch könnte man den freigewordenen Platz im Motorraum auch noch nutzen - dann natürlich nur mit den Winston Zellen - die Kabellänge und die derzeiten verbauten Kabelquerschnitte würden vermutlich zu einer ungleichen Belastung der Batterien führen?

Die vorhandenen Laderäte werden durch einen Votronic Triple 45/30/350 getauscht. Der ist schon im Zulauf und soll im Schuhfach der Dinette platzfinden - Kabellängen unter 70cm zu den Batterien.

Ich freue mich auf euren Input und Rat mein Projekt umzusetzen und die richtigen Materialien einzukaufen. Vieleicht habt ihr ja auch noch ein paar Inside’s zur VW Crafter Elektrik, speziel dem BMS für die Zusatzbatterien.
Vielen Dank
Dirk

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andwein am 31 Jan 2021 12:48:37

adiknacker hat geschrieben:unser Wohnmobil (VW Crafter - Westfalia Sven Hedin - BJ 2018 - Euro6) auf LiFe(Y)PO4 umzustellen.
Ausgangslage: 3 AGM Batterien (92Ah Starterbatterie - vor dem Fahrersitz; 92 Ah Bordbatterie I unter der Motorhaube; 70Ah Bordbatterie II) und ein 120WP Solarpanel mit Büttner MTT Laderegler. Dirk


Vielleicht hilft dir erst einmal diese Zusammenfassung weiter (aus Ausbauerrichtlinie)
MB Sprinter, BM 906, Bj 2016, Chassisanschlüsse
Alle Angaben finden Sie in den Ausbaurichtlinien. Dies ist nur ein Auszug zur Elektrik.
Die Hauptbatterie befindet sich im Bodenbereich links, vor dem Fahrersitz. Kapazitäten >100Ah dürfen nicht direkt mit dem Bordnetz verbunden werden da es zu Schäden am Grundfahrzeug kommen kann. Der Ladestrom für eine Zusatzbatterie darf 40A nicht überschreiten.
Je nach Ausstattung (Code EK1) ist im Fahrersitzkasten Mitte, links eine Klemmleiste EK1 angebracht an der Kl. 30, Dauerplus (12V/25A), Kl. 15 Zünd+ (12V/15A) und Kl. D+ (12V/10A) aufgelegt sind.
Ein weiterer Anschlusspunkt für eine Aufbaubatterie ist der Anschlusspunkt der MB Zusatzbatterie an der Sicherungsdose in der Fahrersitzkonsole zur Verfügung. Die Sicherungsdose befindet sich rechts am hinteren Teil der Fahrersitzkonsole
Das Geschwindigkeitssignal (GAL) kann an Pin 9 des Anschluss-steckers des Kombiinstruments abgenommen werden.

MB Sprinter, BM 907/910, Bj 2019, Chassisanschlüsse
Beim neuen Sprinter steht das GAL Signal nur mit Sonderprogramm-ierung zu Verfügung. Die Batterien haben einen Tiefentladeschutz (Hibernation Mode), der über einen eigenen, schaltbaren Stromanschluss Kl 30T verfügt. Die Funktion kann im Kombiinstrument (Ruhemodus) angewählt werden.
Beide Chassis stellen kein „Rückfahrsignal“ für eine Rückfahrkamera zur Verfügung. Die muss im elektronischen XENTRY Kit programmiert werden.

VW Crafter ab Bj 2017
Mischung aus Sprinter W906/907 und VW /6
Gruß Andreas

Zodi am 31 Jan 2021 13:10:02

Hallo Dirk,
ich habe im 09er Crafter 8x90Ah Winston unter dem Beifahrersitz verbaut, das war von der Höhe und Grundfläche das Optimum.
Unter dem Fahrersitz ist bei meinem weniger Platz, ob sich zum aktuellen Modell was geändert hat weiß ich nicht.
Gruß
Thomas

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adiknacker am 02 Feb 2021 16:30:23

Danke für das Feedback.
Die 280Ah Zellen müsste ich hochkannt liegend einbauen - allgemeine Forumsmeinung scheint zu sein - immer aufrecht mit Polkappen nach oben. Wer hat die “Blauen Becher” liegend eingebaut und möchte Erfahrungen, Positiv wie Negativ, teilen?

Aufrecht geht unter meinen Beifahrersitz leider nur 130Ah mit den Winston Zellen.
Danke
Gruss
Dirk

fschuen am 02 Feb 2021 16:54:43

Wenn du an die blauen 280er drankommst - das fühlt sich bei den Lieferzeiten immer ein bisschen wie eine Verlosung an - dann würde ich das einfach machen. Ich bin allerdings beim in-den-Wind-schlagen von Vorschriften und dergleichen auch recht schmerzbefreit, wenn ich auf die Frage nach dem "Warum" keine zufriedenstellende Antwort erhalte. Früher war die Einbaulage beliebig, später ging nur aufrecht und liegend (wie du planst), inzwischen wird nur noch "aufrecht" abgenickt. Der Grund liegt nach meinem Verständnis im Druckentlastungsventil, welches zwischen den Polen liegt. Wenn das aufplatzt, ist allerdings sowieso alles zu spät. Ich wäre überrascht, wenn man beim liegenden Einbau in den ersten zehn oder zwanzig Jahren einen Unterschied feststellt, und glaube daher auch, dass du nicht sehr viele Erfahrungsberichte bekommen wirst.

Gruss Manfred

Acki am 02 Feb 2021 17:00:07

fschuen hat geschrieben:... Der Grund liegt nach meinem Verständnis im Druckentlastungsventil, welches zwischen den Polen liegt. Wenn das aufplatzt, ist allerdings sowieso alles zu spät.
...

Siehe Flüssiger Elektrolyt und Benetzung der Elektroden!

fschuen am 02 Feb 2021 19:46:54

Acki hat geschrieben:Siehe Flüssiger Elektrolyt und Benetzung der Elektroden!


Ja, das Bildchen hab ich mal gesehen, wo die Elektroden in der Zelle liegen wie die Gurken im Glas. Ich hab aber schon einen Haufen LFP-Zellen gesehen, gegluckert hat keine beim Umdrehen. Ich denke, das hängt eher mit dem Ventil zusammen. Worst case: wenn wirklich ein Teil der gewickelten Folie trockenfallen sollte, wäre dieser Teil der Kapazität nicht nutzbar. Dürfte nicht auffallen. Aber Versuch macht kluch: daran denken, bei nachlassender Performance in zwanzig Jahren oder so die Zellen mal zu wenden. Dann müsste ja der entfeuchtete Teil wieder zum Leben erwachen und die Batterie wieder besser werden. Oder man parkt das Womo bei Nichtbenutzung einfach an einem sehr steilen Berg ...

Gruss Manfred

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