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nachdem ich hier schon viele Fragen gestellt und gute Antworten bekommen habe, geht es an die Verwirklichung meines Projektes. Da ich danach gefragt wurde, hier ein Bericht über den Fortschritt und die Fragen dazu.
Schon lange habe ich mich dem Gedanken getragen, auf LiFePO4 umzustellen. Der Grund: Ich stehe auch im Winter auch bei großer Kälte mit meinem Knaus 500D frei. Da gehen meine zwei Bleibatterien mit jeweils 90 Ah spätestens am dritten Tag in die Knie, vor allem, wenn ich noch ein wenig das Notebook für Fotobearbeitung nutze. Von den 2 x 90 Ah kann ja nur die Hälfte wirklich genutzt werden. Problem dabei war: Entweder sie passen nicht unter den Sitz oder sie sind nicht winterfest. Deshalb habe ich zuerst zu den Liontron tendiert. Diese schieden aber aus, da sie nur beim Laden beheizt werden. Vielen Dank an dieser Stelle denen im Forum, die zu Winston geraten haben. Dann fand ich beim Suchen einen Bausatz bei ECS mit Winston-Zellen und 130 Ah mit den Maßen 17,7 (H) x 36 (L) x 22 (B) cm. Von einem anderen User (Majestix) kam der Hinweis, dass er die schon unterm Ducatositz eingebaut hat.
Also Planung: Was geht noch, was brauche ich zusätzlich, was muss raus? - Die Verkabelung sollte möglichst bleiben, vor allem zur Fahrzeugbatterie/Lichtmaschine, ebenso die im Kabel von der Batterie zum Ladebooster und dem Verteiler für die Bordelektrik. - Der Wechselrichter soll auch wieder eingeplant werden, wenn möglich mit Plus an der einen und Minus an der der anderen Batterie. - Zum Laden während der Fahrt sollte ein Ladebooster rein. Es wurde der Votronic VCC1212-50. Die Wahl fiel auf dieses Gerät, weil es auf 39 A begrenzbar ist. - Zum Laden am Landstrom muss auch ein neues Ladegerät her, weil das vorhandene leider eine Desulfationsphase hat, die sich nicht mit den Lipos verträgt. Die Wahl fiel auf das Victron Blue Smart IP22 30 A mit 3 Ladeausgängen. - Notwendig wurde auch ein Batteriemonitor. Hier fiel die Wahl auf den Victron BMV712 Smart. Grund für den Smart: Ich kann das Display an eine unauffällige Stelle setzen und alles über das Tablet kontrollieren. - Dazu natürlich 2x die LiFeYPO4 von Winston mit 130 Ah als Bausatz von ECS mit dem BMS LiPro1-3 RS485. - Dazu kommen noch ein Schwung an Sicherungen und einige Kleinteile. Auch mein Werkzeugkasten musste aufgefüllt werden, etwas mit einem Drehmomentschlüssel und einer Crimp-Zange.
1. Teil des Umbaus: Ladebooster einbauen Elektrik ist nicht meine Welt, aber ich will etwas verstehen und dann auch einbauen. Dank vieler Hilfen konnte ich den Ladebooster einbauen und mit dem vorhandenen Ladegerät DS300 verbinden, auch das D+ war vorhanden, wie mir erklärt wurde. Danke auch hier allen, die mir da geholfen haben! Problem war dann noch die Kabeldurchführung zur Batterie für den Temperaturfühler. Das hat mich sehr viel Zeit und Geduld gekostet, bis ich nach dem Lösen des Bodenstückes zwischen Fahrerhaus und Wohnraum das Kabel durchziehen konnte. Es sollte ja auch nachher halbwegs vernünftig aussehen. Gleichzeitig habe ich auch das Datenkabel des Batteriemonitors durchgezogen, so dass es vorbereitet liegt. Angeschlossen, Motor laufen lassen – es geht alles (was mich ja bei mir wundert …)
Bei dieser Gelegenheit habe ich auch das Minus-Kabel zum Wechselrichter unter die Platte verlegt. Das Minus-Kabel habe ich deswegen als langes Kabel genommen, weil es ja „ungefährlich“ ist. In der Zwischenzeit habe ich nochmals genauer den Platz unter den Sitzen nachgemessen, dazu auch noch die Höhe der Balancer und der Verbinder mit Schrauben dazugerechnet – und bin erschrocken: Es sind 5 mm zu viel. Es passt nicht drunter! Welche Lösungen gibt es? Den Sitz will ich nicht unbedingt erhöhen. Da hat mir die Fa. ECS geholfen: Sie bauen die Steckverbindungen auf dem BMS (kleine grüne Stecker) um in Schraubverbindungen. Damit müssten die nötigen 5 mm eingespart sein.
2. Teil des Umbaus: Batteriemonitor einbauen Der Batteriemonitor soll an eine Stelle, die ich sehen kann, muss aber nicht unbedingt ganz nach oben über die Türe in den Wohnraum. Denn der Weg des Kabels dahin ist wohl eher schwierig zu finden. Da ich alles über das Tablet ablesen und einstellen kann, wanderte das Display des Batteriemonitors an die Seite des Sitzkastens hinter der Fahrerkabine. Ablesen kann ich da alles sehr gut, beim Ein-oder Aussteigen habe ich da alles gut im Blick. Auch hier wieder die kleinen Tücken: Das Display hat an der Rückseite einen Durchmesser von 52 mm, den entsprechenden Bohrer gibt es aber nur mit 50 oder 51 mm. Also Loch gebohrt und dann mit einem Messer etwas nachgeholfen, so dass das Gehäuse stramm sitzt. Beim provisorischen Anschließen hat alles fuktioniert.
Jetzt geht es ans Planen: Wie muss ich das Ladegerät und die Verbraucher anschließen, dass alles stimmt mit Sicherungen und Schutzrelais. Es soll jetzt so aussehen: Unter den Fahrersitz kommt das Ladegerät mit dem einen Akku. Von Plus der Battrie aus: Sicherung 50 A – Unterspannungsschutz – Überspannungsschutz – Sicherung 50 A - Verbraucher/2. Akku/Ladegerät. Die Kabel zum 2. Akku liegen schon, so dass ich die weiter verwenden will. Da über das Kabel zum Verteiler ja auch Strom zum Akku zurückkommt, wenn der Ladebooster arbeitet, scheint mir nur diese Anordnung möglich. Alles wird auf eine Holzplatte (Schrankboden) montiert werden, die dann an der Batterie befestigt werden soll. Dazu kommt noch der Shunt für den Batteriemonitor, an den dann alles Minus angeschlossen wird, also auch der Wechselrichter.
Ebenso bei der Batterie unter dem Beifahrersitz: Plus – Sicherung 50 A – Unterspannungsschutz – Überspannungsschutz – Sicherung 50 A – Wechselrichter/1. Batterie, der Wechselrichter erhält noch eine eigene Sicherung 30 A (ich brauche nicht viel Strom und will die Belastungen insgesamt niedrig halten). Das Minus-Kabel vom Wechselrichter geht direkt an den Shunt des Battteriemonitors.
So weit einmal die Planungen. Die Kleinteile sind da, die Sicherungen - jetzt fehlen nur noch die Batterien. Da ich sie initialisieren lassen habe, dauert alles ein wenig länger. Die Spannung steigt ... Falls Euch der Bericht zu lang ist - einfach schimpfen.
Und gerne auch Korrekturen, wenn in meiner Planung etwas falsch ist!
vielen Dank für die nette Erwähnung in Deinem Beitrag.
Ich vermisse in Deiner Planung einen Plus- und Minusverteiler. Weiterhin hast Du keinen Hauptschalter eingeplant.
Man kann natürlich auch die M10-Schraube am Shunt als Verteiler nutzen, aber bei den vielen Komponenten, wie Ladegerät, Wechselrichter, Verbraucher, zwei Batterien würde ich in jedem Fall Verteiler für Plus und Minus vorsehen.
Als Hauptschalter kann ich Dir den BlueSea Systems Schalter 6006 empfehlen. Die Verteiler gibt es auch von dieser Firma oder Philippi. Bei zwei Batterien würde ich den Verteiler in jedem Fall größer 100A wählen.
Warum ist die Minus-Leitung ungefährlich und lang? Hast Du schon einen Schaltplan mit den Querschnitten gezeichnet? Dieser Plan wäre bei Deinen Fragen hilfreich.
Gruß, Gerhard
Pechvogel am 09 Apr 2021 09:16:00
Hallo Klaus,
auf welcher Basis baut Dein 500er auf? Bei meinem Knaus 500D auf 250 Ducato-Basis habe ich zwei ( Blei- ) Batterien unter dem Fahrersitz. Die Maße sind ca. 35x31x22,5 (lxbxh). Dazu noch die üblichen Sicherungen, Entlüftung, Kabel für den Sitz ( Airbagabfrage ),.... Ok, die Platzverhältnisse sind nicht mehr üppig aber ein bisschen Luft ist da noch!!
Den Wechselrichter habe ich hinter dem Fahrersitz an die Rückwand der Dinetten-Box ( andere Seite vom Frischwassertank ). D.h. nur knapp 30cm lange Kabel.
Grüße Dirk
Anzeige vom Forum
lonsome am 09 Apr 2021 09:22:39
Hallo,
es ist ein Ducato, Aufbau Alkoven, aber bei mir sind leider - völlig überflüssig - Sitze mit einer Drehkonsole eingebaut. Darum ist das etwas enger, da noch eine Platte mit dem Drehmechanismus zwischen Sockel und Sitz ist. Bei mir ist werksmäßig eine Batterie unter dem Fahrersitz mit Ladegerät, die andere unter dem Beifahrersitz. Da jeder LiPo ca. 22 cm breit wird und 36 lang ist, gehen die nur unter zwei Sitze. Der Wechselrichter kommt hinter den Beifahrersitz, da steht er auch jetzt schon, da komme ich ganz gut hin.
Gruß Klaus
lonsome am 09 Apr 2021 10:01:43
Majestix hat geschrieben:Ich vermisse in Deiner Planung einen Plus- und Minusverteiler. Weiterhin hast Du keinen Hauptschalter eingeplant.
Hallo,
einen Minus-Verteiler habe ich in der Zwischenzeit bestellt. Daran muss aber nur das Minus zur Bordelektrik und des Wechselrichters. Das Minus von der 2. Batterie muss ja an das Minus der 1. Batterie bzw. an die Batterieseite des Shunts für den Batteriemonitor, da ja die Gesamtleistung der Batterien gemessen wird? Auf der Verbraucherseite des Shunts kommen dann Wechselrichter, Bordelektrik und Ladegerät hin.
Einen Verteiler für Plus brauche ich wohl eher nicht. Es sind nur zwei Kabel: Bordelektrik und Ladegerät. Bis jetzt habe ich vor, die an den Eingang einer Sicherung zu schrauben (bisher auch so an der Batterie), das Plus für den Batteriemonitor an eine zweite Sicherung.
Warum einen Hauptschalter? Es gibt den vor der Bordelektrik, ein anderer ist bis jetzt auch nicht eingebaut. Warum brauche ich den?
Die Minus-Leitung halte ich für ungefährlicher, da sie ja Masse ist. Ich kenne auch keine Minus-Leitung, die mit einer Sicherung abgesichert ist. Oder täusche ich mich da? Einen Plan mit den einzelnen Querschnitten habe ich nicht, da ich ja die bereits eingebaute Elektrik nützen will. Darum auch die Begrezung der einzelnen Ströme, etwa vom Booster oder vom Ladegerät, das auch keine Super-Leistung bringt. Das Minus-Kabel vom Wechselrichter zur 1. Batterie ist ein recyceltes Kabel aus einem Starhilfe-Set, das müsste ja dick genug sein?
Gruß Klaus
andwein am 09 Apr 2021 12:38:24
lonsome hat geschrieben:.....es ist ein Ducato, Aufbau Alkoven, aber bei mir sind leider - völlig überflüssig - Sitze mit einer Drehkonsole eingebaut. Gruß Klaus
Und Drehkonsole ausbauen ist keine Option um Platz und Zugriff zu schaffen?? Gruß Andreas
lonsome am 09 Apr 2021 12:58:37
Hallo,
wäre auch noch eine interessante Option. Habe es mir gerade angeschaut, die Schrauben würde passen. Der Sitz wäre dann ca. 3 cm niedriger, aber das wäre nicht das Problem. Gute Idee, weil dann auch die Stabilität des Sitzes ja nicht verringert würde!
Gruß Klaus
lonsome am 21 Apr 2021 19:46:52
Hallo, damit einige etwas zum Lästern haben, gibt es hier einen kleinen Bericht zu meinem Einbau von zwei LiFeYpO4 unter den Sitzen. Eingebaut wurden die wie schon oben beschrieben Teile. Leider habe ich keinen Bastelkeller nicht viel Werkzeug, sondern muss mir mit sehr einfachen Mitteln helfen. Darum sieht halt manches auch so aus. Falls ich Fachbegriffe falsch verwende, bitte ich um Nachsicht, ich habe anderes gelernt. 1. Schritt: Ausbau der Sitze: Das war gar nicht so einfach, denn mit den Drehsitzen und dem Mechanismus ist es etwas schwieriger, vor allem, wenn man das noch nie gemacht hat. Als kleine Gemeinheit hat sich ein Massekabel entpuppt, das unter dem Drehmechanismus verschraubt ist. Wenn man alleine den Sitz löst, kommt man also nicht weit, es muss auch der Drehmechanismus gelöst werden. Dann kann man alles so weit kippen, dass der Kabelschuh herausgezogen werden kann. Einfacher wäre es gewesen, den Sitz samt Drehgestellt auszubauen – wenn man es vorher wüsste und vor allem, wenn man die Sitze nicht alleine aus dem Fahrzeug heben müsste. Die Gestelle sind ziemlich schwer. 2. Schritt: Ausräumen der alten Batterien: Unter den Batterien ist ein Blech, das bisher die Halterungen aufgenommen hat und mir auch weiter dazu dienen soll. Es hat die Länge, die ich für die LiPos brauche: 36 cm. Das hintere schräge Blech wird der hintere Anschlag, der die Batterie auch nach unten drückt, der vordere Anschlag wird dann wieder montiert. Auf der einen Seite bietet das Blech wie bisher bei der Batterie den nötigen Halt, auf der anderen Seite kommt die Konstruktion hin, die ich mir etwas primitiv ausgedacht und gebaut habe. Die Bleche lassen sich nach dem Entfernen der Sitzschrauben leicht herausnehmen, so dass man sie bearbeiten kann.
Fortsetzung folgt
lonsome am 21 Apr 2021 19:49:20
Fortsetzung:
3. Schritt: Akkus zur Probe reinstellen, und vor allem die Elektrik genau überlegen: Nachdem ich erfahren habe, dass die Relais für Unter-/Überspannung eine Polarität haben, musste ich alles nochmals neu durchdenken und planen. Denn an Plus mussten ja Ladung und Entladung getrennt werden. Folgendes Konzept – immer mit Sicherungen: von Plus an einen Verteiler. An ihm hängen: Abgehend ein Kabel zum Relais für Unterspannung und dann zum Verteiler für die Verbraucher (unter Sitz in Aufbau). Abgehend ein Kabel zur zweiten Batterie. Eingehend ein Kabel: vom Booster bzw. Ladegerät kommend über das Relais für Überspannung Die beiden Massekabel der Batterien kommen an den einen Shunt des Batteriemonitors. Am anderen ist ein Masseverteiler angehängt. An ihm hängen alles Verbraucher einschließlich der Minuskabel der Relais und des Wechselrichters. So müssten alle Verbraucher über den Batteriemonitor laufen. Auch die Verbindung zum Ladebooster muss geändert werden, da der Strom vom Ladebooster ja nicht mehr über Beim zweiten Akkus ist es einfacher: Das Pluskabel von der 1. Batterie über das Relais Überspannung an Plus. Von Plus weg an das Relais für Unterspannung und eine Sicherung an den Wechselrichter. Minus geht dann an den Shunt des Batteriemonitors.
Für Minus ein Masseverteiler, an den alles angeschlossen wird, und der dann am Shunt des Batteriemonitors hängt.
lonsome am 21 Apr 2021 19:53:38
4. Schritt: Alles einbauen und verbinden: Hier zeigen sich die kleinen Tücken, es fehlt einmal hier ein Millimeter, mal da, aber es lässt sich doch alle hinbekommen, Es ist nur immer wieder die Enge das große Problem (oder meine Hände …) Das Anschließen der Akkus ist dann eigentlich kein Problem: Die Schrauben mit dem vorgeschrieben Drehmoment in die Zellen drehen, Verbinder drauf, BMS montieren, Flachkabel einstecken, Über- und Unterspannungskabel an die Relais. Und siehe da: Es blinkt überall grün und blau, so, wie es wohl soll. Das Ladegerät findet keinen Platz mehr unter dem Sitz und muss dahinter montiert werden, aber es gibt Schlimmeres.
Und dann der große Moment: alle Sicherungen rein, Am Bedienpanel alles einschalten – und siehe da: Das Licht geht an! Noch ein kurzer Schockmoment, als ich alles an den Landstrom hänge: Das Ladegerät geht nicht an! – Tja, wenn man den Schutzschalter ausgeschaltet hat …
Auch der Ladebooster werkelt in der Zwischenzeit nach der Lösung eines selbstgemachten Problems. Da der Ladestrom vom Entladestrom getrennt werden musste, hat der Ladebooster ein extra Kabel mit 35 mm² zu den Batterien bekommen. Das war eine der mühsamsten Aktionen, dieses Kabel noch durchzubringen.
lonsome am 21 Apr 2021 19:54:27
5. Schritt: Sitze und Bodenabdeckung wieder einbauen. Die Sitze mit dem Drehgestell waren ja von Anfang an mein Problem. Ich muss sie einfach weglassen, die Schrauben passen aufeinander. Wegen der Kabel, die zum Ladegerät unter dem Sitz herausführen und auch der sonst vielen Kabel dort, muss ich noch zwei Lamellen an der hinteren Abdeckung entfernen. Dann ist alles eingesetzt und passt.
6. offene Fragen: Am Ladebooster liegen 14,6 V an, wie es sein soll (Balancer arbeite ab 3,65 V). Aber: Am Batteriemonitor und auch am Messgerät sind es nur knapp über 14 V bei 29 A. Ich habe extra dickeres Kabel eingebaut mit 35 mm² bei einer Länge von ca. 3 m. Liegt das daran, dass die Spannung erst zunimmt, wenn die Akkus ziemlich voll sind? Mit dem Ladegerät sind es nach kurzer Zeit die vom Ladegerät ausgegebenen 14,2 V. Der Stromkreis unterscheidet sich nur in einer Sicherung. Oder was kann da schief laufen? Ich hatte den Ladebooster schon an den Bleinatterien mit erheblich dünnerem Kabel montiert, es kam an, was am Ladebooster rauskam.
6. Fazit: Es ist ein Projekt, das für einen Anfänger viel Zeit braucht und viele gute Ratgeber. Dafür großer an alle hier im Forum, die mir geholfen haben. Vor allem danke dafür, dass ihr geduldig meine Dummi-Fragen beantwortet habt. Aber ich kann mir vorstellen, dass andere noch ähnliche Fragen haben, sich aber vielleicht nicht trauen. Ohne die Beratung hätte es nicht funktioniert. Die Firma ECS hat mich beraten, sehr schnell und sehr freundlich. Es wurde auch etwas umgelötet, um die Bauhöhe zu verringern, hier war ECS sehr kooperativ. Allerdings scheint mir das gekaufte Paket eher für den Einbau in eine Photovoltaikanlage o.ä. gedacht. Speziell für Wohnmobile wäre einige Punkte verbesserungswürdig: BMS mit Über-/Unterspannungsschutz, einige gelieferte Teile sind für den Einbau im Wohnmobil überdimensioniert, z. B. die Sicherungen, für die man einen große Schaltschrank bräuchte. Also: Service sehr gut, schnell und freundlich, das Paket könnte angepasst werden für Wohnmobile.
8. offenes Problem: Irgendwie sollte ich noch eine Abdeckung hinbekommen. Die Batterien sind unter dem Sitz teilweise sichtbar, wenn ein Sitz weit nach hinten oder vorne geschoben wird. Allerdings soll ja auch kein Wärmestau entstehen. Hat hier jemand eine Idee?
Gruß Klaus
lonsome am 21 Apr 2021 21:43:27
Hallo,
die Ladung über den Booster funtkioniert doch, uffff .... Ich habe jetzt alles ein paar Stunden am Ladegerät gehabt, Motor gestartet - und langsam ist die ANzeige auf 14,56 V gekrabbelt.
Gruß Klaus
Ps: Ihr dürft auch gerne lästern über meine "Handwerksarbeit" - ich selber bin irgendwie schon stolz, dass alles läuft (noch :roll: :ja: )
Stocki333 am 22 Apr 2021 07:03:59
lonsome hat geschrieben:Hallo,
die Ladung über den Booster funtkioniert doch, uffff .... Ich habe jetzt alles ein paar Stunden am Ladegerät gehabt, Motor gestartet - und langsam ist die ANzeige auf 14,56 V gekrabbelt.
Dieses Verhalten ist normal. Bevor du die ladeschlußspannung ereichst bestimmt der Accu die Spg.die anliegt. Ist diese Spg erreicht, die Ladequellen. Wirst du schnell lernen. wenn der Accu teilentladen ist und du mit allem was du hast, ladest. Die spg bleibt unten. Die hebt sich nur um 3 -4 zehntel Volt. Noch ein Tipp. Soltest du einmal in die Verlegenheit kommen, das der Accu vollständig entladen wurde. Unbedingt die ersten 15 % mit ca. 5 A laden. Knallst du nähmlich mit voller Hülse auf deinen Accu, führt das zu aufblähen der Zellen. Das immer im Hinterkopf behalten. :mrgreen: :mrgreen:
8. offenes Problem: Irgendwie sollte ich noch eine Abdeckung hinbekommen. Die Batterien sind unter dem Sitz teilweise sichtbar, wenn ein Sitz weit nach hinten oder vorne geschoben wird. Allerdings soll ja auch kein Wärmestau entstehen. Hat hier jemand eine Idee?
Suche nach Lochrasterplatinen.Ohne Lötpunkte. Sind leicht, dünn und haben jede Menge Löcher. Kannst natürlich auch selber anfertigen. Aber das fällt unter Beschäftigungstherapie. :cry: :cry: Franz
lonsome am 15 Mai 2021 15:34:05
Hallo,
so, jetzt wurde alles nochmal komplett umgebaut.
Gründe gegen das System von ECS: - Da das SSR nur in einer Richtung Strom durchlässt, müssen ankommender und abgehender Strom getrennt werden. Das ist aber sehr schwierig im Wohnmobil. - Es wird noch komplizierter, wenn es zwei Batterien sind. - Die SSR sind mir zu empfindlich. Ich will nicht in Norwegen sein und ein SSR versagt, so dass ich ohne Strom dastehe. - Das System scheint mir durch die Konstruktion nicht für Womos geeignet, in denen es etwas enger zugeht.
Umbau: Dafür habe ich mir den Rat von Lars von Linsunergie eingeholt. Das hätte ich gleich machen sollen, aber hinterher ist man immer klüger. Lars hat mich, wie ich finde, sehr gut und mit den richtigen Ideen und dem richtigen Wissen beraten.
- Bei den zwei Blöcken jeweils zwei Zellen parallel schalten, so braucht es am Ende nur ein Relais. - Die bisherigen Balancer können bleiben, aber ich brauche nur noch 4. - Zusätzlich waren noch 4 Zellverbinder notwendig, um parallel schalten zu können. - Ein Philippi-Relais reicht, um alles zu bewältigen - zwischen den Batterien Kabel mit 70 mm² als Verbindung, so dass ich auch, wenn gewollt, bis zu 2.000 W anhängen könnte. - Kabelschuhe waren angebracht, alels sauber verarbeitet. - Die Adapterschrauben sind wesentlich niedriger als die Bolzen, die ich zuerst hatte. - Entsprechende Sicherungen wurden mitgleifert. - Lars hat mir auch erklärt, wie ich für das Philippi-Relais die Balancer vekabeln muss.
Jetzt habe ich alles eingebaut und es funktioniert tadellos - so hoffe ich. Der Wechselrichter läuft, alles lädt.
Ich warte zwar, das wollte ich als Alternative machen, auf zwei JBD-BMS mit Bluetooth-Modul aus China, die kommen im Juli. Die sind dann übrig.
Ich kann nur an Lars ein ganz, ganz herzliches Dnkeschön sagen: für die Geduld mit mir und die vielen Ideen, vor allem aber auch sein Wissen um die Bedürfnisse im Bereich Wohnmobil. Wenn jemand plant: Lars berät toll und gut, nicht auf Verkauf hin, sondern auf Qualität. Hätte ich alles gleich so gemacht, hätte ich viel Lehrgeld und Zeit gespart.
Gruß Klaus
Stocki333 am 15 Mai 2021 19:17:15
Hallo Klaus
Lars berät toll und gut, nicht auf Verkauf hin, sondern auf Qualität. Hätte ich alles gleich so gemacht, hätte ich viel Lehrgeld und Zeit gespart.
Ja, mei, hinterher ist man immer schlauer. Warum glaubst du, das wir alten Hasen so zufrieden mit den Systemen von Lars sind. Die laufen einfach. Und hier findest du nicht viel von Problemen. Aber jetzt läuft dein System. Und das Zählt. Viel Spass damit. Franz
lonsome am 29 Mai 2021 13:33:14
Hallo,
so, ein erster Erfahrungesbericht: Ich war jetzt 6 Tage unterwegs, 6 Tage immer am gleichen Ort ohne Fahren. Ich habe nicht mit dem Strom gespart: Lichter, Heizung, Notebook, Akkus laden. Ich habe ca. 87 Ah verbraucht, da wäre ich mit meinen Bleiakkus am Ende gewesen. So war alles ganz locker, ich hätte mindestens nochmals eine Woche stehen können. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man einfach weiß: Strom - um den brauche ich mich eigentlich nicht mehr zu kümmern.
Auch der Wechselrichter funtkioniert problemlos, ebenso das Nachladen auf dem Heimweg.
Ich kann nur sagen: Es war eine gute Entscheidung, vor allem nochmals Danke an alle Helfer und vor allem lisunenergie, jetzt habe ich etwas, worauf ich mich verlassen kann!
Gruß Klaus
Stocki333 am 30 Mai 2021 04:33:53
Hallo Klaus Viel Spass mit den Gelben. Und auch ein Danke für die gute Dokumentation. Ist mir an Gutn wert. Franz
lonsome am 28 Jun 2021 09:54:50
Hallo,
Kleine Nebenwirkung der LiFePos: Jerzt strömt das Wasser nur so aus dem Hahn. Vorher mit Blei ist ja die Spannung relativ flott runtergegangen, das Wasser kam gut aus den Hähnen. Aber jetzt ist die Spannung höher und das Wasser fließt wesentlich stärker, jetzt ist richtig Druck drauf. An den Kabeln zur Pumpe habe ich nichts geändert.
Gruß Klaus
sternleinzähler am 28 Jun 2021 10:10:11
Glückwunsch! Habe auch eine „Lars“-Batterie seit 2 Jahren im Auto, Rundum zufrieden, sowohl mit Batterie als auch mit Beratung! :D
lonsome am 09 Jul 2021 14:05:27
Hallo,
da ich überlege, noch ergänzend ein Solarpanel zu motneiren, noch eine Dummi-Nachfrage (auf der Solarseite habe ich schon gesucht, aber unter den unendlichen Beiträgen ist das schwer zu finden):
1. Wie funktioniert eine Solaranlage mit einem Ladebooster zusammen während der Fahrt? Eingebaut ist der Votronic VCC1212-50, der 14,4 V liefert. Muss ich dann einfach nur den Solarregler auch auf 14,4 V stellen - und alles ist gut? Dann laden eben beide während der Fahrt? Wenn ich Solar mit 14,6 V betreiben würde, dann käme vom Ladebooster nichts mehr, weil er meint, die Batterien seien voll? Solar arbeitet ja auch während der Fahrt.
2. Kann ich die Kabel aus dem Solarregler einfach am EBL DS 300 an B2+ und Masse anschließen? Dann würden sie auf den gleichen Anschlüssen liegen wie die Kabel aus dem Ladebooster? Das wäre der küzeste Kabelweg.
Gruß Klaus
huohler am 09 Jul 2021 14:43:18
Ja, beide auf 14,4V ist richtig! Allerdings würden sie auch bis kurz vor voll laden wenn der Solarregler auf 14,6V steht, denn die werden ja erst erreicht wenn die Li voll ist. Bis 14,4V laden dann beide und der Solarregler lädt dann die letzten 0,1% alleine.
Hubert
lisunenergy am 10 Jul 2021 08:45:15
Hallo Klaus,
Einfach eine Solaranlage aufs Dach kleben. Hier musst du schauen was sinnvoll darauf passt. Als Solarladeregler empfehle ich Dir einen Victron mppt. Der Regler kommt einfach auf Deine Sammelschiene und wird auf die Balancer abgestimmt. Wenn Du Hilfe benötigst melde Dich.
LG Lars
lonsome am 10 Sep 2021 15:24:51
Erfahrungsbericht
Hallo,
nach längerer Reise durch Norwegen einfach einmal meine Erfahrungen, die ich gemacht habe:
Sehr froh bin ich immer noch um die Hilfe von Lars, denn so konnte ich in Ruhe wegfahren. Alles hat problemlos funtkioniert, keine Ausfälle, nichts.
Es ist ein gutes Gefühl, wenn man auch mehrere Stunden das Notebook laufen lassen kann, ohne an die Batterien denken zu müssen. Das ist ein Stück Sorglosigkeit, das ich gewonnen habe.
Kurz habe ich auch Solar angedacht. Aber ich habe festgestellt: Ich brauche das eigentlich nicht. Im Sommer stehe ich nie lange, ich nutze weder Fernseher noch Kaffeemaschine noch sonst große Verbraucher. Also kann ich über die Lima nachladen. Solar wäre höchstens im Winter interessant, und da bringt es eher wenig Ertrag.
Auch meine sonstige Zusammenstellung scheint für mich so ganz gut: - der kleine Wechselrichter 300 W reicht völlig aus, es wird so auch keine PRobleme mit irgendwelchen Überlastungen geben. - Der Ladebooster tut seine Arbeit. - Mit dem Gleichrichter kann ich auch meinen Autostaubsauger betreiben, der sehr gut läuft und klein und kompakt ist.
Es bleibt mir noch eine Frage, wenn ich die anderen Bereichte so lese: Muss man eigentlich die Zellen kontrollieren, ob sie voneinenader abweichen usw.? Ich habe sie vor dem Kauf initialisieren lassen, alles läuft. Aber da ich kein BT in den Balancern habe, muss ich immer mit dem Multimeter arbeiten. Und das istz ziemlich umständlich mit Abdeckung, unter den Sitzen etc.. Oder einfach alles vergessen, eifnach nutzen, fertig?
Gruß Klaus
thomker am 11 Sep 2021 11:01:17
Moin Klaus, Zellen kontrollieren... Hab ich anfangs häufiger gemacht, mit Messungen der einzelnen Balancerströme und allem drum und dran. War aber reine Neugier. Seit 3 Jahren hab ich's aufgegeben, Ergebnisse sind langweilig, weil immer gleich. Außerdem sind die Spannungen der Zellen nur sinnvoll beurteilbar bei Ladeschlussspannung.
Gruß Thomas
Stocki333 am 12 Sep 2021 06:23:21
thomker hat geschrieben: Seit 3 Jahren hab ich's aufgegeben, Ergebnisse sind langweilig, weil immer gleich.
Kommt mir bekannt vor. Bei mir sinds schon 4 Jahre. Irgendwann gibt jeder auf, mit den messen. Weil sinnlos. Also mach dir keine Sorgen. Das System funktioniert. Viel Spass mit deinen Gelben. Franz
lonsome am 28 Mai 2022 15:29:18
Hallo,
nach über einem Jahr mal ein kleiner Zwischenbericht: Jetzt habe ich doch wieder einmal die Zellen gemessen, ca. 24 Stunden nach Ladeschluss und minimalem Verbrauch: 4 x 3,31 V. Was mich dabei freut: einfach eingebaut - einfach fahren und nutzen, völlig sorglos und ohne Arbeit, das zweite Mal gemessen in über einem Jahr, aber dafür Strom in Hülle und Fülle.