dietmardd am 02 Mai 2021 15:49:45 Einige Hersteller werben damit, daß der gesamte Aufbau aus GfK (mit Schaumkern) besteht und damit der Aufbau und insbesondere der Boden des Aufbaus "verrottungsfest" sei.
Einige Hersteller wie z.B. Dethleffs, Carado, Sunlight und sicher einige mehr haben z.B. einen Aufbauboden aus Sperrholz und Wände aus Alu mit Schaumstoff. Sperrholz klingt schon einmal bei Feuchtigkeitsbelastung nicht so gut.
Wie sind Eure Langzeit-Erfahrungen bezüglich "Verrottungsfestigkeit" mit Womos, deren Boden nicht aus GfK besteht bzw. gibt es dazu belastbare und seriöse Fachbeiträge?
Trashy am 02 Mai 2021 16:19:48 Dazu gibt es unzählig viele Freds und Meinungen, und genausoviele Womos alter Bauart in gutem Zustand.
mv4 am 02 Mai 2021 20:37:18 Wasserdicht sollte jeder Aufbau sein und bleiben.!..Sperrholzinnenwände haben auch Vorteile...zb. sie beeinflussen das Raumklima positiv. Zb. Feuchtigkeitsregulierend...gerade in einen Wohnmobil wo außer die Polster es kaum Materialien gibt die Luftfeuchtigkeit aufnehmen können wichtig.
Alkovan17 am 04 Mai 2021 23:09:32 ich persönlich habe mir eine zeitlang eingeredet, dass der Sperrholzboden nach Befeuchtung ja rasch wieder trocknet, und musste jetzt nach 5 Jahren feststellen, dass neuralgische Punkte wie spritzwasserbeaufschlagte Zonen hinter den Hinterrädern anfangen zu verrotten. Möglicherweise hat steinschlag dazu beigetragen, sicherlich Konstruktionsmängel (geplante Obsoleszenz?). Zusätzlich werden mit Polyurethankleber gedichtete Fugen an der Garagenunterseite langsam undicht. Ich denke, man sollte sich frühzeitig mit dem Boden des Wohnmobils vertraut machen und reichlich Unterbodenschutz ausbessern. Ich pane gerade an DIY-Spritzwasserschutz herum. Alles optimierbar.
soul am 04 Mai 2021 23:25:19 Alkovan17 hat geschrieben: und musste jetzt nach 5 Jahren feststellen, dass neuralgische Punkte wie spritzwasserbeaufschlagte Zonen hinter den Hinterrädern anfangen zu verrotten.
man darf auch jedes jahr unters Womo schauen oder schauen lassen und bei bedarf den atmungsaktiven unterschutz erneuern. zb mit DEKAphon 9735 hat nix mit obsoleszenz zu tun, einfach mit gewinnsteigerung.
turbokurtla am 05 Mai 2021 07:25:10 Alkovan17 hat geschrieben: Ich denke, man sollte sich frühzeitig mit dem Boden des Wohnmobils vertraut machen und reichlich Unterbodenschutz ausbessern. Ich pane gerade an DIY-Spritzwasserschutz herum.
Ich denke, wenns unten nass ist, kommts von oben. Gruß Kurt
traveller69 am 05 Mai 2021 07:44:23 Wie repräsentativ auch immer, haben mich die Berichte hier über Torf im Womo in meiner Kaufentscheidung eines Euras bestärkt. Das Konzept von rundum verklebtem GFK hat mich jedenfalls überzeugt. Und trotz einiger unfreiwilliger Überschwemmungen in der Garage muss ich mir nach dem Aufwischen keine Gedanken über Feuchtigkeitsschäden machen. Ich bin nach 9 Jahren jedenfalls immernoch sehr zufrieden und würde mir kein Womo mit Latten/Sperrholz zulegen.
Pechvogel am 05 Mai 2021 07:52:48 dietmardd hat geschrieben:... Wie sind Eure Langzeit-Erfahrungen bezüglich "Verrottungsfestigkeit" mit Womos, deren Boden nicht aus GfK besteht bzw. gibt es dazu belastbare und seriöse Fachbeiträge?
Die alten Womos haben vermutlich fast alle Böden die nicht aus GFK bestehen. Da gibt es also genug Langzeit-Erfahrungen. Wohingegen es kaum Langzeit-Erfahrungen mit GFK-Böden gibt. Dicht sein sollten Böden, und nicht nur die, immer. Die Frage ist was passiert wenn da mal wirklich über einen längeren Zeitraum Feuchtigkeit / Wasser dran oder sogar rein kommt. Holz fault weg. Da heißt es dann raus schneiden und neu ansetzen. GFK fault nicht. Kann aber sicherlich schimmeln oder auch spröde / rissig werden. Da wird eine tragfähige Reparatur dann ungleich schwieriger. Für MICH ist GFK auch nicht das Allerheilmittel. Grüße Dirk
rkopka am 05 Mai 2021 08:36:15 Alkovan17 hat geschrieben: Ich denke, man sollte sich frühzeitig mit dem Boden des Wohnmobils vertraut machen und reichlich Unterbodenschutz ausbessern. Ich pane gerade an DIY-Spritzwasserschutz herum.
turbokurtla hat geschrieben:Ich denke, wenns unten nass ist, kommts von oben.
So sah es auch bei meinem alten Womo mit Wasserschaden aus. 20 Jahre und nie was am Unterboden gemacht (Holz). Lediglich ganz hinten unter dem Wasserschaden war eine Leiste über dem Boden verrottet. Der Boden an sich zeigte dort nur sehr leichte Spuren an der Oberfläche und mußte nicht repariert werden. RK
Mann am 05 Mai 2021 08:52:30 traveller69 hat geschrieben:Und trotz einiger unfreiwilliger Überschwemmungen in der Garage muss ich mir nach dem Aufwischen keine Gedanken über Feuchtigkeitsschäden machen.
musst du dir bei Holz auch nicht machen solange es nicht permanent nass ist.
Fledermaus am 05 Mai 2021 09:05:26 Servus Bei GFK am Unterboden sollte dieser auch richtig verarbeitet sein. Ist leider nicht immer so, offene Schnittkanten, schlechte Abdichtung von Rohrdurchbrüchen,.....nur mit dünner Farbe behandelt....?
Manche Hersteller verarbeiten das GFK sehr gut und andere halt weniger gut. So muss man sich das im speziellen Fall anschauen ob nachgearbeitet werden muss.
thomas56 am 05 Mai 2021 09:17:19 Pechvogel hat geschrieben:Für MICH ist GFK auch nicht das Allerheilmittel.
gibt es denn was Besseres? Mit GFK schlafe ich ganz beruhigt, wenn oben Wasser rein laufen sollte, läuft es unten einfach schadfrei wieder raus. Klar könnte nasses Holz auch wieder trocknen, aber wenn Holz über längere Zeit unbemerkt feucht ist, hat man irgendwann eine Torfbude!
huohler am 05 Mai 2021 09:42:50 Pechvogel hat geschrieben:Die alten Womos haben vermutlich fast alle Böden die nicht aus GFK bestehen. Da gibt es also genug Langzeit-Erfahrungen. ...
Für MICH ist GFK auch nicht das Allerheilmittel.
Mein 17 Jahre alter Carthago hat GFK Boden. Es gibt noch erheblich ältere mit GFK Boden. GFK im Boden wurde schon lange vor GFK in Dach und Wänden eingesetzt. Da gibt es genug "positive" Langzeit-Erfahrungen. Hubert
traveller69 am 05 Mai 2021 12:17:31 Pechvogel hat geschrieben: Die alten Womos haben vermutlich fast alle Böden die nicht aus GFK bestehen. Da gibt es also genug Langzeit-Erfahrungen. Wohingegen es kaum Langzeit-Erfahrungen mit GFK-Böden gibt.
Also Eura haben wohl inzwischen genug Langzeiterfahrung und halten an GFK und das Verkleben fest. Sie sind jedenfalls davon so überzeugt, dass sie ihre Dichtigkeitsgarantie von 6 auf 10 Jahre erhöht haben. Mann hat geschrieben: musst du dir bei Holz auch nicht machen solange es nicht permanent nass ist.
Stimmt, da hast Du recht!
andwein am 06 Mai 2021 11:22:16 traveller69 hat geschrieben:Das Konzept von rundum verklebtem GFK hat mich jedenfalls überzeugt. Und trotz einiger unfreiwilliger Überschwemmungen in der Garage muss ich mir nach dem Aufwischen keine Gedanken über Feuchtigkeitsschäden machen.
Sorry, diese Aussage finde ich nicht ganz zu Ende gedacht. Irgendwo hört das GfK auch auf, es wird nicht die Wände hochgezogen und an der Unterseite nicht an einer Abtropfkante nach unten gezogen. Es gibt, egal ob Holz, Holz/GfK oder ganz GfK genügend angriffspunkte für Feutigkeit in einem Womo. Deshalb würde ich mir bei "Überschwemmungen" immer Gedanken machen wo das Wasser überall hingelaufen ist (Gefälle?). Ist aber wahrscheinlich nur einer meiner überzogenen "Was wäre wenn" Gedanken. Gruß Andreas
pwglobe am 06 Mai 2021 13:01:38 Hallo Wenn der Holzboden so gut ist, warum bauen Premiumhersteller dann nicht mit Holz? Ich hatte nie ein Womo mit Holzboden, deshalb ist meine Meinung vielleicht etwas subjektiv. T3 Blech Nordstar Alusandwich Karmann Ontario Boden und Dach GFK Sandwich, Wände Alusandwich Phoenix Alusandwich. Für mich ist Holz einfach ein zusätzlicher Risikofaktor bezogen auf Langlebigkeit außerdem verlangt es einen zusätzlichen Pflegeaufwand. Warum soll ich mir das antun wenn es Alternativen gibt. Ideal finde ich einen Aufbau mit Glasfaser-Monocoque da kommt kein Wasser rein, wie bei einem Boot, gibt es aber nur bis zu einer gewissen Größe, siehe Wingamm. Ist aber auch alles eine Preisfrage.
goorooj am 06 Mai 2021 13:24:07 Ich hatte ein Womo mit Holzboden.
Es hat auch 300 Jahre alte Holzhäuser, und die Morgan Roadster werden heute noch mit Holzrahmen gebaut.
Holz muss atmen und trotzdem geschützt sein, daran scheitern die meisten. Man kann Holz schon als Boden nehmen, aber das ist halt ständige Arbeit. Einfach mit irgendwas von unten zukleistern geht schief. Und ob ein behandelter Holzboden dann besser fürs Wohnklima ist als Kunststoff... hm.
Ich persönlich mag Holz unheimlich gern, würde aber zu GFK greifen, weil ich faul bin. Jetzt hab ich eh Blech.
pwglobe am 06 Mai 2021 19:23:18 goorooj hat geschrieben:und die Morgan Roadster werden heute noch mit Holzrahmen gebaut.
Off Topic Ich hatte mal einen Morgan Plus 8 Bj 1979 der hatte ein Holz Rahmen, beim neuen Plus 8 ist es jetzt aus Aluminium.
andwein am 07 Mai 2021 11:43:41 pwglobe hat geschrieben:.....Wenn der Holzboden so gut ist, warum bauen Premiumhersteller dann nicht mit Holz?
Die Frage ist einfach zu beantworten. Eine GfK-PU-Holzoberfläche wird halt auch für die Wände verwendet und kann damit kostensparender produziert werden wie ein Lattengerüst. Lattenfachwerk, egal ob waagerecht oder senkrecht eingesetzt ist Handarbeit und die kostet. Mit dem Thema Feuchte, Feuchteresistenz etc hat das aber nichts zu tun. Übrigens ist die Verwindungssteifigkeit bei diesen Verbundböden/Platten bedeutend kritischer anzusehen. Ein steifer GfK Boden auf einem einfachen Flachbodenchassis muss einiges abfangen und könnte zu Mikrorissbildungen neigen. Ein Holzlattengerüstboden ist da flexibler und fester. Es ist halt, wie alles, eine Frage der Abwägung. Gruß Andreas
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