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Koffer Dämmung mit Styrodur 1, 2


david1234 am 04 Jan 2022 21:01:50

Hi ihr!

Ich hätte mal wieder eine Frage, und zwar zur Dämmung mit Styrodur bei einem Koffer mit geraden Wänden.

An sich sollte die Dämmung ja bei einem solchen Koffer nicht so das Problem sein. Nun gibt es aber Styrodur v.a. in geraden cm-Dicken, also 20, 30, 40 mm etc.

Das entsprechende Holz für die Unterlage gibts aber in der Regel eher in anderen Maßen, also etwa 18mm, 38 mm etc.

Nun meine Frage: Könnte ich etwa ein Holzleistensystem in 18 mm Dicke mit Styrodur in 20 mm kombinieren? Würde sich das Styrodur die 2mm, die es dicker wäre, entsprechend plattdrücken, um einen ebenen Boden zu gewährleisten?

Oder wäre es sinnvoller, etwa auf die 18mm Holzleisten noch eine 3mm Schicht Armaflex Band aufzubringen, und dann entsprechend mit Styrodur 20 mm zu arbeiten?

Geplanter Bodenaufbau: Orginal Koffer Boden aus Holz - darauf ein entsprechendes Traggitter aus Holzleisten, ggf. mit Armaflex - dazwischen Styrodur - auf das Ganze dann Verlegeplatten 12 mm und ein ensprechender Bodenbelag.

Danke Euch! Gutes neues Jahr!

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Elgeba am 05 Jan 2022 00:15:14

Ich würde die zusätzliche Schicht Armaflex bevorzugen,ist einfach besser als Styrodur zusammenzudrücken.


Gruß Bernd

soul am 05 Jan 2022 01:21:13

warum nicht steinwolle? die gibt es in den passenden stärken. nicht an den industriellen fertigungen richten.
steinwolle ist auch wasserabweisend und ein sehr atmungsaktiver dämmstoff.

Anzeige vom Forum


david1234 am 05 Jan 2022 02:04:01

An der Steinwolle scheiden sich die Geister, wenn man sich so durch die Selbstbau Foren liest. Einige sind davon recht begeistert, recht viele raten davon kategorisch ab, zum einen wegen möglicher Atemwegsbelastung durch Fasern, zum anderen und vor allem, weil sich Steinwolle wohl schwammähnlich mit Wasser vollsaugen kann, und wenn dann doch mal Wasser und/oder feuchte Luft an die Dämmung gelangt, sei das eine ordentliche Schweinerei, Schimmel & Rost kaum zu vermeiden. Wenn Steinwolle, wird zu einer dichten Dampfbremse zwischen Dämmung und Fahrzeuginnerem geraten.
Auf dem Boden wohl weniger ein Problem, aber an den Wänden besteht bei Steinwolle wohl auch die Gefahr, dass das durch diverse Rüttelpisten versackt und verklumpt.
Trotzdem danke für den Hinweis!

Fledermaus am 05 Jan 2022 05:14:13

Servus
Schneide dir aus Sperrholzplatten Leisten. So hast du die richtige Stärke, und auch verziehen sie sich nicht so wie Massivleisten.

mv4 am 05 Jan 2022 08:39:26

da fehlt noch etwas Information...aus welchen Material ist der Koffer?

Grundsätzlich sollte die Dämmung und die Verstärkungsleisten (egal aus welchen Material immer die gleiche Höhe haben, das styrodur bekommst du eh nicht auf der Fläche zusammengepesst)

Willst du die Holzleisten als halt für Schraubverbindungen (Möbel, Fenster usw.) einbauen?

Wer Steinwolle als Dämmung in einen Fahrzeug vorschlägt..dem rate ich ein Stück Steinwolle und etwas Stahl oder Alu in eine Plastiktüte zu geben und nur wenig Wasser, dann zumachen und paar Wochen warten...die Fotos aber bitte hier einstellen. :ja: :D

klaus1968peter am 05 Jan 2022 08:56:42

Nur mal als Gedankengang...

Ich würde dünne Streifen Bauschaum auf die Latten auftragen,
anschließend die Platten auflegen und festschrauben.
Der Bauschaum dehnt sich aus und verfüllt damit die Löcher.
Man muß aber wenn man damit anfängt zügig arbeiten nicht das er
vor dem Plattenlegen austrocknet.

Es müßte aber auch dieses Fugenband funktionieren, das zum
Fenstereinbau in Häuser verwendet wird. Hab aber k.A. wie das heißt.

Ahorne7500 am 05 Jan 2022 09:06:25

Hallo,
Ich habe einen Transporter teilisoliert.
Styrodur 'drückst' du nicht etwas runter. Das hält die Form.

Ich habe versucht, die Platten zu verkleben.
Sili, Acryl, Sika, PVCkleber, Montageschaum, vorher grundiert ... alles probiert.
Keiner der Kleber hält langfristig auf Styrodur.
Wobei ich nicht sagen kann, welchen Anteil die Vibration der Autobleche daran hat !!!

Bevor Rätselraten und Tips zu meinem Problem kommen,
es ging darum einen Liefer/Kastenwagen innen kühler zu halten
bei Sonneneinstrahlung im Sommer. Transportgut Schokoriegel.
.

turbokurtla am 05 Jan 2022 09:07:02

Servus
Es gibt nur eine gute Möglichkeit.
Im Sägewerk die Holzleisten auf das benötigte Maß hobeln oder schneiden lassen.

Das mit dem Bauschaum würde ich gerne sehen. :kuller:

Gruß Kurt

turbokurtla am 05 Jan 2022 09:08:39

....
bezügl. Kleber, immer
den Caravankleber von Ruderer verwenden.

cbra am 05 Jan 2022 09:28:35

wenn du schon mit styrodur arbeitest warum dann holzleisten ?

mit XPS hättest du ordentliche wasserbeständigkeit und dann baust du holz ein das dir weggammeln kann

cbra am 05 Jan 2022 09:31:38

david1234 hat geschrieben:...

Geplanter Bodenaufbau: Orginal Koffer Boden aus Holz - darauf ein entsprechendes Traggitter aus Holzleisten, ggf. mit Armaflex - dazwischen Styrodur - auf das Ganze dann Verlegeplatten 12 mm und ein ensprechender Bodenbelag.
...


ist geicht wirklich komplett egal?

und was willst du da drin anstellen? ;)

xiquadrat am 05 Jan 2022 09:52:12

Styrodur kannst du auf die Fläche nicht mal eben ein paar mm zusammendrücken. Da musst du dann entweder die Lattung höher machen, oder die Iso passend zur Lattung. Da würde ich dann, wenn es schon Styrodurplatten sein müssen, dünnere Styrodurplatten nehmen und eine passende Lage Armaflex drauf machen.

Bauschaum hat in der Isolation wirklich nichts verloren, da kannst dann gleich Luft lassen, wäre dann besser.

Von Wolle jeglicher Art würde ich bei einem fahrenden Fahrzeug Abstand nehmen, das rüttelt sich fest. Das kann man bei einem meist stehenden Objekt machen (Zirkuswagen, Bauwagen etc.... ). Aber von Steinwolle würd' ich die Finger lassen. Die Fasern hast du in der Atemluft.

klaus1968peter am 05 Jan 2022 12:32:22

turbokurtla hat geschrieben:Das mit dem Bauschaum würde ich gerne sehen




Dachte es geht dabei um die Isolierung der Höhenunterschiede zwischem dem Holz
und den Styrodurplatten. :oops:

taps am 05 Jan 2022 13:08:06

Hallo,
ich würde die Leisten höher nehmen als das Styrodur und dann mit Trittschalldämmung für Laminat ausgleichen.
Das kostet nicht viel, gibt's in verschiedenen Stärken und lässt sich gut bearbeiten...
Gruß
Andreas

goorooj am 05 Jan 2022 15:56:45

Ich bin da mit Gerhard.

Passende Leisten aus passend dickem Sperrholz schneiden. Oder schneiden lassen.

Wenn du das Styrodur mit Trittschalldämmung an stehenden Wänden "aufpolsterst", kann das sein dass die auf Dauer nach unten gerüttelt wird wenn du die nicht klebst, und das finde ich zuviel Arbeit und Material.
Steinwolle genauso, die setzt sich irgendwann unten und oben ist leer. Armaflex ist zu teuer.

david1234 am 05 Jan 2022 19:01:24

Und nochmals danke für die vielen & schnellen Antworten und Erfahrungsberichte!

Stein- und andere Wolle ist dann wohl erst mal raus, Bauschaum auch. Dass mit dem Zuschnitt von Leisten aus Sperrholz/ MPX ist eine gute Idee, da hätte ich auch selbst mal drauf kommen können :-); hier gibts ja auch diverse Angebote etwa in 20 und 30 mm Stärke. (Dass MPX, wie auch anderes Holz, gerade nicht billig ist, ist ein anderes Thema.)

Ich denke es wird auf eine Kombination von Sperrholzleisten, Massivholzleisten, Styrodurplatten und dünnem selbstklebenden Armaflex zur Ausgleichung von Höhenunterschieden hinauslaufen. Gut zu wissen, dass Styrodur so druckstabil ist, das heißt ja auch dass die Leisten zwischen dem Styrodur etwa unter der Bodenplatte entsprechend dünner ausfallen können - gut für den Geldbeutel & fürs Gewicht.

Silikon wird ja oft als der perfekte Klebstoff für Styrodur im Netz empfohlen, auch hier gut zu wissen dass es da auch andere Erfahrungen gibt. Da wirds dann wohl am besten sein, Leistengerüst und dazwischenliegende Styrodurplatten so passgenau zu arbeiten, dass da nichts verrutschen kann, auch wenn sich der Kleber löst. Und für sensiblere Bereiche - Decke - dann wohl den oben empfohlenen Styrodur-Superkleber.

Danke & viele Grüße!

andwein am 06 Jan 2022 16:49:21

david1234 hat geschrieben:......Silikon wird ja oft als der perfekte Klebstoff für Styrodur im Netz empfohlen, Danke & viele Grüße!

Nein, nicht als perfekter Klebstoff sondern als billiger Klebstoff!!! Aber das wirst du erst verstehen wenn du die Styroporplatten an die Außenwand gekleistert hast und sich die enthaltene Essigsäure durch die Außenwand gefressen hat
Ein guter Kleber wurde hier schon genannt: der Ruderer Kleber, jetzt im Vertieb von Technicoll. --> Link
Gruß Andreas

turbokurtla am 07 Jan 2022 08:56:03

andwein hat geschrieben:Nein, nicht als perfekter Klebstoff sondern als billiger Klebstoff!!! Aber das wirst du erst verstehen wenn du die Styroporplatten an die Außenwand gekleistert hast und sich die enthaltene Essigsäure durch die Außenwand gefressen hat

:lol:

... und der Bauschaum drückt dann die Platten nach innen zu Beulen.
Alles Murkser

Tomsn am 07 Jan 2022 19:04:53

Moin,
das gleiche Problem hatten wir mal bei einer Tischerkabine, die wir restauriert hatten, das Lattengerüst war noch brauchbar nur die Styropordämmung war durch, die wir durch Styrodur ersetzt haben und dabei feststellten, das die Styrodurplatten die dicke nicht exact halten, da sind
2-3mm Toleranz normal.
Wir haben das dann so gelöst,
dort wo die Platten bissl dünner waren als die Lattung, haben wir Holzleim auf die Lattung aufgetragen und da wo die Platten dicker waren als die Lattung haben wir MS Polymer dicker auf die Lattung aufgetragen und anschl. 4mm Pappelsperrolzplatten als Innenverkleidung angeheftet bis die Kleber durchgetrockent sind, danach Glasfasertabete verklebt und zum schluß weiß gestrichen.
Das war vor 11 Jahren und die Oberflächen sehen heute noch Top aus.

Gruß Tom

turbokurtla am 08 Jan 2022 12:36:44

Wenn Wände, Böden oder Decken aus Sandwichbauweise nach einer Reparatur wieder so halten sollen wie vorher,
muss man Holzgerüst und Iso absolut plan zum Außenblech/GFK und zur inneren Dekorplatte verkleben.
Alles andere ist Murks.
Man kann übrigens Styropor oder Styrodur auf einer Hobelmaschine um einige mm runterhobeln,
das habe ich schon sehr oft gemacht. Dann passts nämlich genau.
Nicht umsonst arbeiten gute Profis mit prof. Klebern die für die jeweilige Anwendung entwickelt sind.
Auch hier wieder, alle die mit billigen Baumarktklebern, Silikon, Bauschaum oder sonstigem Zeugs kleben,
sind Murkser und wollen nur einige wenige Euros sparen.

kofferwohnen am 15 Jan 2022 09:44:44

david1234 hat geschrieben:Hi ihr!
... Holzleistensystem in 18 mm Dicke mit Styrodur in 20 mm kombinieren? Würde sich das Styrodur die 2mm, die es dicker wäre, entsprechend plattdrücken, um einen ebenen Boden zu gewährleisten?
...
Geplanter Bodenaufbau: Orginal Koffer Boden aus Holz ... auf das Ganze dann Verlegeplatten 12 mm und ein ensprechender Bodenbelag.


Hi,
lass die Holzleisten weg. Du brauchst kein Traggerüst. Flächig Styrodur (XPS) verlegen und darauf 12mm OSB (NICHT: Pressspan!).
Styrodur ist druckstabil. Das kannst Du in Verbindung mit OSB-Platten locker mit 200 kg pro qm belasten.
Ich baue meinen Koffer auch so aus - allerdings mit 60mm Iso beim Boden/Decke.
Kleber: am besten beim Hersteller der XPS-Platten nachfragen.
vlG,
KoWo

david1234 am 15 Jan 2022 17:09:47

Danke für die Einschätzung!

Habe mir gestern im Baumarkt mal Styrodur Platten in echt angeschaut, und die wirken wirklich recht druckstabil. Ganz aufs Traggerüst für die OSB Platten verzichten werde ich wohl nicht, aber das wohl minimalistischer gestalten und v.a. darauf beschränken, wo ich eh Ankerpunkte am Boden brauche.
Ggf. gehe ich mit der Dämmung am Boden auch noch nach oben, hoch genug ist die Karre eigentlich. Vielleicht nicht gerade 60 mm, aber 40...

Nettes Forum mit vielen guten, schnellen & hilfreichen Tips übrigens!

kofferwohnen am 15 Jan 2022 17:42:08

david1234 hat geschrieben:Ganz aufs Traggerüst für die OSB Platten verzichten werde ich wohl nicht


Geh in den Baumarkt, lege eine Styrodurplatte auf den Boden, lege darauf eine 12mm OSB Platte und spring mal darauf herum ...
Du. brauchts. kein. Traggerüst. . . .
Wenn Du auf den OSB-Platten ein Ständerwerk aufbauen möchtest (Wände o.Ä.) ist die Stabilität in vertikaler Richtung auf jeden Fall gewährleistet. Die OSB-Platten verteilen die Last. Es reichen kleine Winkel / Holzdübel, um das Ständerwerk gegen horizontale Kräfte abzusichern.

kiteliner am 20 Jan 2022 10:39:10

Mein Meinung, nach ausbau Reisebus (mich nicht geraden Wänden).
Du brauchst bei XPS-Platten für den Fußboden keine Lattung, wenn du das XPS- vollflächig verlegst und dann eine entsprechend formstabile Auflage drauf machst. Da verformt sich eigentlich nichts, sofern die oberste Lage dick genug ist sich nicht kleinflächig in den XPS zu drücken. Ausnahme wäre an den Stellen, wo du etwas im oder am Boden befestigen willst. OSB-Platten, halte ich für nicht soo stabil zum sicheren Verschrauben von Möbeln oder Geräten. Da wäre je nach dem zu überlegen Holz als "Träger" am Boden originalen Boden zu verschrauben/verkleben und dann durch den Fußbodenbelag die Möbel oder Geräte darin zu verschrauben.

kiteliner am 20 Jan 2022 10:41:14

Bei den Wänden verstehe ich dich vermutlich nicht ganz. Was hast du denn für einen Kofferaufbau, das du die Wände noch einmal dämmen mußt?

david1234 am 20 Jan 2022 20:31:36

Danke für die Hinweise, Tips, Erfahrungen!
Der Koffer ist aus Blech, Innenmaße 350 x 220 x 228. Ich muß also überall isolieren. Da das Fahrzeug vom Gewicht ok ist (ca. 2500 kg mit vollem Tank und Fahrer*innen bei zulässigem Gesamtgewicht 3,5t) sollte das vom Gewicht her auch passen, ebenso von Höhe und Breite.
Derzeitiger Plan ist Bodenisolierung mit 4 cm Styrodur, Decke mit 4 cm Styropor und alle Wände mit 3 cm Styropor. Styrodur am Boden weil druckfest, Styropor an Wänden und Decke weil leichter, billiger und Druckfestigkeit hier nicht erforderlich.
Für den Boden denke ich jetzt einfach auslegen mit Styrodur 60 x 120 x 4 cm Platten, zwischen zwei Reihen Platten kommt jeweils eine Latte 18 x 40 mm. An den Punkten wo ich schwerere Sachen am Boden verschrauben muß (Gasflaschenbox, Ofen, Batterie) gibts noch mal ein kleines Fundament mit Kantholz 40 x 60 mm. Auf das Ganze dann flächig OSB 12 mm, und darauf wahrscheinlich Linoleum.
An den Wänden würde ich ein tragendes Gerüst aufbauen aus Kantholz 30 x 50 mm, dazwischen Styropor 30 mm. An diesem Gerüst sollen dann auch hängende Regale etc. verschraubt werden. Belag wird dann wohl Profilholz.
Für die Decke würde ich die vorhandenen Metallstreben (3 cm hoch) jeweils um Holzlatten 18 x 40 mm ergänzen, zwischen das entstehende Gerüst kommt dann Styropor 40 mm, auf die vorhandenen Metallstreben noch 9 mm Armaflex zur Vermeidung von Kältebrücken. Abgedeckt wird das Ganze dann mit Multiplex 4 mm.
Grüße!
David

tomderbully am 22 Jan 2022 00:35:48

Hallo,
Habe schon mehrfach Koffer für Schlafwagen ausgebaut .Auf keinen Fall Styropor verwenden. hinter Alublech wird es sehr heiß ,so das styropor schrumpfen lässt. Einheitlich 40 mm isolieren mit Styrodur. Ist Hoch Druckfest. wird als Isolierung unter Beton für Hallenböden verwendet. Normalerweise sind Alukoffer aus einzelnen abgekanteten Blechen und Keilen Miteinander verbunden. Links und Rechts an den Falz ein durchgesägtes Konstruktionsholz. gibt es in 60 x40 mm.
Einmal in der Mitte durchgesägt. ergibt 2 Leisten von 28,5 x 40 mm. Diese dann links und Rechts an den Holm schrauben, und die Zwischenräume mit 40 mm Styrodur ausfüllen. Die Stoßstellen mit einem diffusionsdichten Klebeband zukleben .Die Wände und die Decke mit Sperrholz verkleiden. im Süddeutschen sitzt der Lieferant, welcher auch für die Wohnmobil Firmen das Sperrholz liefert .vielleicht habe ich noch die Adresse. Hatten sogar 2-Wahl Verkauf.
Grüße
Klaus

tomderbully am 22 Jan 2022 00:41:02

--> Link. Ist ziemlich aktuelle Liste der Platten.

turbokurtla am 22 Jan 2022 11:42:57

tomderbully hat geschrieben:Auf keinen Fall Styropor verwenden. hinter Alublech wird es sehr heiß ,so das styropor schrumpfen lässt.

Schmarrn.
Über viele zig Jahre haben alle Womo und Wowa Hersteller mit Styropor gearbeitet.
Und alle hatten Alublech Wände.

Hallo David
Deine Vorgehensweise finde ich grundsätzlich gut, doch würde ich trotzdem etwas aufs Gewicht achten
und übertriebene Platten und Plattenstärken vereinfachen.
Die 3 und 4 cm Iso ist sehr gut, doch könntest du auch am Boden bei Styropor bleiben.
Das ist genauso druckfest, dafür billiger und leichter.
Einen Ausbau mit 12 mm OSB Platten würde ich niemals machen, viel zu schwer.
Mach lieber ein paar Hölzer ( Abstand 40 - 50 cm, dafür nur dünnere Streifen ) mehr rein, besonders dort wo später was angeschraubt werden soll,
und verwende für innen Sperrholzplatten in 4 oder 5 mm Stärke. Am Boden 6 oder 8 mm Sperrholz.
So sparst du immens Gewicht und mit dem richtigen Kleber ( hab ich schon empfohlen ) erhältst du die gleiche,
wenn nicht bessere Festigkeit von Wand und Boden.
Gruß Kurt

Scout am 22 Jan 2022 13:01:14

Durch Wärme schrumpfen hinter Alu Styroporplatten sicher nicht.
Polystyrolplatten (Styropor, Styrodur) können nach der Herstellung etwas schrumpfen. Damit dieses Schrumpfen bei der Verarbeitung nicht aufkommt lagern die Herstellerfirmen vor der Auslieferung die Platten eine Zeitlang.
Hierzu ein Bild
Die grünen Blöcke sind Styrodurplatten in einem solchen Zwischenlager.


Gruß
Scout

david1234 am 22 Jan 2022 20:20:25

Ihr habt auf jeden Fall recht: Aufs Gewicht muss geachtet werden. 1 Tonne Zuladung erscheint erst mal viel, ist aber auch fix weg. Ich denke, ich sollte vielleicht bei der Zulassung zum Wohnmobil, also nach Ausbau, nicht über maximal 3.200 kg kommen. Dann wären das nur noch 700 kg...

Vielleicht gab es da ein Mißverständnis, aus OSB soll nur der Boden sein, die Decke auf jeden Fall aus 4 mm Pappelsperrholz, die Wände wahrscheinlich ebenfalls Pappelsperrholz (oder Nut und Feder Bretter, diese sind aber pro m² deutlich schwerer).

Derzeitige Kalkulation:
Isolierung komplett 40 m² mit 30 mm Styrodur bzw. Styropor bzw. Armaflex: 70 kg
Boden 8m² OSB 12 mm: 60 kg
Wandbelag 32 m² Pappelsperrholz 4 mm: 60 kg
Gerüst und Verstebungen: 60 kg

Das wären 250 kg. Dazu kommen dann Ofen mit Dämmung (70 kg), Solaranlage mit Battterie (100 kg), Bett (40 kg), Küchenzeile mit 60 Liter Wasser und 2 Gasflaschen (120 kg) und Klo (30 kg), Bänke und Tisch (40 kg) sowie Schränke (50 kg). Das wären dann noch mal 450 kg, d.h. ich wäre dann schon insgesamt bei 700 kg für den Ausbau. Bleibt eine Zuladung (ohne Toleranz) von 300 kg...
Alles ganz schön knapp, könnte sich aber ausgehen solange wir nur zu zweit mit der Karre unterwegs sind.

david1234 am 22 Jan 2022 20:32:31

Den Boden werde ich wohl auf jeden Fall mit Styrodur isolieren. Bei Wänden und Decke werde ich noch mal schauen, auf jeden Fall danke für die Hinweise. Wenn Styropor, würde ich auf jeden Fall mal in zwei Jahren hinter die Verkleidung schauen, wie es da aussieht...

kofferwohnen am 31 Jan 2022 06:14:11

turbokurtla hat geschrieben:Über viele zig Jahre haben alle Womo und Wowa Hersteller mit Styropor gearbeitet.
Und alle hatten Alublech Wände.


Das haben die Hersteller gemacht, weil Styropor günstiger und leichter als XPS ist und für die Garantiezeit ausreichend war.

Das große Problem von Styropor ist, dass spannungsrissanfällig ist und Kondenswasser aufnimmt (zwischen den "Kügelchen"), das ist bei XPS nicht möglich.

turbokurtla am 31 Jan 2022 10:39:01

Bitte nicht aus dem Zusammenhang reißen.
Es ging hier um Schrumpfen von Styropor hinter Alublech.
Das Styropor Wasser aufnimmt weiß ich schon auch.

kofferwohnen am 31 Jan 2022 10:56:11

turbokurtla hat geschrieben:Bitte nicht aus dem Zusammenhang reißen.

Sorry, war nicht meine Absicht.
Ab 50-70 Grad C fängt Styropor an seine Struktur zu verändern (und die sind hinter Alu im Sommer bei direkter Sonneneinstrahlung m.E. durchaus zu erreichen), evtl. hatte das der Vorposter gemeint.
Ab gesehen davon ist mir das Brandverhalten von Styropor im Vergleich zu XPS nicht geheuer, da ist mir persönlich der Gewichtsvorteil (schätze ca. 30% weniger Gewicht verglichen von Styropor mit XPS?) nicht so wichtig.

Evtl. liegt das auch daran, dass ich eher aus der "Häuslebauer" Ecke komme, und mich bei der Materialwahl eher am Wohnungsbau orientiere.

beste Grüße,
KoWo

Scout am 31 Jan 2022 12:31:03

kofferwohnen hat geschrieben: Ab 50-70 Grad C fängt Styropor an seine Struktur zu verändern

Hierzu gibt es doch bestimmt Untersuchungen oder Veröffentlichungen, also belastbare Aussagen.
Kannst du Quellen dazu angeben?

Gruß
Scout

kofferwohnen am 05 Feb 2022 15:11:27

Scout hat geschrieben:Hierzu gibt es doch bestimmt Untersuchungen oder Veröffentlichungen, also belastbare Aussagen.
Kannst du Quellen dazu angeben?

Gruß
Scout

ja, klar. Suche nach EPS, Spezifikation.
Als Ausgangspunkt reicht auch Wikipedia, da gibt es ebenfalls Quellenverweise.

Scout am 05 Feb 2022 23:20:21

kofferwohnen hat geschrieben:ja, klar. Suche nach EPS, Spezifikation.
Als Ausgangspunkt reicht auch Wikipedia, da gibt es ebenfalls Quellenverweise.

Unter Wikipedia – Polystyrol – Styropor findet man keine Angaben zur Temperaturbeständigkeit von Styropor (EPS)

In den Spezifikationen zu EPS steht immer
Temperaturbeständigkeit 70 bis 85 Grad / kurzfristig auch 100 Grad
Hier ein paar Quellen.
--> Link
--> Link
--> Link

Mich würde schon interessieren, wie du zu dieser Aussage kommst.
kofferwohnen hat geschrieben: Ab 50-70 Grad C fängt Styropor an seine Struktur zu verändern


Gruß
Scout

andwein am 07 Feb 2022 16:57:58

Scout hat geschrieben:..........Mich würde schon interessieren, wie du zu dieser Aussage kommst.
..."kofferwohnen"] Ab 50-70 Grad C fängt Styropor an seine Struktur zu verändern ......
Gruß Scout

Na ja, Struktur verändern ist vielleicht ein bisschen stark ausgedückt, in Bezug auf die Dämmung und Form sicher nicht.
Aber ab ca. 70°C fängt neues Styropor/EPS an nachträglich auszugasen. Das gibt sich mit der Zeit, aber für einen Neuausbau könnte dies ein Kriterium sein.
Bei Styrodur, Styrofoam, XPS ist die Ausgasung geringer da dichter, aber auch vorhanden.
Vielleicht hat "kofferwohnen" das gemeint??
Gruß Andreas

Scout am 07 Feb 2022 17:29:52

andwein hat geschrieben:Na ja, Struktur verändern ist vielleicht ein bisschen stark ausgedückt, in Bezug auf die Dämmung und Form sicher nicht.
Aber ab ca. 70°C fängt neues Styropor/EPS an nachträglich auszugasen.

Was gast da aus?
Woher hast du diese Erkenntnis? Du kannst doch bestimmt eine belastbare Quelle angeben.

Gruß
Scout

turbokurtla am 07 Feb 2022 17:45:44

kofferwohnen hat geschrieben:Ab 50-70 Grad C fängt Styropor an seine Struktur zu verändern (und die sind hinter Alu im Sommer bei direkter Sonneneinstrahlung m.E. durchaus zu erreichen), evtl. hatte das der Vorposter gemeint.

Fendt hat Anfang der 90iger Jahre mal Testmessungen gemacht.
Die hatten damals größere dunkelblaue Stellen der Alubleche verbaut. Klar, auf Styropor.
Grund war damals, dass nach Blecherneuerungen ( z. B. nach Unfällen, haben wir oft gemacht ) mit original Blechen und Kleber
im ersten Sommer der Kleber an einigen Stellen nicht hielt. Es kam zu Reklamationen, deshalb wurde geforscht.
An diesen dunklen Stellen wurden bei Sonneneinstrahlungen bis zu 80 Grad gemessen. Außen am Blech.
Bei sehr vielen solcher Reparaturen waren nie irgendwelche Strukturveränderungen am Styropor zu sehen.

Bezügl. Brand : Wenn da was brennt fackelt die Bude eh ratz fatz ab.
Bezügl. Ausgasen : Wohin will da was gasen, außen ist Blech und innen eine Dekorplatte,

cbra am 07 Feb 2022 19:57:09

ja - bekanntermassen kann XPS noch etwas ausgasen, je nach alter, oberflächenbehandlung und temperaturen. ist im Bausektor weitgehend egal, firmen die das drauf laminieren oder ähnliches kennen das und arbeiten entsprechend.

bei EPS kenne ich das weniger bzw "anders" weil ja ein komplett anderer herstellprozess vorliegt.

zum temperaturverhalten gibts zu jedem material datenblätter die druckfestigkeit und andere werte in abhängigkeit der temperatur zeigen. "gefügeveränderungen" sind da sowieso nicht zu erwarten, festigkeitsreduktion aber auf jeden fall, auch im besprochenen temperaturbereich von ca 50°C aufwärts. wesentlich ist da natürlich ob das bauteil unter temperatur belastet wird oder nicht

hab hier länger nicht mehr mitgelesen, soweit ich mich erinnere geht es ja um XPS im Boden mit sehr massiver Holzabdeckung, da sehe ich weder durch temperatur noch ausgasung probleme

andwein am 08 Feb 2022 12:53:45

Scout hat geschrieben:.........Was gast da aus?
Woher hast du diese Erkenntnis? Du kannst doch bestimmt eine belastbare Quelle angeben. Gruß Scout

Das Gas das im Fertigungsprozess entsteht und bei der Plattenpressung eingeschlossen wird!
Quelle habe ich keine, weiß es halt aus dem Dämmplatternverbau im Hobbykeller von meinem BASF Chemikerkumpel
Aber eventuell hilft der Artikel weiter: --> Link
OK wir haben damals kein "gelagertes EPS" genommen sondern direkt aus der Produktion, frisch geschnitten und verpackt, wie das Bäckerbrot!!
Gruß Andreas

Scout am 09 Feb 2022 23:01:36

andwein hat geschrieben: Quelle habe ich keine, weiß es halt aus dem Dämmplatternverbau im Hobbykeller von meinem BASF Chemikerkumpel
OK wir haben damals kein "gelagertes EPS" genommen sondern direkt aus der Produktion, frisch geschnitten und verpackt, wie das Bäckerbrot!!
Liest sich jetzt etwas sanfter als der erster Post.
andwein hat geschrieben: Aber ab ca. 70°C fängt neues Styropor/EPS an nachträglich auszugasen.
Solche Styroporplatten kommen auch nicht in den Handel. Die Platten aus dem Handel schrumpfen und Gasen nicht mehr. Dafür werden sie mehrere Wochen zwischengelagert.
BASF produziert übrigens kein Styropor für den Verkauf.

Gruß
Scout

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