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Ducato 290 auflasten


TOMausPS am 08 Jan 2022 18:22:04

Hallo,

mein "Frankia 530" steht auf einem Ducato 290 aus 1991.
Im Fahrzeugbrief sind 3,1 to als zulässiges Gesamtgewicht aufgeführt.
Der Vorbesitzer hat hinten eine "Goldschmitt" Luftfederung einbauen lassen.

2 Fragen:
Wie wahrscheinlich ist es, dass ich meine Zuladung überschreiten werde?
(Leergewicht: 2300kg - Zul. Gesamtgewicht: 3100kg)

Lohnt eine Auflastung, da die Luftfederung schon verbaut ist??
(Vorteile - Nachteile - sonstiges)

DANKE
TOMausPS

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JuergenPausMi am 08 Jan 2022 18:50:45

Hallo,
Zur ersten Frage: je mehr du mitnimmst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit das du überladen bist. Spaß beiseite. 2300kg Leer und 3100kg zGG…. Dazwischen sind 800 kg Zuladung!

Nur mal so: Mein Ti wiegt leer 3060Kg gewogen! Inkl. Allem Zubehör. Mit uns als Fahrer, Beifahrer, vollem Tank, 2 Ebikes und dem was man so mitnimmt wie Tisch und Stühle, volle Gasflaschen usw. liegen wir gewogen bei 3480 Kg.

Falls du Ernsthaft ans Auflasten denkst: Bis 3500 Kg wird sich fast nix ändern, also Vor oder Nachteile.
Wenn da eine GS ZLF drin ist, müsste auch ein Gutachten dabei sein, zumindest für den Einbau, aufgrund dessen kannst du dir bei GS sofern dort verfügbar, ein Auflastgutachten für dein Fahrgestell kaufen.

Grüße aus Minden
Jürgen

herrhausk am 08 Jan 2022 18:53:52

Hallo TOMausPS,

vorrausgesetzt es handelt sich um den 290er mit dem 2,5 l, 95PS Turbodiesel kann man max auf 3.520 Kg auflasten. Dazu musst zusätlich zu den Luftfedern die Hinteradbremsen mit verstärkten Bremszylindern / Backen usw. ausgerüstet werden.

Für die Auflastung benötigst du natürlich ein entsprechendes Gutachten oder einen Fachbetrieb der das für dich macht.

Die Vorteile der Aufrüstung liegen eigendlich klar auf der Hand. Du hast 0,4 t mehr zuladung und eine verstärkte Bremse. Der Nachteil - es kostet halt etwas bzw. macht etwas Arbeit....

VG HerrHausK

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Elgeba am 08 Jan 2022 19:30:56

Ich habe mein Wohnmobil (j5 Typ 290) von 3,1 to auf 3,5to aufgelastet.Das Fahrzeug hat an der Hinterachse eine Luftfederung von GS verbaut,da es 15 Zoll Bereifung hat,war die große Bremse schon verbaut,das Gutachten habe ich mir aus dem Internet besorgt.Dem Prüfer hat das genügt,wurde problemlos eingetragen,dann zur Zulassungsstelle,Papiere ändern und fertig.Der Grund war,dass ich mehr Spielraum haben wollte bei der Beladung.


Gruß Bernd

Pechvogel am 08 Jan 2022 19:47:33

Hallo Tom,

Zusatzluftfeder (ZLF) heißt nicht zwingend dass man damit auflasten kann!
Es gab und gibt auch heute noch ZLFs mit denen man nicht auflasten kann ( bzw durch die man nicht auflasten kann ).
Ich meine Goldschmitt hat / hatte beide ( also zum auflasten und auch ohne ) im Programm.
War und ist halt auch eine Preisfrage der ZLF.
Schau also erstmal ob die ZLF in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist und was das für eine ist.
Wenn Du kein Gutachten zur Auflastung für die montierte ZLF hast, frag‘ bei Goldschmitt nach.

In dem Gutachten steht dann auch drin was evtl. sonst noch gemacht werden muss.
Die Reifen und Felgen müssen z.B. das zusätzliche Gewicht auch tragen können!

Zur Frage ob auflasten oder nicht:
800kg Zuladung, am Besten noch nur für 2 Personen, sind sehr viel!
Eigentlich sollte man damit zurecht kommen.
„Eigentlich“ weil bei einem so alten Fahrzeug niemand mehr an das Leergewicht in den Fahrzeugpapieren glauben darf! Hat da vielleicht mal jemand Solar nachgerüstet? Oder eine 2. oder 3. Batterie? War die Markise im Leergewicht enthalten? …

Und dann darfst Du nicht den Fehler machen und glauben Du dürftest die 800kg irgendwie in die Schränke stopfen! Das müsste schon in gewissen Verhältnissen auf die Vorder- und Hinterachse verteilt werden! Und vorne ist zwar meist mehr „Luft“ bei der Zuladung, dafür hinten die Staumöglichkeiten.

Den einzigen Rat den ich Dir geben mag:
nimm das Womo, fahr‘ damit zu einem Wertstoff- oder Bauhof ( oder…, oder…, öffentliche Waage halt ), frag‘ mal ganz freundlich nach deren Kaffeekasse und fahr‘ langsam über deren Waage.
Dann hast Du das tatsächliche Gewicht der Vorderachse, anschließend das tatsächliche Gesamtgewicht und schließlich das tatsächliche Gewicht der Hinterachse.
Ohne diese drei Gewichte ist alles andere hier nur „in den Nebel“ geraten!!




Grüße
Dirk

herrhausk am 08 Jan 2022 21:43:39

Wie schon oben geschrieben gehe ich davon aus, dass du den 2,5 l TD mit Q 14 Fahrwerk hast. Das bedeutet du hast die "große" Vorderradbremsanlage und die "kleine" Hinterradbremse. Du musst zur Auflastung auf die "große" Hinterradbremse des Maxifahrwerks Q 18 umrüsten.

Hier der Link zum Umbausatz der Trommelbremse auf Q18 Maxifahrwerk: --> Link

TOMausPS am 08 Jan 2022 22:25:00

DANKE für Eure Antworten!!

Eine öffentliche Waage werde ich suchen müssen - alles andere ist "Glaskugel schauen".
Ja, 800kg Zuladung ist eigentlich sehr viel aber wie schon gesagt - was ist beim
Leergewicht schon alle mitberücksichtigt und was micht.

Mein WoMo ist hat eine "Eisensau" eingebaut - sagt man doch so, oder
2,5L Hubraum und die berühmten 75 PS

Die Goldschmitt ZLF scheint auf dem Fahrzeugschein nicht nötig zu sein.
Jedenfalls ist sie dort nicht eingetragen - kann das sein??




DANKE für Eure Hilfe
TOMausPS

Pechvogel am 08 Jan 2022 23:54:08

TOMausPS hat geschrieben:…Die Goldschmitt ZLF scheint auf dem Fahrzeugschein nicht nötig zu sein.
Jedenfalls ist sie dort nicht eingetragen - kann das sein??

Ist ja bei Dir so!
Darf aber eigentlich nur sein wenn die Serie war. Wenn aber der Vorbesitzer die hat nachträglich einbauen lassen…




Grüße
Dirk

Navigatore am 09 Jan 2022 00:14:02

Nur 1700 kg auf der Hinterachse und dann auch noch eine Motorradbühne .. oh, oh.

Nun weißt Du auch, warum Dein Mobil hinten eine ZLF hat. Das Hinterteil würde sonst über den Boden schleifen und ständig rufen: Hallo kontrollier mich!! :lach:

soul am 09 Jan 2022 00:24:41

TOMausPS hat geschrieben:Die Goldschmitt ZLF scheint auf dem Fahrzeugschein nicht nötig zu sein.
Jedenfalls ist sie dort nicht eingetragen - kann das sein??


kann nicht nur sein, ist ja so, wie du siehst. wenn jemand sich etwas einbaut und nicht typisieren lässt, steht auch nirgends etwas.
jetzt kannst mal die nummern der bälge abschreiben, falls noch lesbar, und beim hersteller anfragen ob es da überhaupt eine freigabe oder gar abe gab.
keine ahnung wann die teile eingebaut wurden.
dann einmal auf die waage, weil es egal ist, was die als leergweicht definieren. das vorgetrocknete holz nimmt über die jahre auch wieder wasser auf und alles wird schwerer.
mit deiner motorradbühne, radträger, luftfederung und was noch kommt was zusammen.
als erstes wie immer auf die waage. den rest dann später.
hinterachse alleine auch mal messen. da bist schon sehr weit unten, wenn da noch was auf den motorradträger dazu kommt .....

Elgeba am 09 Jan 2022 01:59:53

Bei mir ist die Luftfederung eingetragen, mit dem max.Blagdruck von 5,5 BAR.Was das Leergewicht betrifft,ist das sehr schnell Schall und Rauch,da kommt Frischwasser,Werkzeug,Lebensmittel,Klamotten,Markise,Küchenausrüstung usw.dazu,da bist Du schnell an der Grenze,dazu noch einen Motorradträger,da kann es mit dem Gewicht der Hinterachse sehr schnell sehr eng werden,selbst mit Luftfederung.Schau Dir auch mal den Traglastindex Deiner Reifen an,ob die für das höhere Gewicht überhaupt geeignet sind.


Gruß Bernd

lega4 am 09 Jun 2026 14:40:55

TOMausPS hat geschrieben:2 Fragen:
Wie wahrscheinlich ist es, dass ich meine Zuladung überschreiten werde?
(Leergewicht: 2300kg - Zul. Gesamtgewicht: 3100kg)

Lohnt eine Auflastung, da die Luftfederung schon verbaut ist??
(Vorteile - Nachteile - sonstiges)



Meiner Meinung nach solltest du als Erstes das Wohnmobil in seinem aktuellen Zustand wiegen lassen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du bereits überladen unterwegs bist.

Als Beispiel: Ich habe gestern bei meinem Dethleffs eine Luftfederung nachrüsten lassen und das Fahrzeug anschließend direkt wiegen lassen. Das Ergebnis hat mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht:

* Vorderachse: 1546 kg
* Hinterachse: 1750 kg

Laut Fahrzeugpapieren sind 1600 kg vorne und ursprünglich 1700 kg hinten zulässig (mit Auflastung nun 1950 kg).

Damit ergibt sich ein Gesamtgewicht von rund 3300 kg.

Und das wohlgemerkt mit:

* nur einem Fahrer an Bord,
* leerem Frischwassertank,
* fast leerem Dieseltank,
* praktisch ohne Reisegepäck.

Die Luftfederung bringt natürlich etwas zusätzliches Gewicht mit, aber sicher keine 100 oder 200 kg. Das bedeutet für mich, dass das Fahrzeug vermutlich schon die ganze Zeit rund 200 kg über dem ursprünglich zulässigen Gesamtgewicht von 3100 kg lag.

Nach der Auflastung auf 3500 kg habe ich jetzt zwar mehr Reserve, aber effektiv bleiben davon vielleicht noch etwa 200 kg übrig. Sobald Diesel, Wasser und Reisegepäck an Bord sind, ist dieser Puffer schnell aufgebraucht.

**Vorteile der Auflastung:**

* Mehr rechtliche Reserve bei einer Kontrolle durch die Polizei oder bei einer Verwiegung. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich in zwei Jahren Reisen durch Europa, Russland und die Türkei kein einziges Mal gewogen oder kontrolliert wurde. Das Risiko einer Kontrolle scheint also eher gering zu sein – auch wenn das natürlich keine Garantie ist.
* Höhere zulässige Hinterachslast.
* Die Luftfederung ermöglicht zusätzlich eine leichte Niveauregulierung.
* Potenziell mehr Fahrkomfort für die Passagiere im Heck (das konnte ich bisher noch nicht ausreichend testen).




**Nachteile:**

* Die Kosten.

Mein persönlicher Tipp: Nicht das komplette Goldschmitt-Paket buchen. Deutlich günstiger kann es sein, den passenden Luftfederungssatz selbst zu kaufen, die Montage in einer Werkstatt durchführen zu lassen und anschließend separat zur TÜV-Abnahme zu fahren.

Bei mir hätte das gegenüber der Komplettlösung von Goldschmitt (ca. 2.500 €) ungefähr 1.000 € gespart.

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