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In einem Youtube-Video zeigt die Firma mcchip-dkr GmbH bei einem Ducato MJ2020 mit 140 PS eine Leistungssteigerung und einen gradlinigeren Verlauf bei Leistung und Drehmoment. Insbesondere der Knick nach unten zwischen 2400 und 2800 U/min ist weg.
Ich habe das Fahrzeug HSN: 1727, TSN: AQJ und habe nachgefragt, ob ein Chiptuning möglich ist und wie hoch die Treibstoffersparnis wäre. Die Antwort ist, dass es für mein Fahrzeug geht und dass im Teillastbereich zwischen 8 und 12% gespart werden können.
Ich finde es überraschend, dass die 140PS-Maschine so einen Knick bei Leistung und Drehmoment hat (siehe beiliegende Testergebnisse aus dem Youtube-Video).
Mich würde eher der geringe Zuwachs beim Drehmoment Nm in den unteren Drehzahlbereich stören...
Bei der großen Maschine liegen bei 100km im 6. Gang 2000U/min an....da liegt das Einsparpotential ... Kraftstoff einsparen geht am besten mit niedriger Drehzahl und viel Drehmoment.
Pechvogel am 12 Apr 2022 18:19:39
ArAl hat geschrieben:…Ich finde es überraschend, dass die 140PS-Maschine so einen Knick bei Leistung und Drehmoment hat…
Die Frage ist ob die „Chiptuner“ soviel mehr „auf dem Kasten“ haben wie die Motorenentwickler oder ob dieser Knick ganz gezielt an genau dieser Stelle liegt?!? Es könnte ja z.B. sein dass der Schadstoffausstoß bei einer ganz bestimmten Drehzahl gemessen wird?! :mrgreen: Es war übrigens auch bei anderen Herstellern immer mal beliebt einem Diesel-Motor ein neues Steuergerät zu verpassen um die nächste Schadstoffklasse einhalten zu können. Da werden / wurden max. Drehmomente mal eben um 300U/min nach unten verschoben ( Ford mit den 2,3l TDCI z.B. ) oder es wurden mal eben 3 PS „geklaut“.
Und seit dem bei der AU auch wirklich wieder gemessen wird ( seit 2018 ) ist dann mal eben eingeführt worden dass z.B. die Messung bei 90% der, in den Fahrzeugpapieren angegebenen, Nenndrehzahl zu erfolgen hat.
Da machen „Knicke“ dann plötzlich Sinn?!?!
Grüße Dirk
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ArAl am 12 Apr 2022 18:26:28
mv4 hat geschrieben:Mich würde eher der geringe Zuwachs beim Drehmoment Nm in den unteren Drehzahlbereich stören...
Bei Fiat habe ich mal gesehen, dass vereinfacht zwischen 1500 und 2500 U/min das höchste Drehmoment sein soll.
Auf den Messprotokollen sehe ich, dass bei 1600 U/min das Drehmoment von 305 auf 375 Nm steigt. Das finde ich ziemlich viel. Bei 2000 U/min wären es 312 zu 385 Nm und das bleibt so bis ca. 2600 U/min und der Knick wäre auch weg.
Die 160-PS-Maschine hat ohne Tuning auch schon 400 Nm und mit Tuning 462 Nm.
Was erwartest Du denn von einem Chiptuning, wenn man doch auch noch Treibstoff sparen möchte?
kielius am 12 Apr 2022 18:49:17
Im "Auto Mobil" Magazin bei VOX am Sonntag wurde über Chiptunig bei einem Diesel BMW berichtet - mit erstaunlichen Ergebnissen. Es soll sich lohnen, auch bei anderen Motoren. Finanziell kommt man ab 80000km in die "Gewinnzone". Hat aber schon vorher mehr "Freude" an Drehmoment und PS.
huskimarc am 12 Apr 2022 19:53:51
Der geringe Drehmoment Zuwachs im unteren Bereich kann auch Sinnvoll sein, wegen der kupplung etc.. Ich hab schon viele Autos mit Chip gefahren, auch die e klasse wurde optimiert jedoch hab ich noch keinem Fahrzeug eine Benzin ersparnis gehabt
mv4 am 12 Apr 2022 20:29:45
Wenn man die gleiche Geschwindigkeit Fährt wie vor den Tuning...dann ist ein spritsparen durch das frühere mögliche Hochschalten bei niedrigeren Drehzahlen möglich.
leverkusen3 am 12 Apr 2022 21:45:44
Hallo
Wer glaubt, mit einem frisierten Auto Geld sparen zu können soll ruhig weiter träumen. Die Rechnung kommt dann, wenn die überlasteten Komponenten versagen. Beim Wohnmobil vorzugsweise im Urlaub und nicht zu Hause.
Diese Kurve im Drehmomentverlauf kann nämlich auch bewußt eingebaut worden sein, um Schwingungs Brüchen im Kurbelgehäuse durch Resonanzen vorzubeugen.
Das irgendein Software Bastler mehr Ahnung von den Motoren hat, als die Entwicklungsabteilung des Herstellers kann wohl mit Recht bezweifelt werden.
Wenn ihr mehr Drehmoment wollt, dann kauft ein Auto, das dafür ausgerüstet ist. Die geänderte Software ändert doch nichts an der Dimensionierung von Getriebe und Antriebsstrang.
Wer genau wissen will, welche Teile bei den verschiedenen Motorisierungen unterschiedlich sind, kann ja mal die Teilenummern vergleichen.
Allen, die weiter an den Osterhasen der billigen Leistungssteigerung glauben, wünsche ich trotzdem frohe Ostern.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas
Proximo am 13 Apr 2022 07:37:21
Meines Erachtens nach ist ein durchschnittliches WOMO mit 140 PS ausreichend motorisiert, da man ja nicht auf der Nordschleife unterwegs ist. Ich kann Thomas nur zustimmen, da er es auf den Punkt gebracht hat. Gruß Proximo
mv4 am 13 Apr 2022 08:47:26
um wieder zum Thema zu kommen....ich habe mir das Diagramm jetzt nochmal am Rechner angeschaut...bei meinen ersten Post dazu hatte ich das nur am Handy getan...ein Fehler..da sieht man nicht so viel.
ja das passt dann schon...ich finde allerdings das Diagramm nicht auf der Website der Firma
chrisc4 am 13 Apr 2022 08:55:02
#leverkusen
Das sehe ich ähnlich! Unser letztes Wohnmobil hatte 130 PS, das fand ich auch schon ausreichend. Mit dem 140 PS Motor komme ich überall schnell genug hin! Wer sehr oft in den Bergen unterwegs ist, der sollte bei der Anschaffung daran denken und eine stärkere Maschine nehmen. Den Motor durch Chiptuning zu frisieren kann gerade in den Bergen zur Überlastung der Komponenten führen, die sind nicht dafür ausgelegt. So ein Chiptuning mit TÜV kostet ca. 800 Euro, selbst wenn man wirklich etwas Diesel sparen könnte, das würde viele Jahre dauern, bis sich das finanziell lohnt, wenn der Motor das solange schafft!
Gruß Hans
racky am 13 Apr 2022 09:12:29
Hallo, wer das liest --> Link wird wahrscheinlich die Finger vom Tuning lassen.
Gert
ArAl am 13 Apr 2022 12:22:46
mv4 hat geschrieben:ich finde allerdings das Diagramm nicht auf der Website der Firma
Das findest Du für den 140-PS-Ducato im YouTube-Video ab Minute 10:43 und 10:59: --> Link
Für den 160-PS-Ducato im YouTube-Video ab Minute 7:37 und 8:13: --> Link
Tinduck am 13 Apr 2022 12:35:58
Sprit spart man durch die richtige Fahrweise - dann braucht man kein Chiptuning und spart sich die Kosten dafür auch noch. Wie auch den Gewährleistungsverlust für den Motor und den Antriebsstrang. Und die thermische Überlastung des Turboladers und der Kolben.
Warum glaubt eigentlich jeder, er könnte irgendein Zauberding einbauen und dann ohne eigene Bemühungen sparsamer fahren? Schon mal linksdrehende Magnete auf den Dieselleitungen probiert? :D
bis denn,
Uwe
ArAl am 13 Apr 2022 12:59:11
Tinduck hat geschrieben:Warum glaubt eigentlich jeder, er könnte irgendein Zauberding einbauen und dann ohne eigene Bemühungen sparsamer fahren?
Ich komme ja bei meinem Ducato mit 140PS mit der Leistung bis 2400 U/min aus, aber ich finde es bei heutigen Motoren nicht witzig, wenn der Hersteller zwischen 2400 und 2800 so einen heftigen Knick in Leistung und Drehmoment reinkonstruiert. Beim 160-PS-Motor gibt es keinen Knick.
kamann am 13 Apr 2022 13:09:20
Hallo: Diese Kurven sind auf einem Prüfstand unter Berücksichtung des Zünddrucks herausgefahren. Die höheren Zünddrücke und der Nutzung bringen diverse Problem mit sich, die man bei Gelegenheit am Auspuff sehen kann!! Und 80 NM mehr, deswegen wollte mit einer mal ganz billig seinen Chip verkaufen, weil seine Kupplung das nicht übetragen konnte. So long KH
ArAl am 13 Apr 2022 16:19:54
Bei den aktuellen 2,2-L-Ducator-Motoren mit 160 und 180 PS sollen der Motor und das Schaltgetriebe stärker ausgelegt sein, als bei den 120- und 140-PS-Versionen. Das wurde aber auch schon für die 2,3-L-Motoren von Fiat so gesagt.
Die Schaltgetriebe können bei den beiden kleinen Motoren 350 Nm vertragen, bei den beiden großen 380 Nm. Wer also das Drehmoment mit Chiptuning auf 390 bzw. 467 Nm erhöht, belastet nicht nur seinen Motor, sondern auch sein Schaltgetriebe.
Das 9-Gang-Automatikgetriebe kann 480 Nm vertragen, weil es wohl bei allen Motoren (140, 160, 180 PS) immer gleich ist.
In den 4 Grafiken, die ich von der Fiat-Seite habe (--> Link), sieht man, dass ab 140 PS die Leistung und das Drehmoment begrenzt werden, wenn ein Schaltgetriebe vorhanden ist.
Es wurde ja schon erwähnt, das bei stärkeren Motoren diverse Teile stabiler und belastbarer ausgelegt werden. Ich hatte beim Duc auch darüber nachgedacht die 150PS mittels Chiptuning zu erhöhen. Schlauer ist es aber, sofern man bestellt, die Mehr PS gleich mit zu bestellen, als per CT nachzurüsten. Ich habe es aus eigener Erfahrung gelassen. Ich hatte mal einen Saab 9-3 TID den hatte ich noch tunen lassen, statt gleich den TTID mit 180Ps zu bestellen. Man merkt einfach das der Verschleiß früher eintritt und z.B. ein Turbolader dreht gechipt deutlich höher als wenn er dafür ausgelegt wird. Meiner war bei 150.000 in Mors, und der Meister sagt , Jou beim Tuning ist das normal, nicht gechippt halten die deutlich länger.''
Übrigens: Gleich mehr PS bestellt ist nicht teurer als nachträglich zu chippen.
Grüße
Pechvogel am 13 Apr 2022 17:01:38
ArAl hat geschrieben:…Wer also das Drehmoment mit Chiptuning auf 390 bzw. 467 Nm erhöht, belastet nicht nur seinen Motor, sondern auch sein Schaltgetriebe…
Und vor allem seine Kupplung!!
Was man beim Chiptuning immer nicht vergessen sollte: ein Womo fährt man fast immer im Bereich des maximal zulässigen Gewichtes. D.h. Motor, Getriebe und Co arbeiten sowieso schon permanent, mehr oder weniger, am Limit. Durch Chiptuning kommt man über das Limit. Aber nicht nur selten mal beim „Kavalierstart“ sondern an dauernd.
Grüße Dirk
Heribert2 am 13 Apr 2022 19:27:35
Es ist schade, dass hier sehr viele Falschinformationen zum Tuning verbreitet werden. Auch zu den baulichen Unterschieden der Motoren mit unterschiedlichen PS Zahlen. Die Motore sind original 1:1 gleich. Die unterschiedlichen PS zahlen werden mit der Software aufgespielt. Tec Power Remagen führt das auch für die Hersteller durch. Vordergründig ist beim Tuning die Erhöhung der Nm. Der Verbrauch ist dabei sekundär. Niemand macht sich Gedanken, wenn er die 180 PS Variante bestellt obwohl der Motor 1:1 dem des 148 PS Motor entspricht.
racky am 13 Apr 2022 19:52:33
Bitte lies mal was in meinem Link steht. Das ist nicht nur bei BMW so. Alle europäischen Hersteller machen das so!!
Gert
Grandeur am 13 Apr 2022 22:39:52
. Die Motore sind original 1:1 gleich.
Hallo Heribert, wenn Du meinst, dass beim Hersteller viele hochbezahlte Ingenieure sitzen und Ps verschenken, dass in der Tuning Bastelbude mit etwas Ladedruck und Einspritzmenge verändern der Motor optimiert wird, der glaubt auch, dass ein Storch Kinder bringt!
Was glaubst Du, wieviel bei den Tunern simuliert und getestet wird? Der Kunde testet! Die Garantiezeit hält er und dann kann er halten. Meist nicht die Laufleistung, auf die er einmal ausgelegt war.
Früher hatten Motoren Toleranzen, die der Tuner ausschöpfen konnte. Heute halten die Motoren keinerlei Mehrleistung mehr aus!
Gruß Grandeur
Pechvogel am 13 Apr 2022 23:07:20
Grandeur hat geschrieben:… der glaubt auch, dass ein Storch Kinder bringt!…
:eek: Etwa nicht?! :cry:
Aber Spaß beiseite: es gibt Argumente die schlagen alles andere! Und dazu zählen neben Wahl- auch Werbeversprechen! Da mach’se nix!
Grüße Dirk
MichaV4 am 14 Apr 2022 06:32:44
Was ich nicht verstehe, warum steigen durch das Tuning die Verluste im Antriebsstrang von unter 10 auf über 20%. Da bekomme ich irgendwie das Gefühl, als sei die angebliche Maximialleistung ein Phantasiewert, der nur dazu dient, den Kunden zu beeindrucken.
AnReg am 14 Apr 2022 09:46:22
Heribert2 hat geschrieben:Die Motore sind original 1:1 gleich. Die unterschiedlichen PS zahlen werden mit der Software aufgespielt.
Das ist definitiv falsch --> Link. Wenn man bei der Konfiguration die 160/180PS Motoren gewählt hat, wurden auch 15kg Mehrgewicht addiert.
Grüße Andreas
rkopka am 14 Apr 2022 10:26:04
Pechvogel hat geschrieben:ein Womo fährt man fast immer im Bereich des maximal zulässigen Gewichtes. D.h. Motor, Getriebe und Co arbeiten sowieso schon permanent, mehr oder weniger, am Limit.
Gewicht ja, Leistung IMHO nein. Wenn man halbwegs vernünftig am Gas steht, sollte man zumindest in der Ebene deutlich drunter sein. Ich hab nur den 130PS und bin normal nicht am Limit, was man ja auch an der Verbrauchsanzeige sieht. Falls ich ständig 130km/h fahren wollte, wäre das am Limit. Beim alten 92PS war das anders, den mußt man wirklich ordentlich treten. Am Berg sieht es natürlich anders aus.
RK
Pechvogel am 14 Apr 2022 10:44:56
rkopka hat geschrieben:...Gewicht ja, Leistung IMHO nein...
Du bist also der Meinung dass ein Womo genauso belastet wird wie ein "normaler" Ducato mit Kasten- oder Pritschenaufbau mit dem man mal zum Baustoff-Händler fährt und ´ne Baggerschaufel voll Sand holt oder mit dem der Dachdecker seine Leitern und ´ne Rolle Dachpappe spazieren fährt?!?
Grüße Dirk
Inselmann am 14 Apr 2022 10:49:25
Pechvogel hat geschrieben:Du bist also der Meinung dass ein Womo genauso belastet wird wie ein "normaler" Ducato mit Kasten- oder Pritschenaufbau mit dem man mal zum Baustoff-Händler fährt und ´ne Baggerschaufel voll Sand holt oder mit dem der Dachdecker seine Leitern und ´ne Rolle Dachpappe spazieren fährt?!?
Grüße Dirk
ich glaube du unterschaetzt was so ne Schaufel Sand wiegt und was die Handwerker so an Gewicht rumschleppen.... Da sind mehr Fahrzeuge ueberladen als es von aussen aussieht.
Ich habe "paar" Packete Fliesen furs Bad mit dem BMW geholt. Zusammengezaehlt zuhause --> 600kg :eek:
Pechvogel am 14 Apr 2022 10:56:29
Hab´ ich auch schon. Aber dann bist Du MAL vollbeladen unterwegs. Genauso wenn Du mit dem PKW MAL in Urlaub fährst oder den Wohnwagen ziehst. Aber bei wie vielen Kilometern im Jahr ist das so? Und wie viel fährst Du im Jahr? Und bei wie vielen Kilometern im Jahr ist das Womo "bis zur Halskrause" beladen?
Es ging um Chiptuning und um die Mehrbelastung die man dem Antriebsstrang zumutet. Und das ist, meiner Meinung nach, beim Womo viel mehr als bei einem "normalen" Auto da wir die Womos grundsätzlich in ihrer Leistungskurve weiter oben bewegen.
Grüße Dirk
rkopka am 14 Apr 2022 11:04:26
rkopka hat geschrieben:...Gewicht ja, Leistung IMHO nein...
Pechvogel hat geschrieben:Du bist also der Meinung dass ein Womo genauso belastet wird wie ein "normaler" Ducato mit Kasten- oder Pritschenaufbau mit dem man mal zum Baustoff-Händler fährt und ´ne Baggerschaufel voll Sand holt oder mit dem der Dachdecker seine Leitern und ´ne Rolle Dachpappe spazieren fährt?!?
Ich meinte damit, daß das Womo beim Gewicht (ja) am Limit ist. Bei der Leistung nur, wenn man es so fährt wie die Lieferdienste, die ständig mit Vollgas rumdüsen. Die vernünftigen Womofahrer (siehe 80km/h Thread) gehen nicht ständig ans Limit mit Geschwindigkeit und Leistung. Zumal das Gewicht kaum einen Einfluß auf den Verbrauch hat, wenn man mal gleich schnell dahinfährt.
RK
DtMaahs am 14 Apr 2022 12:20:15
Hallo
Jeder wie er eben möchte und eben sein eigenes Risiko bewertet. Unsere Wohnmobile sind keine Sportfahrzeuge. Hier geht es in erster Linie um Drehmoment im unteren Drehzahlbereich.
Kaum jemand fährt sein 130PS Wohnmobil mit der Drehzahl bei der die 130PS anliegen. Daher hat auch eine Leistungssteigerung in den seltensten Fällen etwas mit einer ständigen Mehrbelastung zu tun. Man schaltet früher und oder bleibt länger im großen Gang bei ziviler Drehzahl um die 2000U/Min. Was wiederum Sprit spart was allerdings eher der sekundäre Grund ist und das Material nicht übermäßig belastet.
Und ja auch Fahrzeughersteller verdienen mit Software Chiptuning sehr gutes Geld. Für jede Leistungssteigerung verstärkte Teile einzubauen ist den Herstellern viel zu aufwendig und damit zu teuer.
Ja auch ich habe einen Monat nach Neukauf mein Chiptuning gemacht weil ich als studierter Maschinenbauer und Informatiker sehr wohl das vorhandene Risiko einschätzen kann und in den letzten 20 Jahren noch nie negative Erfahrungen mit eigenem Chiptuning gemacht habe. Chiptuning mache ich bei meinen Motorrädern , PKW und Wohnmobil. Muss allerdings zugeben nicht von der Stange sondern in der Regel alles selbst programmiert.
mv4 am 14 Apr 2022 13:00:22
ist doch ganz einfach...der TE hat eine Frage gestellt und darauf antwortet man nach besten Wissen und Gewissen... alle Antworten die nix mit der Frage zu tun haben, insbesondere solche die meinen das ein Ingenieur für Fahrzeugtechnik, der den ganzen Tag nix anderes macht wie Software für Motorentechnik und Elektronik für Kraftfahrzeuge entwickelt es nicht auf die Reihe bringt einen Motor ein besseres Kennfeld aufzuspielen was er selber optimiert hat.
80Nm mehr Drehmoment ist für so einen Motor und die nachfolgenden Komponenten gar nix...
wer seinen Motor so lassen möchte wie er ist...der lässt es eben einfach...und die anderen freuen sich einfach.
ich glaube hier in dem Forum kannst du eine Frage stellen zur Haltung und Fütterung von Elefanten...und du bekommst Antworten wie: ....ich kenne jemanden der ist von einer Mücke gestochen worden.
HerrKalle am 14 Apr 2022 13:01:32
racky hat geschrieben:Hallo, wer das liest --> Link wird wahrscheinlich die Finger vom Tuning lassen.
Herzliche Dank!
Super Beschreibung.
Pechvogel am 14 Apr 2022 13:03:16
DtMaahs hat geschrieben:...Man schaltet früher und oder bleibt länger im großen Gang bei ziviler Drehzahl um die 2000U/Min. Was wiederum Sprit spart was allerdings eher der sekundäre Grund ist und das Material nicht übermäßig belastet...
Die maximalen Drehmomente der Ducs liegen im Bereich 1500-2500 U/min ( siehe Grafiken weiter oben ). Also genau da wo Du mit der "zivilen Drehzahl" bist. Wenn Du an der Stelle jetzt beschleunigst und dabei die Drehmomenterhöhung durch das Chiptuning wahrnimmst, belastest Du automatisch den kompl. Antriebsstrang ( und Teile des Fahrwerks ) stärker. Wenn Du allerdings vorsichtiger beschleunigst und das Chiptuning nicht bemerkst, dann brauchst Du auch keins! :lach:
Grüße Dirk
DtMaahs am 14 Apr 2022 19:59:42
Hallo
Wer belastet den Motor wohl mehr. Derjenige der mit 2000U/Min im 6 Gang mit 100Km/h den Hügel rauf gleitet. Oder derjenige der mit wesentlich weniger Drehmoment im 4 Gang mit Vollgas und Nenndrehzahl den selben Hügel raufprügeln muss.
Es geht nicht um Höchstgeschwindigkeit sondern nur um ein ruhiges dahingleiten im größtmöglichen Gang ohne größere Geschwindigkeitsschwankungen hinnehmen zu müssen.
Das realisiert man nur mit viel Drehmoment bei zivilen Drehzahlen. Viel Drehmoment hilft vor allem gegen hektischen Schaltvorgängen bei kleinsten Hindernissen. Auch das hilft gegen übermäßigen Verschleiß.
Man braucht also keine maximale Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit um mehr Drehmoment nutzen zu können bzw. "zu spüren".
Aber wie schon oft erwähnt "Jeder wie er möchte". Wer beim Thema Chiptuning Ängste entwickelt sollte es tunlichst lassen denn wir wollen doch alle entspannt unser Hobby genießen.
Wichtig ist wie bei allen Änderungen am Wohnmobil man sollte wissen was man tut und welche Risiken man damit eingeht bzw. eingehen möchte.
jandijk am 14 Apr 2022 21:02:17
Moin.
Dieses Thema, gibt es glaube ich gefühlt schon solange es Diesel mit Turbo gibt. Aber auch bei Benzinern ist das durchaus ein Thema. Mein Stiefvater hatte Mitte der 90er einen flammneuen Mercedes W140 S600. der Panzer der nicht auf den Autozug gepasst hat. Schon bei der Abholung in Stuttgart hat die Karre im Stand 20 Liter verbraucht. Nur um mit Motor aus da zu stehen und eine PR Dame macht Bilder von der Übergabe. Bei Vollgas hat der V12 den 100 Liter Tank nach 250 KM entleert. Durch Optimierung an der Volllastanreicherung , also Motor mit Benzin kühlen, ging es dann von 40 auf 28 Liter runter. Beim Chiptuner des Vertrauens. Gegenfrage schon damals.." warum macht Mercedes das nicht selbst, wenn es soooo geil ist" Weil es das möglicherweise eben nicht ist. Wenn ein Turbo statt bei sagen wir mal 200.000 RPM mit 230.000 RPM dreht, schabt er unter Umständen an seiner Substanz. Oder wie ein VW Ing. zu sagen pflegt.." das ist außerhalb der Spezifikation" Es ist am Ende halt doch nicht so einfach. Ladedruck und Einspritzmenge hochballern, da bist du dann recht schnell im Bereich einer Abschalteinrichtung. Im Messfenster ist alles Super, auf der Straße überschreitet die Karre alle Grenzwerte. Es gibt da sicherlich Ausnahmen, aber für mich ist das dünnes Eis. Die meisten Motoren sind heute wirklich sehr weit optimiert. Was den Maschinenbau angeht aber auch die Steuerung/Regelung. Natürlich gibt/gab es immer mal Motoren die bereits ab Werk eine Ausführung hatten und die Leistung wurde rein über die Motorsteuerung festgelegt. Am Ende rechnet es sich dann aber doch die Leistungsstufen eines Rumpfmotors durch qualitativ differierende Anbauteile zu generieren. Meine Meinung. Das ein stärkerer Motor bei bewusster Fahrweise, weniger Verbraucht, ist allerdings auch ein Fakt der jedem Fahrzeugtechnik Studenten gelehrt wird. Grob überspitzt.
Frohe Ostern
Pechvogel am 14 Apr 2022 22:19:49
DtMaahs hat geschrieben:…Wer belastet den Motor wohl mehr. Derjenige der mit 2000U/Min im 6 Gang mit 100Km/h den Hügel rauf gleitet. Oder derjenige der mit wesentlich weniger Drehmoment im 4 Gang mit Vollgas und Nenndrehzahl den selben Hügel raufprügeln muss...
Auch wenn Du es jetzt nicht glauben wirst: derjenige der mit dem höheren Drehmoment den Berg hoch gleitet, denn er ist derjenige der den Antriebsstrang mit Kräften belastet für die er nicht ausgelegt ist! „Vollgas“ mit Drehzahlen kurz vorm abregeln ist eine konstruktiv geplante Situation. Wenn die Kupplung aber z.B. nur für die Übertragung von 300Nm ausgelegt ist aber mit 360Nm belastet wird, ist die geplante max Belastung um 20% überschritten. Und das Drehmoment wird nicht nur von der Kupplung übertragen sondern auch von Zahnrädern, Wellen,… und letztlich auch diversen Lagern. Es geht nicht unbedingt um Verschleiß sondern darum dass Bauteile im Antriebsstrang mit Kräften konfrontiert werden denen sie, auf Dauer, nicht gewachsen sind. Das führt dann zwar auch zu einer Art Verschleiß aber in ganz anderen Dimensionen.
Ganz anderes Beispiel: ein E-Bike hat eine besonders belastbare Kette weil die „normalen“ Fahrradketten dem Drehmoment des ( Mittel- ) Motors, auf Dauer, nicht gewachsen wären. Man kann auch ein „ganz normales“ Fahrrad mit einem E-Motor ausstatten. Aber mit welchem Fahrrad könnte man weiter fahren: dem „normalen“ Fahrrad bei dem die Kette auf Grund der Übersetzung eine höhere Drehzahl hat oder das modifizierte Fahrrad bei dem die „alte“ Kette dem Drehmoment / dem Zug des E-Motors nicht gewachsen ist, sich vorzeitig längt und nachdem die einzelnen Kettenräder auch schon überproportional verschlissen sind, reißt?
DtMaahs hat geschrieben:…man sollte wissen was man tut und welche Risiken man damit eingeht bzw. eingehen möchte.
Wie wahr!!
Grüße Dirk
DtMaahs am 15 Apr 2022 08:29:31
Hallo Dirk
Gute Argumente :lol:
Hier noch zum Thema "Hersteller fertigen jetzt schon am Limit". Eben bei weitem nicht. Warum ?
Es gibt zwei Kriterien besser Argumente die das am Limit beim herstellen eines Fahrzeuges wirksam verhindern.
1. Kein Hersteller weiß welcher Kunde wie und in welcher Gegend sein Fahrzeug benutzt wird. Wie das Fahrzeug belastet wird und unter welchen Äußerlichen Umständen. Ein halbes Jahr im Winter in Kanada oder ein halbes Jahr im Sommer in Marokko. Und dabei spreche ich von ganz normalen Fahrzyklen unter Einhaltung der Gewichte und entsprechenden Geschwindigkeiten.
2. Die zugesagte Garantie von zwei bis sieben Jahren oder 100.000Km die je nach Hersteller die überall gilt.
Allein aus diesen beiden Kriterien sind die Hersteller angehalten sehr große Reserven einzuhalten. Aber selbst häufige Motor/Getriebe/Gelenk-Schäden nach der Garantie will kein Hersteller weil das bei der heutigen Medienlandschaft massiv am Image der Hersteller kratzen würde. Man braucht Jahrzehnte um ein gutes Image aufzubauen aber nur eine schlechte Serie um es zu zerstören.
Und genau diese Reserven werden zu einem kleinen Teil von seriösen Chiptuner genutzt ohne das das Fahrzeug ans Limit getrieben wird. Schon gar nicht in unseren gemäßigten Jahreszeiten.
Das gilt vor allen bei solchen Traktormotoren wie unseren FIAT oder IVECO inklusive Antriebsstrang.
Wer sein Fahrzeug anständig behandelt wird auch durch ein gut gemachtes Chiptuning nicht an die Verschleißgrenze kommen.
Wer sein Fahrzeug NICHT anständig behandelt bringt jedes Fahrzeug auch ohne Chiptuning an die Verschleißgrenze.
Pechvogel am 15 Apr 2022 12:04:21
DtMaahs hat geschrieben:…Hier noch zum Thema "Hersteller fertigen jetzt schon am Limit". Eben bei weitem nicht…
Glaubst Du im Ernst dass die Reserven über 25% beim Drehmoment und sogar 40% bei der Leistung ausmachen? ( vgl. Grafiken im 1. Post )
Aber von der mechanischen Beanspruchung mal abgesehen: wir können uns doch bestimmt darauf einigen dass eine Erhöhung von Drehmoment und Leistung ohne Veränderung der Hardwarekonfiguration nur über die eigentliche Verbrennung erfolgen kann?! Egal ob nun mehr Treibstoff eingespritzt wird, der Einspritzdruck höher ist oder der Sauerstoffgehalt bei der Verbrennung erhöht wird ( was übrigens schlechtere Abgaswerte erzeugt! ), es gibt eine stärkere Explosion. Wenn diese Explosion aber mehr Kraft entwickelt so ist auch die entstehende Temperatur höher. Und diese Temperatur muss nun irgendwie raus aus dem Motor. Nein, ich meine nicht Wasserpumpe, Thermostat und Kühler. Die haben mit Sicherheit genug Reserven ( zumindest bei neuen Fahrzeugen ). Aber irgendwie muss die Hitzeenergie „von über‘m Kolben“, durch den Kolben und dann in andere „Bauteile“ abgeführt werden. Im Bereich der Kolben geht das zum größten Teil über‘s Öl. Das wird beim Chiptuning aber nicht gegen ein anderes gewechselt. Auch die Ölpumpe, die Ölmenge und der Ölkühler werden nicht angepasst. Bleibt also alles am Kolben „hängen“ und vielleicht noch den Pleuel. Es entsteht also ein Temperaturproblem im Motor. Und jetzt bitte nicht der Hinweis dass die Kühlwasser-Temperatur-Anzeige nach dem Chiptuning immer noch „in der Mitte“ steht. Die hat damit nämlich wieder nix zu tun! Und dieses Temperaturproblem zieht dann auch wieder einen Rattenschwanz von anderen Problemen bis hin zur Abgasreinigung und Kondensatbildung ab den Auslassventilen hinter sich her.
Das mit den Traktormotoren stimmt in Zeiten von Effizienz und vor allem Umweltaspekten so leider ( oder zum Glück? ) nicht mehr. Zwischen dem „Lanz Bulldog“ und einem heutigen Einspritzer mit Abgasreinigung über Adblue liegen gleich mehrere Welten!
Übrigens: die Fahrzeuge, Motoren,… unterscheiden sich je nach den Märkten / Ländern für die sie vorgesehen sind durchaus. Das fängt mit den eingefüllten Ölen an, geht über Filtermedien, Nebenaggregaten,… bis eben hin zum Adblue.
Grüße Dirk
kamann am 15 Apr 2022 13:12:33
Hallo: Zu Beginn in meinem letzten Jop, da wurde alle Volllastkurven mit Vollast In vorgegeben Schritte ab 1000u/min gefahren. dabei mußten alle Werte handschrtlich notiert werden, und anschließend als Kurve auf Millimeterpapier übertragen werden. Da war nixxx mit mal schnell ein Kurve kopieren...... Später wurde dann die Vollastkurve am PC gestartet und am Ende ausgedruckt!!! Auch bei ca. 100 +x Kurven da hat es nie!! eine Explusion gegeben!!und hab ich daran heute kein Interesse mehr. Mir reicht es wenn das Fahrzeug einwandfrei läuft :!: :!: :!: So long und frohe Ostern!! :lol:
frantep am 15 Apr 2022 16:45:11
Ich kann zum Thema "Diesel sparen durch Chiptuning" folgendes sagen: Nach ca. 190.000 km in einem 200 CDI von Daimler mit Chiptuning ist KEINE Dieselersparnis festzustellen. Im Gegenteil ist nach Ausbau des Chiptunings innerhalb der letzten 15.000 km im Durchschnitt ein Minderverbrauch von ca. 0,4 Litern Diesel auf 100 km dokumentiert. Der versprochene Vorteil beim Verbrauch hat nicht nur nicht stattgefunden sondern hochgerechnet ist ein Mehrverbrauch von 375 Litern Diesel zu verbuchen :evil: . Durch den Einbau des Chiptuning fand eine Leistungssteigerung von 140 PS auf 160 PS statt und diese war auch deutlich wahrnehmbar.
DtMaahs am 15 Apr 2022 19:49:29
Hallo Dirk
„Glaubst Du im Ernst dass die Reserven über 25% beim Drehmoment und sogar 40% bei der Leistung ausmachen?“ Ja und noch wesentlich mehr.
Die erste Frage sollte sein: Wer oder besser wie definiert man das Limit. Die Zwänge der Hersteller habe ich ja schon erwähnt.
Zu deinem Temperaturargument: Natürlich entstehen im Motor mit steigendem Arbeitsdruck höhere Temperaturen. Aber auch hier sind genug Reserven im Form von Materialdimensionierung , Ölqualität und nicht zuletzt Ölmenge vorhanden. Moderne Öle halten Temperaturen bis 180°C aus. 180°C willst du nicht in deiner Ölwanne haben , also auch hier genug Reserve. Höhere Temperaturen entstehen auch im kleineren Gang am Berg wegen zu wenig Drehmoment.
Übrigens bei 2000U/Min hast du je nach Motor 90PS – 110PS also weit weg von Höchstleistung und damit Höchstbelastung.
Ein typisches Kennzeichen von Motorbelastung ist die Literleistung. Also wie viel Leistung ( PS/KW ) pro Liter ( 1000ccm ) Hubraum werden abgegeben.
Ein 1500ccm Formel1 Turbo aus den frühen Jahren hatten bereits ca. 1000PS = 666PS/Liter Ein MotoGP Motorrad ( Saugmotor also ohne Turbo ) 1000ccm mit 300PS = 300PS/Liter Mein S2000 mit 2000ccm ( Saugmotor also ohne Turbo ) 300 PS = 150PS/Liter Fiat Ducato mit Turbo 2300ccm 131 PS = 57 PS/Liter Natürlich haben diese Fahrzeuge sehr unterschiedliche Einsatzzwecke und sind daher nicht direkt vergleichbar. Zeigt aber was an Leistung oder anders herum an Reserven möglich ist.
Für alle Fahrzeuge gilt immer das gleiche. Angemessene dem Einsatz entsprechende Pflege und Artgerechte Handhabung im Einsatz.
Mein S2000 ist nun >20 Jahre alt ohne jegliche Motorprobleme. Und das mit > 200 Nordschleifenrunden bei dem bei 6000U/Min RUNTERGESCHALTET wird !!! Vom S2000 gibt es bereits viele Motoren mit weit mehr als 200.000Km. Übrigens mit nicht mehr Ölmenge als mein FIAT Ducato.
Zum Spritsparen. Sprit spart man ausschließlich über die Reduzierung der Drehzahl. Genau erklärt sich das Argument der Chiptuning Hersteller was auch durchaus nachvollziehbar ist wie die Sendung bei VOX am letzten Sonntag eindrücklich gezeigt hat. Mehr Drehmoment ermöglicht früheres schalten und längeres verbleiben im höheren Gang. Und das bei moderater Drehzahl und damit noch weit weg von der eigentlichen Nenndrehzahl bzw. Höchstleistung des Motors. Somit auch weit weg von der Belastungsgrenze was wiederum den Motor schont.
Spritsparen war allerdings nie meine Intension bei MEINER ECU Programmierung.
Bei meinen Motorrädern waren die Zielvorgaben anders als beim S2000 und wieder anderes bei meinem FIAT Ducato.
MilesandMore am 15 Apr 2022 20:14:51
Mehr Leistung und weniger Verbrauch.
Wodurch entsteht die Leistung - durch mehr Luft?
Leistung ist ein Ergebnis der Verbrennung von Kraftstoff. Ein Diesel arbeitet immer mit Luftueberschuss - mehr Luft fuehrt also nicht zu mehr Leistung.
Was entsteht bei dieser Verbrennung?
Waerme. Mehr Leistung = mehr Waerme = sind die Bauteile dafuer ausgelegt?
Die Tuner spritzen schlicht mehr Kraftstoff ein und erhoehen parallel dazu den Ladedruck also mehr Luft. Wie soll das egal in welchem Bereich zu weniger Verbrauch fuehren.
Beste Gruesse Bernd
Gast am 15 Apr 2022 20:23:49
Einiges an für und wider wurde ja genannt..... Chip Tuning mit TÜV- und Abgasgutachten ist meiner Erfahrung nach deutlich teurer als gleich den stärkeren Motor zu nehmen, bei welchem auch alle anderen Komponenten auf die Mehrleistung, und noch viel wichtiger auf das mehr an Drehmoment abgestimmt ist. Chiptuning ohne ABE oder Gutachten und anschließender Eintragung in die Fahrzeugpapiere führt zum Erlöschen der Betriebserlaubnis/Typgenehmigung, und somit auch des Versicherungsschutzes... Mit ABE/Gutachten/Eintragung kann es dann zusätzlich zur Erhöhung der Versicherungsprämie führen... und führt zum Verlust von Garantie und Gewährleistung auf den gesamten Antriebsstrang und höher belastete Teile.
Muß aber jeder selbst entscheiden, ob er mehr Geld und Verlust der Garantie/Gewährleistung ausgibt, gleich die abgestimmte stärkere Variante wählt oder das Risiko des "erwischt werdens" mit Verlust des Versicherungsschutzes riskiert.... was übrigens außerhalb von D deutlich ungemütlicher werden kann...
Gruß Dieter
Pechvogel am 15 Apr 2022 23:33:24
DtMaahs hat geschrieben:…Übrigens bei 2000U/Min hast du je nach Motor 90PS – 110PS also weit weg von Höchstleistung und damit Höchstbelastung.
Ein typisches Kennzeichen von Motorbelastung ist die Literleistung. Also wie viel Leistung ( PS/KW ) pro Liter ( 1000ccm ) Hubraum werden abgegeben…
Vielleicht solltest Du dir nochmal den Unterschied zwischen Leistung und Drehmoment veranschaulichen?! Und in dem Zusammenhang auch mal die Belastung des Antriebsstranges im Hinblick auf das Drehmoment angucken!
Übrigens: bei 2000U/min ist der Ducato-Motor im Bereich seines größten Drehmoments. Und die kraftübertagenden Teile, z.B. die Kupplung, leiden unter dem zu übertragenden Drehmoment. Mit PS haben die relativ wenig zu tun.