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Nach Griechenland ohne Fähre ?


Gast am 29 Mai 2007 13:21:10

Ist schon einmal jamand ohne Fährpassage nach Griechenland gefahren ? Kann man das machen? Oder lohnt das nicht ?

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JEFF und GITTE am 29 Mai 2007 13:25:25

Wenn Du durch Albanien willst, ... hier mein Reisebericht:

Albanien (23. + 24..11.2005) Die 380 km lange Fahrt von Norden nach Süden.
Der kleine Grenzverkehr läuft reibungslos. Bei der Einreise müssen wir pro Kopf € 10,00 bezahlen und nochmals € 2,50 für die Fahrzeugdesinfektion, die allerdings nie stattfand. Schnell versenden wir noch einige SMS an unsere Kinder und klären sie über Standort und Plan zur Durchfahrt auf. Sie sollen wissen dass wir nun Albanien angehen. Dann rollen wir.
Die ersten Kilometer laufen gut. Wir queren auf einer alten, einspurigen Holzbrücke ein auf der Karte nicht näher bezeichnetes Gewässer. Fast hätten wir die Brücke links von uns verpasst, sieht es doch so aus als führe die Hauptstrasse immer geradeaus. Beschilderungen sind in Albanien eher eine Seltenheit. Zum Glück steht an der Straße ein Bauer der uns wild gestikulierend anzeigt, dass wir auf dem falschen „Holzweg“ sind. Wir danken per Handgruß, wenden und rollen langsam über die alten und vom Regen spiegelglatten Bohlen der Holzkonstruktion und Brücke. Ein Polizist regelt diese „Einbahnstraße“ und passt auf, dass nicht gleichzeitig zwei oder mehr Lkws dieses wackelige Gebilde befahren.
Bei Skhodar erreichen wir die Schnellstrasse nach Tirana, der Hauptstadt Albaniens. Es regnet in Strömen, aber die Straße ist soweit sehr gut ausgebaut und wir machen schnell die knapp 100 Kilometer nach Tirana wett. Unterwegs und auf der Straße begegnen uns Eselsfuhrwerke, natürlich ungesichert und ohne Licht, auch ganze Schafherden tummeln sich auf dem Asphalt, wie auch Kühe und eigentlich alles, was man auf einer Schnellstraße nicht vermuten würde.
Kaum in Tirana angekommen erkennen wir auf welches Chaos wir uns eingelassen haben. Die Straßen, wenn man sie so nennen kann, sind eher verschlammte Pisten. Schlaglöcher so groß wie unser ganzer Campingbus und bis zu 40 cm tief, voll mit braunem Schlamm und Regenwasser müssen wir im Schritttempo durchfahren. Dabei ein höllischer Verkehr um uns herum. Vor uns staut es sich, hinter uns wird hemmungslos gehupt und zu beiden Seiten drängeln sich alle möglichen Fahrzeuge an uns vorbei. Es scheint keine Regeln zu geben und wenn es welche gibt, so hält sich niemand daran. Ergo müssen auch wir eine etwas rabiatere Fahrweise an den Tag legen, sonst kommen wir nicht vom Fleck.
Die Straßengullys liegen bis zu 40 cm tiefer als der noch teilweise zu erahnende Asphalt. Wir werden kräftig durchgeschüttelt und mit uns alles was im Fahrzeug verstaut ist. Unser 4-Tonnen-Reisemobil ächzt, knirscht, rappelt und scheppert.
Gerade verabschiedet sich der Halter einer Gardinestange, gefolgt von einem lautem knacken und Bruch der Kleiderstange. Jetzt können wir nur erahnen was hinter uns alles im Fahrzeug passiert und was wir noch vor uns haben werden. Doch egal, wir sind in Tirana und nun müssen wir auch durch Tirana durch.
Die bunt getünchten Häuser Tiranas verleihen der Stadt einen gewissen Hauch von Fröhlichkeit in der Höhe. Allerdings beschränkt sich das wirklich nur auf die Hausfassaden. Lässt man den Blick auf alles andere schweifen sieht die Realität doch eher ernüchternd aus. Irgendwie kommen wir uns vor, als würden wir eine riesige, belebte Müllhalde durchkreuzen. Ein Science Fiktion aus einer anderen Welt? Es wird langsam dunkel und somit Zeit einen halbwegs sicheren Stellplatz für die Nacht ausfindig zu machen. Wir biegen auf die Autobahn Richtung Küstenstadt Durres ab. Bis Durres sind es 35 Kilometer. In Tirana wollen wir unser Nachtquartier jedenfalls nicht aufschlagen. Nach ca. 20 Kilometern finden wir eine große Tankstelle mit Restaurant und Hotel auf einem großem und hell erleuchtetem Parkplatz. Wir parken so, dass das Heck unseres „Hotels“ an einem hohen Metallzaun zu einer Raffinerie steht. Eine gute Idee wie wir später feststellen, denn gegen 20 Uhr sichern 3 große und laut knurrende Schäferhunde das Gelände. Links von uns ist das hell erleuchtete 24-Stunden-Restauant und vor uns die Tankstelle. Alarmanlage, KO-Gas-Warngerät, Rauchmelder, alle möglichen Verrieglungen werden von uns eingesetzt diese Nacht. Wir fühlen uns sicher, relativ sicher. Das letzte was wir wahrnehmen ist der Sprechgesang eines Muezzins, dann schlafen wir ein.
Gegen 4 Uhr morgen werden wir daran erinnert wie sicher unsere Platzwahl war. Vor uns wurde in der Nacht eine Polizeisperre errichtet die den Autobahnverkehr überprüft. Mehr Sicherheit konnten wir uns wohl kaum wünschen, allerdings mussten wir dafür auch unsere Nachtruhe opfern.
Laut grölend, teils lauthals singend verrichteten die Ordnungshüter ihren Dienst. Wie Kinder balgten sie sich auf der Autobahn herum, wenn mal gerade kein Fahrzeug kam. Was bleibt uns übrig, als in warme Decken gepackt dem Treiben eine Weile zuzuschauen. Es ist noch stock dunkele Nacht und die Fahrzeuge die angehalten werden sind zum größten Teil ohne Licht unterwegs, was die Ordnungshüter offensichtlich nur peripher tangiert. Wohl gemerkt, wir stehen an der Autobahn! Manche Fahrer mussten aussteigen und den Beamten die Innen- und Außenhandflächen zeigen. Nennt man das hier Zielfahndung? Auch tummeln sich auf der Autobahn Mofas, wobei die oder der Sozius, des starken Regens wegen, dem Fahrer auch noch einen Regenschirm vor das Gesicht hält.
Fünf Polizisten tun hier in dieser stürmischen Regennacht Dienst. Zwei in Uniform und gelben Regenjacken, drei schwer bewaffnet in Kampfanzügen mit schusssicheren Westen. Die ersten zwei halten die Fahrzeuge an, die anderen drei befinden sich eher im Hintergrund am Parkplatz, offensichtlich für den Fall der Fälle. Nach einer Stunde zuschauen wird die Sache dann aber eher langweilig und wir visieren das Bett an und da passiert es. Quietschende Reifen, Geschrei, Trillerpfeife!. Ein Fahrzeug durchbricht die Polizeikontrolle und die beiden Verkehrspolizisten springen zur Seite und in Sicherheit. Nun geht alles sehr schnell. In Windeseile sind vier Polizisten im Polizeiwagen, um die Verfolgung aufzunehmen. In gleicher Windeseile springen Drei wieder aus dem Auto raus, denn anspringen will der Wagen offenbar nicht. Sie versuchen es mit anschieben, ohne Erfolg, es geht ja auch bergauf. Der Vierte steigt nun auch wieder aus, gemächlich und gemütlich diesmal. Man beschließt wohl die Verfolgung aufzugeben und geht zur Tagesordnung über. Sie balgen sich wieder wie Kinder, lachen und grölen herum. Na dann Gute Nacht, oder was von der Nacht noch übrig blieb.
Gegen 6 Uhr und einem gutem, starken Kaffee besichtigen wir die kleineren Schäden im Fahrzeug und flicken provisorisch Gardinenhalter und Kleiderstange. Es kann weiter gehen. Nach 15 Kilometer erreichen wir Durres, die Küstenmetropole. Auch hier herrscht das in Tirana schon erlebte Chaos an Verkehr und natürlich wie könnte es anders sein, regnet es ohne Unterlass und die Straßen gleichen Kanälen. Das macht das Fahren nicht gerade einfacher, denn wir können ja nicht sehen, was sich unter der Wasseroberfläche befindet. Langsam durchfahren wir die Stadt. Natürlich verfahren wir uns, denn Beschilderungen gibt es ja kaum welche. Ein Polizist weist und freundlich den Weg und wir kommen am großen Hotelboulevard am Hafen an. Hier fahren wir südlich und dann immer der „Schnellstraße“ entlang.
Die Hotels sind alle recht neu und leuchten ebenso in fröhlichen Pastellfarben. Touristen sehen wir keine, haben wir zu dieser Jahreszeit auch nicht erwartet.
Vorbei an der großen Bucht von Durres zur rechten fahren wir entlang der touristischen Zentren. Das Mittelmeer können wir nur erahnen, denn eine Wand von Hotels türmt sich vor uns auf. Die schöne Seite zeigt natürlich zum Meer und den Stränden, die Hässliche zur Straße. Was wir hinter den Hotels sehen verschlägt uns dann doch den Atem. Angefangen von Öllachen, Müllhalden und einem Berg von Tausenden von Autobatterien ist alles dabei, was für die Umwelt schädlich ist. Dies sehen die Touristen jedoch nicht. Ihre Fenster weisen zum Strand, nicht zur Straße. Hier möchten wir nicht mal den Finger ins Meer halten um die Temperatur zu erfühlen. Wie war das doch in Deutschland? € 7,50 Pfand für eine Autobatterie! Wer nun Pfandmarken und einen LKW zum Verladen hätte könnte ein Vermögen verdienen.
Kurz hinter Durres, in Erwartung schlimmster Straßenverhältnisse und hoffend Albanien überhaupt mit unserem Camper durchfahren zu können, immerhin die Berge in der Ferne strahlen mit ihren leuchtenden Schneekappen, werden wir angenehm überrascht.
Wir rollen auf einer Autobahn! Rollen? Nein, wir glauben zu schweben! Eine Asphaltdecke, so eben, wie wir sie heute nicht einmal mehr in Westdeutschland vorfinden. Na dann ist ja alles klar, es ist 7 Uhr, ca. 270 Kilometer bis zur griechischen Grenze, in 2,5 Stunden sind wir durch. Hurra! Wir freuen uns über den Edelasphalt und lächeln nur noch dankend für die guten Straßenverhältnisse über die unzähligen Kreisverkehre, Eselsfuhrwerke, Mofas, Schaf- und Kuhherden und paar Geisterfahrer die auf dieser Autobahn unterwegs sind.
Schnell erreichen wir den Ort Kavaje und rollen gemütlich gen Rrogozhine. Aus unseren Lautsprechern klinkt ein Konzert von Ken Hensley, wir sind einfach super drauf.
In Rrogozhine endet die Autobahn im Ort. Nicht schlimm denken wir, hinter dem Ort geht’s dann weiter mit einer Schnellstraße, so zeigt es unsere Karte an. Guter Dinge durchfahren wir den Ort, schießen so manches Foto und wundern uns über die merkwürdigen Errungenschaften des neu gewonnenen Kapitalismus zu unseren beiden Seiten. Garagen sind direkt an die Straße gebaut. Sie dienen als Ladenlokale. Alles wird hier feilgeboten. Vom LKW-Spiegel bis zum Hausschlappen, meist unsortiert, Jeder führt alles in seinem Sortiment. Wir haben schnell einen passenden Namen für diese Läden „Ich-Habe- Alles-Kaufhaus“. Das lassen wir uns ja noch gerne gefallen, allerdings würgt es uns schon, wenn wir die Lebensmittelläden (Garagen oder Holzschuppen) sehen. Da hängen direkt an der Strasse beim Metzger ganze Hammelhälften und der nächste noch lebende Artgenosse, dem das gleiche Schicksal in wenigen Minuten erwartet, weil der Metzger davor schon zwei Messer schärft, ist darunter angebunden. Gleich wird er wohl auch geschächtet. An den Hammelhälften kleben die Fliegen und so mancher Spritzer brauner Dreckbrühe aus den zahlreichen Pfützen und Schlaglöchern, der durch einen vorbeifahrenden Laster in die Höhe spritzt erreicht auch das hängende „Lebensmittel“. Fleisch soll in Albanien ja sehr billig sein, doch wir verzichten lieber auf den Hammelgulasch und vergewissern uns noch mal schnell, das unser Tief-Kühlschrank noch gut gefüllt ist. Warum sollten wir eigentlich an der Grenze desinfiziert werden?
Noch erahnen wir nicht was uns hinter der Ortdurchfahrt von Rrogozhine erwartet. Die eingezeichnete Schnellstraße entpuppt sich als ein etwas äußerst schwer zu beschreibendes Etwas. Man kann noch erahnen, dass es einmal eine Straße mit Asphalt war, aber nun? Wir finden kein Wort dafür und umschreiben es mal so.“ Schlammige Buckelpiste mit Trümmerresten von Asphalt, übersäht mit riesigen, tiefen Schlaglöchern, bei teilweiser Fahrbahn-Überschwemmung, ohne feste Bankette“. Noch rund 200 Kilometer, schießt es uns durch den Kopf. Das schaffen wir dann in 2-3 Tagen, nicht früher und schon gar nicht schneller. Irgendwie kommt mir der Gedanke von dem Metzgerladen wieder in den Sinn. Ich verwerfe diesen wieder schnell, man kann ja auch mal ohne Fleisch auskommen, wenn’s wirklich länger dauert, tröste ich mich darüber hinweg.
Im Schritttempo geht’s weiter. Mehr als 10-20 Stundenkilometer sind nicht drin. Die Schneeberge grüßen nun schon aus der Nähe und irgendwie überfällt mich der Wunsch hier und jetzt aufzugeben, zu wenden, einfach zurückzufahren. Wie heißt es so schön, „ … die Hoffnung stirbt zuletzt!“ und deshalb entschließen wir uns weiter durchzuhalten. Es kann schließlich nicht mehr schlimmer kommen.
Als sich vor uns zu beiden Seiten einmal wieder Müllberge in den Straßengräben auftürmen wissen wir aus neu erlangter Erfahrung, dass sich nun der nächste Ort ankündigt. Lushnje müsste es sein laut Karte sein, Ortschilder gibt es hier unten keine mehr. Mit einer Großstadt vor uns wissen wir was uns nun wieder an jedem Verkehrsknotenpunkt erwartet. Mit Karte raus aus dem Wagen raus und irgendein Gesicht ausfindig machen, welches einen halbwegs kompetenten Eindruck vermittelt, um nach dem Weg zu fragen. Nach einer Stunde sind wir auch durch Lushnje durch. Mehrfaches Wenden war wieder einmal angesagt, dann stimmte die Richtung, wir rollen gen Süden. Wie in Lushnje so auch in Fier, der nun vor uns liegenden, nächsten Stadt.
Wir möchten noch erwähnen dass wir auf diesen Strecken nicht etwa das einzigste Fahrzeug unterwegs sind. Vorzugsweise fährt man in Albanien deutsche Autos. Wir schätzen das rund 80% aller Pkws die wir sehen aus der Daimler-Benz-Schmiede in Stuttgart stammen. Es sind alle Typen dabei, von uralt bis nagelneu. Gefolgt wird diese Nobelmarke von BMW und Audi. Rund 90% deutsche Karossen. So manches von seinem Eigentümer in Deutschland vermisste Fahrzeug mag darunter sein.
Auch rollt hier der Fern- und Lastverkehr ohne Pause. Volvo und Scania sind hier die Marken die auffallen. So werden wir fleißig überholt, so mach einer kommt uns auf unserer Seite entgegen, um dann im letzten Moment sich wieder nach rechts zu besinnen. Es gibt viele nicht ganz ungefährliche Situationen, was auch die vielen Gedenktafeln mit Fotos Verunglückter und Verstorbener auf diesen Strecken beweisen. Hunderte dieser Gedenkstätten, vom einfachen Holzkreuz bis zu kleinen Kapellchen sehen wir am Rande der Pisten. In einer Kurve kommt uns ein LKW entgegengeschleudert. Zum Glück fängt der Fahrer den Wagen rechtzeitig wieder ab.
Ließt man so die Beschriftungen auf den Lkws könnte man sich in Deutschland wähnen, wären da nicht die albanischen Kennzeichen an den Fahrzeugen. Von Vießmann-Heizkessel über Aldi bis hin zu Continental-Gummireifen ist jede Beschriftung und Werbung dabei. Dabei sind dies nicht diese Firmen die hier fahren oder für die gefahren wird. Es handelt sich um nach Albanien importierte Lastkraftwagen.
Nächster Zielort ist Vlore und von dort aus geht muss es ins Inland gehen. Es ist schön später Nachmittag als wir Vlore erreichen. Noch 160 km laut Karte. Wir rollen durch Vlore und wieder grüßt unser „Kartenspiel“. Wo sind wir, wo müssen wir abbiegen, welches ist die richtige Straße? Wir versuchen es bei einem älteren Herrn der für diese Ortschaften einen recht ordentlich gekleideten Eindruck macht, vielleicht ein Lehrer? Ein Beamter?
Mit Händen und Füßen verständigen wir uns. Seine Handzeichen sind eindeutig, wir verstehen dass es hier nicht mehr weitergeht. Unmöglich, hier, die Karte zeigt es doch eindeutig. Wieder wiegelt er ab. Wir verstehen nur zwei Wörter die er sagt. Das eine ist eine Art von „No“ unterstützt von eindeutiger verneinender Gebärdensprache, das andere lautet „Vier“. Was meint er nur? Meint er 4 Straßen weiter? Er zeigt in die entgegengesetzte Richtung dabei. Als wir nicht zu verstehen scheinen wird er massiver und ruft laut und mehrmals „Vier – Vier- Vier!“ und fasst sich dabei an den Kopf. Dann schlingt er seinen Arm so komisch herum, soll wohl abbiegen bedeuten. Wir jedenfalls verstehen jedenfalls nur „Bahnhof“.
Es folgen drei weitere Versuche wieder auf Strecke zu kommen. Ein Kontakt erübrigt sich sehr schnell, mit verbalem aus zweiten Weltkriegstagen werden wir empfangen, um uns gleich wieder abzuwenden. Andere Kandidaten, bessere Auskünfte? Endlich finden wir einen Uniformträger. Er spricht nur italienisch, ist wohl vom Zoll. Vlore ist ja schließlich eine große Hafenstadt. Mit italienisch kommen wir besser voran. Wir sprechen selbst ein paar gängige Worte. Schnell wird uns klar, was uns der ältere Herr von vorhin vermitteln wollte. Er wiederholte doch so oft das Wort „Vier“. Nun wird klar was er meinte, wir müssen zurück nach Fier, dem Ort Fier, nur von dort soll es gen Gjirokaster und dann zur griechischen Grenze gehen, bestätigt auch unser italienischer Zollbeamte freundlich.
Was war geschehen? Eine einfache Erklärung, die Karte, vom ADAC immerhin, stimmte nicht. Gjirokaster ist von Fier aus zu erreichen, nicht von Vlore.
Mit Grauen quälen wir uns die 38 Kilometer zurück nach Fier. 2,5 Stunden verlorene Zeit. Wir wollen auf jeden Fall schnell aus Albanien raus. Zum einem wegen dem Wetter, es regnet immer noch stark und lässt darauf schließen, das es in den inländischen Bergregionen bereits schneit. Zum anderen möchten wir nicht in diesen schmutzigen Städten, oder irgendwo ungesichert am Rande der Pisten übernachten. Wir treten aufs Gas. In Fier angekommen, wiederholt sich das alte Spiel. Karte her, aus dem Fahrzeug raus, Richtung erfragen. Diesmal haben wir Glück, an einem Kreisverkehr müssen wir wegen Stau stehen bleiben und ein Schreiner in einem dieser merkwürdigen dreirädrigen Wagen bietet uns an ihm zu folgen. Wir nehmen die Einladung gerne an, folgen ihm und erreichen bald den Ortsausgang von Fier Richtung Gjirokaster.
Wir bemerken sogar ein Schild, „Gjirokaster 160 km“. Nun geht es Richtung Inland und einige kleinere Pässe sind zu nehmen. Die Piste ist nicht ganz so schlecht, wie die völlig zerstörte vorher beschriebene Buckelpiste, jedoch mehr als 30-50 km/h sind nicht drin, ohne das Risiko eines Achsbruches und des Zusammenbruch der gesamten Inneneinrichtung unseres Reisemobils einzugehen.
Wir durchfahren unzählige kleine Orte. Wie schon vorher beschrieben kündigen diese sich nur durch Müllhalden zu beiden Seiten der Piste vor den Ortschaften an. Ist das die Errungenschaft der freien Marktwirtschaft? Wir diskutieren darüber, wie lange es dauernd könnte, bis die Ortschaften rundherum völlig zugemüllt sind. In welchen Verhältnissen die Kinder hier aufwachsen und welche gesundheitlichen Risiken durch diese Müllberge entstehen. Schließlich sickert das Regenwasser durch den Müll und gelangt so in Quellen, Brunnen, in das Trinkwasser, in die Flüsse und Seen, oder schwappt einfach durch die Orte selbst. Wir mögen nicht daran zu denken, wie es im Sommer, bei Inlandtemperaturen um 40 Grad hier stinken mag und welche Trilliarden Bazillen und Viren hier wirken. Von den Ratten ganz zu schweigen.
Derweil sehen wir in allen Orten das die Männer wohl ein und dasselbe Hobby zu pflegen scheinen. Sie stehen an der Straße herum. Scheinbar von morgens bis abends, oder wechseln sie sich ab? Kein Ort ohne die Herren mit den berühmten Händen in den Taschen an den Straßen. Irgendwie kommt uns das so sinnlos vor und auch wenig attraktiv.
Es geht durch den Ort Sinanay weiter nach Tepelene. Wir hoffen einmal wieder. Hoffen, dass sich die falsch eingezeichnete Route unserer Karte hier vielleicht als Anbindung in eine Schnellstraße verwandelt. Diese Hoffnung begraben wir als wir Tepelene erreichen, die Straße bleibt wie sie ist, eine einzige Katastrophe.
Es ist schon fast dunkel als wir Gjirokaster durchfahren und dann unerwarteter Weise hinter Jergucat auf eine echte Asphaltpiste gelangen, die uns sicher bis zur Grenze geleitet. Zur Grenze sind es noch 18 Kilometer. Inzwischen ist es dunkel. Straßenlampen gibt es wohl einige wenige, doch die sind wohl defekt. Für die rund 270 Kilometer haben wir 12 Stunden gebraucht, ohne Pause.
Nun noch schnell über die Grenze nach Griechenland, den nächsten großen Rastplatz ansteuern, zwei-drei Bierchen, ein Stück Wurst und Brot und dann ab ins Bett, mehr wünschen wir uns jetzt nicht mehr.
Der Grenzübergang auf albanischer Seite, wie zu erwarten, ein Chaos an Fahrzeugen und Menschen. Lauter kleine Shops, zurechtgezimmert aus ein paar Latten und Blech bieten alles was in Albanien billig und Griechenland teuer ist. Zigaretten gehören dazu, wie auch Schuhe, Textilien. Wie auf einem Bazar geht es hier zu.
Der albanische Grenzpolizist winkt uns uninteressiert und schnell durch. Wir zahlen wieder für die nicht stattfindende Desinfektion des Fahrzeugs € 2,50 und nochmals eine Straßenbenutzungsgebühr in Höhe von € 16,00. Der Zollbeamte hingegen will alles inspizieren. Er ist wohl der Chef des ganzen. Führt sich auf wie auf einem Kasernenplatz beim Morgenappell und schreit die LKW-Fahrer an und kommandiert sie herum. Er springt von einer Ladefläche auf die andere, na das kann ja heiter werden. Er mustert uns mit strengem Blick durch die Windschutzscheibe und gibt klare, nicht zu überhörende Anweisung, die wir akustisch nicht verstehen. Seine Körpersprache hingegen ist nicht zu übersehen, wir sollen links einparken und auf ihn warten, so die unmissverständliche Deutung.
Während wir überlegen was wir an Bord haben, was wir vielleicht nicht unbedingt haben sollten, oder jedenfalls nicht in den Mengen, klopft der resolute Beamte an die hintere Tür. Um ihn von der Inspektion abzubringen versuche ich ihm noch klarzumachen, dass es sich hier um unser Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, ja Lebensraum handelt und er gefälligst die Schuhe auszuziehen hat, schon wegen des Teppichbodens. Schließlich würde ich sein Heim ja auch nicht mit Dreckschuhen voller Lehm und Diesel betreten. Interessenslos ignoriert er meinen Wunsch und steht auch schon mitten in unserem „Hotel“. Er deutet uns das Licht anzumachen. Wir schalten das Licht ein, drücken ihm unsere Taschenlampe zudem in die Hand. Nun beginnt er jede Schublade, jede Schranktür zu öffnen, selbst das Hubbett muss herunter. Er kramt in unserer Bettwäsche herum. Dann fasziniert ihn auf einmal etwas. Die Verschlüsse unserer Schränke. Sie haben zwei Funktionen. Einmal als Knopf zum öffnen und einmal als Sicherung gegen Selbstöffnung beim Fahren. Sein Spieltrieb kommt zum Vorschein. Er fummelt daran herum, schaut sich genau an, wie sie funktionieren, scheint stolz zu sein sie auch selber bedienen zu können und wir nun etwas zahmer, ja lächelt sogar und entschuldigt sich, als einige DVDs aus dem Schrank herausfallen.
Mit den Worten „Policia finished“, so kam es bei mir akustisch an und einem knappen militärischem der Handfläche an den Kopf verlässt er unser Hotel. Wir atmen auf und werfen einen Blick auf den Teppichboden. „Ach komm, das macht nichts, ich schrubb ihn wieder sauber!“, sage ich zu meiner Frau.
Wir sind nun durch, haben Albanien selbst gefahren und erfahren. Alles In knapp 2 Tagen. Müssen wir uns das noch mal gönnen? Nein! Nächstes Mal wird’s ne Fährfahrt und dann schauen wir vom Fährschiff aus auf die albanische Küste, setzen uns in unseren Sesseln zurück, trinken ein Glas Champagner und werden uns lächelnd erinnern.
Wir fanden das Albanien nichts Wirkliches zu bieten hat. Weder landschaftlich, noch architektonisch. Kein Charme oder Romantik versprüht. Wir fanden nichts ursprüngliches, nichts Typisches oder Neues, sieht man einmal von den farbenfrohen Fassaden einiger Gebäude der großen Städte wie Tirana und Durres ab. Die Menschen denen wir begegneten waren freundlich und hilfsbereit. Die Verständigung in englischer Sprache ist schwierig.
Der Liter Diesel kostet umgerechnet € 1,00. Griechische Zigaretten € 15,00 pro Stange. Für große 3 LKW-Spiegel zahlen wir nach langen handeln € 25,00, was sehr günstig ist. Lebensmittel mochten wir uns gar nicht erst anschauen. Fleisch schon gar nicht und der an den Straßen angebotene Fisch machte auch nicht den frischesten Eindruck. Textilien brauchten wir nicht, Schuhe ebenso, Andenken haben wir in Hülle und Fülle in Form von Fotos und unseren eigenen Erinnerungen. Ergo, mit uns war kein Geschäft zu machen.
Abenteuer Albanien? Wohl eher nicht, schon gar nicht für Reisemobilisten, mit ihren doch meist eher zart beseelten, empfindlichen Fahrzeugen.
Endlich kommen wir spät abends in Griechenland an. Eine kleine verschlafene Taverne am Rande einer Tankstelle. Wir gehen schnell in die Taverne essen und müssen laut lachen, als wir endlich in unserem „Hotel“ in die Betten fallen und über uns der Sternenhimmel leuchtet und wir schnell, auch ohne Muezzingesänge, einschlafen.

achimHH am 29 Mai 2007 14:00:09

CC hat geschrieben:Ist schon einmal jamand ohne Fährpassage nach Griechenland gefahren ? Kann man das machen? Oder lohnt das nicht ?


Hallo CC.

Bei dieser Frage, da gibt es keine einheitliche Ansicht hier im Forum.

Es ist schon viel darüber geschrieben worden.
schau mal hier:
--> Link

sonst gebe in der "Suche" mal "Landweg" ein.
da gibt es etliche Beiträge zu diesem Thema...

achim

Anzeige vom Forum


volki am 30 Mai 2007 00:50:33

CC hat geschrieben:Ist schon einmal jamand ohne Fährpassage nach Griechenland gefahren ? Kann man das machen? Oder lohnt das nicht ?


Tausende machen das, leider :D

Ob es sich lohnt, das ist die Frage?

Wo wohnst du in D
und wohin in GR

Wenn du eher aus dem Westen kommst und nach West-Griechenland, Peloponnes willst, dann eher Fähre.

Wenn du aus dem Norden, Osten kommst und nach Nord-Griechenland willst, dann eher Landweg

Wenn dich die Länge der Schiffsreise oder der Preis der Fähre stört, fahre nach Brindisi (I). Von hier dauert die Ueberfahrt nur 8 Std. Da brauchst du auch keine Kabine und ein Hund hält das auch aus

volki

Gast am 31 Mai 2007 14:43:02

Wenn ich diesen Bericht lese, dann fahre ich doch lieber Fähre.

Michael_GG am 31 Mai 2007 15:31:04

Auch wenn ich mit dem Womo (bin ja noch Anfänger) noch nicht in Griechenland war, bin ich doch mit verschiedenen Fahrzeugen (Auto/Motorrad) bisher annähernd 20mal nach Griechenland gefahren. Dabei sind wir vor dem Krieg (Gott, klingt das alt) das eine oder andere Mal über den Auto-Put gefahren. Der Autoverkehr Richtung GR nimmt wohl auch wieder zu.
Ich persönlich würde nur noch die Fähre nehmen, selbst wenn es ein paar Euros teurer ist. Der Zugewinn an Urlaub und Erholung ist kaum zu bezahlen. Sobald ich meinen Platz auf der Fähre gefunden habe, fängt für mich bei einem Frappé der Urlaub an.

Kalo Taxidi
Michael

volki am 31 Mai 2007 17:03:29

Michael_GG hat geschrieben: .
Sobald ich meinen Platz auf der Fähre gefunden habe, fängt für mich bei einem Frappé der Urlaub an.
Kalo Taxidi Michael


Michael

du bist aber mit wenig zufrieden :D :D

mit einem Löffelchen billigem Nescafe, 2 Eiswürfel und ein wenig Zucker beginnen bei dir schon die Ferien? (haha)

Ich brauche da schon die Mini-Kreuzfahrt :roll:

Frappè-Rezept.
Als erstes kauft man sich einen kleinen Batterie betriebenen Handmixer. Diese kosten ca. 5,- Euro, wobei die Mixer mit Zahnscheibe besser funktionieren als mit Spirale (eignen sich auch prima für Cappuccino Schaum).

Zubereitung für ein 0,4 l Glas:

2 Finger breit eiskaltes Wasser ins Glas
2–3 Tel. Nescafe Classic
2–4 Tel. Zucker

Das Glas ca. 20 Mal mit der Hand schwenken, damit sich der Ansatz gut auflöst. Jetzt mit dem Mixer den Ansatz aufrühren und den Mixer langsam auf und ab führen. Ich empfehle, das Glas nur zu 3 Viertel mit Schaum zu füllen. Der Schaum wird sehr fest. Danach 2–3 Eiswürfel ins Glas, wenn man möchte noch einen Schuss Milch, mit eiskaltem Wasser den Schaum übergießen, bis das Glas voll ist, Knickstrohhalm rein, fertig.

volki

GP-Torsten am 31 Mai 2007 21:47:41

JEFF und GITTE hat geschrieben:Wenn Du durch Albanien willst, ... hier mein Reisebericht:


Klasse Bericht! Klingt nach Nervenkitzel, wie früher der Autoput.


Torsten

achimHH am 31 Mai 2007 22:10:35

GP-Torsten hat geschrieben:
JEFF und GITTE hat geschrieben:Wenn Du durch Albanien willst, ... hier mein Reisebericht:


Klasse Bericht! Klingt nach Nervenkitzel, wie früher der Autoput.


Torsten


Ja, der Bericht vom Jeff ist Spitze !
aber, das ist ja nicht der normale Weg nach Griechenland.

Für mich fängt der Urlaub in dem Augenblick an, wenn ich
mich ins Wohnmobil setze und losfahre.

Die Fahrt durch die verschiedenen Länder, mit allen Erlebnissen,
das ist für mich Urlaub und möchte ich nicht missen.

Die Fähre ist doch langweilig und öde !
wobei es egal ist ob Superfast oder welche auch immer.

Oft genug bin ich mit den Fähren gefahren.

Uns gefällt eben der Landweg, vollkommen egal ob es eventuell
mit der Fähre günstiger und schneller wird, oder nicht !
Obwohl ich das, mit dem schneller und günstiger, bezweifel.

weniger Kilometer, naja kommt drauf an wo man hinwill...

achim

Michael_GG am 01 Jun 2007 08:09:30

volki hat geschrieben:
Michael_GG hat geschrieben: .
Sobald ich meinen Platz auf der Fähre gefunden habe, fängt für mich bei einem Frappé der Urlaub an.
Kalo Taxidi Michael


Michael

du bist aber mit wenig zufrieden :D :D

mit einem Löffelchen billigem Nescafe, 2 Eiswürfel und ein wenig Zucker beginnen bei dir schon die Ferien? (haha)



Hallo Volki,

das ist ja auch der BEGINN des Urlaubs. Man muss ja schließlich noch steigerungsfähig sein. Gegen Abend darf dann auch gerne noch ein Ouzo dazukommen :D

Gia sou
Michael

Michael_GG am 01 Jun 2007 08:15:19

Jetzt muss ich doch noch eine Frage in Bezug auf den Landweg loswerden: Was ist so interessant an 1200 KM Ex-Jugoslawien mit verrückt fahrenden Menschen, vollgesch..enen Parkplätzen, der ständigen Angst, von einem eingeschlafenen LKW-Fahrer um die Ecke gebracht zu werden und Polizisten, die dich willkürlich abzocken? Das waren jedenfalls damals meine Autoput-Eindrücke. Es kann sein, dass sich die Zeiten geändert haben und sicherlich ist der Ansatz, zu Hause mit dem Start in den Urlaub den auch zu beginnen, aber auf diesen damals jedenfalls hundsmiserablen Straßen kam für mich zu keinem Zeitpunkt wahre Fahrfreude auf. Es soll jeder das tun, was er für richtig hält und sicher bietet die Fähre nicht besonders viel Abwechslung, aber sie ist zweifelsfrei nerven- und materialschonender als der Landweg.


Michael

NaviGer am 01 Jun 2007 09:09:23

Hallo Michael,
die Zeiten, bzw. die Strassen haben sich erheblich geändert. Gegenüber früher haben wir in 2005 keinen einzigen Unfall in Ex-Jugoslawien gesehen. Wahrscheinlich wegen der starken Polizeikontrollen. Die Strassen sind erheblich besser geworden (bis auf ca. 40 km), dabei ist besonders die Route über Ungarn zu empfehlen. Einzig über die Parkplatz-Situation kann ich wenig sagen.

Hartmut1 am 01 Jun 2007 16:13:07

Hallo CC,

Im Oktober 2006 sind wir mit unseren 7 Meter Wohnmobil von Ungarn durch Serbien und Mazedonien nach Griechenland gefahren.
Eine Übernachtung in Nis vor dem dortigen Hotel, sowohl bei der hin als auch bei der Rückfahrt. Die Straßen und Autobahnen sind gut bis SEHR gut, bis auf einige Kilometer in Mazedonien da ist noch die alte Straße. Der Verkehr war sehr ruhig nur in Belgrad war wie immer richtig was los. Polizei hatten wir keine gesehen an den Tankstellen gab es auch keine Probleme. Die Strecke von Ungarn durch Serbien und Mazedonien beträgt laut GPS 775 Kilometer. Mautgebühr für hin und Rückfahrt in Serbien ca. 165 Euro, in Mazedonien ca. 15 Euro.

Wir werden diese Fahrt sicher wiederholen, denn Griechenland ruft!!

aus Perchtoldsdorf
Hartmut

achimHH am 02 Jun 2007 12:29:18

Michael_GG hat geschrieben:Jetzt muss ich doch noch eine Frage in Bezug auf den Landweg loswerden: Was ist so interessant an 1200 KM Ex-Jugoslawien mit verrückt fahrenden Menschen, vollgesch..enen Parkplätzen, der ständigen Angst, von einem eingeschlafenen LKW-Fahrer um die Ecke gebracht zu werden und Polizisten, die dich willkürlich abzocken? Das waren jedenfalls damals meine Autoput-Eindrücke. Es kann sein, dass sich die Zeiten geändert haben und sicherlich ist der Ansatz, zu Hause mit dem Start in den Urlaub den auch zu beginnen, aber auf diesen damals jedenfalls hundsmiserablen Straßen kam für mich zu keinem Zeitpunkt wahre Fahrfreude auf. Es soll jeder das tun, was er für richtig hält und sicher bietet die Fähre nicht besonders viel Abwechslung, aber sie ist zweifelsfrei nerven- und materialschonender als der Landweg.


Michael


Hi Michael.

überall auf der Fahrt gibt es Landschaftlich schöne Ecken,
interessante Städte und, und, und.

verrückt fahrende Menschen, voll...... Parkplätze,
so etwas finde ich nicht nur auf dieser Strecke, sondern überall.
oder auch nicht, kommt drauf an wo ich parke !

Angst ? habe ich nicht, sonst würd ich zu Haus bleiben.

eingeschlafene LKW- Fahrer? auch diese gibt es überall.

Polizisten die mich willkürlich abzocken?
Sorry, die habe ich auf dieser Strecke noch nicht erlebt.
Eventuell habe ich bisher auch nur Glück gehabt.
aber, hier in Deutschland, Österreich der Schweiz und Italien schon!
Wie gestern z.B. wo ein Ordnungshüter in einem Kuhdorf mit einem Fahrzeug steht und Fotos von Fahrern macht die nicht angeschnallt sind !
Mir ist ein Polizist lieber, der mir für das bei Rot über die Ampel fahren,
von 20 Euro die ich ihm in vier 5 Euro Scheinen gegeben habe , zwei wieder zurück gibt.

Hundmiserablen Straßen? ja richtig , es gibt noch ein Stück südlich von Nis in Richtung Griechenland bzw. östlich von Nis in Richtung Bulgarien... ca. 30 bzw. 40km die sind noch schlecht ,
ansonsten sind die Straßen gut bis sehr gut !

Ja, das stimmt Michael, die Zeiten haben sich geändert.
Aber zu Zeiten des Autoput´s, da gab es auch noch keine
Fähren von Ancona oder Venedig.
Sondern man fuhr von Brindisi nach Patras !
und zwar mit Seelenverkäufern, die nicht nur teuer, sondern überwiegend auch noch grottenschlecht waren !

Materialschonender, das mag eventuell stimmen.
Kommt darauf an wo ich mein Ziel habe.
Noch materialschonender ist es wenn ich mein Wohnmobil in meiner Halle lasse, und mit einem billig Flieger in den Süden düse.
Ich habe mein Wohnmobil jedenfalls zum fahren, denn dazu ist es da.
Wenn es die Straßen in Serbien nicht verträgt, gehört es überhaupt nicht auf die Straße!

Jeder soll das tun was er für richtig hält.
Da sind wir einer Meinung.

Es ist nur Unfair, wenn Sachen behauptet werden, die so nicht wahr sind,
und heute noch Sachen behauptet werden, die vor 20 Jahren so waren !
Unfair den Menschen gegenüber, durch deren Länder wir als Gast fahren.
Unfair denjenigen gegenüber, denen man das Reisen vermiest,
weil es vor 20 Jahren schlecht war !

Außerdem finde ich es sehr gut, wenn möglichst viele mit der Fähre fahren.
Zum einen weil die Straßen dann nicht so voll sind, und zum anderen finde ich es sehr gut das die Fähren viel verdienen.
Denn wenn die gut verdienen, dann verdienen andere auch sehr gut !

Also viel Spaß und nur tolle Erlebnisse auf der Fähre.
achim

Hartmut1 am 02 Jun 2007 15:28:10

DANKE Achim!!!

Das hast du SCHÖN gesagt!!

Der Weg ist das Ziel und ich will immer wieder wissen wie sieht es hinter der nächsten Kurve, dem nächsten Tal oder hinter dem Horizont aussieht.
Auch Serbien und Montenegro hat wunderbare Ecken und als Draufgabe, unwahrscheinlich viele Menschen die gut deutsch sprechen.

aus Perchtoldsdorf
Hartmut

Gast am 04 Jun 2007 22:59:01

Michael GG

2 x 1350 KM bis RAB mit Boot, Keine Probleme an der Grenze, keine Probleme mit Kapitanja und der Polizei.

1 x 1550 KM bis Dalmatien s.o.

Ein WoMo ist zum fahren da :D

Michael_GG am 05 Jun 2007 08:41:19

Hallo Leute,

vielleicht habe ich mich im Ton vergriffen und wenn das wirklich so rübergekommen ist, will ich mich entschuldigen. Es war mit Sicherheit nicht meine Absicht, ein ganzes Volk zu beleidigen oder über einen Kamm zu scheren. Ich selbst fahre fast genauso gerne nach Kroatien wie nach Griechenland. Außerdem hast Du Recht, meine Eindrücke sind auf dem Autoput vor 15 Jahren entstanden und die Zeiten ändern sich. Ebenso ist mir bewusst, dass weder die Slowenen, noch die Kroaten oder die Serben an den Straßenrand sch... Die gehen zu Hause auf Toilette, es sind die Touristen.

Jeder Mensch macht auf seinen Reisen Erfahrungen, teils gute und teils schlechte. Aus diesen Erfahrungen entstehen Vorurteile und vielleicht auch manchmal Urteile, die einen prägen. Ich bin in Ex-Jugoslawien zweimal von Polizisten abgezockt werden, die nach hinten deuteten, mich mit "Radarska Kontrolla" anbrüllten und Geld von mir wollten, obwohl sie die Radarpistole in der Hand hatten. Aber ok, Verluste gibt es immer und ich gehöre nunmal nicht zu den Menschen, die deswegen gleich ein ganzes Land aus ihren Urlaubsplänen ausschließen. Vielleicht sollte man (besser: ich) wirklich mal wieder den Landweg versuchen. Die zweifelsohne herrliche und dauernd wechselnde Landschaft genießen und mir ein neues Urteil bilden. Da habt Ihr mir Eurer Kritik zweifellos Recht. Ich habe es verstanden: Reisen bildet.

Aber ich persönlich bevorzuge einfach auch deshalb die Fähre, da ich in Venedig ankomme und nach Griechenland einsteige. Auf der Fähre beginnt für mich Griechenland. Da kann ich meine paar Brocken griechisch anbringen, mit der Besatzung flachsen und dehalb verspüre ich da schon Urlaub. Sicher der Weg ist das Ziel. Aber das Ziel in diesem Moment ist ein wunderschönes Land mit seinen tollen Leuten.

Also noch mal in Kurform: Es war nicht meine Absicht, irgendjemanden zu beeinflussen oder zu beleidigen.

Versöhnliche
Michael

Gast am 06 Jun 2007 00:02:13

:D

achimHH am 06 Jun 2007 09:19:10

Michael_GG hat geschrieben:Aber ich persönlich bevorzuge einfach auch deshalb die Fähre, da ich in Venedig ankomme und nach Griechenland einsteige. Auf der Fähre beginnt für mich Griechenland. Da kann ich meine paar Brocken griechisch anbringen, mit der Besatzung flachsen und dehalb verspüre ich da schon Urlaub. Sicher der Weg ist das Ziel. Aber das Ziel in diesem Moment ist ein wunderschönes Land mit seinen tollen Leuten.

Also noch mal in Kurform: Es war nicht meine Absicht, irgendjemanden zu beeinflussen oder zu beleidigen.

Versöhnliche
Michael


Hallo Michael,
das kann ich verstehen, und ist doch auch gut so.

Also :
jeder so wie er es mag, und gut findet !

viel Spaß in " GR " ;-)

achim

Säcker am 11 Jun 2007 14:21:20

Gerade ist die neue "pm" gekommen. Es wurde eine vergleichbare Anreise von Stuttgart auf der Fährroute und der Autoputroute nach Volos getestet. Der Zielort in Griechenland wurde danach ausgesucht, daß die Anreise aus den Richtungen Patras, Igoumenitsa und Autoput im innergriechischen Verkehr ungefähr gleich ist. Als Fährgesellschaft wurden Superfast-Ferrries ausgewählt.

Fazit der Redaktion:
1. Die Fährroute dauert 59 Std. statt 78 Std.
2. In der Nebensaison (Frühjahr und Herbst = Hauptreisezeit der Womos) ist die Landroute nur 16,16 EUR billiger.

Ob die Summe den Zeit- und Komfortgewinn der Schiffspassage aufwiegt, muss jeder für sich entscheiden (die Red.).

Der vollständige Bericht "Fähre kontra Autoput" ist in der pm Ausgabe 7 nachzulesen.


Hans-Werner

pulverher am 11 Jun 2007 14:46:47

Den Bericht habe ich eben auch gelesen und hatte mir - nach der großartigen Ankündigung - etwas mehr davon versprochen.

Interessant war eigentlich nur die Mautgeschichte - 73.-- € nur in Serbien und etwa eben soviel in Austria....Da kann es einem schon mal vergehen....

Ich habe meine Entscheidung schon lange getroffen und rechne und fahre auch etwas anders als die pm- Brüder ( ca.600 km kürzer), was das Ganze noch viel eindeutiger macht!

GeoHeiner am 11 Jun 2007 14:49:24

Und wie ?

pulverher am 11 Jun 2007 15:09:57

GeoHeiner hat geschrieben:Und wie ?


Ich wollte Euch nicht langweilen, aber auf Nachfrage von Geoheiner hier meine Route so in etwa:

Schordorf - Ulm - Kempten - Reutte - Innsbruck - Brennerbundesstraße ( Alles mautfrei - ich habe ja Zeit..... :D )
Dann über die Dolomiten an Cortina (Stellplätze)vorbei - Treviso - (Übernachtunsmöglichkeit) - Venedig - ergibt laut Tourenplaner 606 km. Dann auf die Fähre nach Igoumenitsa.

Vom Pilion wäre ich ab da etwa gleichweit entfernt, wie von Gevgelija, habe aber über 1000 km weniger auf dem Tacho und keine Sorgen wegen Maut oder Sprit oder Euros oder Kopeken :D , oder sonstwas.

Sollte ich von da zum Pilion wollen, erwartet mich eine wunderschöne Fahrt über Ioannina , den Kathara-Pass - die Meteora-Klöster uvm.....

Ist eine ziemlich Kurbelei, aber die Autobahn wird ja vielleicht auch noch mal fertig - Die Natur hat sie schon ziemlich verwüstet...

Ich mache aber meistens Urlaub in Epirus und fahre in Griechenland die ersten 2-3 Wochen nur 50-60 km und den Rest mit dem Moped....

volki am 12 Jun 2007 18:27:41

volki
Säcker hat geschrieben:Gerade ist die neue "pm" gekommen. Es wurde eine vergleichbare Anreise von Stuttgart auf der Fährroute und der Autoputroute nach Volos getestet. Der Zielort in Griechenland wurde danach ausgesucht, daß die Anreise aus den Richtungen Patras, Igoumenitsa und Autoput im innergriechischen Verkehr ungefähr gleich ist. Als Fährgesellschaft wurden Superfast-Ferrries ausgewählt.

Fazit der Redaktion:
1. Die Fährroute dauert 59 Std. statt 78 Std.
2. In der Nebensaison (Frühjahr und Herbst = Hauptreisezeit der Womos) ist die Landroute nur 16,16 EUR billiger.
Ob die Summe den Zeit- und Komfortgewinn der Schiffspassage aufwiegt, muss jeder für sich entscheiden (die Red.).
Der vollständige Bericht "Fähre kontra Autoput" ist in der pm Ausgabe 7 nachzulesen.
Hans-Werner



hast du auch schon gemerkt zu welchem Verlag die pm gehört? RICHTIG, den meinte ich

Der Autoput macht doch KEINE Inserate
SF aber schon!

Riesen-Gestänker wegen der Go-Box in A, sogar mit Boykott-Aufruf (Wo gibts denn das?)
und haufenweise "Deutsche" fallen drauf rein

Ob Fähre oder Put, kann doch jeder machen wie er will, die Ausfahrt durch den Canale Grande ist sicher sehenswert, aber ist das den Preis, gerade in der HS wert?
Man kann auch mautfrei/-arm durch ganz Inner-Italien nach Süden reisen und die Fähre erst in Bari/Brindisi nehmen. Dauert nur 8 Stunden, kann am Tag gefahren werden und man braucht keine Kabine und für den Hund keinen Zwinger.

Wer hat gesagt, dass man bis Freitag-Abend arbeitet und dann die Nacht durchfährt, um am Samstag auf der Fähre zu sein, um möglichst schnell ein "Frappe" zu geniessen?

Ein WoMo ist doch da zum Reisen und Rasten und nicht zum Rasen. Dann nehme ich doch gleich den Billigflieger, haben sie den vergessen?

volki

Aretousa am 12 Jun 2007 18:41:44

Beim Vergleich Superfast- Put geht es nicht um Venedig denn von dort aus fährt Superfast überhaupt nicht-
und andererseits gibt es Leute wie wir die nun mal nicht mehr als 2 Wochen am Stück nach Griechenland fahren können. Und trotzdem waren wir häufiger als 10 mal dort.
Wir sind in 20 Jahren Wohnmobil noch nie auch nur eine Nacht "durchgefahren". Immer äußerst gemütlich mit Zwischenübernachtung nach Venedig oder Ancona
und der Hinweis auf den Biligflieger ist einfach lächerlich !!!!
Und : Wir fahren immer duch die Schweiz und lieben diese Strecke und kämen niemals auf die Idee uns über die Maut zu beschweren.
Und außerdem haben wir keinen
Hund und brauchen somit auf den auch keine Rücksicht nehmen.
Aretousa

pulverher am 12 Jun 2007 19:46:06

@volki

Mit dem Gemecker über die Maut ,müssen die Schweizer und Österreicher wohl leben....


Wenn ich die Straßen in den Alpenrepubliken betrachte und mal das deutsche Autobahnnetz dagegenhalte, das von jedem " Ausländer " kostenlos benutzt werden kann, bekomme ich schon einen Hals.

Wenn ich sehe, was diese Beutegeier Bregenz mit der Mautpflicht im Pfändertunnel angetan haben ( Staus ohne Ende, weil für 10 km Autobahn keiner gern ein Pickerl kauft)wird der Hals auch kaum dünner.....

Zu diesem Thema sollte man vielleicht mal die Bregenzer befragen

Ich habe übrigens seit ca 20 Jahren eine Schweizer Vignette, da ich zwei/dreimal im Jahr ins Engadin fahre und keine Lust habe, nur durch die Dörfer zu fahren.
Das rechnet sich dann noch irgendwo...

Für die Griechenland-Route ist die Schweiz für mich leider ein Umweg.


In Italien fahre ich schon manchmal Autobahn, wenn ich es ein bißchen eilig habe, was aber nicht heißt, daß ich zwingend schneller bin...Besonders ärgerlich sind die zahlreichen Staus im August, in die man da sicher hineinfährt und noch Maut dafür bezahlt!

Aber gegen die Österreichischen Abzocker ist das ja alles gar nichts.

Vor ein paar Jahren - zum Ferienende - bin ich das letzte Mal Brennerautobahn gefahren. Es war ein riesiger Stau vor der Zahlstelle (ca. 2 Stunden )und wir dachten an einen schweren Unfall - aber nichts dergleichen:

Obwohl Bayern und Baden-Württemberg Ferienende hatten,
waren an der Zahlstelle nur d r e i Kassenhäuschen in Betrieb!!!

Da habe ich mir geschworen, wenn es irgendwie anders geht, diese österreichische Verarsche nicht mehr mitzufinanzieren!

Daß SF den Bericht von pm irgendwie gesponsored hat, kann ich mir übrigens nicht denken, da kommt der Landweg viel zu billig dafür weg....

Superfast ist ja auch die teuerste der drei Linien, die Camping an Board anbieten.

volki am 13 Jun 2007 00:41:24

Mit dem Gemecker über die Maut ,müssen die Schweizer und Österreicher wohl leben....

Meckere ruhig, mich stört es nicht :D

Wenn ich die Straßen in den Alpenrepubliken betrachte und mal das deutsche Autobahnnetz dagegenhalte, das von jedem " Ausländer " kostenlos benutzt werden kann, bekomme ich schon einen Hals.

Wenn ich sehe, was diese Beutegeier Bregenz mit der Mautpflicht im Pfändertunnel angetan haben ( Staus ohne Ende, weil für 10 km Autobahn keiner gern ein Pickerl kauft)wird der Hals auch kaum dünner.....

Ich habe es gerne gekauft, nur um nach Isny zu fahren, weil 10 km Stau mich mehr kosten, speziell Nerven

Ich habe übrigens seit ca 20 Jahren eine Schweizer Vignette, da ich zwei/dreimal im Jahr ins Engadin fahre und keine Lust habe, nur durch die Dörfer zu fahren. Das rechnet sich dann noch irgendwo...

Speziell wenn du dann Benzin tankst, dann zahlt die Ersparnis die 25 Euro-Vignette,

In Italien fahre ich schon manchmal Autobahn, wenn ich es ein bißchen eilig habe, was aber nicht heißt, daß ich zwingend schneller bin...Besonders ärgerlich sind die zahlreichen Staus im August, in die man da sicher hineinfährt und noch Maut dafür bezahlt!

Aber gegen die Österreichischen Abzocker ist das ja alles gar nichts.

Aber ihr in D fragt doch die in A auch nicht, bevor ihr etwas macht. Wenn die Oestreicher etwas beschliessen, dann ist das deren Sache und DU ziehst die Konzequenz daraus.

Vor ein paar Jahren - zum Ferienende - bin ich das letzte Mal Brennerautobahn gefahren. Es war ein riesiger Stau vor der Zahlstelle (ca. 2 Stunden )und wir dachten an einen schweren Unfall - aber nichts dergleichen:Obwohl Bayern und Baden-Württemberg Ferienende hatten,waren an der Zahlstelle nur d r e i Kassenhäuschen in Betrieb!!!

Ja, das würde mich auch ärgern

Da habe ich mir geschworen, wenn es irgendwie anders geht, diese österreichische Verarsche nicht mehr mitzufinanzieren!

Daß SF den Bericht von pm irgendwie gesponsored hat, kann ich mir übrigens nicht denken, da kommt der Landweg viel zu billig dafür weg....

Sorry, DAS hab ich nicht gesagt, aber du kannst auch nicht erwarten, dass ein "Test" so angelegt wird, dass der "Inserent" verliert :oops:

(Ich galube nur an Statistiken, die ich selber verfälscht habe)

Gast am 13 Jun 2007 15:54:10

So, Leute jetzt ist Ende mit den Vorplanungen.

Auf Befehl meiner Frau geht es nach Portugal. Griechenland ist erst nächstes Jahr dran. Habe aber schon die Planungen für den Urlaub 2008 in Angriff genommen, sofern das alter des armen Ducato`s es dann noch zulässt. Ich möchte mich aber auch für die Tips und die Anregungen bzw. Erfahrungswerte bedanken.


Hardo

Aretousa am 13 Jun 2007 16:04:50

Und jetzt überlegst du, ob du nach Portugal auf dem Landweg oder per Fähre hinkommst :D :D (sorry). Berichte mal von Portugal- interessiert mich auch. Ich kenne nur den Norden bis Porto- zur Zeit ists mir aber zum Urlauben zu weit weg.
A.

starcraft8 am 13 Jun 2007 16:57:55

noch meinen Senf als newi dazugeben.

Hallo erstmal an alle Griechenland-Fan`s.
Da ich auch schon so einige Male in GR war, ob es nun beruflich oder eben Urlaub war, so kann ich mehrer Reisevorschläge/Routen die hier beschrieben werden verstehen. Sei es jetzt über dem Landweg oder per Fähre.
Von 1985-87 bin ich als Reisebusfahrer über Graz, Maribor, Beograd, Nis, Thessaloniki, Drama, Kavalla oder Katharini Paralia gefahren und kann von damals her die Gedanken/Einwände von Michael nachvollziehen. Ein Kollege von mir ist damals bei Slawonski Brod mit dem Bus ums leben gekommen. Auch kenne ich die Abzocke der Wegelagerer. Pro Tour habe ich damals etwa 10000 Dinar bezahlt. Aber das war noch vor dem Krieg. Habe seit dem etwas Abneigung, auch wenn sich seit dem viel Verändert haben sollte, über den Put zu fahren.
Ab 1996 fahre ich über Italien mit der Fähre.
Beim ersten Mal total blauäugig. Bin dann auch an einen Seelenverkäufer geraten wo ich denn in Igu 3 mal das Kreuzzeichen machte und 6x als ich wieder heil in Bari angekommen bin. Seit dem fahre ich fast regelmäßig nach GR. Ausschliesslich mit SUPERFAST. Minoan hatte zum damaligen Zeitpunkt eine noch nicht so moderne Flotte und auch, soweit ich mich erinnern kann, auch kein Camping on Board.
Für diese Jahr ist der Urlaub leider gestrichen. Ein Arbeitskollege meinte mir seine elektr.Ameise auf meinen rechten Fuss zu schmeissen. Und bis das richtig verheilt ist dauert es etwas länger. Für 2008 ist die Planung im Gange, eventuell mit zusätzlichen Wohnanhänger da unser Mobil für 4P etwas zu klein ist und dann wohl ab Venedig mit Minoan.

Auf jedenfall habe ich die Beiträge hier mit sehr viel Interesse gelesen und bin positiv von diesem Forum beeindrugt.

In diesem Sinne allen einen schönen Urlaub, egal wohin die Reise geht.

, Rainer.

Aretousa am 13 Jun 2007 17:38:47

Wir können auch ein Lied singen von Ventouris ab Bari 1990 etwa.......
Minoan hatten aber meiner Meinung nach vor Superfat CoB- oder?

starcraft8 am 13 Jun 2007 17:52:25

Will mich da jetzt auch nicht festlegen.
Kann gut sein das Minoan das doch vor Superfast angeboten haben. Habe mich nur nach der ersten Erfahrung mal beim ADAC erkundigt. Die brachten gerade nach meinem Urlaub einen ersten Testbericht über die Fähren von Italien nach GR. Hat eigentlich jemand Erfahrung mit Anek? War gerade mal auf deren Page sowie bei Minoan. Habe mich erschrocken was die für Gespanne aufrufen.

Aretousa am 13 Jun 2007 17:54:58

Habe schon einiges Positives von Anek gehört- wir sind nie mit ihnen gefahren. Ich glaube durch den ADAC bekommt man Rabatt bei Anek

Gast am 14 Jun 2007 21:52:42

Hallo Aretousa,

Reiseroute steht mit folgenden Zielen :

Gibralta, Portugal, dann über Süd-Spanien und Süd-Frankreich zurück nach D.

Einen ausfürlichen Reisebericht liefere ich dann ab. :-)



starcraft8 am 14 Jun 2007 21:56:19

Hallo Aretousa.
Vielleicht fährt dieses Jahr jemand mit der Anek-Reederei und wird uns was erzählen können.
Die Sasion beginnt ja erst gerade für die meisten.

Habe noch versucht bei Superfast und Minoan mir Preise ausrechnen zu lassen. Irgendwie klappt das nicht. Bei Anek hatte ich keine Probleme. Und mit dem ADAC hattest du Recht, da gibt es Prozente wenn du bei denen buchst.
Aber ob es dann preisgünstiger ist als wenn man direkt vor Ort oder online bei denen bucht????

womoline am 15 Jun 2007 13:10:58

moin gemeinde

seit 4 jahren fahren wir mindestens 2 mal im jahr von GR nach I und zurück.
wir haben alle relevanten fähren durch, superfast, anek, minoan, ventouris, myway, agoudimos......

weil die frage nach anek kam.... nach unserer meinung ist (für COB!) die absolut ruhigste fähre die anek gewesen... wir haben uns oft gefragt, FAHREN wir eigentlich oder was.... der hammer an lärm (ausser nun den schrotties agou und vent....) war definitiv die superfast aber selbst wenn, ..... eine gesellschaft, die bei der olympiade unter dem sicherheitsmäntelchen COB gestrichen hat, nur weil sie sich ausgerechnet hatten, kabinen zu verkaufen und die danach, als die kohle eben NICHT so floss, reumütig zu COB zurückzukehren VERSUCHT.... die wird dann doch eher von uns geschnitten.

wie gesagt, unser liebling ist die anek, minoan ist auch ok. myway hatte die alten anekschiffe laufen, war auch ok, aber gibts leider nicht mehr, dafür solls nun endeavour geben....

allerdings muss man konstatieren, dass immer mehr fähren eingestellt werden, wofür die noch bestehenden logischerweise immer teuerer werden. mittlerweile ist speziell die süditalienroute von bari oder brindisi überteuert, OBWOHL dort die oldies laufen.....

zu preisen:
wir buchen, da ohne zeitlimit, NIE vor, so sind oft auch schnäppchen kurz vor der abfahrt möglich, zudem gehen wir nie ohne seewetterbericht los (und da ist vorbuchen von vornherein nicht ratsam, wenns kachelt wie blöd muss ich nicht auf die adria...)
aber auch wenn man die abfahrtszeiten und preise aus dem internet nimmt, so ist es uns schon oft passiert, dass die mädels in den fährbüros angesichts unserer internet-infos herzhaft in gelächter ausgebrochen sind und es a. völlig andere fahrzeiten und b. völlig andere preise gab....

wer also nicht auf feste zeiten angewiesen ist ... hinfahren, reden und verhandeln.

gute reise und grüsse aus GR

Aretousa am 15 Jun 2007 13:23:49

Uns bleibt nichts anderes als zu buchen- denn da wir nur in den kurzen Oster- oder Herbstferien dorthin fahren können ists schon sicherer einen Platz vorher fest zu haben. Dieses Jahr Ostern standen etliche enttäuschte Womofahrer in Ancona die auch für die nächste und übernächste Fähre noch kein Zusage hatten. Wir haben bis vor 2 Jahren immer im Reisebüro unseres Vertrauens gebucht. Hat super geklappt und genauso viel gekostet wie in Venedig oder Ancona vor Ort und alle Angaben stimmten immer. Wir haben bei Myway alte Minoanschiffe gesehen- u.a. die Erotokritos. Die letzten beiden Fähren haben wir dann direkt in Griechenland (per mail) gebucht. Superschnell, sehr zuverlässsig und freundlich.
Und zum Gescheppere an Bord. Auch da hört man die unterschiedlichsten Meinungen. Kommt drauf an wo du auf dem Schiff stehst und wie das Wetter ist. Bei leichtem Seegang ist der Platz an der Reling nicht unbedingt der ruhigste. Die letzte Überfahrt mit Superfast war ganz ruhig- bei Minoan ab Venedig waren wir auch schon mal mitsamt Zweidritteln der Fahrgäste seekrank- aber das hatte nichts mit Minoan zu tun.
Gerade gestern berichtete mir jemand dass er mit Anek zurückgekommen ist und das Schiff extrem laut fand. Also keine Garantie für nix.

Gast am 15 Jun 2007 14:36:32

Das mit der Lautstärke kann ich nur bestätigen. Letztes Jahr bei der Hinfahrt sind wir ziemlich weit vorne im Schiff gestanden. Da hat man fast nichts gehört. Beim zurückfahren sind wir sehr früh aufs Shiff gefahren und wurden wieder zurück in das Heck gelotst. Anscheinend direkt über den Maschinen. Das war ein richtig unangenehmer Lärm. Beides waren Schwesterschiffe und bestimmt nicht alt.
Ich glaube den richtigen Zeitpunkt zu erfischen um einen optimalen Platz auf der Fähre zu erwischen ist nicht einfach. Zu früh heißt im Heck mit Lärm. Zu spät heißt irgendwo in der Mitte weit weg von den Fenstern.

Mal sehne wies dieses Jahr wird.

aus München

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