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Knaus und Weinsberg Preiserhöhungen 1, 2


druester am 17 Nov 2022 21:26:19

Hallo zusammen,
ich habe heute meine Knaus VAN TI Vansation 640 MEG bestellt.
Der Händler teilte mir mit, dass seit dieser Woche die neue Preisliste gelte, die bisher nur den Händlern vorliege, aber noch nicht im Konfigurator für die Endkunden hinterlegt ist.
Der Grundpreis für das Modell steigt von 75.999 auf 81.579 EUR, Sonderzubehör entsprechend.
Damit wird unser gutes Stück rund 6800 EUR ( ca. 7%) teurer. Bestellen konnten wir nur nach der neuen Preisliste.
Sollten die Preise sich bis zur Auslieferung nochmals erhöhen, gelten dann diese Preise.

Wie sind eure Erfahrungen?

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supcamper am 17 Nov 2022 21:44:05

druester hat geschrieben:Sollten die Preise sich bis zur Auslieferung nochmals erhöhen, gelten dann diese Preise.

Das steht so um Kaufvertrag?
Als ich 2020 gekauft habe, änderte sich auch die Preisliste in 2021. Bezahlt habe ich den vereinbarten Preis. War aber noch nicht so krass damals.
Ich habe aber auch nicht beim billigsten Anbieter gekauft.
Grüße Martin

druester am 17 Nov 2022 21:52:24

supcamper hat geschrieben:Das steht so um Kaufvertrag?
Als ich 2020 gekauft habe, änderte sich auch die Preisliste in 2021. Bezahlt habe ich den vereinbarten Preis. War aber noch nicht so krass damals.
Ich habe aber auch nicht beim billigsten Anbieter gekauft.
Grüße Martin


Ich kaufe auch nicht beim billigsten Anbieter, sondern beim nächstliegenden, sofern Fachkompetenz gegeben ist.
Im Kaufvertrag heißt es wortwörtlich:
„Gültigkeit hat die Preisliste von der Firma Knaus Tabbert zum Zeitpunkt der Übergabe des Fahrzeugs.“
Wir hoffen jedoch, dass es bis zur Auslieferung Mitte 2023 keine wesentliche Erhöhung geben wird.

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supcamper am 17 Nov 2022 22:01:07

Das ist schon krass - eine Wette darauf, wann neue Preislisten rauskommen…
Kann man auch als Händler das Fahrzeug etwas später liefern, um noch eine Erhöhung mitzunehmen.
Hast Du denn wenigstens ein Kündigungsrecht bei Erhöhung?

Gast am 17 Nov 2022 22:13:33

druester hat geschrieben:[
Ich kaufe auch nicht beim billigsten Anbieter, sondern beim nächstliegenden, sofern Fachkompetenz gegeben ist.
Im Kaufvertrag heißt es wortwörtlich:
„Gültigkeit hat die Preisliste von der Firma Knaus Tabbert zum Zeitpunkt der Übergabe des Fahrzeugs.“
Wir hoffen jedoch, dass es bis zur Auslieferung Mitte 2023 keine wesentliche Erhöhung geben wird.


Fachkompetenz in Sachen BGB ist bei dem Händler jedenfalls nicht gegeben.
Und wer schon bei der Bestellung versucht, den Kunden übern Tisch zu ziehen, wird das wohl bei Mängeln am Neufahrzeug ebenso machen.
Ich würde die Bestellung mal ganz unverbindlich an die nächste Verbraucherzentrale oder VBZ Bundesverband zur weiteren Verwendung (Abmahnung) geben.

chrisc4 am 17 Nov 2022 22:14:47

Ich hatte mir im August aufgrund eines unverschuldeten Unfallschadens das gleiche Wohnmobil mit gleichem Zubehör anbieten lassen. Die Überraschung, knapp 30K teuer als 2020 und keine verbindlicher Preis oder Lieferzeit. :-o
Der Verkäufer meinte, ich müsste mit ca. 2 Preiserhöhungen rechnen, das ist halt jetzt so! :eek:
Ich habe dankend abgelehnt!
Die Preise und Bedingungen sind völlig abgehoben, niemand sollte so einen Kaufvertrag unterschreiben!
Es kommen auch wieder besser Zeiten für Kunden!

kamikaze am 17 Nov 2022 22:18:54

Ein mir bekannter Händler, der 2 Marken vertritt, ist mit beiden Kontingenten bis Ende 2025 bzw. sogar 2026 ausverkauft.
Er sagt den Kunden, dass sie auf die heutigen unverbindlichen Preise mit etwa 20% Aufschlag rechnen müssten. Abspringer vor der Übergabe wären kein Problem für ihn, da es genügend Sofortkäufer gebe,sagt er.

Gast am 17 Nov 2022 23:50:51

druester hat geschrieben:Sollten die Preise sich bis zur Auslieferung nochmals erhöhen, gelten dann diese Preise.

Das hätte man all die letzten Jahrzehnte als Räuberpistole abgetan. In heutigen Zeiten, wo die Welt Kopf steht, ist es mehr als verständlich - das ist Notwehr, nichts anderes. Kein Händler und kein Hersteller kann derzeit einschätzen, was in ein, zwei Jahren oder auch nur im nächsten Quartal politisch und wirtschaftlich auf der Welt geschehen wird. Da muss man sich absichern.

Inwieweit das legal ist, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen. Gänzlich aussichtslos scheint das wohl nicht zu sein, sonst hätte es ein namhafter Hersteller kaum in seine Verträge / AGB hineingeschrieben.

launcher20 am 18 Nov 2022 00:39:31

Pepper MEG Duc. 8 bestellt im Juli 2021 für Auslieferung November 21, die Händlerbestellung war ja schon 2020! Im November hieß es, März 22. Im Februar 2022 hätte ich nach 2 zwischenzeitlichen Preiserhöhungen, jeweils 7% zum Ausgangspreis!!, kostenlos zurücktreten können. Auslieferung war dann Juni 22. Nach Verhandlungen hat der Händler den Ursprungspreis mit "nur" 1500,- Euro Mehrpreis fast gehalten! TOP! War einer der Letzten mit einem "Normal"preis, wenn man überhaupt davon reden kann... Den heutigen Preis kann man nur noch als totale Abzocke bezeichnen! :(

soul am 18 Nov 2022 00:47:09

launcher20 hat geschrieben: Den heutigen Preis kann man nur noch als totale Abzocke bezeichnen! :(


weil bei dir nichts teurer wird, im alltäglichen leben? ist halt eine "wilde" zeit.

launcher20 am 18 Nov 2022 01:03:54

soul hat geschrieben:weil bei dir nichts teurer wird, im alltäglichen leben? ist halt eine "wilde" zeit.
Wenn ich darauf antworten würde, müßte ich wieder politisch werden. Das würde Wolfgang sicher nicht gefallen...
Lassen wir es so stehen! :D

Gast am 18 Nov 2022 08:29:35

Philoucamper hat geschrieben:Das hätte man all die letzten Jahrzehnte als Räuberpistole abgetan. In heutigen Zeiten, wo die Welt Kopf steht, ist es mehr als verständlich - das ist Notwehr, nichts anderes. (...) Da muss man sich absichern.


Ein Hersteller (oder jedes andere Unternehmen), der nachhaltig arbeitet, schließt bei solchen Aufträgen sogenannte Warentermingeschäfte ab. Man kennt das auch bei Privathaushalten, wenn sie z.B. einen 24 Monatsvertrag für Gas und Strom abschließen. Das ist kein Hexenwerk.
So ein Handeln gibt allen Parteien Sicherheit.

ziczac am 18 Nov 2022 08:51:43

KFZ Kauf u. Warentermingeschäft?

Jetzt wird's wild...

nightmare am 18 Nov 2022 10:20:14

mafer hat geschrieben:
Ein Hersteller (oder jedes andere Unternehmen), der nachhaltig arbeitet, schließt bei solchen Aufträgen sogenannte Warentermingeschäfte ab. Man kennt das auch bei Privathaushalten, wenn sie z.B. einen 24 Monatsvertrag für Gas und Strom abschließen. Das ist kein Hexenwerk.
So ein Handeln gibt allen Parteien Sicherheit.


So eine Aussage ist leider gefährliches Halbwissen. Ja, es gibt Warentermingeschäfte an der Börse. Nein, im Automotivsektor wird so etwas nicht gemacht; da würde kein Lieferant mitspielen.

Das negative ist, die derzeitige (Preis-)Situation zieht sich leider durch nahezu alle Branchen. Das positive ist, die vor der Tür stehende Rezession wird so manche Fehlentwiccklung wieder gerade rücken!

Grüßle aus dem Schwabenländle

Russel am 18 Nov 2022 10:30:27

mafer hat geschrieben:Ein Hersteller (oder jedes andere Unternehmen), der nachhaltig arbeitet, schließt bei solchen Aufträgen sogenannte Warentermingeschäfte ab. Man kennt das auch bei Privathaushalten, wenn sie z.B. einen 24 Monatsvertrag für Gas und Strom abschließen. Das ist kein Hexenwerk.
So ein Handeln gibt allen Parteien Sicherheit.


Das ist doch der größte Quatsch, welcher Lieferant gibt für 24 Monate Festpreise?
Was das mit Nachhaltigkeit zu tun hat erschließt sich mir auch nicht?

So ein Handeln gibt nur einem Sicherheit, dem Einkäufer, der Verkäufer trägt das volle Risiko.

Wir haben momentan 4 Wochen Preisbindung wenn die Ware lieferbar ist. Ansonsten gilt der Preis bei Lieferung. Ist für alle sche..e, ist aber so.

huskimarc am 18 Nov 2022 10:32:39

ist glaub bei fast jedem hersteller so, hab letztes jahr ein carado gekauft, gleiches fahrzeug würde nach einem jahr ca 20.000 euro mehr kosten... mal schauen, wann die blase platz und die hersteller wieder rabatte etc geben

xenio am 18 Nov 2022 10:33:09

Ich bin selbst auf der Suche nach einem neuen Womo, habe mir dafür aber noch Zeit in Ruhe zu suchen. Mich überrascht es doch sehr, dass nicht wenige Bestellungen ohne Festpreis aufgeben und enorme Preiserhöhungen in Kauf genommen werden. Ein Auto zu kaufen, zu warten, und es dann irgendwann für z.B. 7.000 € mehr in Empfang zu nehmen, kommt für mich absolut nicht in Frage. In der Zwischenzeit bin ich auch auf einen Händler gestoßen, der mir sagte, dass er das auch nicht mehr mitmacht und nur noch Fahrzeuge verkauft, die auf seinem Hof stehen. So spart er sich und auch die Kunden Ärger. Dieser wohnortnahe Händler räumte mir bei einem für mich interessanten Fahrzeug übrigens 6,5% Rabatt inkl. Zubehör ein. Auf der Messe in Düsseldorf hatte ich schon ein für mich interessantes Fahrzeug mit 8% Rabatt verhandelt, leider war mir dann der Händler zu weit weg von meinem Wohnort. Ich bin der Meinung, dass der Markt in der derzeitigen Situation gerade dabei ist, zu "kippen" und dass man - wenn man nicht nur auf 1 ganz bestimmtes Fahrzeug beim Händler nebenan fixiert ist, durchaus Möglichkeiten hat ein schon produziertes Fahrzeug zu einem akzeptablen Preis zu kaufen. Natürlich ist das dann nicht mehr der Preis wie vor ein paar Jahren....

rkopka am 18 Nov 2022 10:51:10

soul hat geschrieben:weil bei dir nichts teurer wird, im alltäglichen leben? ist halt eine "wilde" zeit.

Egal wer es nun blecht, so eine unbekannte Erhöhung irgendwann in ferner Zukunft ist eigentlich für beide Seiten nicht tragbar. Wer so schon eher knapp kalkuliert, wird in 2 Jahren eher weniger Geld haben als mehr. Damit sind Bestellungen für viele praktisch unsinnig. Alternativ der Sofortkauf, wie oben beschrieben.

Natürlich könnte man bei der jetzigen Lage auch einfach bei mehreren Händlern bestellen. Wer dann zum Lieferzeitpunkt die geringste Erhöhung hat, wird genommen. :evil:
Funktioniert aber nicht mehr so gut, sollten die Preise mal stabil bleiben...

RK

Dirkulation am 18 Nov 2022 12:44:41

Die Kombination aus extremer Inflation und extremen Lieferzeiten ist das Problem.

Wer jetzt sein Wunschmobil bestellt, der guckt wirklich nicht aufs Geld.

Wenn die Gehälter in den 2 Jahren Wartezeit entsprechend der Inflation steigen würden, dann wäre es ja nur auf dem Papier ein höherer Preis, aber solch steigende Gehälter wird man verständlicherweise unterbinden.

Gerade versuche die Leute ihr Geld auszugeben bevor es noch mehr an Wert verliert. Wertanlagen und Luxusgüter sind gefragt. Was könnte die Wohnmobilbranche gerade Geld verdienen, wenn sie zeitnah liefern könnte.

Ich denke, dass die Inflation bald deutlich sinken und die Lieferzeiten sich verkürzen. Wenn sich diese beiden Stellschrauben verändern, dann wird das Wohnmobil während der Wartezeit nicht mehr ganz so große Preisanstiege erleben.
Dennoch werden die Händler aus der Vergangenheit gelernt haben und grundsätzlich keine Festpreise mehr bei Bestellung garantieren.

Vielleicht läuft es mehr und mehr auf den Verkauf von direkt verfügbaren Mobilen hinaus.

Eine weitere Lösung wäre vielleicht, dass man in der kompletten Lieferkette für einen Aufpreis Slots für die Realisierung von kurzfristigen Kundenwünschen frei hält. Je weniger Optionen man bei der Konfiguration hat, desto einfacher wäre es.

Fiat bietet bereits den 160ps Ducato nicht mehr so. Ein Schritt in die Richtung?

Russel am 18 Nov 2022 14:10:15

Dirkulation hat geschrieben:Wenn die Gehälter in den 2 Jahren Wartezeit entsprechend der Inflation steigen würden, dann wäre es ja nur auf dem Papier ein höherer Preis, aber solch steigende Gehälter wird man verständlicherweise unterbinden.
?


Naja, der Mindestlohn steigt ja gewaltig, parallel wird/müssen auch die anderen Löhne steigen.
Das dadurch mehr verdient wird aber nicht mehr übrig bleibt ist halt ein Nulleffekt da der Kreis sich immer wieder schließt.

Gast am 18 Nov 2022 15:37:23

Russel hat geschrieben:
Das ist doch der größte Quatsch, ...?
Was das mit Nachhaltigkeit zu tun hat erschließt sich mir auch nicht?

So ein Handeln gibt nur einem Sicherheit, dem Einkäufer, der Verkäufer trägt das volle Risiko.

Wir haben momentan 4 Wochen Preisbindung wenn die Ware lieferbar ist. Ansonsten gilt der Preis bei Lieferung. Ist für alle sche..e, ist aber so.


Das Bundesjustizministerium stellt hierzu klar: "Preisanpassungsklauseln dürfen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht unangemessen benachteiligen, andernfalls sind die Klauseln unwirksam. Der Kunde muss die Preisänderung nachvollziehen und überprüfen können […]. Die Klausel muss an Kostenelemente gekoppelt werden, die der jeweilige Kunde kennt, oder mit zumutbaren Mitteln in Erfahrung bringen kann. [...] Die Klausel muss Anlass, Voraussetzungen und Umfang möglicher Preiserhöhungen nennen, und sicherstellen, dass der Preisanpassungsmechanismus nicht nachträglich die Gewinnspanne des Unternehmers erhöht. Wenn sich ein Kostenfaktor für das Unternehmen erhöht und ein anderer gleichzeitig sinkt, sind die kostensenkenden Wirkungen gegenzurechnen."

wolfherm am 18 Nov 2022 15:54:22

Und genau die Bedingungen erfüllen die doch…….

TomAnne am 18 Nov 2022 16:59:02

Ich denke, so einen Vertrag hätte ich nicht unterschrieben. Da versucht einer, zusätzlich Kasse zu machen.
Wir haben bei unserem Händler im September bestellt mit voraussichtlichem Liefertermin April-Juni 2023 ZUM FESTPREIS!!

wolfherm am 18 Nov 2022 20:26:49

TomAnne hat geschrieben:Ich denke, so einen Vertrag hätte ich nicht unterschrieben. Da versucht einer, zusätzlich Kasse zu machen.
Wir haben bei unserem Händler im September bestellt mit voraussichtlichem Liefertermin April-Juni 2023 ZUM FESTPREIS!!



Was steht denn in den AGB bezüglich Preisanpassung?

Pechvogel am 18 Nov 2022 20:34:57

wolfherm hat geschrieben:Was steht denn in den AGB bezüglich Preisanpassung?

Die Frage ist doch prinzipiell: was passiert wenn der Händler später zu dem Festpreis NICHT ausliefern will?

Gibt es denn überhaupt einen Kaufvertrag oder nur eine Bestellung? …




Grüße
Dirk

Russel am 19 Nov 2022 07:35:33

mafer hat geschrieben:Das Bundesjustizministerium stellt hierzu klar: "Preisanpassungsklauseln dürfen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht unangemessen benachteiligen, andernfalls sind die Klauseln unwirksam. Der Kunde muss die Preisänderung nachvollziehen und überprüfen können […]"



Natürlich ist das alles rechtssicher, wie bei den Womo Hersteller auch.
Die Preiserhöhungen sind ja keine Willkür.

Die Ware wird nicht günstiger, nicht heute und nicht morgen. Ich kenne kaum ein Produkt das nach einer Preiserhöhung wieder günstiger wurde?
Wenn die Preise fallen, dann wird irgend etwas eingespart um es vermeintlich günstiger zu verkaufen.

wolfherm am 19 Nov 2022 08:40:19

Pechvogel hat geschrieben:Die Frage ist doch prinzipiell: was passiert wenn der Händler später zu dem Festpreis NICHT ausliefern will?

Gibt es denn überhaupt einen Kaufvertrag oder nur eine Bestellung? …




Grüße
Dirk



Das Thema hatten wir hier doch schon zur Genüge durch. Klar ist das ein Kaufvertrag. Und fang bitte nicht schon wieder eine weitere nutzlose Diskussion an…..

Gast am 19 Nov 2022 08:48:16

Ich für meinen Teil bin mir ganz sicher, dass der Zenith des Wohnmobilhypes bereits überschritten ist. Die tatsächlich weiter stattfindenden Preiserhöhungen einiger Hersteller, Zeugen eigentlich nur von der absoluten Marktunkenntniss bzw. Trägheit der Strategen. Nur weil ich 2021 mehr Wohnmobile verkauft habe als 2020, oder 2022 mehr verkaufte als 2021. irgendwann platzt die Blase, und der Markt wird mit jungen, bis dahin ein bis vier Jahre alten Wohnmobilen überschwemmt. Dann stehen sich die neuen überteuerten beim Händler die Reifen platt.
War bei den Autos das letzte Jahr auch so, dort ist die Veränderung bereits zu spüren. Händler geben mittlerweile wieder die größten Rabatte seit Jahren.
Genau so wird es bei den Wohnmobilen auch kommen. Hierbei kommt hinzu, dass viele der neuen möchtegern Camper doch feststellen, dass die Art von Urlaub doch nichts für sie und ihre süßen Kleinkinder ist und ihr Wohnmobil wieder abstoßen. Auch sind viele Fahrzeuge finanziert, was in der jetzigen Situation ebenso einen Verkaufsanreiz bietet um zu sparen.
Reden wir in ein paar Monaten wieder darüber.

Gast am 19 Nov 2022 09:06:03

wolfherm hat geschrieben:Das Thema hatten wir hier doch schon zur Genüge durch. Klar ist das ein Kaufvertrag. Und fang bitte nicht schon wieder eine weitere nutzlose Diskussion an…..


Wo kann ich denn einen Antrag stellen, ob dir ein Beitrag genehm ist?
Ganz offensichtlich ist das Thema Meinungs- und Beitragsfreiheit in diesem Forum etwas unterbelichtet.

wolfherm am 19 Nov 2022 09:14:59

Ach, die Diskussion um das Zustandekommen eines Kaufvertrages hatten wir hier gemeinsam schon. Deshalb meine Bitte. Wenn du dazu ganz andere neue Erkenntnisse haben solltest, immer her damit.

Außerdem gilt die Meinungsfreiheit auch für mich. Bin auch User….. :D

launcher20 am 19 Nov 2022 11:46:51

Pechvogel hat geschrieben:Die Frage ist doch prinzipiell: was passiert wenn der Händler später zu dem Festpreis NICHT ausliefern will


In unserer verbindlichen Bestellung stand das, was in allen steht: "Unverbindlicher Liefertermin"! Und genau so verhielt es sich auch! Pünktlich 4 Wochen vor Ablauf des unverbindlichen Termins kamen jeweils die "Verlängerungen"! Dabei zeigt sich die Flexibilität des Händlers! Der eine kann Preissteigerungen auffangen, der andere nicht! Unser war sehr flexibel! Wir hätten auch kostenlos zurücktreten können! Nach 2 Jahren Wartezeit bei 2 Preissteigerungen "nur" 1500 € mehr zahlen bei Beibehaltung aller Sonderwünsche! DAS ist maximale Flexibilität!

Gast am 19 Nov 2022 12:13:06

Ich staune immer wie devot Kunden gegenüber ihrem Master "Händler" sein können.
Da wird aus einem unverbindlichen Liefertermin auch gleich noch in vorauseilendem Gehorsam ein unverbindlicher Preis und der Master sogar noch dafür gelobt, dass man als Käufer kostenlos zurücktreten darf, wenn der Händler seinen Vertrag nicht einhalten will.
Das sind wahrscheinlich auch die Händler, die den Kunden nach dem Verkauf bei Mängeln gern von Pontius (z.B. Fiat) zu Pilatus (WoMo-Hersteller bzw. Teile-Zulieferer) schicken, weil sie meinen, das Schuldrecht gilt bei Wohnmobilen für sie nicht.
*kopfschüttel*

HalbvetteVenus am 19 Nov 2022 13:35:43

mafer hat geschrieben:Ich staune immer wie devot Kunden gegenüber ihrem Master "Händler" sein können. (...)
...Master sogar noch dafür gelobt, dass man als Käufer kostenlos zurücktreten darf, wenn der Händler seinen Vertrag nicht einhalten will.

*kopfschüttel*


Abgesehen davon, dass ich den Begriff "Master" in diesem Zusammenhang völlig daneben finde (vielleicht ist Dir ja nicht bewusst, welch dunkles Kapitel der Sklavenhandel in der Geschichte der Menschheit war), kann ich bei Deiner Argumentation nur den Kopf schütteln.
Ein Beispiel aus meinem beruflichen Alltag (Handwerk und Dienstleistung): wir haben in 02 / 2022 Ware bei einem deutschen Großhändler bestellt, welche für unsere Kundenaufträge benötigt werden. Der Vorlieferant sitzt in Belgien und bezieht seine Ware aus China. Ursprünglicher Liefertermin 05/2022
In den letzten 8 Monaten haben wir ca. 30 % dieser Ware erhalten, allerdings mit insgesamt 3 Preiserhöhungen. Die restlichen 70 % sind nun für 12/2022 eingeplant - mit der 4. Preiserhöhung.
Der Großhandel bietet uns bei jeder Erhöhung an, von der Bestellung zurückzutreten. Wir haben die Ware aber längst in Kundenaufträgen verplant, bei denen auch die Handwerksarbeit unserer Mitarbeiter verkauft wird.
Was soll ein Händler Deiner Meinung nach machen?? Alle Geschäfte stornieren und seine Firma schließen? Alle Preiserhöhungen auf seine Kosten schlucken und dann auch seine Firma irgendwann schließen (zwangsläufig, da nicht mehr zahlungsfähig). Oder seine Lieferanten verklagen und dann irgendwann ohne Ware dastehen??
In der Praxis siegt das so aus, dass wir das Gespräch mit den Kunden suchen. Die meisten haben Verständnis und akzeptieren eine Preiserhöhung, einige wenige stornieren ihre Aufträge. Untern Strich wird die Luft aber für viele Betriebe immer dünner - was sich auch in der steigenden Anzahl der Insolvenzen
widerspigelt (viele davon auch in der Automobilindustrie (z.B. Zulieferer))

partliner am 19 Nov 2022 15:16:27

Deine Argumentation ist ja nachvollziehbar, wobei ich im Bereich Fahrzeuge etwas anders denke:

Um ihre Produkte zu verkaufen, sind die Hersteller ja auf die Vertragshändler angewiesen. Es sei denn, sie wollen den Vertrieb selbst übernehmen.
Wenn sich die Händler nun einig wären (wahrscheinlich gibts sogar einen wichtigen Verband als Interessenvertretung) und den Herstellern klar machen, dass sie nicht gewillt sind, die wiederkehrenden Diskussionen mit den Kunden über Preiserhöhungen während der Zeit, in der die Hersteller nicht in der Lage sind, Liefertermine einzuhalten, zu führen sondern vielmehr eine Preisstabilität von den Herstellern einfordern, dann würde ich gerne wissen, wie die Hersteller darauf reagieren.
Die Preiserhöhungen des ablaufenden Jahres sind mMn nicht durch gestiegene Kosten im Einkauf zu rechtfertigen.

Beispiel: ich habe im Oktober 2021 ein neues Wohnmobil beim Händler übernommen. Dieses Fahrzeug wird auch jetzt noch unverändert vom Hersteller angeboten. Preisdifferenz lt aktueller Preisliste: +35%!!!
Sicherlich gab es auch Preiserhöhungen bei den Zulieferern, aber in der Größenordnung?

Russel am 19 Nov 2022 18:11:22

Ich habe einige gute Bekannte die Zulieferer der Automobilindustrie sind, da gab es seit Jahren nur eine Richtung:

Es muss günstiger sein, bis der Zulieferer ausgelaugt ist.
Jetzt sitzen einige Zulieferer mal am längeren Hebel und bedienen eben die Kunden die besser bezahlen.
Glaubt wirklich jemand das die Chipindustrie in Asien die Bänder ausgeschaltet haben? Ich nicht, es wird an den meistbietenden verkauft.

Wir bekommen auch weniger Material, die Werke laufen heiß, aber es geht viel am deutschen Markt vorbei.

HalbvetteVenus am 19 Nov 2022 18:53:01

Russel hat geschrieben:Ich habe einige gute Bekannte die Zulieferer der Automobilindustrie sind, da gab es seit Jahren nur eine Richtung:
Es muss günstiger sein, bis der Zulieferer ausgelaugt ist. .....Glaubt wirklich jemand das die Chipindustrie in Asien die Bänder ausgeschaltet haben? Ich nicht, es wird an den meistbietenden verkauft.


Ähnliches habe ich auch schon gehört; von einem Bekannten, der bei Bosch in der Chip-Entwicklung tätig ist. Eine Rolle hierbei spielt wohl auch der Wirtschaftskrieg, den Trump mit China angestiftet hat. Und natürlich auch, dass der asiatische Markt explodiert und viele Waren im Inland bleiben.

partliner hat geschrieben:Beispiel: ich habe im Oktober 2021 ein neues Wohnmobil beim Händler übernommen. Dieses Fahrzeug wird auch jetzt noch unverändert vom Hersteller angeboten. Preisdifferenz lt aktueller Preisliste: +35%!!! Sicherlich gab es auch Preiserhöhungen bei den Zulieferern, aber in der Größenordnung?


Zwei Beispiele: -ich habe mir letzten Winter eine LifePo4 Batterie gebaut mit Zellen und BMS von Aliexpress. Eigentlich hatte ich ein zweites baugleiches Projekt für diesen Winter geplant. Preisdifferenz für die Zellen beim gleichen Lieferanten: 42 %. Im Moment ist mir das zu teuer...
- wir haben im Sommer 2021 neue Reifen auf unseren Alltags-VW bekommen. Eine scharfe Bordsteinkante hat uns neulich einen davon aufgeschlitzt. Der Reifen, den ich nachbestellt habe, hat innerhalb von 13 Monaten ebenfalls fast 40% Preissteigerung erfahren....

Es gibt sicherlich Gewinner der momentanen Situation. Das liegt aber m.E. daran, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet. Vermutlich profitieren auch die Reisemobilhersteller; vor allem die mit den ganz teuren Fahrzeugen. Ob sich ein Weinsberg-Händler aber nun eine goldene Nase verdient?

Ahorne7500 am 20 Nov 2022 11:19:18

Hallo,

Spontan geht mir durch den Kopf:

- erhöhte Energie- und Treibstoffkosten
- Erhöhung des Mindestlohns
- keine Kinderarbeit mehr (Lieferketten)
- weitere Umweltauflagen
- Versuch der geringeren Abhängigkeit von zB China
- immer mehr Auflagen zur Arbeitssicherheit
- alle möglichen Abläufe müssen immer mehr 'geprüft, dokumentiert, zertifiziert' werden
- jeder verklagt dich sofort für 'irgendeinen Scheixx'
- usw

Es bedeutet NICHT, dass ich alle diese Veränderung schlecht finde....

Aber irgendwer muss sie irgendwann irgendwo bezahlen.

Wir lassen uns im Geschäft beraten ....
... und kaufen günstig online
WER bezahlt die Beratung?

Ich denke, irgendwie tragen wir alle unseren Teil dazu bei.

Sorry, wenn meine Gedanken keine offenen Türen treffen.
.

supcamper am 20 Nov 2022 15:27:13

Alles richtig, alles legitim.
Und das sollte ein ordentlicher Kaufmann in seinen Preis einkalkulieren.
Verträge sind einzuhalten.
Für Abweichungen davon hat der Gesetzgeber enge Grenzen gesteckt.
Wenn die Kalkulation der einkaufsseitigen Risiken dem Unternehmer nicht gelingt kann er dieses Risiko nicht an den Käfer abdrücken.
Er hat auch die Möglichkeit nur bereits an ihn gelieferte Mobile, d.h. mit bekanntem Einkaufspreis zu verkaufen. Keine unangenehmen Diskussionen mit verärgerten Käufern. Zufriedene Kunden, die ihr Fahrzeug gleich mitnehmen können.
Man muss sich den Randbedingungen anpassen.
Heute würde ich nicht mehr ein konfiguriertes Womo bestellen, sondern nur noch „vom Hof“ kaufen.

Russel am 20 Nov 2022 19:00:43

supcamper hat geschrieben:Wenn die Kalkulation der einkaufsseitigen Risiken dem Unternehmer nicht gelingt kann er dieses Risiko nicht an den Käfer abdrücken.
Er hat auch die Möglichkeit nur bereits an ihn gelieferte Mobile, d.h. mit bekanntem Einkaufspreis zu verkaufen.
Heute würde ich nicht mehr ein konfiguriertes Womo bestellen, sondern nur noch „vom Hof“ kaufen.



Dann würde aber der Immense Gewinn sinken, die Industrie ist auf große Gewinne und irrsinnige Gehälter ausgelegt. Die Manager, Aktionäre und Arbeiter wollen ihr Gehalt alle behalten, eher 10 % mehr bei weniger Stunden….

Wenn die Industrie günstiger einkauft oder produziert wird dies nie an den Kunden weitergegeben.
Siehe VW, damals mit der Ankündigung des MQB, es wäre viel Kostengünstiger, der Kunde bekam davon nicht viel mit.

Niemand ist ja gezwungen zu kaufen, wenn, wird das halt ausgenutzt. Die Verträge sind ja legitim. Das ist ja mittlerweile bekannt.
Wenn es an den Preisen liegt, dann bin ich mal gespannt ob die Rohstoff Preise sinken.

In unserer Branche ist das seit 30 Jahren nicht nicht passiert, es gab immer nur einen Weg, nach oben, und der Gipfel ist noch lange nicht erreicht.

Denkt einer das z.B. die Spritpreise groß fallen wenn mittlerweile ein Freudentanz bei unter 2 € zelebriert wird?

supcamper am 20 Nov 2022 22:26:51

Russel hat geschrieben:Niemand ist ja gezwungen zu kaufen, wenn, wird das halt ausgenutzt.

Genau das ist mein Resümee, Händler könnten zumindest heute anders agieren, viele tun es aber nicht.

Russel hat geschrieben:Die Verträge sind ja legitim.

Das wage ich anzuzweifeln, die engen gesetzlichen Grenzen für nachträgliche Preisanpassungen dürfen in vielen Fällen überschritten werden.
Die Entscheidung damit umzugehen aber muss jeder Betroffene selbst fällen.
Es gefällt mir allerdings nicht, dass in dieser Branche eine Übervorteilung der Verbraucher „geübte Praxis“ wird.

BikeAir am 20 Nov 2022 23:03:36

Seicodad hat geschrieben:Ich für meinen Teil bin mir ganz sicher, dass der Zenith des Wohnmobilhypes bereits überschritten ist. Die tatsächlich weiter stattfindenden Preiserhöhungen einiger Hersteller, [......]

So sehe ich das auch. Ich habe mal nachgesehen :eek: :eek: :eek: , meine Hymer kostet heute in deutlich abgespeckter Version im Grundpreis 43% oder €28.000!!!!! mehr als 2018, eigentlich noch mehr, da wir damals noch einen 5-stelligen Rabatt bekommen haben.

Der WoMo Neumarkt wird in 1 - 2 Jahren kollabieren, weil niemand mehr bereit sein wird (oder kann), die übertriebenen Preise zu bezahlen und der Gebrauchtmarkt wird dann gleich mit crashen.

Also wer was neues sucht einfach 1 - 2 Jahre abwarten. Der Markt funktioniert tatsächlich manchmal doch, und das nicht nur nach oben

Das ist alles völlig irre.

Grüße

heiner57 am 20 Nov 2022 23:21:02

Hallo "Bikeair",

ich habe zwar schon ein paar Körnchen getrunken, aber trotzdem machst du mich neugierig.

> Hast du wirklich einen "5-stelligen Rabatt" bekommen ?

VG
Heinrich

BikeAir am 21 Nov 2022 02:44:02

heiner57 hat geschrieben:Hallo "Bikeair",

ich habe zwar schon ein paar Körnchen getrunken, aber trotzdem machst du mich neugierig.

> Hast du wirklich einen "5-stelligen Rabatt" bekommen ?

VG
Heinrich

Ja habe ich, um genau zu sein, genau 14.500 Taler bei KP von €89.500,--(Liste plus allem Zubehör) das waren etwa 15,5%, wie gesagt das war 04.2018.
Aber da konnte man auch noch Modelle aus dem Vorjahr kaufen............

Die Zeiten sind aber leider schon länger vorbei. Eigentlich schade, oder?

Grüße

Russel am 21 Nov 2022 13:07:36

BikeAir hat geschrieben:Ja habe ich, um genau zu sein, genau 14.500 Taler bei KP von €89.500,--(Liste plus allem Zubehör) das waren etwa 15,5%, wie gesagt das war 04.2018.
Aber da konnte man auch noch Modelle aus dem Vorjahr kaufen............

Die Zeiten sind aber leider schon länger vorbei. Eigentlich schade, oder?

Grüße


Rabatte sind für mich nie nachvollziehbar gewesen.
Wer bekommt den wann wieviel und warum?
Wenn ich einem Kunden 15% Rabatt gebe weil er rumfuggert, diese dann auch gebe, habe ich doch vorher versucht um 15% zu Beschei…en?

kielius am 21 Nov 2022 13:11:04


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