4 Wohnmobile, und nicht gerade Schnäppchen oder? Ob das den Finanzierungsmarkt mit Schlußrate spiegelt?
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4 Wohnmobile, und nicht gerade Schnäppchen oder? Ob das den Finanzierungsmarkt mit Schlußrate spiegelt? inkasso bedeutet nicht automatisch Beschlagnahmung und ab zur Versteigerung, meist läuft es bei Fahrzeugen anders. Zuerst versucht man mit dem Kunden die Raten neu zu regeln und meist haben diese Leute auch noch überteuerte Mobilfunkverträge usw., erst wenn es keine andere Möglichkeit gibt, geht es mit dem Fahrzeug weiter. Abtretung an die Bank. Verwertung über einen Wohnmobilhändler Verwertung über ein Fahrzeugverwerter, dann findet man die Fahrzeuge auf z.B. auf Mobile.de. Der Gerichtsvollzieher ist die wirklich letzte Instanz ebenso die Zwangsversteigerung. Meine Frau hat noch Kontakt zu ehemaligen Kollegen und die Zahl der Fahrzeug allgemein ist steigend, auch die der Wohnmobile. Aber es ist keine Schwemme zu erwarten, es spiegelt lediglich die allgemeine Zahlungsschwäche bei Krediten.
Meine Rede. Bei Immobilien geht es auch nicht sofort zur Versteigerung, nur mal so. Moderation:So und jetzt mal Feierabend mit der Fabuliererei über Bankenverwertung von Immobilien. Wenn man keine Ahnung vom Geschäft hat, sollte man besser schweigen. Außerdem geht es hier um Wohnmobile. Wer jetzt noch vom Thema (siehe oben) abweicht, bekommt hier seine eigene Verwertung in Form eines Ausschlusses aus dem Thema hier. Ich kann WoMo NK19 nur absolut recht geben. Keine Bank möchte ein Haus versteigern oder irgendetwas verkaufen, weil ein Kunde nicht bezahlt hat. Bei Immobilien geht es noch, aber die Banken machen und dürfen auch keinen zusätzlichen Gewinn dabei machen. Bei Autos oder Wohnmobilen ist die Gefahr sehr groß , dass für die Bank ein Verlust entsteht, denn wenn eine Bank ein Womo anbietet, weiß jeder warum und der Preis ist nicht mehr heiss. Bei Immobilien gibt es zig gesetzliche Richtlinien für die Beratung der Kunden und die Planung der Rückzahlung. Dies gibt es leider für Konsumentenkredite in der Form nicht. Ich glaube schon, dass die privat finanzierten Wohnmobile zu einer Belastung des Gebrauchtwagenmarktes führen. Denn leider sind die Ballonraten weit verbreitet und die Tilgung reichte in den letzten Jahren wahrscheinlich nicht aus, um die Rate konstant zu halten. Auch sind die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu beachten. Beste Grüße Jörg Die Zulassungszahlen von Wohnmobilen erreichten im Kalenderjahr 2025 wieder ein sehr hohes Niveau. Die Trendumkehr findet offensichtlich nur bei Wohnwagen statt, jedoch nicht bei Wohnmobilen. --> Link
Na wenn das ein anonymer Autor bei t-online schreibt , dann muss das wohl stimmen . Massenhafte Insolvenzen von Wohnmobilhändlern sprechen eine andere Sprache . Heute wieder mal bei einem Händler in der Nähe nachgeschaut : „Diese Webseite ist momentan nicht mehr erreichbar“! . Seit über einer Woche . Zig Kaufinteressenten haben ihre Anzahlungen und teilweise sogar die Gesamtzahlung eingebüßt und stehen ohne Mobil und ohne Geld im Regen.Es ist eine noch nie dagewesene Welle von Vertrauensverlust in der Branche . Alteingesessene Firmen agieren teils nur noch mit Verzweiflungstaten an ihren Kunden . Anders kann man es nicht mehr nennen , was da teilweise abgeht . Die Leute melden sich reihenweise auf youtube und beklagen den Verlust von zigtausenden € . Der Markt hat wirklich ein nie gekanntes „sehr hohes Niveau“ an Pleiten . Im Frühjahr 2026 wird es wieder ein „sehr hohes Niveau“ an Neuzulassungen geben , da diese Fahrzeuge (ab ca. 23) sonst gar nicht mehr zulassungsfähig wären . Tageszulassungen sonst :Null , nada , nix in Europa nur noch Schrott . Wer hier noch nicht den Knall gehört hat und immer noch auf althergebrachten Optimismus macht wird sicher auch bald , wie in anderen Branchen üblich , den Kotau vorm Chinamann machen , der sicher schon im Background lächelt. Hoffen wir mal das Beste ! VG Ben
So traurig das ist, das Leute Ihr Geld verlieren, aber wer auf Zuruf zig Tausende von Euro an jemand ohne Nachdenken oder Sicherheit überweist, ob da noch geholfen werden kann? Es ist ja nicht so, dass ein Händler nicht nach An- Voraus- oder Vollzahlung fragen darf, aber bevor man so viel Geld einfach weggibt, könnte man doch zumindest auf die Idee kommen, jemand zu fragen, der sich damit auskennt. Oder aber die Gier nach dem neuen Wohnmobil schlägt einfach das gesunde Denkvermögen. Wahrscheinlich würde eine 5 minütige Google Suche da schon weiter helfen. Grüße
Und jetzt müsste man mal sehen wie viele Tageszulassungen von Händlern dabei sind, die ihr Modelle von 2023 sonst aus Abgasgründen nicht mehr verkaufen können. Ich glaube MKK hat das mal bei YT gut erklärt. Der Branche geht es nicht gut, ansonsten würden sie nicht reihenweise pleite gehen. Die Anzahl der Neuzulassungen sagt nicht viel aus, wenn eine Pleitewelle läuft. Natürlich kommen die Neufahrzeuge zu Kunden und die lassen die dann zu. Nur möglicherweise halt zum Sonderpreis aus der Konkursmasse anstatt als normaler Verkauf. Ist ja eigentlich sogar ein Teufelskreis - je mehr Fahrzeuge 'günstig' aus Insolvenzen auf den Markt kommen, desto weniger Neufahrzeuge verkaufen die noch schwimmenden Händler... Man wird sehen. Der Branche wirds ganz gut tun, wenn ein paar faule Eier (Händler und Hersteller) über die Wupper gehen. Blöd ist das primär für die Mitarbeiter und einige Kunden, die zu sehr in Vorleistung gegangen sind, der Unternehmer kannte sein Risiko ja wohl. bis denn, Uwe
Für gute Mitarbeiter dürfte es kein Problem sein eine neue Anstellung zu finden und die ausstehenden Lohnzahlungen werden ja ausgeglichen. Nun, was nehmen wir als intelligente Kunden mit aus dem Ganzen? Ist einfach riskant im Moment. Keine Anzahlungen, und wenn das Fahrzeug / der Wohnwagen auch noch so schön funkelt. Lieber was gebrauchtes, aus der Insolvenz oder eben einen solventen Händler suchen. Wie bei normalen Autos halt auch, für mein neues Auto musste ich auch kleine Anzahlung leisten. Ewig zu warten und dann kommt nix ist schon Strafe genug, da muss nicht auch noch Geld weg sein.
Schon gar nicht als entscheidender Faktor, wenn der Rückgang bei den Neuzulassungen von 2024 auf 2025 keine 3 Prozent beträgt. Von 2014 bis 2022 gab es eine Null- bis Negativzinsphase. Je länger diese Phase andauerte, desto mehr "sprach sich herum", dass sich Sparen nicht mehr "lohne". Das befeuerte massenweise "Nice-to-have-Käufe" in ganz unterschiedlichen Branchen. Wohnmobile, Boote und Yachten, Gebrauchtwagen, Oldtimer, aber auch die Investition in den nichtmonetären Bestand waren hoch: PV Anlagen, Renovierungen und nicht zu letzt boomte auch der Immobilienmarkt inklusive Neubau. Der Wohnmobilmarkt erlebte zusätzlich einen Schub mit der Corona Pandemie, da das Wohnmobil eine Beweglichkeit versprach, die anders unsicher war. 2022 kam die Fiskalpolitik zu dem Schluss, dass die Inflation kein vorübergehender Effekt der Pandemie sei und der Zins stieg nach einer historisch langen Niedrigstphase ebenfalls historisch sprungartig innerhalb von 8 Monaten um 4 Punkte nach oben. Das beendete in den oben genannten Branchen den Boom. Diese abrupte Zinserhöhung hat neben einer Kaufzurückhaltung noch weitere zusammenhängende Effekte: Der Druck auf die Verkaufspreise steigt, was Marge kostet. Die Finanzierung des Warenbestandes (bei Wohnmobilhändlern hoch) wird deutlich teurer. Die Kaufentscheidungen brauchen mehr Zeit und damit steigt auch die Umschlagsgeschwindigkeit im Bestand. Das kann einem Händler dann schon mal das Genick brechen.
Das klingt ja so, als würden besonders die "faulen Eier" von Insolvenzen betroffen werden und als hätten die seriösen Händler kein Problem damit. Das glaube ich nicht. Jedes Unternehmen, welches mit Fremdkapital auf das Gewinnen von Marktanteilen in einem boomenden Markt setzt gerät unter finanziellen Druck, wenn der Boom zu schnell zu Ende ist. |
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