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Hallo, ich bin gestern aus meiner Halle gefahren, wo ich das Wohnmobil bei Nichtbenutzung abstelle. Vor der Halle war ich dann mit dem rechten Vorderreifen im Gras und mit dem linken Rad im Schotterbett. Das Gras war sehr nass und das Rad ist durchgedreht. Aber wirklich nur das rechte Rad was im Gras war. Links sieht man keinerlei Spuren von einem durchgedrehten Rad. Bedeutet das nun, dass der Antrieb auf das linke Rad abgeschalten wurde, weil das rechte Rad durchgedreht ist? Wenn ja, kann man das abschalten, hätte nämlich das linke Rad weiter angetrieben, wäre ich ja vielleicht wieder weggekommen. So war das nicht möglich... Kein Sperrdifferential? Das Differential an der angetriebenen Achse arbeitet an jedem Auto mechanisch so, daß je mehr Drehzahl ein Rad hat das andere entsprechend langsamer dreht. Sonst gäbe es in Kurven ein Problem da daß kurveninnere Rad immer langsamer dreht als das kurvenäußere. Ein normaler Vorgang, auch bei Heckantrieben. Wenn ein Rad komplett durchdreht steht daß andere still. Deswegen gibt es ESP Systeme welche das durchdrehende Rad per Bremseingriff begrenzen. Beste Gruesse Bernd
Ja, nennt dich Differential und hat eigentlich jedes Auto. Und ja, eine Sperrdifferential verhindert dies. Gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen, manuell zuschaltbar, automatisch. Google liefert Dir viele Informationen dazu. Manchmal lassen sich diese auch nachrüsten.
Und man steht weiter still. Das ESP kann hier nicht weiterhelfen, das ist für anderes da. Schau dir mal auf YT Videos dazu an, dann weißt du wie das funktioniert.
im Prinzip hast du recht, das ESP selbst macht es nicht, aber die Radsensoren des ESP werden dazu verwendet in so einer Situation ist es am Einfachsten etwas vor/unter das durchdrehende Rad zu legen. ob das ein paar Zweige oder eine Fußmatte oder was auch immer ist. Diese Situationen sind für nicht-Geländefahrer so selten, dass sich eine technische Lösung dazu nicht lohnt.
Ja, das macht Spass, solche Sachen fliegen dann gern mit Schwung nach hinten weg :) zumindest, wenn der Rest der Fuhre fest steckt. Oft hilft es auch einfach, mal im 2. Gang anzufahren oder es rückwärts zu versuchen. Oder beim Kauf auf Heck- oder Allradantrieb achten :D bis denn, Uwe Heckantrieb hilft dir auch nicht so unbedingt viel weiter. Hast du Allradantrieb ohnd Sperre/n und zwei Räder keinen Grip stehst du auch. Mein Jeep hat vorne offenes Differential und hinten eine Automatiksperre das ist schon nicht schlecht. Das Optimum ist Zuschaltsperre vorne und hinten bei Allradfahrzeuge. Diese " Sperre" mit Bremseingriff ist nur eine Krücke aber immerhin besser wie nix. Bei einem SUV erlebt die Drehzahl wird im Matsch immer weiter reduziert bis zum Fahrzeugstillstand. Hat mein Jeep mit links bewältigt auf popeligen Winterreifen.
Und nicht vergessen eine Sperre für das Verteilergetriebe mit dem ggF auch noch eine Untersetzung eingebaut ist
Von Feststecken kann bei der Situation des TE ja nicht die Rede sein. Es gibt in jeder Situation Möglichkeiten Unsinn zu machen. Mit etwas Kreativität und Köpfchen kann man sich oft leicht weiterhelfen. Übung, Erfahrung und offene Augen helfen. Stimmt bei Fahrzeuge mit Mitteldifferential brauchts da auch eine Sperre im Verteilergetriebe. Ohne Untersetzung fühlt sich Allrad im Gelände kraftlos an. Dann sollte ein stark untersetzter erster Gang vorhanden sein. Automatikgetriebe kann zumindest zeitweise bis das Öl überhitzt ist das Problem kaschieren. Nun wollte der TE ja nicht die Sahara durchqueren, sondern einfach nur mit seiner Fuhre von einem kleinen Stückchen Rasen wieder runter... Das Problem beobachte ich laufend mit den Frontkratzern, die hinten beladen sind und dann auf Rasen fahren. Zuletzt musste ein KaWa von einem Traktor von einer popeligen Camping-Wiese geborgen werden... sowas hinterlässt bleibende Eindrücke beim Fahrer.
Die Untersetzung in einem VTG ist für alle Gänge gleich. Das Vtg bekommt über die Eingangswelle vom Getriebe (egal ob Schalter oder Automatik )die Drehzahl und verteilt vorne /hinten . Gesperrt werden kann in beiden Schaltzuständen, mit und ohne Untersetzung. Danke für die große Rückmeldung, hat mich sehr gefreut. ich dachte eigentlich nur eine Taste im Cockpit drücken zu müssen und dann geht das. Es gibt da schon ein paar Tasten, die ich noch nie benutzt habe... Berganfahren müsste die eine sein und war da nicht eine ESP-Taste? Aber so einfach ist das ja wohl nicht...
Liegt vielleicht auch daran, dass Du nicht geschrieben hast, was für ein WoMo Du fährst... Entschuldige Dethleffs Pulse I 7051 EBL auf Ducatobasis (7, noch kein 8er).
Berganfahren verhindert das rückwärtsrollen bei den meisten Fahrzeugen. Und leider gibt es keine Taste die einen Allradantrieb oder eine Differentialsperre ersetzt. Aber wie bereits geschrieben wenn es nur um eine Wiese geht dann mit WENIG Gas anrollen damit erst gar kein durchdrehen stattfinden. Wenn man wirklich nicht weiterkommt, eine Fußmatte vor das rutschende Rad der Anfahrschwung reicht dann oft wenn sich die Karre erstmal bewegt um weiter zu kommen. Ein Stück rückwärts fahren um weg zu kommen von der geplätteten Stelle und ein neuer Versuch. Räder immer gerade stellen nie mit eingeschlagenen Rädern anfahren - das erhöht das Risiko des durchdrehens enorm. Anfahrhilfen kaufen und mitnehmen - ich hab welche dabei - statt eines Allradautos und Sperren reicht für alle die nicht gerade in Afrika unterwegs sein wollen. :wink: Beste Gruesse Bernd Wichtig ist nur nicht ewig drehen lassen, da Differentiale nicht für diese Drehzahlen ausgelegt sind. Schäden sind oft nur mit kompletten Getriebe zu beheben. Gruß Andi
Für solche Fälle habe ich einen 5 Liter Eimer mit Splitt und sollte es schlimm kommen auch noch Schneeketten um die Reibung zwischen Rad und großer Kugel zu verbessern. Wer einen kleinen Kompressor an Bord hat darf auch gerne Luft ablassen damit die Reifenaufstandsfläche und damit auch wieder die Reibung zunimmt . Was am wenigsten hilft ist Gas geben,aber anfahren im 2. G wie im Winter auf schneeglatter Fahrbahn kann auch helfen
Ja ist auch so. Taste nennt sich Traction+. Damit wird das durchdrehende Rad verlangsamt(durch Bremseingriff) und das Rad auf festen Untergrund bekommt Antrieb . Natürlich nur wenn du das als Option in deinem Ducato hast.
Hat der Ducato echt serienmäßig kein ASR? Beim Ford funktioniert das eigentlich sehr gut solange ein Rad Grip hat. Das durchdrehende Rad wird gebremst und somit die Kraft auf das andere Rad übertragen. Man muß der Elektronik nur kurz Zeit geben, dann kommt der Bremseingriff. Wenn beide Räder anfangen durchzudrehen ist allerdings Schluß mit lustig, da hilft nur ein echtes Sperrdifferential. Gruß Joachim .
Neurere Ducatos schon. Kommt drauf an wie modern das ABS dieses Ducatos ist.
Grüße Dirk Das ASR sollte somit automatisch greifen, aber dauert nur etwas - richtig? Ist Baujahr 2020 (November). Ja sollte per Bremseingriff funktionieren.
Servus Bei mir ist es die Taste mit dem T drauf, was Traktionskontrolle bedeutet. Ist ein Duc 150 Mj2 von 2017 Ich brauche die Taste immer wieder mal, zuletzt vor 2 Wochen auf Sizilien, wo uns eine Umleitung auf eine Nebenstrasse mit 180grad Kehren bei 15 bis 20% Steigung brachte. Wäre Alles gegangen, im 1. Gang, wenn es nicht geregnet hätte. Mit der T Taste fuhr ich soweit, bis beide Räder wechselseitig durchdrehten und griffen, bis es nicht mehr weiterging, und er nur noch hoppelte. In der letzten Kurve war eine Hofeinfahrt, bis zu der ich zurückgerollt bin, dann mit Schwung aus dem Hof, und es ging weiter. Gruß Ja genau diese Taste habe ich auch. D.h. damit wird die eine Seite wieder angetrieben, obwohl das andere Rad gerade durchdreht - richtig? Jein. Das durchdrehende Rad wird mit der Bremse abgebremst und dadurch kommt über das Differential wieder Drehmoment auf das stehende Rad - wenns gut läuft, gehts dann weiter vorwärts. bis denn, Uwe Hmm - wenn ich die Bremse betätige, geh ich ja vorher vom Gas. Bremse und Gas gleichzeitig geht ja nicht (genauer gesagt, geht schon, aber da macht meine Automatik erst mal gar nichts mehr). Oder wird das durch die T-Taste verursacht, die Bremswirkung mein ich? Bei einem nicht gesperrten Differenzial wird die Kraft immer zu der Seite geleitet die am wenigsten Kraft übertragen kann. Deshalb dreht nur ein Rad durch. Bei der elektronischen Differenzialsperre die der Ducato hat bremst das ABS das durchdrehende Rad und die Kraft geht auf die andere Seite. Du brauchst dabei nicht auf die Bremse treten das macht das ABS für dich.
Einfach gesagt.....JA Wenn ich einschätze es könnte zu Antriebsproblemen kommen, drück ich die Taste präventiv, denn Anfahren ist schwieriger als Durchkommen. Hab ich schon als Kind auf unserem Hof gelernt, wo wir mit 10 Traktoren fuhren, und mit 14 den Führerschein machen durften. Damals gab es noch keine Sperren, und wir mußten das durchdrehende Rad mit der Einzelradbremse manuell abbremsen, mit der man natürlich auch, im jugendlichen Leichtsinn, schöne Powerslides hinlegen konnte... :lach: Nochwas für karlh, die andere Taste ist die Bergabfahrhilfe.....wenn es extrem steil nach unten geht, brems die Karre auf 25kmh ab, drück die Abfahrtaste, und nimm die Füße von den Pedalen....Alles Andere machen die Bremsen von Alleine, und du wirst nie schneller als 25kmh. Wenn die Abfahrt sehr lange ist, such ich mir eine Stelle wo ich stehen bleiben kann, um die Bremsen etwas abkühlen zu lassen. Gruß
Rein technisch haben das alle modernen Fahrzeuge schon durchs ABS. Das ESP ist ja auch nur SW. Nur leider lassen sich die Hersteller die zusätzliche SW gut bezahlen. RK
Bist du sicher das der Ducato ein Differenzialsperre hat? Wenn nur ein Rad abgebremst wird ist das keine richtige Differenzialsperre.
Er schrieb ja "elektronische" Differentialsperre. In der Praxis ist der Effekt der gleiche. Ob das Differential gesperrt ist und das durchdrehende Rad starr mit dem anderen mitläuft, oder ob es gebremst wird, sodaß das Differential das Drehmoment auf das andere Rad gibt. RK
Meiner Meinung nach ist das mal gar nicht das selbe. Die "elektronische" Sperre kann mit einer mechanischen nicht mithalten. Die elektronische Sperre hat den Vorteil ,es wird auch die Motorleistung reduziert. Bei einer mechanischen Sperre wobei es auch Abstufungen gibt z.B.50, 75 oder100 % Sperre kann bei plötzlichem Gripp auch mal eine Steckachse den Dienst versagen. Bei reduziertem Drehmoment seitens Motor ist das weniger der Fall.
Meine Lieblingswette bei "Wetten dass": --> Link War schon ne geile Zeit! :ja:
Bei einem Geländewagen oder Sportwagen sicher nicht. Es gibt auch ne Menge Sperrensysteme. Lamellensperren Torsensperren Klauensperren Viscosperren Manche davon haben den Vorteil das sie variabel sind. So´n Ducato ist weder ein Gelände noch ein Sportwagen. Die elektronische Sperre dient nur dazu vonner feuchten Wiese zu kommen und nicht dazu maximal am Kurvenausgang zu beschleunigen oder halt nen Acker umzupflügen :mrgreen: Vor vielen Jahren 5er Diesel BMW noch mit richtigem Sperrdiff gehabt. Dann kamen die neueren 5er Diesel und hatten keins mehr. Weil die elektronischen das ja auch für viel weniger Geld genausogut können..... Gleicher Parkplatz mit ganz leichter Steigung vor der Garage. Kannst ja mal raten welcher von den beiden 5er nicht mehr die Steigung raufkam wenns auch nur ein wenig geschneit hatte. Wo ich mit dem "alten" 5er noch locker mit Sommerreifen weiterkam geht beim neueren 5er ohne Winterreifen mal gar nichts. Kann aber jeder sehenwie er will. Ich hätte lieber die 25% "dumme" Sperre. Das mit dem Gas wegnehmen funktioniert übrigens bei oben beschriebenen Parkplatz auch wunderbar. Nämlich gar nicht weil das blöde DSC einfach den Hahn zudreht. Mit der alten Sperre leiert man sich eventuell noch raus. Hier mal ein paar Tricks (Kunststücke), wie man sich aus misslichen Lagen befreit: --> Link Ca. Minute 2 symbolisiert ja das Problem (+ Lösung) bezüglich) Differenzial. Könnte auch beim Wohnmobil klappen, wenn ein Rad nicht greift. Hallo zusammen nur mal um das etwas aufzuklären, der Ducato und heute meist auch alle anderen Fahrzeuge haben weder eine elektronische noch eine mechanische Differentialsperre. Diese Fahrzeuge haben eine Antischlupfregelung die entweder durch Bremseingriff und/oder Reduzierung der Motorleistung ein durchdrehen der Räder verhindern soll. Bei der Leistungsreduzierung kann das schon mal bis zum Absterben des Motors gehen. Ein elektronisches Differential regelt, je nach Schlupf, die Kraftverteilung des Differentials auf die angetriebenen Räder. Ein mechanisches Differential hat immer ein festes Sperrverhältnis der angetriebenen Räder. 100% Sperre bedeutet, daß beide Räder gleich viel Kraft bekommen, also wie eine Starre Verbindung. Sowas sollte man tunlichst nur im Gelände anwenden sonst kann es kapitale Schäden im Antriebsstrang geben. Gruß Joachim
Na ja, ‚Gelände‘ - sagen wir mal lockerer Untergrund (Wiese, Schotter, unbefestigte Wege) oder natürlich Schnee oder Eis. Und es kommt drauf an, was man macht. Geradeausfahren mit Sperre geht immer, auch auf Asphalt. Nur Kurven darf man mit aktivierter 100% Sperre nur noch auf lockerem/glattem Untergrund fahren, sonst knallts im Differential. Und auch auf lockerem Untergrund sollte man zu enge Kurvenradien vermeiden. Solche Sperren muss man mit Hirn benutzen - ist (neben den Kosten) auch ein Grund, warum das heute lieber über ASR geregelt wird, das ist halt schlechter, aber dafür Idioten-sicher. bis denn, Uwe |
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